Audi streicht 9500 Stellen in Deutschland – Walle walle manche Strecke….

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Wieder traurige Nachrichten aus Deutschlands wichtigster Industriebranche. Audi kürzt im Dienste der Elektromobilität seine Belegschaft zusammen.

Die VW-Tochter Audi wird 9500 Stellen bis zum Jahr 2025 streichen, wie das Handelsblatt meldet. Der Stellenabbau soll nach Angaben des Konzerns sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen. Die verbleibenden 50.000 Beschäftigten in den deutschen Stammwerken Ingolstadt und Neckarsulm sollen eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2029 erhalten. Für die Betroffenen dürfte es wenig tröstend sein, dass im Gegenzug 2000 Stellen vor allem in den Bereichen Elektromobilität und Digitalisierung neu geschaffen werden. Anzeige

Besonders überraschend ist die Nachricht nicht: Die Führung des kriselnden Unternehmens hatte seit längerem mit dem Betriebsrat über einen so genannten „Zukunftspakt“ verhandelt. Die Stellenstreichung ist offenbar das Ergebnis.

Audi leidet mehr als andere Auto-Unternehmen an den gegenwärtigen Problemen der Branche. Es ist besonders vom Diesel-Skandal seit 2015 betroffen und hat Marktanteile gegenüber den Hauptkonkurrenten Daimler und BMW verloren. Wie die Konzern-Schwester VW will Audi jetzt noch viel stärker auf Elektromobilität setzen. Bis 2025 soll es 30 E-Modelle geben. Und für die braucht man weniger Mitarbeiter als für die Produktion von Verbrennern

Quelle.

Schröter: „Die Mehrheit der Deutschen glaubt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland“

Die Islam-Expertin Professor Schröter führt klar und faktengesichert in den politischen Islam ein, schildert seine Ursprünge, seinen weltweiten Siegeszug und seine diversen Ausprägungen. Deutschland bleibt dabei Schwerpunkt ihres Buches. Es ist in seiner Schonungslosigkeit unbedingt lesenswert.

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland“ – so leitet die Frankfurter Professorin Susanne Schröter ihr Buch „Politischer Islam. Stresstest für Deutschland“ ein.  Es ist ein Paukenschlag und eine Ohrfeige für die offizielle Politik: Schließlich hat Angela Merkel die Erklärung Horst Seehofers „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ zurückgewiesen und die Formel  „Der Islam gehört zu Deutschland“ von Christian Wulff als Bundespräsident wieder zur Leitlinie der offiziellen Politik gemacht. Die zuletzt durch Seehofer ausgelöste Debatte hält auf gesellschaftlicher und politischer Ebene an, wenn auch wegen des Risikos einer Diffamierung nicht immer öffentlich; bekanntlich ist auch Seehofer nach seiner Zurechtweisung folgsam und schweigsam. Dieses Buch folgt mit einer grundlegenden Analyse – auch Schröter sollte zum Schweigen gebracht werden. Es ist nicht gelungen.

Die Ethnologin Susanne Schröter leitet das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) und ist Mitbegründerin der Initiative säkularer Islam. Ihre Forschungen, ihr Engagement und ihre demokratische Grundhaltung machen sie zu einer der wichtigsten und hörenswertesten Stimmen gegen den politischen Islam. Sie zählt zu den wenigen Mutigen, die sich nicht von Gegnern und Angriffen einschüchtern lassen – was auch ihr jüngstes Buch wieder beweist. Sie bekam selbst den „Stresstest für Deutschland“ zu spüren, als sie im Mai mit einer Kopftuchkonferenz eine Debatte über Rassismus auslöste, Studenten sie als Rechtspopulistin und Rassistin beschimpften plus ihre Absetzung forderten.

Unvermögen und Überforderung

Ihr Buch beginnt mit der Feststellung, dass die Mehrheit in Deutschland den Islam zu Recht negativ bewertet: Er wird mit Gewalt, Unterdrückung von Frauen und der Ablehnung westlicher Werte assoziiert. Hauptgründe sind terroristische Aktivitäten und eine Distanz vieler Muslime zur deutschen Gesellschaft – was sich z.B in Jubelveranstaltungen für Erdogan, Bekenntnissen zur Scharia oder aggressivem Einfordern von Sonderrechten äußert. Vorfälle in Schulen oder Universitäten, etwa Respektlosigkeit gegenüber Frauen, religiöses Mobbing oder Versuche, islamische Normen durchzusetzen, steigern sich. Laut Schröter resultieren solche Probleme „aus dem Erstarken des politischen Islam“. Die Autorin weist daraufhin, dass unsere Gesellschaft von Unvermögen und Überforderung betroffen ist: dem „Unvermögen, zwischen einem politischen und anderen Spielarten des Islam zu unterscheiden“ und der Überforderung, aufgrund fehlenden Wissens, Situationen einzuschätzen oder neue Handlungsstrategien zu entwickeln. Nicht nur der normale Bürger, sondern alle, die mit den Problemen konfrontiert werden, sind davon betroffen: Lehrer, Sozialarbeiter, Ehrenamtliche, Polizei, Mitarbeiter in Behörden und Ministerien, Angehörige der Justiz und nicht zuletzt Politiker. „Unbestreitbar ist weiterhin, dass so manche islamische Vereinigung als respektabler Partner von Politik und Zivilgesellschaft gefeiert, von ausländischen Islamisten finanziert und gesteuert wird.“

Schule als Konfliktzone

„Die wichtigste Konfliktzone ist zurzeit die Schule“, schreibt Schröter, die an Schulen mit hohen Migrantenanteil Feldforschung betrieb, indem sie Schulleiterinnen und Lehrerinnen interviewte. So gelingt es ihr, anhand von relevanten Fallbeispielen interessante Details zu Problemen preiszugeben. Zu den häufigsten zählen Respektlosigkeit, physische und sexistische Angriffe gegenüber Lehrkräften sowie eine verbale und gewalttätige Deutschenfeindlichkeit. Schröter verweist darauf, dass muslimische Schüler über ein Überlegenheitsgefühl ihrer Herkunftskultur und ein Ablehnen der Kultur der Mehrheitsgesellschaft verfügen. Ihre eigenen Normen würden sie absolut setzten.

Keine faulen Kompromisse machen Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren per Gesetz durchsetzen „Die Vorstellung als Muslime per se besser zu sein, rechtfertige auch einen abgründigen Sexismus gegenüber deutschen Mädchen.“ Des Weiteren zeigt Schröter auf, wie der radikale Islam bereits im Grundschulalter das Verhalten muslimischer Kinder beeinflusst: schon im ersten Schuljahr trügen einige Mädchen ein Kopftuch, fehlten beim Schwimmunterricht oder sehr junge Mädchen würden im Ramadan fasten; Christ zu sein gelte unter muslimischen Schülern als Makel.

Verharmlosung und Umkehrung der Wahrheit

Die Autorin greift vergangene Fälle neu auf, zeigt an diesen wie brennende Probleme verharmlost und sogar tabuisiert wurden. Ein Beispiel: Bei der GEW-Tagung „Der Streit um die sogenannte Deutschenfeindlichkeit“ in Berlin 2010 wagte nur eine Schulleiterin ihre Erfahrungen zu schildern. Diese beinhaltete, dass türkisch- oder arabischstämmige Schüler bildungsfern und bildungsunwillig seien, dass der Unterricht boykottiert werde und leistungsbereite Schüler gemobbt würden. „Deutsche Kinder müssten sich ‚unsichtbar‘ machen, um unbehelligt zu bleiben. Beschimpfungen und Drohungen seien auf dem Schulhof gang und gäbe (…)“

Doch die Gewerkschaftler taten sich schwer mit den Schilderungen. „Dass arabisch- und türkischstämmige Schüler deutsche Schüler aus rassistischen Motiven mobbten, passte nicht ins linke Weltbild.“ Schröter zufolge, wurden Begriffe wie „Deutschenfeindlichkeit“ vermieden, Wahrheiten verdreht und eine Erziehungswissenschaftlerin habe die Überforderungen von Lehrerinnen als „Islamophobie“ abgetan. „Statt gegen die faktisch evidente Deutschenfeindlichkeit empörte man sich gegen einen angeblich ‚wachsenden antimuslimischen Rassismus‘“.

Die Ethnologin demonstriert das Unvermögen in unserer Gesellschaft mit dem politischen Islam umzugehen. Mit jedem Beispiel wird deutlicher, wie Themen verharmlost, verdreht und tabuisiert werden, wie sich die Situation an Schulen so verschlechtern konnte, wie es gegenwärtig der Fall ist. Ernüchternd das Fazit von befragten Lehrkräften an Schulen mit hohem Ausländeranteil: Die Mehrheit hat das „pädagogische Ziel Integration“ aufgegeben.

Flüchtlinge und islamischer Extremismus

Auch der islamische Extremismus bei Geflüchteten gehört zu den behandelten „Konfliktzonen“. Professorin Schröter schildert, wie seit 2015 – nachdem Hunderttausende in Deutschland ankamen – die Situation von Salafisten ausgenutzt wurde. Hassprediger wie Pierre Vogel riefen im Internet explizit dazu auf, Flüchtlingsunterkünfte ausfindig zu machen; das Ziel: Geflüchtete für sich zu gewinnen. Die Autorin veranschaulicht die Vorgehensweise und die Strategien der Extremisten zur gezielten Rekrutierung von Flüchtlingen. Gleichzeitig erklärt sie, dass gar nicht verhindert werden kann, dass Geflüchtete salafistisch geprägte Moscheen aufsuchen. Die absurde Realität: Flüchtlingsheime werden neben radikalen Moscheen gebaut und eine abgeschottete Welt des Islam entsteht ohne Bezug zu Deutschland.

„Wer nach der Flucht Anschluss an eine ethnisch organisierte Parallelgesellschaft gefunden hat, wird wenig motiviert sein, sich mit der fremden Gesellschaft auseinanderzusetzen (…) Aus diesem Grund sind Integrationsprojekte mit Moscheen und muslimischen Vereinigungen, deren Mitglieder selbst oft schlecht integriert sind, keine sinnvolle Maßnahme. Wenn diese Moscheen und Vereine dazu noch islamistisch ausgerichtet sind, dann wird vom ersten Tag an Skepsis, Angst oder sogar Feindschaft gegenüber der deutschen Bevölkerung vermittelt.“

Überaus spannend fallen auch die Ergebnisse ihrer medienanalytischen Untersuchungen aus: so erhärten die Social-Media-Seiten von IS-Anhängern den Eindruck, dass viele Asylbewerber weder der Demokratie noch der Rechtsstaatlichkeit wegen nach Deutschland kommen.Aus Schröters Analyse drängt sich die Schlussfolgerung auf: Vielfach wird der radikale Islam unter dem Deckmantel der Flucht importiert mit dem Ziel, ihn zum Herrschaftssystem auszubauen, das politische und gesellschaftliche System Deutschlands zu zerstören.

Versagen deutscher Islampolitik

TE empfiehlt: Durchblick schenken! Die unheilige Familie Im letzten Kapitel bringt die Autorin das Versagen der deutschen Politik auf den Punkt. Gleichzeitig findet das Unverständnis des Lesers gegenüber der Politik hier seinen absoluten Höhepunkt. Schröter spricht Klartext, zeigt auf, mit welch simplen Methoden bereits Kinder mit der Vorstellungswelt des fundamentalistischen Islam indoktriniert werden. Sie beschreibt, wie Salafisten subkulturelle Strukturen aufgebaut haben, vom Internetversandhandel über Medienunternehmen, von gastronomischen Betrieben bis hin zu Fitnessstudios. „Es ist unwahrscheinlich, dass diese Subkultur schnell verschwinden wird, zumal sie nach dem militärischen Sieg über den IS durch Rückkehrer verstärkt wird, die den sogenannten ‚Islamischen Staat‘ zum Mythos verklären.“

Die Ethnologin erklärt, wieso auf bundes-, länder-, und kommunaler Ebene Kooperationen zwischen Akteuren des politischen Islam entstehen konnten und weshalb diese ein Mitspracherecht bei Fragen der gesellschaftlichen Gestaltung erhielten. „Staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren fehlt oft das Wissen, um zu erkennen, mit wem sie kooperieren, und so arbeiten sie den Extremisten in die Hände.“ Schröter veranschaulicht hier eine Blindheit der Politiker, die späten Einsichten und vor allem: Aus Fehlern wird nicht gelernt. Besonders die Kooperationen ziehen integrationshinderliche Folgen mit sich und würden unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. „Statt Zuwanderern einen guten Zugang in den bundesdeutschen Alltag zu ebnen, bietet man ihnen dadurch lediglich die Aufnahme in ein Paralleluniversum an (…)“

Doch nicht nur wer wissen will, wie „der Prozess der Anerkennung des politischen Islam“ anfing, um welche Kooperationen es sich konkret handelt oder wie Erdogan durch die DITIB versucht, antidemokratische Politik in Deutschland durchzuexerzieren, kommt an diesem Buch nicht vorbei: die Islam-Expertin führt klar und faktengesichert in den politischen Islam ein, schildert seine Ursprünge, seinen weltweiten Siegeszug und seine diversen Ausprägungen. Der Schwerpunkt bleibt dabei Deutschland, als Operationsgebiet der Muslimbruderschaft, bei der Betrachtung des türkischen Islamismus oder dem Einfluss des iranischen Mullahs.

