Selens­kijs lebens­ver­ach­tende Stra­tegie: In Mariupol einge­schlos­sene Hasa­deure wollen kapi­tu­lieren und dürfen nicht

Das umkämpfte Adow-Stahlwerk in Mariupol. Foto: Peter Kovalev/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS12DF6C

Von PETER HAISENKO | Die Situation ist prekär für die Hasardeure, die unter dem Stahlwerk in Mariupol eingeschlossen sind. Seit Tagen gehen Funksprüche nach Kiew mit der Bitte, kapitulieren zu dürfen. Selenskij lehnt das ab.
Selenskij spricht mit gespaltener Zunge und offenbart so seine Haltung zum Wert menschlichen Lebens. Auf der einen Seite sagt er, die Situation sei zudem „einfach unmenschlich“. Er beschuldigte Moskau, bewusst zu versuchen, alle Menschen dort auszulöschen. Selenskij machte keine Angaben zur Situation der ukrainischen Streitkräfte in der Stadt. Russischen Angaben zufolge haben sich mittlerweile alle verbliebenen ukrainischen Kämpfer in dem Stahlwerk Asowstal verschanzt. Selenskij sagte weiter, es sei seit Beginn der Blockade von Mariupol kein Tag vergangen, an dem Kiew nicht nach einer Lösung gesucht habe – militärisch oder diplomatisch, „was auch immer, um die Menschen zu retten.“ Die Lösung zu finden, sei allerdings sehr schwierig, es habe bisher noch keine einzige vollständig praktikable Option gegeben.

Selenskij´s Darstellung widerspricht der Realität. Ginge es ihm darum, „Menschen zu retten“, müsste er nur seinen Soldaten erlauben zu kapitulieren. Schließlich hat Russland angeboten, am Ostersonntag morgens eine Waffenruhe einzuhalten, um den Eingeschlossenen zu ermöglichen, ihr Leben zu retten. Dazu das Versprechen, alle Gefangenen ordentlich zu behandeln, also die Verletzten zu versorgen und allen Essen zu geben. Dass Russland und auch die Kämpfer der DVRs diese Versprechen einhalten, haben sie oft genug bewiesen. Im Gegensatz zu den Ukrainern, die gefangene Russen ermorden oder ihnen Finger und Geschlechtsteile abschneiden. Dass sie das tun werden, haben sie in unzähligen Videos angekündigt und weitere Videos beweisen, dass sie es tun. Die Führung in Kiew tut sich da leicht zu behaupten, die Russen würden das auch tun. Weitere Videos von gefangenen Ukrainern belegen aber, dass diese perfide Kriegsrhetorik als solche zwar real ist, zeigen aber das Erstaunen, wenn die Russen ihre Gefangenen nicht nur anständig, sondern gut behandeln.

Rund 400 ausländische Söldner sind eingekesselt

Dass Selenskij ganz andere Ziele verfolgt als „Menschen zu retten“, belegen auch seine Forderungen an den Westen. Um die Situation in Mariupol zu beeinflussen, sagte er, gebe es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Partnerländer der Ukraine stellten sofort alle notwendigen schweren Waffen zur Verfügung, auch Flugzeuge, damit man den Druck auf die Stadt verringern und diese deblockieren könne. Dazu ist anzumerken: Es geht nicht um die Stadt Mariupol, die ist schon weitgehend von den Schlächtern der Asow-Brigaden befreit, sondern nur noch um die eingeschlossenen Soldaten im Stahlwerk und möglicherweise um ihre zivilen Geiseln. Die Munition ist schon fast ausgegangen und Nahrung und Trinkwasser sind ebenfalls aufgebraucht. Sollte der Westen also dem Ansinnen Selenskijs nachkommen, hätte das keinen Einfluss auf das aktuelle Geschehen im Stahlwerk. Bis Waffen geliefert werden könnten, sind die Eingeschlossenen schon längst verhungert. Warum also ist Selenskij derart fokussiert auf Mariupol? Russland gibt bekannt, dass rund 400 ausländische Söldner, die meisten von ihnen aus Europa und Kanada, als Teil einer ukrainischen Gruppe bei Azowstal eingekesselt sind. Werden diese von Russland gefangen genommen, registriert mit Rang und Namen, hat der Westen Probleme, um es vorsichtig auszudrücken. Die Söldner selbst auch, denn für sie gilt der Schutz nach Kriegsrecht nicht. Sie werden wie gewöhnliche Kriminelle vor Gericht landen. Dass diese dann reden werden wie ein Wasserfall, um ihre Haut zu retten, darf man annehmen. So sollte klar sein, dass weder Selenskij noch die NATO Interesse an ihrem Überleben haben. Dass dem so ist, zeigt sich daran, dass Kiew die Erlaubnis verweigert, diese Leben durch Kapitulation zu retten. Sie sollen sterben und vielleicht noch ein paar Russen mitnehmen.

