Was deutsche Medien verschweigen: Selenskys Morddrohungen gegen russischen Journalisten

Westliche Medien behaupten, der vereitelte Mordanschlag gegen einen russischen Journalisten sei russische Propaganda, verschweigen dabei aber, dass Selensky nur Tage zuvor Todesdrohungen gegen russischen Journalisten hat ausgesprochen hat.

von

27. April 2022 22:23 Uhr

Russland meldet, einen Mordanschlag auf Wladimir Solowjow, einen der bekanntesten russischen Journalisten verhindert zu haben. Am Montag veröffentlichte der russische Geheimdienst FSB ein Video von der Festnahme der Täter, deren Wohnung gestürmt wurde. Bei den Tätern handelt sich laut FSB um russische Staatsbürger, die Mitglieder einer in Russland verbotenen Neonazi-Gruppe und vom ukrainischen Geheimdienst SBU angeheuert worden seien, um führende russische Journalisten zu ermorden.

Propagandist oder Journalist?

Westliche Medien brauchten einige Tage, um für den Vorfall eine Sprachregelung zu finden. Der Spiegel meldete den Vorfall erst mit zwei Tagen Verspätung, wobei der Spiegel eine sehr geschickte Art der Desinformation wählte. Dazu kommen wir etwas später.

Zunächst müssen wir eines klarstellen: Journalisten sind keine Kriegsziele, Journalisten genießen in vielen Ländern einen besonderen Schutz und der Westen rühmt sich der Pressefreiheit und schreit (zu Recht) jedes Mal auf, wenn irgendwo auf der Welt ein Journalist ermordet wird. Zumindest schreit der Westen immer dann auf, wenn es einen pro-westlichen Journalisten trifft. Wenn es Kritiker des Westens trifft, verschweigen die westlichen Medien das (wie zum Beispiel in der Ukraine, siehe diese Zusammenstellung oder diese aktuellen Fälle), oder die westlichen Medien lästern über das Opfer, weil es ein „Propagandist“ für irgendeine böse Sache gewesen sei.

In Wahrheit sind es die westlichen Medien, die Propaganda betreiben, wenn sie Journalisten mal als „Journalisten“ und mal als „Propagandisten“ bezeichnen. Mit diesen, nach politischem Wohlgefallen ausgewählten Bezeichnungen. werden die Leser der Medien unterbewusst in die gewollte Richtung beeinflusst. Diese Beeinflussung der Leser ist per Definition Propaganda. Man könnte die „Propagandisten“ ja auch als „Journalisten“ bezeichnen, die eben eine andere Meinung haben – und sich dann mit deren Meinung auseinandersetzen. Aber das ist nicht gewollt.

Die Medien erreichen damit, dass ihre Leser keinerlei Empörung verspüren, wenn einem dieser „Propagandisten“ mal etwas zustoßen sollte, denn Propagandisten sind bekanntlich böse.

Nebenbei gesagt gilt das ja auch für Julian Assange, der früher mal als investigativer Journalist gefeiert wurde, inzwischen aber bestenfalls noch als „Aktivist“ bezeichnet wird und an dessen Folter in britischer Haft sich die westlichen „Qualitätsmedien“ nicht stören. Die USA haben ihn zum Verbrecher erklärt, weil er Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt hat, und die „Qualitätsmedien“ haben brav ihre Berichterstattung im von den USA gewünschten Sinne geändert. Sie haben an dessen Folterhaft nichts auszusetzen.

Selensky droht russischen Journalisten

Es gibt einige in der russischsprachigen Welt sehr bekannte Journalisten, zum Beispiel Olga Skabejewa, Wladimir Solowjow, Dmitri Kisselew (den Anti-Spiegel-Leser als Moderator des wöchentlichen Nachrichtenrückblicks kennen, aus dem ich viele Beiträge übersetze) und noch einige andere. Sie alle werden im Westen als „Putins Propagandisten“ bezeichnet, während im Westen niemand auf die Idee kommt, Klaus Kleber, Tom Burow oder Golineh Atai als „NATO-Propagandisten“ zu bezeichnen. Wer für die NATO ist, ist er ein „Journalist“, wer gegen die NATO ist, der ist ein „Propagandist“ – so einfach funktioniert das Gut-Böse-Schema der westlichen „Qualitätsmedien“.

Der ukrainische Präsident Selensky ist der Meinung, dass man russischen Journalisten ganz offiziell drohen darf, sogar mit dem Tod. Erst vor wenigen Tagen (und kurz vor dem aufgeflogenen Mordplan) hat Selensky öffentlich verkündet:

„Alle Skabejewas, Late-Night-Quatschköpfe, Verzeihung, Frontlügner und deren Vorgesetzte in Moskau müssen sich daran erinnern, dass Euer Lebensende hinter Gittern sein wird, im besten Falle…“

Darüber haben westliche Medien allerdings nicht berichtet, denn das könnte das gewollte Bild stören, dass sie von Selensky in die Köpfe ihrer Leser und Zuschauer hämmern wollen. Dass Selensky ziemlich unverhohlen Todesdrohungen gegen Journalisten ausspricht, könnte dabei ein wenig stören.

