Ukraine: Von der UdSSR in die EUdSSR

Der Krieg in der Ukraine hat unter anderem seine Ursache darin, dass die USA die russi­sche Föde­ra­tion zerschlagen möchte. Der US-Poli­tik­be­rater Zbigniew Brze­zinski schrieb in seinem Buch “The Great Chess­board”: „Ohne die Ukraine ist Russ­land kein eura­si­sches Reich mehr.“ und „Unter geopo­li­ti­schem Aspekt stellte der Abfall der Ukraine einen zentralen Verlust dar, denn er beschnitt Russ­lands geostra­te­gi­sche Optionen dras­tisch.“ Die USA arbei­tete deshalb seit Langem an der Heraus­lö­sung der Ukraine aus dem russi­schen Orbit.

Ein wesent­li­cher Meilen­stein dazu war der Maidan-Putsch: Victoria Nuland (Mrs. Fuck the EU)  gab zu, dass Amerika den Regime-Change in der Ukraine mit fünf (!) Milli­arden Dollar subven­tio­niert hatte.

Der NATO-Beitritt der Ukraine ist somit für Russ­land eine unak­zep­table Provo­ka­tion, da damit NATO-Raketen in das Herz von Russ­land reichen würden. Es ist ganz die gleiche Provo­ka­tion, wie seiner­zeit die Statio­nie­rung von Raketen auf Kuba durch die Sowjet­union, was die Welt damals an den Rand eines Atom­krieges gebracht hatte.

Was aller­dings die USA will und was die Regie­rung der Ukraine tut, sind jedoch zwei Paar Schuhe. Man muss sich also fragen, wieso sich die Ukraine für die US-ameri­ka­ni­schen Welt­herr­schafts­be­stre­bungen instru­men­ta­li­sieren lässt?.

Offenbar hat man der Ukraine NATO und EU-Beitritt im Doppel­pack ange­boten, die daraufhin das Ziel des Beitritts zu diesen beiden Orga­ni­sa­tionen in ihre Verfas­sung aufge­nommen hat. Die ukrai­ni­sche Führung musste sich bewusst sein, dass sie sich mit dieser Politik gegen Russ­land stellt und sich so quasi frei­willig zu einem Front­staat gegen Russ­land mit allen Konse­quenzen macht.

Was sind also für die Ukraine die Vorteile eines Beitritts zur EU, die die Risiken Front­staat gegen Russ­land zu sein, überwiegen?

Dazu muss man einfach einen Blick auf die derzei­tige Verfasst­heit der EU werfen, in der die wirt­schaft­lich schwa­chen Staaten vor allem in der Geld­po­litik den Ton angeben.

Die EU ist für solche Länder, wie zum Beispiel die Südländer ein wahres Eldo­rado. Dabei geht es weniger um irgend­welche Subven­tionen oder Förde­rungen maroder Länder und Regionen. Der wirk­liche Hit für die Südländer ist, dass sie Waren aus dem Norden (vor allem aus Deutsch­land) auf Umwegen so quasi gratis beziehen.  Dies funk­tio­niert nach folgender Methode:

Die Importe dieser Länder werden über Kredite, bzw. über Anleihen finan­ziert. Das summa­ri­sche Ausmaß dieser Handels­bi­lanz­de­fi­zite wird in den Target2 Salden gemessen. Deutsch­land hat gegen­über den anderen EU-Ländern derzeit ein posi­tives Saldo von über einer Billion Euros (siehe www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutscher-targetsaldo-steigt-auf‑1–081-billionen-euro-17281258.html). Das heißt also Deutsch­land hat um diesen Betrag mehr Waren in diese Länder expor­tiert als umgekehrt.

Die Schulden, die notwendig wurden um Handels­bi­lanz­de­fi­zite zu finan­zieren, wurden zumin­dest zum Teil bereits von der EZB mit frisch gedrucktem Geld aufge­kauft und werden aller Voraus­sicht nach nie zurück­be­zahlt. Dabei handelt es sich um eine, durch den Maas­tri­cher Vertrag verbo­tene Mone­ta­ri­sie­rung von Staats­schulden (siehe auch unser-mitteleuropa.com/protokoll-des-euro-geldbetruges/).

Es geht daher um eine Ausplün­de­rung der leis­tungs­fä­hi­geren Länder der EU durch die leis­tungs­schwa­chen Länder, oder anders ausge­drückt um eine Art realer Sozia­lismus 2.0. So gesehen ist es verständ­lich, dass die Ukraine möglichst schnell diesem Selbst­be­die­nungs­laden ohne Kasse beitreten möchte und dafür das Risiko eines Krieges mit Russ­land in Kauf genommen hat.

