Treffen im Rahmen der Biowaffenkonvention: USA beantworten keine Fragen

Anfang September hat Russland ein Treffen der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention veranlasst, um die Staaten der Welt über Biowaffenprogramme der USA in der Ukraine zu informieren. Die USA haben dabei keine der gestellten Fragen beantwortet.

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20. September 2022 05:00 Uhr

Ich habe bereits darüber berichtet, dass China nach dem Treffen der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention erklärt hat, dass die USA die russischen Vorwürfe nicht entkräften konnten. Nun hat das russische Verteidigungsministerium weitere Details des Treffens und viele Unterlagen, inklusive der Fragenliste an die USA und die Ukraine, veröffentlicht.

Der Abwehrkampf der westlichen Propaganda

Bevor wir zur russischen Erklärung und den veröffentlichten Unterlagen kommen, muss ich darauf eingehen, dass westliche Medien und Think Tanks eifrig dabei sind, das Treffen zu diskreditieren. Die berüchtigte RAND-Corporation, die im September bereits mehrmals Thema beim Anti-Spiegel war, hat zum Beispiel einen Kommentar veröffentlicht, der alle russischen Vorwürfe als Propaganda abgetan hat. Das ist nicht überraschend, sondern eher belustigend, denn während die Russen in den letzten Monaten massenhaft Daten und Unterlagen veröffentlicht haben (siehe am Ende dieses Artikels), geht RAND darauf gar nicht ein. Die Echtheit der Unterlagen wird von den USA nicht einmal bestritten, sie werden der Öffentlichkeit schlicht verschwiegen.

Auch der Spiegel hat in einem Artikel auf die russischen Vorwürfe berichtet, aber auch der Spiegel hat keine Details genannt, sondern lediglich geschrieben (Links wie im Original):

„Zur Faktizität der immer wieder abgewandelten Anschuldigungen muss hier nichts mehr gesagt werden, das haben diverse Fact-CheckingOrganisationen und –redaktionen längst erledigt.“

Der Spiegel-Leser wird mit vielen wichtig aussehenden Links bombardiert, er erfährt aber gar nicht, worum es in der Sache geht. Er darf sich keine eigene Meinung bilden, der Spiegel verweist stattdessen auf vier von der NATO oder den westlichen Medien bezahlte selbsternannte Faktenchecker, die mit freundlicher finanzieller Unterstützung der US-treuen NATO zu dem Schluss gekommen sind, dass die Russen lügen und die USA die Wahrheit sagen.

Bei den verlinkten Faktencheckern handelt es sich um correctiv, das Institut für Friedensforschung in Hamburg IFSH (das stets ausgesprochen NATO-freundliche Erkenntnisse liefert), den tagesschau-Faktenfinder und den von der EU gegründeten Wahrheitswächter.

Lustig ist auch diese Passage aus dem Spiegel-Artikel:

„Am Tag des Angriffs, am 24. Februar, wird in der in Sankt Petersburg produzierten prorussischen Propagandapostille »Anti-Spiegel« gefragt: »US-Biowaffenlabore in der Ukraine: Was wird Russland finden?« Ein paar Tage später veröffentlicht der Betreiber dann die vor Kriegsbeginn lancierten »Dokumente« – wie so oft mit einem Fragezeichen in der Überschrift: »Hat Kiew einen Biowaffenangriff auf den Donbass vorbereitet?«“

Während der Spiegel die Artikel der vier von der NATO und westlichen Medien bezahlten Faktenchecker verlinkt hat, hat er leider vergessen, auch meine Artikel zu verlinken. Spiegel-Leser sollen offensichtlich nicht lesen, was ich schreibe. Warum eigentlich nicht? Wenn ich doch nur dumme Propaganda betreibe, müssten die intelligenten Spiegel-Leser diese doch mit Leichtigkeit als solche erkennen können, oder nicht?

Wenn ich die Zeit finde, gehe ich auf dieses amüsante Machwerk des Spiegel in den nächsten Tagen noch im Detail ein.

US-Biowaffenprogramme in der Ukraine

Ich erinnere daran, dass die russischen Erklärungen über das US-Biowaffenprogramm keine russische Propaganda sind, sondern dass mir und meinem Informanten, mit dem ich für das Buch „Inside Corona“ recherchiert habe, viele der jetzt von Russland veröffentlichten Informationen schon aus öffentlich zugänglichen Quellen bekannt waren. Das Pentagon hat das meiste jedoch nach Beginn der russischen Veröffentlichungen vom Netz genommen, um die Spuren zu verwischen, wie ich hier aufgezeigt habe. Wenn Sie nicht wissen, worum es in dem Buch geht, lesen diese beiden aufeinander aufbauenden Artikel dazu, zuerst diesen und dann diesen.

