Frankreich: Bürgerkriegsähnliche Zustände und ein ratloser Minister

Polizeigewalt

In Frankreich ist es nach einem Fußballspiel zu sehr schweren Ausschreitungen gekommen, die von Polizeigewalt und von einem ziemlich ratlosen Innenminister begleitet wurden. von 6. Juni 2022 02:30 Uhr In seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick hat das russische Fernsehen über Ausschreitungen in Frankreich berichtet, von dem ich bis dahin nichts gehört habe. Ob deutsche Medien darüber berichtet haben, kann ich nicht sagen, ich jedenfalls habe keine Berichte darüber gesehen. Ich habe den russischen Bericht darüber übersetzt und empfehle Ihnen, sich den Bericht – wenn möglich – auch anzuschauen, denn zusammen mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russischkenntnisse verständlich. Sich die Bilder in dem Bericht anzuschauen, ist in meinen Augen wichtig, damit man sich eine Meinung darüber bilden kann, ob die deutschen Medien darüber hätten intensiver berichten sollen, als sie es getan haben. Beginn der Übersetzung:Straßenkämpfe in Frankreich: Die Brutalität der Polizei und die Wut der FansEiner der ältesten Politiker und ehemalige Ministerpräsident Italiens, Silvio Berlusconi, reagierte am 2. Juni mit einem ausführlichen Artikel auf die rapide Degenerierung Europas. Zunächst kommt Berlusconi zu dem Schluss, dass die Länder des traditionellen Westens keine führende Rolle mehr in der Welt spielen und dass die Demokratie nicht zum universellen Regierungssystem für alle Länder der Welt geworden ist. Der frühere italienische Regierungschef bedauert auch, dass es nicht möglich war, Russland in das westliche Lager zu „hinüberzuziehen“.„Die Krise in der Ukraine hat eine sehr bittere Realität gezeigt. Die Antwort des Westens war einstimmig, aber was verstehen wir unter dem Westen? Die USA, Europa und einige Länder im pazifischen Raum, die traditionell enge Beziehungen zu den USA unterhalten, darunter Australien und Japan. Aber was ist mit den anderen Nationen der Welt? Fast nichts. Die größten Länder der Welt, wie China, Indien und Russland, sowie Dutzende anderer Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika, stehen derzeit nicht auf der Seite des Westens. Ich bedauere einmal mehr, dass einige europäische Staats- und Regierungschefs meine Versuche, Russland in das westliche Lager zu ziehen, boykottiert haben. Hätten wir Erfolg gehabt, sähe die Situation in Europa heute ganz anders aus. Aber was uns die Ukraine-Krise gezeigt hat, ist ein beunruhigendes Zeichen für die Gegenwart und vor allem für die Zukunft. Russland ist vom Westen isoliert, aber der Westen ist vom Rest der Welt isoliert“, unterstreicht Berlusconi.Es herrscht Unruhe in den Köpfen der europäischen Eliten, Hilflosigkeit und allgemeine Verwirrung sind allgegenwärtig. Frankreich ist so weit gekommen, dass es das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Liverpool nicht mehr würdig organisieren konnte. Am 28. Mai endete das Spiel mit Krawallen, Pogromen und schweren Zusammenstößen zwischen Fußballfans und der Polizei. Ursprünglich hätte das Spiel im russischen St. Petersburg stattfinden sollen, wo alles normal gelaufen wäre, das haben wir mehr als einmal bewiesen. Aber jetzt war es eine Schande.Aus Frankreich berichtet unsere Korrespondentin.Der Ruf Frankreichs hat im Vorfeld der für 2024 geplanten Olympischen Sommerspiele stark gelitten. Das Champions-League-Finale war in jeder Hinsicht ein Reinfall. Man war nicht in der Lage, die Veranstaltung ordnungsgemäß zu organisieren, die