Kanadischer General unter Asowstal? UNO will bei Evakuierung helfen

Die UNO hat erklärt, bei der Evakuierung von Zivilisten aus dem Stahlwerk Asowstal helfen zu wollen. Gleichzeitig vermutet man in Donezk einen kanadischen General unter der Anlage.

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28. April 2022 17:56 Uhr

Dass es bei dem medialen Hype, der um die unter dem Stahlwerk Asowstal in Mariupol eingeschlossenen Asow-Kämpfer veranstaltet wird, kaum um das Schicksal der Kämpfer geht, sondern dass unter Anlage vermutlich hohe NATO-Offiziere eingeschlossen sind, habe ich schon mehrmals thematisiert. Für die NATO wäre es denkbar peinlich, wenn Russland der Weltöffentlichkeit einen gefangengenommenen NATO-General präsentieren würde, außerdem würde das eine direkt militärische Einmischung des Westens in den Ukraine-Konflikt bestätigen.

Die Rolle der UNO in Mariupol

Seit einiger Zeit berichten westliche Medien, unter dem Stahlwerk seien auch tausend Zivilisten eingeschlossen, darunter auch Kinder. Ob das der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht überprüfen, aber es ist merkwürdig, dass die das Stahlwerk nicht verlassen, schließlich verkündet die russische Armee fast täglich Feuerpausen, damit jeder, der es möchte das Stahlwerk verlasen kann. Sind dort gar keine Zivilisten? Oder sind dort Zivilisten, die aber von den Asow-Kämpfern nicht rausgelassen werden? Dass Zivilisten mit kleinen Kindern in dieser Lage freiwillig in den Katakomben unter dem Stahlwerk ausharren, ist kaum vorstellbar.

UNO-Generalsekretär Guterres hat vor einigen Tagen Präsident Putin besucht und die Hilfe der UNO bei der Evakuierung der Zivilisten angeboten. Putin hatte im Prinzip nichts dagegen, dass UNO und Rotes Kreuz dabei anwesend sind. Guterres ist nun in die Ukraine gereist und spricht mit der ukrainischen Regierung darüber. Russische Soldaten werden – ob UNO und Rotes Kreuz daneben stehen, oder nicht – sicher jeden, der das Stahlwerk verlässt, kontrollieren, um Zivilisten von als Zivilisten getarnte Kämpfer zu trennen. Den Kämpfern droht die russische Kriegsgefangenschaft.

Guterres ist UNO-Generalsekretär, aber in der jetzigen Lage ist er dafür eine schlechte Wahl, weil er nicht als neutraler Mittler zwischen Russland und der Ukraine geeignet ist. Guterres war früher portugiesischer Regierungschef und da Portugal NATO-Mitglied ist, ist Guterres der NATO eng verbunden. Das muss man im Hinterkopf haben, wenn man die Lage in Mariupol und die Rolle der UNO dabei analysiert. Guterres nutzt die UNO, um der NATO aus eine potenziell sehr peinlichen Situation zu helfen.

Ein kanadischer General unter Asowstal?

Heute hat Eduard Bassurin, Pressesprecher der Donezker Streitkräfte, eine interessante Erklärung abgegeben. Bassurin ist eine bekannte Person und auf meinen Reisen nach Donezk habe ich ihn auch einige Male getroffen. Er ist dafür bekannt, sehr sachlich zu berichten und beschränkt sich normalerweise auf nackte Fakten, die sich auch belegen lassen. Daher ist das, was er heute gesagt hat, umso überraschender. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat darüber berichtet und aufgrund der Brisanz der Meldung werde ich die Meldung der TASS übersetzen, ohne sie zu kommentieren.

Beginn der Übersetzung:

Bassurin erklärte, dass ein zurückgetretener kanadischer General bei Asowstal sein könnte

Laut dem Sprecher der Donezker Volksmiliz versucht die UNO, den General zu retten

Der Sprecher der DNR-Volksmiliz, Eduard Bassurin, erklärte, dass sich in der Asowstal-Anlage in Mariupol möglicherweise ein zurückgetretener kanadischen Armeegeneral aufhält, den die UNO zu retten versucht.

