Mitglieder des Europarates rufen zu Hilfe für Assange auf; Gelbwesten aus Frankreich unterstützen

https://www.heise.de/tp/features/Mitglieder-des-Europarates-rufen-zu-Hilfe-fuer-Julian-Assange-auf-4647779.html

Mitglieder des Europarates rufen zu Hilfe für Julian Assange auf
29. Januar 2020 Harald Neuber
Parlamentarische Versammlung will Auslieferung an die USA verhindern. Bundesregierung bislang untätig

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) hat die
Mitgliedsstaaten heute dazu aufgefordert, sich der Auslieferung des
WikiLeaks-Gründers Julian Assange an die USA zu widersetzen und sich für
die „unverzügliche Freilassung“ des australischen Journalisten
einzusetzen.

Assange kämpft gegen die Auslieferung an die Vereinigten Staaten, wo
er nach einem Antispionagegesetz aus dem Jahr 1917 angeklagt ist. Ihm
droht in den USA eine lebenslange Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe.
Die Anhörung im Auslieferungsverfahren wird am 24. Februar vor dem
Woolwich Crown Court in London stattfinden. Zahlreiche Journalisten und
Parlamentarier wollen dieses Verfahren als Beobachter verfolgen.

Der Fall von Assange wurde heute von der PACE im Zuge einer Debatte
über die Bedrohungen der Medienfreiheit und die Sicherheit von
Journalisten in Europa behandelt. Grundlage war ein Bericht des
britischen Labour-Abgeordneten George Foulkes. In der Sitzung betonte
Foulkes die Bedeutung des Europarat-Gremiums für die Stärkung von Schutz
und der Sicherheit von Journalisten.

Am 3. Januar hatten die Internationale Journalisten-Föderation
und die Europäische Journalisten-Föderation die Parlamentsversammlung
aufgefordert, im Fall Assange zu intervenieren, schreibt die Kampagne
Bridges für Media Freedom.

Foulkes begrüßte die Annahme eines Änderungsantrags zum Assange-Fall.
Die Vertreter des PACE-Ausschusses für Kultur, Wissenschaft, Bildung
und Medien wendeten sich dagegen, betonte er, „dass Julian Assange an
die Vereinigten Staaten ausgeliefert wird“, um de facto eine lebenslange
Haftstrafe zu verbüßen. Die nun einstimmig verabschiedete Resolution
fordert die Mitgliedsstaaten auf, den Fall medial bekannt zu machen.
Zudem soll die Behandlung des WikiLeaks-Gründers als Bedrohung der
Pressefreiheit verurteilt werden.

Die Mitgliedsstaaten des Europarates seien nun aufgefordert
festzustellen, dass „die Inhaftierung und strafrechtliche Verfolgung von
Julian Assange einen gefährlichen Präzedenzfall für Journalisten
darstellt“. Die Regierungen stünden auch in der Pflicht, sich der
Empfehlung des UN-Sonderberichterstatters zum Thema Folter, Nils Melzer,
anzuschließen, der die unverzügliche Freilassung Assanges fordert und
dessen Folter in britischer Haft beklagt.

Der Bericht der PACE – einem von zwei Gremien des Europarates neben
dem Ministerrat – hat zwar keine bindende Wirkung, aber er erhöht den
Druck auf die britische Regierung und die Regierungen der
Mitgliedsstaaten des Europarats, auf die internationalen Bedenken gegen
Assange zu reagieren. So stellte der deutsche
Linken-Bundestagsabgeordnete und PACE-Mitglied Andrej Hunko fest: „Auch
nach dem Brexit wird Großbritannien weiter an die Europäische
Menschenrechtskonvention und das Urteil des Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte gebunden sein. Sie sind für Assange die letzte Garantie
für ein faires Verfahren und das Verbot von Folter und unmenschlicher
Behandlung.“

Die Bundesregierung hatte die international zunehmenden Bedenken über
Festnahme, Anklage und Haftbedingungen im Fall des WikiLeaks-Gründers
immer wieder zurückgewiesen. Ende November war es angesichts dieser
Haltung bei einem Treffen in Berlin sogar zu einem offenen Konflikt mit
UN-Sonderberichterstatter Melzer und Vertretern des Auswärtigen Amtes
gekommen, die seine Bedenken abtaten. „Sie hatten sich mit meinen
Stellungnahmen und meiner Analyse zu dem Fall überhaupt nicht befasst
und hatten einen Kenntnisstand, der nicht über den eines Normalbürgers
hinausging“, schilderte Melzer das Zusammentreffen später gegenüber
Telepolis ( (Harald Neuber)

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London: Gelbwesten aus Frankreich unterstützen Assange-Anhänger bei Protest vor Belmarsh-Gefängnis
27.01.2020 • 11:24 Uhr
Demonstranten
der Gelbwesten sind am Samstag nach London gereist, um sich den
Protesten von Assange-Unterstützern anzuschließen und die Freilassung
des inhaftierten Journalisten zu fordern. Zusammen mit Dutzenden von
Anhängern von Julian Assange, die hier vor dem Hochsicherheitsgefängnis
Belmarsh regelmäßig demonstrieren, verurteilten sie Großbritannien für
den Umgang mit dem WikiLeaks-Mitbegründer, dem eine Auslieferung in die
USA und dort eine lebenslange Haft droht.
Die Menschen brachten ihre
Botschaften auf Schildern und Transparenten zum Ausdruck. „Freiheit für
Julian Assange“ und „Hände weg von Assange“ wurde auf diesen gefordert.
Assange befindet sich seit Mai 2019 im Belmarsh-Gefängnis, nachdem er
wegen Verstoßes gegen Kautionsbedingungen zu 50 Wochen Gefängnis
verurteilt wurde. Er hatte sich aus Angst vor einer Auslieferung an die
USA in die ecuadorianische Botschaft geflüchtet und darin fast sieben
Jahre ausgeharrt, bis man ihm dort das politische Asyl entzog und
britische Beamte ihn festnahmen. Obwohl die Strafe mit dem 22. September
verbüßt war, wurde richterlich angeordnet, dass Assange „wegen seiner
Fluchtvergangenheit“ im Gefängnis bleibt. Dort wartet er nun auf die
Auslieferungsverhandlung an die USA.

Hans-Georg Maaßen: Ein Euro Rundfunkbeitrag sollte reichen

Von Steffen Meltzer

Der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz kritisiert Überlastung von Polizei und Justiz, nachdem diese Behörden kleingespart wurden. Sparen würde er bei ARD und ZDF.

Steffen Meltzer: Herr Dr. Maaßen, wir lesen tagein und tagaus, wie sicher Deutschland ist. Hierzu wird in Sonntagsreden ständig mit der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) über sinkenden Kriminalitätszahlen argumentiert.  Wie sicher ist Deutschland tatsächlich?

Hans-Georg Maaßen: Vorausgeschickt kann man sagen: Deutschland ist im internationalen Vergleich ein sicheres Land. Allerdings sehe ich die Kriminalitätsentwicklung in Deutschland mit Sorge. Die Gewaltkriminalität in Deutschland ist leider auf einem hohen Niveau, und die PKS der Polizeibehörden, die sicherlich sorgfältig geführt wird, bildet naturgemäß nur einen Teil der Kriminalitätswirklichkeit ab, da das Dunkelfeld nicht erfasst ist, manche Straftaten nicht zur Anzeige gebracht werden oder auch weil sich manche Menschen aus Angst vor Kriminalität auch schon so verhalten, dass sie nicht Opfer einer Straftat werden. Besorgniserregend ist die hohe Anzahl ausländischer Tatverdächtiger, insbesondere bei Tötungsdelikten und Sexualdelikten. Wenn bei diesen Straftaten rund 40 Prozent der Täter ausländischer Herkunft ist, muss man der Politik schon die Frage stellen, was sie durch grenzpolizeiliche und ausländerrechtliche Maßnahmen unternimmt, um die Menschen in Deutschland vor diesen gefährlichen Migranten zu schützen.

Haben die Geheimdienste und die Polizei die Lage noch im Griff? Zum Beispiel ist zu beklagen, dass Massenkriminalität mancherorts in der Polizei nur noch verwaltet wird. Das hat auch Auswirkungen auf das Anzeigeverhalten. Viele sagen sich dann, wenn es nicht wegen der Versicherung notwendig ist, verzichte ich auf die Mühe einer Strafanzeige. Darüber freuen sich dann die Innenminister, die über eine „sinkende Kriminalität“ berichten können.

Wir dürfen mit Blick auf die Sicherheitslage weder schwarzmalen noch schönreden. Wir müssen die Lage ganz realistisch sehen. Und das heißt, dass auch wenn die Sicherheitslage im Großen und Ganzen befriedigend ist, in manchen Stadtvierteln und Landstrichen deutliche Sicherheitsprobleme bestehen. Das ist aus meiner Sicht nicht nur ein Kriminalitätsproblem, sondern vor allem ein Politikproblem. Denn die Sicherheitslage könnte gewiss auch in schwierigen Stadtvierteln und bei einem hohen Anteil krimineller Migranten wesentlich verbessert werden, wenn die Politik es denn wollte. Gerade dort, wo rote und grüne Sozialisten regieren, zeigt sich ihr mangelnder Wille, durchzugreifen und sich um die Sicherheit der einfachen Menschen zu kümmern. Schauen Sie sich beispielhaft die offene Drogenszene am Görlitzer Park in Berlin an.

Zum Thema der Familienclans und Parallelwelten, diese gibt es ja nicht nur in den kriminellen Clans oder der Mafia, sondern auch in einigen Verwaltungen, in denen sich nach meiner persönlichen Erfahrung eine Art „Subkultur“ oder anders ausgedrückt, ein Staat im Staate, breit gemacht hat. Bilden sich mit den Clanstrukturen undurchdringliche Gegenwelten heraus? Wie konnte es dazu kommen, dass diese kriminellen Großfamilien faktisch jahrelang ungestört ihren „Geschäften“ nachgehen konnten?

Sternstunde Maaßen bei Lanz: „Der Öffentliche Rundfunk hat nichts gelernt, er macht weiter wie bisher“ Die Probleme, die wir in manchen deutschen Städten mit kriminellen Clans und organisierter Kriminalität haben, sind nicht erst gestern entstanden. Ich kann mich erinnern, dass ich mich vor über 20 Jahren in der Polizeiabteilung des Bundesinnenministeriums damit beschäftigte und es immer wieder gute Vorschläge gab, wie man die Ausbreitung dieser gefährlichen Kriminalität verhindern kann. Statt dessen haben Politiker insbesondere aus SPD und Bündnis 90/ Die Grünen, die Polizeien kleingespart, Haushaltsmittel verringert und die Befugnisse der Sicherheitsbehörden kleingehalten, aber was noch schlimmer ist: Sie waren gegenüber Kriminellen, vor allem gegenüber kriminellen Migranten tolerant, anstatt ihnen schon zu einem frühen Zeitpunkt die Wehrhaftigkeit des Rechtsstaates zu demonstrieren.

Viele Polizeibeamte aber auch Staatsanwälte sind frustriert, wenn Tatverdächtige nach intensiven Ermittlungen von Richtern anstatt einer Unterbringung in der Untersuchungshaft laufengelassen werden und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Gleiches gilt, wenn innerhalb eines vorgeschriebenen Zeitrahmens keine Anklage erhoben wird und Täter, die Verbrechen begangen haben, in die Freiheit entlassen werden. Der Berliner Oberstaatsanwalt Knispel klagt: „Der Rechtsstaat funktioniert nicht mehr! Ist die Justiz noch in der Lage angemessen zu reagieren?

Der Präsident des Deutschen Richterbundes Jens Gnisa hatte mit Blick auf die Clan-Kriminalität der Politik vorgehalten, dass zu häufig weggeschaut wurde und sich nun die Probleme häufen. Auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt kritisiert diese Entwicklung in unserem Land. In Teilen hatte die politisch-mediale Elite die Augen vor den tatsächlichen Problemen geschlossen und erwartete, dass Polizei und Justiz trotz veränderter Kriminalitätslage mit unverändertem oder reduziertem Personal weiterarbeiten könnten. Teilweise haben aber auch linke Ideologen in Politik, Verwaltung und Justiz ihre Spuren hinterlassen.

Ein anderes aber sehr aktuelles Thema ist die Rolle der Massenmedien. Viele Menschen beklagen die einseitige Berichterstattung vor allem in den öffentlicht-rechtlichen-Medien. Es wird nicht mehr berichtet sondern bewertet. Eine Art „Erziehungsjournalismus“ habe sich breitgemacht, der die Regierungspolitik, besonders in Asyl- und Klimafragen kritiklos pusht und gewünschte Framings erzeugt. Dabei werden ganze Bevölkerungsgruppen diffamiert, ob das der alte weiße Mann ist oder die „umweltsauende“ Oma. Kritiker werden mit der Populismuskeule platt gemacht.  Wie konnte es zu dieser einseitigen Berichterstattung kommen und wo liegt Ihrer Ansicht nach die Zukunft der ÖR-Medien?

Ich halte die Medien in einer demokratischen Gesellschaft für ausgesprochen wichtig, damit die Bürger sich auf einer breiten Tatsachengrundlage und mit unterschiedlichen Bewertungen informieren und ihre Wahlentscheidung treffen können. Gerade im Zeitalter von Fake-News in sozialen Medien und im Internet wäre es wichtig, dass man auf zuverlässige Medien als Informationsquelle zurückgreifen kann. Dies ist auch der öffentlich-rechtliche Rundfunkauftrag. Sehr viele Menschen in Deutschland und viele unabhängige sachverständige Beobachter sind der Überzeugung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk diesen Auftrag nicht mehr erfüllt und dass viele Journalisten diesen Auftrag auch nicht mehr erfüllen wollen. Wenn ich viele sage, möchte ich damit nicht die große Zahl derjenigen ansprechen, die in den vielen Fachressorts der Rundfunkhäuser gute Arbeit machen, sondern die Damen und Herren in den politischen Bereichen, die meinen, mit dem öffentlichen-rechtlichen Rundfunk Propaganda, Agitation und Manipulation für eine links-grüne Ideologie betreiben zu dürfen. Ich denke da zum Beispiel an die Klima-, Umwelt- und Migrationspolitik, auch daran, dass wir heute wissen, dass es Journalisten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt, die anscheinend Beziehungen zur linksextremen Antifa haben. Wir müssen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich reformieren, wobei allerdings auch eine grundlegende Verkleinerung auf wenige staatliche Rundfunkhäuser im Vordergrund stehen muss. Vor dem Hintergrund der vielen privaten Rundfunkangebote und des Internets bedarf es keiner neun Landesrundfunkanstalten, ZDF, DLF usw. Ich bin der Meinung, ein Euro Rundfunkbeitrag im Monat sollte ausreichen.


Dr. Hans-Georg Maaßen ist Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz a.D., Steffen Meltzer ist Autor des Buches Ratgeber Gefahrenabwehr: So schützen Sie sich vor Kriminalität – Ein Polizeitrainer klärt auf

Quelle

Turnschuhe aus Spinnenseide- satirische Gedanken zur grünen Bioökonomiestrategie

28. Januar 2020 Axel Robert Göhring Klima 6

Bild: Aus dem Beitrag, keine Quelle angegeben.

von Karsten Leibner

Ich bin auf dem Rückweg von Berlin nach Hause und schalte mich durch die Radiosender. Der Weg führt durch Mitteldeutschland, daher sind es vor allem die Sender des MDR und ein paar Berliner Sender.

Der MDR vermeldet: „Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) wollen in den kommenden vier Jahren 3,6 Milliarden Euro in die Förderung der Bioökonomie investieren. „

Agrar heute dazu: „In der „Nationalen Bioökonomiestrategie“ geht es konkret um die verstärkte Erforschung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Auch die Sicherstellung der Ernährung vor dem Hintergrund von Klimawandel und Bevölkerungswachstum stehe im Fokus. „Biobasierte Materialien stehen den Eigenschaften erdölbasierter Kunststoffe in kaum noch etwas nach“, sagte Karliczek.

„Auf unseren Äckern wächst, was wir sonst importieren müssten“, sagte Klöckner.

Es ist die Rede von Turnschuhen aus Spinnenseide und Autoreifen aus Mais (MDR) oder Löwenzahn (agrar heute).

Ich überprüfe, ob es sich wirklich um eine Nachrichtenmeldung handelt oder ob ich in eine Satiresendung geschaltet habe. Eine versteckte Kamera ist auch nicht im Auto, also mein dümmlich drein blickendes Gesicht wird nicht im TV erscheinen. Die meinen das ernst!

Ich kann mich an eine Dokumentation erinnern, da ging es um Bioplastik. Ein deutscher Herr Gerritsen, Geschäftsführer der deutsch-holländischen Firma Bio4Pack, beschäftigt sich seit 18 Jahren mit Bioverpackungen und ist da schon fleißig dabei. Seine kompostierbaren Lebensmittelverpackungen findet man in den Supermarktketten der Niederlande, die Ihre Filialen auch in Deutschland haben wie Aldi und Lidl. Im supergrünen Deutschland findet man sie nicht, hier die Gründe:

„Bioplastik: Der Begriff ist nicht klar definiert… nicht alles, wo Bio draufsteht, ist auch verträglich für die Umwelt, und Bioplastik heißt nicht automatisch, dass es biologisch abbaubar ist… „ schreibt das Süddeutsche Zeitung Magazin. Und weiter: „Die deutsche Verpackungsverordnung lässt Bioplastik nicht in die Biotonne.“ Es müsste in industriellen Kompostieranlagen zwölf Wochen kompostiert werden. Das geht in Deutschland wohl nicht, in Holland aber offensichtlich schon. Neuste Entwicklungen auf diesem Gebiet sind Bioplastik Produkte, die auf alle Fälle in drei Jahren verschwunden sind, sollten sie in der Natur landen. Wenn Sie nun sagen: „Toll, das müsste man doch fördern und wie viel kostet das den Verbraucher mehr?“. Förderung ist gleich Null, manche Verpackungen kosten nicht mehr, andere zwischen 3-4 Cent, wohlgemerkt pro Verpackung, auf die Erdbeere umgerechnet, ist das nicht viel.

Nun die Damen Bundesministerinnen: Hier muss man vielleicht gar nichts fördern, sondern einfach nur zulassen und die Kompostierung organisieren, im Land der angeblichen Recyclingweltmeister? Ich glaube, das steht in Ihrer Aufgabenbeschreibung. Man spricht von der Hälfte an CO2-Freisetzung bei der Herstellung von Bioplastik im Vergleich zu Petrolplastik. Oder schlagen hier die Lobbyisten der Petrolchemie zu, die sie so gerne bei den „Klimaleugnern“ verorten?

Es ist noch nicht so lange her, im Jahre 2004 in der Kölschen Rundschau:

„Bauern könnten die „Ölscheichs von morgen“ werden, wenn das Potenzial nachwachsender Rohstoffe in Deutschland stärker genutzt würde, sagte Künast (Die Grünen) bei Vorlage des Ernteberichts. Trotz des feuchten Frühsommers hat Künast der bevorstehenden Ernte insgesamt „Spitzenerträge“ bescheinigt.“ Hört, hört: feuchter Frühsommer war nicht gut, heute ist es die Dürre. Geerntet haben wir trotzdem immer mehr. Klingt wie die Ministerinnen von heute. Haben die nur abgeschrieben und statt dem Biosprit die Autoreifen eingesetzt? Heute will man den Biosprit nicht mehr so richtig. Er könnte ja von den regenwaldvernichtenden Palmölplantagen kommen. Man will die sauberen E-Autos! E10 ist gerade teurer geworden, angeblich wegen der gestiegenen Nachfrage. Die Erzeuger sagen, das wäre nicht der Grund …

Palmöl in zahlreichen Kosmetika, Lebensmitteln und Industriestoffen ist dagegen in Ordnung. Es ist also ein Unterschied, wofür der Orang-Utan stirbt! Für den Treibstoff eines SUV ist es abzulehnen, für die Tafel Schokolade eines E-Auto Fahrers ist es „Bio“. Verlogene grüne Welt!