Jede Waffe, die geliefert werden soll, wird das Sterben verlängern

Selenskij selbst und führende westliche Politiker werfen Russland vor, einen Genozid durchzuführen. Das ist nicht nur falsch, sondern entwertet auch diesen Begriff. Ein Genozid ist die vorsätzliche Ausrottung einer Ethnie. Als Beispiel kann da dienen, wie die Indianer in Nordamerika dezimiert worden sind. Nicht nur mit blanker Gewalt, sondern auch mit Biowaffen. Böse Menschen „schenkten“ ihnen Wolldecken, die mit Pockenviren kontaminiert waren.

Wenn auf dem Gebiet der Ukraine ein Genozid zu erwarten war, dann gegen die russischsprachige Bevölkerung im Osten. Während der letzten Wochen musste beobachtet werden, dass ukrainische Truppen in den Gebieten, die die russische Armee wieder geräumt hatte, durch Straßen und Häuser zogen und alle folterten und erschossen, die freundlich zu Russen waren. Dabei reichte es schon aus, im Besitz eines Essenspakets zu sein, das von der russischen Armee an Zivilisten ausgehändigt worden ist. So geschehen auch in Butscha. Einem Genozid nahe war auch der Beschuss von Donezk und Umgebung, der immerhin mehr als 14.000 Tote gefordert hat. Aber das waren ja keine Kiew-Treuen und da ist das kein Genozid, den man anprangern müsste.

Die gesamte Kriegsrhetorik gegen Russland zeugt von fortschreitendem Irrsinn. Alles, was da abgelassen wird, ändert an der aktuellen Lage in der Ukraine nichts. Im Gegenteil wird jede Waffe, die geliefert werden soll, das Sterben verlängern. Aber Europa selbst, insbesondere Deutschland, arbeitet so auf eine Katastrophe hin im eigenen Bereich. Selenskij fordert unverdrossen, alle Energielieferungen aus Russland einzustellen. Er selbst aber denkt nicht einmal daran, auf russisches Gas zu verzichten. Er hätte es in der Hand, wenigstens die Pipeline aus Russland, die durch sein Land führt, abzuschalten. Er weiß, dass die Ukraine das nicht aushalten würde. Mit seinen Forderungen nach Waffenlieferungen versucht er, andere europäische Länder in den Krieg hineinzuziehen. Dass er dabei sämtliche diplomatische Gepflogenheiten grob missachtet zeigt, wes Geistes Kind er ist. Es geht ihm keinesfalls darum, Leben zu retten. Alles scheint erlaubt, um Russland zu schaden und Russen zu töten.

Kiew kann diesen Krieg nicht gewinnen

Selenskij hat die Asow-Brigaden in seine Armee integriert. Wie sich zeigt, mit dem Ziel zu verhindern, dass seine Soldaten massenweise desertieren. Wie gefangene Soldaten zu berichten wissen, schießen Asow-Leute von hinten auf jeden, der kapitulieren will. So auch in Mariupol. Wäre dem nicht so, kann man davon ausgehen, dass die Kampfhandlungen schon lange beendet wären. Ich gehe davon aus, dass Selenskij genau aus diesem Grund die Asow-Leute in die reguläre Armee integriert hat.

Kiew kann diesen Krieg nicht gewinnen. Wer also Leben, Menschen, retten will, der müsste Kiew drängen, die Waffen zu strecken. Das Gegenteil ist der Fall und so macht der Westen nahtlos weiter, wie bei den Minsk-Vereinbarungen. Man ermuntert Kiew, keinesfalls irgendwo rational oder vereinbarungsgemäß zu handeln. Die NATO will die Kriegshandlungen verlängern, mit allen Mitteln und Selenskij ist ihr Handlanger. Die NATO will Russland schaden, ohne Rücksicht auf die Leben und die Lebensumstände der ukrainischen Bevölkerung und noch weniger auf die der Europäer. Dass sie am Wohlergehen der ukrainischen Bevölkerung noch nie Interesse hatte, kann man daran sehen, dass während der letzten acht Jahre und auch schon zuvor, nichts unternommen wurde, die Lebensumstände der gemeinen Bevölkerung zu verbessern. Die Wirtschaft ist kontinuierlich den Bach runter gegangen und mit der schwachen Währung Griwna konnten die billigen Arbeitskräfte ausgebeutet werden.

