Donezk unter schwerem Beschuss: 20 Tote und 33 Verletzte am Montag

Am Montag lagen Donezker Wohngebiete unter schwerem Beschuss, es gab Dutzende Tote und noch mehr Verletzte. Auch verbotene Munition wurde eingesetzt.

von

15. März 2022 01:18 Uhr

Ich habe schon berichtet, dass Donezk seit Wochen unter schwerem Beschuss der ukrainischen Armee liegt. Das begann schon vor der russischen Intervention und wurde von den Beobachtern der OSZE bestätigt. Darüber habe ich am 17. Februar, also eine Woche vor Beginn der russischen Intervention, berichtet. Der Beschuss geht bis heute unvermindert weiter, wie ich erst am 13. März berichtet habe. Die Stadt liegt also schon fast einen Monat unter ununterbrochenem schwerem Beschuss.

Am 14. März wurde der Beschuss noch einmal gesteigert. Der Sprecher der Donezker Streitkräfte sagte am Montagmorgen im russischen Fernsehen:

„Die Befürchtungen, die ich mir ausgemalt habe, beginnen sich zu bewahrheiten, denn sie haben begonnen, Wohngebiete von Donezk, wo es Hochhäuser gibt, dicht bebaute Gebiete, sehr intensiv zu beschießen. Sie schießen wieder auf Transformatoren und Stromnetze. Und wenn es keinen Strom gibt, dann ist auch alles andere – Wasser, Wärme – weg.“

Der Chef der Donezker Stadtverwaltung sagte ebenfalls im russischen Fernsehen:

„Allein an diesem Wochenende gab es mehr als 50 Zerstörungen. Wohngebiete werden mit schwerer Artillerie aus dem Süden und Norden beschossen – aus allen Richtungen.“

Das deckt sich mit dem, was ich aus eigenen Quellen erfahren habe und worüber ich am 13. März berichtet habe.

Verbotene Streumunition

Dann kam am 14. März gegen Mittag Ortszeit die Meldung, dass eine Totschka-U-Rakete in Donezk schwere Schäden verursacht hat und mit Streubomben (auch Kassettenbomben genannt) bestückt gewesen ist. Eine solche Bombe dient als Behälter, der mehrere kleinere Bomblets oder Submunition enthält und diese nach dem Abwurf verstreut. Die Bomblets werden dabei wie Schrapnell verstreut, allerdings explodieren sie im Gegensatz zu Schrapnell, was sie wesentlich gefährlicher macht. Hinzu kommt, dass es dabei eine große Zahl von Blindgängern gibt, die auch noch lange nach dem Beschuss eine große Gefahr darstellen. Eine Totschka-U-Rakete trägt einen Sprengkopf mit einer halben Tonne Streumunition.

Die ukrainische Armee hat seit dem 17. Februar insgesamt 14 Totschka-U-Raketen auf Donezk abgefeuert, die aber alle abgefangen werden konnten. Dies war die 15. und die konnte zwar abgefangen werden, aber erst so spät, dass sie nicht in einem Vorort niedergegangen ist, sondern im Zentrum von Donezk. Teile der Rakete fielen auf einen Bus und mindestens eine Kassette hat Streubomben und Splitter verteilt, was große Schäden angerichtet hat.

Als ich die Meldung gesehen habe, habe ich sofort eine Bekannte in Donezk angeschrieben und danach gefragt, die mir das bestätigt hat. Im Laufe des Tages wuchsen die Meldungen über die Opferzahlen und am Abend meldete der Chef der Donezker Volkrepublik, dass der Angriff insgesamt 18 Menschen sofort getötet hat und dass 35 Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert wurden, von denen zwei dort verstorben sind. Von einem versehentlichen Angriff könne man seiner Meinung nach nicht sprechen:

„Wir können sagen, dass das Ziel der ukrainischen Armee das Regierungsgebäude, der Radio- und Fernsehsender und das republikanische Rekrutierungsbüro waren. Während das Rekrutierungsbüro des Militärs noch verständlich wäre, ist das Regierungsgebäude von Wohngebieten, Geschäften, Cafés, Banken und Apotheken umgeben. Es ist unmöglich, das Regierungsgebäude zu zerstören, ohne enorme Schäden und damit zivile Opfer zu verursachen. Für mich ist damit alles klar, von zufälligem oder versehentlichem Beschuss kann leider nicht die Rede sein.“

Es gibt im Netz ungezählte Bilder und Videos von dem Vorfall, die Tote und viel Blut, aber auch die Löcher zeigen, die die Streumunition verursacht hat. Hier zum Beispiel sieht man die frischen Löcher in der Wand.

Wie der Spiegel berichtet

Die Berichte der westlichen Medien sind zu vollkommen einseitiger Kriegspropaganda verkommen. Die Meldungen aus Kiew werden eins-zu-eins verbreitet und für wahr erachtet, über das Leid in Donezk wird nicht einmal berichtet. Allerdings hat der Angriff mit der Totschka-U im Netz so hohe Wellen geschlagen, dass der Spiegel sich zu einem kurzen Artikel mit der Überschrift „Krieg in Osteuropa – Ukraine dementiert russischen Vorwurf des Angriffs auf Donezk“ genötigt sah.