Übrigens Regenwald: Würde man alle Staudammprojekte im Amazonas Regenwald umsetzen, für grünen Strom natürlich (Strom hat heutzutage Farben), sterben laut Experten 1.000 Fischarten aus. Das sind 10% aller Süßwasserfischarten weltweit. Tausende Hektar Regenwald werden überschwemmt. Ein bereits angelegter Stausee produziert durch faulenden, überschwemmten Regenwald 20x mehr „Treibhausgase“, als ein Kohlekraftwerk gleicher Leistung. In der Türkei wird ein Staudamm den Tigris aufstauen und flussabwärts ein riesiges Sumpfgebiet in Wüste verwandeln. Grün ist dann nur noch der Strom. Schade das Strom nicht stinken kann.

Und da gibt es ja noch Biogas. Ursprünglich entwickelt, um aus Gülle oder Festmist Methan zu erzeugen. Später kamen dann organische Stoffe wie Biomüll oder Abfälle aus Schlachtereien, der Gastronomie oder der Lebensmittelindustrie hinzu. Die ganz großen Anlagen benötigen dazu noch Mais oder anderes Getreide. Als Heilsbringer deklariert, der Bauer wurde nun der Gasbaron. Oder doch nicht? Eine Studie des Umweltbundesamtes:

… Seit 2005 sind mindestens 17 Menschen bei Unfällen in Biogasanlagen getötet und 74 verletzt worden

… im Jahr 2017 wurden 32 Unfälle in Biogasanlagen registriert, bei denen rund 5,5 Millionen Liter Jauche, Gülle und Silagesickersäfte sowie Gärsubstrate (JGS) freigesetzt worden

… in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt 56 Biogasunfälle, bei denen 38 Mal Gewässer betroffen waren

… Dreiviertel, der von Sachverständigen geprüften Biogasanlagen, weisen erhebliche sicherheitstechnische Mängel auf

… 5 Prozent des in Biogasanlagen produzierten Methans entweicht unkontrolliert in die Atmosphäre 

… Damit können Biogasanlagen in der Gesamtbetrachtung sogar mehr Emissionen an klimaschädlichen Gasen verursachen als einsparen

Fazit: „Biogasanlagen sind eine Gefahr für Mensch, Klima und Umwelt“

Zudem werden jetzt die Gärreste zum Dung, der auf den Feldern landet, hinzugerechnet und erschweren die Einhaltung der Düngeverordnung.

In Deutschland laufen derzeit über 9.000 dieser Anlagen, im Glauben an die Bundesminister*innen errichtet. So wird man ein Ungläubiger!

Meldung des MDR: „Bauern demonstrieren vor dem Landtag in Thüringen“

Hintergrund ist die Düngemittelverordnung, die den Einsatz von künstlichem und organischem Dünger erheblich einschränken soll, da sonst zu viel Nitrat in das Grundwasser gelangt. Die Bauern zweifeln die Messmethoden und Ergebnisse zu Recht an. Daraufhin erwidert Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund laut Radio: Sie wolle den unterschiedlichen Messergebnisse der Nitratbelastung des Grundwassers nachgehen.

Ein satirischer Gedanke kriecht in mir hoch: Sollte man das nicht vorher machen oder ist „nachgehen“ wörtlich gemeint? Mit den Nitratgrenzwerten ist es ähnlich wie mit den Stickoxiden. Die Werte sind auf sehr niedrigem Niveau. Das Dreifache stört niemanden, selbst mit dem Siebenfachen können Erwachsene leben, wenn sie denn im Trinkwasser wären, wo sie nie waren, da Trinkwasser aus verschiedenen Grundwasser Quellen gemischt wird. Und: ist der Nitratwert an einigen Messstellen zu hoch, lief bei Industrie, Abwasserwirtschaft UND Bauern etwas schief, aber nicht bei allen und überall!

So und jetzt nochmal von Anfang: Nach Ölscheich und Gasbaron soll jetzt der Bauer zum Autoreifenhersteller werden, aber bitte mit Traktoren ohne Diesel oder E-Fuel und mit wenig Düngung. Wissen unsere Bundesvorturner, dass Mais ein Humuszehrer ist und viel Düngung benötigt. Und was ist mit den veränderten Klimabedingungen? Ach so, man will trocken-resistente Pflanzen züchten. Was ist dann mit den feuchten Frühsommern? Übrigens wäre der Nitratgehalt nicht eine Frage des Düngens sondern eine des Konsums, so Umwelttoxikologin Prof. Heidi Foth von der Universität Halle-Wittenberg. Sie möchte über die Tierproduktion nachdenken. Können wir, habe ich studiert. Die Ställe, die ich bauen würde , bekämen keine Genehmigung, würden das Tierwohl aber viel mehr berücksichtigen. Auf dem Lande darf es nicht mehr nach Tierhaltung riechen, darf kein Hahn krähen und kein Hund bellen. Der neue, der Urbanität entflohene Naturbursche benötigt seinen Schönheitsschlaf. Mit neuester Technik ausgestattet, bekämpft er das wuchernde Ungetüm namens Rasen. Bienen? Ja, Bienen sind gut.

So nun mach was draus, du dummer Bauer!

Die Tierproduktion trägt nicht mal 1% zur deutschen „Treibhaus“-Emission bei. Eine Kuh kann nur einen Teil des durch Photosynthese gebundenen Kohlenstoffs in Methan umwandeln. Vom Rest lebt sie und schenkt uns essentielle Amino- und Fettsäuren und wichtige fettlösliche Vitamine. Wenn ich jetzt noch dagegen rechne, wie viel in tatsächlichen Treibhäusern und Produktion von Fleischersatzprodukten dazu kommt, wird kein Unterschied messbar sein. Der Bio-Ackerbauer muss die doppelte Fläche bewirtschaften bei gleichem Ertrag! Wie macht er das wohl? Verbrauchte er dann nicht mehr „fossile Brennstoffe“?

Soja beurteilen wir ähnlich wie Palmöl. Als Tofu und Sojamilch (für die Laktoseintoleranten) topp, als Tierfutter der Regenwaldvernichter. Vielleicht schädigen die Veganer sogar das Klima mehr als die Karnivoren unter uns, um in deren Sprech zu bleiben? Kaut Bio-Möhren und ihr rettet das Klima oder auch nicht! Das entscheiden die Umweltverbände und Experten, die vorgeschobene Regierung Deutschlands. Wer regiert eigentlich Deutschland?

Wie die Halbwertzeiten der Versprechungen und Förderprogramme aussehen, merkt man jetzt. Die „tausenden Generationen“ der Svenja Schulze gelten hier wohl nicht, es sei denn, sie hat von Feldmäusen gesprochen. Kann man nie wissen. Sie sieht auch das Klima, welches nicht mehr nur Wetter ist, bei ihren Spaziergängen in der Eifel. Manche können CO2 sehen. Bei ihr ist der Klimawandel auch belegt. Sie hat wohl „menschengemacht“ davor vergessen. Kann passieren. Menschen werden oft vergessen. „Belegt“ ist wahrscheinlich nur das Brötchen in der Bundestagskantine. Vielleicht mit norwegischem Lachs, aber halt, Svenja isst vegetarisch. Na dann gibt es Kartoffeln aus Ägypten, Tomaten aus Holland und Gurken aus Spanien. Frau ALB mag vielleicht argentinisches Rinderfilet. Na ja, wenn unsere Bauern aber auch so alte Umweltsäue sind. Da müssen Leitplanken geschmiedet werden.

Übrigens nutzen wir die gleichen Ackerböden schon seit einigen hundert Jahren, trotz steigender Bevölkerungszahl. Wir mussten keine Wälder zusätzlich roden. Das geht nur durch die Aufrechterhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Die Ackerfläche ist begrenzt, wollen wir Wald, Wiesen und verbliebene Sumpfgebiete erhalten. Gibt es irgendwo mehr Nachhaltigkeit? Sind Bauern doch nicht so dumm?

Auf Fritz FM, einem Berliner Radiosender, diskutiert man, ob es gut ist, dass jeder Bundesbürger ein Organspender wird. Man könne ja ablehnen und müsse auch keine Angst haben, da man vorher für hirntot erklärt werden muss. Wieder durchzuckt ein böser zur Satire neigender Gedanke mein Verschwörerhirn: Da müssen sich einige Protagonisten unserer Zeit jetzt schon Gedanken machen! Wenn man deren Hirnschale öffnet, klingt es in etwa so wie beim Öffnen eines Gurkenglases. Das Vakuum füllt sich hörbar!

Weiter vermeldet der* Radiosprecher*in, dass man die wirklichen Folgen des Klimawandels im Hainich-Wald erforschen wird, der ja ohne den Eingriff des Menschen wachsen darf. Man will die Obstplantagen der Fahner Höhen an eine Wasserleitung anschließen. Machen übrigens die Weinbauern schon lange und hatten in den deklarierten Dürrejahren sehr gute Jahrgänge. Hört sich gut an!

Die nächste Radiomeldung vom MDR Thüringen: „In Thüringen könnten tausende Arbeitsplätze in der Automobil- und Zulieferindustrie verloren gehen. Der Grund ist der zu langsame Umstieg auf die E-Auto Produktion. Die Hersteller fordern… die Kanzlerin lädt zum Gipfel…“

Die ETH Zürich hat mit einer experimentellen Parabolantenne, die das Sonnenlicht bündelt, im Kopf der Antenne Syngas (H2 + CO) erzeugt. Genutzt wird hier die von der Sonneneinstrahlung erzeugte Hitze von über 1000°C. Aus dem Syngas können synthetische Kraftstoffe erzeugt werden. Erste Spin-Off Firmen versuchen, das Ganze weiter zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Tim Böltken baut mit seiner Firma Ineratec in Karlsruhe Anlagen, die ebenfalls synthetische Kraftstoffe herstellen können. Aber nun haben die Umweltverbände (wer sonst) etwas dagegen:

Ökos wettern gegen E-Fuels: Umweltschützer und Grüne wettern sogar gegen künstliche Kraftstoffe. „E-Fuels sind derzeit unbezahlbar teuer und ineffizient“, sagt etwa der Grünen-Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer. Ein wichtiges Argument der Gegner: der niedrige Wirkungsgrad. Anstatt Autos direkt mit Ökostrom anzutreiben, wird dieser erst eingesetzt, um Wasserstoff und dann den Treibstoff herzustellen.“ (Rhein-Neckar-Zeitung)

Das klang aber neulich noch ganz anderes, da war Wasserstoff der neue Hoffnungsträger. Power-to-Gas heißt der neue Anglizismus! Entweder wollte man das Gas direkt einsetzen oder in Methan umgewandelt, in unterirdischen Kavernen lagern. Damit will man Kraftwerke betreiben als Back-Up des volatilen Wind- u. PV-Stroms, der dann u.a. die E-Autos lädt. Haben Techniker wie Frau Nestle (Die Grünen) alles durchgerechnet. Die Erkenntnisse der ETH werden ignoriert. Mag sein, dass es noch nicht effektiv ist, aber Nachdenken u. Ausprobieren, sollten erlaubt sein. Von Förderung keine Spur … Turnschuhe aus Spinnenseide … Wie ist es mit der Förderung des Dual-Fluid-Reaktors?