Sicherheit konnte nicht gewährleistet werden und nach dem Spiel hat man die ganze Welt lauthals belogen. Der Sportminister und der Innenminister wurden sogar vor den Senat zitiert und die Sportwelt fragte sich, ob sie Frankreich in Zukunft Großveranstaltungen anvertrauen kann.Ursprünglich sollten Real Madrid und Liverpool in St. Petersburg aufeinandertreffen, doch wegen des Militäreinsatzes in der Ukraine musste eine politische Entscheidung getroffen werden, und es heißt, dass das Spiel auf Druck von Macron nach Paris ins Stade de France verlegt wurde.Wie in Paris üblich, wurde die Menge der britischen Fans von der einen Seite von französischen Hooligans angegriffen, von der anderen Seite schaltete sich die Polizei ein und beschloss, die Leute mit Tränengas auseinanderzutreiben. Die übliche Routine, nichts Besonderes.Die Polizei hatte eine klare Linie: minimaler Kontakt, maximale Wirkung. Durch den Zaun oder auch bei einem Gedränge am Drehkreuz, wenn die Leute es allzu eilig hatten, ins Stadion zu kommen, haben Polizisten den Menschen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht.Auch Menschen, die in Straßencafés saßen, wurden in Mitleidenschaft gezogen, als Polizisten sich mit Schlagstöcken einen Weg durch die Tische kämpften, wobei auch Journalisten etwas abbekamen.Die französischen Behörden führen alle Schwierigkeiten auf die große Zahl gefälschter Eintrittskarten zurück, angeblich waren etwa 40.000 Karten gefälscht – bei einem Stadion, das 80 000 Zuschauer fasst -, so dass es zu einem Rückstau kam und die Drehkreuze nicht mehr funktionierten. Tatsächlich stellten sich etwa 1.800 Tickets als Fälschungen heraus. Sogar den Angehörigen der Spieler, die ihre Eintrittskarten über den Liverpooler Verein selbst erhalten hatten, wurde der Zutritt zum Spiel verweigert.„Ein Freund von mir, der seine Karten von mir bekommen hatte, konnte nicht zum Spiel kommen, weil ihm gesagt wurde, das Ticket sei gefälscht. Aber ich kann Ihnen versichern, dass das nicht der Fall ist. Das sind Karten vom Verein und von mir, dem Spieler des Endspiels“, sagte Andrew Robertson, Verteidiger des FC Liverpool.Es schaukelte sich zu einem politisches Gerangel zwischen den beiden Ländern auf. Die Briten wollten ihr Außenministerium aufhetzen, damit sich Außenministerin Liz Truss persönlich bei Präsident Macron beschwert.„Ich werde mich an Liz Truss, die Außenministerin, wenden und sie auffordern, einen formellen Brief an den französischen Präsidenten Macron zu schreiben und auch die UEFA zur Rechenschaft zu ziehen, denn das Vorgehen der Polizei war unbeschreiblich brutal“, sagte Joan Anderson, die Bürgermeisterin von Liverpool.Eine schlechtere PR kann man sich nicht vorstellen. Der Innenminister, der im Stadion anwesend und selbst für die gesamte Operation verantwortlich war, musste sich rechtfertigen. Das gelang nicht allzu gut: „Natürlich war es ein dramatischer Abend, aber dank der Entscheidungen der Polizei gab es keine Toten und keine Schwerverletzten. Und ja, es gab eine Verzögerung, die wir alle live im Fernsehen gesehen haben. Ich möchte sagen, dass alle Probleme ausschließlich von der britischen Tribüne ausgegangen sind.“Doch nach dem Spiel begannen die Probleme des Innenministers mit den französischen Fans. Aufmerksame Internetnutzer sahen in einem Strom verschiedener Videos aus dem Stadion zwei in Frankreich sehr beliebte Blogger, die unter den Drehkreuzen hindurchklettern und nicht von den Sicherheitskräften aufgehalten, sondern im Gegenteil geküsst und fotografiert wurden.Man könnte denken: Was ist schon dabei? Aber nur wenige Tage zuvor hatte der Blogger Ibrahim aus Straßburg, ein Fußballfan und Luxusliebhaber, der zwischen Frankreich und Dubai lebt, in einem Video eine Kalaschnikow – wie er behauptet, in Syrien – abgefeuert. Er behauptet, er sei mit Freunden dorthin gegangen, um zu grillen. Als Beweis zeigen sie eine Textnachricht eines Mobilfunkbetreibers, in der sie auf syrischem Gebiet willkommen geheißen werden.Auf dem Video ist ein weiterer beliebter Blogger, Rayan, der früher sogar mit Kindern in der Schule gearbeitet hat. Er schießt zunächst mit einem Sturmgewehr und dann mit einem Granatwerfer. Die Franzosen waren schockiert darüber, dass er nach dem Abfeuern eines Granatwerfers in der Lage war, ein 80.000 Zuschauer fassendes Stadion zu betreten, ohne von den Sicherheitsdiensten kontrolliert oder beachtet zu werden. Können IS-Anhänger so gefahrlos in den Nahen Osten fahren, herumschießen und dann Massenveranstaltungen besuchen?Linda Kebab von der Polizeigewerkschaft sagt zu der Lage in Frankreich: „In den französischen Vorstädten funktioniert die Wirtschaft leider hauptsächlich auf Basis des Drogenhandels, dem Weiterverkauf von Waffen und gestohlenen Waren. Die Bevölkerung dort ist wirtschaftlich benachteiligt und das schafft eine Schicht von Kriminalität von etwa 10 Prozent. Angesichts großer sozialer Unruhen, bei denen Autos angezündet, wir mit Steinen beworfen und Beamte bedroht werden, zieht sich der Staat zurück, und uns wurde geraten, diese Stadtteile überhaupt nicht zu betreten. Aber wir gehen trotzdem rein. Die politischen Äußerungen sind sehr beunruhigend, weil sie rechtsfreie Räume schaffen, in die die Republik nicht mehr eintritt, andererseits gibt es Polizisten, die nicht aufgeben“Aber für alles reichen die Polizisten nicht aus. Nehmen wir zum Beispiel das Fußballspiel der französischen Meisterschaft, das am Sonntagabend im Geoffroy-Guichard-Stadion stattfand. Nach dem Elfmeterschießen begannen die Fans ein regelrechtes Pogrom auf dem Spielfeld und warteten nicht, bis die Mannschaften in die Umkleidekabinen gegangen waren. Sie zündeten Feuerwerkskörper und verursachten Schlägereien, in deren Folge mehr als drei Dutzend Menschen verletzt wurden, darunter zwei Spieler.Obwohl die Fans die Aktion im Voraus über soziale Medien organisiert hatten, schenkte niemand dieser Information die nötige Aufmerksamkeit. In sozialen Medien wurde gescherzt, dass alle Polizisten offenbar zum Stade de France in Paris geschickt worden waren, wo sie es ein wenig übertrieben haben.„Das ist sehr ernst: sowohl die Geschehnisse als auch die Lügen des Ministers. Frankreich hat in der Tat gezeigt, in was es sich verwandelt – in eine große gesetzlose Zone, die unter dem Druck der anarchischen Migration und der außer Kontrolle geratenen Kriminalität steht“, sagte Marine Le Pen, Vorsitzende der Partei Rassemblement Nationale.Und selbst die Schönheit von Notre Dame de Paris konnte das angeschlagene Image von Paris nicht verbessern. Einer der spanischen Journalisten, der vor dem für die Franzosen unglücklichen Finale live aus vor der Kathedrale berichtete, wollte über das kulturelle Kleinod sprechen, das unter dem Brand gelitten hatte, als plötzlich eine Ratte aus dem Gebüsch sprang. Und die ganze Aufmerksamkeit des Kameramanns, des Studios und des spanischen Publikums war nicht mehr von dieser Ratte abzulenken, die im Pariser Nachtleben so normal und vertraut ist.Ende der Übersetzung


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