Chronik des Irrsinns – der März 2022

Der dritte Monat des Jahres 2022 geht zu Ende, also das dritte Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der Chronist kommt kaum hinterher. Lesen Sie, staunen Sie!

Dank Putins Angriff auf die Ukraine ist Russland derzeit unten durch, Russen werden ausgegrenzt wie Ungeimpfte. Aldi, Netto & Co. werfen russische Produkte aus dem Sortiment. Auch der Backshop Armbruster will da ein Zeichen setzen und benennt sowohl den Russischen Zupfkuchen um (jetzt nur noch „Zupfkuchen“) als auch die Russische Zupfschnitte (nunmehr: „Zupfschnitte“). Heißt Russisch Brot dann demnächst nur noch „Brot“? Russisch Roulette nur noch „Roulette“? Und sind da fatale Missverständnisse ausgeschlossen?

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„Vasektomie für den Klimawandel: Keine Kinder, kein CO2“, schreibt die einst ernstzunehmende Wochenzeitung DIE ZEIT in einem Bericht über einen jungen Mann mit einem ambitionierten Ziel: „Marc Fehr ließ sich den Samenleiter durchtrennen. So will er die Menschheit vor dem Aussterben bewahren.“ Ah ja.

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Die russische Operndiva Anna Netrebko darf nicht mehr in der Bayerischen Staatsoper auftreten. Grund ist die „fehlende ausreichende Distanzierung“ der Sängerin vom Angriffskrieg Russlands, was auch schon für den Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Valery Gergijew, als Kündigungsgrund angegeben worden war. Zwar hatte die Netrebko in einem Statement bei Instagram geschrieben, dass sie sich wünschte, der Krieg höre auf, sie habe auch viele Freunde in der Ukraine und der Schmerz und das Leid brächen ihr das Herz, andererseits aber auch betont, es sei falsch, Künstler „zu zwingen, ihre politischen Ansichten öffentlich zu machen und ihr Vaterland zu beschimpfen“.

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Aufsehen erregte kürzlich ein Brandbrief des Chefs der Krankenkasse BKK ProVita, Andreas Schöfbeck, über gravierende Nebenwirkungen der Corona-Impfungen. Nach Hochrechnungen befürchtete er Millionen Impfschäden, die nur zu einem geringen Teil ans Paul-Ehrlich-Institut gemeldet würden. Jetzt haben sich 13 Verwaltungsratsmitglieder der Krankenkasse zusammengerottet, um Schöfbeck fristlos zu schassen („Wir müssen ihn sofort entfernen“). Die Amtsenthebungsurkunde ist auch schon vorbereitet. Um die Sache geht es nicht. Laut „Berliner Zeitung“ wird Schöfbeck als Impfgegner dargestellt. „Seine Aktion, so sehe es die BKK ProVita, habe vor allem Beifall bei Querdenkern und AfD-Wählern ausgelöst. Es sei auch darüber diskutiert worden, dass man ihn nun zum Märtyrer der Impfgegner mache. Doch wenn man ihn nicht entlasse, habe man ,die Massen’ gegen sich.“ In der Team-Sitzung darf sich Schöfbeck eine Viertelstunde verteidigen, dann wird er weggeschaltet. Das war’s dann nach 21 Jahren. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

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Die Bundesregierung hat der Ukraine die Lieferung von 2.700 Flugabwehrraketen zugesagt, die noch aus alten NVA-Beständen übrig sind. Jetzt stellt sich heraus, dass 700 der „Strela“-Raketen sowjetischer Bauart nach mindestens 35 Jahren nicht mehr einsatzbereit sind („Mikrorisse im Treibsatz der Munition, die zu Korrosion/Oxidation führten“). Überdies waren laut SPIEGEL die Holzkisten, in denen die Raketen gelagert werden, im November so verschimmelt, dass Bundeswehrsoldaten die Lagerstätten nur mit Schutzausrüstung betreten durften. Aber für die Ukraine reicht’s!