Merken Sie was?

Autos mit Biosprit, E-Fuels u.a. synthetischen Treibstoffen will man nicht, da so der Kolbenmotor am Leben bleiben würde, denke ich einen satirischen Gedanken. Ist bestimmt nur eine wilde Verschwörungstheorie!

Aha, die Autoindustrie ist selber schuld.

„Weitere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht… die DUH klagt im Namen von Bangladesch und Nepal, … Umweltverbände wollen die Verschärfung des Klimapaketes und den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien…“, so der MDR. Der Name Luisa Neubauer fällt. „Experten warnen…, der Klimawandel gehört zu den größten Risiken für unsere Erde in den nächsten zehn Jahren…“

Hm, Klimawandel, zehn Jahre denke ich und Gefahr für die Erde, ein wenig kleiner hatten sie´s wohl nicht. Die Erde ist dann eigentlich in permanenter Gefahr. Das ist mir zu …, jedenfalls will sich dazu kein weiterer Gedanke entwickeln. Zu den Ausbau der Erneuerbaren schon eher. Es fallen mir einige Vorträge auf YouTube dazu ein. Den von Prof. Lüdecke kennen wir alle. Ich nehme mal den von Prof. Christian Holler, der nicht im Verdacht steht, der Skeptiker Fraktion anzugehören: „Erneuerbare Energien und die Unbestechlichkeit der Physik“

Er legt 120 kWh als Primärenergiebedarf pro Kopf und Tag eines Bundesbürgers zu Grunde (90-120 kWh).

Um das anschaulich zu machen, hat er für die Luisas dieser Welt ausgerechnet, was es bedeutet, diese durch Erneuerbare darzustellen.

50% aller Dächer werden mit PV-Anlagen bedeckt und 3.600 km² auf anderen Flächen. Die 3.600 km² entsprechen etwa der Fläche Berlins und des Saarlands, etwa 1% der Fläche Deutschlands. Die sprechen sowieso komisch, also …

Über 100.000 WKA müssten on shore gebaut werden und ein 20km tiefer Streifen an der gesamten Ost- und Nordseeküste muss mit off Shore WKA verschönert werden. An Land sind das im Schnitt alle 2km eine WKA. Blöd für die, die Flügel haben! Vielleicht fördert das die Evolution der Laufvögel? Blöd auch für Pflanzen, die von Fluginsekten bestäubt werden müssen. Vielleicht sollten die sich das mit der Wasserleitung zu den Obstplantagen noch einmal überlegen? Wovon ernähren sich dann die Spinnen? Die Spinner ernähren sich von uns, das wissen wir.

Wenn wir die Wasserkraft überall wo möglich einsetzten, kommen nur 1,5 kWh pro Kopf u. Tag hinzu. Bei Trockenheit käme weiter unten kaum noch Wasser an, siehe Australien. Schuld ist dann … Besser wäre das geschickte Anlegen von Wasserreservoirs, um niederschlagsarme Zeiten zu überbrücken.

Nutzt man Biomasse soweit wie es geht, benötigen wir 33% unserer Ackerfläche, 50% des Ertrages unserer Wälder, alle organischen Abfälle. 11,9 Mio. ha haben wir als Ackerfläche zur Verfügung. Wir brauchen aber ca. 15 Mio. ha für unsere Nahrungsmittelproduktion. Also müssen wir jetzt schon Nahrungsmittel für die Bundestagskantine importieren. So langsam dämmert es einem, warum wir kein Fleisch mehr essen sollen! Denn da wo jetzt Futterpflanzen wachsen, müssen Pflanzen für Energie, Autoreifen und Diverses wachsen. Nahrungsmittel importieren wir zukünftig noch mehr. Von „nicht-industrieller“ Landwirtschaft keine Rede mehr. Mal abgesehen davon, dass die organischen Düngungen schwierig würde.

Wie war das: „Auf unseren Äckern wächst, was wir sonst importieren müssten!“ Nun bin ich verwirrt! Sie auch?

Der Professor zählt auch noch Geothermie dazu. Die tiefe Geothermie setzt Tiefenbohrungen voraus, bringt ca. 4 kWh. Die oberflächliche Geothermie, die berühmte Wärmepumpe, erbringt bei 50qm pro Person nochmal 5 kWh. Schauen Sie sich nochmal ihren Vorgarten an, der wird demnächst um gebaggert.

Also das soll der radikale Ausbau der Erneuerbaren sein? Dagegen würde ich klagen, liebe Luisa. Das raubt Zukunft und Landschaft. Es sein denn, man fliegt woanders hin. Kennst Du ja.

Was haben wir vergessen? Die Reserve-Kraftwerke, die wenn kein Wind und so … ach ja, die jetzt nicht mehr so ineffizienten Power-to-Gas Anlagen … Und die vielen Kupferleitungen, Wege und Straßen zu den WKA und PVA, die oft beim Flächenverbrauch weggelassen werden. Den Energieverbrauch für Erstellung und Transport … Jetzt können sich gerne alle wieder streiten, auf ein Windrad, eine PVA oder eine kWh mehr oder weniger, kommt es nicht an … das ist einfach nur Wahnsinn!

Die Lösung: Wir sparen 50% der Energie ein.

Wirtschaftsredakteurin der taz Ulrike Herrmann: „Es gibt keine Alternative zum Ökostrom, aber dieser wird immer knapp und kostbar bleiben. (…) Wenn die Menschheit überleben soll, müssen die Industrieländer ihren Verbrauch schrumpfen.“ Mit „schrumpfen“ meint sie Folgendes: „Es gibt bereits ein historisches Schrumpfungsmodell, an dem man sich orientieren könnte: die britische Kriegswirtschaft zwischen 1940 und 1945.“

Na dann! Und der zukünftige Krieg ist dann der gegen den „Klimawandel“ nach Ausrufung des „Klimanotstandes“? Der Vergleich hinkt gewaltig, die britische Wirtschaft war auf kriegswichtige Dinge ausgerichtet. Sie lief auf Hochtouren zur Abwehr der Okkupation.

In den letzten 30 Jahren haben wir, trotz aller gestiegenen Effizienz, nichts eingespart. Die Wirtschaft hat sie genutzt, um zu wachsen. Unser Wohlstand wuchs mit. Also muss man den Begriff Wohlstand laut Habeck neu definieren, sollten wir ein chinesisches Regierungsmodell einführen, müssen Kontrollen und Verbote her! Eine Gesellschaft in Energiearmut hat sich nie weiter entwickelt. Eigentlich müssten das die Scharen von Geschichts-, Politik- und Sozialwissenschaftler in den Politikerkreisen wissen. Das tun sie auch, denken aber, wir wissen es nicht. Was wäre die größere „Katastrophe“: veränderte Wetterbedingungen infolge einer Klimavariation oder sinkender Wohlstand unter einer Öko-Kontroll-Regierung, an der nur der Name „Öko“ wäre, will man Diktatur nicht verwenden?

Mir fällt gerade ein DDR-Witz ein. Hier in Abwandlung:

Frau Merkel, Frau Esken und Luisa Neubauer (tolle Frauenquote, oder?) fliehen im Urwald vor einem Stamm Kannibalen. Frau Merkel wird nach hinten geschickt, um Verhandlungen aufzunehmen. Sie kommt zurück und die wilde Flucht geht weiter. „Was hast Du denn angeboten?“, wird sie gefragt. „Ich habe ihnen Wirtschaftshilfe in Höhe von 1 Mio. € angeboten! Die wollten sie aber nicht!“ Dann schickt man Frau Esken nach hinten. Auch danach müssen alle weiter rennen. Das Angebot einer bedingungslosen Grundrente und ein paar zähe Nazis als Knabbergebäck, konnten die Wilden nicht überzeugen. Dann ist Luisa dran. Sie kommt schlendernd zurück. Alles ist geklärt. „Wie hast Du das gemacht?“ „Ich habe allen CEO der Kannibalen gedroht, wenn wir so weiter rennen, sind wir bald in Deutschland! Da haben sie sofort kehrt gemacht!“

Dann erzählt man im Hörfunk noch vom Unwort des Jahres. Toll gemacht, ich bin voll im Rahmen (Frame). Erinnern Sie sich noch an Dalli, Dalli mit Hans Rosenthal? Da gab es Dalli-Klick oder so ähnlich, da musste man immer Wortverbindungen finden.

Weltkriege, Klimakatastrophen, Artensterben, Waldbrände … die tägliche Apokalypse gib uns heute. Man wiederholt die Meldungen alle halbe Stunde. Würde man dem Glauben schenken, man müsste den nächsten Parkplatz aufsuchen und laut losheulen. Doch ich sehe keine weinenden Menschen, manche lachen sogar. Begreifen die nicht, in welcher Gefahr wir schweben, offensichtlich nicht. Solange wie heute, gab es lange keinen Frieden auf deutschem Boden, das Klima kennt keine Katastrophen, wir hatten in moderner Zeit noch nie so viele Wildtiere in Deutschland, der Wald war auch seit dem 30jährigen Krieg nicht mehr so groß u. wenn wir ihn besser bewirtschaften würden (keine Monokulturen) würde er weniger brennen. Die Apokalypse gibt es nur in unseren Köpfen, weil es so gewollt ist.

