Hervorgehoben

Die zweite Sicht der Dinge

Aktuelles Zeitgeschehen

Das Gute kann dem Bösen mit größerer Wucht entgegentreten, wenn ihm der Zorn dienstbar zur Hand geht.

(Papst Gregor V)

Ohne Arbeit – kein Brot!

(L.J. Finger)

Ein Abriss der Meldungen hier wird immer wieder auch auf HC eingestellt! Ich freue mich über jede Meinung, welche hier dazu gestellt wird.

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Regierungsbericht meldet Rekordausgaben für „Flüchtlings- und Integrationskosten“ 2019

>>>Moment Moment – wie viele Rentner sammeln Flaschen zum Überleben?? <<< (L.J. Finger)

Allein der Bund hat im vergangenen Jahr 23,1 Milliarden Euro für „Flüchtlings- und Integrationskosten“ ausgegeben. Nicht darin enthalten sind die Migrations-Kosten der Länder und Kommunen.

Die Ausgaben im Bundeshaushalt für „Flüchtlings- und Integrationskosten“ haben 2019 einen neuen Rekordstand erreicht. Insgesamt gab der Bund im vergangenen Jahr 23,1 Milliarden Euro aus, um Migranten zu versorgen und Fluchtursachen zu bekämpfen, wie aus einem alljährlich erscheinenden Bericht der Bundesregierung über „Maßnahmen des Bundes zur Unterstützung von Ländern und Kommunen im Bereich der Flüchtlings- und Integrationskosten“ hervorgeht, der heute im Bundeskabinett beschlossen wurde und dem Handelsblatt vorliegt.

Die Migranten-Ausgaben des Bundes lagen demnach noch etwas höher als im Vorjahr (exakt 23 Milliarden Euro). Seit 2016 belaufen sich die Migranten-Kosten für den Bund damit auf 87,3 Milliarden Euro.

Zeit zum Lesen „Tichys Einblick“ – so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen Der größte Posten in dieser Kostenaufstellung sind 8,2 Milliarden Euro für die „Bekämpfung von Fluchtursachen“, 4,9 Milliarden Euro betreffen Sozialtransferleistungen, 2,8 Milliarden Euro Integrationsleistungen und 0,8 Milliarden Euro die Aufnahme und Unterbringung von Migranten im laufenden Asylverfahren. Mit 6,3 Milliarden Euro unterstützte die Bundesregierung Länder und Kommunen direkt.

Laut Handelsblatt steht in dem aktuellen Bericht auch dieser Satz: „Einige Länder weisen auf die aus ihrer Sicht unzureichende Beteiligung des Bundes an den flüchtlings- und integrationsbezogenen Ausgaben der Länder hin und erheben zum Teil weitergehende Forderungen an den Bund“. Der steht fast deckungsgleich auch in dem schon öffentlichen Bericht über das Vorjahr 2018: „Einige Länder weisen im Rahmen der Berichterstattung auf die aus ihrer Sicht unzureichende Beteiligung des Bundes an den flüchtlings- und integrationsbezogenen Ausgaben der Länder hin und erheben zum Teil weitergehende Forderungen an den Bund.“

Und da steht noch ein Satz: „Die dabei von einigen Ländern genannten Bundesbeteiligungsquoten von teilweise lediglich 20 Prozent sind nicht nachvollziehbar.“ Diese Quote – ob sie nun lediglich 20 Prozent beträgt oder, wie von der Bundesregierung behauptet, deutlich mehr – gibt immerhin einen Eindruck von den staatlichen Gesamtkosten auf allen Ebenen.

Quelle

Klimadebatte: Alarmismus auf Grund irreführender Daten

Ferruccio Ferroni
Klimadebatte: Frühindikatoren, die vom IPCC nicht erwähnt werden.
VOM «SOLAR MAXIMUM» ZUM «SOLAR MINIMUM»: FRÜHINDIKATOREN die das IPCC NICHT ERWÄHNT

Einführung

Im Beitrag III behandelten wir den für das Klima wesentlich bestimmenden Einfluss der Sonneneinstrahlung. Die Forschungen von Scafetta und Wilson (siehe Beitrag III) ergaben eine Steigerung des mit TSI bezeichneten Wertes (Total Solar Irradiance = gesamte Sonneneinstrahlung) bis zum Jahr 2000; seither nimmt der TSI langsam wieder ab. Der Astrophysiker Inceoglu klassifiziert die Periode von 1915 bis 2000 als “Grand Solar Maximum”, das ist die Bezeichnung für eine Warmzeit. Seit dem Jahr 2000 reduziert sich die Sonneneinstrahlung wieder langsam und bewegt sich in Richtung eines “Solar Minimum”. Wenn davon noch nichts feststellbar ist, hat das damit zu tun, dass die Erdtemperatur auf die Abnahme des TSI erst nach etwa 16 bis 20 Jahren reagiert, weil einerseits die im Meerwasser gespeicherte Wärme und anderseits die Variationen der verschiedenen Strömungsoszillationen wie z.B. El Nino zu berücksichtigen sind. In Bild 1 sind die globalen Temperatur-Verläufe der unteren Troposphäre durch Satelliten zwischen 2004 und bis Ende 2019 dargestellt.

Der Wert von Ende April 2020 mit + 0.38° C ist auch angegeben. (UAH Satellite-Based Temperature of the Global Lower Atmosphere- Version 6.0.)  Der auf Bild 1 angegebene Mittelwert der globalen Temperatur-Anomalie der letzten drei Jahre zeigt einen Hochstand 2017 und 2018, um danach wieder abzufallen. Es ist aber zu früh, daraus einen eindeutigen Trend abzulesen. Die Spitze der kontinuierlichen Temperatur-Erhöhung scheint aber gebrochen zu sein.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit befinden wir uns in einer Übergangsperiode, die zu einem “Solar Minimum“ führen wird, die ähnlich sein wird wie die seinerzeitigen Dalton- oder Maunder-Minima. Sie waren von einer starken Abkühlung gekennzeichnet.

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Bild 1: Mittelwert der globalen Temperatur-Anomalie

Nachstehend werden wir von 5 Frühindikatoren berichten, die auf eine kommende Klima-Abkühlung hinweisen. Es handelt sich um:

  • Zunahme der Trockenheit,
  • Zunahme der Schneemengen,
  • Zunahme der kosmischen Strahlen,
  • Reduktion des landwirtschaftlichen Ertrags,
  • Abnahme des «Thermosphere Climate Index».

Es sind dies Phänomene, über die das IPCC hinwegsieht, weil es sich ausschliesslich auf CO2-Modellrechnungen konzentriert.

  1. Zunahme der Trockenheit

In unseren Mainstream-Medien war im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zu lesen: Die Klimakrise mache keine Pause, der schon jetzt trockene Frühling belege das. Oder aber schlimmer als die Seuche sei nur der Klimawandel mit der dazu gehörenden Trockenheit. Die NZZ führt einen neuesten Artikel von A.P. Williams et al. “Large contribution from anthropogenic warming to an emerging North American megadrought“ an, in dem behauptet wird, die Dürre stehe mit der Klima-Erwärmung in direktem Zusammenhang und der Mensch sei daran mit 47% schuldig. Mit keinem Wort wird auf die physikalischen Gesetze des Wasserkreislaufs eingegangen, welche das Verhältnis von Verdunstung und Niederschlag bestimmen.

Die Erdoberfläche besteht zu 71% aus Wasser; bei diesem hohen Prozentsatz ist es naheliegend, bei Abkühlung einen Blick auf das “Verhalten” des Wassers zu werfen. Bei abnehmendem TSI und zunehmender kosmischen Strahlung verringert sich die Verdunstungsrate. Die reduzierte Verdunstungsmenge wirkt sich selbstverständlich auf die Niederschlagsmenge aus. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, welche die Niederschlagsmenge beeinflussen, sicher ist aber die minimale Menge an CO2 nicht das einzig Ausschlaggebende dabei.

Die Studie von Laurenz, Lüdecke und Lüning «Influence of solar activity changes on European rainfall» 1) zeigt eine positive Korrelation zwischen Niederschlag und Sonnenaktivität. Dabei wurde die Niederschlagsmenge in 39 europäischen Ländern in der Periode zwischen 1901 bis 2015 untersucht. Diese Periode entspricht dem “Grand Solar Minimum”, und das bedeutet: mehr “Sonne” führt zu mehr Regen.

Auch die Studie von Sun und Liu «Tree ring based precipitation reconstruction in the south slope of the middle Qilian Mountains, northeastern Tibetan Plateau, over the last millennium”2) mit Hilfe der Dendrochronologie eindeutige Resultate.

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Bild 2: Solar Minima korrespondiert sehr gut mit verminderte Niederschläge

Bild 2 zeigt sehr deutlich, dass es während der 5 Solar Minima (O – Oort, W – Wolf, S – Spoerer, M – Maunder, D –Dalton) weniger geregnet hat und es aus diesem Grund Perioden mit grosser Trockenheit und Dürre gab. Das heisst aber nicht, dass nicht auch andere Auffälligkeiten stattgefunden hätten. Die Klimageschichte zeigt, dass es während Kaltzeiten auch Überschwemmungen, heftige Niederschläge, warme Kurzperioden mit hoher Feuchtigkeit gab. Immer wieder zeigt sich, dass vereinfachendes lineares Denken bei Klimafragen in die Irre führt.

Wenn man bei den vielen Waldbränden in Australien, Russland und Nord- und Südamerika “grosse Hitze” assoziiert, wird man der Komplexität der Phänomene nicht gerecht. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um das Gegenteil von grosser Hitze, nämlich die ersten Anzeichen für eine beginnende Kaltzeit mit der dazugehörenden Niederschlags-Armut. Ausgetrocknete Erde und Vegetation erhöhen die Brandgefahr. Brandstifter, Brandrodungen, technische Defekte, ja nur schon Blitzeinschläge können zur Katastrophe führen. Hätte die Sonne, der Kosmos mehr Energie auf die Erdoberfläche emittiert, wären viele Gebiete auf der Erde viel feuchter und weniger brandanfällig.

  1. Zunahme der Schneemenge

Bild 3 zeigt die neuesten Angaben vom Finnischen Meteorologischen Institut zu den Schneemengen, die es in der nördlichen Hemisphäre gegeben hat (letzter Eintrag 13.Mai 2020). Entgegen der Prognose von IPCC zeigt sich hier, dass die Schneemengen markant zugenommen haben. Das spricht für einen Trend in Richtung Kaltzeit.

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Bild 3: Schneemenge der nördliche Hemisphäre

Auch das Dänische Meteorologische Institut zeigt für Grönland eine Zunahme der Schneemengen im Vergleich zum Mittelwert in den Jahren 1981 bis 2010. In diesen nördlichen Ländern ist der Winter 2019/2020 im Vergleich zu früheren Perioden eindeutig kälter gewesen. Die Messungen des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) ergaben, dass die arktische Meereisdecke in den letzten vier Jahren zugenommen hat. Nach Al Gore hätte der Nordpol seit 2014 eisfrei sein sollen! Das vorausverkündigte “Grand Solar Maximum 1915-2000” hat offensichtlich ausgedient. Der Trend geht in die Gegenrichtung zum Solar Minimum.

  1. Zunahme der kosmischen Strahlung

Professor Svensmark ist einer der führenden Physiker auf dem Gebiet der Klimaforschung im Zusammenhang mit kosmischer Strahlung. Er hat folgende These aufgestellt, die auch experimentell bewiesen ist:

Die kosmische Strahlung stammt nicht direkt von der Sonne, sondern von weiter entfernten Sternen. Sie ist aber insofern von der Sonne abhängig, als die Stärke des Magnetfeldes der Sonne ihre Intensität verändert. Wenn die Sonnenaktivität abnimmt, was aktuell der Fall ist, dann erhöht sich die kosmische Strahlung auf die oberen Luftschichten der Troposphäre. Dadurch werden Moleküle ionisiert, und es bilden sich mehr Kondensationskeime für Wolkenbildung. Durch diese Wolken werden mehr Sonnenstrahlen ins Weltall reflektiert und damit kommt weniger Energie auf die Erdoberfläche.

Der Wert der kosmischen Strahlen ist im Bild 4 ( www.spaceweather.com) gezeigt. Die Zunahme der kosmischen Strahlen 2014 bis 2919 ist rund 22 %. Der Trend ist leicht steigend.

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Bild 4: Zunahme der Kosmischen Strahlen

  1. Abnahme der landwirtschaftlichen Erträge

In Beitrag IV hatten wir erwähnt, dass ein wichtiger Indikator für niedrigere Temperaturen die verminderte Fruchtbarkeit der Nahrungspflanzen ist. Der sogenannte Growing-Degree-Day-Index (GDD-Index) stellt den Zusammenhang fest zwischen der Wachstumsrate der Pflanzen und der Durchschnitts-Tagestemperatur. In den USA ist dieser Index zwischen den Jahren 2018 und 2019 um 12% gesunken. Das weist klar auf eine Abnahme der Temperatur hin an dem Ort, an dem die Pflanze wächst. Interessant ist auch die Nachricht aus den USA (vom “United States Department of Agriculture”), dass die Erträge bei Sojabohnen und Mais des Jahres 2019 sehr schlecht seien.

