Mariupol Kriegsgefangene ukrainische Offiziere berichten über die Kämpfe in Mariupol

In Mariupol haben sich Mitte April über 1.000 ukrainische Marineinfanteristen der russischen Armee ergeben. Nun geben ihre Offiziere dem russischen Fernsehen Interviews. von 9. Mai 2022 02:51 Uhr In Deutschland wurde kaum darüber berichtet, aber Mitte April haben sich weit über 1.300 ukrainische Marineinfanteristen, die in einem weiteren Industriekomplex verschanzt waren, der russischen Armee ergeben. Nun haben deren Kommandant und sein Stellvertreter dem russischen Fernsehen Interviews gegeben, die einen interessanten Einblick in die Kampfhandlungen in Mariupol geben. Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens darüber übersetzt. Beginn der Übersetzung:Die Bekenntnisse des ukrainischen Oberst Wladimir BaranjukEine wichtige Nachricht. Heute wurde bekannt gegeben, dass die humanitäre Operation zum Abtransport von Zivilisten aus dem Asowstal-Werk beendet ist. Jetzt befinden sich in den dortigen Kerkern nur noch Bandera-Leute und, so wird vermutet, Ausländer. Allerdings werden die Hartnäckigen immer weniger. Und immer mehr treffen die vernünftige Entscheidung, zu kapitulieren. Hier zeigen wir Interviews mit gefangenen ukrainischen Offizieren, für die der Krieg vorbei ist.Sie galten in den letzten vier Wochen als tot, befinden sich nun aber in Gefangenschaft und wollen neue Einzelheiten über die Kämpfe um Mariupol berichten. Zum Beispiel Oberst Wladimir Baranjuk, Kommandeur der 36. separaten Brigade der ukrainischen Marineinfanterie und sein Stabschef, Oberst Dmitri Kormjankow. Die obersten Befehlshaber der Brigade, die im Norden von Mariupol gekämpft hat, haben beschlossen, die belagerte Stadt im entscheidenden Moment zu verlassen.„Mitte April ging uns allmählich die Munition aus, wir hatten kaum noch Lebensmittel und Wasser und waren gezwungen, in Richtung unserer Truppen auszubrechen. Bei diesem Ausbruch, einem Durchbruch, wurde mein Auto getroffen, brannte aus, und ich bin hier gelandet“, erinnert sich Wladimir Baranjuk.„Die Führung der Brigade bewegte sich in Richtung Nordwesten und wurde bei dem Versuch, den Fluss zu überqueren, gefangen genommen“, sagt Oberst Kormjankow.Dies sind Aufnahmen von der Schlacht. Russische Truppen entdeckten einen kleinen Konvoi, der aus dem umzingelten Mariupol kam, um durchzubrechen. Ein Panzerwagen wurde getroffen. Wie sich später herausstellte, versuchte das gesamte Brigadekommando unter der Leitung von Baranjuk, aus dem Kessel zu entkommen. Hier ist sogar seine persönliche Maschinenpistole zu sehen. Aber der Oberst wurde nicht getötet.Konstantin Kabanow, der Kommunikationsoffizier des Kommandanten, ist einer der Überlebenden. „Es gab den Befehl des Kommandanten, das Auto zu verlassen und zu Fuß weitergehen. Wir sind 2 bis 3 Tage lang durch Felder und Wälder gelaufen, dann wurden wir gefangen genommen“, erzählt Kabanow.Die Marineinfanteristen der 36. ukrainischen Brigade, die Mariupol von Norden her verteidigt hat, begannen Mitte April zu kapitulieren. Sie sagten sofort, dass ihre Befehlshaber sie in den letzten Tagen de facto im Stich gelassen haben. Baranjuk selbst rechtfertigt sich nun: die Generäle und die politische Führung der Ukraine hätten auch ihn getäuscht. Jeder in Kiew wusste um die Probleme mit Munition und Lebensmitteln, aber die Versuche, Hilfsgüter zu liefern, wurden sofort nach den ersten abgeschossenen Hubschraubern eingestellt.„Ich habe mit dem Oberbefehlshaber gesprochen, der Präsident wurde über unsere Situation informiert, das heißt, alle waren über die Situation informiert. Ich habe mit Arestowytsch gesprochen und er hat mir Hilfe versprochen: Haltet durch, es kommt Hilfe und so weiter“, sagte Baranjuk. Selensky selbst entschied offenbar, dass die beste Hilfe für die Marinesoldaten ein Orden für ihren Kommandeur wäre: „Auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Streitkräfte der Ukraine wurde beschlossen, Oberst Wladimir Anatoljewytsch Baranjuk, Kommandeur der 36. separaten Brigade der Marineinfanterie, den Titel Held der Ukraine zu verleihen“, verkündete Selensky theatralisch.Aber ein goldener Stern für den Oberst konnte nicht alles ersetzen, was für Tausende umzingelte Menschen notwendig war. In dieser schwierigen Situation zeigte sich das ganze Wesen der Nationalisten der Einheit „Asow“. Diese de facto separate und kaum von der Armee kontrollierte Einheit hat die Marineinfanteristen in Mariupol einfach verraten.