Dieses Mal die ARD: Wieder eine Anfrage von deutschen Medien

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19. April 2022 02:00 Uhr

Ich betreibe den Anti-Spiegel jetzt seit fast vier Jahren und bis Februar 2022 haben mich die Medien – sowohl in Deutschland, als auch in Russland – weitgehend ignoriert. Aber seit Russland in der Ukraine militärisch aktiv geworden ist und ich mich bereit erklärt habe, in das Krisengebiet zu fahren, um mir ein eigenes Bild der Lage dort zu machen und darüber zu berichten, haben die Medien in Ost und West ihr Interesse an mir entdeckt.

Worin sich die Medien unterscheiden

Die Medien in Deutschland und Russland unterscheiden sich in ihrer Berichterstattung massiv voneinander. Allerdings ist der Unterschied anders, ein deutscher Medienkonsument erwarten dürfte. Der Unterschied liegt darin, dass die deutschen Medien Informationen filtern und aufbereiten, während die russischen Medien „Freund und Feind“ ausführlich zitieren und das Gesagte dann entweder stehen lassen oder es analysieren.

Ein Beispiel: Am 4. April hat die ZDF-Sendung frontal mich per Mail um ein Interview gebeten. Ich habe die Anfrage nicht abgelehnt, sondern unter der Bedingung zugesagt, dass man meine Antworten nicht kürzt oder zusammenschneidet, sondern vollständig ausstrahlt. Ich denke, damit habe ich keine unverschämte Forderung gestellt, aber ZDF-frontal ist darauf nicht eingegangen, man hat meine Mail nicht einmal beantwortet. Meine vollständigen Antworten wollte man dem ZDF-Publikum nicht zeigen, man wollte meine Aussagen so verdrehen, dass sie das vom ZDF gewollte Bild bestätigen.

Propaganda in Deutschland

Das ist der Unterschied: Die deutschen Medien verzerren bewusst Informationen, damit sie zu dem Weltbild passen, das die deutschen „Qualitätsmedien“ vermitteln wollen. Das allerdings hat nichts mit Journalismus oder Berichterstattung zu tun, das ist die bewusste Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Dafür gibt es einen Fachbegriff, er lautet: Propaganda.

Die russischen Medien, Fernsehen und Radio, hingegen haben mich – ohne Vorgespräch oder Instruktionen – live zugeschaltet. In den letzten Wochen war ich fünf oder sechs Mal live in verschiedenen russischen Fernsehsendern und konnte dort sagen, was ich wollte, ohne dass jemand meine Antworten schneiden, kürzen oder verdrehen konnte oder wollte. Warum hat das ZDF Angst davor, meine Antworten vollständig zu zeigen? Zumal man meine Antworten ja in dem Beitrag so einbetten kann, dass mich die ZDF-„Experten“ dann widerlegen können. Schließlich ist ZDF-frontal ja keine Live-Sendung.

Aber selbst davor hat man Angst. Anscheinend ist die argumentative Basis der westlichen Medien so dünn, dass sie die „andere Seite“ erst gar nicht zu Wort kommen lassen wollen, damit ihre Zuschauer nicht auf die Idee kommen, die vom westlichen Mainstream gesetzten Narrative zu hinterfragen.

Nun also die ARD

Jetzt hat sich auch die ARD bei mir gemeldet und wie es bei mir üblich ist, werde ich deren Mail und meine Antwort vollständig zitieren. Die ARD hat mir heute geschrieben:

Sehr geehrter Herr Röper,
Das ARD-Magazin MONITOR plant sich in seiner kommenden Ausgabe am 21.04. (21.45 Uhr im Ersten) mit der Darstellung des Krieges in der Ukraine auf verschiedenen Social-Media Plattformen zu beschäftigen.
In diesem Zusammenhang haben wir einige Fragen an Sie, mit der höflichen Bitte, diese bis Mittwoch den 20. April, 16 Uhr, zu beantworten.
Kritiker werfen Ihnen vor, dass Sie auf ihrer Homepage Anti-Spiegel bzw. ihrem gleichnamigen Telegram Kanal „pro-russische Kriegspropaganda“ bzw. fragwürdige Narrative der russischen Regierung zu verbreiten, bzw. zu teilen/posten, so etwa:
a) dass die mutmaßlichen Kriegsverbrechen in Butscha eine Lüge seien und nicht von russischen Soldaten begangen wurden,
b) dass es in Butscha beim Abzug der russischen Soldaten keine Leichen gegeben habe,
c) dass in der Ukraine ein „Nazi-Regime“ regieren würde und dass Mariupol durch russische Soldaten „befreit“ worden sei.
1) Was sagen Sie zu solchen Vorwürfen?
2) Können Sie nachvollziehen, dass etwa Menschen die vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet sind, aber auch hier lebende Russen und Russlanddeutsche das als prorussische Propaganda bewerten und sich empören?
3) Inwiefern überprüfen Sie Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt, auch wenn Sie etwa als Reporter in Kriegsgebieten in der Ukraine mit der russischen Armee unterwegs sind, bevor sie diese auf Ihren Kanälen verbreiten bzw. teilen?
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen,
Nikolaus Steiner
CvD MONITOR

Darauf habe ich geantwortet:

Ich beantworte gerne jede Frage, wenn mir rechtsverbindlich und schriftlich garantiert wird, dass meine Antworten ungekürzt und ungeschnitten veröffentlicht werden. Da Ihre Mail wie eine Anklageschrift und nicht wie eine ernst gemeinte Interview-Anfrage klingt, gehe ich davon aus, dass Sie dazu nicht bereit sind.
Im übrigen lade ich Sie herzlich ein, mich nach Mariupol oder Wolnowacha zu begleiten. Wenn Sie von den Menschen dort hören, wie die Ukrainer (wirklich nicht die Russen) wahllos auf Zivilisten geschossen haben und wie gestandene Männer weinend erzählen, wie ihre Verandten von Asow & Co. zusammengeschossen wurden, dann wäre Ihnen der Ton Ihrer Mail wahrscheinlich ziemlich peinlich.
Liebe Grüße
Thomas Röper“

Wollen wir wetten, dass auch die ARD Angst davor hat, darauf einzugehen und ihren Zuschauern meine Antworten vollständig zu zeigen?

Da ich von Kollegen aus den freien Medien erfahren habe, dass MONITOR diese Mail wortgleich auch an andere Kollegen geschickt hat, dürfen wir gespannt sein, was die ARD-Sendung MONITOR sich ausdenkt, wenn sie am Donnerstag einen Beitrag über die bösen russischen Propagandisten bringen wird. Was wir aber schon sicher wissen ist, dass man dort niemanden (ungekürzt) zu Wort kommen lassen wird, weil das das gewollte Bild stören könnte, dass man bei der ARD vermitteln will.

So funktioniert „Qualitätsjournalismus“ in Deutschland.


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Quelle

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