Unsere Zukunft soll schrecklich sein! Damit DIE vorgeben können, uns davor mit allen Mitteln zu schützen. Lückenpresse mit erfundenen, Katastrophenprophezeiungen. Sagt man ihnen das, sind sie beleidigt. Broders Spiegel nennt sie: „Die Möchtegern-Frontberichterstatter!“

Nur, wer beleidigt hier eigentlich wen? Ich muss mir schließlich seit drei Stunden diesen Informationsbrei aus Fakten, Quasi-Fakten, fehlenden Fakten und politischen Meinungen anhören! Gott sei Dank kommt zwischendurch Musik. „Hier erhalten Sie die Informationen, von denen wir wollen, dass Sie sie glauben!“ Wann hat das angefangen?

Da halte ich es mit Dieter Nuhr: „Wenn Dir einer die Zukunft in 30 Jahren voraussagen will, weißt Du, genauso wird sie nicht!“ Die hochdeutsche Übersetzung von: „Et hätt noch immer jot jejange!“

Auf die nächste Autofahrt nehme ich mir ein Hörbuch mit, vielleicht Ken Follett: „Die Pfeiler der Macht.“

Satire aus!

Kommentare:

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6 Kommentare

  1. H.R. Vogt 28. Januar 2020 um 13:20 „Über 100.000 WKA müssten on shore gebaut werden und ein 20km tiefer Streifen an der gesamten Ost- und Nordseeküste muss mit off Shore WKA verschönert werden. An Land sind das im Schnitt alle 2km eine WKA.´´
    Das ist noch immer viel zu gering geschätzt !
    Denn:
    Inzwischen gibt es sogar deutsche Politiker, die tatsächlich schon davon überzeugt sind, dass mit grünem Wasserstoff die Dekarbonisierung der Metallgewinnung machbar sei und es deshalb schon für vertretbar halten, chinesischen Hochofenstahl möglichst mit Strafzöllen zu belegen, auf das geniale deutsche Eisenhüttenfachleute, die daran arbeiten, auch weiterhin gefördert werden können. Antworten
  2. Guntram Pauli 28. Januar 2020 um 13:02 Passend dazu die großartige Dokumentation CLIMATE CRIMES von Ulrich Eichelmann:https://www.youtube.com/watch?v=ZzwDg9KtX2k&feature=emb_title
    Antworten
  3. Michael Krüger 28. Januar 2020 um 11:41 Ist doch ganz einfach, Plat for the Planet und FFF sind ein Konzept des Club of Rome. Und was wollen die letztendlich? Die Leute sollen keine oder viel weniger Kinder bekommen, so dass wir nur noch 1-2 Mrd. Erdenbürger haben. Kinder kriegen, etc. wird dann reglementiert. Dabei geht es viel einfacher, bringt den Entwicklungsländern Wohlstand durch Kohle, Öl, Gas, Atomkraft und die Geburten werden von selbst zurückgehen. Bald wird dann das Problem sein, dass Leute überhaupt noch mehr als 1 Kind haben wollen. Antworten
  4. Dr. Roland Ullrich 28. Januar 2020 um 11:04 Prima Schilderung! Aber so sieht die tägliche Klima- und Öko-Blödbequatschung tatsächlich aus! Gott sei Dank gibt es außer den Grünen noch viele Normalos in diesem Land! Die wissen schon lange, was sie von unseren Dummschwätzern in den Medien zu halten haben: Nämlich rein gar nichts, bei einem Ohr rein, beim anderen raus. Oder, wie uns bekannt: GiGa, Gabadge in Gabadge out!
    Nur unsere „intelligenten“ Politiker tun so, als würden sie diesen Endlos-Quatsch ernst nehmen. Wann werden endlich die über 700 Sitze im Bundestag auf ein erträgliches Maß eingedampft? Für solchen Endlos-Blödsinn reichen deutlich weniger Abgeordnete!
    Übrigens habe ich gerade auf ntv gehört: Das Flugreisen-Geschäft boomt mehr denn je. Wahrscheinlich aus dem sicheren Wissen heraus, dass es das Allerdümmste auf dieser Welt ist, die Grünen, Luisa, FFF und Konsorten ernst zu nehmen. Sie tun es ja selber nicht… Aber ein fantastisches Ablenkungsmanöver von all dem Mist, der sonst noch in Blödland permanent gebaut wird! Antworten
  5. Rudi Tarantik 28. Januar 2020 um 10:24 Na endlich mal ein Bericht, der die Schwächen der Biomasse aufzeigt. Vergessen wurde nur, dass es auch die teuerste Form der EE-Stromerzeugung ist, fast so teuer wie neue Kernkraft. Antworten
  6. Andreas Demmig 28. Januar 2020 um 10:16 Dieser Beitrag, diese Gedankensplitter gehören mit zur Top-ten der Beiträge auf Eike.
    Dankeschön
    Das wäre gut zur Veröffentlichung in den regionalen „Mitteilungen“ der Gemeinden.
    Für die anstehenden Kommunalwahlen verkünden die Ökos, das der Individualverkehr auf dem Land begrenzt werden soll.. „Gegebenenfalls müssen Anreize geschaffen werden“ Hier gibt es viele kleine Ortschaften und Weiler. Ohne Auto ist man aufgeschmissen. Antworten

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Südländische Jugendbande tyrannisiert Mönchengladbach

Mönchengladbach, NRW. Für viele Rheydter ist der Marienplatz samt Umfeld zu einem Angstraum geworden. Schuld sind „südländische“ Jugendliche und junge Männer, die ohne Grund Reizgas versprühen, die provozieren und plötzlich zuschlagen und auch auf ihre Opfer eintreten. Weiterlesen auf rp-online.deFacebookTwitterVKTelegramWhatsAppMailJustiz, Meinungsfreiheit, Polizei, Widerstand, Zensur 26.1.20

Volksverhetzung: Staatsschutz jagt islamkritischen Rentner

Viernheim, Hessen. In Viernheim hat ein älterer Mann eine private kleine Protestaktion gegen die fortschreitende Ausbreitung des Islamismus veranstaltet und leere Katzendosen mit islamfeindlichen Parolen ausgelegt. Das wurde ihm nun zum Verhängnis. Er wurde von einer Überwachungskamera erfasst und wie ein Räuber, Vergewaltiger oder Totschläger mittels Steckbrief zur Fahndung ausgeschrieben. Weiterlesen auf journalistenwatch.comFacebookTwitterVKTelegramWhatsAppMailAsyl, EU, Griechenland, Realsatire, Türkei 26.1.20

EU-Türkei-Deal: Nur 189 Personen in die Türkei abgeschoben

Eigentlich müssen seit 2016 alle Migranten in die Türkei zurückgebracht werden, die illegal nach Griechenland einreisen. Doch insgesamt wurden nur 1995 Personen in die Türkei abgeschoben. Im Gegenzug wurden 25.660 Syrer aus der Türkei legal in die EU geflogen. Weiterlesen auf welt.deFacebookTwitterVKTelegramWhatsAppMailAsyl, EU, Islamisierung, Männerüberschuss 26.1.20

Tschechien lehnt verärgert Aufnahme junger Migranten ab

Tschechien war ursprünglich bereit, syrische Waisenkinder aufzunehmen, statt dessen wollte Griechenland aber jugendliche Afghanen und Pakistaner schicken. Innenminister Jan Hamáček lehnte das als Sicherheitsrisiko ab. Er sehe keinen Sinn darin, 17-Jährige ohne legalen Asylstatus in Europa zu verteilen. Weiterlesen auf wochenblick.atFacebookTwitterVKTelegramWhatsAppMailAsyl, Ausländerkriminalität, Gewalt 26.1.20

Streit um Lichtschalter – Syrer sticht Zimmernachbarn nieder

Wien. Zwei Zimmerkollegen waren sich uneinig, ob Licht eingeschaltet bleibt – ein 24-jähriger Syrer stach schließlich mit einem Küchenmesser zu. Der Syrer versetzte dem 23-jährigen Zimmerkollegen im Jugendwohnheim Stiche in die Leiste, in die Hand und fügte ihm Schnittwunden im Gesicht und im Halsbereich zu. Weiterlesen auf oe24.atFacebookTwitterVKTelegramWhatsAppMailAsyl, Klimawahn, Mainstream-Kritik, Merkel 25.1.20

Warum mir Merkel Angst macht

Dieser Gleichtakt in den Medien macht mir Angst. Die gesamte Entwicklung unserer Landes unter Merkel macht mir Angst. Am meisten Angst macht mir, dass Merkel fordern kann, dass wir unser Leben total umstellen, und die Reaktion nur ein Nicken ist. Nicht einmal ein kritisches Hinterfragen, geschweige denn ein Aufschrei. Wir sind weit gekommen auf unseren Abwegen. Von Boris Reitschuster. Weiterlesen auf reitschuster.deFacebookTwitterVKTelegramWhatsAppMail

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Sprach der König zum Priester: Halte du sie dumm, ich halte sie arm. Volksweisheit

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So „richtig“ Kohle machen !

Das Milliardengeschäft mit CO2-Zertifikaten

Vor zehn Jahren durften die Mainstream-Medien noch offen und objektiv über das Thema „Emissionszertifikatehandel“ berichten. Das „Handelsblatt“ etwa berichtete 2010, dass sich der bereits 2005 gestartete Handel mit europäischen Emissionszertifikaten zu einem Milliardengeschäft für Finanzinvestoren und Energiekonzerne entwickelt hatte. Fonds und Investmentbanken gingen CO2-Wetten ein, vermeintliche Weltverbesserer kassierten mit angeblich klimaschonenden Projekten in der Dritten Welt ab, Betrüger ergaunerten sich Steuervorteile. Das Fazit des Handelsblatts im Jahr 2010: „Die Rechnung begleichen wir alle – als Stromkunden und Steuerzahler“.

„Auch die Energiekonzerne mischen kräftig mit“, so die Zeitung damals. Mithilfe günstig eingekaufter Emissionsrechte wurde „schmutziger“ Strom (mit hohem CO2-Ausstoß) einfach zu Ökostrom umetikettiert, ohne dass auch nur eine einzige Kilowattstunde mehr Ökostrom produziert wurde. Damals lautete noch die Botschaft der Regierenden, dass Emissionshandel und Ökostrom das Weltklima retten solle. Konzerne, Finanzindustrie, Kriminelle und vermeintliche Weltverbesserer nutzten das staatlich verordnete Klimaschutzsystem aus, so der Bericht.

Heute sehen wir, wohin sich der „Klimaschutz“ entwickelt hat. Es dürfte doch vielmehr so sein, dass Regierung mit Konzernen, Finanzindustrie und vermeintlichen Weltverbesserern zusammenarbeiten. Heute sehen wir, dass CO2-Zertifikatehandel und höhere Strompreise diesen „Weltverbesserern“ nicht mehr ausreichen – Alle möglichen Verbote werden gefordert: Flugverbot, Autofahrverbot, Reiseverbot, Verbot von Holzkaminen usw. Natürlich nur für die Bürger. Atomkraft- und Kohlekraftwerke werden einfach abgeschafft, obwohl es in Deutschland noch keine Energie-Alternativen gibt.

Wie groß angelegt dieses „Klimaschutzprogramm“ ist, an dem Milliarden, natürlich aus den Taschen des Steuerzahlers finanziert, verdient werden sollen, zeigt der „Green New Deal“ der EU-Kommission unter Ursula von der Leyen. Eine Verbrecherin sitzt nun an den Schalthebeln der EU und will, gemeinsam mit der Komplizin Christine Lagarde von der EZB, das ganz große Geld machen. Wie das „Handelsblatt“ 2010 bereits sehr treffend beschrieb, sollen nur noch die Unternehmen, die „sauber produzieren“, die benötigten Emissionsrechte verkaufen können – und im Idealfall die Erlöse weiter in CO2-sparende Technologien investieren. Genau dies ist nun ganz aktuell der Plan der EU-Kommissionspräsidentin.

Emissionsrechte sind Spekulationsobjekte wie Aktien oder Öl. Kraftwerkbetreiber und Stahlkonzerne handeln mit ihnen, aber auch Hedgefonds und Investmentbanken. Weltweit werden jährlich Emissionsrechte für 144 Milliarden Dollar umgesetzt – das war 2010. Diese Zahl dürfte sich bald verdoppelt haben. 90 Prozent des Börsenhandels kontrolliert die US-Terminbörse ICE. ICE ist fest in der Hand von US-Investmentbanken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs sowie riesiger amerikanischer Vermögensverwalter wie BlackRock, JP Morgan oder auch Goldman Sachs. Die globalen Finanzinstitutionen verdienen sehr gut an Europas CO2-Zertifikaten. Nur wird das kaum diskutiert – hier machen wir die Ausnahme. 

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Gedenkveranstaltung: Putin mit Tränen in den Augen und versagender Stimme

Am Rande der Gedenkveranstaltung zum 75 Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde auch ein Mahnmal für die Opfer der Hungerblockade von Leningrad eröffnet. Dieses Ereignis ist in Deutschland kaum bekannt, in Russland wird es aber in einem Atemzug mit Stalingrad genannt, denn die Blockade der Stadt, die heute St. Petersburg heißt, dauerte fast drei Jahre und kostete knapp eine Million Russen das Leben.

Für Putin ist das nicht nur ein geschichtliches Ereignis, er ist in Leningrad geboren, sein Vater wurde an der dortigen Front zum Kriegsinvaliden, seine Mutter wäre beinahe zum Sterben abtransportiert worden, wenn der frisch verwundete Vater nicht vehement eingegriffen und sie irgendwie wieder aufgepäppelt hätte. Putins älterer Bruder starb bei der Blockade als Kleinkind.

Wie nahe die Geschichte der Blockade Putin gehen, konnte man bei seiner Rede zur Eröffnung der Gedenkstätte für die Leningrader Blockade sehen. Ganz am Ende, als er sich für das Mahnmal bedankte, versagte ihm die Stimme und man sieht, dass er nicht mehr weiterreden konnte und daher die Bühne schnell verlassen hat.

RT-Deutsch hat die Reden am Ende des Beitrags mit Untertiteln versehen, sodass sie auch ohne Russischkenntnisse verständlich ist. Putin wird bei Enthüllung des Denkmals für Opfer der Leningrader Blockade in Israel emotional


Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse. Auch über den Zweiten Weltkrieg gibt es in dem Buch ein Kapitel mit sehr interessanten Zitaten von Putin.

Am Rande der Gedenkveranstaltung zum 75 Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde auch ein Mahnmal für die Opfer der Hungerblockade von Leningrad eröffnet. Dieses Ereignis ist in Deutschland kaum bekannt, in Russland wird es aber in einem Atemzug mit Stalingrad genannt, denn die Blockade der Stadt, die heute St. Petersburg heißt, dauerte fast drei Jahre und kostete knapp eine Million Russen das Leben.

Für Putin ist das nicht nur ein geschichtliches Ereignis, er ist in Leningrad geboren, sein Vater wurde an der dortigen Front zum Kriegsinvaliden, seine Mutter wäre beinahe zum Sterben abtransportiert worden, wenn der frisch verwundete Vater nicht vehement eingegriffen und sie irgendwie wieder aufgepäppelt hätte. Putins älterer Bruder starb bei der Blockade als Kleinkind.

Wie nahe die Geschichte der Blockade Putin gehen, konnte man bei seiner Rede zur Eröffnung der Gedenkstätte für die Leningrader Blockade sehen. Ganz am Ende, als er sich für das Mahnmal bedankte, versagte ihm die Stimme und man sieht, dass er nicht mehr weiterreden konnte und daher die Bühne schnell verlassen hat.

RT-Deutsch hat die Reden am Ende des Beitrags mit Untertiteln versehen, sodass sie auch ohne Russischkenntnisse verständlich ist. Putin wird bei Enthüllung des Denkmals für Opfer der Leningrader Blockade in Israel emotional


Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse. Auch über den Zweiten Weltkrieg gibt es in dem Buch ein Kapitel mit sehr interessanten Zitaten von Putin.

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Der Herr der vielen Nullen

von Michael Limburg
Stefan Rahmstorf darf in einem SPIEGEL (Online Ausgabe hier) Essay wieder mal die große Bedrohung des Klimas wegen der „Erderhitzung“ anhand von einfacher Physik aber mit großen beeindruckenden Zahlen erklären. Leider, so beklagt er, säen „Klimaleugner“ wie EIKE mit durchaus „wissenschaftlichen Belegen, Quellenangaben, etc. Zweifel. Das wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Versprochen!

Wussten Sie was so alles in ein Litergefäß passt? Natürlich, werden Sie sagen, ein Liter Milch zum Beispiel, oder ein Liter Wasser, oder, oder oder. Und Sie haben recht, aber das meinte ich nicht. Wussten Sie bspw. dass in einem Liter Luft – aber nur wenn Sie ihn einatmen, aber nicht wenn Sie ihn ausatmen-  3.432.000.000.000.000.000 Moleküle CO2 stecken? Nein, wussten Sie nicht? Kein Problem – wusste ich bisher auch nicht. Und das ist der Grund warum – zumindest ich, vielleicht aber auch Sie – bisher nicht verstanden haben wie das mit dem Klimawandel so funktioniert. Und damit sich das so schnell wie möglich ändert, schließlich leben wir ja mitten in einer Klimakrise, hat Professor Rahmstorf, ja der vom PIK, den Friday for Future Kindern, und vieler weiterer wissenschaftlicher Aktivitäten, die hehre Aufgabe auf sich genommen hat uns im SPIEGEL (Online Ausgabe hier) – ja der, mit den Relotius Preisen- aufzuklären:

Zitat: „Denn In jedem Liter eingeatmeter Luft stecken 3.432.000.000.000.000.000 CO2-Moleküle fossiler Brennstoffe. Gesundheits-schädlich ist das zwar nicht – aber man muss es wissen, um den Klimawandel zu verstehen.“

Und verspricht weiter, dass das folgende keine richtige Physikvorlesung werden wird, aber,da wir uns mitten in einer – na Sie wissen schon – befinden, wäre es höchste Zeit mit dem Falschinformationen, wie sie besonders im Internet, und da wiederum von den „Klimaleugnern“ bei EIKE verbreitet werden, aufzuräumen. Wobei die EIKE Leute , die „Boten des Zweifels“, sich einer besonders fiesen Methode bedienen, weil nämlich der Leser dort „..zahlreiche Quellenangaben, wissenschaftliche Sprache und „Belege“ findet, die Sie von der Abwesenheit der Klimakrise zu überzeugen versuchen“. Ja das ist schon ganz schön fies. Da muss man als beamteter Professor gegenhalten und mal richtig so richtig aufklären. Und das tut man an besten mit schönen großen Zahlen, so richtig großen. Und da wären wir wieder beim Beginn. Wussten Sie schon? Na, nun wissen sie es ja schon, die Sache mit den 3.432.000.000.000.000.000 CO2 Molekülen.

Und dann folgt „ein Crashkurs zu den wichtigsten Belegen“, schreibt der Professor. Und erklärt, nicht ganz falsch „Die Strahlungsbilanz eines Planeten bestimmt dessen Temperatur“.

Das stimmt zwar auch nur unter bestimmten Bedingungen, denn die Temperatur ist nur ein Maß für die kinetische Energie, die in der gemessenen Materie steckt, egal wo sie herkommt, und es gibt auch keine Strahlungsbilanz, sondern nur eine Energiebilanz, was bedeutet, dass die empfangene Energie, nicht per se die Strahlung, im Gleichgewicht (und das steckt im Wort Bilanz), und nur dann, genau so groß sein muss, wie die abgegebene Energie. Aber er versprach ja, dass das keine richtige Physikvorlesung sein würde, also wollen wir mal nicht so kleinlich sein, hier keine Zweifel säen und ihm das durchgehen lassen.

Kommen wir zurück zu seinen großen Zahlen und was sie mit seiner Beweisführung zu tun haben. Und leider, da werden wir enttäuscht. Da kommt nichts. Sie stehen einfach so rum, und sollen wohl Eindruck schinden. Nur einmal behauptet er, dass „wir“ die CO2 Konzentration um 45 % erhöht hätten. Doch viel von nix ist aber immer noch nix, oder?

