Vitamin D könnte laut Forschern ein Teil des „komplexenPuzzles“ von Corona sein — Studie zeigt Zusammenhangzwischen einem Mangel und schweren Verläufen

Von Catherine Schuster-Bruce • 20. März 2022

Niedrige Vitamin-D-Spiegel vor der Ansteckung mit COVID-19 sind laut einer neuen
Studie mit schwereren Krankheitsverläufen verbunden.
Vitamin D hilft das Immunsystem zu stärken. So werden Viren, welche die Lunge
angreifen, effektiver bekämpft, sagten Forscher.
Vitamin D ist „ein Teil des komplexen Puzzles“, das schweren COVID-19-Verläufen
zugrunde liegt, warnten die Wissenschaftler.
Israelische Wissenschaftler haben Patienten, die vor der Ansteckung mit der Krankheit
einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, mit denen verglichen, die dies nicht
taten. Die Forscher hätten dabei „auffallende“ Unterschiede bei der Wahrscheinlichkeit
gefunden, schwer an COVID-19 zu erkranken.
Eine am vergangenen Donnerstag in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlichte Studie
ergab, dass etwa die Hälfte der Menschen, die vor der Infektion einen niedrigen Vitamin-
D-Spiegel hatten, schwer erkrankten.

Bei den Personen, die einen höheren Vitamin-D-Gehalt im Blut hatten, waren es dagegen
weniger als zehn Prozent. Es ist allgemein bekannt, dass Vitamin D entscheidend für die
Knochengesundheit ist, seine Rolle beim Schutz vor schwerem COVID-19 war dagegen
bislang weniger gut belegt.
Die erste Studie ihrer Art
Die neueste Forschungsarbeit, die sich mit dem Zusammenhang des Vitamin-D-Spiegels
und schweren Corona-Verläufen beschäftigt hat, war laut den Wissenschaftlern die erste
ihrer Art. Die Ergebnisse beweisen jedoch nicht, dass Vitamin D vor COVID-19 schützt.
Zudem sind sie kein grünes Licht dafür, sich nicht Impfen zu lassen und stattdessen
Vitamine einzunehmen. Die zugelassenen Impfstoffe senken das Risiko eines
Krankenhausaufenthalts bei Omikron, insbesondere nach einer Auffrischimpfung, um bis
zu 90 Prozent. Dies stellt die britische Gesundheitsbehörde dar.
Das meiste Vitamin D entsteht durch die direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut. Das
Vitamin ist aber auch in Lebensmitteln wie fetthaltigem Fisch, Pilzen und Eigelb sowie in
bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Vitamin-D-Spiegel von mehr als 20
Nanogramm pro Milliliter gelten laut dem US-amerikanischen Zentrum für
Krankheitskontrolle und -prävention für die meisten Menschen als ausreichend – das ist
auch der Richtwert, der von den Forschern der Bar-Ilan-Universität und des Galilee
Medical Center angewendet wurde.
Bei anderen Atemwegsinfektionen ähnliche Ergebnisse
Untersuchungen, die vor der Corona-Pandemie zusammengestellt und in „The Lancet“
veröffentlicht wurden, ergaben, dass Vitamin D das Risiko anderer Atemwegsinfektionen
im Vergleich zu Scheinmedikamenten senkt. Bei COVID-19 sahen die ersten Ergebnisse
dagegen widersprüchlich aus: Einige Studien haben einen Zusammenhang zwischen
niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und schwerem COVID-19 festgestellt, während andere zu
dem Schluss gekommen sind, dass das Vitamin keinen Schutz bietet.
Selbst aus den Studien – deren Ergebnisse eine positive Korrelation zwischen niedrigen
Vitamin-D-Spiegeln und schwerem COVID-19 zeigten – wurde nicht klar, ob der Mangel
an Vitamin D schon vor oder erst nach der Erkrankung der Patienten auftrat, sagten die
israelischen Forscher.
Weitere Studien werden dadurch gerechtfertigt
Trotz der neuen Daten aus Israel wissen wir immer noch nicht verlässlich, ob niedrige
Vitamin-D-Spiegel tatsächlich dazu führen, dass Menschen mit COVID-19 schwere
Krankheitsverläufe entwickeln. Grunderkrankungen, die als Wirkung den Vitamin-D-
Spiegel reduzieren, könnten den Menschen beispielsweise ebenfalls anfälliger eine
schwere COVID-19-Erkrankung machen.
Die israelischen Forscher warnten davor, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel neben
Komorbiditäten, genetischer Veranlagung, Ernährungsgewohnheiten und geografischen
Faktoren „ein Teil des komplexen Puzzles“ sei, das einem schweren Corona-Verlauf
zugrunde liegt. „Unsere Forschungsarbeit rechtfertigt weitere Studien, in denen
untersucht wird, ob und ab wann eine Vitamin-D-Ergänzung bei den betroffenen
Personen den Verlauf einer möglichen COVID-19-Erkrankung beeinflussen kann“, sagten
sie.
Dieser Text wurde von Elias Holdenried aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet
ihr hier.
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Quelle Business Insider

2 Kommentare zu „Vitamin D könnte laut Forschern ein Teil des „komplexenPuzzles“ von Corona sein — Studie zeigt Zusammenhangzwischen einem Mangel und schweren Verläufen

  1. Weshalb wird uns davon abgeraten in die Sonne zu gehen, da die Strahlung Hautkrebs erzeugen würde ?
    Wie viele AFRIKANER sind “ waren an Hautkrebs erkrankt ?
    SEIT WANN ist Hautkrebs einThema ?

    Wenn mann nachforscht um Antworten auf diese Fragen zu finden wird man einiges neu denken müssen,so die Antwortennicht schon (zum Teil) bekannt

    Doch ist das eigenständige Denken ja etwas das der „Michel“ ablehnt 😦

    Gefällt mir

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