Inwie­weit diese Zusam­men­hänge den einzelnen Bürgern der Ukraine, die jetzt auf der Flucht sind, oder in irgend welchen Kellern hocken, bewusst sind, darf bezwei­felt werden. Verant­wort­lich ist die verant­wor­tungs­lose ukrai­ni­sche Führung bzw. krimi­nelle Agita­toren, die bei den Ukrai­nern eine völlig falsche Erwar­tungs­hal­tung geschürt hatten. Tatsäch­lich wundern sich derzeit viele Ukrainer, wieso die NATO nicht für die Ukraine in den Krieg zieht, damit dieses Land dem Schla­raf­fen­land beitreten kann. Das Schla­raf­fen­land wäre dann nämlich bald abgebrannt!

Auch schießt sich das Schla­raf­fen­land EU mit den Sank­tionen gegen Russ­land haupt­säch­lich in die eigenen Knie:

Was offenbar unsere Poli­tiker nicht verstehen ist, dass unser Wohl­stand nach dem Krieg auf billiger Energie beruhte. Werden jetzt die Ener­gie­preise mit Gewalt erhöht, sei es wegen der verfehlten Ener­gie­wende, deren Zweck es von Anfang an war, Russ­land das Wasser abzu­graben, oder jetzt wegen Sank­tionen gegen Russ­land, so wird das Endergebnis für die EU eine tiefe Rezes­sion sein. Die EU wird gegen anderen Wirt­schafts­räumen, insbe­son­dere den asia­ti­schen Ländern, die sich weder um eine sinn­lose Ener­gie­wende, noch um Sank­tionen gegen Russ­land scheren, noch mehr an Bedeu­tung verlieren. Es wurde an dieser Stelle bereits gezeigt, wie sich durch die Politik der EZB ein gewal­tiges Infla­ti­ons­po­ten­tial aufge­baut hat (unser-mitteleuropa.com/protokoll-des-euro-geldbetruges/), das sich jetzt entladen wird. Verrückte Poli­tiker über­schlagen sich derzeit in Ankün­di­gungen, das güns­tige russi­sche Gas durch das vier- bis fünfmal so teurere Flüs­siggas aus den USA, oder den arabi­schen Emiraten zu impor­tieren. Man versucht so quasi Russ­land zu boykot­tieren, indem man sich selbst eine Schlinge um den Hals legt. Man wird sehen, wem als Erstes die Luft ausgeht.

Schon steigt die zuge­ge­bene Infla­ti­ons­rate im Euro­raum monat­lich (derzeit steht sie bei 5,7%) und es wäre unter den gege­benen Umständen nicht verwun­der­lich, wenn sie gegen Jahres­ende bei 10% landet.

Irgend­wann werden dann die Gewerk­schaften rebel­lieren, weil sonst ihre Mitglieder aus dem sonst nutz­losen Verein scha­ren­weise austreten werden. Das wird dann erst recht die Infla­tion beschleu­nigen. Mit der Infla­tion setzt dann eine ruinöse Kapi­tal­flucht ein. Der Euro verliert schon jetzt gegen­über dem Dollar an Wert, weil die FED Bereit­schaft gezeigt hat, die Infla­tion im Zaum zu halten, die EZB jedoch nicht.

Dieser Abwärts­trend unserer Wirt­schaft ist wieder ganz im Sinne der USA, deren Politik seit Jahr­zehnten darin besteht, „die USA drinnen, Russ­land draußen und Deutsch­land unten“ zu halten. Nur so kann die globale Vorherr­schaft der USA aufrecht erhalten werden. Die Lösung kann für Deutsch­land nur ein Bündnis mit Russ­land sein, anstatt irgend­welche Armen­häuser aufzu­sam­meln und zu alimentieren.

An dieser Stelle muss noch erwähnt werden, dass seiner­zeit die Ukraine (und andere Sowjet­re­pu­bliken) in die Unab­hän­gig­keit entlassen wurde, weil man wusste, dass Russ­land diese Landes­teile während der ganzen Sowjet­zeit über alimen­tiert hatte und hoffte, ohne diese Gebiete besser dran zu sein. Dass die Ukraine aller­dings in die NATO hinein gelockt werden könnte, war damals nicht vorhersehbar.

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