Nachdem die Stadt Moskau die Adresse der US-Botschaft in Russland bereits in „Platz der Volksrepublik Donezk 1“ geändert hat, folgte nun die britische Botschaft. Der Spiegel hat bei der Gelegenheit mal wieder offen gelogen.

Ich habe schon darüber berichtet, dass die Stadt Moskau die Adresse der US-Botschaft in Russland geändert hat. Seit dem 22. Juni 2022 lautet die offizielle Adresse der US-Botschaft nun „Platz der Volksrepublik Donezk 1“ Das ging ganz demokratisch vor sich, denn die Stadt Moskau hat ein Portal für Volksabstimmungen, auf dem Fragen der Stadt-Politik zur Abstimmung gestellt werden, die interessanten Details dieser amüsanten Episode finden Sie hier. Nun hat die Stadt Moskau auch über die Umbenennung eines Platzes vor der britischen Botschaft in Moskau abstimmen lassen. Ich übersetze zunächst die Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS darüber und danach schauen wir uns noch an, wie der Spiegel dazu gelogen hat. Beginn der Übersetzung:

Der Botschafter der LNR sagt, die Moskauer hätten den Beitrag Großbritanniens zur Entfesselung des Konflikts im Donbass gewürdigt

Die Moskauer Behörden haben erklärt, die Moskauer hätten beschlossen, das Gebiet entlang des Smolenskaja-Ufers zwischen der Prototschny-Gasse und der Ausfahrt zur Nowy-Arbat-Straße nach der Volksrepublik Lugansk (LNR) zu benennen.Die Einwohner Moskaus haben den Beitrag Großbritanniens zur Entfesselung des Konflikts im Donbass gewürdigt, indem sie dafür gestimmt haben, das Gebiet bei der britischen Botschaft in „Platz der Volksrepublik Lugansk“ umzubenennen. Diese Einschätzung teilte der Botschafter der LNR in der Russischen Föderation, Rodion Miroschnik, am Montag der TASS mit.„Ich bin sehr glücklich! Wenn man [in der Residenz des britischen Premierministers] in Downing Street 10 in London Briefe an ihre Botschaft in Moskau unterschreibt und sie an die Adresse „Platz der Volksrepublik Lugansk 1″ sendet, <…> werden sie sich ständig für das verantwortlich fühlen, was im Donbass geschehen ist! Ich denke, dass die Moskauer mit diesem Schritt den Beitrag der britischen Regierung zur Entfesselung des Konflikts im Donbass korrekt gewürdigt haben!“, sagte er.Zuvor hatten die Moskauer Behörden berichtet, dass die Bürger beschlossen hätten, das Gebiet entlang des Smolenskaja-Ufers zwischen der Prototschny-Gasse und der Einmündung in die Nowy-Arbat-Straße nach der LNR zu benennen. Insgesamt nahmen 109.603 Personen an der Abstimmung teil, die im Rahmen des Projekts „Aktive Bürger“ stattfand. Die von der Mehrheit gewählte Option erhielt 56,85 % der Stimmen.Ende der Übersetzung

Wie der Spiegel auch dabei lügt

Der Spiegel hat darüber unter der Überschrift „Russische Propaganda – Platz vor britischer Botschaft in Moskau wird der »Volksrepublik Luhansk« gewidmet“ berichtet und die Einleitung des Spiegel-Artikels lautete wie folgt:

„Die Adresse der US-Botschaft änderte Moskau bereits zu Propagandazwecken, nun soll ein Platz vor der britischen Vertretung umbenannt werden. Bei der Abstimmung über den Namen gab es offenbar Unregelmäßigkeiten.“

Bei der Abstimmung gab es laut Spiegel also „Unregelmäßigkeiten“. Damit suggeriert der Spiegel mal wieder, dass Wahlen in Russland gefälscht werden, und vor allem suggeriert er, dass die Moskauer die Idee der Umbenennung doch nicht so gut fanden. Schauen wir uns diese angeblichen „Unregelmäßigkeiten“ einmal an.Dazu schreibt der Spiegel zunächst:

