Leserbriefe zu „Wer jetzt noch die Grünen wählt, ist kein Mitläufer, sondern ein Mittäter“

03. Juni 2022 um 14:15

Ein Artikel von: Redaktion

Jens Berger thematisiert in diesem Artikel die Kriegs-Rhetorik grüner Spitzenpolitiker. Bundesaußenministerin Baerbock habe kondoliert, als die ehemalige US-Außenministerin Madeline Albright vor einigen Wochen verstarb. Diese habe 1997 geäußert, dass der gewaltsame Regime Change im Irak den Preis von zwischen 576.000 und 1,5 Millionen Todesopfern wert gewesen sei. Kürzlich habe Robert Habeck die Sanktionen verteidigt, „selbst wenn dies eine Hungerkrise und einen Verlust von 100.000 Menschenleben bedeuten würde“. Kritik und Widerstand an den Sanktionen bezeichnete Annalena Baerbock als „Kriegsmüdigkeit“. Gefragt wird daher, ob sie „also der Meinung (sei), Deutschland stünde im Krieg mit Russland“. Und „selbst ehemals dem „linken Flügel“ (welch’ schöner Anachronismus) angehörende Grüne wie Toni Hofreiter haben sich in den letzten Monaten zu lupenreinen Falken gemausert“. Ehemalige Bundeswehrgeneräle müssten den Kriegsdienstverweigerer maßregeln. Das abschließende Urteil: „Wer grün wählt, wählt Krieg und ist kein Mitläufer, sondern ein Mittäter.“ Wir danken für die zahlreichen und interessanten Leserbriefe. Hier nun eine Auswahl.

Zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Lieber Jens Berger,
liebes NachDenkSeiten-Team,

Kriegsgeilheit und US-Treue mögen aktuell als die vorherrschenden Gründe gelten für die vom grünen Spitzenpersonal betriebene Politik gegen Russand (und China). Dahinter sehe ich jedoch noch einen weiteren:

Denn warum sind Annalena Baerbock und Robert Habeck bei den Wähler*innen so beliebt? Sie verkörpern auf eine krasse Weise die neue Zeit. Und diese neue Zeit ist davon geprägt, dass hier zwei junge Politker*innen das sich ihnen bietende Fenster der Gelegenheit auf brutalstmögliche Weise nutzen: Sie instrumentalisieren den Krieg in der Ukraine für die Durchsetzung der Energiewende in Deutschland und Europa, für die Verkürzung der Übergangszeit hin zur ausschließlichen Nutzung der erneuerbaren Energien.

Alt-Kanzler Schröder kann da nur noch ganz alt aussehen, der sein Lebenswerk, diese Übergangszeit mit möglichst billigem Gas aus Russland zu Deutschlands und seiner Wirtschaft Gunsten erfolgreich zu überstehen, in Frage gestellt sieht, der – mehr noch – im Lichte des Krieges in der Ukraine und seiner Männerfreundschaft zu Putin moralisch und politisch für bankrott und zum alten Eisen erklärt wird (als Polit-Fossil, weil letzter Vertreter der Karbonzeit). Dass er bei seinem Engagement immer nur deutsche Interessen im Blick gehabt hat, wie er sagt, trifft zu, gerät ihm unter den neuen Umständen allerdings zur Tragik.

Die beiden neuen Shootingstars der deutschen Polit-Szene spielen dabei ein riskantes Spiel, nehmen sie doch den Absturz der deutschen Wirtschaft in Kauf, der aus der Diversifizierung der deutschen Energieversorgung und der Verteuerung ihrer Beschaffung resultiert, Inflation eingeschlossen. Dazu kommt: Je länger jedoch inflationäre Verhältnisse herrschen, um so mehr besteht die Aussicht auf eine veritable Rechtsentwicklung, weil sich die Menschen rechten Heilslehren zuwenden und ihren Protagonisten, sichtbar in etlichen Ländern des „Westens“. 
Ihre Zockerei auf die Zukunft weist die grünen Minister*innen als gestandene Hasardeure aus.

Mit besten Grüßen
Dietrich Brauer

Quelle

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