Trotz NATO-Mitgliedschaft: Die Türkei schließt sich den Russland-Sanktionen nicht an

Der türkische Präsident Erdogan hat erklärt, dass die Türkei sich den anti-russischen Sanktionen nicht anschließen wird.

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25. März 2022 18:45 Uhr

Die USA machen massiven Druck auf alle Länder der Welt, sich den anti-russischen Maßnahmen und Sanktionen anzuschließen. Bisher ist der Erfolg eher bescheiden, denn bisher haben sich weniger als 50 Länder angeschlossen. Nicht einmal alle Vasallen der USA haben sich dem Druck gebeugt. Die arabischen Länder oder auch Israel zum Beispiel verweigern die Verhängung von Sanktionen gegen Russland.

Besonders bemerkenswert ist, dass sich mit der Türkei sogar ein NATO-Mitgliedsstaat dem US-Druck widersetzt und keine Sanktionen gegen Russland verhängt. Die USA versuchen bei der Türkei nämlich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, indem sie der Türkei vorschlagen, die von Russland gelieferten hochmodernen Flugabwehr-Systeme vom Typ S-400 an die Ukraine zu liefern, und im Gegenzug die wegen des Kaufs der S-400 verhängten US-Sanktionen gegen die Türkei aufzuheben. Dem hat Präsident Erdogan nun eine deutliche Absage erteilt, wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet. Ich habe die Meldung der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Erdogan erklärt, die Türkei werde sich den Sanktionen gegen Russland nicht anschließen

Behauptungen, die Türkei könnte der Ukraine im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen, die darauf abzielen, Ankara zu treffen und ihm Probleme zu bereiten, S-400 liefern, seien falsch, so der türkische Präsident.

Die türkische Regierung könne sich den Sanktionen gegen Russland nicht anschließen, da sie nicht zulassen könne, dass ihre Bürger ohne russisches Gas frieren. Das erklärte der türkische Staatspräsident Recep Erdogan türkischen Journalisten an Bord seines Flugzeugs bei seiner Rückkehr vom NATO-Gipfel.

„Was die Sanktionen betrifft, so bewerten wir bestimmte Linien der UN, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir unsere Beziehungen zu Russland nicht aufgeben können. Sie wissen, ich habe das schon vor langer Zeit erklärt, wenn man nur Erdgas betrachtet, beziehen wir heute etwa die Hälfte des von uns verbrauchten Erdgases aus Russland. Außerdem bauen wir heute gemeinsam mit Russland unser Kernkraftwerk Akkuyu. Wir können das alles nicht beiseite schieben. Als ich das [dem französischen Präsidenten Emmanuel] Macron sage, antwortet er: „Sie haben Recht.“ Daher lässt es sich nicht ändern, wir müssen in dieser Frage sensibel bleiben. Erstens kann ich meine Leute im Winter nicht frieren lassen und zweitens kann ich unsere Industrie nicht komplett umstellen“, zitierte ihn die Zeitung Hurriyet am Freitag.

Erdogan zufolge muss die Regierung der Republik „ihre Bürger schützen.“ „Wir haben ein Land mit 85 Millionen Einwohnern. Wir erfüllen alle möglichen Verpflichtungen, die wir übernommen haben. Darüber hinaus haben wir 56 Lastwagen mit humanitärer Hilfe für die ukrainische Bevölkerung geschickt. Wir versorgen sie mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten. Die Lieferungen werden steigen“, fügte er hinzu.

Ankara hat wiederholt erklärt, dass die Türkei nicht beabsichtigt, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen, um die eigene Wirtschaft nicht zu schädigen und einen offenen Dialogkanal mit Russland zu erhalten.

Anschuldigungen wie die Behauptung, die Türkei könnte der Ukraine im Gegenzug für die Aufhebung der Sanktionen S-400 liefern, zielen darauf ab, Ankara zu treffen und ihm Probleme zu bereiten.

„Erstens sind wir heute an demselben Punkt, wie wir bereits früher gesagt haben, dass die Sache der S-400 für uns abgeschlossen ist. Sie sind unser Eigentum, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. Der andere Punkt ist, dass unser Leiter für öffentliche Angelegenheiten in der Präsidialverwaltung [Fahrettin Altun] bereits mit aller Deutlichkeit auf den Artikel [der amerikanischen Zeitung] Wall Street Journal geantwortet hat. Das reicht ihnen, mehr brauchen sie nicht. Denn ihre ganze Aufgabe ist es, Chaos zu stiften. Sie sind daran interessiert, „wie wir die Türkei noch treffen und ihr Probleme bereiten können“. Wir mischen uns sofort in diese Prozesse ein, und sie können keine Ergebnisse erzielen“, zitierte Hurriyet Erdogan.

Zuvor hatte Altun die Idee, dass die Türkei die von Russland erworbenen S-400 Boden-Luft-Raketensysteme an die Ukraine ausliefert, als unrealistisch bezeichnet.

Das Pentagon hat bereits bestätigt, dass die USA mit Ankara über die Lieferung von S-400-Systemen nach Kiew im Gegenzug für die Rückkehr in das US-Programm für die Produktion des F-35-Kampfjets der fünften Generation und die Aufhebung der Sanktionen gegen Ankara verhandeln.

Ende der Übersetzung


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