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In einer Laudatio auf die Regisseurin Margarethe von Trotta zählt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin zu den „großen Frauen der Weltgeschichte“, die von der Regisseurin filmisch porträtiert wurden. Frauen, die sich „den Brüchen und Zumutungen ihrer jeweiligen Zeit mit großer Intelligenz, persönlicher Stärke und einem ausgeprägten Willen zur Veränderung der gesellschaftlichen als auch politischen Verhältnisse“ stellten. Langfristig hat Ensslin ihre Ziele erreicht, wie nicht zuletzt der Gratulationstext des Staatsoberhauptes zeigt. Als er publik wird und weite Verbreitung in den sozialen Netzwerken findet, lässt die Pressesprecherin des Bundespräsidialamtes den Link zur Rede löschen. Es sei ein Fehler passiert, eine verurteilte Mörderin gehöre nicht in diese Reihe (mit Hildegard von Bingen und Hannah Arendt, Anm. CC). Man entschuldige sich und werde das Glückwunschschreiben korrigieren.

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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat eine originelle Idee: Der ZEIT sagt er, man solle die Luxusyachten russischer Oligarchen enteignen und an SeaWatch übergeben zwecks „Seenotrettung“ im Mittelmeer (gemeint ist die Verbringung illegaler afrikanischer Einwanderer in die EU, Anm. CC).

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Eieiei, nun wird publik, dass die Grünen-Spitze zur Zeit der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal (134 Tote) ganz mit machttaktischen Überlegungen beschäftigt war. Chat-Protokolle belegen, dass die damalige Umweltressort-Chefin in Rheinland-Pfalz und jetzige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel weder am Abend noch am nächsten Morgen erreichbar war. Eine Mitteilung des Ministeriums, man nehme die Lage ernst, auch wenn kein Extremhochwasser drohe, hatte Spiegel wie folgt freigegeben: „Konnte nur kurz draufschauen, bitte noch gendern: CampingplatzbetreiberInnen. Ansonsten Freigabe.“ Prioritäten! Um ihr Image besorgt, schrieb die Ministerin gleich am Morgen danach an ihre Mitarbeiter: „Das Blame Game könnte sofort losgehen, wir brauchen ein Wording, dass wir rechtzeitig gewarnt haben, wir alle Daten immer transparent gemacht haben, ich im Kabinett gewarnt habe, was ohne unsere Präventionsmaßnahmen und Vorsorgemaßnahmen alles noch schlimmer geworden wäre etc.“ Ein Rücktritt kommt natürlich nicht infrage, wo denken Sie hin?

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Am 20. März, so hieß es vor Monaten, sollten alle Corona-Maßnahmen entfallen, aber Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) haben was ausgekungelt, um den Ausnahmezustand zu perpetuieren: weiter Maskenzwang im Nah- und Fernverkehr sowie die Option, bei Belieben wieder den kompletten Folterwerkzeugkasten auszupacken, inklusive Maskenpflicht im öffentlichen Raum, Abstandsregeln, Hygienekonzepte sowie Zugangsbeschränkungen mit 2G- und 3G-Regeln in sogenannten „Hotspots“. Zu denen nach Lauterbachs Ansicht ganze Bundesländer erklärt werden können. Ach ja, und die Impfpflicht, die in Österreich gerade ausgesetzt wurde, weil mutmaßlich verfassungswidrig (offiziell: zurzeit „nicht angemessen“), ist natürlich auch nicht vom Tisch. Die soll Anfang April im Bundestag durchgepeitscht werden.

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Altbundespräsident Joachim Gauck sieht die Deutschen in der Pflicht, Einbußen hinzunehmen: „Wir können auch einmal frieren für die Freiheit und wir können auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben.“ Das Weniger fällt bei ihm natürlich nicht so ins Gewicht, schließlich zahlen ihm die Deutschen einen jährlichen „Ehrensold“ von 236.000 Euro, und Anspruch auf Büro, Mitarbeiter, Personenschutz und einen Dienstwagen mit Fahrer hat der Gauckler auch noch.

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Ein gewisser Jakob, Aktivist der „letzten Generation“, erklärt in einem Video der Gruppe, er werde dieser Tage nicht an der Abiturprüfung teilnehmen, könne es nicht, „weil ich für unser aller Überleben kämpfe“. Die Untertitel sind mit Rechtschreibfehlern gespickt. Warum auch auf Orthographie und Interpunktion achten, wenn es gilt, Autobahnen und Flughäfen zu blockieren, um eine existenzielle Bedrohung abzuwenden? Jakob, ein wahrer Held! Mit dem Abitur wird es zwar nichts mehr, aber früher oder später wird er sicher von den Grünen in den Bundestag gehievt.

