Die Wissenschaft ist an Covid-19 verstorben

Jordan B. Peterson, Gastautor / 16.03.2022 / 10:00 / Foto: jordanbpeterson.com/0 /

Von Andreas Zimmermann.

Manche Wissenschaftler erstellen in Corona-Zeiten für Geld offenbar jede Studie, die ihrem Auftraggeber genehm ist. 

Ich weiß nicht, ob die Wissenschaft an oder mit Covid gestorben ist – dass sie zu den Todesopfern von zwei Jahren „Pandemie“ zählt, ist aber nicht mehr zu leugnen. Neben unsinnigen „Inzidenzen“, wertlosen PCR-Massentestens kerngesunder Menschen und des absurden Wortungetüms der „symptomlos Erkrankten“ bietet eine aktuelle Veröffentlichung einen weiteren Beleg für die These, dass die Wissenschaft im Jahr 2022 genauso tot ist wie Gott laut Nietzsche. Bei dieser Karikatur einer wissenschaftlichen Veröffentlichung handelt es sich um die Arbeit von Wang et al. zur weltweiten Übersterblichkeit aufgrund von Covid-19, die tatsächlich in der Zeitschrift „The Lancet“, einem vormals angesehenen, wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde. Die Qualität dieser Arbeit liegt ungefähr auf dem Niveau der Stellungnahme der Leopoldina zur Sicherung der Energieversorgung, die Manfred Haferburg in seiner unnachahmlichen Art auf der Achse in kleine Stückchen zerpflückt hat – mit anderen Worten, sie hat mit Wissenschaft nichts zu tun.   

Millionen Fantasie-Tote

Was haben die Autoren gemacht? Sie haben die Mortalitätsdaten von 74 Ländern genommen und mit Hilfe fantasievoller Modelle die Todeszahlen für alle 191 Länder dieser Erde berechnet – was alleine schon grober Unfug ist, aber es kommt noch viel besser. Anhand ihrer Modelle kommen sie auf eine weltweite Übersterblichkeit für 2020/2021 von 18 Millionen Todesfällen. An dieser Stelle hätte der zuständige Redakteur bei „The Lancet“ eigentlich die Arbeit ohne weitere Begutachtung an die Autoren zurückschicken müssen, denn weltweit gibt es geschätzt pro Jahr ca. 60 Millionen Todesfälle. Das heißt, 18 Millionen zusätzliche Todesfälle innerhalb von 2 Jahren entspricht einer Steigerung um 15 Prozent. Hier fällt das Ergebnis ganz klar bei der Plausibilitätsprüfung durch. Wie absurd die Zahlen sind, sieht man auch daran, dass die Autoren für Deutschland zu einer Zahl von 203.000 durch Covid-19 verursachten, zusätzlichen Todesfällen kommen – ungeachtet der Tatsache, dass eine ganze Reihe von Analysen zu dem eindeutigen Schluss gekommen sind, dass es in Deutschland 2020, wenn überhaupt, eine Untersterblichkeit gegeben hat, und dass eine Übersterblichkeit erst Mitte 2021 eingesetzt hat, als vermehrt „Corona-Impfungen“ injiziert wurden. Aber hier bewegen wir uns im Bereich von ca. 70.000 mutmaßlichen Impftoten, über 200.000 zusätzliche Tote, egal aufgrund welcher Ursache, in den beiden Jahren 2020/2021 geben die Todeszahlen nicht ansatzweise her, von Coronatoten ganz zu schweigen.

Wären diese Zahlen nicht schon absurd genug, versteifen sich die Autoren auch noch darauf, dass der Großteil ihrer fiktiven 18 Millionen zusätzlichen Todesfälle auf Covid-19 zurückzuführen sei. Und das, ohne dass sie irgendwelche belastbare Evidenz für diese Behauptung anführen – gut, damit befinden sie sich in bester Gesellschaft mit der Leopoldina, Karl Lauterbach und diversen anderen Märchenerzählern in diesem zunehmend grotesken Theaterstück. Dabei wurde schon Ende letzten Jahres gewarnt, dass durch die Maßnahmen, die ja offiziell Leben retten sollen (glaubt das eigentlich noch irgendjemand?), mehr Menschen den Hungertod sterben als durch SARS-CoV-2.

Hungertod und die Umetikettierung von Krankheiten

Die Autoren versteigen sich tatsächlich zur Behauptung, dass in Zentralasien und im südlichen Afrika besonders viele Menschen unregistriert an Covid-19 gestorben wären, weil die Menschen sich dort weniger an Maskenvorschriften und „social distancing“ gehalten hätten – Maßnahmen, die wie die Vergleiche von Schweden mit z.B. Deutschland oder der Maßnahmen-affinen US-Bundesstaaten mit den freiheitlicheren zeigen, absolut keinen Einfluss auf irgendwelche Covid-Zahlen haben. Dass gerade die Regionen in Zentralasien und südlich der Sahara besonders hart von den wirtschaftlichen Auswirkungen der „Corona-Maßnahmen“ getroffen worden sein könnten, und es in diesen Regionen den Menschen dann nicht einfach ein bisschen schlechter geht, sondern sie sehr schnell an der Schwelle des Hungertodes stehen, kommt den Autoren offensichtlich gar nicht in den Sinn.

Sie hätten vielleicht auch einmal in Ländern, in denen es Statistiken zu den Todesursachen gibt, diese etwas näher betrachten können. Dann wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass es in Deutschland (bei allen Problemen mit deutschen Statistiken) verdächtig danach aussieht, dass Todesursachen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs oder auch die üblichen Atemwegserkrankungen zu „Covid-19“ umetikettiert wurden, wie schon Mitte letzten Jahres gezeigt wurde, was ja auch zur fehlenden Übersterblichkeit 2020 passt. Stattdessen versteigen sich die Autoren zum mittlerweile schon standardmäßigen Angst-Porno-Sound und schreiben Statements wie „die Pandemie hatte viel dramatischere Auswirkungen als in den offiziellen Statistiken“ oder dass sie „eine der Haupt-Todesursachen weltweit“ gewesen wäre. Wären die Auswirkungen solcher Prostitutions-Wissenschaft für die Menschen weltweit nicht dermaßen dramatisch, könnte man über solche Veröffentlichungen lachen. So wie die aktuelle Situation ist, kann man fast nur noch verzweifeln.

Geldgeber Bill Gates

Ach ja, fast hätte ich vergessen – die Studie wurde u.a. von der Bill und Melinda Gates Stiftung finanziert. Aber natürlich hatten laut Autoren die Geldgeber keinerlei Einfluss auf die Analysen und Schlussfolgerungen in der Publikation. Gut, das ist auch gar nicht nötig, denn jeder Wissenschaftler weiß, dass es nur dann wieder Geld von einem Geldgeber gibt, wenn die Studienergebnisse den impliziten Wünschen des Geldgebers entsprechen. Und was könnte es Schöneres für den größten Impfbefürworter dieses Planeten geben, als eine Studie, die zeigt, dass die Auswirkungen der „Pandemie“ noch viel apokalyptischer waren, als zwei Jahre Politik- und Medienterror den Menschen eingehämmert haben? Denn die Lösung für eine so dramatische „Pandemie“ kann sicher nur in noch mehr und noch schnelleren Impfungen liegen, wie ja auch Karl Lauterbach nicht müde wird zu predigen. Und wenn man dafür als Wissenschaftler Zahlen, Logik und den verbliebenen Restanstand noch so weit verbiegen muss, gibt es offensichtlich doch genug Wissenschaftler, die dazu bereit sind.

Foto: Pixabay

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