Ein kurzer Überblick über die militärische Lage in Mariupol und im Donbass

Da mich viele Leser danach gefragt haben, gebe ich hier einen kurzen Überblick über die militärisch Lage in Mariupol und im Donbass insgesamt.

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13. April 2022 01:00 Uhr

Da in Russland sehr viel über die tatsächliche militärische Lage im Donbass und vor allem in Mariupol berichtet wird, setze ich fälschlicherweise dieses Wissen auch in Deutschland voraus. Der Grund für diese Fehleinschätzung ist, dass ich aufgrund meiner Reise in den Donbass derzeit kaum Zeit habe, die deutschen Medien zu verfolgen. Aber ein kurzer Überblick über deren Berichterstattung hat mit gezeigt, dass der Informationsgehalt über die Lage im Donbass und in Mariupol in deutschen Medien gleich Null ist.

Daher werde ich hier im Telegramm-Stil einen kurzen Überblick darüber geben, was bekannt ist. Diese Informationen finden sich in russischen Medien und die russischen Soldaten, mit denen ich im Donbass gesprochen habe, bestätigen die Informationen.

Die Lage im Donbass

Im Donbass, das wird auch in Deutschland berichtet, hat die ukrainische Armee den Großteil ihrer Streitkräfte zusammengezogen. Die Rede ist von 90.000 bis 100.000 Mann. Auch die Donbass-Republiken und die russische Armee scheinen ihre Kräfte nun dort zu sammeln.

Offenbar hat Russland den Plan, den Donbass in eine Art großen Kessel zu verwandeln. Das ist zumindest das, was russische Medien durchblicken lassen und was ich auch vor Ort höre. Aber ich verfüge natürlich nicht über geheime Informationen, weshalb wir abwarten müssen, ob es demnächst zu einer großangelegten Offensive kommt und wie die ausgeht.

Das Problem im Donbass ist, dass die ukrainische Armee sich in Dörfern verschanzt und die Menschen dort als menschliche Schutzschilde missbraucht. Das ist nach allem, was ich weiß, keine russische Propaganda, denn das haben mir die Bewohner aller befreiten Orte und Städte, auch in Mariupol, übereinstimmend berichtet, als ich die Orte besucht habe. Meinen Bericht über meine Reise nach Mariupol werde ich am Mittwoch veröffentlichen.

Das Problem der russischen Seite ist, dass man die Bewohner des Donbass als die eigenen, russischen Leute ansieht, deren Leben man nach Möglichkeit schützen möchte. Es wäre bei der massiven Überlegenheit der russischen Seite an schweren Waffen ein Leichtes, schnell vorzurücken und die Ortschaften dabei dem Erdboden gleichzumachen und alle ukrainischen Kräfte zu überrennen. Aber dabei würde man auch die Bewohner der Dörfer auslöschen, die man (so die russische Sicht) befreien möchte.

Diese zivilen Opfer will Russland verhindern, auch wenn westliche Medien das Gegenteil berichten. Ich weiß aus erster Hand, dass das so ist, denn inzwischen war ich drei Mal im Donbass unterwegs und habe mit so vielen Zivilisten und auch Soldaten sprechen können, das ich zu der Frage ein sehr eindeutiges Bild habe.

Die Lage in Mariupol

In Mariupol ist die Lage so, dass der größte Teil der Stadt befreit ist. Trotzdem gibt es in der Stadt noch viele Widerstandsnester, wo sich ukrainische Kämpfer in Wohnhäusern verschanzen und die Menschen nicht aus den Kellern fliehen können, weil sie dann von ukrainischen Scharfschützen beschossen werden. Das haben mir Menschen in Mariupol an verschiedenen Plätzen der Stadt übereinstimmend berichtet.

Wir reden dabei von Plattenbauten mit oft mehr als zehn Stockwerken, die daher einen guten Überblick über die Umgebung bieten und für Scharfschützen ideal sind. Hinzu kommt, dass Mariupol sehr großzügig geplant wurde, es gibt zwischen den Hochhäusern, sehr große freie Flächen und breite Straßen, was den verschanzten Scharfschützen in die Hände spielt, und den Menschen eine unerkannte Flucht aus Kellern der Häuser fast unmöglich macht, wenn sie nicht ins Visier der Scharfschützen geraten wollen. Davon haben mir Augenzeugen sehr anschaulich berichtet.

In Mariupol hört man ununterbrochen Abschüsse schwerer Waffen und die Explosionen ihrer Treffer. Die wichtigsten Kräfte des Asow-Regiments haben sich in zwei Industriegebieten, vor allem auf dem riesigen Gelände von Asow-Stahl, verschanzt. Ob sie dort Zivilisten als Schutzschilde halten, ist nicht bekannt. Schätzungen zufolge verschanzen sich dort noch 2.000 bis 3.000 Kämpfer, die immer wieder versuchen, auszubrechen, oder sich in Zivilkleidung davon zu schleichen.

Die Schwierigkeit, vor allem bei Asow-Stahl ist, dass die Anlage zu Sowjetzeiten aus sehr hartem Beton gebaut wurde und sich darunter ein mehrstöckiges, kilometerlanges Tunnelsystem befindet, das als riesiger Atombunker ausgelegt wurde. Es ist also mit Beschuss oder Bombardement nicht zu zerstören. Daher werden schwere und verlustreiche Kämpfe erwartet, wenn diese Anlage genommen wird, und das ist auch der Grund, warum sich der Widerstand des Asow-Bataillons dort immer noch so hartnäckig hält.

Was ist in Asow-Stahl?

Eine Frage, die in Russland alle Analysten beschäftigt, ist, was sich in den Katakomben von Asow-Stahl wichtiges befinden mag. Die ukrainische Armee hat mehrere Versuche unternommen, das Gelände mit einzelnen Hubschraubern zu erreichen, um irgendwen oder irgendwas von dort zu evakuieren.

Es gibt Meldungen, dass dort hohe NATO-Offiziere festsitzen, die man evakuieren möchte, damit sie nicht den Russen in die Hände fallen. Es gibt auch Meldungen, dass dort ein Biolabor, oder zumindest wichtige Informationen über die US-Biowaffenforschung, zu finden sind.

Es gibt auch Spekulationen, dass man dort etwas „französisches“ finden könnte, was die intensiven Versuche des französischen Präsidenten erklären würde, sich bei Putin alle paar Tage telefonisch zu melden und über Mariupol zu sprechen. Macron fodert immer wieder humanitäre Korridore aus Mariupol hinaus auf ukrainisches Gebiet, dabei können Zivilisten Mariupol inzwischen problemlos verlassen, wie ich heute selbst gesehen habe. Es gibt sogar eine reguläre Buslinie zur Evakuierung von Zivilisten.

Macrons Wunsch, unbedingt eine Evakuierung auf ukrainisch kontrolliertes Gebiet erreichen zu wollen, dürfte Gründe haben, die nichts mit dem Wohl und Wehe der Zivilbevölkerung zu tun haben, denn die kann die Stadt inzwischen recht problemlos verlassen und danach weiterziehen, wohin sie möchte. „Problemlos“ ist natürlich relativ in einer zerstörten Stadt, in der auch kaum noch jemand ein unbeschädigtes Auto besitzt, aber die Straßen sind offen und die Evakuierung aller, die die Stadt verlassen möchten, läuft. Und nach dem Verlassen der Stadt hindert sie niemand daran, weiterzuziehen, wohin sie möchten.

Die Frage, wer oder was so interessant ist in Asow-Stahl, ist spekulativ, aber Fakt ist, dass dort etwas wichtiges sein muss, denn ansonsten hätte die Ukraine nicht die Evakuierungsversuche unternommen, bei denen einige Hubschrauber abgeschossen und andere zur Umkehr gezwungen wurden.


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Quelle

2 Kommentare zu „Ein kurzer Überblick über die militärische Lage in Mariupol und im Donbass

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