So müssen wir erkennen, dass es dem Westen und Selenskij selbst niemals darum ging, etwas Positives für die Ukraine zu erreichen. Das einzige Ziel war und ist, Russland zu schaden; Russland einen Krieg aufzuzwingen, der es ruinieren soll. Das wird offen angesagt. Realistisch betrachtet schuldet kein Land in Europa etwas der Ukraine. Wenn, dann sind es die USA, die die Ukraine seit Jahren destabilisieren, mit Milliarden Dollar und Farbenrevolutionen und letztlich mit dem Putsch auf dem Maidan. Dabei ging es von Anfang an überhaupt nicht um die Ukraine, sondern immer nur gegen Russland. Dass dem so ist, kann bei amerikanischen Strategen nachgelesen werden.

USA sind von den Sanktionen, die sie befehlen, kaum berührt

Nach der Osterweiterung der NATO war die Ukraine der Baustein im Plan, Russland endgültig unter Kontrolle zu bekommen. Das hat man in Moskau erkannt und Putin hat nicht mehr anders handeln können, als dem ein Ende zu setzen. Nicht nur das. Mit seiner Operation in der Ukraine, zeigt Putin die wahren Verhältnisse auf. Europa ist nicht von den USA abhängig, was die Wirtschaft betrifft, sondern von Russland. Die Nibelungentreue speziell Deutschlands zu den USA ist irrational. Europa ist auf fast nichts angewiesen, was nur die USA liefern können. Besonders Deutschland beliefert die USA mit Waren und erhält dafür nur Dollar, die aus dem Nichts geschaffen werden.

Im Gegensatz dazu haben wir eine ausgeglichene Handelsbilanz mit Russland zum beiderseitigen Nutzen. Genau das stinkt den Herren in Washington seit hundert Jahren. Die USA selbst sind von den Sanktionen, die sie selbstherrlich befehlen, kaum berührt. Und wenn sie berührt sind, dann missachten sie diese einfach. So, wie sie jetzt mehr Öl aus Russland importieren aber uns verbieten, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Da reiht sich Selenskij munter ein. Alle jene, die immer für sich in Anspruch nehmen, für Menschenrechte und Demokratie in den Krieg zu ziehen, nehmen jetzt in Kauf, mit ihrer irrsinnigen Haltung gegenüber Russland die größte Hungerkatastrophe der letzten Jahrzehnte zu verursachen. Nein, natürlich nicht in den USA. Da drängt sich mir doch die Frage auf, ob das eine Weiterführung des Programms der Reduzierung der Weltbevölkerung ist, das mit „Corona“ schon begonnen hat.

Russland versucht bei seiner Operation in der Ukraine (ziviles) Leben zu schonen. Der Westen hingegen, die NATO und die USA, haben während der letzten Jahrzehnte gezeigt, dass ihnen ein Menschenleben nichts wert ist. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben sie dutzende Länder kaputt gebombt, ruiniert, unter ihre Kontrolle gezwungen und Menschen ermordet im zweistelligen Millionenbereich. Die USA haben schon immer Kriegsparteien aufgerüstet und damit fatale Kriege erst möglich gemacht.

Jetzt ist die Ukraine dran und was Selenskij tut, ja wohl tun muss, wird wieder zu viele Menschenleben kosten. So betreibt er auch jetzt eine lebensverachtende Politik, indem er den Eingeschlossenen im Stahlwerk in Mariupol befiehlt, bis zu ihrem Tod zu kämpfen. Ob er das auf Geheiß Washingtons tut? Auch weil man dort verhindern will, dass ihre Leute in Mariupol lebend in russische Hände geraten und so bewiesen werden kann, was die NATO-Staaten dort getrieben haben? Sieht man von einem neutralen Standpunkt auf die Abläufe, fällt es schwer, zu einem anderen Schluss zu kommen. Wie sonst ist das unglaubliche Verhalten Selenskijs erklärlich, das nicht nur jegliche diplomatische Regeln bricht. Aber solange Washington seine Hand über Selenskij hält, kann er sich besonders in Deutschland alles erlauben.


Zum Autor: Peter Haisenko ist Schriftsteller, Inhaber des Anderwelt-Verlages und Herausgeber von AnderweltOnline.com

Quelle

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