„Moskau hatte bereits im Juni die Umbenennung eines Platzes vor der US-amerikanischen Botschaft zu Ehren der »Donezker Volksrepublik« verkündet. Auch damals gab es eine Onlineumfrage. Kremlkritische russische Medien berichteten allerdings, dass Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes teils zur Abstimmung gedrängt worden sein sollen.“

Das ist wenig glaubwürdig, klingt für den Spiegel-Leser aber glaubwürdig. Der Spiegel nennt diese „kremlkritischen russischen Medien“ allerdings nicht, weil es sich dabei keineswegs um russische Medien handelt, sondern um ausländische Medien, die vom Westen oder Leuten, wie laut Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte rechtmäßig verurteilten Betrüger Chodorkowski finanziert und kontrolliert werden. Russisch ist an diesen Medien nichts, außer dass sie Artikel auf Russisch schreiben. Da die russische Bevölkerung das russische Vorgehen in der Ukraine zu über 80 Prozent unterstützt, bräuchte Russland hier keine Wahlen zu fälschen, selbst wenn das in Russland üblich wäre.Dann schreibt der Spiegel:

„Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, war den Organisatoren in Moskau bei der Umbenennung der Adresse an der US-Botschaft offenbar zunächst ein Fauxpas unterlaufen. Demnach war zunächst der Name »Platz der Verteidiger des Donbass« im Gespräch. Die US-Botschaft hatte dies als einen Tribut an die ukrainischen Kämpfer in der Region gewertet und die Änderung begrüßt. Der nun gewählte Name »Platz der Menschen der Republik Donezk« legt dagegen die Absicht Russlands offen, die eroberten Gebiete in das eigene Staatsgebiet zu integrieren.“

Dieser Absatz enthält gleich drei Lügen. Erstens: Bei der Abstimmung über die Umbenennung des Platzes vor der US-Botschaft ist kein „Fauxpas unterlaufen“ – vielmehr standen folgende Auswahlmöglichkeiten zur Wahl: „Platz der Verteidiger des Donbass“, „Platz der Volksrepublik Donezk“ „Platz des Helden Russlands Wladimir Schoga“ und man konnte auch dafür stimmen, Experten die Entscheidung über die Wahl des Namens zu überlassen.Zweitens: Dass die US-Botschaft den Namen „Platz der Verteidiger des Donbass“ als „einen Tribut an die ukrainischen Kämpfer in der Region gewertet und die Änderung begrüßt“ haben soll, ist vollkommener Unsinn, denn dass die Russen mit den „Verteidigern des Donbass“ die Soldaten der Donbass-Republiken meinen, ist allgemein bekannt. Lieber Spiegel, zeig uns doch mal die Pressemeldung der US-Botschaft, in der sie das begrüßt haben soll. Ach, das kannst Du nicht? Weil Du das frei erfunden hast und die US-Botschaft das nie mitgeteilt hat.Drittens: Wie der Spiegel darauf kommt, der Platz vor der US-Biotschaft heiße nun „Platz der Menschen der Republik Donezk„, bleibt sein Geheimnis. Der Name des Platzes lautet „Platz der Volksrepublik Donezk“ – warum der Spiegel sogar dabei noch lügen musste, bleibt sein Geheimnis.Der Spiegel beruft sich dabei auf Reuters, aber es macht keinen Unterschied, ob der Spiegel selbst lügt, oder ob er die Lügen von Reuters wider besseres Wissen übernimmt.Warum ich behaupte, dass der Spiegel die Lügen von Reuters wider besseres Wissen übernommen hat? Ganz einfach: Der Spiegel hat am 22 Juni über die Umbenennung des Platzes berichtet und dabei noch die Wahrheit geschrieben:

„Die Stadtverwaltung von Moskau hat die offizielle Adresse der US-Botschaft geändert. Die diplomatische Vertretung befindet sich nun am Platz der Volksrepublik Donezk.“

Ich frage mich wirklich, wie groß die Verzweiflung in der Spiegel-Redaktion sein muss, wenn sie sich schon bei solchen Kleinigkeiten zu plumpen Lügen gezwungen sieht…


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