Erdingers Absacker: Bigotterie, Impfung, Korruption und Krieg im Vorfrühling

Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Auf deutschen Autobahnraststätten sind hunderte von russischen LKW-Fahrern gestrandet, denen sowohl die Tank- als auch die Kreditkarten gesperrt wurden. Sie bekommen keinen Treibstoff mehr und können sich auch nicht mehr mit Nahrung versorgen. Oft stehen sie in Clustern zusammen, um sich gegenseitig gegen Angriffe zu schützen. Solche Angriffe hat es bereits gegeben und sie werden auch oft einfach nur unflätig beschimpft. Das ist unser Deutschland 2022. In Grund und Boden möchte man versinken vor Scham. Inzwischen haben sich vereinzelt privat organisierte Helfergruppen zusammengefunden, die den gestrandeten Russen finanziell und materiell unter die Arme greifen. Bitte: Wenn Sie eine Autobahnfahrt geplant haben, denken Sie an diese Opfer des moralistischen Größenwahns in Deutschland, fahren Sie eine dieser Raststätten an und schenken Sie den russischen LKW-Fahrern etwas, das ihnen dabei hilft, über den Tag zu kommen. Vielen Dank! +++

+++ Über den ukrainischen Präsidenten Selenskyi gibt es mehrere Artikel in deutschen Zeitungen, bei denen er gar nicht gut wegkommt. Sie alle stammen aus der Zeit von 2019 bis 2021. Einer davon ist vom 25. Februar 2021 und wurde vor einem Jahr in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlicht. Schlagzeile: „Ukraine: Krieg und Korruption wie eh und je.“ Die „Süddeutsche Zeitung“ lies damals kein gutes Haar an Selenskyi. Er setze den „postsowjetischen Weg“ fort, ohne irgendwelche Reformen voranzutreiben. Vergleichen Sie das mit den Lobhudeleien dieser Tage. Peter Huth in der „Welt“ z.B.: „Selenskyi ist die stärkste Waffe der Ukraine.“ Inzwischen sind zwei Videosequenzen aufgetaucht, die Selenskyi einmal offensichtlich betrunken bei einer Pressekonferenz zeigen, ein anderes Mal – seiner Mimik nach zu schließen – kurz nachdem er sich „die Nase gepudert“ hatte. Wahrscheinlich mit Koks oder Speed. Der Chef des ukrainischen Geheimdienstes, Denis Kireev, vergangene Woche noch Teilnehmer der ersten Gesprächsrunde zwischen einer russischen und einer ukrainischen Delegation, wurde unterdessen vom eigenen Geheimdienst erschossen. „n-tv“ berichtet, er sei vorher offensichtlich verprügelt worden. Aufnahmen seines Leichnams deuteten darauf hin. Es heißt, Kireev sei als Doppelagent enttarnt worden, der geheime Informationen an die Russen durchgestochen habe. Putin hatte die ukrainische Regierung bekanntlich als eine drogenabhängige Verbrecherbande bezeichnet. Ein inexistenter Experte für Puder & Verwahrlosung hingegen bezeichnet sie als korrupte Marionetten des „Deep State“, die selbst überhaupt nichts zu melden hätten. +++

+++ In diesem Zusammenhang sei auch auf das Propagandistenhandbuch für die Kriegsberichterstattung verwiesen. Es enthält die 15 wichtigsten Regeln. Aufgetaucht ist es als Netzfund in den sozialen Netzwerken.

  1. Der Feind scheitert. Sein Plan geht nicht auf. Die gute Seite wehrt sich mit Erfolg.
  2. Der Feind befindet sich in finanziellen und organisatorischen Schwierigkeiten.
  3. Der Feind hat hohe Verluste. Die gute Seite hat kaum Verluste.
  4. Berühmte Personen unterstützen auf der guten Seite: Populäre Sportler, Musiker und schöne Frauen. Wissenschaftler sind auf der guten Seite. Die Wissenschaftler des Gegners zweifeln am Erfolg.
  5. Der Feind begeht Verbrechen. Die gute Seite deckt dies auf.
  6. Der Anführer der Feinde ist verrückt und unmoralisch. Der Anführer der Guten ist ein Held und Stratege.
  7. Die Verbündeten des Feindes waren und sind Verbrecher. Die Verbündeten der Guten sind die friedliche Seite.
  8. Das Bildmaterial über besiegte Feinde ist groß. Aufnahmen beweisen, dass der Feind scheitert und Angst hat.
  9. Der Feind beseitigt Spuren seiner Niederlage und Verbrechen.
  10. Beim Feind desertieren Soldaten und das Volk ist unruhig. Bei der guten Seite melden sich mehr und mehr Freiwillige.
  11. Der Feind hat feige oder böse Dinge geplant. Sie wurden durch Geheimdienste aufgedeckt.
  12. Der Feind plant üble Verbrechen und hat sie begangen.
  13. Geschädigte Zivilisten durch die gute Seite gibt es nur, weil der Feind Zivilisten als Schutzschild nutzt oder er denkt sie sich aus.
  14. Die eigene Kampfkraft ist größer durch die Entschlossenheit und die Tatsache für die gerechte Sache zu kämpfen.
  15. Die Propaganda des Gegners ist völlig erlogen und muss daher gesperrt werden.

Ein inexistenter Experte für Psychos und Psychosen aller Art wies unterdessen auf den deutschen Journalisten Hans-Ulrich Jörges hin, der bei „BILD-TV“ dafür plädierte, irgendjemand aus dem engeren Kreis von Wladimir Putin solle den russischen Präsidenten erschießen. Er, Jörges, habe sich in Putin getäuscht. Ein anderer, ebenfalls inexistenter Experte für Täuschung & Selbstbetrug äußerte daraufhin sein Verständnis für Jörges‘ Enttäuschung. Ihn selbst habe Putin nicht enttäuscht. Er habe seit Jahren gewußt, daß Putin ganz anders tickt, als der durchfeminisierte Westler. Putin sei sein ganzes Leben lang eine Kämpfernatur gewesen. Der inexistente Experte gab allerdings zu, daß auch er selbst enttäuscht sei. Er habe damit gerechnet, daß das außer ihm auch anderen Leuten in verantwortlicher Position aufgefallen sein könnte. Offensichtlich habe er sich da getäuscht. +++

+++ Überhaupt der Herr Putin: Landauf, landab erscheinen Artikel, die sich mit Herrn Putin beschäftigen. Sitzt er im Bunker? Tickt er noch richtig? Angeblich hat er sich drei Mal impfen lassen. Hat er eine hysterische Virenphobie? – Eine deutsche Frage, ausgerechnet. Die schönste aller Feststellungen: Herrn Putins weißer Verhandlungstisch ist so lang, weil er vor Viren Angst hat. Ein inexistenter Experte für Möbel & Inneneinrichtung erklärte, für den langen Tisch gebe es eine sehr viel einleuchtendere Erklärung: Die Macht der Bilder. Im Kreml habe man natürlich gewußt, daß die Bilder von Putin und bspw. Macron, aber auch Scholz, um die Welt gehen würden. Sie sollten „maximale Distanz in der Sache“ bei den Verhandlungen signalisieren, also wie eine Warnung funktionieren. Daß Wladimir Putin an keiner Virenphobie leide, habe man sehen können, als Jair Bolsonaro ihm seine Aufwartung machte. Putin und Bolsonaro hätten an einem kleinen Couchtischchen zwischen sich miteinander geredet. Der Vorteil einer Beschäftigung mit Putin liege übrigens auf der Hand: So lange man sich den Kopf über Putin zerbreche, brauche man ihn sich nicht über die eigenen „Bündnispartner“ oder gar sich selbst zu zerbrechen. Das dürfe man sich heraussuchen in der ganz wahnsinnig freien Welt mit ihrer formidablen Demokratie. Das wiederum habe durchaus etwas für sich. +++

+++ Putins langer Tisch regte auch die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, Frau Anette Kurschus, zu tiefer Besinnlichkeit an. Die fromme Frau Ratsvorsitzende: „Der Abendmahlstisch ist mein Hoffnungsbild. Er ist mein Gegenbild zum Tisch im Kreml“. Ein inexistenter Experte für politisierende Kleriker erklärte daraufhin, die hochaggressive „Friedlichkeit“ dieser Realitätsverweigerer im Dienste ihrer Eigenwahrnehmung gehe ihm schon länger auf den Sack, als Frau Göring-Eckardt. Wenn Frau Kurschus wolle, würde sie ihren Abendmahlstisch wahrscheinlich jederzeit in der Ukraine aufstellen dürfen, um mit den Mördern der Swoboda-Partei, der Asow-Regimenter und des rechten Sektors sowie dem Herrn Präsidenten Selenskyi zusammen „das Brot zu brechen“. Die Serben und die Iraker seien vermutlich auch schon ganz heiß darauf, mit Frau Kurschus zusammen recht fromm zu dinieren. +++

+++ Der Frieden ist ein Wunsch, der Krieg hingegen eine Tatsache, meinte Oswald Spengler einst. Nicht gesagt hat er, daß der Krieg keine Scheußlichkeit sei. Das ist er ganz ohne Frage. Jedes Kriegsopfer ist eines zu viel. Der Krieg ist dennoch eine Tatsache seit Menschengedenken, und die Hoffnung, daß es jemals keinen Krieg mehr geben könnte, eine Illusion. Es wäre daher wichtig, den Krieg so schnell wie möglich auszutrocknen, wenn irgendwo einer stattfindet, anstatt Öl ins Feuer zu gießen. Ein inexistenter Experte für Aufrichtigkeit und effektiven Frieden merkte an, wenn der Krieg ansich schon die Scheußlichkeit überhaupt sei, dann handle es sich bei jedem, der ihn mit Waffenlieferungen unterstützt, während er gleichzeitig um die Opfer eines solchen Krieges weint, um einen gottverdammten Heuchler. Ob die Ukraine unter russische Aufsicht gestellt werde, sei eine nachrangige Frage angesichts der Opfer, die es zu vermeiden gelte. Alles sei besser, als diese Scheußlichkeit. Der Westen weigere sich auf Kosten dieser Opfer, sich einzugestehen, daß er zu hoch gepokert und verloren hat. Dieser Krieg wäre hundert Mal zu vermeiden gewesen. Es handle sich direkt um einen zynischen Sadismus der friedfertigen Scheinheiligen, einerseits um das destruktive Potential des Menschen Bescheid zu wissen, und ihn dennoch so lange zu provozieren, bis er sein destruktives Potential tatsächlich hervorkehrt, und nur, um ihn dann – und ihn ganz allein – für die Katastrophe zu verurteilen, die unweigerliche Folge dessen ist. Es stimme schon: Wer Hass sät, wird Gewalt ernten. Ehernes Gesetz, unabänderlich. Allerdings läge zwischen Aussaat und Ernte die Zeit des Wachstums. Wer sieht, wie der Hass zwischen Aussaat und Ernte wächst und gedeiht, ohne etwas dagegen zu unternehmen, der brauche sich über die Ernte nicht zu beschweren. Der Gipfel der Perfidie sei es, den Hund in die Ecke zu drängen, um ihn dann zu erschlagen, weil er gebissen hat. Wer heute im NATO-Gebiet aus nachvollziehbaren Gründen über die Opfer in der Ukraine weint, solle sich erst einmal an der eigenen Nase fassen, anstatt sich über Putins Tisch selbstexkulpatorische Gedanken zu machen. Nur deswegen mache er sie sich schließlich. +++

+++ Österreich: Die frühere Familienminister von der ÖVP, Sophie Karmasin, muß auf Anordnung des Wiener Straflandesgerichts in U-Haft genommen werden. Sophie Karmasin soll eine zentrale Rolle bei bestellten Umfragen gespielt haben, die dann über Scheinrechnungen bezahlt – und bei der Mediengruppe „Österreich“ veröffentlicht wurden, um dem damaligen Außenminister Kurz ins Kanzleramt zu verhelfen. Frau Karmasin soll den Kontakt zum Finanzministerium und „Österreich“ hergestellt und an den Umfragen mitverdient haben. Ein inexistenter Experte für politisch korrektes „Wording“ spricht von Frauenfeindlichkeit, da der Entscheidung des Straflandesgerichtes ganz offensichtlich ein patriarchales Verständnis von Anstand und Honorigkeit zugrunde gelegen habe. +++

+++ Frau Silvia Liebrich forderte angesichts der Energiekrise als einer Folge des Kriegs: „Langsamer fahren fürs Gemeinwohl“. Es sei jetzt Zeit für ein Tempolimit. Ein inexistenter Experte für Gemeinheiten & Wohltaten kommentierte Frau Liebrichs Ansichten zum Gemeinwohl mit der Bemerkung, zur Berücksichtigung desselben fielen ihm hundert bessere Möglichkeiten ein, als ausgerechnet ein bißchen langsamer zu fahren. Allein wenn er schon an die Regierung, den Bundespräsidenten, diese Minister und die Altparteien im Zusammenhang mit dem Gemeinwohl denke, könne er gar nicht anders, als aufs Gas zu drücken. Lieber lasse er sich sein Geld von Tempo 200 wegfressen als von der Inflation und der bevorstehenden Talfahrt des Euro. +++

+++ Die Bundesregierung scheint gegen jede wissenschaftliche Evidenz, trotz aller fürchterlichen Nebenwirkungen der mRNA-Gentherapie und trotz aller Impftoten auf Teufel komm‘ raus noch diesen Monat eine allgemeine „Impfpflicht“ durchdrücken zu wollen. Sie soll dem Vernehmen nach ab Oktober gelten. Ein inexistenter Experte für Merkwürdigkeiten aller Art sagte, er finde es befremdlich, daß es einen bußgeldbewehrten Zwang geben soll, „Russisch Roulette“ zu spielen, weil doch die Russen allerweil sowas von aus der Mode gekommen seien. Und zwar unterschiedslos alle. Eine gesetzliche Impflicht mit diesen Stoffen sei nichts anderes, als dem Bürger eine Knarre an den Kopf zu halten. Sich auch das noch bieten zu lassen, sei wenig souverän vom Souverän. +++

Quelle

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