„Es gab Informationen, dass ein ehemaliger General der kanadischen Armee dort [in der Azovstal-Anlage] sein könnte, der zunächst von der Bildfläche verschwunden ist, dann gab es eine Erklärung des kanadischen Verteidigungsministeriums, dass der betreffende General eine Erklärung geschrieben habe, dass er aus der Armee austrete und in die Ukraine gehe. Vielleicht will die UNO ihn retten“, sagte er am Donnerstag im russischen Fernsehen.

Laut Bassurin will das UN-Team, das die Evakuierung von Zivilisten aus Asowstal vorbereitet, „aktive Militärs der NATO-Länder retten, die sich dort aufhalten könnten.“

Der Sprecher der Volksmiliz der DNR äußerte die Auffassung, dass sich in der Asowstal-Anlage auch Dokumente befinden könnten, die den „Völkermord und die Ermordung von Zivilisten“ durch die ukrainischen Streitkräfte sowie die Durchführung von „Menschenversuchen“ belegen. „Sie haben Angst, dass die ganze Welt diese Dokumente sieht und erkennt, was für einen Staat sie geschaffen haben“, sagte er.

Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu die Erstürmung des Industriegebiets Asowstal in Mariupol als unzweckmäßig bezeichnet und deren Abbruch angeordnet. Gleichzeitig hat er angeordnet, das Industriegebiet zu blockieren, „sodass keine Fliegen durchfliegen kann.“

Die Kämpfe um Mariupol begannen am 25. Februar und während der Kämpfe wurde die Stadt vollständig blockiert. Die ukrainischen Nationalisten in Mariupol wurden inzwischen aus den Wohngebieten vertrieben. Mitte April legten mehr als 1.300 Soldaten der 36. Marineinfanteriebrigade der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe des Werks Illijtsch ihre Waffen nieder. Später wurde der Handelshafen vollständig befreit und die dort festgehaltenen Geiseln wurden gerettet.

Ende der Übersetzung

Wie angekündigt, will ich das nicht weiter kommentieren, denn es ist eine Vermutung von Bassurin. Da ich seine Erklärungen aber seit Jahren verfolge, bin ich sicher, dass er das nicht „einfach so“ gesagt hat, denn er ist mit seinen Äußerungen immer sehr vorsichtig.

Ich will nur zeigen, dass Bassurin sich das nicht ausgedacht hat, denn bei dem von ihm erwähnten General handelt es sich um Trevor Cadieu. Das kanadische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass er am 5. April eine Entlassung eingereicht und angekündigt hat, in der Ukraine zu kämpfen. Gleichzeitig wurde gemeldet, dass in der Armee interne Ermittlungen wegen sexueller Belästigung gegen ihn laufen. Interessanterweise wurde das aber nicht am 5. April, sondern erst am 21. April gemeldet.

Die Geiseln im Hafen

Über die im letzten Absatz erwähnten Geiseln möchte ich noch etwas sagen. Da die Geiseln der Asow-Nationalisten im Hafen von Mariupol in westlichen Medien nie erwähnt wurden, will ich noch einmal daran erinnern. Als die Kämpfe um Mariupol begannen, hat die Ukraine den Hafen vermint, sodass keine Schiffe den Hafen verlassen konnten. Die Besatzungen der Schiffe wurden nicht von ihren Schiffen gelassen und mussten dort unter Beschuss wochenlang ausharren. Dabei wurden sie von den Asow-Kämpfern ausgeraubt und ihre Schiffe geplündert.

Ich weiß das aus erster Hand, weil ich bei einer meiner Reisen in den Donbass die Besatzung eines der Schiffe persönlich kennengelernt habe. Die Besatzung war aus Mariupol evakuiert worden und verbrachte die Nacht im gleichen Hotel, wie die Gruppe Journalisten, zu der ich gehörte. Ich habe damals darüber berichtet, den Artikel finden Sie hier.


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