Das europäische Stromnetz arbeitet…

… am Rande seiner Leistungsfähigkeit

Während die Furcht vor der Omikron-Variante des Corona-Virus die Schlagzeilen beherrscht und regierende Politiker in Deutschland und anderen Staaten vor Weihnachten neue Maßnahmenpakete packen, gehen andere bedrohliche Entwicklungen in der Öffentlichkeit fast unter: zum Beispiel die aktuelle Lage des europäischen Stromnetzes. In diesem sank heute die tatsächliche Frequenz viele Stunden lang unter die Sollfrequenz von 50 Hertz. 

Was sind die Ursachen? In Frankreich gingen kurzfristig vier Kernkraftwerke mit etwa sechs Gigawatt Leistung zu Überprüfungen und Reparaturen vom Netz. Sparsames Aufkommen von Sonne und Wind sowie fehlende regelbare Kraftwerksreserven offenbaren ein System, das am Rand seiner Leistungsfähigkeit steht. 

Infolge dieser Strommangelwirtschaft könnten bereits kleine Störungen zu Netzauftrennungen (GridSplit) führen. Es gibt kaum noch Regelfähigkeit nach „oben“. Ein plötzlicher Frequenzabfall wie am 21. Januar 2021 könnte unter solchen Bedingungen womöglich einmal fatale Folgen haben. Jedenfalls erscheint es in dieser Situation, vor dem Eintritt des Tiefwinters, einigermaßen übermütig, in Deutschland weitere Kraftwerke abzuschalten, wie es im Atom- und Kohleausstiegsgesetz festgelegt ist. 

Und vor diesem Hintergrund erhalten auch die Empfehlungen des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul, mit Kerzen, Powerbank fürs Handy und Lebensmittelvorräten „für gewisse Fälle vorzusorgen“, die er in einem Interview über die Flutkatastrophe aussprach, eine umfassendere Brisanz. 

Quelle

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