Welche Waffensysteme der Westen der Ukraine liefert

Waffenlieferungen an die Ukraine beherrschen die Schlagzeilen. Aber was genau bekommt die Ukraine eigentlich von den NATO-Staaten?

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28. April 2022 22:59 Uhr

Das russische Fernsehen hat am Donnerstag in den Abendnachrichten berichtet, welche Waffen der Westen der ukrainischen Armee liefert. Da das Thema Waffenlieferungen derzeit die Schlagzeilen beherrscht, finde ich den Blick auf die Details interessant und habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Erwartung und Wirklichkeit: Womit der Westen die ukrainische Armee ausrüstet

Wie groß die Kluft zwischen Öffentlichkeit und Gesetzgeber ist, zeigte sich bei der Entscheidung des Bundestages, Waffen an die Ukraine zu liefern. Fast 600 Abgeordnete stimmten dafür. Umfragen zufolge glauben fast 60 Prozent der Deutschen, dass sich der Konflikt auf andere Länder ausweiten könnte, wenn die Lieferungen fortgesetzt werden. Selensky hat Washington um die modernsten Muster gebeten. Was wird er bekommen? Unser Militärexperte hat sich die Listen angeschaut.

586 Bundestagsabgeordnete haben für die Entsendung schwerer Waffen in die Ukraine gestimmt, 100 Abgeordnete waren dagegen. Der Stuhl des Bundeskanzlers war leer, was von den deutschen Medien hervorgehoben wurde: Scholz ist nach Japan geflogen. Von dort hat er die Entscheidung des Parlaments unterstützt und bezeichnete sie als ein starkes Mandat für weitere Hilfen an Kiew. Aber der Kanzler wurde daran erinnert, dass er die ganze Zeit über die Frage der Waffenlieferungen verschleppt, gebremst und ausweichend geantwortet hat. Aber die deutschen „Falken“ wollen nicht bremsen. Sie fordern, dass so schnell wie möglich Waffen nach Kiew geschickt werden.

„Das geht manchen tierisch auf die Nerven, aber wir müssen die Ukraine unterstützen, bis ihre territoriale Integrität endlich wiederhergestellt ist“, ist die deutsche Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann überzeugt.

„Das kann als Kriegseintritt interpretiert werden, der uns in die dunkelsten Zeiten zurückversetzt“, sagte der Bundestagsabgeordnete Tino Hrupalla, Co-Vorsitzender der Partei Alternative für Deutschland.

Und dieser Krieg, so der Führer der alternativen Fraktion, könnte zu einem Atomkrieg eskalieren. Die Entscheidung, die Eskalation fortzusetzen und Kiew mit Waffen und falschen Hoffnungen zu versorgen, wurde mit Beifall aufgenommen.

Zunächst wird Deutschland der Ukraine Gepard-Flugabwehrkanonen, 50 Stück, übergeben, worauf man sich zuvor auf dem Stützpunkt Ramstein geeinigt hat. Die Serienproduktion dieser Maschinen begann in den 70er Jahren, aber sie sind immer noch im Einsatz. Außerdem werden die Deutschen die Panzerhaubitze 2000 liefern. Das ist bereits eine modernere Waffe mit einem automatischen Feuerleitsystem, einem automatischen Ladesystem, der Fähigkeit, zehn Schuss pro Minute abzufeuern und einem Weltrekord bei der Reichweite.

„Es ist ein tödlicher Wettlauf im Gange – höher, schneller, weiter – um zu sehen, wer die schwerste Waffe abliefern kann. Glauben Sie wirklich, dass die Lieferung schwerer Waffen diesen Krieg beenden wird?“, fragt Dietmar Bartsch, Co-Vorsitzender der Linkspartei im Deutschen Bundestag.

Der Autor eines in der britischen Zeitung The Guardian veröffentlichten Artikels antwortete auf diese rhetorische Frage: Die Bewaffnung des Kiewer Regimes verlängert den Krieg und wird schließlich zur völligen Zerstörung der Ukraine führen. Aber die Ströme können nicht mehr aufgehalten werden. Die amerikanischen gepanzerten Mannschaftstransportwagen M-113 werden in Kiew sehnsüchtig erwartet. Eigentlich sind das Oldtimer, deren Produktion in den 60er Jahren aufgenommen wurde. Dafür sind die amerikanischen Raketenwerfer wirklich ernstzunehmende Waffen. Es wird berichtet, dass sie bereits in der Ukraine angekommen sind.

Artilleriesysteme benötigen eine große Anzahl von Granaten. Die ukrainische Logistik befindet sich in einer kritischen Situation, da diese Granaten mit der Bahn geliefert werden und diese Züge ein legitimes Ziel für die russischen Streitkräfte darstellen.

Im Internet sind heute Aufnahmen von amerikanischen M-777-Haubitzen aufgetaucht, die für die Verschiffung vorbereitet werden, obwohl die erste Charge, etwa 45 Stück, nach Angaben des Pentagons bereits vor Ort ist. Darüber hinaus wurde die erste Phase der Ausbildung von 50 ukrainischen Artilleristen abgeschlossen. Sie haben einen Schnellkurs irgendwo außerhalb der Ukraine absolviert und werden bald zurückgeschickt, um das erworbene Wissen an ihre Kameraden weiterzugeben.

„Sie fragen, ob sie genug Waffen haben? Ich denke, die Situation ändert sich stündlich, je nachdem, was auf dem Schlachtfeld geschieht. Ich kann Ihnen nur sagen, dass sie jeden Tag Munition aller Art und jedes Kalibers verwenden. Und wir tun alles, was wir können, und liefern weiter, damit die Ukrainer weiter kämpfen können“, sagte John Kirby, der Sprecher des Pentagon.

Alles, damit der Krieg weitergeht. Neben den USA haben auch Australien und Kanada zugesagt, Kiew M-777-Haubitzen zu schicken. Die wichtigste Frage ist, welche Munition die Ukraine bekommt. Die alten Geschosse haben keine große Reichweite, modernere können 40 Kilometer weit schießen. Es gibt auch angetriebene Präzisionsgeschosse, die bis zu 70 Kilometer weit schießen können.

Frankreich hat sich für die Caesar entschieden, die eine beeindruckende Reichweite von bis zu 40 Kilometern hat. Allein die Vereinigten Staaten, die bereits Waffen im Wert von 4 Milliarden Dollar in die Ukraine gepumpt haben, schicken weitere 800 Millionen Dollar zur Unterstützung.

Konkret sind dies: 11 Mi-17-Hubschrauber, 200 gepanzerte Mannschaftstransporter, 90 155-mm-Haubitzen, 40.000 Artilleriegranaten, 300 Switchblade-Drohnen und 500 Raketen für Javelin-Panzerabwehrsysteme. Wie sich herausstellte, gibt es bei letzterem Schwierigkeiten. Nach Angaben des US-Handelsministeriums wird der Vorrat an Spezialchips in fünf Tagen aufgebraucht sein. Außerdem werden sie alle in China hergestellt. Wie immer geht es in den USA nur um Geld. Die Regierung fordert 52 Milliarden Dollar, um die technologische Bedrohung durch China zu überwinden.

Politico zufolge hofft Kiew, in naher Zukunft Kampfdrohnen vom Typ Grey Eagle aus Washington zu erhalten. Die USA haben der Ukraine bereits die Kamikaze-Drohne Switchblade und eine ähnliche Drohne, die Phoenix Ghost, übergeben, die vom US-Unternehmen Aevex Aerospace speziell für Kiew entwickelt wurde. Glaubt man dem Pentagon, so wurde ihre Entwicklung lange vor den jüngsten Ereignissen von der ukrainischen Regierung in Auftrag gegeben. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, den Ukrainern beizubringen, wie sie das alles nutzen können.

Morawiecki, der polnische Premierminister, fordert, dass etwas Schwereres und gleichzeitig Einfacheres in die Ukraine geschickt wird: „Waffen, die sofort eingesetzt werden können, ohne monatelange Vorbereitung. Sanktionen, die sofort wirken, auch wenn wir mehrere Monate lang mit Einschränkungen leben müssen.“

Im Internet tauchen jedoch bereits Aufnahmen auf, die zeigen, wie die ukrainische Armee und Nationalisten unter der Anleitung von Ausbildern die Geschenke der NATO-Länder benutzen. Das ukrainische Militär wird für den Einsatz australischer Bushmaster-Fahrzeuge ausgebildet, von denen Kiew 20 Stück erhalten hat.

Ende der Übersetzung


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