Im Kommentarbereich gibt es daher neben viel Tadel auch viel Lob für diesen Versuch eine schwierige Materie einfach zu erklären. Trotzdem, oder gerade, weil nirgendwo die 3.432.000.000.000.000.000 CO2 Moleküle, mit dem was er uns eigentlich erklären will, nämlich den Treibhauseffekt, in Beziehung gesetzt werden.

Der Schuss wäre auch nach hinten losgegangen, denn dann hätte er erklären müssen, dass, egal wie viele CO2 Moleküle sich im Liter befinden, es nichts an deren winzigen Menge in Bezug auf das Ganze ändert. Es bleiben mickerige 0,01346 %. Da nützen auch sämtliche Großzahlen nichts, die Atmosphäre ist um viele, viele Größenordnungen größer.

Kiehl Trenberth 1997 Strahlungsflüsse mit ergänzend eingezeichneter Bilanzierung der Boden Ab- und Luft Gegenstrahlung. Die Werte 390 und 324 können hierin beliebig groß sein, solange ihre Differenz 66 Wm-2 annimmt. Details dazu u.a. hier.

Daher schrieb ich dem Herrn der vielen Nullen einen Kommentar:

„Lieber Herr Rahmstorf,
Ihre Riesenzahlen, die man – wie Sie schreiben – unbedingt wissen muss „um den Klimawandel zu verstehen“ werden im Verhältnis trotzdem nicht mehr. Und nur das zählt. Auch 3.432.000.000.000.000.000 CO2-Moleküle fossiler Brennstoffe bleiben mickrige 0,01346 %.
Und auch Ihr Gift Vergleich, der bestimmt gleich kommt, führt in die Irre, denn Gift, dass oft auch in kleinsten Mengen wirkt, greift sofort die Vitalfunktionen des Organismus an, wie Atmung oder Herzschlag. Das kann das böse CO2 alles nicht. es ist chemisch fast ein Edelgas.
Und es kann nur ganz, ganz wenig Infrarotenergie absorbieren und gibt diese wieder – wegen der ungleich wahrscheinlicheren Stoßabregung – zu weniger als 5 % als Strahlungsenergie ab. Natürlich nur in den dichten unteren Schichten. Oben ist es mehr, es sind aber viel weniger CO2 Moleküle da.
Und noch etwas – bei Ihnen scheint offensichtlich die Sonne Tag und Nacht. Bei mir ist das anders, da scheint sie nur tagsüber.
Daher kommen bei mir – und auch nur ziemlich grob- über die gesamte Halbkugel 648 W/m^2 an (Anmerkung von mir: Siehe Grafik und Bilanzierung Abstrahlung mit Gegenstrahlung oben). Die Nachthalbkugel erhält keinerlei Einstrahlung.
Das Ihnen das bisher noch nie aufgefallen ist? Komisch. Die Betrachtung der Wirklichkeit ist doch Voraussetzung jeder Naturwissenschaft, also besonders der Physik.
Diese so empfangene Energie muss und wird von beiden Halbkugeln wieder abgegeben werden.
Und schwups ist die Strahlungsbilanz, besser die Energiebilanz, wieder ausgeglichen. Ganz ohne den bilanziellen Zaubertrick mit dem Treibhauseffekt.“

Der blieb bisher unbeantwortet.

Im Text werden dann drei Möglichkeiten untersucht, wodurch sich die „Strahlungsbilanz“ so verändern könnte, dass sich unser „Heimatplanet aufheizen“ müsste.

Nämlich

  • Die Sonneneinstrahlung nimmt aufgrund der Sonnenaktivität oder der Erdbahnparameter
  • Der reflektierte Anteil der Sonnenstrahlung nimmt ab, weil die Helligkeit der Erdoberfläche oder der Wolkendecke abnimmt.
  • Die Abstrahlung von Wärme ins All nimmt ab.

Alle drei werden so diskutiert und mit „Messtatsachen“ so unterlegt, dass allein Option 3 die Lösung sein kann.

Ein Leser merkte dann noch an, dass schon das Ausscheiden von Option 1 ziemlich schräg argumentiert sei, weil Zitat aus dem Rahmstorf Artikel: Option 1 scheidet aus, denn die ankommende Sonnenstrahlung hat seit Mitte des letzten Jahrhunderts sogar etwas abgenommen schon deswegen nicht stimmen kann, weil, wie selbst WIKIPEDIA unzensiert schreibt

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts befindet sich die Sonne in einer ungewöhnlich aktiven Phase, wie Forscher der Max-Planck-Gesellschaft meinen. Die Sonnenaktivität ist demnach etwa doppelt so hoch wie der langfristige Mittelwert, und höher als jemals in den vergangenen 1000 Jahren.“ Und merkt kritisch an:„Nun ist die Aussage von Herrn Rahmstorf nicht ganz falsch, durch Weglassen des Gesamtzusammenhangs gewinnt sie aber einen ganz anderen Wert. Dies ist für mich keine sachliche Darlegung von Fakten.“

Aber auch der Rest ist – wie bei Herrn Rahmstorf üblich – sehr selektiv. Dafür aber mit sehr großen Zahlen und deftigen Behauptungen – z.B. vom  „fragilen Gleichgewicht“ unterlegt, wie bspw. diese Mitteilung in Bezug auf die „gemessene“ Erwärmung der Meere, um ein knappes 1/10 Grad (0,07 gegen über einem Mittelwert von 1960-2015):

„Auch das ist eine Messtatsache, gemessen durch Forschungsschiffe und eine Armada von Tausenden autonomen Messgeräten in den Weltmeeren, die in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als zwei Millionen Temperaturprofile[1]aufgenommen haben.“

Dazu schreibt der Willis Eschenbach, der seit Jahren die Klimatologie kritisch, aber klug begleitet (Hervorhebungen von mir):

Viel beeindruckender fand ich immer die erstaunliche Stabilität des Klimasystems trotz gewaltiger jährlicher Energieflüsse. In unserem Fall absorbiert der Ozean etwa 6.360 Zettajoules (1021 Joules) Energie pro Jahr. Das ist eine unvorstellbar immense Energiemenge – zum Vergleich, der gesamte menschliche Energieverbrauch aus allen Quellen von fossil bis nuklear beträgt etwa 0,6 Zettajoule pro Jahr …

Und natürlich gibt der Ozean fast genau die gleiche Energiemenge wieder ab – wäre das nicht der Fall, würden wir bald entweder kochen oder erfrieren.

Wie groß ist also das Ungleichgewicht zwischen der in den Ozean eindringenden und von diesem wieder abgegebenen Energie? Nun, im Zeitraum der Aufzeichnung betrug die mittlere jährliche Änderung des ozeanischen Wärmegehaltes 5,5 Zettajoule pro Jahr … was etwa ein Zehntel eines Prozentes (0,1%) der Energiemenge ausmacht, welche in den Ozean eindringt und von diesem wieder abgegeben wird. Wie ich sagte: erstaunliche Stabilität.

Folge: die lächerlich anmaßende Behauptung, dass ein derartig triviales Ungleichgewicht irgendwie menschlichen Aktivitäten geschuldet ist anstatt einer Änderung von 0,1% infolge Variationen der Wolkenmenge oder der Häufigkeit von El Nino oder der Anzahl der Gewitter oder einer kleinen Änderung von irgendetwas im immens komplexen Klimasystem, ist schlicht und ergreifend unhaltbar.

Trotz ihrer Dürftigkeit, wie auch der selektiven und rein propagandistischen Überhöhung der Zahlen, darf die Drohung vom Weltuntergang, ebenso wie die moralische Überhöhung am Schluss des Beitrages nicht fehlen..

Zitat:

Wer die Fakten heute noch leugnet, um damit die dringend nötigen Maßnahmen zur Vermeidung einer planetaren Katastrophe hinauszuzögern, macht sich mitschuldig an den Folgen: an stärkeren Tropenstürmen, Flutkatastrophen, Dürren und Waldbränden – und möglicherweise künftigen Hungersnöten“

Amen

[1] Auch diese große Zahl verliert bei genauer Betrachtung ihre Bedeutsamkeit, wenn man bedenkt, dass die Ozeane dieser Erde eine Fläche von  361.100.000 km2 bedecken, mit einer mittleren Tiefe von 3,79 km. Das ergibt 1.332.000.000 Kubikkilometer. Man hat in diesen 15 Jahren (Die ARGO Flotte gibt es seit ca. 2005) also wenige Prozente der Oberfläche auf eine Tiefe von 2000 m „vermessen“ Jede Argobojoe tastet dabei das Volumen einer Fläche von 1 Mio km2 ab. Das ist dreimal die Fläche Deutschlands. Details dazu hier: https://www.eike-klima-energie.eu/2020/01/15/der-ozean-erwaermt-sich-ein-winziges-bisschen/

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Uwe Tellkamp und sein neuer Roman: Rätselraten um Erscheinungstermin

Von Alexander Wendt

Suhrkamp, heißt es, lehnt den neuen Roman von Uwe Tellkamp aus politischen Gründen ab. Das stimmt so nicht. In Wirklichkeit ist alles noch offen. Die Peinlichkeiten gehen weiter.

Uwe Tellkamps große Dresden-Dichtung war schon ein literarisches Ereignis, bevor sein Roman „Der Turm“ 2008 erschien. Mit seinem Text „Der Schlaf in den Uhren“, der in seiner Heimatstadt spielt, hatte der Schriftsteller 2004 den Bachmann-Preis in Klagenfurt gewonnen; den „Turm“, ein Familienroman und Dresden-Panorama der späten DDR-Zeit, lasen Hunderttausende als literarische Deutung eines historischen Umbruchs. Schon vor etlichen Jahren kündigte Tellkamp eine Fortsetzung des Romans an.