So schafft Susanne Schröter es, die relevantesten Themen des politischen Islams in ein Buch zu packen und lässt dabei selbstverständlich auch den Kopftuchstreit nicht aus. Ihre unterschiedlichen Arbeitsmethoden – die ihre Erkenntnisse so spannend machen – erschweren keineswegs Schröters Klarheit in Inhalt und Sprache. Ihr neues Buch ist imstande, Unvermögen oder Überforderung zu kompensieren. Sie rollt die Fälle neu auf, analysiert die deutschen Pannen und sagt deutlich, was sich ändern muss. Mit diesem Buch trägt Schröter dazu bei aufzuklären, zu Diskursen aufzurufen und damit dem Stresstest in Deutschland eine Chance zum Bestehen zu geben – für einen liberalen und säkularen Islam. Es ist in seiner Schonungslosigkeit unbedingt lesenswert.


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Die große Hitler-Stalin-Greta-Medien- kernschmelze

Eine Zeitung verbreitet Fake News über Dieter Nuhr – und dutzende andere plappern nach. Der Fall zeigt: das deutsche Pressesystem steckt in einer tiefen selbstverschuldeten Krise.

Geht ein Redakteur der „Kieler Nachrichten“ ins Kabarett, versteht den Mann auf der Bühne nicht so richtig, und schreibt trotzdem einen Artikel. So beginnt kein Witz. Sondern eine Dramödie über den Zustand der Presse in Deutschland. Sie beginnt damit, dass ein Mitarbeiter der „Kieler Nachrichten“ am vergangenen Samstag Nuhrs Auftritt in der Kieler Sparkassenarena besuchte und anschließend eine Rezension für die Online-Ausgabe der Zeitung verfasste. Darin beschreibt er, wie Nuhr ausführt, er glaube, dass die Forderung von Greta Thunberg und ihren Anhängern, wenn sie tatsächlich so verwirklicht würden, Menschenleben kosten könnten. Um dann Nuhr zu zitieren: „Aber was sind schon Menschenleben, wenn es um die große Sache geht?“ Indirekt, meint der Rezensent, habe der Comedian damit Greta Thunberg mit Hitler und Stalin verglichen. Ohne allerdings einen entsprechendem Satz Nuhrs als Beleg zu zitieren. Denn diesen Satz gibt es nicht. Der Thunberg-Hitler-Stalin-Vergleich fand nur im Kopf des Journalisten der „Kieler Nachrichten“ statt.

Dessen Artikel, eher ein unbeholfen formulierter politischer Kommentar mit viel Haltung als eine Rezension, platzierte die Zeitung in ihre Online-Ausgabe, und dort hinter die Bezahlschranke. Ein Mitarbeiter des „Redaktions-Netzwerks Deutschland“ (RND) verwertete den Text weiter, ohne dass sich dort jemand gefragt hätte, warum die „Kieler Nachrichten“ für den spektakulären Vorwurf gegen Nuhr kein einziges entsprechendes Zitat geliefert hatten. Für einen journalistischen Ohrenzeugen des Auftritts wäre das ja ein Leichtes gewesen, vorausgesetzt, Nuhr hätte den Vergleich tatsächlich gezogen.

Beim RND handelt es sich um einen Lieferanten konfektionierter Medieninhalte. Es gehört zu Madsack, einem Unternehmen, dessen Mehrheitsgesellschafter wiederum die DDVG ist, die Medienholding der SPD, der auch die „Kieler Nachrichten“ gehört. Das Redaktionsnetzwerk liefert nach eigenen Angaben redaktionelle Inhalte an mehr als 50 Tageszeitungen. Dafür, dass derart viele Zeitungen, die sich eigentlich voneinander unterscheiden wollen, vorgefertigte Texte von ein und demselben Anbieter beziehen, gibt es einen simplen Grund: die heruntergesparten Redaktionen vieler Blätter können sich keine eigene Recherche leisten. Auch keine Nachrecherche. Was einmal bei RND steht, rutscht also mehr oder weniger automatisch in zig andere Zeitungsausgaben und Online-Artikel. Bei RND heißt es am 24. November: Anzeige

„Comedian Dieter Nuhr vergleicht Greta Thunberg mit Hitler und Stalin“

Das Netzwerk teasert den Scoop mit drei Bullet-Points an:

  • „Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg scheint das Lieblingsopfer von Dieter Nuhr zu sein.
  • Nun hat der Comedian mit einer heftigen Analogie nachgelegt.
  • Er verglich die Schwedin auf gewisse Weise mit den Diktatoren Stalin und Hitler.“

Nun ja: auf gewisse Weise. Auf gewisse und sogar auf jede Weise ist das Bullshit. Und der liest sich dann so:

„Bei einem Auftritt in Kiel hat Nuhr nun noch mal nachgelegt, wie die „Kieler Nachrichten“ berichten. Dabei soll er Greta sogar indirekt mit den Diktatoren Hitler und Stalin verglichen haben.
So sagte Nuhr, bevor er loslegte, dass er nicht den Menschen Greta angreife, sondern die Institution und die Hysterie ihrer Anhänger. Gretas Fundamentalismus würde mehr Not und Elend verursachen als der Kampf gegen den Klimawandel durch Forschung und Innovationen, zitieren die ‚KN# Nuhr. Offenbar meinte Nuhr damit, dass Gretas Forderungen das Zeug hätten, die wirtschaftlichen Grundlagen der Menschheit zu zerstören: Der globale Warenverkehr und damit der Wohlstand sei einer der Hauptverantwortlichen für hohe CO₂-Emissionen. Falle der weg, stelle sich die Frage, wie viele Menschen man regional ernähren könne.
Weiter soll der Comedian gesagt haben: ‚Aber was sind schon Menschenleben, wenn es um die große Sache geht?’ In der Konsequenz würde man da sogar an Hitler oder Stalin denken können.“

Offenbar soll er indirekt.

Für eine Reihe von Medien, die sich aus dem Konjunktivschaum bedienen, reicht das nicht. Das Ganze muss noch mit einer Kommentierung angereichert werden. Also schreibt die „Berliner Morgenpost“ in ihrer Headline: „Dieter Nuhr: Gretas Methoden erinnern an Hitlers Prinzip“.

Und weiter:
„Ist Gretas System zur Vermeidung der Klimakrise mit Meinungs-Fundamentalismus von Hitler vergleichbar? Dieter Nuhr glaubt das offenbar.“

„Hitlers Prinzip“ war also im Wesentlichen „Meinungsfundamentalismus“. Ein Glück eigentlich und überhaupt, dass nicht auch noch die Forschung zum Nationalsozialismus in den Händen von Qualitätsjournalisten liegt, die schon an der Wiedergabe einer Bühnenveranstaltung in Kiel hoffnungslos scheitern. Und: was sind eigentlich „Gretas Methoden“?

Die „Hamburger Morgenpost“ veröffentlicht einen längeren Kommentar, eine Art Generalabrechnung mit dem Gretahasser Nuhr mit Material aus zweiter Hand:
„Schon mehrfach riss Dieter Nuhr (58) Witze über Umweltaktivistin Greta Thunberg (16). Doch jetzt hat der Comedian bei einem Auftritt in Kiel den Bogen überspannt. Vor Live-Publikum verglich Nuhr die Radikalität der 16-Jährigen mit den Folgen der Ideologien von Stalin und Hitler.
Nach Informationen der ‚Kieler Nachrichten’ sagte Dieter Nuhr bei seinem Auftritt in der Sparkassen-Arena in Kiel, dass Gretas Fundamentalismus mehr Not und Elend verursachen würde, als der Kampf gegen den Klimawandel durch die Forschung. ‚Aber was sind schon Menschenleben, wenn es um die große Sache geht?’, wird der Komiker zitiert.
Nach seinem Hitler-Vergleich ruderte Nuhr dann offenbar doch nochmal zurück. Er sei auch für eine saubere Umwelt, nur solle man nicht immer alles verbieten, sondern die Entwicklung fördern. Aber war dafür wirklich ein Vergleich einer 16-Jährigen mit zwei grausamen Diktatoren nötig? Wie die Zuschauer auf den ‚Scherz’ reagiert haben, ist nicht überliefert.“

Nicht nur das ist nicht überliefert, mit der Überlieferung steht es generell schlecht.
Als sich am Dienstag Nuhr auf Facebook meldet und darauf hinweist, er habe Thunberg weder direkt noch indirekt noch Andeutungseise mit Hitler/Stalin verglichen („Ich habe Greta nicht mit der Ideologie Hitlers oder Stalins in Verbindung gebracht. Dies wäre völlig irrsinnig. Andere Zeitungen schreiben die gezielten Falschinformationen der Kieler Nachrichten, die erkennbar dem Ziel größtmöglicher Aufmerksamkeit und damit erhöhter Klickzahlen dienen, kritiklos ab“), als sich nun offenbar etwas Zweifel bei manchen Medien breit macht, kommen Redakteure auf eine Idee: Die Behauptung lässt sich doch problemlos weiterverbreiten beziehungsweise, wie es im Branchenjargon heißt, „weiterdrehen“, wenn man einfach ein Fragezeichen hinter den nie belegte Vorwurf pappt. Also textet „Focus Online“: „Klimaaktivistin mit Hitler verglichen? Gingen Greta-Witze zu weit? Nun wehrt sich Dieter Nuhr: ‚Völlig irrsinnig’.“

Tja, völlig irrsinnig. Das muss der „Journalismus der Verlage“ sein, von der Burda-Vorstand Philipp Welte spricht: „Eine stabile Gesellschaft funktioniert auf * verlässlichem Wissen. Und dieses verlässliche Wissen kommt aus den Redaktionen der Verlage.“

Auch der „Merkur“ erkennt in seinem Artikel am 26. November die salvierende Macht des Fragezeichens:
“Merkur Greta Thunberg wie Hitler? Nuhr wehrt sich gegen schwere Anschuldigung – ARD reagiert.“


Aus einer freidrehenden Erfindung wird schnell eine „schwere Anschuldigung“. Und eine Fake News kann, sobald das krumme Satzschlusszeichen dahinter steht, noch ein paar Bahnen ziehen.

Warum reagiert eigentlich die ARD? Und vor allem: worauf? Die Saga „Nuhr vergleicht Thunberg mit Hitler/Stalin“ hat mittlerweile auch die Twittersphäre erreicht. Bekanntlich gilt es medial als Relevanznachweis, wenn jemand bei Twitter (irgendjemand, notfalls der stellvertretende Schwippcousin des Redakteurs) irgendetwas auf dem Kurznachrichtendienst meint. Ein gewisser Andreas Stein jedenfalls twitterte:
„Wenn diese Hitler- und Stalinaussagen stimmen, kann man Dieter #Nuhr nur als Arschloch bezeichnen. Es wäre wohl der Höhepunkt seines verachtenden Geschwafels.
@dasErste
: Wann schmeißt ihr diesen unglaublich dümmlichen Kasper endlich aus dem Programm?“

Da! Das Netz fordert den TV-Rausschmiss von Nuhr! Das nimmt die Erregungsabgreif-Plattform „watson“ zum Anlass, beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) nachzufragen, ob er nicht die Sendung „Nuhr im Ersten“ absetzen will. Will er nicht. Aber auch das erzeugt wieder eine relevante Meldung: ARD hält an Nuhr fest! Trotz Kritik!

So einfach lassen die Medien die Geschichte nicht aus den Zähnen, ungefähr so, wie sie seinerzeit auch die Sache mit der Hetzjagd in Chemnitz (beziehungsweise: „Hetzjagden“ – A. Merkel) nicht fahren ließen, eine Darstellung, die sich seinerzeit auf ein aus dem Netz gefischten 19-Sekunden-Video stützte, das keine Hetzjagd zeigte.

Auch bei Nuhr/Thunberg/Hitler/Stalin stimmt halt nur das Faktische nicht – aber sonst eben alles. Vor allem die Konstellation: alter weißer reaktionärer Mann (mal 58, mal 59) gegen junge weise Frau (16). Skandal, Erregung, Hüttler mittemang, außerdem sind auch noch mehrere andere Prominente verwickelt. Die Geschichte trendet, wie es unter Fachleuten heißt.

In der DDR gab es so genannte Sekundärrohstofferfassungsstellen, abgekürzt Sero. Dorthin brachten Jungpioniere leere Flaschen und alte Zeitungen zur Wiederverwertung, eine an sich vorbildlich nachhaltige Praxis. Die Rolle der Sekundärrohstoffsammelstellen im reifen Spätmerkelismus haben heute die Qualitätsmedien inne. Zu einem vorgefertigten und an personell ausgedünnte Zeitungen weitergepumpten Stück, das wiederum ausschließlich auf einem ausgeschlachteten Provinzzeitungstext beruht, kommen noch ein paar zusammengekehrte Tweets, also durchweg Sekundär- beziehungsweise Tertiärmaterial, das noch einmal aufgearbeitet, in Form gepresst und als fast neu in den Erregungskreislauf geschickt wird.

Im Lauf des Dienstag dringt dann in mehreren Redaktionen die Erkenntnis durch, dass der Beleg für den großen Greta-Hitler-Vergleich (Uncle Joe war bei den meisten schon hinten runtergefallen, der Begriff „Stalin-Vergleich“ hat sich nie recht durchsetzen können), dass die Greta-Hüttler-Sache jedenfalls doch nicht so ganz wasserhosenfest war. Und als nun die Zeit gekommen war, den Quatsch der Woche abzumoderieren, ein jeder in seiner Stadt, begab sich auch ein Redakteur der stern.de-Redaktion an die Tastatur:

„Doch vielleicht gehen all die Empörten dem Comedian auf den Leim und verhalten sich genau so, wie der es wünscht. Denn seit der 59-Jährige gemerkt hat, dass er mit kalkulierten Provokationen gegen die junge Schwedin Aufmerksamkeit erzeugt, spielt er diese Karte immer wieder. Mehrfach in seiner Sendung ‚Nuhr im Ersten’, nun auch auf seinen Liveauftritten.
Vielleicht ist das Reiten auf der Greta-Welle einfach ein Zeichen dafür, dass Nuhr derzeit wenig anderes einfällt. Oder kennt irgendjemand andere Themen, über die der Comedian in letzter Zeit gesprochen hat?
Es ist ganz einfach: Je mehr Leute über seine Sprüche öffentlich ereifern, desto länger wird er diese Masche durchziehen und seine Ideenlosigkeit kaschieren. Die einzig angemessene Reaktion darauf wäre aber, ihn zu ignorieren. Dann sucht er sich ganz schnell neue Themen.“

Wenn eine ganze Reihe von Medien eine haltungsstramme Fake News über Dieter Nuhr verbreiten, gehen sie also „dem Comedian auf den Leim“.

Die Aufforderung, Nuhr künftig angemessen zu ignorieren, wenn er Qualitätsjournalisten immer so auf den Leim führt, steht nun prominent auf stern.de, SEO-mäßig verschlagwortet, die Sache ist fast durchgestanden.
Fast. Denn Mario Sixtus, ein Filmemacher, der auch für das ZDF arbeitet, der Wilhelm Mohnke unter den Nuhr-Kommentatoren, erreicht auf Twitter erst jetzt die letzte Megametaebene:

Fast zeitgleich am Dienstagabend setzte dann der Chefredakteur der „Kieler Nachrichten“ Christian Longardt den vorläufigen Schlusspunkt, indem er die „missverständlichen Formulierungen“ bedauert: „Wir bedauern dies sehr und entschuldigen uns an dieser Stelle bei Dieter Nuhr“, sagt Chefredakteur Christian Longardt. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.

Die Chefredaktion habe daher entschieden, die Rezension auf KN-online zu löschen. Aber die Welle ist ja sowieso durch.

Für den „Journalismus der Redaktionen“, gerichtet gegen die lügnerische Sphäre des Netzes mit seiner sozialen Spaltung überweisen die Steuerbürger demnächst einen Unterstützungsbeitrag, der fürs Erste ausgleicht, was an freiwilligen Zahlungen – aus ganz unverständlichen Gründen – ausbleibt.

Es gibt übrigens einen nicht unwichtigen Unterschied zu dem Sero-System der DDR: dort bekam der Bürger resp. der Pionier Bares für das Altpapier raus. Er musste nicht noch Geld mitbringen.

In diesem einen Punkt gilt: es war eben nicht alles schlecht.

*Originalschreibweise

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Ausgebrannter Tesla in Österreich wird zu hochgefährlichem Sondermüll

Bilder :youtube screenshot

Der auf dem Photo hat sich selbst endzündet!

Anfang Oktober ist ein Tesla-Fahrer in Österreich gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer hat den Unfall relativ glimpflich überlebt, doch das teure Elektro-Auto ging in Flammen auf und brannte in wenigen Sekunden vollständig aus. Inzwischen ist nur noch ein schwarzes Wrack übrig und die 600 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie. Doch was soll damit passieren? Die Batterie ist hochgiftig und hat sich immer wieder von neuem entzündet, selbst nachdem der Autobrand gelöscht war. Die Feuerwehr musste das Autowrack in einem Spezialcontainer drei Tage lang in einem Wasserbad kühlen, um zu verhindern, dass die Batterie erneut Feuer fing. Seitdem sind Österreichs Recycling-Unternehmen, Wissenschaftler und Juristen ratlos und das Thema zog weite Kreise in den Medien.

Einen ähnlichen Fall hat es bereits in Deutschland gegeben, erklärte der Geschäftsführer eines Verbands der Deutschen Abschleppunternehmer. Wie in Österreich hatte ein Unternehmen ein ausgebranntes Elektro-Auto geborgen. Es hat zwei Monate gedauert, das Wrack wieder loszuwerden, so der Geschäftsführer. Der Abschlepp-Verband musste sich vehement beim Hersteller des E-Autos für die Entsorgung des Autowracks einsetzen. Es ist vor allem die Batterie der Elektro-Autos, die den Abschleppunternehmen Schwierigkeiten bereitet. Ist der Akku beschädigt, etwa durch Feuer oder eine Kollision, drohen Brand- und sogar Explosionsgefahr.

Selbst nach den Löscharbeiten drohen weitere chemische Reaktionen in der Batterie, weshalb diese möglicherweise über mehrere Tage gekühlt werden muss. Die Bundesanstalt für Materialforschung beschwichtigt und behauptet, das seien nur Extremfälle. Schwere Feuer würden bei Elektroautos seltener auftreten als bei Fahrzeugen mit Elektromotor. Ob diese Behauptung stimmt, ist fraglich. Denn jüngst musste die Deutschen Post ihre Elektro-Lieferwagen vom Typ „Streetscooter“ wegen Brandgefahr zurückrufen. Mehrere dieser E-Fahrzeuge waren plötzlich in Flammen aufgegangen.

Wer das Risiko E-Auto eingehen will, ist nach diesen Schreckensnachrichten Gesprächsstoff. Viele wollen sich nun keine Elektro- oder Hybridfahrzeuge zulegen. Die Feuerpolizei verbietet es zudem, Elektro-Autos in der Hausgarage zu parken. Versicherungsvertreter warnen davor, dass die Prämien für E-Autos über Batteriebrände steigen werden. Tesla scheint es nicht so genau mit den Problemen dieser Fahrzeuge zu nehmen. Bei der Vorführung des neuen „Cybertrucks“ von Tesla zerbrachen die angeblich bruchsicheren Fenster. Nun brechen auch die Aktien der Firma ein – um umgerechnet sechs Prozent oder fast 700 Millionen Euro.

Die Verfechter der klimafreundlichen E-Mobilität wird dies nicht freuen. Was nun? Lesen Sie hier weiter.

Quelle

Hetzjagd auf Dieter Nuhr

Über Zusammenhänge. [Nachtrag]

Da lief gerade eine große Hetzjagd im Netz gegen Dieter Nuhr, nachdem eine Zeitung gemeldet hatte, er habe Greta Thunberg mit Stalin verglichen.

Was meines Erachtens nicht mal zur Hetzjagd gereicht hätte, wenn er es getan hätte, Greta ist keine sakrosankte Heilige. Man vergleicht ja auch alle möglichen Leute mit Hitler, und hält das für normal und angemessen und hinzunehmen, warum also nicht Greta mit Stalin? Ist die irgendwas besseres? Steht die über anderen Menschen?

Der Punkt aber: Er hatte es nicht getan. Es war Fake News.

Eine Zeitung, Kieler Nachrichten, hatte sowas in Umlauf gesetzt und das Redaktionsnetzwerk Deutschland hatte das – anscheinend völlig ungeprüft – übernommen und weiter rumgeblasen.

Irgendwo auf Twitter hieß es heute noch, da hätten einige bei der ARD/RBB gefordert, die Sendung einzustellen und Nuhr zu feuern. Wer Greta kritisiert wird gesellschaftsgelyncht.

Das „Nachrichtenportal” Watson.de habe dann gleich noch bei RBB und ARD nach einer Distanzierung und Kündigung nachgefragt. Die haben das immer noch online.

Und wem gehört Watson?

Die gehören zu Ströer.

Ströer steht über ihre Tochterfirma in Verbindung mit Rezo und seinem Video, und weil ich das geschrieben hatte, hatten die mir neulich einen Abmahnung geschickt, ich solle nicht behaupten, dass die damit inhaltlich was zu tun haben. Da habe ich ihnen eine Gegenabmahnung auf Unterlassung der Abmahnung geschickt, weil in Rezos Youtube-Kanal eine Ströer-Tochter als verantwortlich genannt wird und sein Impressum auf eine Ströer-Geschäftsstelle lautet.

Derselbe Laden, der also mit dem Rezo-Klima-Video zusammenhängt, hat hier also versucht, Dieter Nuhr aus der ARD zu schießen, weil er Greta angegriffen habe, nachdem er auf Fake News hereingefallen war.

So merkt man dann, was für eine Propagandamaschine hinter dem Klimakrampf steckt und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.

Nachtrag: Die Kieler Nachrichten haben sich übrigens bei Dieter Nuhr für den Unfug entschuldigt.

Quelle

Klimakonferenz München 2019

27. November 2019 Admin Klima 1

Forum 13. IKEK in München

Leser Dr. Andreas Müller schrieb auf seinem Blog
Am Wochenende hat die Klimakonferenz von EIKE in München stattgefunden. Ich habe mir die 4 Vorträge des Vormittagsprogramms am Samstag angehört:

Ich fasse hier die Vorträge kurz zusammen und verlinke jeweils auf die Aufzeichnung, damit sich jeder Leser bei Interesse den Vortrag selbst ansehen kann.

Christian Schlüchter, Schweiz

Schlüchter1

Prof. em. Christian Schlüchter hat sich als Geologe intensiv mit den Gletschern der Alpen beschäftigt. Über seine Funde von sehr altem Holz in und unter Gletschern und was sie über die Vergletscherung der Alpen verraten, hat er in seinem Vortrag berichtet:

Das Video des 40-minütigen Vortrags findet sich hier.
Die wichtigste Folie seine Vortrags zeigt die letzten 12 Tausend Jahre: Skala unten von 10 Tausend vor bis 2000 nach Christi Geburt). Ganz oben ist die Temperaturdifferenz im Sommer im Vergleich zu 2005 eingetragen, im unteren Teil der Grad der Vergletscherung (‚Glacier extent‘):

SchlüchterÜberblick

Bunt eingetragen sind Funde von Bäumen, Pflanzen und Tieren, sowohl eigene als auch die anderer Forscher in der ganzen Welt (‚Iceman’= der ‚Ötzi‘). Die ‚Wespe‘ ist beispielsweise eine Schlupfwespe, die er in einem ‚Torfballen‘ unter dem Grimsel-Gletscher gefunden und dann datiert hat. Diese Funde und ihre 14C-Datierung wurden im ersten Teil des Vortrags vorgestellt. Das wesentliche Ergebnis ist, dass ALLE diese Funde aus der Zeit stammen, als die Alpen weniger vergletschert waren als 2005.

Warme Zeiten: mehr Leben

Die Baumgrenze lag mindestens 300m höher. Exemplarisch steht dafür Hannibal, der zur Römerzeit mit Elefanten die Alpen überqueren konnte, weil die Hochlagen sehr viel weniger vergletschert waren als in den letzten Jahrhunderten.

Warme Zeiten: mehr Zivilisation

Laut Schlüchter sind die Gletscher immer wieder rapide gekommen und rapide verschwunden, aber in mehr als der Hälfte der Zeit waren die Gletscher kleiner als 2005:

SchlüchterFazit

Am Ende seines Vortrags wurde Schlüchter gefragt, ob und bis wann der Himalaya gletscherfrei sein würde, wie manche behaupteten. Er antwortete, er sei „nicht Prognostiker“, offensichtlich daran interessiert, sich aus den ganz strittigen Klimastreitfragen herauszuhalten.
Über seine Forschungsergebnisse und wie sie ihn trotzdem mit der Klimaforschung in Konflikt gebracht haben, kann man sich auch in einem schon 5 Jahre alten Interview informieren.

Nicola Scafetta, Italien

Nicola Scafetta ist ein italienischer Physiker und Klimamodellierer, der an der Universität Neapel arbeitet (Der englische Wikipedia-Eintrag ist etwas ausführlicher und aktueller). Er ist als Kritiker der Klimamodelle seit langem bekannt und wird bekämpft, weil er eigene Klimamodelle rechnet und mit deren Ergebnisse die IPCC-Modelle kritisiert.
Sein Vortrag gestern beschäftigte sich auch wieder mit den Schwächen und Mängeln der IPCC-Klimamodelle:

Scafetta1
ScafettaIPCCModelle


Der Vortrag dauerte etwa 52 Minuten und ist hier verfügbar.
Er diskutierte die Klimatreiber in den IPCC-Modellen und wies insbesondere darauf hin, dass die solare Komponente darin als verschwindend gering angesetzt wird (der blaue Kasten um die entsprechende Aussage ist von mir):

Dann stellte er die Ergebnisse der IPCC-Modelle vor, die auf den ersten Blick für sie sprechen und vom IPCC auch herausgestrichen werden:

Nach einem kurzen Diskurs, warum das Argument trotzdem nicht so gut sei, wie es scheine, diskutierte er ausführlich die Stellen, wo die Klimamodelle nach seiner Meinung versagen. Zentral dafür ist die Mittelalterliche Warmzeit, die er hier gemeinsam mit der Warmzeit der Römerzeit und der modernen Erwärmung zeigt (er leugnet also nicht einen Klimawandel!):

ScafettaMediavalWarmPeriod
ScafettaModelFailure

Auf dieser Folie stellt er fest, dass die IPCC-Modelle daran scheitern, diese mittelalterliche Warmzeit zu reproduzieren:

Er weist darauf hin, dass die Modelle den berühmt-berüchtigten ‚Hockeystick‚ reproduzieren und genau deshalb an der mittelalterlichen Warmzeit scheitern würden!
Dasselbe zeigt er dann auch noch für längere Zeiträume und macht an ausgewählten weiteren Beispielen deutlich, dass das letztlich daran liegt, dass die Modelle nicht in der Lage sind, die Zyklen der Sonnenaktivität zu reproduzieren, sobald sich diese in Klimadaten wiederfinden.
Deshalb setzte er, Höhepunkt des Vortrags, vor 10 Jahren seine eigenen Modellprognosen, die diese berücksichtigen (schwarze Linie) denen der IPCC-Modelle (blau gestrichelte Linie) entgegen:

ScafettaPrognosenVor10Jahren
ScafettaDatenheute

Und 10 Jahre später überlässt er, nach dem Hinweis, dass die El Nino-Spitzen in den Echtdaten außen vor bleiben,  dem Zuschauer die Entscheidung, welches Modell besser war: IPCC 2013 Modelle (grünes Band) oder Scafetta-2013-Modell (gelbes Band):

Wenig überraschend kommt er so zum Schluss:

ScafettaFazit

Nir Shaviv, Israel

NirShaviv1

Nir Shaviv hatte ich in einem ausführlichen früheren Blogbeitrag bereits als Klimaskeptiker vorgestellt. Er war (neben dem Interesse an einem Alpen- und Gletschervotrag) der wesentliche Grund, warum ich mir diesen halben Tag aus dem Konferenzprogramm ausgewählt hatte:

Shavivs Vortrag von 39 Minuten Länge ist hier komplett abrufbar.
Shaviv schloss mit seinem Vortrag nahtlos an den von Scafetta an, diskutierte die Validität der IPCC-Klimamodelle auf abstraktem Niveau.
Zunächst die Vorstellung des groben IPCC-Bildes:

ShavivIPCC
ShavivCo2Sensitivity

Dieses Bild klopfte er in seinem Vortrag nach und nach ab und zerlegte es in wichtigen Punkten. Besonders wichtig ist ihm, dass die CO2-Sensitivität der Temperatur vom IPCC sehr hoch angesetzt wird, tatsächlich aber unbekannt ist:

ShavivSun

Fehler sieht er besonders darin, dass andere Treiber als CO2 vom IPCC ausgeschlossen werden: die Sonne!

ShavivNoCatastrophe

Und am Ende steht für ihn fest: dass die CO2-Sensitivität vom IPCC stark überschätzt wird zu Lasten solarer Einflüsse und dass deshalb die IPCC-Modelle den weiteren Temperaturanstieg im 21. Jahrhundert ebenfalls stark überschätzen:

Er gab mehrere Argumente an, warum die CO2-Sensitivität des Klimas drastisch überschätzt wird. Die Klimawirksamkeit vergangener Vulkansausbrüche würde von den IPCC-Modellen stark überzeichnet werden gegenüber den bekannten realen Wirkungen:

ShavivSensitivityEvidence1

Weiterhin hätten hohe CO2-Konzentrationen in der Erdgeschichte nur wenig auf das Klima zurückgewirkt (das ist allerdings ein Standard-Argument für jeden Feld-Wald-Wiesen-Klimaskeptiker):

ShavivSensitivityEvidence2

Mit physikalischen Argumenten setzt Shaviv so nach und nach eine Obergrenze für die Klimawirksamkeit von CO2 und veranlasst den Zuhörer so, einen alternativen Treiber anzuerkennen. Wie bei Scafetta ist das ein Link von der Sonnenaktivität zum Klimageschehen.

So kommt der sehr selbstbewusste Shaviv zu einem eigentlich vernichtenden Fazit über die Klimawissenschaft (roter Rahmen von mir):

ShavivFazit

Er weist zum Schluß darauf hin, dass der Link von der Solaraktivität zur Temperatur auf der Erde nicht zwingend die direkte Strahlung unserer Sonne sein muss, dass auch andere Wechselwirkungen möglich sind. Anschließend überlässt er es Henrik Svensmark, mit dem er eng abgestimmt ist, eine mögliche alternative Wechselwirkung aus seinen Forschungsergebnissen vorzustellen.

Henrik Svensmark, Dänemark

Henrik Svensmark ist ein dänischer Physiker und Klimaforscher. Er (wie andere Redner) berichtete davon, dass er es zunehmend schwerer hat, Forschungsgelder für seine Arbeit zu erhalten, weil seine bisherigen Ergebnisse den IPCC-Modellen widersprechen.

Svensmark1


Der Vortrag von 32 Minuten Dauer kann hier angesehen werden.
Der Mechnismus, den Svensmark untersucht hat, ist der Einfluss kosmischer Strahlung auf die Wolkenbildung. Diese erfolgt über die Erzeugung von Ionen als Keime für die Wolkenbildung.

CosmicRayCloudLink

Svensmark hat experimentell und auch mit Korrelationsmessungen von Wolkenbildung und kosmischer Strahlung diesen Mechanismus untersucht. Das ist auch deshalb interessant, weil auch IPCC-konforme Forscher daran arbeiten, dass Änderungen an der Wolkenbildung (durch Erwärmung) den menschengemachten Klimawandel verstärken könnten. Die enorme Bedeutung der Wolkenbildung (als Kühlfaktor) für das Klima ist also nicht strittig. Strittig ist aber Svensmarks Fazit:

SvensmarkConclusion

Wie bereits Shaviv in seinem Vortrag ausgeführt hatte, öffnet Svensmarks Forschung einen indirekten Kanal, mit dem die Zyklen unserer Sonne (über die solaren Winde, die kosmische Strahlen mehr oder weniger stark von der Erde ablenken) über die eigene Strahlung zur Erde hinaus an das Klima auf der Erde ankoppeln können. Die Wolkenbildung durch kosmische Strahlen könnte also die von ihm festgestellte Lücke im IPCC-Modell schließen und erklären, warum seine Klimamodelle häufig Klimaschwankungen nicht reproduzieren können, die sonnentypische Periodizitäten (von u.a. 11, 22 und 60 Jahren) aufweisen.

Wissenschaftliches Fazit

Alle 4 Vorträge waren für mich als Physiker sehr interessant und zeigen, dass auf der Konferenz interessante und wissenschaftlich anspruchsvolle Klimaforschung auf hohem Niveau vorgestellt wurde. Nichts von dem Gehörten deutet daraufhin, dass hier schlechter oder über schlechtere Forschung vorgetragen wurde, als ich es in meiner Zeit als Doktorand der Physik erlebt habe. Die vorgestellten Ergebnisse lassen es eher unwahrscheinlich erscheinen, dass die Klimamodelle des IPCC vollständig, über jeden Zweifel erhaben oder einen  97%igen-Konsens wert sein können.

Einschüchterung, Verlegung, Polizeischutz

Im Vorfeld hat es Versuche gegeben, die Konferenz zu verhindern. Nach einem Offenen Brief des Umweltinstituts München und einer Demonstration von ca. 20 Personen in der Lobby des ursprünglichen Veranstaltungshotels, hat diese den Vertrag gekündigt und die Konferenz gezwungen, (erfolgreich) nach einem neuen Veranstaltungsort zu suchen. Hier die freundliche Sicht auf diese Einschüchterung im Vorfeld, hier die wenig freundliche.

Unter anderem rief die Linke Bayern dazu auf, auch am neuen Veranstaltungsort gegen die Konferenz zu demonstrieren:

LinkeStellungnahme
Polizeischutz


So habe ich also sowohl morgens kurz vor 9:00 Uhr beim Betreten des Tagungsorts als auch beim Verlassen um 14:00 Uhr diese Polizeistreife vor der Tür gesehen:

BUNDMayer

Auch in den Tagungsräumen gab es nicht nur einen Sicherheitsdienst, sondern auch Polizisten.
Die Proteste und der Hass gegen die Konferenz ist angesichts der Inhalte, die ich gehört habe (und die sich jeder selbst anhören kann), völlig absurd. Wer solche Vorträge militant verhindert, bedroht die Demokratie und Freiheit definitiv mehr als jeder sogenannte ‚Klimaleugner‘. Keiner von ihnen versucht schließlich, mit Drohungen gegen Hotels Konferenzen zu verhindern, wo nur 100% IPCC-konforme Vorträge gehalten werden.
Tatsächlich habe ich vor und nach der Konferenz auch niemanden gesehen, der sich gestern vor Ort eingefunden hätte, um zu protestieren, und bis jetzt sind keine Berichte erschienen, die darauf hindeuten, dass es am Abend ernsthafte Proteste gegeben hätte. Die ganze Sache ist also allein durch einige Aktivisten getragen worden, die in den Medien Hetze verbreitet und im NH-Hotel demonstriert haben. Möglicherweise hat auch jemand noch im Hintergrund Druck auf die Hotelleitung ausgeübt.
Den schrillen Ton geben jedenfalls Organisationen wie der BUND und Axel Mayer vor:

Reaktionen

Die Süddeutsche Zeitung hat vor einigen Stunden einen Bericht über die Konferenz geschrieben, der praktisch keine Inhalte der Konferenz wiedergibt, außer solche, mit denen sie sich diffamieren lässt:
Man trifft Diplomingenieure, die schon immer in fossil gemacht haben und nun, im Alter, ihr Lebenswerk durch die Energiewende infrage gestellt sehen
Mit Herablassung von ‚Diplomingenieuren‘ zu sprechen und zu verschweigen, dass zumindest in den 4 Vorträgen, die ich gehört habe, international bekannte Wissenschaftler vorgetragen haben, ist dann doch ziemlich armselig.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors hier

Quelle

Unsinn gegen Sinn – Ingrid Nestle erklärt die Energiewende

Von Roger Letsch – 26. November 2019

Hans-Werner Sinn ist Volkswirt und Sozialdemokrat, was wie ein Anachronismus klingen mag, bedeutet letztlich, dass wenn man ihn von den Vorteilen der Energiewende überzeugen könnte, welche ja die allgemeine und allumfassende Klimagerechtigkeit auf Erden bringen und Mutter Natur ein Wohlgefallen sein soll, dann sollte er doch zu überzeugen sein, oder? Warum nur klappt das nicht, wo doch alles „durchgerechnet“ ist und alle Probleme längst „weggelächelt“ sind? Klima retten, Ökonomie auf nachhaltig drehen, Armut bekämpfen – das klingt wie Kinderüberraschung und drei Dinge auf einmal, also warum sträubt sich ausgerechnet Professor Sinn, den Plänen der Grünen Weltversteher und ‑verbesserer sein Plazet zu erteilen? In der Phoenix-Sendung „Unter den Linden“ und im Gespräch mit der Sprecherin der Grünen im Bundestag in Sachen Energiewirtschaft, Ingrid Nestle, wird das sehr klar. Ich muss Sie warnen, liebe Leser. Diese Sendung ist nicht leicht zu ertragen und ich muss Professor Sinn für seinen Langmut den Orden „Flohzirkusdirektor erster Klasse“ verleihen. Der Text, der nun folgt, fordert Ihren Langmut.

Es mag sein, dass die Zustimmung zur These, der Mensch und sein CO2 seien das Problem der Menschheit schlechthin, mittlerweile die Zugangskarte zum öffentlich-rechtlichen Medienuniversum ist. Aber das ist im Fall der Person Hans-Werner Sinn unerheblich. Seine Kritik an der Energiewende hat Weg und Ziel im Auge, nicht das Postulat, warum sie überhaupt nötig sei. Ob und wenn ja warum und in welchem Umfang er der These zustimmt, ist hier nebensächlich.

Anders Ingrid Nestle von den Grünen, deren Haltung ist völlig eindeutig und frei von Zweifeln. Sie beklagt sofort den zu langsamen Ausbau der Erneuerbaren, ohne den der Kohleausstieg nicht gelingen könne. Unter dem Motto „rede viel und schnell und in vielen Schleifen“ bürstet sie bei ihrem fünfundvierzigminütigen Wörterboarding zunächst Sinns Oskar-Fischer-Zitat vom Tisch, bei gleichzeitigem Ausstieg aus Kohle und Atom hätten die Grünen ein Problem. Das träfe so gar nicht zu, meint sie, denn 2022 sei man ja schon aus der Atomenergie draußen. Mit anderen Worten, weil man sich bei dem einen Ausstieg besonders beeile, sei der andere ja nur noch halb so schlimm. Auch wo Ingrid Nestle die „großen ökonomischen Chancen der Erneuerbaren“ sieht, wenn diesen doch sofort die Puste ausgeht, sobald die Zwangsbeatmung mit Subventionen wegfällt, bleibt ihr Geheimnis. Man muss schon Sprecherin für Energiewirtschaft bei den Grünen sein, um diese Logik zu verstehen.

Sinn gegen Unsinn

Auf die konkrete Frage Sinns, wo denn unser Strom herkommen soll, wenn Sonne und Wind gerade mal nichts liefern, kommt der übliche Phrasensalat, den ich versuche, kurz in Klammern zu erwidern. „Eins haben sie schon genannt. Es ist selten, dass Sonne und Wind gleichzeitig ausfallen“ (Das hat Sinn gerade nicht gesagt!)

„Wir haben heute mehr Speicher in Deutschland, als wir brauchen können. Tatsächlich ist es schwierig, die bestehenden Pumpspeicher im Markt zu halten“ (Kompletter Blödsinn! Das Geschäftsmodell von Pumpspeichern funktioniert in der Energiewende nicht mehr und die Kraftwerke werden deshalb zu permanenten Subventionsobjekten, weil sie nur als volatiler Angebots-Lückenbüßer bei gleichbleibenden Betriebskosten in Frage kommen. Jeder Bäcker, der jeden Tag Teig vorbereitet, aber nur backen darf, wenn dem Biobäcker von nebenan gerade das Mehl ausgeht, ist nach einem Monat Pleite.)

„Und es gibt Flexibilitäten. Und ich glaube wir müssen anfangen es umzubenennen in virtuelle Speicher, weil es gibt ganz ganz viele Technologien, die können genau das, was Speicher machen. Trimet Aluminium, konkretes Beispiel, die können ihre Produktion um 48 Stunden verschieben und speichern damit so viel wie zwei mittlere Pumpspeicher“ (Auch das ist Kokolores, denn gespeichert wird da gar nichts, stattdessen wird die Produktion verschoben, wofür man sich als Abwurflast natürlich bezahlen lässt. In diesen 48 Stunden produziert Trimet auch kein Aluminium, sondern lediglich „virtuell Strom“, während der echte anderswo verwendet wird. Im umgekehrten Fall kann Trimet die Anlage übrigens nicht doppelt so schnell laufen lassen, falls mal besonders viel Strom „virtuell gespeichert“ werden soll. Wie die volatile Energieträger Sonne und Wind, deren Verfügbarkeit und Last nicht nur im Stunden- oder Tagesbereich schwanken, sondern ganz erheblich jahreszeitlich, überhaupt zum Geschäft einer Aluminiumhütte beitragen soll, lächelt Ingrid Nestle einfach weg. Die Kunden von Trimet werden sich kaum mit Geld abspeisen lassen, wenn sie doch eigentlich Aluminium kaufen wollen. Man kauft kein Metall bei „virtuellen Kraftwerken“. Oder, um einen alten Flottenspruch über Willhelmzwo leicht abzuwandeln: Und während Island schon Alu raushaut, hat Trimet noch an der Energiewende gebaut.

Dann wird es richtig absurd. Nestle wirft Sinn vor, er griffe sich immer nur eine einzige technische Möglichkeit heraus, um zu beweisen, dass diese nicht funktioniert. Das gerade machte Sinn in seiner Rechnung aber nicht. Er bezog ausdrücklich all das mit ein, was Ingrid Nestle euphemistisch als „ganz ganz viele Technologien“ bezeichnete. In der Rechnung verschiebt und glättet Sinn den Bedarf, sogar um Monate, nicht nur um 48 Stunden. Er unterstellt sogar, dass alle Verbraucher das immer so tun könnten! Er nimmt auch ideale Speicher ohne Verluste an. Er bezieht für den Speicherbedarf ganz Europa mit ein…es reicht dennoch nicht. Nicht mal für die Energiewende der Stromversorgung. Von anderen Sektoren, dem Verkehr, der Landwirtschaft, der Wärmeversorgung und industriellen Prozessen ganz zu schweigen! Wie weit soll man als Ökonom den Grünen denn noch ideale mathematische Brücken bauen, bis sie es begreifen?

Auch Nestles wiederholte Hinweise auf die Sektorkopplung sind geradezu absurd! Denn die anderen Sektoren kämpfen ja mit denselben irrsinnigen CO2-Ausstiegsszenarien wie der Stromsektor. Nestle macht das Problem also erst einmal größer und glaubt, es dadurch zu lösen. Die „Spitzen aus der Stromproduktion aus Sonne und Wind“ will Ingrid Nestle in Wärmeerzeugung und Verkehr drücken. „Wärme lässt sich sehr gut speichern“ – ja, aber wo? Und Wofür? Wärme speichert man für Wärme und kurzfristig. Will man sie in Elektrizität umwandeln, schlägt die Carnot-Schwelle zu. Wo sind die Speicher, mit denen sich beispielsweise die Julisonne in wonnige Januarwärme verwandeln ließe? Oder die Aprilstürme, die im März ein Elektroauto aufladen? In Strategiepapieren speichert man leider nur Hirngespinste, jedoch keine Energie!

Solche Sektorkopplungen gibt es abseits der bewährten Kraft-Wärme-Kopplung die weit vor der Energiewende erfunden wurde, gerade nicht – außer natürlich in Bezug auf die bekannten, neueren Lasten, wie sie mit dem Projekt „Elektromobilität“ entstehen. Jeder Tesla, der irgendwo im Land an einen Supercharger angeschlossen wird, bringt uns dem energetischen Blackout ein kleines Stückchen näher. Der Umstieg auf Erneuerbare im Stromsektor rückt also in Wirklichkeit in immer weitere Ferne, weil der Energiebedarf im Verkehrssektor auch noch zur Elektroenergie hinüberwechselt. Es ist, als brülle man Sisyphos ungeduldig an, weil er den Stein zu langsam den Berg hinauf rollt. Und um ihm Beine zu machen, hängt man ihm noch einen Mühlstein um den Hals.

Egozentrisches grünes Weltbild

Sinn verweist auf die EU-weite geologische eStorage-Studie, welche 2017 festgestellt hat, dass mit dem maximalen Potenzial für den Ausbau von Pumpspeichern 54% des europaweiten Speicherbedarfs im Endausbau der Erneuerbaren abgepuffert werden könnten. Theoretisch! Dann stünde aber europaweit überall dort ein Speicherkraftwerk, wo der Geologenhammer niedersaust. Kaum auszudenken und auch nicht ohne massive Anwohnerproteste und Umsiedlungen machbar – letzteres ist bekanntlich ein Totschlagargument gegen die Braunkohletagebaue, die uns nach ihrer Renaturierung zumindest interessante Landschaften hinterlassen.

Die „Renaturierung“, wie sie Folge der verkorksten Energiewende sein wird, ist aber eher nicht von der Kategorie „Naherholung“, sondern „Energiemangelwirtschaft“. Ingrid Nestle zeigt an dieser Stelle, wie egozentrisch und klein die Welt der Grünen wirklich ist, indem sie die 54% mit einer anderen Zahl wegzuwischen versucht. „Ich glaube diese Zahlen [die der EU-Studie] nicht. Ich kann solche Dinge rechnen. Wir haben heute 40 und sie sagen, mehr als 50 geht gar nicht?“

Sie hatte überhaupt nicht begriffen, worum es Sinn ging. Fixiert auf den heroisch herbeigerechneten Anteil Erneuerbarer, der irgendwie bei 40% in der Summe liegt, aber im Jahresverlauf jetzt schon zwischen nahe Null und weit über 100% schwankt, begreift sie einfach nicht, dass sich so keine Versorgungssicherheit herstellen lässt. Und die eStorage-Studie war sogar auf der Suche nach einer europäischen Lösung und kann sie dennoch, sogar was die theoretische Speicherkapazität angeht, nicht finden.

Sind norwegische Speicher anders als deutsche?

Frau Oberschlau denkt jedoch nur an deutsche Befindlichkeiten, für die sie gern die Nachbarn mit einspannt. Norwegen etwa hat in diesem Plan keine andere Aufgabe, als deutsche Energiespitzen abzupuffern, darf sich also bei Fertigstellung des 2 Milliarden Euro teuren Unterseekabels schon mal als elektrisch besetzt ansehen. Übrigens ist es sicher kein Zufall, dass die Kapazität dieses Kabels etwa der Leistung eines Atomkraftwerks entspricht, und gerade dann fertig werden soll, wenn Philippsburg II vom Netz geht. Höchste Zeit, möchte man meinen.

Norwegische Speicher scheinen also dringend benötigt zu werden, während deutsche Speicher einerseits „kaum benötigt” werden und andererseits „kaum im Netz zu halten sind“. Finden Sie das nicht auch etwas merkwürdig, liebe Leser?

Man wird sehen, wie belastbar die Kooperation mit norwegischen Laufwasserkraftwerken sein wird, denn um solche handelt es sich. Wozu sollten die Norweger auch Pumpspeicher bauen, Wasserkraft aus Staustufen reichte ja für ihren Eigenbedarf bisher aus. Im Winter, wenn in Norwegen und auch bei uns erhöhter Energiebedarf besteht, führen übrigens auch norwegische Flüsse weniger Wasser, weshalb im Ernstfall wohl eher in Hamburg als in Oslo die Lichter ausgehen werden.

