Warum Nord Stream 2 im Herbst in Betrieb geht

DEsaster Land: Deutsche Gründlichkeit ist einfach nicht auszurotten, egal um was es geht. Sie versagt selbst bei der Deindustrialisierung und Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen nicht, sobald der transatlantische Herr und Meister auch nur den leisesten Wink dazu gibt. Ob man allerdings auf so viel Idiotie stolz sein sollte, dass steht auf einer ganz anderen Seite der Geschichtsschreibung. Aber der legendäre Blick in die Röhre konkretisiert sich gerade für EU und Deutschland. Zumindest beweist die aktuelle (H)Ampel-Regierung wer ihr tatsächlicher Auftraggeber ist. Soviel kann man heute bereits sagen, der deutsche „Souverän“ ist es nicht.

Dieser Tage bringt der russische Analyst Igor Juschkow einige interessante Argumente, die dafür sprechen, dass Nord Stream 1 im Herbst geschlossen bleibt. Stattdessen sollte Nord Stream 2 ersatzweise in Betrieb gehen (unter größten Schmerzensbekundungen der EU). Allerdings nicht bevor bei steigender Not in Europa der Bedarf an russischem Gas auch faktisch erkannt wird. Hier auf russisch nachzulesen: «Проблема европейцев». Аналитик — о запуске «Северного потока» на полную мощность … [360tv.ru]. Eine gewisse Logik darin ist kaum zu übersehen.

„Da liegen noch vier Turbinen im Hafen herum“

Bislang ist noch völlig unklar, ob und wann die in Kanada festsitzende Gasturbine (für Nord Stream 1) wieder nach Russland geliefert werden kann. Diejenige, über die seit Wochen bereits berichtet wurde. Zwar scheint es eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Kanada zu geben, aber eine Meldung, dass die Turbine auf dem Weg ist, liegt bis heute nicht vor. Stattdessen wird beiläufig erwähnt (von Igor Juschkow), dass weitere vier Siemens-Turbinen von Nord Stream 1 auf ihre Verschiffung nach Kanada warten. Sie sollen dort ebenfalls repariert und gewartet werden.

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Es sieht fast danach aus, dass alle zum Nord Stream 1 Projekt gehörenden Gasturbinen von Siemens hergestellt wurden und demzufolge für die Wartungs- und Reparaturarbeiten allesamt nach Kanada verbracht werden müssen. Letzteres kann eigentlich nur bedeuten, dass Nord Stream 1 nicht in 10 Tagen wieder startklar ist, um Gas nach Europa zu transportieren. Darüber hätte im Zweifel unsere Regierung längst im Bilde sein dürfen. Ein Vollbetrieb der Pipeline ist unter solchen Umständen mehr als fraglich. Lieber möchte man diesen Umstand im August als „Schocknachricht“ medial verwursten. Bei der Gelegenheit lässt sich Putins abermals der Erpressung und Bösartigkeit bezichtigen.

Nord Stream 2 ist etwas anders aufgestellt

Die Gasturbinen-Situation ist bei Nord Stream 2 scheinbar eine ganz andere. Hierbei kommen dem Vernehmen nach ausschließlich „russische Turbinen“ zum Einsatz. Demzufolge ist Russland selbst für die Reparatur und Wartung dieser Aggregate zuständig. Da können wir nur hoffen und beten, dass Russland nicht anfängt sich selbst zu sanktionieren, weil dies international gerade en vogue ist. Aber übelste Scherze beiseite, die heraufziehende, hausgemachte Not zum Winter 2022/23 hin möchte das „Sesam öffne Dich“ für Nord Stream 2 bedeuten, sofern man sich nicht weiterhin mit deutscher Gründlichkeit fürs großflächige „ideologische Verrecken“ in Deutschland und der EU entscheidet.

Die Yamal-Pipeline ist Dank polnischer Intervention tot

Infografik: Diese Pipelines verbinden Russland und Europa | Statista

Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, Druck auf Polen auszuüben. Immerhin hat Polen den Anteil von Gazprom an besagter Gesellschaft eingesackt, die den polnischen Abschnitt der Yamal-Europa-Pipeline betreibt. Russland verhängte daraufhin als Vergeltung Sanktionen gegen den Betreiber. Folglich funktioniert „Yamal-Europe“ nicht. So kann sich Polen derweil für seine harte Haltung gegenüber Russland auf kräftig auf die Brust schlagen. Sein „russisches Gas“ bekommt Polen derzeit, als Dank für dieses Heldentum, priorisiert aus Deutschland geliefert. Polen hat seine Speicher dank dessen gut gefüllt, während unsere gerade in Richtung Polen leerlaufen. Es ist gleichsam das neue Zeichen einer innigen deutsch-polnischen Freundschaft.

Und dann ist da noch die „Ukraine Connection“

Gottlob gibt es jetzt noch die Route über die Ukraine, die sicherstellt, dass sich das Land zuvorderst selbst bedienen kann, um im Kampf gegen Russland nicht frieren zu müssen. Das ist eines der vordringlichsten Anliegen der EU und Deutschlands (im engen Verbund mit unseren amerikanischen Freunden), um der Ukraine einen gewissen Einfluss auf die hiesige Politik zu garantieren. Ob im Ernstfall über die „Ukraine-Connection“ noch Gas in Europa ankommt ist fast schon sekundär, Hauptsache es knallt durchgängig in der Ukraine.

Nichts wäre aus US-Sicht zur Zeit katastrophaler als ein „plötzlicher Friedensausbruch“ in der Ukraine. Es würde fast sämtlich amerikanischen Ziele zur Zersetzung Russlands und Europas im Nu zunichte machen. Bedauerlich an dieser Geschichte ist nur, dass sich die Amis niemals bei den unzähligen Opfern dieses „Freiheitskampfes“ bedanken, die bereit sind für die Vormachtstellung der USA in der Welt ganz selbstlos zu verrecken. Auch gebührte Russland ein großer Dank seitens der USA, dass es sich bereiterklärt den Krieg auf kleinerer Flamme über den Winter köcheln zu wollen. Das gibt der internationalen Katastrophe erst die richtige Würze.

Weitere Einsichten des feindlichen Analysten Igor Juschkow

Igor Juschkow ist der Meinung, dass Russland immer eine Alternative hat. So hat Russland mehrfach angeboten, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Eine Gaspipeline mit der gleichen Kapazität wie Nord Stream 1, die ungefähr auf der gleichen Route verläuft. Die Pipeline mit russischen Turbinen steht unter Druck und ist jederzeit betriebsbereit, für den unerwarteten Fall, dass Europa doch noch vorzeitig seine Selbstvernichtung abbrechen möchte.

Auch vertritt er die Ansicht, die EU könne zum Beispiel die Ukraine unter Druck setzen. Jeden Tag böte Gazprom ihnen an, mehr als 100 Millionen Kubikmeter pro Tag durch die Ukraine zu pumpen. Das ist allerdings der Ukraine zu viel und so wird zumindest eine Strecke einfach seitens der Ukraine dichtgemacht. Das betrifft aus ideologischen Gründen die Route, die durch die Volksrepublik Luhansk führt. Infolgedessen fließen täglich nur etwa 42 Mio. Kubikmeter durch die Ukraine.

Seiner Meinung nach bestünde eine weitere Möglichkeit darin, Druck auf Polen auszuüben, seine Sanktionen gegen Russland aufzugeben und die Voraussetzungen zu schaffen, dass der polnische Teil der Yamal-Pipeline wieder nutzbar würde. Weiter betont er, dass Russland keine Anstalten unternimmt, Nord Stream 1 von sich aus gezielt in Betrieb zu halten und auf volle Kapazität zu bringen. Solange die Aggregate nicht den Sicherheitserfordernissen entsprechen (Wartung und Reparatur), bestünde die Gefahr einer Explosion. Daran könne ja gar niemand Interesse haben. Letztlich stellt er fest, das Russland durchaus mehr Gas und Öl verkaufen wolle und könne.

Die letzte Ölung …

Nur sind das alles „feindliche Überlegungen“, die zur Zeit so gar nicht in den strategischen Plan der „Allianz für den Frieden in der Ukraine“ passen. Würde Wladimir Putin nur annähernd so denken und handeln wie es die westlichen Strategen zur Zeit vorführen, gäbe es vergleichbar intensive Sanktionen Russlands gegen den Westen. Oder anders gesagt, dann wären Öl und Gas aus Russland binnen Stunden Vergangenheit. Russland musste bereits über die letzten Jahre lernen, dass ausgerechnet der Werte-Westen rein gar nichts von Vertragstreue hält. Da hilft auch die Ausrede von „unabdingbaren Sanktionen“ nichts. Letztlich sind die Sanktionen nichts anderes als „kollektiv vereinbarter Vertragsbruch“. Die Zeichnen sich durch Einseitigkeit aus und machen es juristisch nicht wirklich sauberer. Alles wird bei uns propagandistisch nur etwas anders verwurstet.

Vertragstreue ausschließlich von Russland einzufordern, während man mit Sanktionen die eigene Vertragstreue unterläuft, ist schon harter Tobak. Da hat es selbst die hiesige Propaganda schwer, das bis in ins Detail zu begründen. Jeder aufmerksame Beobachter kann schnell feststellen, dass es dort an der inneren Logik fehlt. Für jene, die sich schwer tun dieses Beispiel zu begreifen, haben wir noch ein einfacheres. Begreifen wir Russland als einen „Kellner im Wirtshaus“. Wenn man dem fortgesetzt beim Bedienen vor das Schienbein tritt und von ihm dennoch erwartet, einen weiterhin sauber und zuverlässig zu bedienen … und der Kellner das auch noch tut, dann hat man in etwa die Situation erfasst, wie sie sich heute mit Russland darstellt.

Warum Nord Stream 2 im Herbst doch in Betrieb geht

Jetzt sollte einleuchten warum Nord Stream 2 zum Herbst oder Winter doch noch in Betrieb geht. Sofern kein Wunder geschieht ist daran kaum vorbeizukommen. Natürlich haben wir als Werte-Westen einmal mehr die total freie Auswahl und unsere Regierung wird mit Sicherheit die richtige für uns alle treffen. Blicken wir auf den ersten und zweiten Weltkrieg zurück, gerne auch auf viele weitere sinnlose Gemetzel der Menschheitsgeschichte? Dann wissen wir, dass das Sterben unausweichlich ist. Da spielt es gar keine Rolle ob das Volk nun will oder nicht, es sind und bleiben politische Entscheidungen, wofür die kleinen Kacker dann über die Klinge zu springen haben.

Sind wir als Menschheit an der Stelle inzwischen etwas weiter oder noch nicht? Im Moment sieht noch alles nach einer Wiederholungsgeschichte aus. Das kann sich im Verlauf des Elends schon noch ändern. Eines aber kann man heute schon sagen. Die Deindustrialisierung Europas, als auch ein mögliches Massensterben, wären eigentlich nicht nötig gewesen, nur um den USA ihre Vorherrschaft auf diesem Planeten zu sichern. Und sollte es in traditioneller Manier weitergehen, wissen zumindest die Ukrainer, die Deutschen und die Europäer, wofür genau sie jetzt ihr Hab und Gut und im Zweifel sogar ihr Leben lassen. Und niemand wird es ihnen danken. Man wird ihnen eher am Sarg nachrufen, es sei ihre Pflicht gewesen. Zum Schluß ein passender Gruß. Die Bergleute sagen „Glück auf“ und die Gas-Exporteure und Verbraucher rufen vermehrt „Gas auf“.

Quelle

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