Russland hat eine Sondersitzung der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention erwirkt, den Vertragsstaaten seine Erkenntnisse in der vergangenen Woche präsentiert und den USA und der Ukraine 20 Fragen gestellt, von denen sie nicht eine beantworten konnten.

Die USA sind der Staat, der sich seit 20 Jahren der Forderung widersetzt, in die Konvention einen Kontrollmechanismus aufzunehmen, der unabhängige internationale Kontrollen der entsprechenden Biolabore ermöglicht. Viele Länder, darunter Russland und China, fordern diesen sogenannten Verifikationsmechanismus schon lange, aber seine Einführung wird von den USA blockiert.

Gleichzeitig finanziert das Pentagon weltweit hunderte Biolabore, die von niemandem kontrolliert werden können. Die USA begründen die Finanzierung der Biolabore mit angeblicher Unterstützung der Gesundheitssysteme der entsprechenden Länder. Das ist jedoch wenig glaubwürdig, denn dann wäre nicht das Pentagon, sondern das US-Gesundheitsministerium dafür zuständig. Hinzu kommt, dass sich die Lage der Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern oft sogar verschlechtert hat, nachdem das Pentagon dort aktiv geworden ist.

Dass es weltweit Biolabore des Pentagon gibt, ist eine Tatsache, die die USA bestätigt haben. Die USA verhindern internationale Kontrollen ihrer militär-biologischen Aktivitäten und fordern von der Weltgemeinschaft stattdessen, sie solle den USA blind vertrauen.

Die neueste russische Erklärung

Kommen wir nun zur offiziellen Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums, die ich übersetzt habe, die Links und Folien habe ich aus dem Original übernommen. Im Anschluss an die Übersetzung finden Sie die dazu veröffentlichten Dokumente und eine Chronologie der bisherigen Veröffentlichungen.

Beginn der Übersetzung:

Vom 5. bis 9. September fand in Genf eine Sitzung der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention statt, die von der Russischen Föderation initiiert wurde. Anlass waren die Verstöße der USA und der Ukraine gegen Artikel I und IV der Konvention.

Das russische Verteidigungsministerium hat das Material der Erklärungen der Vertreter der USA und der Ukraine, die Arbeitsdokumente der Vertragsstaaten, die gemeinsamen Erklärungen und das Schlussdokument des Treffens analysiert.

Es sei daran erinnert, dass die Russische Föderation im Rahmen der Biowaffenkonvention mehr als 20 Fragen zu den illegalen Aktivitäten von Kiew und Washington gestellt hat. Dies sind einige von ihnen.

Was ist der Grund für die Auswahl der Erreger, die in der Ukraine im Rahmen des Programms zur Verringerung von Bedrohungen untersucht werden, und warum steht die Nomenklatur der untersuchten Erreger nicht im Zusammenhang mit Fragen der öffentlichen Gesundheit, zum Beispiel das Projekt Tap-6 zur Untersuchung des Erregers von Rotz, der nie auf dem Gebiet der Ukraine registriert wurde? (Anm. d. Übers.: Rotz ist eine Krankheit, die Pferde befällt, aber von Experten als einer der vielversprechenden Kandidaten zur Entwicklung einer Biowaffe gegen Menschen bezeichnet wird, da sie bei Übertragung auf den Menschen oft tödlich verläuft und schwer zu behandeln ist)

Wie kann die Sammlung hochgefährlicher Stämme und ihre Verschickung in andere Länder dazu beitragen, den Zustand bei Infektionskrankheiten zu verbessern?

Warum wurde das Hauptaugenmerk auf die Erforschung natürlich vorkommender und besonders gefährlicher Infektionen gelegt, die nach den Listen der U.S. Centers for Disease Control and Prevention als potenzielle biologische Kampfstoffe gelten?

Welche Forschungen mit ansteckenden Krankheitserregern und toxischen Substanzen wurden an ukrainischen Soldaten und psychisch Kranken, die zu den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen gehören, durchgeführt?

Und schließlich die Frage, warum die USA und die Ukraine die Zusammenarbeit im militär-biologischen Bereich in der internationalen Berichterstattung im Rahmen der Biowaffenkonvention verschweigen und warum die USA seit 2001 die Entwicklung eines Kontrollmechanismus blockieren.

Die Teilnehmer des Treffens erhielten Kopien von Dokumenten, die zuvor vom russischen Verteidigungsministerium bekannt gegeben worden waren, sowie physische Beweise, die bestätigen, dass auf dem Territorium der Ukraine an militär-biologischen Programmen gearbeitet wurde.

Keine der Delegationen stellte die Echtheit der vorgelegten Dokumente in Frage, einschließlich der Anhäufung von pathogenem Material in ukrainischen Labors, auch im Metschnikov-Pestbekämpfungsinstitut.

In ihrer Erklärung bestätigte die Ukraine die Inspektion des Instituts durch eine Kommission des Gesundheitsministeriums und stellte fest, dass 80 Prozent der Verstöße behoben worden waren. Dabei ignorierte die ukrainische Seite völlig die Fragen nach der unbegründeten Lagerung gefährlicher biologischer Agenten in der Einrichtung und den festgestellten groben Verstößen gegen die Bedingungen für ihre Sammlung: Die Lagerung von Biomaterialien in Treppenhäusern und das Fehlen eines funktionierenden Systems für die Zugangskontrolle zu pathogenen Mikroorganismen.

Zur Nomenklatur der gesammelten Stämme gefährlicher Krankheitserreger wurden keine Erklärungen abgegeben, obwohl in der Ukraine seit 2008 im Rahmen von Projekten mit den Codenamen „U-P“ und „Tap“ 19 Arbeiten zur Untersuchung potenzieller Erreger biologischer Waffen (Kongo-Krimfieber, Hantaviren, Milzbrand und Tularämie) und wirtschaftlich bedeutender Infektionen (Afrikanische und Klassische Schweinepest, Newcastle-Krankheit) durchgeführt wurden.

Weder die Ukraine noch die USA haben überzeugende Beweise dafür vorgelegt, dass die Zusammenarbeit zur Verbesserung der sanitären und epidemiologischen Situation in der Ukraine beigetragen hat, die sich in den letzten 15 Jahren stetig verschlechtert hat.

Die auf dem Treffen vorgestellten praktischen Ergebnisse des Direktorats für Bedrohungsminderung des US-Verteidigungsministeriums DITRA in der Ukraine beschränkten sich darauf, einige Bilder von renovierten Laboreinrichtungen zu zeigen. Wahrscheinlich wurden abgesehen von diesen Pseudoerfolgen keine weiteren Ergebnisse erzielt.

Die Erklärungen der USA und der Ukraine bezüglich der Ausfuhr von Stämmen und Biomaterialien ukrainischer Bürger und der Einhaltung ethischer Normen bei der Durchführung von Forschungsarbeiten an Soldaten, Bürgern mit niedrigem Einkommen sowie an einer der am wenigsten geschützten Bevölkerungsgruppen – Patienten psychiatrischer Kliniken – wirkten äußerst wenig überzeugend.

Bei der Erörterung dieser Frage räumte die US-Delegation diese Tatsachen ein, wies aber darauf hin, dass die Übermittlung von Proben pathogenen Biomaterials in die USA selten gewesen sei.

Abgesehen von dieser Formulierung, die es unmöglich machte, den Umfang und die Häufigkeit der ins Ausland verbrachten Bioproben abzuschätzen, wurde den Teilnehmern des Treffens keine weitere Erklärung abgegeben.

Die zu den Gründen für die dringende Vernichtung der Unterlagen über die militär-biologischen Aktivitäten gestellten Fragen wurden ebenfalls nicht beantwortet. Zugleich erklärte die ukrainische Delegation: „Dies ist kein Gericht und wir befinden uns nicht im Kreuzverhör…“

Während des Treffens legte Russland Dokumente vor, die das Interesse der Ukraine an der Lieferung von technischen Mitteln für den Einsatz von biologischen Waffen bestätigen.

Es geht um eine Anfrage des ukrainischen Unternehmens Motor Sitsch an den türkischen Hersteller unbemannter Luftfahrzeuge Bayraktar Akinci vom 15. Dezember 2021 über die Möglichkeit, die Drohne mit Aerosol-Sprühsystemen und -mechanismen mit einem Fassungsvermögen von über 20 Litern auszustatten, die von türkischer Seite negativ beantwortet wurde.

Ohne weitere Argumente zu haben, äußerte die Ukraine Zweifel an der Echtheit des Dokuments mit dem weit hergeholten Argument, dass ukrainische staatliche Einrichtungen in ihrem Schriftverkehr kein Russisch verwenden. Ich möchte Sie daran erinnern, dass Motor Sitsch keine staatliche ukrainische Einrichtung ist und bei der Kommunikation mit der türkischen Seite Russisch und Englisch verwendet, in denen das von uns vorgelegte Dokument verfasst wurde. Die Firma Motor Sitsch selbst hat sich nicht geäußert. (Anm. d. Übers.: Über das schon lange bekannte Dokument habe ich berichtet, hier finden Sie meinen Artikel inklusive des Dokuments)

Ich möchte gesondert auf die Antwort der USA auf die Patente für technische Mittel zur Verbreitung und zum Einsatz biologischer Waffen eingehen, einschließlich eines unbemannten Luftfahrzeugs zur Verbreitung infizierter Insekten in der Luft.

Die US-Delegation erklärte: „Die Entwicklung und Herstellung biologischer Waffen ist in den USA verboten und Verstöße werden mit Geld- und Haftstrafen geahndet. Die Entscheidung, ein Patent zu erteilen, verstößt jedoch nicht gegen die Verpflichtungen der USA im Rahmen der Biowaffenkonvention und bedeutet auch nicht, dass die US-Regierung die Forderungen der Entwickler billigt…“

Diese Aussage steht im krassen Widerspruch zum US-Patentgesetz, das eindeutig besagt, dass ein Patent in den USA nur dann erteilt werden kann, wenn eine vollständige Beschreibung der „tatsächlich existierenden Vorrichtung“ und eine Bewertung durch einen Experten vorliegt.

Bei dem Versuch, den gestellten Fragen auszuweichen, sprach Kevin Garrett, stellvertretender Direktor des Programms zur Verringerung biologischer Bedrohungen, ausschließlich über die historischen Aspekte des Programms.

Garrett wies dabei jedoch nicht darauf hin, dass die eigentlichen Ziele des Programms, nämlich die Verringerung des Potenzials an Massenvernichtungswaffen der ehemaligen Sowjetunion, bereits 2008 erreicht worden waren. Bei Anhörungen im Kongress wurde berichtet, dass die Ziele des Programms erreicht worden seien, woraufhin es auf andere Regionen der Welt ausgedehnt wurde. In diesem Zusammenhang ist nicht klar, welche Art von biologischen Bedrohungen DITRA in den letzten 14 Jahren im postsowjetischen Raum bekämpft hat.

Ich möchte die Aufmerksamkeit auf Dokumente lenken, die die Versuche der Ukraine bestätigen, die Zusammenarbeit mit DITRA zu beenden. So entschied eine ressortübergreifende Kommission aus Vertretern des SSU, des Landwirtschaftsministeriums und des Staatlichen Veterinärdienstes der Ukraine im April 2013 gemeinsam, dass die Fortführung der DITRA-Projekte in der Ukraine nicht sinnvoll sei, doch die amerikanische Regierung drängte sie Kiew weiterhin auf.

Ein Beleg für den Druck der US-Regierung ist die auf der Folie gezeigte Ansprache des US-Botschafters in der Ukraine, John Tefft, vom 8. Februar 2013, in der er den Landwirtschaftsminister auffordert, auf seine Untergebenen einzuwirken, damit das DITRA-Projekt um weitere vier Jahre verlängert wird.

Obwohl das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung in seiner Antwort vom 13. März 2013 versuchte, sich aus dem DITRA-Programm zurückzuziehen, wurde das Projekt fortgesetzt.

Wir haben bereits erwähnt, dass die USA im Vorfeld der Veranstaltung darauf bestanden haben, dass die Teilnehmerstaaten eine gemeinsame Erklärung über den angeblich „friedlichen Charakter“ des DITRA-Programms abgeben, und einige Länder haben diese Erklärung unterzeichnet. (Anm. d. Übers.: Die Erklärung ist in der Tat interessant, denn sie wurde nur von einem sehr kleinen Teil der Länder unterzeichnet, in denen das Pentagon Biolabore unterhält. Warum haben die anderen Länder sich geweigert, den „friedlichen Charakter“ des DITRA-Programms schriftlich zu bestätigen?)

Aus Angst vor einer Gegenreaktion der USA und der Androhung von Sanktionen haben viele Länder von der Teilnahme an dem Treffen abgesehen, so dass von den 184 Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention nur 89 Länder teilgenommen haben.

Nur 43 Delegationen meldeten sich während der Veranstaltung zu Wort, von denen mehr als die Hälfte (22 Staaten) entweder die russische Position unterstützten oder eine neutrale Haltung einnahmen. 21 Staaten, darunter die Ukraine, die Vereinigten Staaten und die meisten ihrer NATO-Verbündeten waren dagegen, aber selbst unter ihnen herrschte keine Einigkeit.

Die russischen Erklärungen veranlassten daher viele Staaten, über die Risiken einer Zusammenarbeit mit dem Pentagon im militär-biologischen Bereich nachzudenken und die Notwendigkeit und Machbarkeit einer solchen Kooperation neu zu überdenken.

Die emotionalen pro-amerikanischen Reden wurden vom Leiter der US-Delegation, Kenneth Ward, inszeniert, der derzeit Sonderbeauftragter der USA für die Biowaffenkonvention ist.

Ich möchte daran erinnern, dass er von 2015 bis 2019 ständiger Vertreter der USA bei der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) war. Vor seiner Ankunft war die Arbeit der Organisation konstruktiv und konzentrierte sich auf konkrete Themen. Eines der Ergebnisse von Wards Arbeit war die Umwandlung der professionellen, von Natur aus technischen Organisation in eine politisierte Struktur, deren Aufgabe es ist, die außenpolitischen Ziele Washingtons und seiner NATO-Verbündeten zu umzusetzen. (Anm. d. Übers.: Wenn die Vorwürfe gegen die OPCW für Sie neu sein sollten, finden Sie hier Details darüber)

Bei seiner Arbeit für die OPCW arbeitete Ward eng mit den sogenannten Weißhelmen zusammen, die 2017 den Einsatz von Chemiewaffen durch syrische Truppen in Khan Sheikhoun inszenierten. Unter dem Vorwand dieser Provokation und ohne eine Untersuchung abzuwarten, starteten die Amerikaner einen Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Shayrat und verletzten damit in grober Weise das Völkerrecht. Im Jahr darauf wurde nach einer weiteren Provokation der Weißhelme in Duma ein Raketenangriff auf ein syrisches wissenschaftliches Forschungszentrum durchgeführt.

Es liegt auf der Hand, dass Ward mit seinen destruktiven Aktivitäten bei der Biowaffenkonvention ähnliche Ziele verfolgt und dazu beitragen wird, die Mechanismen des Übereinkommens an die Ziele Washingtons „anzupassen“.

Wir haben wiederholt über die wahre Natur der Biowaffenprogramme des Pentagons, die außerhalb seines nationalen Territoriums umgesetzt werden, gesprochen.

Während die erklärten Ziele die Überwachung von Infektionskrankheiten und die Unterstützung von Entwicklungsländern sind, erleben wir, unter Umgehung der Verpflichtungen der USA aus der Biowaffenkonvention, in Wirklichkeit einen Ausbau der militär-biologischen Fähigkeiten der USA.

Dies zeigt sich an der Errichtung von Militärlabors entlang der Grenzen geopolitischer Gegner, an der Sammlung von Stämmen besonders gefährlicher Mikroorganismen, die für bestimmte Gebiete spezifisch sind, und an der Erprobung toxischer Medikamente am Menschen.

Am Beispiel der Ukraine sehen wir, dass die erklärte Art der Zusammenarbeit nur oberflächlich mit Artikel X der Biowaffenkonvention (internationale Zusammenarbeit und Informationsaustausch zu friedlichen Zwecken) übereinstimmte. Infolge der Durchführung von DITRA-Projekten wurde keine Verbesserung bei Erkrankungen in der Ukraine erreicht, aber die Lage in den an die Ukraine angrenzenden Ländern hat sich nach vielen Indikatoren verschlechtert. Auch andere Anzeichen für eine „friedliche Zusammenarbeit“ waren nicht vorhanden.

Da das Ergebnis der Veranstaltung ein nicht verbindlicher Bericht, eine „Nullnummer“, war, haben wir Initiativen zur Stärkung der Biowaffenkonvention vorgeschlagen.

Die erste ist die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein rechtsverbindliches Protokoll zum Übereinkommen, das Listen von Mikroorganismen, Toxinen und Ausrüstungsgegenständen (ähnlich den Kontrolllisten der OPCW) enthält, umfassend ist und über einen wirksamen Überprüfungsmechanismus verfügt. Ich möchte Sie daran erinnern, dass der Entwurf des Protokolls im Jahr 2001 von der internationalen Expertengruppe VEREX ausgearbeitet wurde.

Die zweite ist die Einsetzung eines wissenschaftlichen Beratungsausschusses mit breiter geografischer Vertretung und gleichen Rechten der Teilnehmer unter Beachtung des so genannten „Zehnerprinzips“, wonach bei einer Entscheidung ein alternativer Standpunkt berücksichtigt werden muss, auch wenn er nur von einem Staat vertreten wird.

Der dritte Punkt ist die Ausweitung der vertrauensbildenden Maßnahmen mit einer obligatorischen Erklärung der Staaten über ihre Aktivitäten im biologischen Bereich außerhalb ihres Staatsgebiets.

Da noch Fragen zu den militär-biologischen Programmen der USA und der Ukraine offen sind, wird das russische Verteidigungsministerium weitere Schritte zur Klärung der Situation unternehmen.

Ende der Übersetzung

Hier finden Sie die zu der Erklärung veröffentlichten Dokumente.

Die Chronologie der russischen Veröffentlichungen

Wie versprochen, können Sie hier noch einmal alles über die russischen Veröffentlichungen zum Thema der US-Biowaffenlabore in der Ukraine finden.

Schon Anfang März hat das russische Verteidigungsministerium Dokumente veröffentlicht, die belegt haben, dass die Ukraine nach Beginn der russischen Militäroperation in aller Eile gefährliche Krankheitserreger vernichtet hat. Im Westen wurde derweil bestritten, dass es diese Krankheitserreger in der Ukraine überhaupt gegeben hätte. Und ebenfalls Anfang März hat das russische Verteidigungsministerium Details über die Krankheitserreger veröffentlicht, an denen geforscht wurde und auch mitgeteilt, welche amerikanischen Organisationen daran geforscht haben.

Was Anfang März noch „russische Propaganda“ war, hat die stellvertretende US-Außenministerin Nuland ein paar Tage später bei einer Anhörung im US-Parlament unter Eid indirekt bestätigt, aber die westlichen Medien hielten das nicht für berichtenswert. Auch dass die WHO Kiew wiederum nur ein paar Tage später aufgefordert hat, „hochgefährliche Krankheitserreger“ zu vernichten, die Kiew laut westlichen Medien und Politikern angeblich gar nicht hatte, fanden die westlichen Medien nicht interessant genug, um darüber zu berichten. Daher weiß davon im Westen auch kaum jemand, während russische Medien im Detail darüber berichtet haben.

Ende März hat das russische Verteidigungsministerium weitere Details und Dokumente zu dem US-Biowaffenprogramm in der Ukraine veröffentlicht, aus denen unter anderem hervorging, dass unter anderem eine New Yorker Firma namens Rosemont Seneca an der Finanzierung beteiligt war. Stammlesern des Anti-Spiegel ist die Firma ein Begriff, denn sie hat in einem anderen Zusammenhang eine wichtige Rolle in der Ukraine gespielt. Die Firma gehört übrigens Hunter Biden, dem Sohn des US-Präsidenten.

Wie kurz danach öffentlich wurde, haben die US-Spezialisten in der Ukraine auch Tests an Menschen durchgeführt. Weitere Details wurden Mitte April und Anfang Mai veröffentlicht. Außerdem hat der ehemalige US-Präsident Bush Junior Mitte Mai die Existenz der unter ihm in der Ukraine begonnenen US-Biowaffenprogramme, wenn auch unfreiwillig, zugegeben.

Anfang Juni fand in Moskau eine Konferenz über die Biowaffenprogramme des Pentagon in der Ukraine statt, in der die der Öffentlichkeit bekannten Fakten zusammengetragen wurden und an der auch ich teilgenommen habe. Darüber habe ich in zwei Artikeln (hier und hier) berichtet. Nur wenige Tage später hat das Pentagon zugegeben, 46 Biolabore in der Ukraine finanziert zu haben, allerdings sei es dabei nur um Gesundheitsvorsorge gegangen, Details dazu inklusive Link zur Erklärung des Pentagon finden Sie hier.

Mitte Juni hat das russische Verteidigungsministerium viele Details über die US-Biowaffenprogramme und die Erreger, an denen geforscht wurde, veröffentlicht, denen Anfang Juli weitere Details folgten.

Anfang August hat das russische Verteidigungsministerium erklärt, dass es Covid-19 für eine US-Biowaffe hält und Anfang September wurden weitere Details über die US-Biowaffenprogramme in der Ukraine veröffentlicht.


In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.

Quelle

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