Wie der Spiegel berichtet

Der Spiegel hat die Meldung erst mit zwei Tagen Verspätung unter der Überschrift „Seltsames »Neonazi Startpaket« – Hat der russische Geheimdienst die angebliche ukrainische Terrorzelle inszeniert?“ gebracht und sie sehr geschickt verpackt. Um von dem Skandal, dass anscheinend ein Mordversuch an Wladimir Solowjow, einem der führenden Journalisten eines Landes nur knapp vereitelt werden konnte, abzulenken, hat der Spiegel die Geschichte als russische Inszenierung dargestellt und ins Lächerliche gezogen. Darauf muss man erst einmal kommen!

Das gewollte Narrativ wurde schon in der Einleitung des Spiegel-Artikels gesetzt:

„Ukrainische »Neonazis« sollen einen Anschlag in Moskau geplant haben, behauptete der Kreml und veröffentlichte Beweisfotos von einer Razzia. Doch Details der Aufnahmen weisen auf eine dilettantische Inszenierung hin.“

Als Kronzeugen dafür, dass das russische Video eine Inszenierung sein soll, führt der Spiegel Tweets von ausgewiesenen anti-russischen „Experten“ an. Als erstes wird der ukrainische Nationalist und ehemalige Chef der Kiewer Niederlassung der Heinrich-Böll-Stiftung Sergej Sumlenny angeführt. Die Heinrich-Böll-Stiftung ist die Parteistiftung der Grünen, die die aktivsten Vertreter der anti-russischen Politik in Deutschland sind. Der Spiegel stellt ihn jedoch als „in Berlin wohnhaften Osteuropa-Experten“ vor.

Die zweite im Spiegel zitierte Quelle ist Bellingcat. Bellingcat, für alle, die den Verein nicht kennen, ist Partner vom Spiegel und eine von westlichen Staaten finanzierte und von westlichen Geheimdiensten gesteuerte Organisation, die sich ganz dem Kampf aller vom Westen zu Bösewichtern ausgerufenen Staaten verschrieben hat. Details über Bellingcat und deren Finanzierung finden Sie hier.

Die dritte Quelle des Spiegel ist der britische BBC-Journalist Francis Scarr, der die im russischen Video gezeigten Nazi-Utensilien als „Neonazi-Starterkit“ ins Lächerliche zieht. Ob der Spiegel auch so verharmlosend berichten würde, wenn Hakenkreuzflaggen und Hitlerbilder bei Reichsbürgern gefunden würden? Und dass die BBC ganz offiziell von der britischen Regierung Millionen bekommt, die zweckgebunden für anti-russische Propaganda bestimmt sind, weiß der Spiegel-Leser Gott sei dank nicht.

Der Spiegel führt also drei „Experten“ an, die alle als ausgewiesene Russland-Gegner bekannt sind und und gut dafür bezahlt werden, Russlands medial zu diskreditieren. Da Spiegel-Leser das nicht wissen, klingt es für sie überzeugend, wenn drei „Experten“, die angeblich nichts miteinander zu tun haben, zu dem gleichen Schluss kommen.

Das einzige, was in dem Artikel als „Argument“ für eine russische Inszenierung angeführt wird, ist, dass in dem russischen Video der Verhaftung der Verdächtigen das Computerspiel Sims-3 zu sehen ist – frei nach dem Motto: Nazis würden doch so ein Spiel nicht zu Hause haben! Ein sehr starkes Argument, finden Sie nicht auch?

Terrorstaat Ukraine

Russland wirft der Ukraine vor, ein Terrorstaat zu sein und in Russland wird gefordert, die ukrainische Regierung offiziell als Terrororganisation einzustufen. Da stellt sich die Frage, ob das berechtigt ist. Wikipedia beschreibt Terrorismus wie folgt:

„Unter Terrorismus (abgeleitet über „Terror“ von lateinisch terror ‚Furcht‘, ‚Schrecken‘) versteht man kriminelle Gewaltaktionen gegen Menschen oder Rechtssachen (wie Morde, Entführungen, Attentate und Sprengstoffanschläge), mit denen politische, religiöse oder ideologische Ziele erreicht werden sollen. Terrorismus ist das Ausüben und Verbreiten von Terror. Er dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen bzw. erzwingen.“

Wenn der ukrainische Präsident öffentlich russische Journalisten mit dem Tode bedroht, und dann auch noch eine mit diesem Präsidenten sympathisierende (oder sogar von seinem Geheimdienst geführte) Gruppe ausgehoben wird, die einen Mordanschlag auf einen führenden russischen Journalisten geplant hat, ist das dann eine „kriminelle Gewaltaktionen gegen Menschen“ und „sollen damit politische oder ideologische Ziele erreicht werden“ und verbreitet das unter russischen Journalisten „Unsicherheit und Schrecken„? Ich würde sagen, die Antwort ist eindeutig ja.

Hinzu kommt, dass die Ukraine dazu übergegangen ist, Ziele in Russland mit Raketen und bewaffneten Drohnen anzugreifen. Man könnte dafür vielleicht noch Verständnis haben, wenn die Ukraine militärische Ziele in Russland angreifen würde, aber alle Angriffe mit Raketen auf russisches Gebiet gelten Wohngebieten. Das ist auch der Versuch, Schrecken zu verbreiten.

Man kann also durchaus festhalten, dass sich die ukrainische Regierung wie eine Terrororganisation verhält, wenn sie in Russland versucht, Mordanschläge auf Journalisten zu verüben und bewusst ausschließlich zivile Ziele angreift.


In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.Hier geht es zum neuen Buch

Quelle

Ein Kommentar zu “Was deutsche Medien verschweigen: Selenskys Morddrohungen gegen russischen Journalisten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: