Was haben das Zugunglück in Bayern und griechische Tanker miteinander zu tun?

Das russische Fernsehen hat in seinem aktuellen Bericht aus Deutschland auf einige sehr interessante Zusammenhänge hingewiesen, die vielen – auch mir – entgangen sind. von 6. Juni 2022 02:53 Uhr Wie fast jede Woche ist der Korrespondentenbericht des russischen Fernsehens aus Deutschland auch an diesem Sonntag besonders interessant gewesen. In seinem aktuellen Wochenbericht hat der russische Deutschlandkorrespondent auf einige Zusammenhänge hingewiesen, die ich gerne zur Diskussion stelle, bevor wir zur Übersetzung des Beitrages des russischen Fernsehens kommen.Polen und die ukrainischen FlüchtlingeIch habe darüber berichtet, dass Polen die Sozialleistungen für ukrainische Flüchtlinge einstellt und dabei die Frage gestellt, ob diese Flüchtlinge sich nun auf den Weg nach Deutschland machen. Dabei habe ich eine „Kleinigkeit“ übersehen, denn es ist vollkommen offensichtlich, warum Polen zunächst – für seine Verhältnisse – so großzügige Sozialleistungen für ukrainische Flüchtlinge gezahlt hat, und warum diese nun so abrupt eingestellt wurden. Die EU-Kommission will Polen für seinen Ungehorsam bei der Verteilung moslemischer Flüchtlinge und für Polens Weigerung, die LGBT-Politik zu unterstützen, bestrafen. Seit einem Jahr hält die EU-Kommission daher knapp 36 Milliarden Euro an Corona-Hilfen für Polen zurück. Seit der russischen Intervention in der Ukraine und Polens überraschender Gastfreundschaft und Großzügigkeit den ukrainischen Flüchtlingen gegenüber, hat sich alles geändert. Plötzlich sind LGBT & Co. für die EU-Kommission nicht mehr so wichtig. Am 1. Juni hat die EU-Kommission die Gelder freigegeben und man kann über die Polen denken, was man will, aber schnell sind sie: Schon am 5. Juni haben sie mitgeteilt, dass sie die Hilfen für die ukrainischen Flüchtlinge zum 1. Juli einstellen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.Griechische Tanker und das 9-Euro-TicketWas ich zur Diskussion stellen möchte, ist das 9-Euro-Ticket. Das 9-Euro-Ticket wurde Ende März beschlossen und soll eine Entlastung für die hohen Benzinkosten sein, die eine Folge der Russland-Sanktionen sind. Damit sollen Menschen in Deutschland mobil bleiben können, auch wenn sie sich keine Tankfüllung mehr leisten können.Wie Sie gleich in der Übersetzung des russischen Korrespondentenberichts sehen werden, stellt der russische Korrespondent die These in den Raum, dass der Zug, der in diesen Tagen in Bayern verunglückt ist, in der Kurve umgekippt sein könnte, weil er schlicht überfüllt, also überladen war. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber es ist eine interessante These, denn wenn sich das bestätigt, dann wäre das 9-Euro-Ticket lebensgefährlich.Und hier kommen die griechischen Tanker ins Spiel: Wie ich bereits berichtet habe, hat Griechenland einen Tanker mit iranischem Öl gekapert und das Öl den USA übergeben. Daraufhin hat der Iran zwei griechische Tanker im Persischen Golf gestoppt und festgesetzt. Sollte der Iran mit solchen Vergeltungsmaßnahmen fortfahren, wäre der Persische Golf für griechische Tanker de facto geschlossen. Griechenland hat aber die größte Tankerflotte der Welt. Was würde es für die europäische Ölversorgung bedeuten, wenn griechische Tanker kein Öl mehr aus den arabischen Ländern holen können? Wie sehr würden die Benzinpreise dann steigen und wie voll würden die Züge in Deutschland dann erst werden?Nach dieser Vorrede kommen wir zu der Übersetzung des Berichtes des russischen Korrespondenten aus Deutschland, der am Sonntag im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens ausgestrahlt wurde. Beginn der Übersetzung:Um Kindern ukrainischer Flüchtlinge das Kennenlernen des fremden Landes zu erleichtern, hat der Bund der Deutschen Katholiken am 1. Juni die Website mein-freund-mykola.de gestartet. Mykola, das Wildschwein als virtueller Reiseführer, hat in sozialen Medien für viel Lärm und Gelächter gesorgt, aber die Idee ist gut gemeint: Informationen über Deutschland aus erster Hand zu geben und die Grundlagen der Sprache zu vermitteln. Allerdings kann man nicht sagen, dass die Integration ein einseitiger Prozess ist: Die gegenseitige Durchdringung der Kulturen ist in vollem Gange.So sieht tierischer Hass aus: diese verwüstete, mit Fäkalien verschmutzte Wohnung ist ein „Dankeschön“ an dieses Haus. Und das ist ein „Dankeschön“ an dieses bulgarische Hotel, „Heil Ukraine“ wurde auch hier mit Exkrementen an die Wand geschrieben. Zu Beginn der Ferienzeit wurden die ukrainischen Flüchtlinge aufgefordert, den Ort zu verlassen und in eine einfachere Unterkunft zu ziehen. Und so sieht sie aus, diese einfachere Unterkunft: Die ukrainischen Passagiere des Busses geraten in Panik, als der Buskonvoi in ein Lager einfährt, das stark an ein Konzentrationslager erinnert. So ist es auch, sie sind angekommen.Hohe Zäune mit Stacheldraht umgeben das Lager. Drinnen stehen Reihen von Eisenkästen, jeder ist acht Quadratmeter groß, hat eine Tür und ein Fenster. Keine Spur von einer Klimaanlage, nicht einmal eine Lüftung. Überall ist Asphalt. Im bulgarischen Sommer wird sich so ein Kasten in einen Backofen verwandeln. Aber offenbar hat Bulgarien nicht das Geld, um komfortablere Bedingungen zu schaffen. Das Geld ist bei allen knapp geworden.Die deutschen Migrationsbehörden haben den Flüchtlingen mitgeteilt, dass sie nun ihre Wertsachen anmelden und beim Arbeitsamt vorstellig werden müssen – es wird Zeit, einen Job zu suchen. Die Liste der offenen Stellen ist nicht sehr vielfältig. Einige haben das Glück, eine Stelle als Lehrer zu bekommen, aber meistens sind es Stellen, für die keine Qualifikationen erforderlich sind.Ukrainischen Flüchtlinge in Polen beispielsweise lachen bereits jetzt über ihre eigene Situation, aber ab dem 1. Juli wird es noch schlimmer, denn die Regierung hat angekündigt, das Programm für Wohnungs- und Lebensmittelbeihilfen zu beenden. Von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, wusste das vielleicht nicht, als sie diese Woche die polnische Gastfreundschaft lobte: „An dieser Stelle möchte ich den polnischen Bürgern von ganzem Herzen für ihre enorme Großzügigkeit danken. Die Geschichte wird ihre Großzügigkeit nicht vergessen. Sie haben mehr als dreieinhalb Millionen Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen. Sie haben Ihre Häuser und Ihre Herzen geöffnet.“Man sollte die polnische Gastfreundschaft ist nicht mit Wohltätigkeit verwechseln, sie hat ihren Grund. Für die Flüchtlinge hat Warschau von Brüssel etwa 35 Milliarden bekommen, Geld, das ihm für den Wiederaufbau nach der Pandemie geschuldet wurde. Die Gelder wurden aufgrund von Menschenrechtsverletzungen, der Unterdrückung der LGBT-Gemeinschaft und anderer Willkür in Polen eingefroren, so dass die Flüchtlinge sehr gelegen kamen, vor allem, weil man sie nun nicht mehr unterstützen muss.Nach wochenlangen Verhandlungen hat sich die Europäische Union am Dienstag auf einem Gipfel auf ein sechstes Paket anti-russischer Sanktionen geeinigt. „Das ist eine beeindruckende Leistung der Europäischen Union. Ich denke, das ist ein sehr starkes Signal, denn in den letzten Tagen wurde viel über den Verlust der Einigkeit in der EU spekuliert“, sagte Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates.Mehrere russische Banken, darunter die Sberbank, sind von SWIFT abgeschnitten, Rossiya 1, Rossiya 24 und TV-Zentra dürfen nicht mehr senden, aber als großer Erfolg wird das Embargo für die Lieferung von Öl und Ölprodukten dargestellt. Ein vollständiges Embargo wurde noch nicht erreicht. Die Druschba-Pipeline, die Ungarn und die Slowakei versorgt, wurde von den Sanktionen ausgenommen, und gleichzeitig werden auch die Lieferungen per Tanker nicht sofort, sondern erst in sechs Monaten eingestellt – man hat sich Zeit gelassen, um sich das „anzuschauen“.Dies zum Beispiel sind mögliche Folgen. Am Freitag entgleiste in Süddeutschland ein Regionalexpress – einige seiner Waggons kippten an einer Böschung und stürzten um. Fünf Menschen starben, 44 wurden verletzt. Mindestens zehn Fahrgäste werden vermisst, ihre Leichen könnten sich unter dem Zug befinden. Und das sind Aufnahmen aus einem anderen Zug, die Waggons sind überfüllt. Viele Experten haben davor gewarnt, dass Programm der billigen 9-Euro-Tickets, das beschlossen wurde, um die Menschen zum Umstieg vom privaten auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen, letzteren überlasten würde. Diese Version als Grund des Unfalls hat so lange Bestand, bis die Staatsanwaltschaft eine andere Erklärung abgibt. Und sollte sich das bestätigen, wird Energieminister Habeck wohl kaum riskieren, diese Aussagen noch einmal zu machen: „Die deutsche Wirtschaft hat einen erheblichen Anteil an den Sanktionen gegen Russland übernommen. Die deutsche Gesellschaft, der wir nur „Danke“ sagen können, auch. Wir sprechen hier von einer enormen finanziellen Belastung und da kann man nur „Danke“ sagen. Denn wir tun das nicht aus Jux und Tollerei, sondern mit dem Ziel, Putin und seiner Wirtschaft zu schaden.“Der Preis für die Ölsorte Brent stieg im Laufe der Woche auf 124 Dollar pro Barrel. Das kann jedoch nicht allein auf das halbe Ölembargo der EU zurückgeführt werden: Russisches Öl gelangt auf den Weltmarkt, nur werden die wichtigsten Ströme jetzt nach Asien umgeleitet. Indien zum Beispiel kauft ein Vielfaches mehr, raffiniert es, und verkauft Benzin und Diesel nach Europa. Und das in einer Zeit, in der viele europäische Raffinerien von der Schließung bedroht sind. Die hartnäckig hohen Ölpreise werden durch den objektiven Faktor der wachsenden Nachfrage gestützt, die die Produzenten nicht in vollem Umfang befriedigen können, sowie durch höhere Gewalt.Spezialkräfte des Korps der Islamischen Revolutionsgarden haben im Persischen Golf zwei griechische Tanker beschlagnahmt. Aber angefangen hat alles damit, dass Griechenland eilig der Forderung der USA nachkam und einen iranischen Tanker festgesetzt hat. Das ist kein Krieg, aber die Griechen, die etwa ein Viertel aller Tanker der Welt kontrollieren, werden die Möglichkeit verlieren, friedlich durch die Straße von Hormuz, das Öltor der Welt, zu