Die „Unsicherheit der Märkte“

Nestles Versuch, die Debatte durch eine Art „Basta“ der Fachfrau wieder an sich zu reißen, kommt mit einer Überheblichkeit daher, wie sie nur Menschen aufbringen können, denen die Sonne ihrer eigenen Ideologie förmlich aus jedem Knopfloch scheint. „Wir Techniker haben diese Optionen alle durchgerechnet und natürlich funktioniert das“ – ähnlich hätten sich wohl auch Tepco-Techniker aus Fukushima am 10.3.2011 über die Tsunami-Sicherheit ihres Kraftwerks geäußert. Aber ich würde doch zu gern Nestles Rechnung sehen, genau wie ich Baerbocks Rechnung sehen wollte (und nie zu Gesicht bekam). Besonders interessieren mich die Variablen im Verbrauch (Last) und unter welchen Umständen manche davon mit Null Energie auskommen müssen.

Auch wollen die Grünen die „Unsicherheit aus den Märkten nehmen“ – Unsicherheiten, die erst durch grüne Politik in die Märkte kamen! Man zerschlägt mit dem ideologischen Hammer eine funktionierende Energieversorgung und bietet dann seine Expertise beim Wiederaufbau an. Das ist schon dreist. Nestle dazu: „Damals, als die Erneuerbaren wirklich teuer waren, da haben wir ganz viel zugebaut in Deutschland“ – Exakt. Zum ungünstigsten Zeitpunkt und zum ungünstigsten Preis. Aber Geld spielte ja keine Rolle, weil das EEG ausgerechnet die teuersten Energieformen bevorzugte. „…und wir haben es damit geschafft als Deutschland die Energieentwicklungskosten zu übernehmen“ – Auch richtig! Wir haben die Lernkurve der ganzen Welt bezahlt. Nur dass die Chinesen das alles am Ende eben um einiges günstiger konnten als alle deutschen Anbieter!

Die deutsche Solarbranche kam schon komplett unter die Räder des Weltmarktes, als die Subventionen noch kräftig sprudelten. „…deshalb tragen wir noch den Rucksack EEG-Umlage mit uns herum. Aber jetzt, wo wir ernten können, hören wir auf, zuzubauen“ – Doch der Zubau stockt vor allem, weil man mit dem veränderten EEG dazu übergegangen ist, Anlagen wirklich auszuschreiben und nicht jedes Windrad auf Teufel komm raus über den gesamten Investitionszeitraum zu fördern.

Der Markt hat (teilweise) übernommen und der sagt im Namen der Verbraucher: werdet billiger! Vor allem deshalb werden kaum noch neue Anlagen mehr gebaut. Mit den zu erzielenden Strompreisen lassen sich die Anlagen einfach nicht betreiben. Gewinner im System sind nicht die ehemaligen Stromgiganten – gehen Sie mal auf eine Hauptversammlung von Eon oder RWE, wenn sie Elend und Verfall sehen wollen – sondern die Subventionsempfänger, die kein Risiko tragen müssen.

Rucksack EEG

Und während sich Ingrid Nestle über die tolle „Ernte“ des jahrzehntelangen Subventionswahnsinns freuen möchte, müssen die ersten der Anlagen bereits wieder abgebaut und verschrottet werden. Die Reste finden beim Verbrennen oder dem „Zweitmarkt“ in Anderland eine ähnlich sinnvolle grüne Anschlussverwendung, wie das Verschütten von Altöl in Naturschutzgebieten oder der Export von Elektroschrott nach Afrika. Aus dem Auge, aus dem Umweltsinn. Den „Rucksack“ EEG trugen und tragen nämlich die Verbraucher, während den „Investoren“ sicherer Gewinn und Risikolosigkeit garantiert wurde. Das gibt Ingrid Nestle sogar explizit zu wenn sie sagt „Was das EEG macht ist, es nimmt das Risiko aus der Investition raus“. Eine gigantische Umverteilung von unten nach oben ist da im Gange, aber wen juckt das schon, wenn das grüne Gewissen nicht greint.

Ist die Sache denn wirklich so risikolos? Leider auch nicht, weil das Risiko dann eben bei jenen liegt, die es den Betreibern der Anlagen abnehmen – also beim regelnd und bevormundend eingreifenden Staat, hinter dem der wehrlose Steuerzahler steht. Dass die Betreiber des Zubaus der „Erneuerbaren“ nun plötzlich einem Preisrisiko ausgesetzt sein sollen, weil die Subventionen auslaufen werden, gefällt der Wind- und Solarlobby verständlicherweise nicht.

Und weil Frau Nestle gerade in der ideologischen Ackerfurche ist, bringt sie das Hammerargument des Abends: „Tut man das Risiko rein, verdienen die Banken einen Haufen Geld“ – und das sollen sie natürlich nicht! Denn statt dass die Betreiber solcher Anlagen, die ja laut Aussage Ingrid Nestles so billig produzieren können wie nie, eine angemessene Risikobepreisung in Form von Zinsen zahlen müssen, möchte man die Gewinne mit Steuergeld subventioniert lassen und das Risiko verstaatlichen.

Ingrid Nestle, die perfekte Besetzung für eine DDR-Plankommission

Es dürfte genau dieser Moment gewesen sein, in dem Professor Sinn das Wort „Wissensanmaßung“ erstmals durch den Kopf ging, welches auszusprechen er sich leider fast bis zum Schluss verkniff. Die Grünen maßen sich an, der große, hellsichtige Planer und Lenker der Wirtschaft zu sein. Angesichts der Hybris, Pläne bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus festschreiben zu wollen, würde jeder Chef der DDR-Plankommission wohl blass werden vor Ehrfurcht und Neid.

Ein wichtiger positiver Effekt, der dem EEG letztlich eigen sei, ist nach Nestle offenbar die Ausschaltung der Banken, weil die Betreiber die Kohle direkt vom Staat bekommen. Dass Banken die Dinger ohnehin kaum noch anfassen, weil ganze Pleitewellen von Bürgerwindparks und anderen windigen Anlagen durch die Republik und Europa gelaufen sind mal beiseite. Da setzt man doch lieber auf das dumme politisch verteilte Geld der Steuerzahler.

Doch wenn Grüne Politiker festlegen, welche Finanzierungen durch Geschäftsbanken und welche durch Steuerknete zu erfolgen hat, wie sollen sich da überhaupt Märkte und Preise bilden? Das Geld, dass der Stromkunde angeblich spart, weil er es nicht den „gierigen Bankern“ in den Rachen wirft, zieht der Staat dem Steuerzahler doch vorher aus derselben Tasche! Irgendwer muss Nestle und ihren grünen Spießgesellen doch mal verklickern, dass „Stromkunde“ und „Steuerzahler“ nur zwei Pseudonyme für ein und denselben Beutel sind!

Und es kommt noch besser…

Frau Nestle, das alles klingt, mit Verlaub, völlig übergeschnappt! Und mir gehen schon nach zwei Dritteln der Sendung die pathologisierenden Überspitzungen aus. Noch eine Schippe drauf legt Nestle nämlich mit ihrer Begründung, warum die EEG-Förderungen unbedingt beibehalten werden müssen. Warum, fragt der verwirrte Leser, muss aber noch Geld fließen, wenn die Transformation einer mickerigen Industrie in eine Vorzeige-Industrie von Weltrang längst gelungen sei? Das kommt daher – und ich muss hier etwas eindampfen – weil der Ökostrom jetzt so billig ist und Ingrid Nestle endlich „die Ernte einfahren“ will. Geld ist offenbar ein williger Erntehelfer – diese These zumindest darf mittlerweile als bestätigt betrachtet werden.

Warum man aber Ökostrom zuerst subventioniert, weil es sonst zu teuer wäre, dann aber diese Subventionen beibehalten werden muss, weil der Strom jetzt angeblich billiger geworden sei, erschließt sich wohl nur einen Junkie, der auf der Suche nach dem nächsten Schuss ist. Gründe eben! Frag‘ nicht so blöd, EEG-Zahler! Es handelt sich hierbei nur nicht um Heroin, sondern um die Nadel voller Steuergeld. Falls es noch niemandem aufgefallen ist: Die Solarindustrie in Deutschland ist längst an einer Überdosis Subvention verendet und bei der Windindustrie können wir gerade das Delirium eines kalten Entzugs bestaunen.

Verbote? Ach nicht doch!

Und so geht es weiter und weiter. Mein Kopf sinkt mal um mal verzweifelter und mit einem völlig un-atheistischen „Oh mein Gott“ in meine Hände. Die Energiewende ist eben Kanzel- und Glaubenssache, wobei Verbote ihr schon hier und da auf die Sprünge…

Einspruch von Seiten Nestles! Verbote seien die Pläne der Grünen nämlich nicht, meint sie. Man wolle nur Preise „geraderücken“, an „gewissen Stelle Leitplanken einziehen“ sowie Wirtschaft und Verbrauchern die „vielfältigen Instrumente“ zeigen – ein Begriff, der fatal an mittelalterliche Verhörmethoden erinnert. Das sei doch kein Verbot!

Doch, genau das ist es. Aber wir können uns auf den Begriff „Verunmöglichmachung“ verständigen, wenn „Verbot“ zu hart klingt. Was später unmöglich gemacht wird, das kann man zwar noch wollen (es lebe der freie Wille), aber eben nicht mehr umsetzen. Selbst in der DDR war es nicht verboten, sich vorzustellen, nach Australien auszuwandern. Verunmöglicht war es schon. Wo politischer und finanzieller Druck ausgeübt wird, sollte man heute schon ein Versorgungsamt oder Bundestagsmandat in der Hinterhand haben, um dem Konformitätsdruck standhalten zu können und als Firma auch der Verlockung der Bestechung durch Subventionen widerstehen. Letzteren macht die Politik nämlich Angebote, die sie nur schwer ablehnen können. Die Betonung dieses Satzes lernen wir in „Der Pate”. Ich finde ja ohnehin, dass im Zusammenhang mit der Energiewende die Begriffe „Erpressung“ und „Mafia” viel zu selten verwendet werden.

Letztlich versucht Ingrid Nestle sogar – und merkt es wohl nicht einmal selbst – am Beispiel der Energiewirtschaft nachzuweisen, dass die Marktwirtschaft prinzipiell nicht funktionieren kann „weil nicht die richtigen Investitionen in die Zukunft getroffen werden.“ Die Unsicherheit sei zu hoch. Ach was! Der verblüffte Zuschauer erfährt also, dass Politiker, zumindest die Grünen, richtiger und besser investieren können – die Grünen Garden kennen nämlich nur Gewissheiten, Unsicherheiten sind ihnen gänzlich fremd! Das ist Wissensanmaßung wie aus einem Bilderbuch über politische Monstrositäten. Spätestens jetzt müsste eine zitternde Faust mit Zigarre aus dem Grab Ludwig Erhards hervorragen. Doch nichts passierte, Nestle plapperte noch fast 20 Minuten weiter und Professor Sinn vermittelte den Eindruck, als sei er als Farbberater in eine Klasse Taub-Blinder AHDS-Kinder geraten.

Fazit

Wenn Grüne von „Instrumenten“ oder „Leitplanken“ reden, braucht man ein schnelles Pferd. Auto geht ja demnächst nicht mehr, besorgen Sie sich also einen guten Sattel. Insgesamt sehe ich nach derartigen, völlig von Selbstkritik freien Auftritten wie dem Ingrid Nestles nur noch eine Spur schwärzer für ein nennenswert industrialisiertes Deutschland. Es wird immer so weitergehen, niemand hört mehr auf die Bedenken der Kritiker. Nach einer Schamfrist wird die Regierung die Verzweiflungsbremse „1000-Meter-Abstand-Regel*“ aufgeben, die Subventionen werden wieder kräftiger sprudeln als gäbe es kein Morgen, weil „Risiko aus dem System“ genommen werden soll und unsere Nachbarn werden uns den Blackout so gut und lange es eben geht vom Halse halten, weil sie an einem Blackout im Herzen Europas nichts zu gewinnen haben.