„Die Einheit, die einen bestimmten Sektor besetzt hat, ich meine Asow, hat sich zurückgezogen und meinen Rücken freigelegt. Ich war gezwungen, die Reserven umzuschichten“, sagte Baranjuk.„Sie, ich meine Asow, zogen sich einfach aus den Gebieten zurück, in denen sie ihren Auftrag ausgeführt hatten, und wir mussten diese Gebiete besetzen, um nicht überrannt zu werden“, erklärte Dmitri Kormjankow.„Haben Sie sich darüber beschwert?“„Wie soll ich das sagen. Das ist eine andere Behörde, da bringen Beschwerden nichts. Wir können das nur unserem direkten Vorgesetzten melden.“Und das ist kein Einzelfall. Den ukrainischen Streitkräften mangelt es seit langem an Vertrauen in die Nationalisten und fast jeder aus Mariupol hat seine eigene Geschichte darüber, wie leicht Asow einen im Kampf einfach hängen lassen kann.„Unsere Panzer sind ihnen zu Hilfe gekommen, denn der Kampf hatte begonnen, sie verschwanden und wir waren die Einzigen, die übrig blieben“, sagte Konstantin Kabanow.Als Reaktion auf solche Anschuldigungen haben die Nationalisten, die im Keller von Asowstal sitzen, die gefangenen Marinesoldaten bereits als „Feiglinge“ bezeichnet: „Aus Mariupol konnte man nur wie ein Feigling fliehen, der nur an sich selbst denkt und die Pflicht vergisst. So erging es dem Kommandeur der Marineinfanterie der 36. Brigade“, betonte Ilja Samoilenko, ein Nachrichtenoffizier.Und man kann nicht behaupten, dass die Kommandeure der ukrainischen Armee nicht wussten, mit wem sie Schulter an Schulter kämpften. Sie brauchten nichts über den Nationalismus als Grundlage der Ideologie von Asow zu erfahren. Alles war gut sichtbar. (Anm. d. Übers.: Gezeigt werden gefangene Asow-Kämpfer, die ihre Tattoos zeigen: Hakenkreuze in verschiedensten Ausführungen und andere Nazi-Symbole)„Wir haben die Tätowierungen gesehen: Totenköpfe, SS-Zeichen, Blitze und all solchen Scheiß. Alle möglichen seltsamen Symbole, die ich nicht verstehe“, erinnert sich Kormjankov.Wieder wird bestätigt, dass die Bataillone von Ausländern ausgebildet und wesentlich besser ausgerüstet werden, als die Armee. „Wenn wir konkret das Bataillon Asow nehmen, dann habe ich eine Schulung gesehen, die ein Militärarzt durchgeführt hat. Das war irgendein Ausländer, ich glaube, ein Amerikaner. Er hatte einen Rucksack zur medizinischen Behandlung. Solche Rucksäcke hatte damals in der ukrainischen Armee noch niemand gesehen. Mit dem Rucksack konnte man mindestens zwei Abteilungen medizinisch versorgen. Das hat mich interessiert, weil ich sowas vorher noch nie gesehen hatte“, erzählt Baranjuk.Bis 2014 diente Baranjuk im damals ukrainischen Feodosia auf der Krim. In den folgenden zwei Jahren kämpfte er in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk und stieg innerhalb weniger Jahre vom Major zum Oberst auf. Der Staatsstreich auf dem Maidan, die Machtübernahme durch die Nationalisten, die Schließung russischsprachiger Schulen – all diese einschneidenden Ereignisse haben den Offizier nicht nachdenklich gemacht. Einige seiner Illusionen wurden durch die Militäroperation zunichte gemacht.„Mein gesamter Dienst seit dem Jahr 2000 ist von dem Streben in die NATO entwertet worden, aber so wie die NATO im Jahr 2000 weit weg war, so ist sie auch jetzt genauso weit weg. Ich bin dafür, dass die Ukraine ein bündnisfreier Staat ist. Ein Krieg bis zum letzten Ukrainer ist sicherlich nicht erstrebenswert“, meint Baranjuk.Die Zukunft des gesamten Landes wird weitgehend davon abhängen, wie schnell andere Kommandeure der ukrainischen Armee das begreifen.Ende der Übersetzung


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