Wie junge Familien in Russland gefördert werden

Russische Werte

von

20. Juni 2022 12:00 Uhr

Die deutsche Regierung propagiert LGBT und den Gender-Wahnsinn und deutsche Medien raten vom Kinderkriegen ab, weil ein Kind angeblich den CO2-Ausstoß erhöht. Stattdessen setzen Politik und Medien in Deutschland auf massive Einwanderung aus Afrika und Asien, um das demografische Problem zu lösen, wobei die meist moslemischen Einwanderer anschließend oft mehr CO2-produzierende Kinder bekommen, als deutsche Familien haben möchten.

Russland hingegen setzt auf traditionelle Werte, wie die klassische Familie. Dazu hat die russische Regierung in den letzten Jahren die Familienförderung massiv erhöht, was mir gar nicht bewusst war. Darauf hat mich erst meine neue Reinigungshilfe gebracht, die ich mir wegen meines Arbeitspensums notgedrungen zulegen musste. Die Frau arbeitet in einem Bürgeramt in Petersburg und hat mir erzählt, wie massiv Mütter – und damit Kinder – in Russland gefördert werden. Als mich das interessiert hat, hat sie mir eine Zusammenstellung der Förderprogramme ausgedruckt, die anderthalb DIN-A-4-Seiten umfasst. Darüber werde ich nun berichten, wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, dass die Auflistung nicht vollständig ist, es handelt sich nur um die wichtigstenProgramme der russischen Regierung zur Familienförderung.

Infos zum Verständnis

Zum Verständnis muss ich zwei Informationen vorausschicken. Erstens teilen sich die Förderprogramme in Programme des Bundes (Russland ist, wie Deutschland, ein Bundesstaat) und in Förderprogramme der Regionen (in Deutschland wären das die Bundesländer) auf. Jede russische Region fügt den Bundesprogrammen eigene Programme hinzu, ich werde hier über die Gesamtförderung aus beiden Programmen in meiner Wahlheimat St. Petersburg berichten, die Zahlen weichen in anderen Regionen Russland davon ab.

Die zweite Information ist, dass die allermeisten Russen nicht zur Miete wohnen. In den 1990er Jahren konnte jeder Russe die Wohnung, in der er wohnte, für eine kleine Bearbeitungsgebühr privatisieren, daher gibt es in jeder russischen Familie eine oder mehrere schuldenfreie Eigentumswohnungen. Wenn Kinder ausziehen, dann hilft oft die ganze Familie dabei, das Eigenkapital für den Kauf einer Wohnung auf Hypothek zusammenzukratzen. Wohneigentum ist den Russen sehr wichtig, daher leben die allermeisten Russen mietfrei.

Außerdem will ich bei dieser Gelegenheit noch einmal erklären, dass der Lebensstandard in Russland nicht schlechter ist als in Deutschland, obwohl die Gehälter in Russland viel geringer sind. Der Grund ist, dass die Gehälter in Deutschland brutto angegeben werden, in Russland hingegen netto. Und da die meisten Russen keine Mietkosten haben und auch andere Festkosten (Telefon, Internet, ÖPNV, Benzin, Wohnnebenkosten, etc.) in Russland viel niedriger sind als in Deutschland, bleibt dem durchschnittlichen Russen nach Abzug aller Festkosten und Abgaben ungefähr der gleiche Betrag zum Leben, wie dem durchschnittlichen Deutschen.

Ausreißer nach oben und nach unten gibt es in beiden Ländern, ich rede vom durchschnittlichen Einwohner der beiden Länder, wie ich in diversen Artikel über bereits erklärt habe. Beispiele zu den Themen Rente, Preise für Internet und Mobilfunk und Lebensstandard in Russland generell finden Sie in den verlinkten Artikeln.

Familienförderung in Russland

In Russland ist die Förderung von Familien vom Alter des Kindes abhängig, außerdem gibt es zweckgebundene Förderungen. All diesen Förderungen liegen verschiedene Programme zugrunde, ich kann hier nicht alles aufzählen und beschränke mich auf die wichtigsten.

Generell ist der Kinderschutz in Russland ein großes Thema. Wenn man sein Kind in seiner Eigentumswohnung anmeldet, darf diese Wohnung danach zum Beispiel nur verkaufen, wenn man nachweist, dass man sofort eine gleichwertige oder bessere Wohnung kauft. Die Lebensbedingungen eines Kindes dürfen nicht verschlechtert werden, man darf also zum Beispiel keine Dreizimmerwohnung gegen eine Einzimmerwohnung eintauschen.

Wer in russischen Wohngebieten spazieren geht, der stellt fest, dass es an jeder Ecke Kinderspielplätze gibt. Russland ist generell sehr kinderfreundlich. Viele Restaurants und praktisch alle Einkaufszentren haben Spielzimmer, wo Kinder spielen können, während die Eltern einkaufen oder in Ruhe essen. In Einkaufszentren gibt es in dem Spielzimmer auch immer eine Betreuerin, damit die Kinder beaufsichtigt sind. Ich habe neulich sogar auf einem Flughafen ein solches Spielzimmer gesehen. Der Flughafen hat also darauf verzichtet, die Fläche an ein Restaurant oder Geschäft zu vermieten und stattdessen ein Spielzimmer eingerichtet.

In Russland wird viel mehr gebaut als in Deutschland. Daher gibt es in Russland keine Wohnungsnot, man findet problemlos innerhalb von drei Tagen eine Wohnung zur Miete und kann umgehend einziehen. Der Bauboom hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren in russischen Städten ganze Stadtteile neu entstanden sind.

Die Baufirmen, die so einen Stadtteil planen und bauen, haben dabei soziale Auflagen zu beachten. Vor jedem Hochhaus sind Kinderspielplätze und vor allem muss in Laufreichweite ein Kindergarten, eine Schule und ein Krankenhaus gebaut werden. Eltern haben einen Anspruch auf einen kostenlosen Kitaplatz und weil Kitas überall gebaut werden müssen, gibt es auch keinerlei Probleme, Plätze zu bekommen. Lediglich in einigen älteren Stadtteilen gibt es Probleme, aber dort muss der Stadt bei einem Mangel an Plätzen eben einen normalerweise teuren Kitaplatz in einem privaten Kindergarten bezahlen.

Und ja, in russischen Städten wohnen die Menschen meist in Hochhäusern, was in Deutschland unpopulär ist. Aber andere Länder, andere Sitten, Einfamilienhäuser sind in russischen Städten die große Ausnahme. Dafür hat aber jede Familie (meistens die Eltern oder Großeltern) aus Sowjetzeiten noch eine Datscha, also ein Häuschen auf dem Lande, wo die Kinder den Sommer oft bei den Großeltern verbringen, während die Eltern arbeiten.

Mutterkapital

In Russland wurde als eine der ersten Familienförderungen schon vor über zehn Jahren das Mutterkapital eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Einmalzahlung bei der Geburt eines Kindes. Diese Geld bekommt man auf gesondertes Konto ausbezahlt und darf es nur zweckgebunden ausgeben. Es kann nur für die Bedürfnisse des Kindes ausgegeben werden. Man kann es aber auch als Eigenkapital bei einem Immobilienkauf verwenden, bei dem eine junge Familie auch noch staatlich geförderte Hypotheken bekommt. Da Wohnungen in Russland wesentlich billiger sind als in Deutschland, ist das eine echte Hilfe. Selbst in der Millionenstadt St. Petersburg bekommt man eine Zweizimmerwohnung in mittlerer Lage schon für unter 150.000 Euro.

In Petersburg setzt sich das Mutterkapital aus mehreren Komponenten zusammen, die sich auf insgesamt über 23.000 Euro summieren, wobei es beim ersten Kind etwas weniger ist. Bei den Wohnungspreisen in Petersburg ist dieses Summe schon fast das von Banken benötigte Eigenkapital für eine Zweizimmerwohnung. In diesem Artikel gehe ich bei der Umrechnung vom aktuellen Rubelkurs von 60 Rubel für den Euro aus und rechne die Summen zum besseren Verständnis sofort in Euro um.

In Petersburg gibt es außerdem noch ein Programm, das „Landkapital“ genannt wird und etwas über 6.500 Euro beträgt. Das Geld ist zweckgebunden für den Kauf eines Grundstücks oder Häuschens auf dem Land, also einer Datscha. Es reicht zwar nicht für eine Datscha in Stadtnähe, aber es ist – wie bei der Wohnung – eine große Hilfe. Es gehört für viele Russen zur Kultur dazu, das Wochenende auf der Datscha zu verbringen und viele fahren dafür am Freitagabend auch ein paar hundert Kilometer weit aufs Land, wo die Preise sehr niedrig sind und man der eigenen Datscha mit der Summe schon einen großen Schritt näher kommt.

Dass es auch in Russland Mutterschutz vor und nach der Geburt mit (zumindest beschränkter) Lohnfortzahlung gibt, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

„Kindergeld“

Was man in Deutschland Kindergeld nennt, gibt es in Russland in der Form nicht. Dafür gibt es, abhängig vom Alter des Kindes, verschiedene Programme für verschiedene Altersgruppen. Die pauschale Summe, die man für jedes minderjährige Kind bekommt, liegt bei etwa 125 Euro pro Monat.

Dazu kommen in den ersten 18 Lebensmonaten des Kindes noch 75 Euro monatlich. Danach gibt es bis zum 7. Lebensjahr nur 20 Euro pro Monat zusätzlich zu den 125 Euro. Ab dem 7. Lebensjahr, also für Schulkinder, ändert sich die Summe wieder, ab dem 7. Lebensjahr kommen zu dem Grundbetrag etwas über 250 Euro hinzu.

Zu diesen Unterstützungsprogrammen kommen sehr viele andere hinzu, zum Beispiel bekommen junge Eltern, die noch studieren, monatlich nochmal 125 Euro obendrauf. Wenn eine junge Mutter ihr Kind im Alter von 20 bis 24 Jahren bekommt, bekommt sie bei der Geburt des Kindes nochmal knapp 1.000 Euro zusätzlich. Kinderreiche Familien werden besonders gefördert, so gibt es für das dritte Kind beispielsweise etwa 215 Euro monatlich zusätzlich zu den anderen Leistungen, außerdem bekommt eine kinderreiche Mutter (ab drei Kindern) für sich noch einmal zusätzlich knapp 60 Euro monatlich.

Für Soldatenfamilien gibt es noch weitere Unterstützungsprogramme, die über diese Summen hinausgehen. Außerdem muss sich eine Soldatenfamilie nie um ihre Wohnung sorgen, die wird vom Staat gestellt, und wer als Berufssoldat in Rente geht, bekommt zum Rentenbeginn eine Eigentumswohnung geschenkt.

Wenn man behindert ist oder ein behindertes Kind hat, bekommt man weitere Unterstützung. Für ein behindertes Kind gibt es 125 Euro zusätzliche Unterstützung, gleiches gilt, wenn behinderte Eltern ein gesundes Kind großziehen. Wenn beide Eltern und das Kind behindert sind, gibt es noch mal 175 Euro obendrauf und wenn das Kind so schwer behindert ist, dass „besondere Bedürfnisse“ hat, wie es im Gesetz heißt, gibt es für das Kind noch 300 Euro dazu.

Wenn ich von „behindert“ spreche, dann meine ich damit das gleiche, was auch in Deutschland unter Behinderungen verstanden wird. Eine Behinderung bedeutet nicht zwangsläufig, dass man im Rollstuhl sitzt. Wie in Deutschland auch, gibt es viele Menschen, die eine körperliche Behinderung haben, die man ihnen gar nicht anmerkt.

Außerdem gibt es weitere zusätzliche Zahlungen für Kinder, die an schweren Krankheiten leiden, die sich je nach Krankheit unterscheiden. Ich will nur zwei Beispiele nennen. HIV-positive Kinder bekommen zusätzlich 125 Euro monatlich, Kinder mit Zöliakie (eine durch Glutenunverträglichkeit verursachte Autimmunkrankheit) bekommen 215 Euro pro Monat zusätzlich.

Waisenkinder

Russische Kinderheime und Waisenhäuser haben zu Recht keinen guten Ruf, denn sie waren lange extrem unterfinanziert. Das hat sich zwar inzwischen gebessert, aber es ist in Russland bis heute ein Stigma, wenn jemand in einem Kinderheim oder Waisenhaus aufgewachsen ist.

Der russische Staat tut viel, um für diese Kinder Familien zu finden. Daher gibt es diverse monatliche Zahlungen zusätzlich, wenn man ein Kind aus einem Waisenhaus als Pflegekind aufnimmt oder es adoptiert. In dem Fall gibt es auch Einmalzahlungen für die nötigen ersten Anschaffungen für das Kind und solche Familien bekommen einen gesonderten jährlichen Zuschuss für Urlaubsreisen.

Da Wohneigentum für Russen so wichtig ist, bekommen Waisenkinder zu ihrem 18. Geburtstag vom Staat eine Eigentumswohnung als Starthilfe ins Leben überschrieben. Diese Wohnung dürfen sie bis zu ihrem 25. Lebensjahr nicht verkaufen. Natürlich handelt es sich dabei nur um kleine Einzimmerwohnungen in abgelegener Lage und meist sind diese Wohnungen auch renovierungsbedürftig, aber die jungen Erwachsenen haben erst einmal ein Dach über dem Kopf.

Sichtbare Ergebnisse

Wie gesagt war das nur ein Überblick über die Förderungen von Kindern und Familien in Russland, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die meisten dieser Programme gibt es erst seit wenigen Jahren, weshalb ich davon auch nichts wusste. Aber es erklärt, warum sich das Aussehen von jungen Müttern in den letzten Jahren sehr verändert hat. Früher haben Eltern oft die Kleidung ihrer Kinder an Freunde und Verwandte mit kleinen Kinder weitergegeben, wenn die Kinder herausgewachsen waren. Gleiches galt für Kinderwagen und so weiter.

In den letzten Jahren hat sich das geändert. Ohne dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe, ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass junge Mütter auffällig gepflegt und gut gekleidet sind, gleiches gilt für Kinder, und ich habe schon lange keinen alten Kinderwagen mehr gesehen. Auf den Spielplätzen parken nur moderne Modelle. Nun weiß ich, woran das liegt, denn diese Programme erlauben es jungen Eltern, sich weniger finanzielle Sorgen zu machen, wenn sie ein Kind bekommen.

Zuschüsse zu Urlaubsreisen

Übrigens gibt es seit neuestem auch Cashback-Programme von mehreren hundert Euro für Familien, wenn sie im Sommer zu Beispiel einen Badeurlaub am Schwarzen Meer machen oder das Kind in ein Sommerferienlager schicken. Das läuft allerdings nicht unter der Rubrik Familienförderung, sondern das fällt unter Programme des russischen Staates, um den Tourismus zu fördern, denn Russland ist dabei, seine Naturschätze touristisch zu erschließen, wobei großen Wert auf Umweltschutz und ökologischen Tourismus gelegt wird. Damit sich diese Investitionen in die neuen Reiseziele lohnen, zahlt der Staat den Urlaubern, vor allem jungen Familien, Zuschüsse zu ihrem Jahresurlaub.

Da die Sommerferien in Russland vom 1. Juni bis zum 1. September, also volle drei Monate dauern, erklärt sich, warum in Russland die Datscha und der Sommer bei den Großeltern so eine wichtige Rolle spielt, und warum Ferienlager für Kinder so gefragt sind. Das Angebot an Ferienlagern mit allen möglichen unterschiedlichen Themenschwerpunkten ist schier unbegrenzt. Daher gibt es auch dafür staatliche Zuschüsse.

Ferienlager haben Themenschwerpunkte und es gibt in vielen Ferienlagern täglich ein paar Stunden Unterricht, was sehr hilfreich ist, wenn ein Kind in einem Schulfach Probleme hat. Außerdem gibt es Lager, die auf Sprachkurse spezialisiert sind, es gibt Lager für alle möglichen Sportarten und natürlich, Russland ist ein großes und weites Land, auch Lager in der Natur, bei denen die Kinder die Schätze der Natur kennenlernen und ganz automatisch für den Umweltschutz sensibilisiert werden.


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