Im Spiegel ist ein Artikel über Navalny mit der Überschrift „Kreml-Gegner Alexej Nawalny ein Jahr in Haft: Der Unbeugsame“ erschienen. Die Überschrift war der Redaktion dann aber zu schwach, also wurde sie verschärft und lautet aktuell „Kremlgegner Nawalny ein Jahr in Haft: Sie schikanieren ihn – doch brechen können sie ihn nicht“ Bei dieser Überschrift hätte ich fast gedacht, der Spiegel würde über Julian Assange schreiben, der seit 1.000 Tagen in britischer Isolationshaft sitzt, die von der UNO mehrmals als Folter bezeichnet wurde. Darüber verliert der Spiegel jedoch kein Wort, stattdessen stellt er in seinem Artikel die Haft von Navalny als Folter dar, obwohl es dafür keinerlei Hinweise und auch keine derartigen Vorwürfe der UNO gibt. Deutlicher kann der Spiegel sich gar nicht als Propaganda-Lügner für die politischen Interessen der USA outen – mit Journalismus oder Berichterstattung hat das nichts zu tun.Auf den Spiegel-Artikel im Detail einzugehen, erübrigt sich, denn er ist die übliche, im Relotuis-Stil gehaltene Aneinanderreihung emotionaler Aussagen von Navalny-Fans, der Inhalt ist also vorhersehbar. Und als Beleg dafür, dass Navalny im russischen Gefängnis regelrecht gefoltert wird, befragt der Spiegel einen Mann, der sich als ehemaliger Mitgefangener Navalnys bezeichnet, aber in Kiew wohnt, wo anti-russische Propagandisten eine neue Heimat finden. Anstatt den Spiegel-Artikel zu analysieren und zu zitieren will ich daher auf die Autoren des Artikels und auf Navalny und Assange eingehen.

Die Lügenbarone aus Moskau

Im Spiegel-Büro in Moskau arbeiten mit Christina Hebel und Christian Esch zwei der fleißigsten Lügenbarone des Spiegel und die beiden zeichnen auch für das aktuelle Machwerk des ehemaligen Nachrichtenmagazins aus Hamburg verantwortlich. Beide Autoren sind Lesern des Anti-Spiegel wohlbekannt, beginnen wir mit Frau Hebel und heben uns Herrn Esch für später auf.Auf dem Anti-Spiegel finden sich viele Artikel, die aufzeigen, wie Frau Hebel es mit der Wahrheit hält. Der bisher dreisteste Fall war, als sie so plump gelogen hat, dass der Spiegel den Artikel einige Stunden, nachdem ich die Lügen aufgedeckt hatte, still und heimlich (und natürlich ohne seine Leser darüber zu informieren) umschreiben musste, die Details finden Sie hier. Wenn Sie den Namen von Christina Hebel in die Suchfunktion des Anti-Spiegel eingeben, finden Sie viele Artikel, in denen ich im Detail aufgezeigt habe, wie diese Dame Informationen weglässt, verdreht oder sogar frei erfindet, nur um ihre anti-russische Propaganda zu verbreiten. Wenn sie einen Artikel veröffentlichen darf, dann weiß ich immer sofort, dass ich wieder Arbeit habe.

