Donezk unter schwerem Beschuss: Ukraine beschießt weiterhin Wohngebiete im Donbass

Die Medien hüllen seit acht Jahren den Mantel des Schweigens über den Beschuss von Wohngebieten und anderen zivilen Zielen im Donbass. Heute wurde Donezk wieder schwer getroffen.

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28. April 2022 16:47 Uhr

Darüber, dass die ukrainische Armee weiterhin zivile Ziele im Donbass beschießt, habe ich immer wieder berichtet. Ich habe selbst viele der beschossenen Orte besucht und was alle gemeinsam haben, ist, dass sie keine militärischen Ziele sind. Es handelt sich dabei um reine Wohngebiete, der Beschuss der Ukraine hat also keine militärische Komponente, es sind reine Terrorangriffe auf die Zivilbevölkerung im Donbass.

Das ist nicht neu, denn die OSZE-Beobachter haben schon vor Jahren gemeldet, dass 75 Prozent der zivilen Opfer im Donbass auf das Konto der ukrainischen Armee gehen. Die ukrainische Armee beschießt seit 2014 planmäßig und gezielt zivile Ziele im Donbass, aber westliche Medien haben das all die Jahre nicht thematisiert.

Donezk unter Beschuss

Am schwersten trifft der Beschuss in der Regel Donezk, wo einige Stadtteile besonders davon betroffen sind. Ich habe heute mit Alina Lipp telefoniert, die derzeit in Donezk ist, und sie hat mir von besonders lauten Explosionen erzählt, die sich heute ereignet haben. Und als ich dann die aktuellen Meldungen gesichtet habe, fand ich auch bereits Berichte darüber. Ich übersetze hier eine Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS zum heutigen Beschuss.

Beginn der Übersetzung:

Fünf Tote beim Beschuss von Märkten in Donezk

Das Gesundheitsministerium der DNR meldet 23 Opfer

Bei dem ukrainischen Beschuss von zwei Märkten in Donezk wurden am Donnerstag fünf Zivilisten getötet und mehr als 20 verwundet. Dies teilte das Gesundheitsministerium der DNR mit.

„Am 28. April 2022 um 14.38 Uhr sind vier Menschen durch den Beschuss des Textilshchik-Viertels im Kirovsky-Bezirk ums Leben gekommen“, so der Telegram-Kanal in einer Erklärung. „Ein Patient starb, während er in einem Krankenwagen vom Unfallort abtransportiert wurde.“

Darüber hinaus gab es 23 Verletzte, darunter zwei Kinder.

Zuvor hatte der Bürgermeister von Donezk, Alexej Kulemzin, berichtet, dass bei dem Beschuss der zwei nahe gelegenen Märkte Merkur und Sokol im Donezker Stadtteil Kirowsky drei Menschen getötet und 10 weitere verletzt wurden.

Ende der Übersetzung

Wie gesagt trifft der Beschuss immer zivile Ziele, im März sind bei einem ukrainischen Angriff auf Donezk an einem Tag 20 Menschen getötet worden. Ich habe den Ort der Tragödie einige Tage später besucht und dort auch gefilmt.

Donezk 3

Donezk ist keine Frontstadt mehr, wie man auch auf den Karten sehen kann, die westliche Medien veröffentlichen. Trotzdem beschießt die ukrainische dort weiterhin zivile Ziele.

Auch Tote in Lugansk

Lugansk ist nicht so schwer betroffen, wie Donezk. Im Lugansker Gebiet sind die russischen Truppen wesentlich weiter vorgerückt, als im Donezker Gebiet. Der Grund dafür ist, dass das Lugansker Gebiet dünner besiedelt ist, während es im Donezker Gebiet mehrere größere Städte gibt, in denen sich die ukrainische Armee verschanzt hat. Da die russische Armee die Menschen in dem Gebiet als „ihre Leute“ ansieht, versucht sie alles menschenmögliche, deren Leben zu schonen.

Daher ist es ausgesprochen schwierig, im Donezker Gebiet voranzukommen, weil die ukrainische Armee ihre Artillerie und Stellungen in Wohngebieten, Schulhöfen, Kindergärten und so weiter aufstellt, wo sie vor russischem Beschuss relativ sicher sind. Im ländlicheren Lugansker Gebiet war es für die Russen wesentlich leichter, vorzurücken, weil es kaum Ortschaften gab, in denen sich die ukrainische Armee hinter Zivilisten verstecken konnte.

Trotzdem gab es auch im Lugansker Gebiet viel Beschuss ziviler Ziele durch die ukrainische Armee. Die Lugansker Regierung hat heute eine Zusammenfassung des Beschusses veröffentlicht, über den die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet hat. Auch diese TASS-Meldung habe ich übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die LNR meldet 19 durch ukrainischen Beschuss getötete Zivilisten

Der ukrainische Beschuss hat in 10 Wochen 846 Häuser in 24 Siedlungen sowie 79 zivile Infrastruktureinrichtungen in der Republik zerstört und beschädigt.

Der Beschuss durch die ukrainischen Streitkräfte hat in den zehn Wochen seit Beginn der Eskalation des Konflikts im Donbass am 17. Februar 19 Zivilisten in der Lugansker Volksrepublik (LNR) getötet. Das erklärte die Vertretung der Republik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstandsregimes (JCCC) am Donnerstag.

„Innerhalb von 10 Wochen (vom 17.02.2022 bis zum 28.04.2022) hat die LNR-Vertretung im JCCC 892 Fälle von Beschuss des Territoriums der Republik durch ukrainische bewaffnete Formationen mit schweren Waffen (Mehrfachraketenwerfer, Artillerie, Mörser) registriert“, teilte die LNR-Vertretung in ihrem Telegrammkanal mit. Insgesamt setzten die ukrainischen Streitkräfte 9.236 Geschosse verschiedenen Kalibers gegen die LNR ein, darunter das taktische Raketensystem Tochka-U (fünf Raketen), die Mehrfachraketen BM-21 Grad, BM-27 Uragan und BM-30 Smerch (1.551 Geschosse).

„Opfer der Aggression durch ukrainische bewaffnete Formationen während des genannten Zeitraums waren 53 Zivilisten, von denen 19 getötet und 34 unterschiedlich schwer verwundet wurden, darunter fünf Kinder, von denen eines getötet wurde“, berichtet die Vertretung der LNR vor dem JCCC.

Infolge des Beschusses durch ukrainische Streitkräfte wurden in den letzten 10 Wochen in der LNR 846 Häuser in 24 Siedlungen sowie 79 zivile Infrastruktureinrichtungen zerstört und beschädigt, so die Repräsentanz.

Am 17. Februar eskalierte die Lage an der Kontaktlinie im Donbass. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte am 21. Februar, er erkenne die Souveränität der Volksrepubliken Donezk und Lugansk an. Russland hat die Republiken gemäß ihren Verfassungen in den Grenzen der Regionen Donezk und Lugansk von Anfang 2014 anerkannt. Am 24. Februar kündigte Putin als Reaktion auf ein Hilfeersuchen der Führung der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine an, deren Ziel die Entnazifizierung und Entmilitarisierung des Landes ist.

Ende der Übersetzung

Nachtrag: Am Abend des Tages wurde weiterer Beschuss gemeldet, der dieses Mal den Donezker Vorort Makeevka getroffen hat. Dabei wurden 19 Menschen, darunter vier Kinder, verletzt.


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