Die Grünen, die Zauberlehrlinge dieser verkorksten „Einer geht noch, einer geht noch raus…“-Energiewende, werden den Laden schon noch nachhaltig gegen die Wand fahren. Der Schaden dürfte sich für das Universum in Grenzen halten. Das virtuelle Universum der Grünen, in dem die Sonne nie untergeht, in dem das Netz der Speicher ist, den man eigentlich nicht braucht, weil man so schlau ist, den man aber in Norwegen zukauft, weil man so schlau ist…dieses Universum wird hoffentlich nachhaltig Schaden nehmen. Eigentlich kann ich es kaum erwarten. Nach wie vor bitte ich jedoch um einige Tage Vorwarnzeit, ich muss nämlich noch einige Vorbereitungen treffen.

Liebe Leser, wenn Sie es bis hierher geschafft haben, möchte ich mich abschließend bei Ihnen für Ihre Engelsgeduld bedanken. Der Text ist wirklich etwas zu lang geraten. Im Vergleich zur Zeit, die gefühlt bei der Betrachtung der Phoenix-Sendung verstrich, verging sie mir bei diese Replik jedoch wie im Fluge.

* Auffällig ist, dass Grenzwerte, die dem Schutz der Gesundheit dienen, nur dann viel zu streng sind, wenn sie die Energiewende betreffen. Solche Grenzwerte abzulehnen und in ihnen eine Gängelung sowie weltfremde Wichtigtuerei und Verhinderungspolitik zu sehen, ist zum Beispiel bei Stickoxiden und Feinstaub nicht gestattet. Bei der Abstandsregel von Windanlagen schon!

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4 Kommentare

  1. Hans-Jürgen Trilling 27. November 2019 at 9:20 Vermutlich hat diese Energieexpertin zu oft in dem Kinderbilderbuch von der Maus Frederik geblättert.
    Während die anderen Mäuse im Sommer fleißig Vorräte für den Winter einsammelten, lag Frederik nur müßig in der Sonne. Auf sein Verhalten angesprochen, sagte er, dass er Sonnenstrahlen für den Winter einsammele.
    So geschah es, dass für die Mäuse auch im Winter die Sonne die nötige Wärme brachte. Geht doch !! Antwort
  2. Hein Tiede 27. November 2019 at 7:33 Just in time, das sollte auch für den Strom gelten. Verträge mit den Sonnigen und Windigen gehören angepasst. Ein Beispiel : „Am 24. Dezember verpflichtet sich das Unternehmen „Woher-auch-Immer” zur Lieferung von x Wattstunden zwischen 18 und 22 Uhr. Bei Nichterfüllung wird eine Konventionalstrafe von 10.000.000 € festgelegt.”
    Schnell wäre der Spuk beendet. Antwort
  3. Peter Wieland 27. November 2019 at 6:26 Es ist nicht zu fassen. Aber es ist niemand, zumindest in der sog. Regierung, in der Lage, die Auswirkung von solchen idiotischen Entscheidungen zu begreifen. Es bleibt nur der Satz: Gefährlich wird es, wenn Dumme fleissig werden. Antwort
  4. Aristobulus 27. November 2019 at 5:44 Die grüne Nestle, die außer der Wissensanmaßung auch noch die Ahnungslosigkeitsoberhoheit erfunden hat, ward hiermit perfekt gegrillt und durch die Winsch gedreht, so wie es ihr gebührt. Nicht zu lang!, beileibe nicht. Antwort

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Kunstraub, Mobilitätswende etc.: Es ist wieder Zeit für einen Rundumschlag gegen Deppendeutschland

Die Viersteins, Fernsehserie, Deutschland 1995 – Foto: Imago

Man findet sich im Lauf der Zeit nolens volens mit vielem ab, schon deswegen, weil man gar nicht die Zeit hat, sich bspw. über jede neue Meldung bezüglich einer Gruppenvergewaltigung, einer Messerstecherei, eines bandenmäßigen Überfalls und dergleichen immer wieder neu aufzuregen. Man nimmt einfach zur Kenntnis, daß unser Heimatland so dermaßen am Arsch ist, wie nie seit 1949. Und über allem thront fett und dreist die Matrone. Die vollsubjektivistische, polemische Wutrede als Krönung der persönlichen Meinungsfreiheit.

von Max Erdinger

Dennoch gibt es jeden Tag etwas Neues, weswegen man in die Luft gehen könnte vor Wut. Heute: Im grünen Gewölbe im Residenzschloß zu Dresden hat ein spektakulärer Kunstraub stattgefunden. Der Schaden wird auf etwa 1 Milliarde Euro geschätzt. Aber es geht nicht nur – noch nicht einmal hauptsächlich – um den immensen materiellen Schaden, sondern darum, daß einmalige Zeugnisse der sächsischen Geschichte verschwunden sind. Man fragt sich, ob es in diesem zu Tode gemerkelten Deppendeutschland überhaupt nur noch komplett Unfähige in verantwortlichen Positionen gibt. Wie in aller Welt ist ein Einbruch in das grüne Gewölbe überhaupt möglich? Das kann doch allmählich alles nicht mehr wahr sein? – Überflüssig zu erwähnen: Knapp 200 Kilometer nördlich des grünen Gewölbes befindet sich die Bauruine BER, der C02-neutralste Flughafen der Welt, ein weiteres Zeugnis der deutschen Unfähigkeit vor den Augen der Menschheit. Und gottdammich: Mit „Menschheit“ haben wir´s hierzulande, wenn wir´s auch sonst mit nichts mehr haben, außer saublödem Gewäsch den lieben langen Tag.

Dümmliche Arroganz, so weit das Auge reicht

Wie jetzt, die Leute auf dem Land wären auf das Auto angewiesen? – Gibt´s ja gar nicht, meint & findet das Pestblatt der intellektuellen Verwahrlosung, ZEIT-Online bei Twitter. Die Provinztrottel behaupteten einfach ein Problem, wo es gar keines gibt: „Keine Strecke ist zu kurz, um sie nicht mit dem Auto zu fahren„, meint Hannes Leitlein – und zeigt damit auf, daß er, soweit es ihn selbst betrifft, ein Minuszeichen vor seinen IQ setzen muß. Zeit, den Herren einmal in tiefe Nachdenklichkeit zu stürzen: Würden die Entfernungen auf dem Land dadurch kürzer werden, daß irgendjemand nicht auch für kurze Strecken das Auto verwendet? Würde sich an der Tatsache etwas ändern, daß sich die nächste Großstadt in fünfzig Kilometern Entfernung befindet, und daß es eine grottenschlechte Taktung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, wenn die Leute auf dem Land die kurzen Strecken fußläufig zurücklegen würden? Und was in aller Welt geht es überhaupt irgendjemanden an, wer sein Auto wie verwendet? – Wenn ich die fünfzig Meter zum Briefkasten mit dem Auto fahren will, dann fahre ich die mit dem Auto, und niemanden geht das etwas an. Ich werde schon wissen, was ich tue und warum. Es wäre ganz gut, wenn sich hierzulande die Angewohnheit wieder einstellen würde, sich nicht über jede Entscheidung, die jemand anderer trifft, sich erregt das Schandmaul fusselig zu reden. Ständig sind es „die Anderen“, die dieses und jenes gefälligst zu unterlassen hätten: Man mag nicht in verräucherten Kneipen sitzen? – Dann geht man halt nicht hin. Schließlich zieht man dem Eisbären auch nicht die Zähne und verabreicht ihm Schlaftabletten, nur, weil man seine Grillparty gern im Eisbärengehege veranstalten will. Oder man würde es den Wirten überlassen, ob sie eine Raucher- oder eine Nichtraucherkneipe betreiben wollen. Aber nein: In diesem besten Totalitaristenstaat, den wir je hatten, läuft es anders. „Ich rauche nicht, du rauchst schon, das ist schlecht für dich, und weil es mir nicht gefällt, verbiete ich dir einfach, was schlecht für dich ist“. – Eine Maulschellierung wäre angemessen. „Ich will nicht schneller als 130 fahren. Niemand zwingt mich zwar, schneller zu fahren, aber du fährst einfach zu schnell. Du mußt jetzt auch 130 fahren. Wegen der Verkehrssicherheit. Weil ich nämlich zu blöde bin, damit klarzukommen, daß du schneller fährst. Meine eigene Blödheit ist deine Verpflichtung. Und überhaupt Mittelmaß, Mittelweg, Mittelstreifen, der Mittelstand, die goldene Mitte – das Mittelmaß ist das Maß aller Dinge – und wir sind eine Kulturnation.“

Es spricht der Internationalsozialist: Heute Deutschland, morgen die ganze Welt

Und überhaupt: Ich bin kein Nationalsozialist, so, wie alle anderen, die mich hassen. Ich bin Internationalsozialist, der Oberlehrer von allen. Bis in die „Mitte der Gesellschaft“ sind sie schon vorgedrungen, diese Nationalsozialisten, um mir den Garaus zu machen. Da sieht man mal, wie blöd alle sind außer mir. Alles, alles, alles weiß ich besser, nicht nur besser als alle anderen Deutschen, nein, ich weiß es besser als die ganze Menschheit. Ein wohliges Gefühl bekomme ich, sowie ich die Wörter „Menschheit“, „Planet“, „globale Verantwortung“, „Elektroauto“ und „Weltklima“ lese. Das ist meine Liga. Da bin ich zuhause. Zwar kann ich noch nicht mal die Innere Sicherheit bei mir zuhause aufrecht erhalten, ich bekomme keinen Flughafen mehr gebacken, ich lasse mir Kunstschätze aus dem grünen Gewölbe klauen, meine Kinder sind so dumm wie Bohnenstroh und zeigen es jeden Freitag der ganzen Welt, die Erstochenen liegen tot in der Fußgängerzone herum, meine Weihnachtsmärkte schauen aus wie Guantanamo, die Leute verlieren Geld, wenn sie es zur Bank bringen, die Steuerquote ist auf einem Allzeithoch, aber „Weltrettung“, „Menschheit“, „Planet“ – das ist genau meine Kragenweite. Und wenn mich jemand „die Pest“ nennt, dannn verklage ich den einfach, weil: Das darf der nämlich nicht. Ich bestimme, wer hierzulande was genau darf und was genau nicht. Ich habe nämlich die richtigen Gefühle- und die anderen haben die falschen. Die richtigen Gefühle sind so richtig wichtig. Die Nationalsozialisten, die es überall gibt, dürfen meine Gefühle nicht verletzen, ich ihre aber schon, weil ich nämlich der Internationalsozialist bin.

Und „öko“ mit Herz bin ich auch noch

Es ist interessiert mich nicht, ob irgendjemandem etwas von dem nützt, was ich will. Die haben das gefälligst zu wollen. Das Bessere liegt immer in der Zukunft, und weil alle in der Zukunft noch blöder sind, als ich heute schon, können die sich ihre zukünftige Gegenwart keinesfalls selber gestalten, weswegen ich heute schon die Weichen dafür stellen muß, daß sie nichts verkehrt machen, wenn ich nicht mehr lebe. Deswegen darf ich allen anderen so sehr auf den Sack gehen, wie ich will. Weil die blöde sind und nichts begriffen haben vom Leben, nämlich, daß man es nicht einfach so leben kann, sondern immer auf ein besseres Leben in der Zukunft hinarbeiten – und auf alles mögliche verzichten muß dafür. Außer mir weiß niemand, wie alle, alle, alle da drauf hinarbeiten müssen, außerdem. Weil ich der Internationalsozialist bin, der alles besser weiß. Deswegen muß ich auch immer kämpfen, warnen, fordern und Zeichensetzen – und dabei muß ich alle mitnehmen, auch unseren „Ralle“. Wegen der Inklusion, die voll sozial gerecht ist.

Inklusion: Ralf „Ralle“ Stegner übt Zeichensetzen unter der Anleitung von Malu Dreyer – Foto: Screenshot Facebook

Es ist doch völlig egal, ob es der lieben Welt und der noch lieberen Menschheit irgendetwas nützt, daß ich als kluger Öko-Internationalsozialist in Deutschland weniger CO2 ausstoße. Dann nützt es eben dem Weltklima insofern etwas, als daß ich ein Zeichen gesetzt habe. Zeichen made in Germany sind Qualitätszeichen, gesetzte. Wenn die Kommunisten in Peking wegen der Effizienz ihrer Entscheidungsfindung weltweit ratzfatz hundertachtunddreißig Zillionen Kohlekraftwerke bauen, dann drehe ich denen eine lange Nase – und schalte einfach fünf Stück in Deutschland ab, als Zeichen, so, gesetztes, irgendwie. Sage ich jetzt mal. Die Welt liebt mich. Sonst würde sie ja nicht über mich lachen.

Der Klügere ist der wirklich Dumme

Sehen Sie, der Rainer Wendt, dieser angeblich schlaue Wolf im Schafspelz des Polizeigewerkschafters: Um ein Haar wäre er Staatssekretär im Innenministerium von Sachsen-Anhalt geworden, wenn es die Mutter aller herrschenden Zustände nicht verhindert – und ein entschiedenes „Njet!“ aus der Hauptstadt jenes Wahnsinns geschickt hätte, in welcher es den ersten CO2-neutralen Flughafen der Welt gibt. Das war gut. Womöglich hätte er sonst dafür gesorgt, daß in Sachsen-Anhalt wieder Recht & Gesetz gelten. Jeder weiß heute, was Recht & Gesetz für widerliches Nazizeugs sind.  Was wäre denn, wenn Recht & Gesetz samt Sicherheit durchgesetzt werden würden, und wenn Rainer Wendt z.B. Staatssekretär im sächsischen, nicht im sachsen-anhaltinischen Innenministerium geworden wäre? – Genau: Dann hätte womöglich niemand ins grüne Gewölbe einbrechen können und Sie hätten heute einen langweiligen Tag gehabt. Bislang ist ja noch keiner auf offener Straße niedergemetzelt worden, was eine interessante Meldung gewesen wäre. Und wir haben schon 15 Uhr 45.  Oder der Friedrich Merz: Erst hat er die Mutter der herrschenden Zustände  niedergemacht. Aber wir Internationalsozialisten haben ihn eines Besseren belehrt. Beim Bundesparteitag der CDU war er schon schlauer. Da wußte er, daß die Nationalsozialisten nach der Machtergreifung auch ihn nicht verschonen würden, weswegen er persönlich besser dran ist, wenn er uns Internationalsozialisten beisteht im Kampf gegen seinen Untergang.

Sind wir eine repressive Saubande?

Und dann reden alle diese Nationalsozialisten bis bereits in die „Mitte der Gesellschaft“ hinein, wir würden die Meinungsfreiheit abschaffen wollen, bereits abgeschafft haben, oder jedenfalls kurz davor stehen, sie gar abzuschaffen. Weil wir angeblich eine gottverdammte Saubande seien. Nichts haben die begriffen, gar nichts! Wir tun das ja nicht, um unsere eigene Existenz zu sichern, sondern aus Sorge um die bessere Zukunft der „die Menschen“ auf dem Planeten. Und um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen! Da sind wir ganz bei unserem verehrten Altgenossen, dem beinharten Internationalsozialisten Erich Mielke. Der hat auch alle geliebt, so wie wir. Es stimmt ja gar nicht, daß wir keine andere Wahl mehr hätten, als repressiv zu werden, weil wir angeblich gar nicht mehr umkehren könnten, ohne uns um Kopf und Kragen zu bringen. Das ist eine wirklich infame Lüge. Es ist so: Es hat gar keinen Sinn, überhaupt umkehren zu wollen, anstatt den Weg in die bessere Zukunft unbeirrt weiter zu beschreiten, weil: Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Und die Partei hat außerdem auch immer recht. Die können einfach nicht vorwärts denken, noch nicht einmal ein Stück weit, diese Nationalsozialisten in der „Mitte der Gesellschaft“. Nur verleumden können sie uns Internationalsozialisten, und dabei so tun, als seien wir verantwortlich dafür, daß es heute in Deutschland so aussieht, wie es eben aussieht. Die begreifen einfach nicht, daß es so aussehen muß, wenn alle eine bessere Zukunft haben wollen. Oder wollen sollen. Es ist nämlich so: Gerade dann, wenn alle eine bessere Zukunft haben wollen, kommen sie an uns nicht vorbei, weil wir die Experten für bessere Zukünfte aller Art sind. Wir sind alles: Sozial, öko, vollverpunzt und allezeit der Zukunft zugewandt. Brüdersonnefreiheitsgleichheit. Es ist doch logisch, daß wir mit der Gegenwart nichts zu tun haben. Wir Internationalsozialisten räumen den Saustall auf, den die Nationalsozialisten hierzulande angerichtet haben. Dabei können wir uns nicht stören lassen von den Verursachern des ganzen Mists. Das sieht die Mutter der herrschenden Zustände ganz genau so. Und die muß es wissen. Schließlich ist sie eine Frau und kommt aus dem Osten. Mehr Qualifikation geht nicht.

Also

Schluß mit dem Gemecker. Wer eine bessere Zukunft haben will, der braucht motivationsfördernd erst einmal eine beschissene Gegenwart. Deswegen müssen wir Internationalsozialisten zusammenhalten wie Pech und Schwefel, damit es den Nationalsozialisten aus der „Mitte der Gesellschaft“ und ihren Rädelsführern von der AfD nicht gelingt, die Gegenwart zu verbessern. Eine spitzenmäßige Gegenwart ist der natürliche Feind jeder besseren Zukunft. So, und jetzt das ganze Programm: Verleumdung, Denunziation, Zensur, Terror, Enteignung und so weiter. Wir Internationalsozialisten versprechen euch: Ihr werdet eine bessere Zukunft haben wollen. Aber hallo. Ganz unbedingt. Die Nationalsozialisten aus der „Mitte der Gesellschaft“ sind Menschheitsfeinde, Planetenfeinde, Klimafeinde, asozial, unintelligent und gewaltsüchtig. Gut, daß es uns gibt.

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Der ultimative Beweis: Gleichgeschaltete Presse – „Covering Climate Now“


Pressefreiheit bedrohT? Eher Gleichschaltung; Bild: geralt Pixabay, CC0 Creative Commons

Daß der globale Medienhype um den angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel eine Inszenierung ist, die mitnichten der unmöglichen „Rettung des Weltklimas“ dient, sondern der Errichtung eines globalmarxistischen Systems, haben schon viele behauptet. Die Indizien für die Richtigkeit dieser These sind bisher schon zahlreich gewesen. Ein sehr gewichtiges weiteres Indiz ist in der Existenz der globalen Medienkampage unter dem Titel „Covering Climate Now“ zu sehen. Mit dieser Kampagne wird die Medienberichterstattung über den angeblich menschengemachten Klimawandel global synchronisiert. Mehrere hundert Medien sind involviert.

Der ultimative Beweis: Gleichgeschaltete Presse – „Covering Climate Now“

26. November 2019 Admin Klima 0

Pressefreiheit bedrohT? Eher Gleichschaltung; Bild: geralt Pixabay, CC0 Creative Commons

Daß der globale Medienhype um den angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel eine Inszenierung ist, die mitnichten der unmöglichen „Rettung des Weltklimas“ dient, sondern der Errichtung eines globalmarxistischen Systems, haben schon viele behauptet. Die Indizien für die Richtigkeit dieser These sind bisher schon zahlreich gewesen. Ein sehr gewichtiges weiteres Indiz ist in der Existenz der globalen Medienkampage unter dem Titel „Covering Climate Now“ zu sehen. Mit dieser Kampagne wird die Medienberichterstattung über den angeblich menschengemachten Klimawandel global synchronisiert. Mehrere hundert Medien sind involviert.

Die Kampagne, zu der sich diese Medien zusammengeschlossen haben, verfolgt als Ziel, den angeblich menschengemachten Klimawandel als unumstößliche Gewißheit in den Köpfen der Leser, Zuhörer und Zuschauer zu verankern. Es wird darüber nachgedacht, wie man bald jede Meldung in einen Bezug zum „menschengemachten Klimawandel“ setzen kann, um die Botschaft auch dann zu transportieren, wenn das Klima nicht zentrales Thema eines Berichts ist. Sehr schön war diese Vorgehensweise dieser Tage in der „ZEIT“ zu betrachten, als es um das diesjährige Herbsthochwasser („acqua alta“) in Venedig ging. Es gibt eine Vielzahl altbekannter Ursachen für das fast jährlich auftretende Hochwasser in der Lagunenstadt am nördlichen Ende der Adria, angefangen vom Ausbaggern der Lagune für den Ölhafen und das Abpumpen von Grundwasser unter der Stadt bis hin zu den natürlichen Schwankungen des Meeresspiegels, die schon in früheren Jahrhunderten regelmäßig für Überschwemmungen auf dem Markusplatz gesorgt hatten. Aber warum gibt es dieses Jahr das traditionelle Hochwasser? – Tärä, wegen des „menschengemachten Klimawandels“. Interviewt worden war ein „Experte“ vom „Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung“ (PIK), bekanntlich das neutralste wissenschaftliche Institut auf dem gesamten Erdenrund, in seiner Neutralität allenfalls noch übertroffen von Herrn Direktor Dr. Matthias Quents außeruniversitär forschendem „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ in Trägerschaft der überaus neutralen Amadeu-Antonio-Stifung, der ultraneutralsten Stiftung, die jemals von einer ehemaligen Stasi-Zuträgerin geleitet worden ist.

Covering Climate Now

Frei übersetzt heißt „Covering Climate Now“ auf Deutsch: „Das Klima(thema) jetzt abdecken“. Interessant, um nicht zu sagen lächerlich, ist die stolze Beschreibung ihres Tuns durch die „Kampagneros“. Auf ihrer Seite heißt es: „Our initiative includes more than 350 outlets worldwide, and dozens of institutional and independent partners, with a combined audience of more than 1 billion people. We’re growing every day.“ (Unsere Initiative umfaßt mehr als 350 Medienerzeugnisse weltweit und dutzende von institutionellen und unabhängigen Partnern mit einem kombinierten Publikum von mehr als einer Milliarde Menschen. Wir wachsen jeden Tag.) Unterstützt wird die Kampage von der einflußreichen Nichtregierungsorganisation „Climate Central“, die selbst ebenfalls „journalistische Partnerschaften“ unterhält.

Aus der weitgehend gleichgeschalteten deutschen Presselandschaft sind in die „Covering Climate Now“-Kampagne involviert: „taz“, „correctiv“ und „stern“, sowie „klimareporter“, „globalmagazin“, „Edison“, „Spektrum der Wissenschaft“ und „KlimaSocial“. Involvierte deutsche Institute sind das „Netzwerk Weitblick“ und die Technische Universität Berlin. Die prominentesten Nachrichtenagenturen als Partner dieser Kampagne sind Agence-France Press (AFP), Bloomberg und Getty Images.

Wie die Nachrichtenseite Daily Caller berichtet, haben es unter den großen Nachrichtenseiten mindestens zwei unterlassen, ihre Leser darüber zu informieren, daß sie Teil der „Covering Climate Now“-Kampagne sind: Die Huffington Post und Buzz Feed. Generell stelle sich die Frage, wie sich journalistische Unabhängigkeit und die Zusammenarbeit mit KLimaaktivisten unter einen Hut bringen lassen.

Erwähnt werden sollen allerdings auch die Medien, die dem „Covering Climate Now“-Projekt eine Abfuhr erteilt haben. Es handelt sich etwa um die „New York Times“, die „Washington Post“ und das „Wall Street Journal“. Auch die Nachrichtenagentur „Reuters“ zeigte kein Interesse, sich in die Kampagne einbinden zu lassen.

Gesteuerte Meinung

Daß es sich bei Greta Thunberg und Fridays-For-Future mitnichten um „zivilgesellschaftliches Engagement“ handelte, sondern um multimillionenschwere, hochprofitable Kampagnen, bestreitet inzwischen auch im Medien-Mainstream kaum noch jemand. Das dürfte auch der Grund dafür sein, daß Greta Thunberg als „Propagandawaffe“ inzwischen als „verbrannt“ gilt und dementsprechend nur noch selten in den Medien vorkommt. Vor dem Hintergrund allerdings, daß es sich keiner der Propagandisten des „menschengemachten Klimawandels“ noch leisten kann, von seinen Positionen abzurücken, selbst dann, wenn sie sich als evident falsch herausstellen, – und nur, weil das Eingeständnis eines Irrtums seinen persönlichen Ruin bedeuten würde -, darf man gespannt sein, was den „Machern des menschlich gemachten Klimawandels“ noch alles einfällt, um ihre Haut zu retten. Es gilt heute mehr denn je: Wo immer im Medien-Mainstream irgendwelche „Experten“ und „Klimaforscher“ auftauchen, ist allergrößtes Mißtrauen angezeigt. (RB)

Der Beitrag erschien zuerst bei Jouwatch hier

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