Auch in der Schweiz und in Deutschland, wo GDD-Indizes nicht gemessen werden, haben Regierungsstellen festgestellt, dass die landwirtschaftlichen Erträge als Folge der Trockenheit stark abnehmen. Das sei Folge des Klimawandels, und das wird meistens mit Klimaerwärmung gleichgesetzt. So eindeutig ist diese Gleichung aber nicht. Bei der Umstellung von Warmzeit (Solar Maximum) zu Kaltzeit (Solar Minimum) reduzieren sich die Niederschläge. Fast in allen Ländern der Welt ist in den Jahren 2018 und 2019 eine zunehmende Trockenheit festgestellt worden.

Die Folgen verminderter Erträge sind bereits an den steigenden Preisen für die vier wichtigsten Agrarrohstoffe (Weizen, Mais, Sojabohnen und Reis) feststellbar. Was das bedeutet, lässt sich daran ermessen, dass diese vier Rohstoffe zusammen 64 %des Kalorienbedarfs der Weltbevölkerung decken.

  1. Abnahme des «Thermosphere Climate Index» (TCI) 

Die Thermosphäre ist die vierte und zweitäusserste Schicht der Erdatmosphäre. Sie erstreckt sich etwa zwischen 100 bis 300 km über der Erdoberfläche. Die Temperatur schwankt zwischen 900° C bei “Solar Maximum” und 300° C bei “Solar Minimum”. Durch eine spezielle Instrumentierung auf einem NASA-Satelliten konnte die Infrarot-Strahlungsintensität gemessen werden. Daraus haben Wissenschaftler der NASA einen Index errechnet. Der Wert dieses Index (siehe www.spaceweather.com/services ) ist im Moment auf “cold – kalt”. Dies bedeutet, dass die Thermosphäre sich als Folge des aufziehenden “Solar Minimum” stark abkühlt. Dies wird sich mit Zeitverzögerung auf die Troposphäre auswirken. Auch hier gilt: wenn wir momentan auf der Erdoberfläche noch nichts davon spüren, heisst das nicht, dass unseren Sinnesempfindungen mehr zu trauen wäre als diesen wissenschaftlichen Untersuchungen

  1. Fazit

Im Moment ist die Aktivität der Sonne sehr schwach. Im Jahr 2019 waren 281 Tage ohne Sonnenflecken. Auch 2020 gab es bisher nur sehr wenige Sonnenflecken. Damit werden die Prognosen von Katiashvili immer wahrscheinlicher. Verzweifelt suchen die Mainstream-Klimatologen – wie im Falle von Williams über die Trockenheit – andere Katastrophen als die Erwärmung, um die Schuld den Menschen zuzuweisen, da auch sie vermuten, die globale Temperatur werde abnehmen.

In den nächsten vier bis sechs Jahren wird sich weisen, ob die Vorausberechnungen des sehr schwachen Sonnenzyklus 25 durch Katiashvili (NASA) zutreffend waren und ob darauf basierend die Berechnungen für den Zyklus 26 möglich werden. Erst dann lässt sich mit Sicherheit sagen, ob die Globaltemperatur abnimmt. Die hier erwähnten Frühindikatoren einer kommenden Abkühlung – Zunahme der Trockenheit, Zunahme der Schneemenge, Zunahme der kosmischen Strahlen, Abnahme der Landwirtschaftserträge und Abnahme des „Thermosphere Climate Index“ sprechen jedenfalls für eine Trendumkehrung. Wenn sich rasche Veränderungen in Richtung Kaltzeit ergäben, wären die geforderten Anpassungsleistungen allerdings erheblich.

Für die Energieversorgung gälte es zu prüfen, inwieweit der GREEN DEAL in der Lage wäre, die Energieversorgung sicherzustellen. Bei einer Kaltzeit würde das für die Schweiz bedeuten: weniger Hydroelektrizität, weniger Sonnen- und weniger Windenergie. Schon jetzt ist er EROEI (Energy Return on Energy Invested) bei der Photovoltaik so niedrig 3), dass das damit erkaufte gute Gewissen eigentlich nicht gerechtfertigt ist. Der EROEI-Wert der Erneuerbaren Energien wäre bei einer Kaltzeit noch ungenügender. Für Deutschland hätte dies eine Deindustrialisierung zur Folge. Wir werden dieses Thema nächstens behandeln.

Für die Landwirtschaft gälte es zu prüfen, ob der Selbstversorgungsgrad noch verbessert werden sollte und ob auf Biokraftstoffe zu verzichten wäre.

Die enormen Investitionen für den GREEN DEAL würden dann für Anpassungen an eine Kaltzeit fehlen und hätten eine drastische Abnahme des Wohlstands zur Folge.

F. Ferroni, Dipl. Ing. ETH

Präsident NIPCC-SUISSE

Referenzen
  1. Laurenz, L., Lüdecke, H-J., Lüning, S., Influence of solar activity changes on European rainfall, 2019, Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, 185 (2019), 29-42
  2. Sun, J., Liu, Y., Tree ring based precipitation reconstruction in the south slope of the middle Qilian Mountains, northeastern Tibetan Plateau, over the millennium, 2012, Journal of Geophysical Research: Atmospheres/Volume 117, Issue D8
  3. Ferroni, F., Guekos, A., Further consideration to: Energy Return on Energy Invested (ERoEI) for photovoltaic solar systems in regions of moderate insolation, Energy Policy 107 (2017) 498-505

Der Beitrag erschien zuerst beim Carnot-Netzwerk hier

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Quelle

1.000 Euro Bußgeld fürs Spazierengehen -Das muss so sein- wo kämen wir denn da sonst hin?

Den einen scheint der Staat rätselhaft wohlgesonnen zu sein – die anderen gehen spazieren und bekommen 1.000 Euro Bußgeld aufgebrummt. Sind es wirklich Oppositionelle und Andersdenkende, welche die Gesellschaft spalten?

Auf die nie zu unterschätzende Gefahr hin, bei Ihnen, stetsgeschätzte Leser, bei Ihnen einen akuten Verdacht auf Feminismus oder Quarantänekoller meinerseits zu wecken, erlaube ich mir, thesenhaft in den Gedankenraum zu stellen: Frauen kommen in Märchen nicht gut weg.

Mal ehrlich, wenn Sie eine Tochter hätten, könnten Sie ihr auch nur eine einzige Frauenfigur zum Vorbild geben? Mädchen in Märchen sind oft Opfer und zu rettende Ausgelieferte (Aschenputtel, Dornröschen) – oder sie treten als die Prototypen des Hinterhältigen und Bösen auf, namentlich als Hexen und böse Stiefmütter (womit wir schon halb bei der deutschen Politik wären).

Wir wollen an dieser Stelle schnell notieren, dass die Funktion und Motivation von tatsächlichen »Stiefeltern« – heute: »Patchwork-Familien« – eine deutlich andere ist als die in »märchenhaften« Zeiten. Die »böse Stiefmutter« der Märchen hat Entsprechungen in heutigen Zeiten, aber gewiss nicht in Frauen, die von Liebe motiviert in einer bestehenden Familie aus freien Stücken mit Verantwortung übernehmen.

Walter Filz hat allein in den Grimmschen Märchen immerhin 13 von diesen gezählt; deutschlandfunkkultur.de. 28.12.2012) – und ich frage Sie nun, so aus Ihrem Gedächtnis heraus: Wenn Sie die prototypische Eigenschaft einer bösen Stiefmutter benennen sollten, in einer Klassenarbeit etwa, was wäre sie? (Bonuspunkte, wenn Sie an dieser Stelle – und sei es innerlich und kurz – den Stift zücken wollten.)

Die prototypische Stiefmutter der Grimmschen Märchen behandelt ihre Kinder sehr, sehr unterschiedlich, und das ist sehr, sehr ungerecht.

Die eigenen Kinder liegen der »bösen Stiefmutter« unserer guten Märchentradition oft weit näher am Herzen als ihre Stiefkinder. Die einen werden belohnt für ihre bloße Existenz – die anderen werden selbst für Nichtigkeiten – oder gar buchstäblich für nichts – hart und härter bestraft – womit wir endgültig bei der Tagespolitik wären!

Spazierend zu genießen

Spazieren zu gehen ist für Leib und Seele gesund. (Wo wir gerade Banalitäten konstatieren, hier zwei weitere: »Nachts ist es dunkel, außer man schaltet das Licht an«, und: »Der deutsche Staatsfunk muss weg, sonst haben die Werte der Demokratie wenig Zukunft.«)

Wer spazieren geht, ob durch Stadt oder Wald der braucht festes Schuhwerk, gute Laune – und heute, im besten, freisten und demokratischsten Deutschland aller Zeiten, ein belastbares Konto, um die Bußgelder zu bezahlen.

Aus Stuttgart hören wir dieser Tage von einer Familie, die sich erdreistete, ein wenig die Frühlingssonne spazierend zu genießen, und sie tat dies auch, so gut sie konnte, mit redlichem Bemühen und nach ihrem besten Verständnis der tagesaktuellen Gesetze (wo erfährt man die eigentlich zuverlässig?) – doch die Mühe war vergebens und das Verständnis augenscheinlich ungenügend, denn wir müssen leider lesen: »1.000 Euro für einen Familienspaziergang« (stuttgarter-zeitung, 25.5.2020).

Eine direkt verwandte Familie war spazieren gegangen. Dieselbe Familie durfte sich nach den aktuellen Virus-Notstands-Gesetzen zwar in der Wohnung treffen, doch nicht gemeinsam spazieren gehen, wenn dies beinhaltete, sich näher zu kommen als 1,5 Meter Abstand (wenn ich oder irgendwer das überhaupt richtig versteht).

Die Polizei hatte, so vermute ich, bereits alle GEZ-Verweigerer in den Schuldenknast geworfen, alle Hasssprecher schadlos gemacht und auch sonst alles zu Erledigende erledigt, sonst hätte sie wohl kaum die Zeit und Energie, wie hier geschehen, Spaziergänger auf Herz, Nieren und Gehorsam zu prüfen. Was auch die Rahmenumstände sein mögen – wer prüft die denn noch? – die Faktenlage scheint zu sein: Eine Familie musste, so die Berichte, einen vierstelligen Betrag zahlen, weil und nachdem sie »falsch« spazieren ging. Wohl den Millionären, den Bonzen und Kardinälen, die ihre eigenen Gärten fürs Spazierengehen haben, wo sie »Zeichen setzen« können (siehe auch den Essay »Gutmensch« vom Januar 2017) und ansonsten von der Realität und der Verantwortung für die Folgen ihrer Worte wie auch ihrer Taten unbelästigt bleiben. Dieser Tage hört man bei Gelegenheit, wir säßen »alle im selben Boot«, doch das ist nicht ganz richtig – es sitzt jeder im eigenen Boot, und bei dem einen ist das eben die Zweiraum-Wohnung im grauen Wohnsilo und beim anderen die Villa mit Pool, Heimkino, darin und dazu Erdbeeren samt Schlagsahne und Krimsekt, kalt wie die Seele des Sozialisten.

Es gibt meist einen Spielraum für Bußgelder, auch bei den Strafen fürs falsche Spazierengehen im freiesten Deutschland aller Zeiten, und die Bußgelder in diesem konkreten Fall bewegen sie sich am oberen Ende. Jedoch, so horrend das Bußgeld ist, zwei Details an der Geschichte schocken tatsächlich mehr als die Strafe selbst. – Wir lesen:

Schon der Beamte vor Ort habe ihnen geraten, sie sollten sich »kooperativ zeigen« – sonst werde es teuer. (focus.de, 25.5.2020)

Ein Beamter, der mehr oder weniger offen zu drohen scheint. Nun, gut, in Zeiten, in denen Menschen ihren Job verlieren, weil sie mit der Opposition zu Mittag essen, in Zeiten, in denen Staatsfunk, Behörden und Propaganda de facto gegen Andersdenkende und Abweichler agitieren, in diesen, äh, unscharfen Zeiten würde es wenig verwundern, wenn Polizisten tatsächlich die braven Bürger drohend ansprechen – war da nicht mal was mit »Freund und Helfer«?

Und doch, da wäre noch ein Detail…

Alle gleich lieb?

Wie reagierten die Spaziergänger auf die Quasi-Drohung des Polizisten? Protestierten sie? Riefen die Bürger ihren Anwalt an – oder warfen sie dem Polizisten Rassismus vor, sich auf die eigene Hautfarbe, Religion oder Kultur berufend?