Im Gegensatz zu den Dutzenden hochemotionalen Artikeln, die der Spiegel täglich über das Leid der Ukrainer veröffentlicht, war dieser Artikel überraschend sachlich formuliert. Er zählte die Fakten auf, sprach von gegenseitigen Vorwürfen der Konfliktparteien, ließ aber keinen Zweifel daran, dass die Wahrheit nach Meinung des Spiegel aus Kiew kommt, während Donezk angeblich lügt. Das zeigt der letzte Absatz besonders eindrücklich (Links wie im Original):

„Russland beschuldigt die Ukraine immer wieder, absichtlich Zivilisten und Wohngebiete im Donbass anzugreifen. Moskau behauptet, in Kiew hätten »Nazis« die Kontrolle, die einen »Genozid« an der russischen Minderheit in der Ostukraine verübten. Dafür gibt es keine Belege. Ihrerseits wirft auch die Ukraine den russischen Truppen Kriegsverbrechen sowie gezielte Angriffe auf Wohnviertel vor.“

Für die Vorwürfe Russlands gibt es laut Spiegel keine Belege, um die Vorwürfe Kiews glaubwürdig zu machen, wird hingegen deutlich sichtbar ein Link als Beleg gesetzt.

Keine Belege für Nazis? „Heil Ukraine!“

Ich habe erst kürzlich mit vielen Belegen aufgezeigt, dass die Maidan-Regierungen in der Ukraine rassistisch und neonazistisch sind. Das russische Außenministerium hat in einer offiziellen Erklärung noch sehr viel mehr öffentlich bekannt und von OSZE, UNO und sogar Human Rights Watch bestätigte Belege zusammengefasst (die Übersetzung der Erklärung und die verlinkten Berichte der genannten Organisationen finden Sie hier). Auch die OSZE hat Berichte über Folter unter der Maidan-Regierung veröffentlicht.

Wir können also festhalten, dass Berichte von OSZE, UNO, Human Rights Watch und so weiter für den Spiegel keine Belege sind.

In der Ukraine wird offen der Hitlergruß gezeigt, es finden Fackelmärsche statt, die wir nur aus Filmen aus den 1930er Jahren kennen und der nationale Gruß lautet „Heil Ukraine, Heil den Helden!“

Das muss ich erklären, denn die deutschen Medien übersetzen das immer mit „Ruhm der Ukraine, Ruhm den Helden!“ Das klingt natürlich harmloser. Das ist nicht einmal falsch, denn das alte slawische Wort „Slava“, um das es geht, bedeutet „Ehre“ oder „Ruhm“, der Google-Übersetzer wirft auch noch „Berühmtheit“, „Leumund“ und „Ruf“ aus. Es ist also ein schwer zu übersetzendes Wort mit vielen Bedeutungen, das sowohl eine Ehrerbietung sein kann, als auch eine Begrüßungsformel oder auch ein Glückwunsch.

Das Problem ist, dass es auch ein altes deutsches Wort gibt, das diese Bedeutungen hatte. Es ist das seit der Nazi-Zeit verrufene Wort „Heil“. Genauso wie „Slava“ ist es ein sehr altes Wort, das noch auf germanische Sprachen zurückgeht und das man daher auch im Englischen als „Hail“ findet. So konnte man bei Shakespeare lesen „All hail, Macbeth!“ was früher als „Heil dir, Macbeth!“ übersetzt wurde.

Früher wurde auch der lateinische Gruß „Ave Cäsar!“ mit „Heil Dir, Cäsar!“ übersetzt. In der Kaiserzeit gab es Lieder, in denen man „Heil unserem Kaiser“ hören konnte. Auch viele bis heute übliche Formulierungen wie „Ski heil“ oder „Petri heil“ gehen darauf zurück. „Heil“ war einst ein normales Wort.

Aber die Geschichte ist, wie sie ist und es gab die Nazis nun einmal, weshalb das deutsche Wort „Heil“ zurecht nicht mehr benutzt werden sollte. In slawischen Ländern ist man sich der Bedeutung des Wortes „Slava“ durchaus bewusst, aber es wurde zum Beispiel auch in Sowjetunion benutzt, wenn man dem Kommunismus „Slava“ gewünscht hat. Und die Sowjetunion stand nicht in dem Verdacht, ein Nazi-Staat gewesen zu sein.

Der springende Punkt ist also die Frage, in welchem Kontext das Wort „Slava“ genutzt wird, um zu verstehen, ob man es mit „Ruhm“ oder „Ehre“ übersetzt, oder mit „Heil“.

In der Ukraine ist der genannte Slogan „Slava Ukraine! Gerojam Slava!“ („Heil Ukraine, Heil den Helden!“) nach dem Maidan so etwas wie eine offizielle Grußformel des „neuen Staates“ geworden und ukrainische Politiker beenden ihre Reden oft mit dieser Formel.

Ausländische Spitzenpolitiker haben bei Staatsbesuchen in Kiew ebenfalls diesen Schlachtruf benutzt und sogar das deutsche Außenministerium hat ihn schon in Erklärungen verwendet.

Nachtrag: In dem Artikel hatte ich zunächst ein Bild gepostet, das ich nicht ausreichend geprüft hatte. Ich habe es entfernt und bitte um Verzeihung.

In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

Quelle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: