Anlässlich des gestrigen vermeintlichen „Freedom-Days“:

Der damals viel beachtete und gefeierte Whistleblower Edward Snowden schildert in seiner Autobiografie ganz klar den Unterschied zwischen autoritären Staaten und Demokratien.

„In einem autoritären Staat gehen Rechte vom Staat aus und werden dem Volk gewährt. In einem freien Staat gehen die Rechte vom Volk aus und werden dem Staat gewährt.
In ersterem Fall sind die Menschen Untertanen, die nur deshalb Eigentum erwerben, eine Ausbildung genießen, arbeiten, beten und reden dürfen, weil ihre Regierung es ihnen erlaubt. In letzterem Fall sind die Menschen Bürger, die sich darauf einigen, gemäß einem per Konsens getroffenen Abkommen regiert zu werden, das in periodischen Abständen zu erneuern und verfassungsmäßig aufkündbar ist.
Genau diese Auseinandersetzung zwischen autoritären und freiheitlich-demokratischen Kräften halte ich für den wichtigsten ideologischen Konflikt unserer Zeit – nicht irgendeine zusammengebraute, von Vorurteilen behaftete Idee einer Spaltung zwischen Ost und West oder einem wiederaufstandenen Kreuzzug zwischen Christentum und Islam.“

Quelle: Snowden, Edward „Permanent Record – Meine Geschichte“ (2019)

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