Der Rassist Navalny

Der von westlichen Medien als liberaler Freiheitskämpfer gefeierte Navalny ist ein radikaler Rassist und Nationalist. Das ist nicht meine Unterstellung, das geht aus seinen Aussagen hervor. So hat Navalny zum Beispiel muslimische Einwanderer als Kakerlaken bezeichnet und als Mittel der Wahl gegen sie Pistolen empfohlen. Das hat er in einem Video getan, wo auch gleich gezeigt hat, wie er eine solche „Kakerlake“ erschießen würde, die Details inklusive Video finden Sie hier. Das ist nur ein Beispiel von vielen, Navalny hat der EU 2015 zum Beispiel geraten, die muslimischen Migranten direkt an den EU-Grenzen zu erschießen. Für Juden benutzt er das schlimmste Schimfpwort (жид), das die russische Sprache zu bieten hat. Die Liste mit Beispielen ließe sich beliebig fortsetzen und das waren keineswegs „Jugendsünden“, denn noch 2017 hat Navalny in einem Interview auf Nachfrage mitgeteilt, dass er seine Aussagen nicht bereue, er stehe zu seinen Aussagen. Das wissen die deutschen Journalisten, die über Navalny berichten, auch alles. Christian Esch, der Chef des Moskauer Spiegel-Büros, hat all das mal am Rande erwähnt. Aber nicht etwa, um Navalny deswegen zu kritisieren, sondern um Navalny gegen Kritiker, die Navalny diese Dinge vorhalten, zu schützen. Esch hat diese Dinge natürlich nicht im Detail erwähnt, er hat stattdessen geschrieben, dass Navalny seine Karriere zwar als Nationalist begonnen, „zwei hässliche YouTube-Videos veröffentlicht“ habe und dass er 2017 in dem Interview gesagt habe, er bereue nichts von all dem. Aber Esch hat es dann so dargestellt, als seien das Jugendsünden und außerdem seien solche Töne von Navalny schon lange nicht mehr zu hören. Der O-Ton von Eschs Artikel war, das sei also alles gar nicht so schlimm. Das ist kein Scherz, ich habe darüber ausführlich berichtet und auch den Artikel von Christian Esch verlinkt, die Details finden Sie hier. Man stelle sich einmal vor, ein AfD-Politiker hätte früher solche Videos veröffentlicht, Juden mit dem schlimmstmöglichen Schimpfwort bedacht und dann in einem Interview mitgeteilt, er bereue das alles nicht. Würde der Spiegel dann auch schreiben, das sei alles gar nicht so schlimm, weil der Mann solche Äu0erungen ja seit ein paar Jahren nicht mehr wiederholt?

Der moralische Kompass von Herrn Esch

Herr Esch ist aber nicht nur bei diesem Beispiel als Unterstützer von Rassisten aufgefallen. Ein paar Monate später hat er ein Rassengesetz, das den Nürnberger Rassengesetzen der Nazis sehr ähnlich ist, als „Minderheitenschutzgesetz“ in Schutz genommen – auf die Idee sind noch nicht einmal die Kommentatoren der Nürnberger Gesetze gekommen.Es ging dabei um russische Vorwürfe gegen das ukrainische Rassengesetz, das die Bürger der Ukraine nach ethnischen Kriterien in drei Kategorien mit unterschiedlichen Rechten aufteilt; alle Rechte haben die Ukrainer, Angehörige einiger kleiner Ethnien der Krim fallen in Kategorie zwei und die wenigsten Rechte haben ethnische Russen, Polen, Ungarn und Rumänen, die in der Ukraine leben. In Verbindung mit dem neuen Sprachgesetz der Ukraine sind die Auswirkungen vergleichbar mit den Nürnberger Rassengesetzen von 1935, denn auch die ukrainischen Gesetze sehen für die „niederen Rassen“ Berufsverbote und andere Diskriminierungen vor, also vieles von dem, was auch in den Nürnberger Rassengesetzen von 1935 stand.Das glauben Sie nicht? Sie finden hier meinen Artikel über das Machwerk von Herrn Esch – natürlich mit Link zu seinem Artikel – , hier finden Sie Informationen über das ukrainische Rassengesetz und hier können Sie nachlesen, welche Auswirkungen das zusammen mit dem Sprachgesetz hat.

Der Spiegel über Navalnys Haftbedingungen

Herrn Esch und Frau Hebel war der Rassist Navalny nun also einen weiteren Artikel wert, in dem sie darauf eingegangen sind, dass Navalny nun schon ein Jahr im russischen Gefängnis sitzt. Das stellen sie als die Hölle auf Erden dar, aber der Superheld Navalny erträgt das wie ein Mann und seine Anhänger werden ausführlich damit zitiert, wie sehr sie ihn vergöttern. Das ist alles nichts Neues und ich will daraus nicht ausführlich zitieren. Nur ein Beispiel will ich zeigen. Dabei geht es um Navalnys Anwältin und der Spiegel schreibt:

„Sie ist vermutlich die Person, die Nawalny im vergangenen Jahr am häufigsten gesehen hat, wenn man von seinen Mithäftlingen und Bewachern absieht. Michajlowa zählt zum Anwaltsteam, das Nawalny besucht – und zwar mit überraschender Häufigkeit. »Weil wir uns um seine Gesundheit und sein Leben sorgen, ist täglich einer der Anwälte bei ihm«, sagt sie. Vier Stunden lang kann sie jeweils mit ihm reden, unter anderem über die vielen neuen Verfahren, die gegen ihn laufen. Sie sitzen getrennt von einer Glasscheibe mit einem dünnen Schlitz, damit sie sich Dokumente zuschieben können. Eine Videokamera erinnert daran, dass die Vertraulichkeit keineswegs gegeben ist.“

Wir halten fest: Navalny darf jeden Tag Besuch empfangen und sich vier Stunden lang mit seinem Besuch unterhalten. Wie sind die diesbezüglichen Regelungen eigentlich in deutschen Gefängnissen?

Die Haftbedingungen von Assange

Der Anlass für den Spiegel-Artikel über Navalny ist, dass er nun seit einem Jahr in Haft sitzt. Julian Assange sitzt seit über 1.000 Tagen, also fast drei Jahren, in Haft – und zwar in Isolationshaft in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis und die UNO bezeichnete seine Haftbedingungen mehrmals als Folter, was den Spiegel aber nicht interessiert. Im Spiegel finden sich keine kritischen Artikel über die Haftbedingungen von Assange und es gibt beim Spiegel erst recht nicht zu jedem Jahrestag seiner Inhaftierung neue Artikel, die ihn feiern würden. Und wie oft darf Assange Besuch empfangen? Praktisch nie, seine Anwälte beschweren sich bei den Gerichtsverfahren sogar regelmäßig, dass die ihren Mandanten nur so selten und kurz sprechen dürfen, dass sie sich nicht einmal vernünftig auf die Gerichtsverhandlungen vorbereiten können. So sieht die Haft von Assange im freien Westen aus, aber der Spiegel hat nichts daran zu kritisieren.Ob Assange sich wohl freuen würde, wenn seine Haftbedingungen genauso unmenschlich wären, wie die von Navalny?

Julian Assange und Alexej Navalny

Navalny wurde in Russland in zwei Strafverfahren wegen Betrugs zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das ist einmalig, denn normalerweise bedeutet eine weitere Verurteilung während einer Bewährungsstrafe, dass die Bewährung aufgehoben wird und der Straftäter ins Gefängnis muss. Nicht so bei Navalny, der durfte weiterhin frei in Russland herumlaufen und auch noch weitere 60 Mal gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen, bevor er schließlich deswegen ins Gefängnis gekommen ist, die Details finden Sie hier. Assange hingegen wurde nicht verurteilt. Gegen ihn lag eine Anklage aus Schweden wegen Vergewaltigung vor, die aber längst fallengelassen wurde, vor der er sich seinerzeit in einer Botschaft in London versteckt hatte, weil er die Auslieferung nach Schweden und von dort die weitere Auslieferung in die USA befürchtete. In den USA drohen Assange weit über hundert Jahre Haft, weil er Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte aufgedeckt hat. Die USA werfen Assange jedoch Spionage vor, anstatt ihm einen Journalismus- oder Menschenrechtspreis zu verleihen. Und die US-Soldaten, deren Kriegsverbrechen Assange öffentlich gemacht hatte, sind ohne oder bestenfalls mit leichten Strafen davongekommen.Assange sitzt ohne Gerichtsurteil seit über 1.000 in Isolations- und Folterhaft, weil er Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt hat und darf nicht einmal seine Anwälte regelmäßig sehen. Der Spiegel hält es aber nicht für nötig, Artikel zugunsten von Assange zu schreiben, obwohl auch der Spiegel seinerzeit viel Geld mit der Berichterstattung über Assanges Enthüllungen verdient hat. Stattdessen veröffentlicht der Spiegel einen langen Artikel, um einen Rassisten und verurteilten Betrüger zu unterstützen.So sieht „Qualitätsjournalismus“ in Deutschland heute aus.In meinem Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln“ habe ich mich sehr intensiv mit weiteren Themen rund um die komplexen Zusammenhänge der gesteuertern Politik im Westen und deren brisanten Verstrickungen mit einer ganzen Reihe von Organisationen beschäftigt und dabei einiges zu Tage gefördert.Das Buch ist aktuell in diesem Monat erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.