Einfach nur leben – Mein Wunsch zum Neuen Jahr

Von Wolfgang Herles

Die Frage ist nicht mehr, wie man sich fühlt, sondern zu welcher Risikogruppe man zählt. Wir sind nicht glücklich damit – aber achtsam. Glück hat man sich früher einmal gewünscht. Glück kann man haben oder auch nicht. Deshalb ist Glück zu verbieten. Wir wollen Gewissheit. Der 1.1. ist nur ein Datum. Und eine schöne Illusion, mit dem neuen Jahr beginne wieder etwas mit der Eins. Unbefleckt soll es sein. Einfach. Es wiederholen sich aber nur die Vorsätze. Die unerfüllten Hoffnungen stapeln sich auf Wiedervorlage. Sobald wir die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers gehört haben, wissen wir definitiv, dass alte Befürchtungen nur neu aufgelegt werden. Wir ertränken unseren Frust mit altem Wein aus alten Schläuchen.

I.

Was wir uns wünschen? Hauptsache gesund bleiben. Selbst dieser banalste aller Wünsche klingt heute schal und fast sarkastisch. Weil diese Hauptsache zur Tyrannei gemacht worden ist. Das unbedingt gesund bleiben vernagelt die Gehirne der eigenen Familie, der besten Freunde. Man muss nur zweimal niesen. Ein beunruhigtes „schon getestet?“ ist die Antwort. Ein „Steck uns bloß nicht an!“ unvermeidlich. „Bleib vorsichtshalber besser zuhause.“ Die Hysterie ist allgegenwärtig. Das C-Wort muss gar nicht fallen. Es ist allgegenwärtig. Es ist die Pest der Angst, die uns zu Krüppeln macht.

II.

Wir wissen zwar, dass sich nicht einfach alles genauso wiederholt. Anfang 22 können wir jedoch als sicher annehmen, dass die diensthabenden Hohlköpfe aus 21 nichts gelernt haben. Dass Panikmacher weiter Konjunktur haben, Schreihälse weiter mit Orden behängt werden. Ein Teil von Ihnen kann nicht aus Erfahrung lernen, ein anderer Teil will es nicht. Das haben Neurotiker so an sich. Allenfalls ziehen sie falsche Schlüsse, weil ja auch auch ihre Ängste mit den wahren Gefahren nichts zu tun haben. Sie legen es darauf an, die Bevölkerung in Angststarre zu halten. So allerdings, das ist die wahre Gefahr, wird aus Angst Depression. Doch wer wollte schon am 1.1. depressiv sein?

Quelle

Ein Kommentar zu “Einfach nur leben – Mein Wunsch zum Neuen Jahr

  1. Ich bin ein „Krankheitsleugner“
    HIV, Ebola, Lassa, S. A. R. S., Hühner, Schweine-, Vogelgrippe, „Covid“ — mir alles egal, ich hatte und fürchte mich vor keiner dieser Erkrankungen (die meisten der genannten sind erzeugte oder in dem SInne nicht existente Erkrankungen, wie ichheute weis)
    Auch als ich noch dachte das alle übertragbar sind war mein Panik-/Angstlevel auf Null

    Waum soll ich in der Angst verharren und aufhören zu leben, wenn ich das mache, dann BIN ich bereits Tot.

    Die Furchtsamen müssen sich entscheiden, leben und sterben oder ein Leben im Tode, die (meisten) Afrikaner und Ostmmenschen wie Russen leben nach dem ersten und sind im Gesamten glücklicher, auch dann wenn sie „weniger“ (Besitztümer) haben, eben WEIL sie LEBEN

    Ich wünsche den Furchtsamen daß sie dies erkennen, noch ehe der endgültige Tod sie heimsucht, damit sie wenigstens in Frieden von dieser Welt gehen können

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