Wir lesen weiter:

Um juristische Streitigkeiten zu vermeiden, zahlten die Klenks fristgerecht die 1.000 Euro. (focus.de, 25.5.2020)

Das ist sehr brav, da droht keine Religion. Wird in Deutschland nur bestraft, wer sich willig bestrafen lässt? Gelten Recht und Gnade nicht für alle gleich? – Im Essay »Gefangene bei offener Tür« notierte ich die Szenen, als sich hunderte Gläubige gegen die Verbote vor Moscheen versammelten, und dann fragte ich:

Gelten die Bußgelder wirklich für alle Bürger gleich? Welche Bußgelder erhielten etwa die 200 Gläubigen vor der Moschee in Wuppertal, die Gläubigen in Berlin, die in Duisburg? (Essay vom 10.4.2020, Quellen-Links dort)

Die Christen sagen, wir seien alle Gottes Kinder, und allein, dass es den Begriff »Kinderkrebsstation« überhaupt gibt, könnte in uns Zweifel wachsen lassen, Zweifel wie böse gewissheitsfressende Tumore, dass Er alle seine Kinder gleich lieb hat (der Fachbegriff für diese Zweifel ist Theodizee, siehe Wikipedia.). Wie ist es aber mit den Kindern des Staates – hat der Staat uns alle gleich lieb?

Wohl wohl!

»Aschenputtel, steh auf aus der Asche!«, so rief ich im August 2018, und es könnte den Hoffnungsbefallenen etwas niederdrücken, dass Aschenputtel laut aktueller Umfragen nicht nur nicht aufgestanden ist. Wohlauf, Aschenputtel fühlt sich in seiner Asche wohl wohl!

Es ist ein gar merkwürdig Ding um manche von uns Deutschen. Die CDU, dieser Wahlverein jener glühenden »Jungkommunistin« (Zitat Lafontaine), steht in Umfragen aktuell bei 40 Prozent. Der Hund wird getreten, jault kurz auf, und leckt dann doch den Stiefel, der ihm die Rippen brach. Sind wir das, sind wir der Hund?

»Einigkeit und Recht und Freiheit«, so beginnt das in unserer Hymne. Die Freiheit zu sagen, was man wirklich denkt, diese Freiheit schwindet schon länger – im Namen des Kampfes gegen das China-Virus wurde auch manche andere Freiheit mit brachialen Bußgeldern belegt. Ob und wieweit das Recht gilt, und ob es für alle gleich gilt, auch fürs Kanzleramt, das würden spätestens seit 2015 einige von uns gern diskutieren. Wo aber die Freiheit schwindet, wo mindestens die Gewissheit auf gleiches-Recht-für-alle erodiert, da verwundert es wenig, wenn auch die Einigkeit zerbröckelt und der »große Graben« größer und größer wird.

Noch …

Die deutsche Demokratie ist unter Attacke, aber nein, nicht von Opposition und Andersdenkenden, wie Staatsfunk und Propaganda uns glauben lassen könnten.

»Wird unsere Kraft reichen, den Weg zurück zu gehen?«, so fragte ich 2018. Der Weg zurück wird derzeit sehr schnell sehr viel weiter.

Das Beste, was ich tun kann, ist doch, uns alle daran zu erinnern, dass die Idee der Demokratie, dass das Ideal des sich einigermaßen gerecht anfühlenden Rechtsstaats noch nicht tot ist! Ich trage sie noch in mir, die Idee eines Staates, in der für alle Bürger das gleiche Recht gilt, in der auch die Abweichler und Selbstdenker ohne Furcht vor ökonomischer Vernichtung und Antifa-Schlägertrupps ihre Meinung sagen können, und ja, die Idee des Staates, dessen Polizei wirklich dein Freund und Helfer ist, und nicht die Leute, vor denen du dich versteckst, wenn du einfach nur mit deiner Familie spazieren gehst.

Ich glaube noch immer, dass es einen Weg zurück gibt – und wie die auf Betreiben ihrer bösen Stiefmutter im Wald ausgesetzten Geschwister Hänsel und Gretel will auch ich Brotkrumen streuen, in der Hoffnung, dass sie uns dereinst den Weg zurück weisen. (Ja, ich weiß, dass in der Geschichte die Vögel die Brotkrumen aufpicken – heute würden die bösen Viecher dafür sicher mit Journalismuspreisen überhäuft.)

Der Weg zurück wird gerade länger, viel länger – diese Erkenntnis ist bitter, doch sie bedeutet auch, dass noch immer ein Weg zurück existiert!


Dieser Beitrag erschien zuerst auf dushanwegner.com

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Mag. Philosophie 2008 in Köln) pendelt als Publizist zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht.

Quelle

Wolfgang Herles‘ „Kurze Wutrede zum langen Virus-Wochenende“ bewegt die Gemüter der Leser

Von Barbara Goergen

Eine Mischung aus Furcht und Unmut bildet sich bei den Bürgern, je länger sie mit ungewohnt fremden Verhältnissen umgehen müssen, die sie von jetzt auf gleich überrumpelt haben.

Wolfgang Herles‘ Kurze Wutrede zum langen Virus-Wochenende bewegt die Gemüter der Leser. Welche Gedanken beschleichen sie im Bann des weltbeherrschenden Virus? Ist es lediglich der Verzicht der Spaßgesellschaft? Oder beeinträchtigen strikter gewordene Maßregeln Schritt für Schritt das Leben mehr, als jedem lieb ist? Was treibt die Politik um, wenn sie fest verankerte Grundrechte des Menschen einschränkt bis abschafft?

Fragen über Fragen, die viele bewegen. Eine Mischung aus Furcht und Unmut braut sich zusammen, je länger wir mit ungewohnt fremden Verhältnissen umgehen müssen, die uns von jetzt auf gleich überrumpelt haben. Plötzlich erleben wir lähmende Stagnation, von der wir nicht wissen, in welchem Bereich es wen unter Umständen hart trifft. „Hören“ wir, was die Leser umtreibt.

Hohe Werte stehen auf dem Spiel: Gesundheit und Freiheit!

Zeit zum Lesen „Tichys Einblick“ – so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen Der Leser Boese ist das Gute zur falschen Zeit, man ist geneigt zu sagen, der Kosename des Lesers ist Programm. Profiteure der Misere finden sich in allen Sparten: Das Virus ist für die Herrschenden einfach zu „gut“, um es schnell wieder gehen zu lassen. Nie zuvor hat es sich so angenehm und ungestört regieren lassen in Deutschland und Europa wie jetzt. Ganz nebenbei kann man auch noch Fakten schaffen, die nie mehr rückabgewickelt werden. Und die GEZ-Medien? Sparen gerade Milliarden, weil das Geld weiter fließt, man aber nichts mehr Neues produzieren muss. Endlich kann man Programm aus der lizenzkostenfreien Mottenkiste machen und keiner wird böse. Keine Bundesliga, keine EM, kein Olympia – praktisch keine Ausgaben – außer den Pensionen und Gehältern. Und die Kirchen? Die laufenden Ausgaben zahlt der Staat und der und man darf seine Predigt jetzt im Fernsehen halten anstatt vor leeren Kirchenbänken.
Und die Flüchtlingsindustrie? Wenn keine Migranten mehr kommen, dann holen wir sie halt mit dem Flugzeug. Hier funktioniert der Staat noch wunderbar. Und die NGOs jeglicher Couleur? Können zukünftig alle Maßnahmen mit Bezug auf die jetzige Krise rechtfertigen – „damals ging das auch, dafür war ja auch Geld da“.
Nennt mir bitte jemand einen Grund, warum es wieder anders werden sollte.“

Leser Anton sieht die Entwicklung wie folgt: Der nächste Schritt der Großen Transformation dürfte also darin bestehen, dass wir wieder arbeiten dürfen, denn der Staat ist auf Steuern und eine zumindest halbwegs funktionierende Wirtschaft angewiesen. Ob wir im Gegenzug für unsere Arbeit allerdings unsere Grundrechte zur Gänze oder auch nur teilweise zurückbekommen, erscheint mit jedem Tag fragwürdiger, zumal der Lockdown (abgesehen von ein paar kleinen Ausnahmen) ja in die Verlängerung geht und unsere Regierenden bereits „für lange Zeit eine neue Normalität“ angekündigt haben. Mittlerweile ist Mundschutz also mehr als nur Symbolpolitik gegen ein vergleichsweise mickriges Virus. Der Mundschutz ist zum Maulkorb geworden und wird sicherlich auch noch getragen werden müssen, wenn die ersten Wahlen auf unbestimmte Zeit verschoben werden.“

„Virale“ Wirkung des Shutdowns

Nach Hannibal ante portas birgt der verordnete Stillstand die Gefahr, am Ende Freiheit und Existenz zu verlieren: „Glauben Sie nicht, dass der Shutdown keine medizinischen Nebenwirkungen hat, neben den gigantischen wirtschaftlichen, die auch die medizinischen von morgen sind?? Vielleicht gab es mal den Punkt Todesopfer zu verhindern (frühzeitige Grenzschließung und konsequente Quarantäne der Rückkehrer). Diese Zugbrücke wurde nicht hochgezogen! Diese Welt kann manchmal brutal sein: Todesopfer hat es infolge von Corona gegeben und wird es weitergeben, egal für welche Option wir uns entscheiden. Wenn wir dabei aber unsere Grundrechte und unsere wirtschaftlichen Grundlagen verlieren, ist unterm Strich dieser Gesellschaft nicht geholfen.“

Auch Leser eswird sieht Katzenjammer auf die Bürger zukommen: „Herr Herles, … Sie haben ja mit allen Dingen die Finger in die richtigen Wunden gelegt. Es war zu erwarten, dass diese Regierung, welche ja nicht die einfachsten Dinge auf die Reihe bekommt, mit so etwas Komplizierten wie einem mutierten Grippevirus einen guten Job machen würde. Leider ist fast die ganze Welt auf den Corona-Cov-19-Hysterie-Zug aufgesprungen, so dass die jetzigen Verfehlungen nicht so auffallen werden. Aber was kommt danach, wenn der Kater des Lockdowns so richtig unseren ohnehin schon geplagten Geldbeutel leert? Glaube doch keiner, dass eine ehrliche und gemein verträgliche Lösung aus der Merkel-Schmiede das Desaster der chaotischen Maßnahmen beseitigen kann. Vorerst sollten wir uns alle mit ausreichend gutem Magnesium versorgen, nicht dass wir in der Statistik auch noch trotz Herzinfarkt, Schlaganfall und sonstigen Nicht-Corona-Todesursachen als Opfer der Pandemie gezählt werden.“

Der allgegenwärtige Nanny-Staat

Leser Gerro Medicus zeigt auf, welche Blüten im Schatten der Krise treiben: „Sie fragen, warum die Regierung und unsere Gottkanzlerin den Exit immer weiter hinauszögern? Die Antwort ist einfach: Weil im Windschatten dieser ganzen Hysterie wunderbar ganz andere Dinge passieren können, der Abbau unserer grundgesetzlich garantierten Bürgerrechte zum Beispiel und das Vorantreiben der gewünschten totalitären Entwicklung unseres Staatswesens. Nebenbei hat man dann auch einen Grund, nach Steuererhöhungen zu schreien, weil ja die Belastung des Staatshaushalts in der Krise so groß war. Nebenbei unterdrückt man auch die einzig wirkliche Opposition, die in den ÖR und den Printmedien gar nicht mehr vorkommt und sich zur Krise nicht öffentlich äußern darf (Im Gegensatz zu den Grünen, die einen Schwachsinn nach dem anderen raushauen dürfen: Habeck: „Die Gastwirte sollten die freie Zeit des Shutdown nutzen, um ihre klimaschädlichen Ölheizungen durch klimakonforme zu ersetzen.“ Denen steht aber das Wasser finanziell bis zum Hals!) und lässt durch tendenziöse Ergebnisse der „Meinungsforschungs“-Institute verbreiten, die CDU und die SPD seien im Aufwind und die AfD würde bald verschwinden. … Und all das wird auch genutzt, um das Image von Merkel wieder aufzupolieren, damit das deutsche Volk bald erneut nach der großen Führerin schreit, die uns alle mit „sicherer“ (ich sage inkompetenter und untätiger) Hand „durch die Krise geführt hat“, und der nun eine fünfte Amtszeit zustünde, ob dieser überragenden Fähigkeiten, die darin bestanden, für sich als potentiell Infizierte Propaganda zu betreiben und abzutauchen! … Leisten wir Widerstand gegen den Nanny-Staat, der seine Herrschaft auch noch auf die entferntesten privaten Lebensbereiche ausdehnen will!“

Malaparte verleiht, ähnlich dem Autor selbst, seinem Zorn Ausdruck: „Lieber Herr Herles, bin ich froh, dass Sie das hier so ganz offiziell benennen. Ja, ich könnte auch schreien. In mir wohnt eine Wut, die ich bisher so gar nicht kannte. Wut auf unsere Regierenden, die nach monatelangen Versäumnissen mit dem Krisenkabinett eine unglaubliche Macht an sich gerissen haben. Wut auf die Vertreter im Bundestag, die sich nach Merkels einseitiger Entscheidung 2015 schon wieder haben übergehen und sich und den Souverän erneut haben entmachten lassen. Wut auf unsere als Handlanger dienenden Verfassungshüter. Wut auf die Ministerpräsidenten, die zusammen mit Merkel ungeniert Grundgesetz beugen und brechen. Wut auf die sonstigen, so genannten Volksvertreter, die wohlversorgt sehr gute Miene zum sehr bösen Spiel machen. Wut auf die Öffentlich Rechtlichen, die sich die Bezeichnung Staatsfunk hoch verdient haben und Wut auf die sogenannte freie Presse, die in ihrer Bedeutung für die Demokratie völlig versagt und im Übrigen wohl nur auf viele weitere Millionen Zuschüsse – über die bereits gewährten 40 Millionen hinaus – schielt und Hosianna juchzt. Aber so richtig wütend bin ich über das Volk selbst. Sediert mit Versprechungen auf Geldsegen für alle und huldvollen Phrasen der Kanzlerette, fällt ihm nicht ein, die Verhältnismäßigkeit der noch andauernden Maßnahmen in Summe in Frage zu stellen und sich seine Souveränität zurückzuholen. Und obendrein gibt es, glaubt man den Umfragen, für das totalitäre Gebaren auch noch hohe Zustimmungswerte. Dieser Kadavergehorsam geht mir völlig ab.“

Volkes Dummheit vs. Volksverdummung

Für Leser Dr. Mephisto von Rehmstack steht fest: „Das Volk ist allerdings auch von seinen Verfassungsvätern um seine Macht und Mitwirkung betrogen worden: Das Listenwahlrecht und die Nichtbegrenzung der Amtszeiten haben einen Parteienfilz entstehen lassen, der nicht mehr demokratisch korrigiert werden kann. Dazu ein ÖRR, der wohlweißlich wiederum nicht direkt von denen kontrolliert wird, die ihn bezahlen, sondern von Mitgliedern von Parteien, Verbänden, Vereinen, die damit ihre eigenen Interessen unkontrolliert durchsetzen können, dazu eine willfährige Presse, und fertig ist der Lack, nein die Demokratie. Der durchschnittliche Wähler und Medienkonsument ist nicht mehr in der Lage, den Verlust seiner Rechte zu erkennen noch dessen Urheber, er ist der Macht der Bilder ausgeliefert. Nur eine kritische Presse wäre in der Lage, dem Wähler reinen Wein einzuschenken …“

frechdachs will sich keinen Illusionen hingeben, für ihn steht fest: „Machen wir uns nichts vor, meiner Meinung nach ist das Volk verblödet bzw. verblödet worden (Entschuldigung, aber den Eindruck habe ich schon länger). Dazu schläft es, träumt und ist nicht bereit aufzuwachen, zu erwachen, zu erkennen und aufzustehen. Es hat es sich nämlich so schön einrichten lassen, in diesem rotgrünen SED-Parteienstaat und hat sich an die Bevormundung, Reglementierungen des Regimes bis zur Abhängigkeit gewöhnt. Wahrscheinlich kreisen des Volkes Träume um den Wunsch nach mehr Staatsmacht, bis hin zur Voll -bzw. Allmacht einer Diktatur, um bloß nicht selbst Verantwortung zu haben und selbstbestimmt zu leben.“

Zorn und Sorge treiben auch jasmin um: „Ich bin schon seit vielen, vielen Jahren zornig, und zwar wg. der Dummheit der Bürger. Dass die politische Schiene das Virus benutzt, um die eigene Macht auszubauen und langfristig abzusichern, war klar absehbar. Ist auch nichts Neues, haben vor Merkel und Co. auch schon andere Politiker gemacht. Aber dass die Deutschen selbst den ganz offensichtlich freiheitseinschränkenden Maßnahmen klaglos folgen, tlw. nach „Mehr davon“ schreien, ist für mich bisher der Gipfel der Dummheit, und ich befürchte, der nächste Gipfel der Dummheit wird kommen, denn sicher werden viele bei der „freiwilligen Datenspende“ mitmachen.“

Wohltuend liest sich angesichts der Vielzahl Aussichten, Ansichten, Fakten, Gedanken, von denen hier nur eine kleine Auswahl wiedergegeben ist, zum Schluss ein Wort von Leser Mortgelas: „In diesen Zeiten des Framings, der Lügen, der Verdrehungen und der Täuschung, der Unterdrückung von Nachrichten, des Gefälligkeitsjournalismus und der Verunglimpfung anders Denkender tut es unendlich gut, etwas wie TE zu haben. Nein, nicht als Spiegel und Bestätigung der eigenen Meinung, vielmehr als Bestätigung, dass es noch vernünftige, aufrechte Menschen in diesem Land gibt. Und nicht zuletzt: Ich weiß, dass ich den Beiträgen bei TE vertrauen kann, das ist etwas, was man in den Medien kaum noch findet, und es ist unschätzbar wertvoll.“

Quelle

Borchardt entlarvt sich in einem Interview: „Es gab Mauertote auf beiden Seiten“

„Es gab Mauertote auf beiden Seiten, es sind auch Grenzsoldaten erschossen worden“, das sagt die neu gewählte Verfassungsrichterin Barbara Borchardt an ihrem ersten Amtstag.

imago images / Sammy Minkoff

An diesem Donnerstag trifft sich das neue Landesverfassungsgericht von Mecklenburg-Vorpommern zur ersten Sitzung. Mit dabei: die neu gewählte Verfassungsrichterin Barbara Borchardt, seit 1976 in der SED (heute: Linke), sie ist auch Mitglied der Antikapitalistischen Linken. In der Süddeutschen Zeitung gibt sie ein entlarvendes Interview.Read more2/6

Die Toten an der Mauer

Die Süddeutsche hält Borchardt vor, dass sie noch 2011 geschrieben habe, die Mauer sei für DDR und Sowjetunion alternativlos gewesen. „Stehen Sie noch zu dem Satz?“ Ihre Antwort ist unmissverständlich: “Ich stehe zu dem damaligen Standpunkt. Man muss sich emotionslos mit der Geschichte der DDR in einem Gesamtzusammenhang auseinandersetzen. Es war der Kalte Krieg. Damit sage ich ja nicht, dass es richtig ist, dass ein Volk eingesperrt ist. Ich möchte nur den gesellschaftlichen Prozess ordentlich bewerten.“

Zeit zum Lesen „Tichys Einblick“ – so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen Die Süddeutsche wirft ein, dass an der Mauer Menschen erschossen wurden. Jetzt fällt der entlarvende Satz der Verfassungsrichterin: „Es gab Mauertote auf beiden Seiten, es sind auch Grenzsoldaten erschossen worden.“ Ich finde, allein diese Verharmlosung von Mauer und Schießbefehl und die damit verbundene Verhöhnung der erschossenen Flüchtlinge müsste für einen Rücktritt von ihrem Amt reichen

War die DDR ein Unrechtsstaat?

Borchardt will die DDR nicht als Unrechtsstaat bezeichnen. Die absurde Begründung: „Es gab Unrecht, keine Frage. Aber die DDR war kein Unrechtsstaat, Unrechtsstaat ist juristisch gar nicht definiert, somit wäre doch das ganze Leben in der DDR unrecht!“ Die DDR könne gar kein Unrechtsstaat sein, weil der Begriff juristisch nicht definiert sei?

Die „Logik“ dieses Satzes zeigt, dass die Verfassungsrichterin offenbar die wichtigste Fähigkeit eines Juristen nicht beherrscht, nämlich logisch zu denken. Man muss nur einmal die „Logik“ ihrer Begründung auf den Nationalsozialismus anwenden: War die NS-Diktatur auch kein Unrechtsstaat, weil der Begriff „juristisch gar nicht definiert“ ist?! Und was soll die „Logik“ der Begründung, wenn man ein System als Unrechtsstaat bezeichne, heiße dies zwangsläufig, dass „somit“ das „ganze Leben“ in diesem System „unrecht“ gewesen sei? Absurd. Man muss davon ausgehen, dass ihre Urteile als Verfassungsrichterin ebenso unlogisch ausfallen werden.

„Grundgesetz schreibt kein System vor“

Die Süddeutsche fragt: „Kann eine Verfassungsrichterin ein System schützen, das sie ablehnt?“ Borchardt antwortet darauf: „Das Grundgesetz schreibt kein System vor, in dem wir leben.“ Das ist ebenfalls absurd. Natürlich schreibt das Grundgesetz ein bestimmtes System vor, das auf freiheitlichen Werten beruht – und dazu gehört auch die Garantie des Eigentums. Borchardt fügt hinzu: „Und es ist nicht verboten, darüber nachzudenken, dass öffentliche Daseinsversorgung nicht in private Hand gehört, sondern in öffentliche Hand. Das wäre ja schon ein Systemwechsel. Warum muss mit Wohnen Geld verdient werden?“

„Warum muss mit Wohnen Geld verdient werden?“

Ja, eine gute Frage: Weil in der DDR das Gegenteil, nämlich Staatswohnungen und Mietenstopp, kläglich gescheitert ist. Dazu einige Fakten. Die Ergebnisse der Wohnungspolitik der Partei von Borchardt waren ein Desaster:

1989 wurden 65% aller DDR-Wohnungen (die 3,2 Millionen Nachkriegsbauten eingerechnet) mit Kohleöfen beheizt; 24% hatten keine eigene Toilette; 18% hatten kein Bad; 40% der DDR-Mehrfamilienhäuser galten als schwer geschädigt; 11% waren gänzlich unbewohnbar; 200 Altstadtkerne in der DDR waren akut gefährdet. Mehr zum Thema

Die Bürger mussten viele Jahre warten, bis sie eine der begehrten Plattenbauwohnungen zugeteilt bekamen. Die Altbausubstanz in Mehrfamilienhäusern in Leipzig, Dresden, Ostberlin, Erfurt und anderen ostdeutschen Städten war so zerfallen, dass nach der Wiedervereinigung mit einem massiven Steuerprogramm – dem sogenannten Fördergebietsgesetz – viele Milliarden Euro in die Sanierung gesteckt werden mussten. Doch nicht nur alte Gebäude, sondern auch die DDR-Plattenbauten mussten im großen Stil saniert werden. Zusätzlich war ein erheblicher Neubau notwendig, um den Wohnungsmangel in Ostdeutschland zu beseitigen. Insgesamt wurden in den 90er-Jahren mithilfe steuerlicher Förderungen 838.638 Wohnungen in den neuen Bundesländern und Ost-Berlin fertig gestellt. Die Kosten beliefen sich auf 84 Milliarden Euro.

„Millionen Tote und viele Flüchtlinge“

Die Süddeutsche konfrontiert Borchardt mit einer Aussage auf der Seite der „Antikapitalistischen Linken“ „Corona ist das Virus, Kapitalismus ist die Krankheit.“ Sie antwortet darauf u.a. „Aber die Krise des Kapitalismus ist doch schon lange zu spüren. Das sieht man an der Zerstörung der Umwelt, den Millionen Toten und den vielen Flüchtlingen weltweit.“

Landesverfassungsgericht MV DDR-Juristin zur Verfassungsrichterin gewählt „Flüchtlinge weltweit“: Was hat das mit dem Kapitalismus zu tun? Die Heritage Foundation veröffentlicht jährlich den „Index of Economic Freedom“. Danach sind die am meisten kapitalistischen Länder auf der Welt, Länder wie Singapur, die Schweiz, Neuseeland und Dänemark. Wer, bitte schön, flieht aus diesen Ländern? Das Ranking der am meisten kapitalistischen Länder zeigt, dass kein Mensch aus diesen wirtschaftlich freien Ländern flieht. Am Ende des Rankings stehen die wirtschaftlich unfreisten Länder – Venezuela, Kuba, Nordkorea. Aus Venezuela, lange von Borchardts Partei als Musterland gepriesen, sind seit der Machtübernahme der Sozialisten schon mehr als zehn Prozent der Einwohner geflüchtet, in Nordkorea werden Menschen, die nach Südkorea flüchten wollen, erschossen.

Borchardt spricht von „Millionen Toten“, die sie dem Kapitalismus zurechnet. Tatsache ist: Mehr als 100 Millionen Menschen wurden im 20. Jahrhundert Opfer des Kommunismus, nicht des Kapitalismus. Der Kapitalismus hat gerade in den vergangenen 35 Jahren sehr viele Menschenleben gerettet, weil dank der kapitalistischen Globalisierung weltweit 1,25 Milliarden Menschen extremer Armut entkommen sind.

„Antikommunismus“

Borchardt beklagt im Interview den „puren Antikommunismus“, den sie seit 30 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland erlebe. „Das betrifft vor allem den Antikommunismus in Richtung DDR.“ Ja, Frau Borchardt. Antikommunismus gehörte – genau wie der Antifaschismus – von Anfang an zur Basis der freiheitlichen Ordnung der Bundesrepublik. Antikommunismus erscheint bei ihr als negativer Begriff. Meine Gegenthese: Wer nicht Antikommunist und Antifaschist zugleich ist, der ist kein Demokrat.

„Sie bleiben als Verfassungsrichterin in der Antikapitalistischen Linken?“ fragt die Süddeutsche zum Schluss: „Ich werde immer gefragt, ob ich das ruhen lasse. Kann man ja machen, dann ist man die Diskussion los. Aber es ist nicht ehrlich. Ich kann doch meinen Kopf nicht abgeben.“ Da hat sie Recht. Den „Kopf“, also ihre antikapitalistische Gedankenwelt, kann sie nicht abgeben. Ihr Amt sollte sie jedoch nach diesen Äußerungen sofort abgeben – und die CDU-Abgeordneten, die sie gewählt haben, sollten sich schämen.