fahren. Wenn man dann noch das selbst auferlegte sechste EU-Sanktionspaket hinzunimmt, erscheinen die heutigen 2,50 Euro für einen Liter Benzin an einer Tankstelle irgendwo in den Niederlanden wie das große Glück.Deutschland hat sich entschlossen, den harten Zeiten bewaffnet zu begegnen und sich an die alten Zeiten zu erinnern. Am Mittwoch kündigte Bundeskanzler Scholz im Bundestag an, dass die deutsche Armee wieder die größte und stärkste in Europa sein wird. Zumindest ist das der Plan: „Wir müssen verstehen, in welchem Moment der Geschichte wir uns gerade befinden. Dieser Moment unterscheidet sich von den Zeiten, in denen in Paris, Warschau, London, Washington oder Prag Angst und Sorge herrschten, dass die deutsche Armee zu stark sei. Jetzt herrscht ein Gefühl der Erleichterung vor, alle sind von diesem Schritt sehr beeindruckt. Deutschland übernimmt endlich – so heißt es – die Verantwortung für die Sicherheit im 21. Jahrhundert.“Bisher waren die USA allein für die Sicherheit Europas verantwortlich, nun wird diese Last auch vom deutschen Steuerzahler getragen, was Paris und Warschau natürlich freut. Für die Erweiterung und Modernisierung der Bundeswehr wird sich der Staat hundert Milliarden Euro leihen, und dann muss dieser Militärapparat auch noch unterhalten werden. Viele Deutsche sind dazu nicht bereit, aber die Regierung ist es – das nötige Puzzle wurde wieder zusammengesetzt.„Was wir brauchen – das mag martialisch klingen – Sie brauchen, um aus Sicht der Bundeswehr zu agieren, ein Feindbild. Das heißt, Sie brauchen ein Bild eines möglichen Feindes, der unsere Freiheit und Demokratie beseitigen will. Und das sehen wir jetzt gerade, und darauf basierend werden wir die Bundeswehr aufbauen“, sagte die deutsche Politikerin Strack-Zimmermann.Als die Deutschen das letzte Mal die stärkste Armee des Kontinents aufstellten, stützten sie sich in hohem Maße auf ihre eigene diktatorische Ordnung und die Ressourcen der Sowjetunion: Kohle, Öl und Metalle, die zu Panzern, Flugzeugen und Schiffen verarbeitet wurden. Aber jetzt ist eindeutig kein guter Zeitpunkt. In der gegenwärtigen Situation kann der Aufbau des Militärs wahrscheinlich nur so lange erfolgreich sein, bis die Bevölkerung ihre jährlichen Gas- und Stromrechnungen erhält.Das wichtigste Ergebnis der Woche war, dass es Europa gelungen ist, sich auf ein sechstes Paket anti-russischer Sanktionen zu einigen, auch wenn viele bezweifeln, dass dieses Unterfangen in der richtigen Weise funktioniert. Die Demokratie hat aber eine Besonderheit: Jede Entscheidung, so prinzipiell sie zum Zeitpunkt ihrer Verabschiedung auch erscheinen mag, kann zu einem späteren Zeitpunkt überdacht oder gänzlich rückgängig gemacht werden.Ende der ÜbersetzungErgänzung: Aufgrund vieler Kommentare weise ich noch einmal darauf hin, dass die These, der Zug könnte wegen Überfüllung umgekippt sein, nicht meine These ist. Ich übersetze russische (und andere ausländische) Presseberichte, weil ich zeigen möchte, wie in anderen Ländern berichtet wird. Nicht immer ist das, was in diesen Berichten gesagt wird, auch meine Meinung. Außerdem bin ich auf diesen Gebiet kein Experte, kann die Möglichkeit, dass ein hoher, doppelstöckiger Wagon bei Überladung umkippen kann, aber nicht ausschließen. Alles andere ist Sache der Ermittler, ich habe nur einen Fernsehbericht übersetzt.


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