Erdingers Absacker: Nicht gewählt habende Wählende

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Schlagzeile im Leib-& Magenblatt der „Elitierenden“ – Screenshot Facebook

Ein solcher Unsinn steht heutzutage in einer Wochenzeitung, die einst als Leib- & Magenblatt der intellektuellen Elite in Deutschland galt. Wenn schon, dann wären es „Nichtwählende“ gewesen. Oder „Nicht gewählt Habende“. Vielleicht auch „Nicht wählen gewollt Habende“ oder „Wahlverweigernde“. Die „Wählenden“ gingen zur Wahl. Darüber hinaus ist nicht sicher, wo sich „viele Nichtwählende“ aufgehalten haben, während „diesmal“ stattfand. Wann hat „diesmal“ denn stattgefunden – und worum ging es bei „diesmal“? – Traurig aber wahr: Viele „Deppende“ halten die „Schlagzeilenden“ bei der „Zeit“ auch heute noch für „Klügelnde“, obwohl sie längst zu „Schlaumeiernden“ geworden sind. In einem Land, wo solche „Buchstabenstrullernden“ sich für die „Tonangebenden“ haltend sein dürfen, sollte es für die „einzig wahren Opponierenden“ eigentlich ein leichtes Spiel sein, unter den „Wählenden“ welche für sich zu gewinnen, die bei der AfD ihr Kreuzchen Machende wären. Es sei denn, sie wären gar nicht „die einzig wahren Opponierenden“ und die „Nichtwählenden“ wären einen solchen Übelstand „Erkennende“ gewesen. Womit der Absackende wieder der Thematisierende wäre. +++

+++ Als „moderater Vernünftiger“, stets auf sozialverträgliches Formulieren und den ordentlichen Sitz der Krawatte bedachter, hübsch frisierter Oppositioneller in der AFD den Wiedereinzug in den Landtag von Schleswig Holstein vergeigt zu haben, um als nächstes nur äußerst knapp noch in den Landtag von Nordrhein-Westfalen einzuziehen, bedeutet, ein „Totalversagender“ gewesen zu sein. In einem Land, in dem wenigstens bei der „einzig wahren Opposition“ noch garantiert wäre, daß sie Anstand & Bescheidenheit eine Heimstatt bietet, würde man wohl erwarten dürfen, daß der Totalversagende im Angesichte seines Versagens demütig den Kopf einzieht und schamvoll hofft, von seinen klügeren Parteifreunden nicht fürchterlich gerüffelt zu werden. Nicht so bei den sogenannten „Meuthenisten“ in der AfD. Auf deren Konto geht nämlich das Versagen in Schleswig Holstein und in Nordrhein-Westfalen. Was machen die Herrschaften stattdessen? Keck strecken sie ihre Köpfe hervor und schicken sich fröhliche Grußbotschaften in den sozialen Netzwerken, um sich gegenseitig zum Wiedereinzug in den Landtag von NRW zu beglückwünschen. Dem Wähler der „einzig wahren Oppositionspartei“ schwillt allein deswegen schon der Kamm. Aber endgültig platzt ihm der Kragen, wenn er dann auch noch mitbekommt, daß sie ihr eigenes Versagen dem Bundesvorsitzenden Chrupalla, einem Nicht-Meuthenisten in die Schuhe schieben wollen, obwohl die „Meuthenisten“ auch nach dem schmählichen Abgang ihres Namensgebers zu zwei Dritteln den Bundesvorstand stellen. Der Absacker führte eine Umfrage unter fränkischen Experten durch, um herauszufinden, was mit diesen unverschämten Totalversagern in der „einzig wahren Oppositionspartei“ passieren sollte unter Berücksichtigung der Tatsache, daß parallel zu ihrem Versagen auch noch der Anteil der Nichtwähler in NRW auf 45 Prozent gestiegen ist. Ein fränkischer Altbauer unverblümt und gelassen: „Dene Rohrgrebierer ghererd fiers Wohlergebnis z’erschd anne affs Maul – und fier ihre Umpferschändheiden glei a boar hinder die Leffl hind noch. Die Saugribbl maana gwiss, mir senn do im andiaudoridärn Kindergaddn, wo ser si alles erlaum kenna. Die ghererdn nausgschmasst.“ Der Absacker verzichtet aus verständlichen Gründen auf eine Übersetzung ins Hochdeutsche. Ein inexistenter Experte für Definitionen & Sachfragen erklärte, er zerbreche sich noch immer den Kopf darüber, ob die sogenannten „Meuthenisten“ noch Arbeitsverweigerung betreiben, oder ob das schon Sabotage sei. Über die 45 Prozent Nichtwähler könne er angesichts des Wahlergebnisses für die AfD in NRW gar nicht nachdenken, ohne daß ihm dabei speiübel werde. Wenn ihm nicht von vornherein klar wäre, daß er seine Zeit in der einzigen wirklichen Oppositionspartei damit zu vertändeln haben würde, sich gegen die systemaffinen Klappspaten zu wehren, die ihm nichts als Knüppel zwischen die Beine werfen würden, dann würde er sich ernsthaft überlegen, selbst in die AfD einzutreten und jene aufrichtigen, fleißigen Seelen mit aller Kraft zu unterstützen, die dort tatsächlich für eine Alternative für Deutschland arbeiten und nicht nur auf Pöstchen zu ihrer eigenen Versorgung schielen, während sie ohne Sinn & Verstand gegen die innerparteiliche Vernunft marodieren. 45 Prozent Nichtwähler bei einem Ergebnis von 5,5 Prozent für die „einzig wahre Oppositionspartei“ seien jedenfalls so aufschlußreich wie ein Gutachten oder ein Urteilsspruch. Da gebe es überhaupt nichts mehr zu deuteln und zu interpretieren.  +++

„Dumm gelaufen?“ – NRW-AfD von 7,6 runter auf 5,5 Prozent – Screenshot Facebook

+++  Über den in Charkow wohnenden, chilenisch-amerikanischen Autoren, Regisseur und YouTuber Gonzalo Lira, über den bei Wikipedia insofern gelogen wird, als daß dort steht, er leugne das Massaker von Butscha (Richtig: Er bezweifelt, daß es sich mit 100 prozentiger Sicherheit um russische Täter handelt), musste man sich vor Monatsfrist große Sorgen machen. Der Regierungskritiker war am 15. April vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU festgenommen worden und blieb eine ganze Woche lang wie vom Erdboden verschluckt. Niemand wußte, was ihm geschehen war, und viele befürchteten das Schlimmste. Am 22. April tauchte er jedoch wieder auf. Daß ihm körperlich nichts angetan wurde, ist wohl auf den frühzeitigen Alarm zurückzuführen, der nach Liras Verschwinden bei der chilenischen Botschaft eingegangen war. In der YouTube-Talkshow „The Duran“ erklärte Gonzalo Lira nach seinem Auftauchen, daß er dort, wo die „westlichen Werte“ und die „Freiheit von ganz Europa“ verteidigt werden, mit einem Kommentarverbot belegt worden sei, sowie –  „dass er Charkiw nicht verlassen dürfe, dass ihm sein Laptop und seine Telefone weggenommen worden seien und dass der SBU ihm seine E-Mail-Konten, seinen Blog und seine Konten auf sozialen Medien entwendet habe.“ – Erstaunlicherweise erschien am heutigen Tage dennoch ein Video von Lira, in welchem er seine Interpretation des Kriegsgeschehens in der Ukraine vorträgt und prognostiziert, daß die USA wohl bald keine Lust mehr haben dürften, sich dort eine blutige Nase zu holen. Er habe in den Mainstream-Medien der USA beobachtet, daß die sich zunehmend auf China „einschießen“ und erklärt das damit, daß sich die USA als traditionelle Seemacht größere Siegchancen in einem Krieg mit jemandem ausrechnen, der wirtschaftlich selbst an der Seefahrt hängt. China exportiere über die Hälfte der dort produzierten Güter auf dem Seeweg. In der Ukraine seien die amerikanischen Militär- & Wirtschaftsstrategen zu der Einsicht gezwungen worden, daß sie gegen eine traditionelle Landmacht wie Russland nichts zu gewinnen haben. Einen Krieg bräuchten die USA aber ganz unbedingt, da sie einen solchen als wirksamstes Mittel zur Behebung ihrer eigenen Wirtschaftsprobleme betrachteten. Ein inexistenter Experte für Wahrscheinlichkeitsberechnungen aller Art erklärte, Liras Argumentationskette sei durchaus nachzuvollziehen. Das Lira-Video gebe es hier zu sehen. +++

Quelle

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