Quelle

Frühjahrs­trockenheit mittels CO2-Reduktion bekämpfen. Wenn nicht gehandelt wird, hat die Durst­strecke kein Ende

Sitzen wir bald alle auf dem Trockenen? Wohl eher umgekehrt! Bild: angieconscious / pixelio.de

Helmut Kuntz
Im Kommentarblog liest man häufig die „Behauptung“, der Glaube an die AGW-Klimatheorie und seine daraus abgeleiteten Hysterien beschränke sich vorwiegend auf Personen ohne technisch orientierte Bildung. Schon die teils extremen Beispiele lautstarker Verkünder von Klimahysterie, wie Herr Schellnhuber (Physiker), Prof. Quaschning (Elektrotechniker) und Prof. H. Lesch (Astrophysiker) belegen das Gegenteil. Doch auch im lokalen Bereich lassen sich markante Beispiele fortführen.

Wenig Hoffnung

Im Lokalblatt des Autors erschien ein Leserbrief:
[1] 11.05.2020, Leserbrief: „Wenig Hoffnung“
Die gegenwärtige Trockenheit mit großen Problemen für die Landwirtschaft, sterbenden Bäumen in Nürnberg und drohenden Waldbränden im Reichswald wird von den Nürnberger Nachrichten als Durststrecke bezeichnet. Damit wird suggeriert, dass in einiger Zeit diese Probleme wieder vorbei sind. Mit keinem Wort wird in diesem Artikel die Ursache der Trockenheit erwähnt: der menschengemachte Klimawandel, Der Leiter der Forstbehörde äußert die Hoffnung auf einen „normalen“ Sommer.
Woher nimmt er diese Hoffnung, wenn nichts unternommen wird, um die CO2-Emissionen schnell zu reduzieren? Wenn nicht gehandelt wird, hat die Durststrecke kein Ende
Prof. Martin Hundhausen Erlangen
(Anmerkung des Autors: Physiker)

Der Leserbriefschreiber bezieht sich dabei auf einen Zeitungsartikel, den der Autor rezensiert hatte.
EIKE 25. April 2020: [2] Wenn Medien immer nur Personen mit der gleichen Meinung fragen, können sie (und diese Personen) nie gescheiter werden

Normalerweise „ignoriert“ man einen solchen Leserbrief. In diesem Fall ist der Verfasser jedoch nicht ein „einfacher, besorgter Bürger“, sondern neben seiner Professur auch Vorstandsmittglied eines Lobbyvereins:

Bild 1 Sonnenenergie Erlangen e.V. Vereinsinfo (Auszug). Screenshot

Dieser Verein ist wohl recht aktiv und zwar sowohl in seinem Marktsegment Solar, wie auch in der Information, warum es richtig und notwendig ist, dieses zu forcieren:

Bild 2 Sonnenenergie Erlangen e.V. Vereinsinfo auf der Homepage (Auszug). Screenshot

Dieser Leserbrief-schreibende Professor mit seinem Vorstandsposten ist also wohl so etwas wie eine Fachperson, auch fürs Klima. Und sicher hat er Belege für seine Aussagen im Leserbrief.

Anlass, bei ihm nach solchen nachzufragen. Der Autor hat es per Mail getan. Der Herr Professor blieb bisher jedoch eine Antwort schuldig. Parallel wurde auch ein „korrigierender“ Leserbrief an die Lokalredaktion geschrieben. Dieser wurde bisher jedoch nicht veröffentlicht.

Es ermüdet, doch wenn man solche Ergüsse liest, sollte man sich immer neu die Daten aus der wahren Natur ansehen. Nur so erkennt man (immer wieder neu), welche Unverfrorenheit hinter solchen Behauptungen angeblicher Fachpersonen steckt.

Trocken ist es im Frühling nur, wenn man die Vergangenheit weglässt

Nachdem die seit ein paar Jahren vorhandene Frühjahrstrockenheit an allen „Ecken und Enden“ dem Klimawandel in die Schuhe geschoben wird, hat der Autor bereits mehrmals nachgesehen, ob diese ein Klimawandel-Menetekel sein könnte [2] [3][13], und auch andere Autoren haben es getan [4] [5].
Sofern die Niederschlagsdaten des DWD stimmen, lässt sich zeigen, dass es früher – als es kälter war – über lange Zeit mehr Trockenheit hatte und ausgerechnet seit es wärmer und die Atmosphäre CO2-haltiger ist, im Frühjahr mehr Feuchte gibt.

Und die Langfristtrends sind eindeutig: Der Niederschlag nimmt zu. Das „verlangt“ auch die Theorie, da mit zunehmender Temperatur die Feuchte in der Luft zunehmen soll.

Die Klimasimulationen des DWD sagen deshalb für die Zukunft auch nicht die Spur einer künftigen Frühjahrsaustrocknung vorher, sondern zeigen lediglich, dass ihre Simulationsergebnisse nicht einmal aktuell (wo sie doch sorgfältig kalibriert sind) die gemessene Wirklichkeit auch nur im Ansatz abbilden (können).

Bild 3 Deutschland, Frühjahrs-Niederschlag mit gleitendem Mittelwert und Simulationsläufen bis 2100. Quelle: Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), Screenshot
Bild 4 Deutschland, Frühjahrs-Niederschlag mit Regressionsgerade als Anomalie. Quelle: Grafik des DWD-Viewer (Zeitreihen und Trends). Screenshot

Allerdings weist die DWD-Grafik der Niederschlagsanomalie viel „Trockenheit“ aus, obwohl man auch bei dieser sofort sieht, dass das Frühjahr die letzten Jahre im Vergleich überhaupt nicht besonders trocken war.
Der Eindruck wird ganz einfach über den durch nichts gerechtfertigten, meteorologischen Zeitraum von 1961 – 1990 (den deshalb auch nicht alle Länder übernommen haben) vermittelt. Setzt man den Mittelwert anders, beispielsweise auf den der letzten „natürlichen“ Klimajahre von 1915 – 1951 (erst Mitte 1950 begann der CO2-Gehalt der Atmosphäre signifikant zu steigen), sieht man, wie natürlich die derzeitige Frühjahrstrockenheit wirklich ist.

Allerdings sind die meisten Personen, welchen sich an diesen langen Zeitraum von Frühjahrstrockenheit noch erinnern könnten, mittlerweile verstorben und können Reportern nicht mehr erzählen, dass es vor dem „schlimmen Klimawandel“ über viele Jahrzehnte die gleiche Frühjahrstrockenheit schon gab.

Somit bleibt das Fazit, dass die letzten sieben – angeblich als Menetekel des Klimawandels besonders trockenen Frühjahre, mit einem Mittelwert von 164 mm immer noch nasser waren, als der Mittelwert der Jahre 1915 – 1959. Frühjahrstrockenheit ist somit in Deutschland ein latentes Wetterproblem und mit Sicherheit nicht das eines „Klimawandels“.

Bild 5 Deutschland, Frühjahrs-Niederschlag mit verschiedenen Mittelwerten. Daten: DWD-Viewer. Grafik vom Autor erstellt

Nun noch die Nachschau, ob der Frühlingsniederschlag in Deutschland eine Korrelation mit der CO2-Konzentration in der Atmosphäre aufweist:

Bild 6 Deutschland Niederschlag Frühling und Verlauf der CO2-Konzentration (gelb) von 1900 – 2015 darüber kopiert. Quelle Niederschlag: DWD. Grafik vom Autor erstellt.

Wer da – wie in dem Leserbrief – behauptet, eine Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre würde den Frühlingsniederschlag bestimmt erhöhen, muss wirklich mehr als einen „Schlag“ – oder eher persönliche Interessen – haben.
Allerdings, auch unsere Umweltministerin hat einen solchen (und persönliche Interessen, in diesem Amt zu bleiben, für das nicht eine Spur von Fachkenntnis gefordert ist. Für ihre Chefin, Frau Merkel, reicht es aus, dass sie sich auf Hörensagen hin, regelmäßig öffentlich ausreichend Sorgen macht und dafür sorgt, die CO2-Steuer hochzutreiben … ):
Westfälische Rundschau 16.04.2019:Umweltministerin Svenja Schulze sorgt sich um das Tempo des Klimawandels. Um gegenzusteuern, setzt sie auf eine Besteuerung von CO2.
Umweltministerin
Svenja Schulze hat alarmiert auf die Dürre schon im Frühjahr reagiert. „Ich mache mir Sorgen, dass sich der Klimawandel in Deutschland gerade beschleunigt“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion …

Der Frühjahrniederschlag wird durch Zyklen bestimmt

Die folgenden Grafiken zeigen mehrjährige Summierungen, wie sie als Auswirkung zum Beispiel auf Wald und Grundwasser wichtig sind. Daran erkennt man Hintergründe der Schwankungen, nämlich Zyklen. Und man erkennt noch deutlicher, dass kein CO2-bedingter Trend zu mehr Trockenheit vorliegt, sondern sich der Niederschlag bisher stur innerhalb normaler Schwankungsbreiten bewegt.
Nur war die Natur die letzten Jahrzehnte durch viel Frühjahrsniederschlag „verwöhnt“. Dass dieser trotz Klimawandel vorlag, der Auslöser einer Trockenheit sein soll, wird von den Klimafachpersonen nicht mehr erwähnt.

Bild 7. Deutschland, Niederschlag Frühling, 6- und 4-Jahressummen. Daten: DWD. Grafik vom Autor erstellt
Bild 8 Deutschland, Niederschlag Frühling, 3-Jahressumme. Daten: DWD. Grafik vom Autor erstellt

Niederschlag im Kalenderjahr

Viele weitere Grafiken finden sich in [2] [3]. Anbei einige daraus zur Wiederholung.

Bild 9 Deutschland, Niederschlag Kalenderjahr. Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), . Screenshot

Detaillierter sieht man den Niederschlagsverlauf als Anomalie:

Bild 10 Deutschland, Kalenderjahr, Niederschlags-Anomalie mit Regressionsgerade. Grafik des DWD-Viewer (Zeitreihen und Trends). Screenshot
Bild 11 Deutschland Sommer Niederschlag. Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas). Screenshot

Zum Sommerniederschlag, der als einzige Jahreszeit wohl eine kleine, negative Tendenz ausweist, Mehrjahressummen. Wieder sieht man, wie alles in der Vergangenheit „schon einmal dagewesen“ war und keine Extreme vorliegen.

Bild 12 Deutschland Sommer Niederschlag, 3-Jahressumme, 6-Jahressumme. Datenquelle: DWD. Grafik vom Autor erstellt
Bild 13 Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), Herbst Niederschlag. Screenshot
Bild 14 Grafik des DWD-Viewer (Klimaatlas), Winter Niederschlag. Screenshot

USA

Nun könnte es sein, dass Deutschlands Klima etwas „aus der Reihe tanzt“ und es dafür woanders stetig trocken wird. Zum Beispiel in den USA, von denen doch regelmäßig schlimmste Bilder mit verheerenden Buschfeuern gezeigt werden, die regelmäßig viele Villen in Schutt und Asche legen.

Bei der NOAA lassen sich zur USA zu Nässe und Trockenheit Flächendaten laden. Und deren Auswertung zeigt, dass auch in den USA die Feuchte zunimmt, sogar noch stabiler als in Deutschland. Schöner könnten die Grafiken als Beleg gar nicht sein.
Das gilt sowohl für das Gesamtjahr:

Bild 15 USA Gesamtjahr, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt

Wie auch für alle Jahreszeiten.

USA Frühling

Bild 16 USA Frühling, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt

In der 6-Jahressumme sieht man am Deutlichsten wieder typische Klimazyklen – und, dass es im Frühjahr auch in den USA nicht zunehmend trockener wird.

Bild 17 USA Frühling, Flächenanteile Very Wet/Very DRY, 3-Jahressumme mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt
Bild 18 USA Frühling, Flächenanteile Very Wet, 6-Jahressumme mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt

USA, restliche Jahreszeiten

Bild 19 USA Winter, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt
Bild 20 USA Sommer, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt
Bild 21 USA Herbst, Flächenanteile Very Wet/Very Dry mit Regressionsgeraden. Quelle: NOAA. Grafik vom Autor erstellt

Man wundere sich allerdings nicht. Trotz dieser eindeutigen Daten „gelingt“ es Medien auch in den USA, (wie bei uns) eine Klimawandel-bedingte, zunehmende Austrocknung zu fabulieren:
[4] EIKE 16.05.2020: L.A. Times auf frischer Tat ertappt: hat einen Fake Link konstruiert zwischen Klima, Dürre und Waldbränden

Natürlich wird beim Klima seitens Fachpersonen und Medien nicht „gelogen“. Irgendwelche Daten – ganz kurze Zeitreihen, oder mit sehr, sehr unwahrscheinlich eintretenden Parametern gefütterte Simulationen [11] – geben kurzzeitig immer wieder Zahlen oder Korrelationen für einen Alarm her.
Bei manchen sind es auch ganz einfach Schwierigkeiten bis hin zur mentalen Blockade beim Übersetzen, wenn der Originaltext das erwartete Narrativ partout nicht hergibt:
[10] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen

Nie würde der Autor also so etwas behaupten. Das traut sich nur ein Jörg Kachelmann.
Anmerkung: Nachdem hier nur ein Auszug seines Beitrags übertragen ist, der Hinweis, dass Herr Kachelmann den Klimawandel im Beitrag als real bewertet.
Gastbeitrag Wetterexperte Jörg Kachelmann im Bayernkurier:
[9] Bayernkurier 20.11.2019: „Weil es besser knallt“
Lügen, dass sich die Balken biegen
… Zum Bösen gehört, dass zum Klimathema gelogen wird, dass sich die Balken biegen, weil es gerade ins persönliche oder politische Süppchen passt.
… Die gesammelten desinformierenden Unwissenschaftlichkeiten treffen auf eine traurige Mediensituation, in der klickschlampesker Erfolg wichtiger ist als geringste Restwassermengen von Seriosität. Dumm klickt gut. Weshalb wir nur noch wahlweise lesen dürfen, dass der Winter rekordwarm oder rekordkalt würde und beide Varianten werden natürlich dem Klimawandel zugeschrieben, was genauso völliger Blödsinn ist wie die Aussage selbst. Aber das ist dem „Focus“, dem „Merkur“ oder der „Süddeutschen“ völlig wurscht. Geschrieben wird’s trotzdem, weil’s gut läuft mit dem Schwachsinn ..
.

Fazit

Das was dieser Professor als angebliche Tatsache behauptet und darauf fußend fordert, hat keinerlei Beleg in den Messwerten der wahren Natur.

Leider ist er damit ja nicht alleine, sondern hat eine von jeglicher Klima-Sachkenntnis „befreite“ Umweltministerin, eine bedingungslos jedem GRÜNEN Zeitgeist nachrennende Kanzlerin ohne Opposition im Bundestag und eine in jeder Position überforderte Präsidentin der Europäischen Kommission als „Rückhalt“.

Und damit ist nicht mehr aufzuhalten, dass CO2-Emission mit immer gewaltigeren Kosten per Gesetz verringert wird (um die immer dringender benötigten, enormen, zusätzlichen Staates-Einnahmen durch CO2-Besteuerung vor allem aus Deutschland zu generieren) – ohne belegbaren Grund und ohne am Wetter wirklich etwas zu verändern (Deutschland erzielt mit seiner CO2-Politik maximal 0,002 … 0,05 Grad Temperatur-„Verringerung“ bis zum Jahr 2100).
Diesen Personen reicht es vollkommen, dass ihrer Ideologie gemäß verfahren wird.

Mit dem Wetter kämen wir noch zurecht, aber nicht mehr mit unserer GRÜNEN Politik

Die USA haben „ihre“ Villen mitten in den seit Urzeiten ausgewiesenen Brandgebieten Kaliforniens, deren ziemlich regelmäßig – mal mehr, mal weniger – erfolgendes Abbrennen bei uns regelmäßig als Klima-Menetekel publiziert werden.

Bei uns sind es eher die Bauern. Zwar haben es diese in der öffentlichen Meinung allgemein „verschissen“. Doch wenn der Klimawandel wütet und man dafür Belege benötigt, finden sie ab und zu – sofern sie darüber jammern – doch Gehör.

Allerdings tanzt dann mancher auch vor Journalisten aus der Reihe:
[6] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe: Die Wintergerste ist mickrig wie noch nie
Zuerst zu nass, dann zu trocken: Die Witterungsverhältnisse seit Februar … nehmen vorweg … was in Zukunft wegen zusätzlicher Auflagen der DÜNGEVERORDNUNG zur Regel wird. Er sorgt sich um die Zukunft des Ackerbaus.
… zuerst haben die Nährstoffe gefehlt, dann das Wasser. Normalerweise bildet ein Samenkorn drei Haupttriebe, doch die Gerste hat ihr Wachstum auf einen konzentriert … sieht in der fürs Pflanzenwachstum ungünstigen Witterung dieses Jahres eine Situation vorweggenommen, die ab nächstem Jahr die Regel sein wird.
Dann gilt die Ende April vom Bundesrat verabschiedete Verschärfung der Düngeverordnung. Auf solche extreme Wetterlagen wie heuer können wir dann nicht mehr reagieren …
In der weiteren Ausführung erzählt dann der Bauern-Verbandsvertreter, was die von der EU erzwungene Düngeverordnung für Konsequenzen hat:
… Die Herbstdüngung ist weitgehend verboten. Damit bleibt für die Nachfolge-Aussaat kein Stickstoff. Als Folge kommt die Wintergerste „hungrig“ aus der Winterruhe. Das gilt auch für nach der Ernte gesäte Zwischenfrüchte. Kommentar des Fachmanns: „das ist pflanzenbautechnischer Blödsinn“.
Ergänzend darf auf über Nacht gefrorenem Boden nicht mehr gedüngt werden. Somit verbietet sich eine Zwischendüngung im Winter, wenn der Acker befahrbar ist. Damit entfällt zwangsweise das bisher übliche, frühzeitige „Andüngen“. In als „rotes Gebiet“ ausgewiesenen Gegenden muss die Stickstoffgabe auf 20 % unter dem pflanzlichen Bedarf gesenkt werden mit der Konsequenz: „Damit bewegen wir uns in einer Spirale abwärts, die Böden werden ausgelaugt, die Erträge sinken“ … „Was Wintergerste angeht, ist für ihn bereits klar, dass er sie nicht mehr anbaut. Statt im Schnitt 70 Doppelzentner auf dem Hektar rechnet er vielleicht noch mit 30 … “… „ich bekomme jetzt schon Anrufe von Kollegen, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Futtergrundlage für ihre Tiere herbringen sollen, geschweige, wie sie noch wirtschaftlich arbeiten können“…

Mit ziemlicher Sicherheit wird bald eine Studie kommen, die aufzeigt, dass es am Klimawandel lag …
Professor H. Lesch und GRÜNE Fachpersonen haben schon gezeigt, wie man so etwas fabuliert:
[7] EIKE 11. September 2018: Hopfenertrag 2018
[8] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?

Und Getreide „entwickeln“, um trockenresistentere Sorten zu generieren, darf man in Deutschland auch nicht mehr, denn dazu benötigt man die verbotene Gentechnik. Zudem könnte man so angepasste Produkte dann gar nicht kaufen, da viele Discounter mit „ … sicher ohne Gentechnik“ werben.
Was daraus passieren kann, hat bei „Corona“ die für unsere Politiker anscheinend völlig neue Erkenntnis gezeigt. Wegen dem Gentechnikverbot wurde einst die ebenfalls darauf angewiesene Medizinforschung konsequent ins Ausland „hinausgeekelt“ und anstelle von Pharmaforschung im gleichen Umfang Gendertechnik „entwickelt“. Nun muss man dort entwickeln lassen und dann versuchen, zu importieren.

Ist in unserer hohen Politik auch nur irgend ein Anflug von (Er-)Kenntnis erahnbar?
WELT: [12]Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) plant ein Konjunkturprogramm und will ihre Vorschläge bereits am Montag vorstellen. Gemeinsam mit mehreren Wirtschaftsforschern lädt sie zu einer Pressekonferenz mit dem Thema „Sozial-ökologische Impulse für die Konjunkturpolitik“. „Konjunkturhilfen brauchen einen klaren Kompass“ sagte Schulze dazu dem „Spiegel“, es gehe um Beschäftigung, Innovation und Klimaschutz. Gerade Investitionen in den Klimaschutz gehörten Ökonomen zufolge „zu den wirksamsten Konjunkturimpulsen überhaupt“.

Quellen

[1] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 11.05.2020: Leserbrief „Wenig Hoffnung“

[2] EIKE 25. April 2020: Wenn Medien immer nur Personen mit der gleichen Meinung fragen, können sie (und diese Personen) nie gescheiter werden

[3] EIKE 03. Mai 2020: Wie der Bund Naturschutz Bayern vor der schlimmen Frühjahrstrockenheit rettet

[4] EIKE 16.05.2020: L.A. Times auf frischer Tat ertappt: hat einen Fake Link konstruiert zwischen Klima, Dürre und Waldbränden

[5] EIKE 15.05.2020: 2020 zum wiederholten Mal sehr ungünstiger Frühling in Teilen Deutschlands – häuft sich Extrem­wetter? Teil 2

[6] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe vom 18.05.2020: Die Wintergerste ist mickrig wie noch nie

[7] EIKE 11. September 2018: Hopfenertrag 2018

[8] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?

[9] Bayernkurier 20.11.2019: „Weil es besser knallt“

[10] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen

[11] EIKE 19. Mai 2020: Das Ende der Menschheit ist in 30 Jahren

[12] WELT, 22. Mai 2020: Lachet: Familien sollen pro Kind 600-Euro-Bonus erhalten

[13] EIKE 03. Mai 2020: Wie der Bund Naturschutz Bayern vor der schlimmen Frühjahrstrockenheit rettet

Quelle

Die wahren Leugner der Klimawis­senschaft

Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Paul Driessen
Befürworter einer vom Menschen verursachten Klimakrise weisen unbequeme Beweise des natürlichen Klimawandels zurück.

Vor 50 Jahren half ich den Earth Day Nr. 1 an meinem College zu organisieren, wobei ich auf die ernsten Probleme bzgl. Verschmutzung aufmerksam machte, welche in vielen Gebieten der USA herrschten. Während der folgenden Jahrzehnte haben Gesetze, Vorschriften und auch eine geänderte Haltung sowie technologische Fortschritte den größten Teil dieser Verschmutzung reduziert, oftmals dramatisch.

ch habe niemals an die „Das-Ende-ist-nahe“-Hysterie geglaubt, welche Ron Stein und Ron Bailey beschrieben haben, einschließlich der vom Menschen verursachten globalen Abkühlung. Das ist auch heute noch so – mit Sicherheit werde ich mich nicht der Hysterie einer vermeintlichen globalen Erwärmungs-Krise anschließen, auf die sich der diesjährige Earth Day konzentriert hatte – ebenfalls den Emissionen von Kohlendioxid in die Schuhe geschoben, dem gleichen Spurengas also, welches Menschen und Tiere ausatmen und die Pflanzen für ihr Gedeihen benötigen. Uns wird weisgemacht, dass die Krise beispiellos ist und eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und des Planeten darstellt. Was für ein Unsinn!

Aber was mich bei all dem immer fasziniert hat, ist die standhafte, oftmals widerwärtig daherkommende Bestimmtheit, mit der Wissenschaftler, Politiker und gewisse Interessengruppen alarmistische Narrative vor sich her tragen – und damit prächtige Profite einheimsen – und jedwede Wissenschaft, Historie und Belege zurückweisen und leugnen, welche ihre Behauptungen unterminieren, dass nichts, was sie sagen, noch nie passiert ist.

Die „höchsten Temperaturen jemals“ liegen um wenige Zehntel oder sogar nur Hundertstel über von vor vielen Jahrzehnten gesetzten Rekorden. Die Vereinigten Staaten genossen kürzlich eine Rekordzeit von 12 Jahren ohne Hurrikane der Kategorie 3 bis 5, die schließlich 2017 von Harvey und Irma beendet wurde. Während der letzten 35 Jahre gab es weit weniger schwere Tornados als in den 35 Jahren davor, und das völlige Fehlen derselben im Jahre 2018 war in der Geschichte der USA beispiellos. Die Überschwemmungen und Dürren der heutigen Zeit waren sicherlich nicht schlimmer als die Überschwemmungen der Vergangenheit oder die Dürreperioden mehrerer Jahrzehnte, die zum Untergang der Anasazi, Maya und anderer Zivilisationen führten.

Nichtsdestotrotz bestehen die Alarmisten darauf, dass Klima und Wetter stabil und unverändert waren, bis die Menschen Kohle, Öl und Erdgas zu verbrennen begannen. Wir müssen fossile Treibstoffe jetzt ausmerzen, sagen sie, ohne jede Rücksicht darauf, was Biotreibstoffe, Wind- und Solar-Installationen (nebst des Bergbaus für die Rohstoffe zur Herstellung derselben) in Natur und Umwelt, aber auch hinsichtlich der Menschenrechte anrichten. Ihre Abkopplung von der Realität ist wirklich erstaunlich.

Genauso beeindruckend ist deren Ansicht, dass schmelzende Gletscher etwas völlig Neues sind. Das gipfelt in der Propagierung, dass alles einfach prima war, bis die amerikanischen, europäischen und grönländischen Gletscher vor ein paar Jahrzehnten zu schmelzen begannen, was uns angeblich einen katastrophalen Meeresspiegel-Anstieg bescheren würde. Es gipfelt in der weiteren Behauptung, dass Eiszeiten niemals stattgefunden haben; dass deren Kilometer dicken Eisschilde niemals ein Drittel der Nordhemisphäre überzogen haben, obwohl das mehrfach vorgekommen war mit jeweils kurzen Warmzeiten dazwischen.

Und es gipfelt in der Behauptung, dass die Römische und die Mittelalterliche Warmzeit niemals stattgefunden haben, Letztere gefolgt von der Kleinen Eiszeit, als Priester sich des Exorzismus‘ befleißigten und darum beteten, dass Gott verhindern möge, dass die vorstoßenden Gletscher Dörfer in den Alpen bedrohen.

