Weitere öffentliche Ausfälle gegen Ungeimpfte

„Schädling“, „Mörder“, „Aasgeier“: Die Spirale der sprachlichen Eskalation dreht sich weiter. Vor einer Woche hatte TE bereits die Verrohung vonseiten der Politik und Prominenz in Richtung nicht geimpfter Menschen dokumentiert. In einer Aktualisierung folgen fünf weitere Beispiele.

Mit einer „Chronologie der Beleidigungen“ hatte TE bereits einmal die schillerndsten Äußerungen zusammengefasst, die in das breite Spektrum Ungeimpfter geschleudert wurden. Besserung ist keine in Sicht. Neben einer weiteren Entmenschlichung des vermeintlichen „Gegners“ wird zusätzlich offenbar: Die Schuldzuweisung zur Spaltung ist nur einseitig denkbar. Dass nicht die Ungeimpften allein, sondern der hier dokumentierte Umgang seine Auswirkungen haben könnte, scheint den Wortführern nicht mehr vermittelbar.

Es folgen fünf weitere Beispiele sprachlicher Entgleisung von Vertretern des öffentlichen Lebens, für die Menschenwürde offenbar Auslegungssache ist:

#1 Rainer Stinner: Impfgegner sind gefährliche Sozialschädlinge

Bereits im August setzte der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Rainer Stinner auf Facebook ein Posting ab, das in der eigenen Partei wie auch in den sozialen Medien Wellen schlug. Bereits bei der letzten Vorstellung von zehn Beleidigungen gegen Ungeimpfte wiesen TE-Leser auf Stinners Bemerkung hin. Sie lautete: „Kein Impfgegner wird wie ein Staatsfeind behandelt. Er darf nur, hoffentlich bald, nicht mehr unter die Leute gehen, weil er ein gefährlicher Sozialschädling ist. Aber er hat die Freiheit, sich impfen zu lassen. Aber er hat nicht die Freiheit, mich zu gefährden.“

#2 Der Polizist von Pirna: Ungeimpfte sind indirekte Mörder

Ein Video von einer Demonstration zeigt am 6. Dezember eine Diskussion zwischen einem Demonstranten und einem Polizisten. Der Beamte wirft dem Demonstranten vor, dass dieser Leute töten würde. Auf Nachfrage wiederholt der Polizist den Vorwurf. „Sie sind ein indirekter Mörder, weil Sie hier andere Leute anstecken“, sagt er. Als Begründung gibt er an, dass der Demonstrant ungeimpft sei. Später geht die Diskussion weiter: „Sie haben jegliche Menschlichkeit verloren“, und: „Sie sind kein Mensch mehr“. Als der Demonstrant fragt, ob er denn Vieh sei, entgegnet der Beamte: „Ja, weiß ich nicht, auf jeden Fall kein Mensch.“

#3 Tobias Hans: Ungeimpfte sind jetzt raus aus dem gesellschaftlichen Leben

Keine Beschimpfung, aber mit Sicherheit ausfällig, war die Ansage des saarländischen Ministerpräsidenten in der Talkshow von Maybritt Illner am 9. Dezember. Hans sprach davon, viel Zeit verloren zu haben und dass es nunmehr einen „Notschutzschalter“ geben müsse für den Fall, dass die Omikron-Variante überhandnähme. Bezüglich weiterer Maßnahmen in seinem eigenen Bundesland sagte Hans: „Zuerst einmal müssen wir eine klare Botschaft an die Ungeimpften senden: Ihr seid jetzt raus aus dem gesellschaftlichen Leben. Deshalb machen wir konsequent 2-G.“ Wer nicht geboostert sei, könne nicht mehr ohne Test ins Restaurant oder Fitnessstudio.

#4 Manuel Hagel/Winfried Kretschmann: Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen sind Aasgeier der Pandemie

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußerte sich am 14. Dezember zu den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Deutschland. Er bezeichnete Protestierer, die ihre Veranstaltungen zur Diffamierung staatlicher Institutionen nutzen, als „Aasgeier der Pandemie“. Bei bürgerlichen Impfgegnern sei die Verweigerung dagegen oft eine Frage der Weltanschauung. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass Argumente hier nichts nützten. Der grüne Landesvater bekräftigte seine Haltung zur Impfpflicht. Diese könne mittelfristig befriedend wirken. Kretschmann nahm damit auch Bezug auf eine Aussage des CDU-Fraktionschefs im baden-württembergischen Landtag, Manuel Hagel. Dieser hatte den AfD-Abgeordneten vorgeworfen, sie seien „Aasgeier der Pandemie“.

#5 Frank Ulrich Montgomery: Impfgegner haben zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt

Äußerst einseitig angesichts der bisher bekannten Äußerungen bewertete Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery am 14. Dezember die Spaltung der Gesellschaft. „Diese Blasen, in denen sich die Impfgegner bewegen, haben längst zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt“, sagte Montgomery. Er fürchtete eine weitere Radikalisierung. „Wir müssen als Mehrheit der Bevölkerung konsequent damit umgehen und dürfen diese Leute nicht einfach davonkommen lassen.“ Ergo: Verantwortung für eine Spaltung nur auf einer Seite, Opfer und Täter klar genannt und eine unterschwellige Kriminalisierung – warum darf man Menschen für eine Impfentscheidung „nicht mehr davonkommen lassen“?


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Quelle

Ein Kommentar zu “Weitere öffentliche Ausfälle gegen Ungeimpfte

  1. Wären UNTERMENSCHEN wie Kretschmann nicht so feige, dann würden sie uns ungeimpften die Wahlmöglichkeit lassen:
    Öffentliche Hinrichtung (Erschiessen, Köpfen, Hängen, Scheiterhaufen …. nicht unsere Wahlmöglichkeit, DEREN) ODER das Impfgift von Pfizer/Biontech, Astra …

    Die Mehrheit der noch immer ungeimpften würde mit Sicherheit neben mir auf dem Schaffott oder an der Wand stehen, doch für solche Entscheidungen fehlt diesen rückgratlosen Kreaturen der Mut

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