Unglaublich aber wahr: Die Presse in Russland ist (spätestens jetzt) freier als im Westen

von Anti-Spiegel

1. März 2022 20:14 Uhr

Der Westen behauptet, für die Pressefreiheit zu stehen. Das konnte man spätestens ab Beginn der Pandemie trefflich bestreiten, jetzt wird jedoch vollkommen offensichtlich, dass die Presse im Westen nicht frei ist. Aber nicht nur das: Das Überraschendste ist, dass die Pressefreiheit in Russland größer ist als im Westen, denn während der Westen derzeit ganz offen und offiziell Medien zensiert und verbietet, die im Ukraine-Konflikt eine abweichende Meinung vertreten, lässt Russland die Meinungen der Gegenseite weiterhin zu und lässt sie weiterhin senden.

Pro-westliche Medien in Russland

Entgegen dem, was im Westen verbreitet wird, gibt es in Russland nicht nur keine Zensur, regierungskritische oder gar pro-westliche Medien dürfen in Russland auch frei arbeiten und vor allem ungehindert senden. Das dürfte für viele Medienkonsumenten im Westen neu sein, aber so ist es tatsächlich.

Wer die westlichen Medien in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, der konnte etwas absurdes feststellen: Es wird im Westen immer berichtet, in Russland herrsche Zensur und oppositionelle oder Kreml-kritische Medien würden in Russland verboten oder zensiert. Aber wenn dann in Russland mal ein Skandal öffentlich wurde, haben westliche Medien plötzlich berichtet, die russische oppositionelle Zeitung XY habe den Skandal aufgedeckt. Ja, was denn nun? Sind oppositionelle Medien in Russland verboten und zensiert, oder gibt es sie doch und sie decken sogar mal einen Skandal auf?

Die im Westen am häufigsten zitierten russischen Oppositionsmedien sind der russlandweit sendende Radiosender „Echo Moskvy“, der Fernsehsender „TV Rain“ (TV-Doschd) und die Zeitung „Nowaja Gaseta“ (deren Chefredakteur Muratow in 2021 den Friedensnobelpreis erhalten hat) und sie alle berichten explizit pro-westlich, finden die NATO toll, sind USA-freundlich, kämpfen für neoliberale Werte bis hin zu LGBT und Gender, kritisieren die russische Regierung und auch Putin persönlich und so weiter. Und sie alle haben eines gemeinsam: Sie dürfen in Russland arbeiten, werden nicht zensiert und veröffentlichen und senden in Russland.

Und auch jetzt, während der Militäroperation in der Ukraine, wurde deren Arbeit nicht eingeschränkt, obwohl sie sich gegen die russische Militäroperation aussprechen und massiv die pro-westliche und pro-ukrainische Sicht vertreten. Gleiches gilt für westliche Staatsmedien wie die BBC oder Voice of America. Sie sind alle noch in Russland aktiv.

Pro-russische Medien im Westen

Am 26. Februar haben die australischen Kabelnetzbetreiber RT aus dem Netz genommen, in Australien ist RT nun weder im Kabel, noch über Satellit zu empfangen.

Am 27. Februar hat EU-Kommissionschefin von der Leyen angekündigt, RT und Sputnik in der EU zu verbieten. Von der Leyen sagte:

„Wir werden die Medienmaschine des Kreml in der EU verbieten.
Die staatseigenen Russia Today und Sputnik und ihre Tochtergesellschaften werden nicht länger ihre Lügen zur Rechtfertigung von Putins Krieg verbreiten können.
Wir arbeiten an Werkzeugen, um ihre toxische und schädliche Desinformation in Europa zu verbieten.“

Am 28.Februar folgte Kanada und verbannte RT aus dem Kabelnetz. Am gleichen Tag hat Litauen zwei russische Fernsehkanäle verboten, nachdem das Land schon am 25. Februar sechs russische und weißrussische Fernsehsender verboten hatte.

Am 1. März hat Lettland zwei russische Fernsehsender verboten, nachdem es schon am 24. Februar drei russische Fernsehsender und am 25. Februar einen weißrussischen und zwei lettische russischsprachige Fernsehsender verboten hatte.

Internetkonzerne

Die Rolle der Internetkonzerne ist besonders interessant. Offiziell sind sie normale, gewinnorientierte Konzerne, aber sie verhalten sich nicht wie solche. Das muss ich erklären: Coca-Cola oder BMW würden nie auf die Idee kommen, ihre Produkte nicht mehr in Russland oder China anzubieten, bloß weil ihnen deren Regierungen nicht gefallen. Sie wollen Geld verdienen und stellen die Arbeit in einem Land nur ein, wenn sie durch Sanktionen dazu gezwungen werden.

Ganz anders die Internetkonzerne, denn die stellen Politik über Profite. Sie verzichten lieber auf Milliardengewinne vom chinesischen Markt, als die politischen Realitäten dort anzuerkennen. Gleiches bei Russland, wo sie laufend aus politischen Gründen Accounts sperren und damit riskieren, irgendwann selbst in Russland komplett gesperrt zu werden und Milliardengewinne zu verlieren.

Grundlage ist ein recht neues russisches Gesetz, dass jedes soziale Netzwerk, das russische Medien oder User zensiert und einer Aufforderung, diese Zensur wieder zurückzunehmen, nicht nachkommt, bestraft werden kann. Die Strafen reichen von Geldstrafen über eine Verlangsamung des Internet-Traffic bis hin zu einer totalen Sperrung des sozialen Netzwerks in Russland.

Das stört die Internetkonzerne jedoch nicht. Facebooks Mutterkonzern Meta hat die Accounts russischer Medien gelöscht und Facebook wurde in Russland bereits eingebremst. In Russland wird eine komplette Sperrung nicht nur von Facebook, sondern auch von YouTube diskutiert. TikTok hat RT und Sputnik in der EU blockiert.

Die Medienaufsicht in Russland entscheidet derzeit, wie sie mit den Internetkonzernen verfahren soll. Im russischen Fernsehen wurde eines der Mitglieder dazu befragt und besonders bemerkenswert war die Antwort auf die Frage, was mit Telegram geschehen sollte, denn über Telegram würden bekanntlich viele Fake News und ukrainische Propaganda in Russland verbreitet. Die Antwort war erstaunlich, denn er Mitarbeiter der Medienaufsicht bestätigte, dass es bei Telegram sicher viele fragwürdige Kanäle gäbe, die anti-russische Propaganda und Fake News verbreiten, aber da Telegram sich klar positioniert und erklärt habe, es werde im Zusammenhang mit den Vorgängen in der Ukraine keine Kanäle löschen, werde Telegram an seiner Arbeit nicht gehindert.

Den Russen geht es also tatsächlich nur darum, dass russische Kanäle und Accounts nicht zensiert werden. Solange das nicht geschieht, werden keine Maßnahmen gegen soziale Medien und regierungskritische oder pro-westliche Medien ergriffen. Und Russland lässt sogar die Verbreitung von „Feindpropaganda“ im eigenen Land zu.

Fazit

Der Westen, der angebliche Hort der Pressefreiheit, schränkt die Meinungs- und Pressefreiheit immer mehr ein. Russland, die angebliche Diktatur mit angeblich zensierter und gleichgeschalteter Presse, tut das nicht.

Mir war schon lange bekannt, dass es um die Pressefreiheit in Russland wesentlich besser bestellt ist, als im sogenannten freien Westen. Aber jetzt kann das niemand mehr bestreiten. Der Westen führt sich gerade auf, wie Nazi-Deutschland, das die Verbreitung der „Feindsender“ zuerst verboten und dann das heimliche hören von „Feindsendern“ sogar unter Strafe gestellt hat.

Man fragt sich also, wann die EU es unter Strafe stellt, dass jemand sich im Internet Informationen bei russischen Medien holt. Anscheinend dauert es nicht mehr lange, bis es dazu kommt…

Nachtrag: Wenige Stunden, nachdem ich diesen Artikel geschrieben habe, gibt es Meldungen, dass Russland nun gegen Echo Moskvy und TV-Rain vorgeht, weil sie „Falschmeldungen“ verbreitet haben sollen. Noch ist nichts bestätigt, ich werde darüber ein Update schreiben, wenn gesicherte Informationen vorliegen.

In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.Hier geht es zum neuen Buch

Quelle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: