Atomkraftwerke in Reserve: Habeck liefert …

… nach der Gasumlage die nächste unausgegorene Idee

Es ist ein ganz offenkundig absurder Kompromiss zwischen Energieversorgungssicherheit und grüner Atomkraftphobie. Man könnte auch sagen: eine verquere Schnapsidee. Zwei von drei noch laufenden Atomkraftwerken sollen bis April „in Reserve“ bleiben. Sie sollen über vier Monate nicht etwa Strom liefern, sondern in einem ungewohnten Reservebetrieb gehalten werden, obwohl Europa und Deutschland den Strom dringend brauchen. Erst unmittelbar bevor die Lichter ausgehen, gönnt der Minister seinen Bürgern also Atomstrom. Und das Ganze wird mit Sicherheitsbedenken gerechtfertigt.

Hochfahrbar seien sie in „vielleicht ’ner Woche oder so“; wer so spricht wie Habeck, demonstriert seine komplette Unfähigkeit, der Wahrheit ins Auge zu schauen, die da lautet: Ein Kraftwerk, gleich welcher Bauart, ist kein Wasserkocher, den man schnell mal an- oder abstellt, wenn man grünen Tee für sein Müsli braucht. Moderne Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft sind komplizierter als eine Parteitagsregie. Man muss sie nicht wie Habeck gleich als „Hochrisikotechnologie“ verteufeln, aber verstehen: Abschalten und doch weiterlaufen lassen, wird nicht klappen.

Was die Selbstwidersprüche angeht, kann Habeck mittlerweile seinem Kabinettskollegen Karl Lauterbach Konkurrenz machen. Er behauptet erst: „Wir haben eine hohe Versorgungssicherheit. Wir haben genug Energie in Deutschland.“ Und wenige Momente später: „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen.“

Wie kommt Habeck auf solch eine Schnapsidee? Klar, in Niedersachsen ist am 9. Oktober Landtagswahl, und da wollen die Grünen stehen: aufrecht, gerade, unumstößlich zu ihrer alten Leidensgeschichte vom Atomausstieg. Es wird dann suggeriert, dass Niedersachsen keinen Atomstrom braucht. Der kommt natürlich trotzdem in jede niedersächsische Waschmaschine; er kommt dann halt, wenn er noch kommt, aus dem tschechischen oder vielleicht sogar ukrainischen Kernkraftwerk, oder aus den Niederlanden, Belgien, und vielleicht ist dann das allerneueste Kraftwerk in der Slowakei lieferbereit. 

Apropos Schnapsidee: Das sogenannte Entlastungspaket der Bundesregierung lässt so viele grundlegende Fragen unbeantwortet, dass man den Eindruck gewinnt, Habeck und seine Mitregierenden hätten aus der Schlappe mit der Gasumlage nichts gelernt.

Da ist im Zusammenhang mit der geplanten Strompreisbremse von einem „Basisverbauch“ die Rede. Der ist wohlweislich von den Regierenden nicht beziffert worden. Die Stadtwerke haben, wie ihr Verband nun sagt, aber gar keine Informationen und keine Methoden, um einen solchen Verbrauch ihrer Kunden überhaupt festzustellen. Für die abzuschöpfenden „Zufallsgewinne“ der Versorger gilt dasselbe. 

Eine Übersicht aller veröffentlichten Beiträge bei TE finden Sie hier >>> 

Quelle:TE

Werbunghttps://goldgruengemuese.greenyplus.shop/de

Ein Kommentar zu “Atomkraftwerke in Reserve: Habeck liefert …

Schreibe eine Antwort zu latexdoctor Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: