Was draussen IST, wir wissens aus des Tiers Antlitz allein;

denn schon das frühe Kind wenden wir um und zwingens, dass es rückwärts Gestaltung sehe, nicht das Offne, das im Tiergesicht so tief ist. Frei von Tod……Das freie Tier hat seinen Untergang stets hinter sich und vor sich Gott……WIR haben nie, nicht einen einzigen Tag, den reinen Raum vor uns……Immer ist es Welt und niemals Nirgends ohne Nichts: das Reine, Unüberwachte, das man atmet und unendlich WEISS und nicht begehrt…… ……Und doch ist in dem wachsam warmen Tier Gewicht und Sorge einer großen Schwermut. Denn ihm auch haftet immer an, was uns oft überwältigt, – die Erinnerung, als sei schon einmal das, wonach man drängt, näher gewesen, treuer und sein Anschluss unendlich zärtlich. Hier ist alles Abstand, und dort wars Atem. Nach der ersten Heimat ist ihm die zweite zwitterig und windig.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)

Es gibt nur richtige Schritte. Nur richtige Bemühungen. Das Selbst weiss hundertprozentig, was das Selbst braucht, um zu sich selbst zu finden. In jedem Moment weiss es das hundertprozentig und macht immer den richtigen Schritt zu sich selbst.

(Karl Renz)

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