Die ersten Zivilisten wurden aus Stahlwerk gelassen

Wie sich herausstellt, waren tatsächlich Zivilisten in den Stahlwerk in Mariupol. Am Sonntag hat das Asow-Bataillon den ersten von ihnen endlich erlaubt, das Gelände zu verlassen.

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1. Mai 2022 22:26 Uhr

Das Rätselraten, ob tatsächlich Zivilisten unter dem Asowstal-Werk sind, ist vorbei. Die UNO und das Rote Kreuz haben es geschafft, Kiew davon zu überzeugen, die Zivilisten gehen zu lassen. Allerdings haben die Asow-Kämpfer anscheinend nicht alle aus den Katakomben des Stahlwerks gelassen. Laut Angaben von Menschen, die nun herausgekommen sind, sollen dort etwa 300 Zivilisten gewesen sein. Es sind also bisher anscheinend nicht alle herausgekommen.

Die Zivilisten wurden mit Bussen abgeholt und zu einem provisorischen Zeltlager gebracht, wo die russische Armee jeden einzelnen überprüft hat, damit keine als Zivilisten getarnten Kämpfer aus dem Stahlwerk entkommen konnten. Anschließend wurden sie verpflegt und ihnen stand medizinische Hilfe zur Verfügung, bevor sie sich entscheiden konnten, wohin sie weiterreisen wollten. Es standen sowohl Busse in Richtung Ukraine, als auch in Richtung Russland bereit.

Das russische Fernsehen hat eine Reportage über die Evakuierung gebracht, die ich übersetzt habe. Im Transkript der Reportage wurden die Aussagen der Interviewten leider nicht im Wortlaut, sondern nur als kurze Zusammenfassung wiedergegeben. Diejenigen, die mit dem russischen Fernsehen gesprochen haben, berichteten, dass sie von den Kämpfern am Verlassen des Geländes gehindert wurden, dass sie nichts davon wussten, dass über ihre Evakuierung verhandelt wird, dass die Kämpfer sie nicht versorgt haben, sondern nur ab und zu mit Kameras gekommen sind, um den Kindern kamerawirksam einige Süßigkeiten zu geben.

Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens trotz des gekürzten Transkripts übersetzt, um zeigen, wie in Russland darüber berichtet wurde. Ich bin sicher, dass es in den nächsten Tagen noch mehr Berichte geben wird.

Beginn der Übersetzung:

Etwa fünfzig Zivilisten, die seit fast zwei Monaten in den Kellern von Asowstal eingeschlossen waren, konnten heute endlich befreit werden. Zunächst gingen sie einen Teil des Weges durch einen humanitären Korridor, dann wurden die Menschen mit Bussen aus dem Werk gebracht, das für sie zu einem Gefängnis geworden war, in dem Asow-Nationalisten als Aufseher fungierten. Jetzt, wo das Schlimmste überstanden ist, können diese Menschen offen über die Geschehnisse dort sprechen.

Die Vorbereitungen für die Evakuierung begannen bereits am Morgen zuvor. Hier sind mehrere Busse zu sehen, die an das Gelände des Asowstal-Werks heranfahren und in der Nähe eines Pförtnerhauses der Fabrik anhalten, wo die Nationalisten von Asow seit zwei Monaten Zivilisten als Geiseln halten. Sie wollen sich nicht wirklich von ihren menschlichen Schutzschilden trennen.

Der Verhandlungsprozess ist nicht einfach. Die Nationalisten stellen eine Reihe von Bedingungen – sie versuchen, einen Korridor für sich auszuhandeln und sagen, dass sie das Gelände verlassen wollen, aber mit Waffen. Da ihnen klar ist, dass ihnen das nicht erlaubt wird, verzögern sie die Herausgabe der Zivilisten aus dem Gebiet von Asowstal.

Am Samstagnachmittag konnten 25 Personen aus den an die Anlage angrenzenden Häusern von der Feuerpause Gebrauch machen, die eingerichtet worden war. Sie verließen die Gefahrenzone außerhalb des humanitären Korridors. Bereits am Abend, nach einigen Stunden des Wartens, taucht ein Minenräumfahrzeug auf der Straße auf, die direkt vom Werksgelände wegführt, und fährt mehrmals zum Werk und wieder zurück. Nachdem sie sich vergewissert haben, dass die Strecke sicher ist, setzen die Busse zurück und fahren langsam in Richtung des Werks.

Es vergehen noch ein paar Stunden. Und dann, als die Dunkelheit über Mariupol hereinbricht, kommen die Menschen endlich heraus. Die Busse setzten sich zum Ausgang der Stadt in Bewegung. In den Bussen sind hauptsächlich alte Menschen und Frauen mit Kindern, insgesamt 21 Personen.

Walentina Iwanowna fand sich am 2. März in dem unterirdischen Bunker wieder. Die Rentnerin erzählt, dass ihr die Lebensmittel und Medikamente ausgingen und dass das ukrainische Militär und die Asow-Kämpfer die Zivilisten nicht versorgen und behandeln würden. Diejenigen, die versuchten, das Gebiet zu verlassen, wurden eingefangen und in den Bunker zurückgebracht, so unsere Gesprächspartnerin, die sagt, dass „alles vermint war.“ Die Rentnerin erinnert sich auch an einen Korrespondenten, der vor ein paar Wochen in ihrem Keller war. Zumindest hat er sich ihnen so vorgestellt.

Es liegt auf der Hand, dass kein Vertreter der Medien Asowstal besuchen konnte, schon gar nicht Mitte April. Aber die Asow-Kämpfer selbst gingen manchmal gerne in die Unterkünfte der Zivilisten und verteilten vor der Kamera Süßigkeiten an Kinder. Mit dem Ende der Dreharbeiten endete allerdings auch jede Hilfe von ihnen.

In der Nacht wurden die evakuierten Zivilisten vom Katastrophenschutzministerium in einem Zeltlager untergebracht, mit Essen versorgt und diejenigen, die sie brauchten, erhielten medizinische Hilfe.

Die Zivilisten, die heute aus Asowstal evakuiert wurden, wurden in ein provisorisches Unterkunftszentrum in Bezymennoje, etwa 30 Kilometer von Mariupol entfernt, gebracht. Hier werden alle Zivilisten einem so genannten Filter unterzogen – ihre Dokumente werden geprüft, sie werden auf Mitgliedschaft in der Neonazi-Formation überprüft, und wenn alles in Ordnung ist, können die Menschen ihre Reise fortsetzen.

Diejenigen, die in die vom Kiewer Regime kontrollierten Gebiete reisen wollten, erhielten die Möglichkeit dazu. In Begleitung von Vertretern der UN und des Roten Kreuzes machten sie sich auf den Weg in Richtung Westen.

Ende der Übersetzung


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