Jüngstes Beispiel waren Funde von Forschern in Norwegen, die an einem Bergpass zahlreiche Artefakte aus der Zeit der Wikinger fanden. Dieser Pass war mindestens 700 Jahre lang als Verkehrsweg genutzt worden, bevor er vom Eis begraben wurde und für die nächsten 1000 Jahre der Vergessenheit anheim fiel (hier, in deutscher Übersetzung beim EIKE hier).

Alarmisten bestehen darauf, dass die Erwärmung fossilen Treibstoffen geschuldet ist, und leugnen strikt, dass sie einfach Teil natürlicher Klimazyklen ist. Und während der letzten Jahre sind immer neue Belege für Erwärmungs- und Abkühlungsperioden aufgetaucht.

Im Jahre 1991 fanden deutsche Wanderer die unglaublich mumifizierten und stark tätowierten Überreste von „Ötzi dem Gletschermann“, welcher vom Eis in den Ötztaler Alpen freigegeben wurde – in einer Höhe von rund 3000 Metern. Er war vor etwa 5300 Jahren an einer Pfeilwunde gestorben. Er ist ein unleugbares Anzeichen für Leben in dieser Höhe, was beim heutigen Klima undenkbar ist.

Norwegische Eisfelder zeigen Schrumpfen und Vorstoßen in ähnlicher zeitlicher Abfolge wie Alpengletscher, sagt der norwegische Glaziologe Atle Nesje. Die archäologischen Funde „passen offenbar perfekt zu unseren Gletscher-Rekonstruktionen“, fügt er hinzu.

Jahre lange Forschungen Schweizer und anderer Wissenschaftler fanden Ähnliches – manchmal menschliche Artefakte, manchmal aber auch Überbleibsel von Pflanzen und Tieren in Gebieten, in denen sich jüngst das Eis zurück gezogen hatte. An einer Stelle hat Prof. Christian Schlüchter, Geologe, Holzstücke mit einer Dicke von 30 bis 60 cm gefunden, welche unter dem Eis hervor gespült worden waren. Das heißt seinen Worten nach, dass das Eis dort „kaum ewig“ vorhanden gewesen sein dürfte. Vielmehr gab es immer wieder Perioden mit wärmerem Wetter und weniger Eis.

Tatsächlich zeigt das C14-Datierungsverfahren zehn „eindeutig identifizierbare Zeitfenster“ während der letzten 10.000 Jahre, in welchen Gletscher der Alpen etwa 300 Meter höher endeten als heute. Das bedeutet, dass die Alpen wiederholt und für längere Zeit grüner waren als heute“, folgert Schlüchter.

Aus schmelzenden Gletschern in den Anden in Südamerika sind die Leichen von Kindern der Inka aufgetaucht, welche vor rund 500 Jahren in Argentinien geopfert worden waren.

Vor der Küste Floridas fand das Taucherteam der Archäologen Mel und Deo Fisher nicht nur die berühmte spanische Galeone Nuestra Señora de Atocha, die während eines schweren Hurrikans 1622 sank, oder nur das britische Sklavenschiff Henrietta Marie, das während eines Hurrikans um 1700 unterging, nachdem es 190 Afrikaner in Jamaika zurückgelassen hatte, um als Sklaven verkauft zu werden. Sie fanden auch verkohlte Baumäste und Kiefernzapfen von einem Waldbrand vor 8.400 Jahren, als dieses Meeresgebiet rund 50 km von Key West entfernt noch weit über dem heutigen Meeresspiegel lag!

Es wurde sogar ein ganzer Wald entdeckt, der aus dem schmelzenden Mendenhall-Gletscher bei Juneau, Alaska, herausragt – ein Gebiet, das ich vor einigen Jahren besucht htte. Wurzeln, Stümpfe und große Segmente ganzer aufrechter Fichten oder Schierlingsbäume wurden bereits über mehrere Hektar verstreut gefunden. Sie sind die Überreste eines Waldes, der dort bis zu 2.350 Jahre lang gedieh, bis er vor etwa 1.000 Jahren vom Gletschereis begraben wurde.

Die Chronik erstaunlicher Entdeckungen aus schmelzenden Gletschern wird länger und immer länger. Die wichtigste Lektion daraus lautet, dass unser gegenwärtiges Klima nichts weiter als ein Schnappschuss der Zeit ist – auf einem vitalen Planeten, wo Klimawandel und Extremwetter seit Anbeginn der Zeit „real“ waren. Nur ein die Wissenschaft leugnender Klima-Alarmist würde es ablehnen, dies zur Kenntnis zu nehmen. Einfach gesagt, es gibt überhaupt nichts, was wir heute erleben, beispiellos war.

Das ist gefährliches Material heutzutage – sogar ein Sakrileg. Es zieht den Forderungen eines Green New Deal nach Corona-Zeiten den Teppich unter den Füße weg. Es muss unterdrückt werden! Und verängstigte Leugner der Klimawissenschaft tun alles in ihrer Kraft Stehende, diese Dinge von den „Mainstream“-Medien fernzuhalten. Realisten müssen alles in ihrer Kraft Stehende tun, um Klimafakten zu verbreiten.

Natürlich kann es sein, dass diese Klimaänderungen der Vergangenheit durch Kohlendioxid und Wasserdampf verursacht worden waren durch keuchende Pferde, Ochsen und Menschen, die sich am Rande der Erschöpfung abmühten und das tun, was unsere mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeuge und Geräte heute für uns tun. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Änderungen auf eine komplexe und immer noch kaum verstandene Kombination solarer und anderer natürlicher Kräfte zurückzuführen sind.

Klima-Alarmisten mögen nichts weniger als über diese natürlichen Fluktuationen nebst deren Ursachen zu diskutieren. Wir Anderen sollten das aber, und diese historischen Belege müssen im Mittelpunkt unserer Diskussionen stehen.

Zunehmendes Wissens darüber, was diese Kräfte sind und wie sie zusammenwirken, wird uns in die Lage versetzen, künftige Klimaveränderungen besser vorherzusagen, uns auf sie vorzubereiten und uns an sie anzupassen. Wenn wir uns weiterhin auf Kohlendioxid und andere „Treibhausgase“ als primäre oder einzige Ursache für Klimaveränderungen und Wetterereignisse konzentrieren, werden wir nie über die politisch geführten Klima- und Energiekämpfe, in denen wir uns jetzt befinden, hinauskommen.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of Eco-Imperialism: Green power ● Black death and other books and articles on energy, environment, climate and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/18/the-real-climate-science-deniers/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Quelle

Warum Herden-Immunität bzgl. COVID-19 viel früher erreicht wird als gedacht

In Schweden erfolgreich: auf Herden-Immunität setzen! Bild: NicoLeHe / pixelio.de

Nicholas Lewis
Introduction

Eine im März vom COVID-19-Team am Imperial College veröffentlichte Studie (Ferguson20 {1}) scheint zum größten Teil die Grundlage regierungsamtlicher Maßnahmen in UK zu sein, ebenso wie in größerem Ausmaß auch in den USA und einigen anderen Ländern. Bis zum Erscheinen dieser Studie scheint es die Strategie der UK-Regierung gewesen zu sein, sich auf die Ausbildung von ,Herden-Immunität‘ zu verlassen, um die Ausbreitung der Epidemie zu verlangsamen und eventuell zum Verschwinden zu bringen.

Das ,Herden-Immunitäts-Potential‘ [herd immunity threshold (HIT)] kann geschätzt werden aus der zugrunde liegenden Reproduktionsrate der Epidemie, R0 – eine Maßzahl, wie viele Menschen durch eine infizierte Person jeweils angesteckt werden können. Einfache Standard-Modelle epidemischen Wachstums implizieren, dass der HIT gleich ist {1 – 1/R0}. Ist der HIT erst einmal überstanden, beginnen Neu-Infektionen abzunehmen, was sicherstellen sollte, dass Gesundheitssysteme danach nicht zusammenbrechen und dass man wirksamer vorangehen kann, um die Krankheit zu eliminieren.

Allerdings schätzte der Ferguson20-Report, dass während der Epidemie 81% der Bevölkerung in UK und den USA infiziert werden würden, wenn man sich auf die Herden-Immunität verlässt, hauptsächlich über einen Zeitraum von 2 Monaten auf der Grundlage einer R0–Schätzung von 2,4. Diese Zahlen implizieren, dass Gesundheitssysteme doch zusammenbrechen würden mit der Folge von viel mehr Todesfällen. Die Studie behauptet, dass nur drakonische Maßnahmen der Regierung ein solches Szenario verhindern können. Sofort wurden derartige Maßnahmen in UK erlassen, ebenso wie in den meisten US-Staaten und verschiedenen anderen Ländern – in Gestalt höchst destabilisierender und restriktiver Lockdowns.

Eine bemerkenswerte Ausnahme war Schweden, wo man damit fortgefahren hat, eine auf Herden-Immunität basierende Strategie zu verfolgen. Das Team vom Imperial College schätzte, dass aufgrund der Mitte März eingeführten sehr moderaten Maßnahmen in Schweden R0 lediglich 2,5 betrug, mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 2,5%, dass sie unter 1,5 lag (3). Die rapide Ausbreitung von COVID-19 in dem Land in der zweiten Märzhälfte zeigt, dass es unwahrscheinlich ist, dass R0 deutlich unter 2,0 lag (4).

Sehr vernünftigerweise hat die schwedische Gesundheitsbehörde die Anzahl der Individuen im Auge gehabt, welche mit dem SARS-COV-2-Virus infiziert waren, und zwar mittels des PCR-Testverfahrens in Stockholm, wo COVID-19 erstmals aufgetreten war. Daraus leitete man die Schätzung ab, dass bis zum 11. April 17% der Bevölkerung infiziert wäre und bis zum 1 Mai 2020 25% (5). Aber dennoch hat die Anzahl neuer Fälle ab dem 11. April aufgehört zuzunehmen (Abbildung 1), ebenso Einweisungen ins Krankenhaus, und beider Anzahl ist seitdem signifikant gesunken. Dies belegt, dass der Höhepunkt am 11. April erreicht worden war, zu welchem Zeitpunkt nur 17% der Bevölkerung infiziert gewesen zu sein scheinen.

Wie kann es sein, dass der HIT in Stockholm mit nur 17% der Bevölkerung infiziert erreicht worden war, während ein R0 von 2,0 normalerweise einen HIT von 50% implizieren würde?

Die Bedeutung der Inhomogenität der Bevölkerung

Eine neue Studie von Gomes et al. (7) gibt die Antwort. Sie zeigt, dass Unterschiede zwischen den Individuen hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für Infektionen und ihrer Neigung, andere anzustecken, dazu führen können, dass die HIT viel geringer ausfällt als in einer homogenen Population. Einfache Standard-Modelle bzgl. Epidemien berücksichtigen eine solche Variabilität nicht. Und das bei Ferguson20 herangezogene Modell scheint trotz seiner erheblich größeren Komplexität nur diejenigen Inhomogenitäten zu berücksichtigen, welche sich aus einer sehr begrenzten Anzahl von Faktoren ergeben – vor allem die geographische Separierung von Anderen sowie die Größe der Haushalte – woraus nur eine moderate Auswirkung auf die Verbreitung der Epidemie resultiert (8). Unter Verwendung eines so modifizierten Modells, dass es eine solche Variabilität berücksichtigt, wobei die Kovariabilität zwischen Anfälligkeit und Infektiosität wohl realistischer gehandhabt wird als bei Gomes et al., bestätige ich ihre Feststellung, dass der HIT tatsächlich auf einem viel niedrigeren Niveau erreicht wird als bei einer homogenen Population. Das würde erklären, warum der Höhepunkt in Stockholm schon Mitte April durchlaufen worden war. Gleiches scheint der Fall gewesen zu sein in anderen großen Städten und Regionen, welche stark von COVID-19 betroffen waren.

Abbildung 1: Neu-Infektionen mit COVID-19 in Stockholm über die 7 Tage bis zum angegebenen Datum.

Man beachte in Abbildung 1, dass Tests bzgl. einer COVID-19-Infektion ab dem 11. März nur noch bei Menschen durchgeführt wurden, welche einer Behandlung im Krankenhaus bedurften, so dass seitdem nur ein kleiner Anteil an Infektionen als Fälle gemeldet wurden. Dies wäre die Ursache für das fehlende Wachstum in der ersten geplotteten Woche. Da Krankenhaus-Einlieferungen in der Regel erst mehrere Tage nach dem Auftreten von Symptomen erfolgen, vergrößert diese Änderung auch die Verzögerung zwischen Auftreten und Meldung einer Infektion als ein Fall. Dementsprechend wird die Zahl der Neuinfektionen, die im Durchschnitt etwa zwei Wochen zuvor aufgetreten sind, ab Mitte März mit einem Rückstand von 7 Tagen widerspiegeln.

[Es folgt eine längere Beschreibung der Verfahren und der Vergleiche der Verhältnisse in Stockholm mit denen anderswo mit vielen technischen Details. Diese Abschnitte werden hier bei der Übersetzung übersprungen, und es folgen die Schlussfolgerungen daraus. Anm. d. Übers.]

Conclusions

Wenn man in einem epidemiologischen Standard-Modell in vernünftiger Weise eine Inhomogenität in Bezug auf Anfälligkeit und Infektionsrate einbezieht, anstatt von einer homogenen Population auszugehen, führt dies zu einer sehr starken Senkung der Schwelle zur Herden-Immunität und auch des letztendlichen Infektionsniveaus, wenn die Epidemie danach einem ungehinderten Pfad folgt. Daher ist die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreichen der Herden-Immunität verbunden sind, viel geringer, als es sonst der Fall wäre.

Meiner Ansicht nach liegt die wahre Herden-Immunitätsschwelle wahrscheinlich irgendwo zwischen den 7% und 24%. Wenn sie bei etwa 17% läge, was aus dem Bezirk Stockholm bekannt ist, dürften die daraus resultierenden Todesfälle durch Infektionen vor Erreichen des HIT einen sehr geringen Anteil der Bevölkerung ausmachen. Die Sterblichkeitsrate bei Infektionen in Stockholm scheint bei etwa 0,4% zu liegen (20) und damit deutlich niedriger als nach den Schätzungen von Verity et al. (21), die in Ferguson20 verwendet wurden, mit einer Sterblichkeitsrate von weniger als 0,1% durch Infektionen bis zum Erreichen des HIT. Die Sterblichkeitsrate, um den HIT in weniger dicht besiedelten Gebieten zu erreichen, sollte niedriger sein, da R0 positiv mit der Bevölkerungsdichte zusammenhängt. (22) Dementsprechend sollten die Gesamttodesfälle bis zum Erreichen der Herden-Immunität deutlich unter 0,1% der Bevölkerung liegen. Obwohl es anschließend weitere Todesfälle geben würde, sollte es mit dem Schrumpfen der Epidemie immer praktikabler werden, ihr Ende durch Tests und Kontaktverfolgung zu beschleunigen, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern und so die Zahl der weiteren Todesfälle in einem völlig ungemilderten Szenario erheblich unter die vom SEIR-Modell prognostizierte Zahl zu senken.

Remarks and References

[1] Neil M Ferguson et al., Impact of non-pharmaceutical interventions (NPIs) to reduce COVID-19 mortality and healthcare demand. Imperial College COVID-19 Response Team Report 9, 16 March 2020, https://spiral.imperial.ac.uk:8443/handle/10044/1/77482

[2] A final infection rate of 81% implies, in the context of a simple compartmental model with a fixed, homogeneous population, that the ‘effective R0‘ is between 2.0 and 2.1, and that the HIT is slightly over 50%. Ferguson20 use a more complex model, so it is not surprising that the implied effective R0 differs slightly from the basic 2.4 value that Ferguson20 state they assume.

[3] Flaxman, S. et al., Estimating the number of infections and the impact of non-pharmaceutical interventions on COVID-19 in 11 European countries. Imperial College COVID-19 Response Team Report 13, 30 March 2020, https://www.imperial.ac.uk/mrc-global-infectious-disease-analysis/covid-19/report-13-europe-npi-impact/

[4] Based on the Ferguson20 estimate of a mean generation time of 6.5 days, which appears to be in line with existing evidence, an R0 of 2.0 would result in a daily growth rate of 2.0^(1/6.5)= 11%. That is slightly lower than the peak growth rate in cases in late March in Stockholm County, and in early April in the two regions with the next highest number of cases, in both of which the epidemic took off slightly later than in Stockholm, and in line with the growth rate in Swedish COVID-19 deaths in early April

[5] https://www.folkhalsomyndigheten.se/contentassets/2da059f90b90458d8454a04955d1697f/skattning-peakdag-antal-infekterade-covid-19-utbrottet-stockholms-lan-februari-april-2020.pdf

[6] John Burn-Murdoch, Financial Times Research, 2 May 2020. http://web.archive.org/web/20200507075628/https:/twitter.com/jburnmurdoch/status/1256712090028576768

[7] Gomes, M. G. M., et al. Individual variation in susceptibility or exposure to SARS-CoV-2 lowers the herd immunity threshold. medRxiv 2 May 2020. https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.27.20081893v1

[8] The 81% proportion of the population that Ferguson20 estimated would eventually become infected is only slightly lower than the 88% level implied by their R0 estimate of 2.4 in the case of a homogeneous population.

[9] https://en.wikipedia.org/wiki/Compartmental_models_in_epidemiology#The_SEIR_model

[10] Gomes et al. instead set the latent period slightly longer, to 4 days and treated it as a partly infectious period, unlike in the standard SEIR model.

[11] Li Q, Guan X, Wu P, et al.: Early Transmission Dynamics in Wuhan, China, of Novel Coronavirus-Infected Pneumonia. N Engl J Med. 2020; 382(13):1199–1207.https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa2001316

[12] Once a SEIR model has passed its start up phase, and while a negligible proportion susceptible individuals have been infected, the epidemic daily growth factor is R0^(1/generation time), or 1.10–1.13 for R0=2.0–2.4 if the generation time is 7 days.

[13] L. Ferretti et al., Science 10.1126/science.abb6936 (2020).

[14] The coefficient of variation is the ratio of the standard deviation to the mean of its probability distribution. It is usual to assume a gamma distribution for infectivity, the shape parameter of which equals 1/CV2.

[15] Bi, Qifang, et al. “Epidemiology and transmission of COVID-19 in 391 cases and 1286 of their close contacts in Shenzhen, China: a retrospective cohort study.” The Lancet Infectious Diseases 27 April 2020. https://doi.org/10.1016/S1473-3099(20)30287-5

[16] Endo, Akira, et al. “Estimating the overdispersion in COVID-19 transmission using outbreak sizes outside China.” Wellcome Open Research 5.67 (2020): 67. https://wellcomeopenresearch.org/articles/5-67

[17] Lloyd-Smith, J O et al. “Superspreading and the effect of individual variation on disease emergence.” Nature 438.7066 (2005): 355-359. https://www.nature.com/articles/nature04153

[18] For computational efficiency, I divide the population into 10,000 equal sized segments with their common social connectivity factor increasing according to its assumed probability distribution, and allocate each population segment values for unrelated variability in susceptibility and infectivity randomly, according to their respective probability distributions.

[19] A highly susceptible but averagely infectious person is more likely to be removed from the susceptible pool early in an epidemic, reducing the average susceptibility of the pool. However, no such selective removal occurs for a highly infectious person of averagely susceptibility. Therefore, as Gomes et al. point out, variability in susceptibility lowers the HIT, but variability in infectivity does not do so except to the extent that it is correlated with variability in susceptibility.

[20] On 8 May 2020 reported total COVID-19 deaths in Stockholm County were 1,660, which is 0.40% of the estimated 413,000 of its population who had been infected by 11 April 2020. COVID-19 deaths reported for Stockholm County after 8 May that relate to infections by 11 April 2020 are likely to be approximately balanced by deaths reported by 8 May 2020 that related to post 11 April 2020 infections.

[21] Verity R, Okell LC, Dorigatti I, et al. Estimates of the severity of COVID-19 disease. medRxiv 13 March 2020; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.03.09.20033357v1.

[22] Similarly, the HIT may be significantly higher in areas that are very densely populated, have much less inhomogenous populations and/or are repeatedly reseeded from other areas. That would account for the high prevalence of COVID-19 infection that has been found in, for instance, some prisons and residential institutions or in city districts.

Link: https://www.nicholaslewis.org/why-herd-immunity-to-covid-19-is-reached-much-earlier-than-thought/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Hinweis in eigener Sache: Wegen mangelnder Sachkenntnis des Übersetzers ist bei dieser Übersetzung phasenweise eine Übersetzungsmaschine benutzt worden [Linguee].

Quelle

Doppelte Gefahr: Jurist Legal News stellt fälschlich Verbindung zwischen Klimawandel und Krankheiten her

Globale Erwärmung = mehr Todesfälle? Selbst wenn es sie gäbe – Unsinn! Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

H. Sterling Burnett
Vorbemerkung des Übersetzers: Kommentator Dr. Roland Ullrich hat jüngst zu einem Beitrag – wohl halb im Spaß – ins Spiel gebracht, dass die Alarmisten womöglich die „Schnapsidee“ haben könnten, eine Verbindung zwischen Klimawandel und Coronavirus zu fabrizieren. Leider hat sich genau das inzwischen als ernste Wahrheit erwiesen. – Ende Vorbemerkung
Jurist Legal News setzt seine Artikelserie mit Behauptungen fort, die den falschen Eindruck erwecken sollen, dass es eine Verbindung gibt zwischen Klimawandel, Krankheiten und Coronavirus gibt.

In einem Artikel vom 14.Mai mit dem Titel „The Link Between Climate Change and Human Health“ haben die indischen Jura-Studenten Sakshi Agarwal und Aniket Sachan versucht, die Angst zu schüren, dass der Klimawandel die treibende Kraft ist und weiter sein wird für zukünftige Katastrophen und Pandemien.

„Die Ausbreitung von Infektionskrankheiten aufgrund der Klimaverhältnisse wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt“, wird in dem Artikel behauptet. Und weiter: „Der gegenwärtige Ausbruch ist also ein Vorbote einer tödlichen Zukunft, in welcher viele derartige Krankheiten freigesetzt werden infolge des rapiden Temperaturanstiegs auf der Erde in jedem Jahr“.

Durch den gesamten Artikel beziehen sich die Autoren auf Statements der WHO als Beweis für Klimawandel-Schäden. Das ist die gleiche WHO, die uns immer wieder zu versichern getrachtet hat, dass chinesische Funktionäre keinen Beleg für eine COVID-19-Übertragung von Mensch zu Mensch gefunden hatten, dass das Tragen von Gesichtsmasken anfälliger macht, infiziert zu werden und die massive Bemühungen der Regierung, die „Ökonomie zu sozialisieren“, gepriesen hat.

Die Beteuerungen der Autoren ignorieren die überwältigende Fülle von Belegen in der wissenschaftlichen Literatur, welche detailliert im Kapitel vier in „Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels“ beschrieben werden. Sie zeigen allesamt keine signifikante Bedrohung, dass durch den Klimawandel mehr Krankheiten verursacht werden.

Berge wissenschaftlicher Beweise, gesammelt auf der ganzen Welt, zeigen eindeutig, dass es gar keinen oder höchstens einen sehr minimalen Link gibt zwischen einem vom Menschen verursachten Klimawandel und der Ausbreitung von Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Virus und anderen Infektionskrankheiten gibt. Aus einer im Jahre 2010 im begutachteten Magazin Nature veröffentlichten Studie geht beispielsweise hervor, dass „Vergleiche mit historischen und zeitgenössischen Karten über das Verbreitungsgebiet und die Häufigkeit von Malaria um das Jahr 1900 58% der Landfläche der Welt bedeckt haben, aber bis 2007 nur 30%“.

Weiter liest man darin: „Weit verbreitete Behauptungen, wonach steigende Temperaturen schon jetzt die weltweite Malaria-Sterblichkeit haben steigen lassen, stehen fast durchweg im Widerspruch zu den beobachteten abnehmenden Trends sowohl der endemischen als auch der geographischen Verbreitung“.

Und der Experte für Infektionskrankheiten Paul Reiter, Professor medizinischer Insektenkunde am Pasteur Institute in Paris sowie Mitglied im Experten-Beratergremium der WHO, hat ausführlich zur Übertragung von Infektionskrankheiten Stellung genommen. Seine Forschungen zeigen, dass es für irgendwelche vermeintlichen Verbindungen zwischen Klimawandel und Infektionskrankheiten keinerlei Belege gibt.

Falls überhaupt etwas, dann zeigt das Gewicht der wissenschaftlichen Beweise, dass es in einer moderat wärmeren Welt weniger Todesfälle mit Bezug zur Temperatur gibt und nicht mehr Todesfälle. Eine Studie in dem renommierten begutachteten Medizin-Journal The Lancet beispielsweise war zu dem Ergebnis gekommen, dass durch kaltes Wetter direkt oder indirekt 1700% mehr Menschen zu Tode kommen als durch heißes Wetter.

Infektionskrankheiten sind genauso wie Klimawandel ein Faktum des Lebens. Das waren sie immer und werden es immer sein. Die Beweise jedoch zeigen, dass der einzige Klimawandel, der mit zunehmenden Fällen infektiöser Krankheiten in Verbindung gebracht werden kann, eine globale Abkühlung ist.

Autor: H. Sterling Burnett, Ph.D. is managing editor of Environment & Climate News and a research fellow for environment and energy policy at The Heartland Institute. Burnett worked at the National Center for Policy Analysis for 18 years, most recently as a senior fellow in charge of NCPA’s environmental policy program. He has held various positions in professional and public policy organizations, including serving as a member of the Environment and Natural Resources Task Force in the Texas Comptroller’s e-Texas commission.

Link: https://climaterealism.com/2020/05/double-jeopardy-jurist-legal-news-falsely-links-climate-change-disease/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Quelle