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„Deutschland hat jetzt die höchste Corona Inzidenz in Europa“, twittert Karl Lauterbach, nicht ganz der Wahrheit entsprechend, wie es seine Art ist. Aber selbst wenn: Bedeutet das dann nicht, dass die vielgepriesenen Maßnahmen wirkungslos sind, insbesondere wenn man die hysterischsten in ganz Europa verhängt hat? Und dann mehr davon und immer länger? In anderen Ländern, wo längst wieder Normalität herrscht, würde der Mann geteert und gefedert zum Stadttor hinausgejagt (kein Aufruf, nur eine Vermutung).

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Im WDR wird vor der Ausstrahlung eines alten Schimanski-Tatorts dieser Hinweis eingeblendet: „Das folgende fiktionale Programm wird, als Bestandteil der Fernsehgeschichte, in seiner ursprünglichen Form gezeigt. Es enthält Passagen mit diskriminierender Sprache und Haltung.“ Und „Scheiße“ sagt Schimmi auch dauernd. Schneeflöckchen also rasch weiterzappen!

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Anke Domscheit-Berg (parteilos, über die Liste der Linken in den Bundestag gelangt) teilt Parlamentspräsidentin Bärbel Bas über Twitter mit: „ich hab gerade zum 2. Mal Corona u liege völlig flach. Meine Rede zur Impfpflicht ab 18 kann ich nun leider nicht halten. Hoffentlich kommt die Impfpflicht, das IfSG ist leider ein völlig falsches Signal.“ Wer sagt’s ihr?

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Auch Nicole Diekmann vom ZDF hat sich angesteckt: „Ich habe Corona. 3x geimpft, Erkältungssymptome. Und ich bin HEILFROH, immer Maske zu tragen, wenn erforderlich. Und die Menschen in meinem Umfeld auch immer darum gebeten zu haben. Ich möchte mir nie vorwerfen müssen, leichtfertig jemanden angesteckt zu haben.“ Tja, nun ist es trotz „Mund-Nasen-Schutz“ passiert. Sie merken es einfach nicht. Auch die Maskenfetischisten aus der Politik hat es gerade erwischt. Es bleiben im Raum bzw. in Quarantäne: Dahmen, Wüst und Hans.

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Auf dem Hotelschiff „Oscar Wilde“, das derzeit in Düsseldorf als Flüchtlingsunterkunft dient, wird eine 18-jährige Ukrainerin vergewaltigt – von zwei Landsleuten. Also, einem Nigerianer und einem Iraker mit ukrainischen Pässen. Das Opfer flüchtet weiter nach Polen. Verständlich.

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Der Kreis Gießen verbietet Autokennzeichen mit „rechtsextremen Kürzeln“ wie AH, HH, BH und WP; die ersten beiden stehen, auch vielen Nicht-Nazis bekannt, für Adolf Hitler und „Heil Hitler“, BH und WP für „Blood and Honour“ und „White Pride“ (macht nichts, ich hätt’s auch nicht gewusst). Und die Zahlenkombination 444 für „Deutschland den Deutschen“. Der Beschluss, ins Werk gesetzt von Verkehrsdezernent Christian Zuckermann (Grüne, natürlich), erfolgt im aufopferungsvollen Kampf gegen rechts und menschenverachtende Ideologien.

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Hefte raus, Klassenarbeit! Bringen Sie die Begriffe Klimakrise, Rassismus und Sexismus in einen mehr oder eher weniger sinnvollen Zusammenhang! Luisa Neubauer: „Die Wurzeln der Klimakrise liegen in Machthierarchien von Männern über Frauen, von weißen Menschen über People of Color, von Männern über die Natur.“ Bullshit. Sechs, setzen.

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Nancy Faeser stellt einen „Aktionsplan Rechtsextremismus“ mit zehn Punkten vor. Einen „Aktionsplan Linksextremismus“ oder „Aktionsplan Islamismus“ gibt es nicht, obwohl die Bundesanwaltschaft 2021 (bis Ende Oktober) so viele Ermittlungsverfahren eingeleitet hat: gegen islamistischen Terrorismus 210, gegen Linksextremisten zehn und gegen Rechtsextremisten fünf. Nur für Frau Faeser hockt hinter jedem Busch ein Nazi.

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Wer erinnert sich noch an die Grippe? Die fällt nun wohl im zweiten Jahr in Folge aus. Laut Barmer Krankenkasse waren in Deutschland Ende Februar nur 18 von 100.000 Erwerbstätigen wegen Influenza krankgeschrieben. Dafür haben wir jetzt Corona, zufällig mit denselben Symptomen, weshalb wir alle weiter Masken tragen müssen.

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Saskia Esken ist ganz gerührt: Angeblich hat ein Mann sie in der U-Bahn-Station Osloer Straße angesprochen, um ihr zu danken, „wie ruhig und besonnen wir in diesen Zeiten regieren und was wir dabei für Spannungen aushalten und ausgleichen müssen, gerade auch ich.“ Ein feiner Zug von ihrem Gatten Norbert!

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Die Staatsanwaltschaft Hamburg stellt die Ermittlungen gegen Hamburgs Bürgermeister Peter „Valium“ Tschentscher und Kanzler Olaf „Propofol“ Scholz wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein. Sie sieht „keinen hinreichenden Tatverdacht“. Ein unterentwickeltes Erinnerungsvermögen kann also sehr hilfreich sein, jedenfalls für die Polit-Prominenz. Zur Bananenrepublik fehlt hier wirklich nur noch das warme Wetter. Aber das soll ja noch kommen.

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Sein Name ist Himmler, Norbert Himmler. Er ist der neue ZDF-Intendant und wird in einer Schlagzeile mit den Worten zitiert: „Unabhängiger Journalismus ist wichtig“. Holla, die Waldfee! Weiß der Mann tatsächlich Achgut.com zu schätzen? Im Text steht dann aber, dass er ganz unironisch den eigenen Sender meint. Was immerhin lustiger ist als die müden Gags der heute-show.

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Peter Altmaier schreibt, auf seinem Schreibtisch liege gerade die „Verfassungsgeschichte der Neuzeit, Der kondtutuiefte Staat“. Hört sich eher an wie ein wörtliches Zitat von Annalena Baerbock.

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Marie-Luise („Malu“) Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, über die Flüchtlinge aus der Ukraine: „Wir müssen uns schon vergegenwärtigen, dass wir es nicht mit klassischen Flüchtlingen zu tun haben, sondern mit wirklich aus einem Kriegsgebiet geflüchteten Menschen.“ Hat sie die „klassischen Flüchtlinge“ eben als Wirtschaftsmigranten bezeichnet? Manchmal rutscht ihnen aus Versehen doch mal die Wahrheit raus.

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Die Bundestagsabgeordnete Swantje Michaelsen (Grüne) findet, ein Tankrabatt sei nicht nur ökologischer und sozialer Unsinn, sondern auch „falsch in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Denn Männer fahren häufiger Auto und längere Strecken als Frauen und würden daher überproportional davon profitieren.“ Manchmal ist es wirklich hart, so etwas dokumentieren zu müssen, aber spätere Generationen wollen vielleicht einmal wissen, wie es zur vollständigen Verblödung einer einst ziemlich normalen Gesellschaft kam.

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Ein Bus aus München mit 57 „Flüchtlingen“ trifft in Miesbach ein, wo schon auf Geheiß des „Krisenstabs Ukraine“ Mitarbeiter der Aufnahmebehörde und freiwillige Helfer an der Sporthalle auf sie warten. Was dann passiert, beschreibt ein Augenzeuge so: „Die Menschen im Bus haben richtig laut Randale gemacht. Es hieß auch, dass die Busfahrerin, eine junge Frau, tätlich angegriffen wurde. Die Personen wollten in keinem Fall den Bus verlassen“. Nach eigener Aussage ist den 57 Sinti und Roma ein 3-Sterne-Hotel versprochen worden, in einer Turnhalle wollen sie nicht nächtigen. Die Situation eskaliert, die Polizei muss eingreifen. Schließlich wird entschieden, dass der Bus nach München zurückfährt. An Bord bricht lauter Jubel aus. Die deutschen Helfer bleiben verstört zurück. Tja.

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Im Hamburger Verlag Gruner + Jahr erscheint die deutsche Übersetzung eines ungarischen Kinderbuches: In „Märchenland für alle“ werden klassische Märchen neu erzählt, es gibt da „einen schwulen Prinzen, eine feministische Prinzessin, einen Hasen mit drei Ohren und ein Trans-Bambi“. Darf man raten, was sonst noch so passiert? Sicher bringt das Rotkäppchen der Großmutter Grünen Tee und veganen Kuchen, Schneewittchen beschäftigt sich intensiv mit kritischer Weißseinsreflexion, die sieben vertikal herausgeforderten Bergarbeiter*innen werden nicht mehr abwertend „Zwerge“ genannt und die sieben Geißlein, die den armen Wolf ertränken wollen, gerade noch rechtzeitig von einer PETA-Aktivistin ertappt und angezeigt.

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„Alle Maßnahmen enden spätestens zum 20. März 2022“, hatte es geheißen. Das neue Infektionsschutzgesetz sieht jedoch vor, dass die Bundesländer sämtliche Folterwerkzeuge bei Bedarf weiter bzw. wieder einsetzen können, dafür hat der Karl gesorgt. Der Hamburger Frühlingsdom (eine Kirmes) verpflichtet die Besucher, draußen (!) eine FFP2-Maske zu tragen, wer sich in eine der Fressbuden setzt, benötigt einen 3G-Nachweis. Das soll auch für den Sommerdom gelten. Tja, und dann ist auch schon wieder Herbst und Winter.

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Debatte im Bundestag über die Gesetzentwürfe zur Impfpflicht. Lauterbach: „Das ganze Land wird in der Geiselhaft dieser Menschen sein“ (er meint die nicht mit den Covid-Impfstoffen traktierten). Eine 23-jährige Grünen-Abgeordnete namens Emilia Fester („Mit der GRÜNEN JUGEND Hamburg kämpfe ich für eine gerechte Welt!“) keift, nach rechts gewandt, die Ungeimpften hätten ihr ihre Freiheit genommen; in drei Minuten bringt sie mindestens zwei Dutzend Mal das Wort „ich“ unter. Kritik an ihrem ebenso faktenfreien wie höchst emotionalen, in der Vortragsweise an schlechtes Schülertheater der Mittelstufe gemahnenden Auftritt wird sogleich als „Hass & Hetze“ zurückgewiesen, die Rede sei vielmehr „mutig“ gewesen. Gut, wie man’s nimmt. Mit einem solchen Manuskript traut sich wirklich nicht jeder in den Bundestag.

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Die Krankenkassen halten die Umsetzung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht aus organisatorischen Gründen für problematisch. Der Versand von 120 Millionen Schreiben könne am Papiermangel scheitern. Vor allem: Wer soll 120 Millionen Briefmarken anlecken? Zur Not Lauterbach selbst, das sollte ihm die Impfpflicht wert sein.

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Nein?! Doch! Ooh! Die Messerattacke im ICE bei Regensburg im November 2021 war islamistisch motiviert. Zuerst war man von einer paranoiden Schizophrenie des syrischen Täters ausgegangen, aber 145 Videos des Islamischen Staates auf dem Computer von Abdelrahman sowie die bezeugte Absicht, sich am Dschihad zu beteiligen, sprechen nun offenbar doch für ein ideologisches Motiv. Was für fähige Ermittler wir doch haben. Gott ist groß!

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Die Hamburger Staatsanwaltschaft, die eben noch die Ermittlungen gegen Scholz und Tschentscher wegen einer zum Himmel stinkenden Zig-Millionen-Steuerbefreiung eingestellt hat, zerrt dafür eine demenzkranke 87-Jährige vor Gericht. Ihr Verbrechen: Sie soll sich in ihrer Stammbäckerei nicht vollständig in die Listen zur Kontaktnachverfolgung eingetragen haben. Dieses eine Mal, schreibt BILD, waren nicht alle Felder ausgefüllt. Wird die Höchststrafe gegen die unfassbar verantwortungslose und gemeingefährliche Seniorin verhängt? Wir bleiben dran!

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Im Kampf gegen Hasspostings im Internet durchsuchen Ermittler in 13 Bundesländern mehr als 100 Häuser und Wohnungen. Grund: Beleidigungen (!) gegen Politiker auf Social-Media-Plattformen zur Bundestagswahl 2021.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Gattin (beide Risikogruppe) haben Corona. Schlimm, dass manche Menschen so leichtsinnig sind, mitten in der Pandemie.

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Karl Lauterbach: „Diejenigen, die sich jetzt infizieren, sterben typischerweise erst in einigen Wochen.“ Wir sollten uns schon mal nach einem neuen Bundespräsidenten umschauen…

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Bundestagspräsidentin Bärbel Bas meldet sich mit einem TikTok-Video aus der Corona-Quarantäne, in dem sie zu Rolf Zuckowskis Kinderlied „Ich schaff’ das schon“ die Lippen bewegt. Das protokollarisch zweithöchste Amt im Staat ist auch schon mal von weniger infantilen Leuten ausgefüllt worden.

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Die Sängerin Ronja Maltzahn sollte bei einer Demo von Fridays For Future in Hannover auftreten, wird aber ausgeladen: „Der Grund dafür ist, dass wir gerade bei diesem globalen Streik auf ein antikolonialistisches und antirassistisches Narrativ setzen und es daher für uns nicht vertretbar ist eine weiße Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben.“ Stichwort: kulturelle Aneignung. Was wohl Carola Rackete dazu sagen wird? Und: Wird Ronja sich bis Freitag die Haare schneiden lassen, um doch noch singen zu dürfen? Das Ultimatum läuft…

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Das Ende der Maskenpflicht droht, aber Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat eine Idee: Er will die Hansestadt trotz der bundesweit niedrigsten Inzidenzen einfach zum „Hotspot“ erklären – und schon müssen alle weiter Masken tragen! Sogar der MoPo, dem opportunistischsten linken Käseblatt seit der Erfindung der Druckmaschine, ist das offenbar zu dreist.

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Sawsan Chebli bei Twitter: „Und ja, ich bin für Sanktionen auf Energie. Ich hab als Kind nur einmal baden dürfen, hatte nur einen Eimer Wasser, unsere Wohnung war meist kalt. Wir haben es alle überlebt.“ Eine Familie von Überlebenskünstlern, diese Cheblis. Nur: Warum war das Wasser bei diesem einen Mal so heiß?

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Artikel in der taz: „Heterosex ist nicht natürlich“. Hab’s befürchtet – ich bin pervers… Aber Sie ja auch fast alle!

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Was macht eigentlich… Karl Lauterbach? „Ich mache ja viel. Ich habe jetzt zum Beispiel verhindert, dass es einen Freedom Day gibt, den hätten wir sonst letzten Sonntag gehabt.“ Wäre ja noch schöner. Anderswo vielleicht, aber nicht bei uns!

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In der Nähe von Stuttgart eskaliert in einem Supermarkt der Streit um Speiseöl. Eine fünfköpfige Gruppe will 30 Flaschen kaufen, es wird aber nur eine pro Person abgegeben. Die Kassiererin wird angeschrien, man droht ihr mit Gewalt. Ein Mitarbeiter stürmt mit Nudelholz auf den Parkplatz und wird mit Ziersteinen aus einem Steinkübel beworfen. Die Polizei muss eingreifen. Deutschland im Jahre des Herrn 2022. Was kostet eigentlich Sonnenblumenöl derzeit? 900 Dollar das Barrel?

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Landtagswahl im Saarland. Ministerpräsident Tobias Hans („Es ist wichtig, den Ungeimpften eine klare Botschaft zu senden: Ihr seid jetzt raus aus dem gesellschaftlichen Leben“) von der CDU verliert krachend. Jetzt ist er raus aus dem politischen Leben.

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Den Grünen im Saarland fehlen 23 Stimmen zum Einzug in den Landtag. Tja, hätten sich zwei Dutzend ihrer potenziellen Jungwähler mal lieber nicht auf dem Asphalt festgeklebt…

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Das Thema Transgeschlechtlichkeit, wiewohl nicht wirklich viele Menschen betreffend, wird medial weiter gepusht. Auch das Publikum der „Sendung mit der Maus“ muss unbedingt mit dem (fiktiven) Fall eines Menschen, der mit einem Penis geboren wurde, sich aber als Frau fühlt, konfrontiert werden. Man kann ja gar nicht früh genug anfangen mit der Indoktrination! Nicht wundern, wenn sich demnächst der Maus-Partner für einen Nacktmull hält, gefangen im Körper eines kleinen blauen Elefanten.

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Die deutschen Sicherheitsbehörden haben jetzt die Verwendung des Z-Symbols im Blick. Es gilt als Billigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Nun muss DIE ZEIT wohl ihr Logo bei Twitter ändern, um sich nicht verdächtig zu machen, sonst klopft Nancy auch an ihre Redaktionspforte…

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„Mer losse d’r Dom en Kölle“ gilt auch nicht mehr: Die Kölner Stadtverwaltung will das Wahrzeichen aus ihrem Logo streichen. Die zwei weißen Spitzen, die die Domtürme symbolisieren, sollen aus dem offiziellen Signet verschwinden. Dieses soll einer Marktanalyse zufolge als „altbacken, sperrig und emotionslos“ bewertet worden sein, es werde außerdem „nicht dem Charakter einer lebenswerten, hochattraktiven Metropole im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen gerecht“ und entspreche „in seiner Gesamstruktur nicht den immer komplexer werdenden Anforderungen digitaler Kanäle“. Neben der Entfernung der beiden weißen Spitzen, die auch an Ku-Klux-Klan-Mützen gemahnen, wird der Schriftzug anders eingefärbt. Und das Beste: Diese sensationelle Innovation hat die Stadt Köln nur 10.000 Euro gekostet.

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In einer Münchner Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung, nachdem 30 Erwachsene und 70 Kinder aus zwei Großfamilien, allesamt Angehörige einer „mobilen ethnischen Minderheit“ ukrainischer Herkunft, wegen einer „ansteckenden Hautkrankheit“ (vulgo: Krätze) in eine andere Bleibe umziehen sollten. Mitarbeiter werden mit Stühlen und Eisenstangen bedroht, auch ein Tierabwehrspray kommt zum Einsatz. 50 Polizisten müssen eingreifen. 

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Bei TikTok präsentiert sich Ricarda Lang in einem Reel in mindestens 30 verschiedenen Outfits. Warum nur? Warum?!

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Nach dem dritten tödlichen Anschlag arabischer Terroristen in Israel binnen einer Woche bekundet das Auswärtige Amt routiniert seine Trauer und verurteilt die Taten „auf das Schärfste“. Gleichzeitig gelte es, eine Eskalation und eine „Gewaltspirale“ zu verhindern. Damit sind seit jeher israelische Antiterrormaßnahmen gemeint, die zu unterbleiben haben. Echte Freunde!

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Auf die Absicht von Rot-Grün, Hamburg gegen jegliche Notwendigkeit zum „Hotspot“ zu erklären, um die rechtswidrigen Maßnahmen für weitere vier Wochen zu verlängern, hat WELT-Reporter Tim Röhn angefragt, auf welcher Basis dies begründet werden solle. Ob dem Senat aktuell Informationen vorlägen, wer „mit“ und wer „wegen“ Corona im Krankenhaus liegt? Die Antwort der Senatsverwaltung: Sie könne Röhns Frage nicht beantworten, wofür sie um Verständnis bitte, „da uns die zur Beantwortung erforderlichen Daten nicht vorliegen.“ Aber beschlossen hat man die Erklärung zum „Hotspot“ jetzt trotzdem. Warum der Tschentscher das macht? Na, aus demselben Grund, aus dem der Rüde sich die Eier leckt: weil er’s kann!

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Inflation jetzt bei 7,3 Prozent. Da geht noch was. Wenn ein Ei erstmal 30 Milliarden kostet, sind wir alle Millionäre. Hurra!

Foto: Borovi4okCC BY-SA 3.0via Wikimedia Commons

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