Am Wochenende meldete Richard Kämmerlings in der Welt am Sonntag, dieser Nachfolge-Band unter dem Titel „Lava“ werde nicht wie vorgesehen im Herbst 2020 bei Suhrkamp erscheinen – und zwar aus verlagspolitischen beziehungsweise politischen Gründen. Seit er sich kritisch zu Merkels Migrationspolitik äußerte und die „Erklärung 2018“ unterschrieb, weisen viele Medien dem Dresdner Autor eine Position am sogenannten rechten Rand zu. Dazu passt auch, dass der Verein des Dresdner Lingner-Schlosses Anfang Januar 2020 eine schon geplante Lesung aus dem unveröffentlichten Buch sechs Tage vorher absagte – mit der Begründung, die von der Zeitschrift TUMULT organisierte Veranstaltung hätte die „Neutralität“ des Vereins gefährdet. Der Mitteldeutsche Rundfunk raunte in einem bundespräsidialen Duktus, die vorgesehene (und dann verhinderte) TUMULT-Veranstaltungsreihe hätte sich „am Rand“ eines nicht näher beschriebenen „humanistischen Konsens“ bewegt. Mit Sicherheit unterscheidet sich Tellkamp mit seiner Sicht von großen Teilen des intellektuellen Juste Milieu in Deutschland.

Jetzt also, so suggeriert die Welt am Sonntag, soll auch das Urteil des Verlags über den Turm II feststehen. „Verzweifelt und ratlos“ sei Suhrkamp, „wie mit dem Buch grundsätzlich umzugehen ist“, schreibt Kämmerlings in der WamS. Und fragt, mit Blick auf den Roman wie auf den Autor: „Will Suhrkamp ihn noch?“
Eine Absage gleich des gesamten Romanprojekts würde angesichts der Vorgeschichte in die Kulturkampf-Szenerie passen. Trotzdem stimmt die WamS-Geschichte in wichtigen Teilen nicht. Mit Tellkamp hatte der WamS-Autor nicht gesprochen.

Tatsächlich wird „Lava“ in diesem Jahr bei Suhrkamp nicht herauskommen. Allerdings bedeutet das nicht – bisher jedenfalls – der Verlag hätte den Roman abgelehnt. Verlagssprecherin Tanja Postpischil antwortet auf entsprechende Anfragen im Einvernehmen mit Uwe Tellkamp: „Das Manuskript ist noch nicht ganz fertig und auch noch nicht lektoriert. Deshalb haben wir in Absprache mit Uwe Tellkamp einen Erscheinungstermin im Frühjahr 2021 avisiert.“

Der Dresdner Autor sieht die Entscheidung des Verlags, die Veröffentlichung zu verschieben, nicht als Affront. Bei einem Roman, an dem der Autor zehn Jahre lang gearbeitet hat, käme es auf ein halbes Jahr mehr bis zur Premiere auch kaum an.
Das heißt andererseits auch nicht, dass mit „Lava“ zwangsläufig alles reibungslos weitergehen muss. Zweimal hatte Tellkamp bisher Auszüge aus dem neuen Text öffentlich gelesen. Da der neue Roman nicht mehr in einem untergegangenen Staat spielt, sondern in der Bundesrepublik – beziehungsweise über einige Strecken in dem fiktiven Stadtstaat Treva – begibt er sich mitten in die Auseinandersetzung zwischen offiziöser Hochmoral der Eliten und der Skepsis vieler Bürger. Die Migrationspolitik spielt in dem Roman eine wichtige Rolle. Tellkamps literarische Analyse, die viele Kritiker am „Turm“ von 2008 lobten, könnten sie in „Lava“ möglicherweise verwerflich finden.

Denn der Roman, egal, welche endgültige Form er bekommt und wann er erscheint, handelt von einer Gegenwart, in der schon angekündigte Lesungen und unveröffentlichte Texte zu hochnervösen Reaktionen führen.

Quelle

DDR 2.0 – oder wie ich lernte die Energiewende als Erfolgsgeschichte zu sehen!

Riesenplakat vor der komischen Oper: Wenigstens die Kultur profitiert. Bild Familienunternehmer. Spürnase R. Letsch

Als wenn die Dinge noch nicht genau beschrieben worden wären!

Von Michael Limburg
Die neue Wirtschaftsministerin – die Juristin Brigitte Zypries- hat in Millionen Auflage eine Broschüre verteilen lassen, mit dem Titel „Die Energiewende: Unsere Erfolgsgeschichte“. Diese erfüllt zweifelsohne den Tatbestand der Verbreitung von FakeNews. In diesem Fall von höchster ministerieller Stelle aus. Heiko Maas übernehmen Sie!

„Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf“ (hier ein hübsches Video davon, dass sich aber leider nicht einbetten lässt ) hat der späte Honecker noch 1989 frohlockend seinen Bürgern verkündet, als das Ende der DDR schon fest besiegelt war. Was haben wir uns über diesen Naivling gefreut. War er auch Staatschef eines, wie man heute sagen würde, „failed state“, hatte dies aber weder begriffen noch akzeptiert, so hatte er seine Zuversicht, dass der Sozialismus eines Tages siegen würde, doch nie verloren.

Und wir Deppen haben geglaubt, der Mann wüsste nicht wovon er redet. Heute erkennen wir, reichlich spät, eventuell zu spät , dass wir es waren, die nicht wussten, wovon er redet. Honecker meinte nicht unbedingt die DDR, wenn er vom unaufhaltsamen Siegeszug des Sozialismus redete, er meinte den Sozialismus in seiner Reinform, freiwillig praktiziert von einem Staat, dem sich die DDR Bürger kurz nach seiner Rede mit Inbrunst anschlossen. Der Bundesrepublik Deutschland.

Denn wie anders ist zu erklären, dass seinerzeit Kohl´s Mädchen – die ehemalige FDJ Sekretärin für Agitprop und Propaganda [1], dann Umweltministerin, welche der Rio Nachhaltigkeitserklärung zustimmte und heutige Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – schon 1992 das Stromeinspeisegesetz einführte, mit dem die „Energiewende“ als sozialistisches Element der Planwirtschaft begann. Anschließend wurde sie von der SPD und den Grünen im Jahre 2000 mit dem „Erneuerbare Energiengesetz“ (EEG) drastisch beschleunigt und erweitert, und dann wieder unter Merkels Regie mächtig ausgeweitet, und auf alle Bereiche der Energiewirtschaft ausgedehnt. Und, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, über viele weitere Gesetze und Verordnungen immer weiter ausgeweitet, um schlussendlich die „Dekarbonisierung“ zu erzwingen. Die damit durch die Hintertür eingeführte sozialistische Planwirtschaft erstreckt sich heute auf so gut wie alle Bereiche des täglichen Lebens. Und kaum jemand merkt etwas und nur sehr, sehr wenige tun etwas.

„Wenn der Faschismus wieder kommt, wird er nicht sagen: ich bin der Faschismus, er wird sagen ich bin der Antifaschismus“. In Abwandlung dieses zutreffenden Zitates des italienischen Schriftstellers Ignazio Silone, kann man heute feststellen: „Wenn der Sozialismus wieder kommt, wird er nicht sagen: ich bin der Sozialismus, er wird sagen ich bin der Klimaschutz“.

Womit wir wieder bei Erich Honecker und seiner aus heutiger Sicht bemerkenswerten Weitsicht wären und der großen Transformation, die der Sozialismus, jedoch nur vordergründig, durchlaufen hat.

Halten wir also fest. Der heutige Klimaschützer – besser die heutigen KlimaschützerInnen- sind die SozialistInnen von gestern.

Beispiel gefällig?

Die vierfarbige zwanzigseitige Beilage großer Tageszeitungen, mit dem Titel „Die Energiewende unsere Erfolgsgeschichte“ flatterte unlängst in Millionen Haushalte. Eine Veröffentlichung der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, wie man ganz oben rechts am Rand erkennen kann. Verantwortlich zeichnet Frau Brigitte Zypries, zu der Zeit gerade mal wenige Tage als Ministerin im Amt.

Nun weiß jeder, der mit auch nur einem Funken Sachverstand gesegnet ist, dass die Energiewende gescheitert ist. Gescheitert deswegen, weil man auch als begnadeter Politiker, egal welcher Couleur, selbst als Sozialist, nicht gegen die Naturgesetze gewinnen kann. Sie können weder gebogen noch gebrochen werden. Sie können aber unter sehr hohen Kosten umgangen werde.

Ihr Vorgänger im Amt, das politische Multitalent Siegmar Gabriel[2] hatte dies vor einiger Zeit in einem kurzen Anfall von Wahrheitsliebe auch zugegeben_

  • „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.“
  • „Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.“
  • „Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht die Aufforderung:

„Nun handelt endlich und schafft dieses Monstrum wieder ab.“ !

Das wäre Realpolitik. Die ist aber bei Politikern generell und den Sozialisten insbesondere, äußerst unbeliebt. Ihr Motto heißt daher: Wenn die bisherigen Politik nichts gebracht hat, dann muss es eben mehr davon sein. Und wenn die Realität nicht mitspielt, umso schlechter für die Realität. Und dafür legt die millionenfach verteilte Broschüre „Die Energiewende unsere Erfolgsgeschichte“ beredt Zeugnis ab. Die Wirklichkeit wird geleugnet, dass die Schwarte kracht.

Frei nach dem alten DDR Spruch:„Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen“

Diese schöne Losung aus der DDR 1.0 ist mir immer noch in Erinnerung.

Von ähnlicher Aussagekraft und Wahrheitsgehalt sind die folgenden Sprüche (Kapitelüberschriften) in der DDR 2.0 Broschüre der Bundeswirschaftsministerin:

Nachhaltig und sicher,

Bezahlbar und planbar

Verlässlich und intelligent

Wettbewerbsfähig

Weltweit wegweisend

Als Krönung lesen wir auch darin:

„Die Broschüre bilanziert die bisherigen Erfolge der Energiewende und gibt einen Ausblick auf die bevorstehenden Schritte.“

Also unterziehen wir einige der genannten Losungen einer kurzen Überprüfung

Nachhaltig und sicher

Mit „nachhaltig“ – dem Modewort seit der Rio-Nachhaltigkeitskonferenz 1992- ist gemeint, dass die „Erneuerbaren“ keine (fossilen) Brennstoffe verbrauchen und als gewünschtem Haupteffekt zum Klimaschutz beitragen (sollen). Das trifft zwar in Bezug auf den Verbrauch von Brennstoffen für die Stromerzeugung zu, jedoch werden für Bau, Betrieb, Unterhalt und Rückbau erhebliche Mengen an hoch veredelten Ressourcen benötigt, die, Dank der sehr geringen Energiedichte der Energielieferanten, wie auch der geringen Lebensdauer dieser Anlagen, fallen diese erheblich größer aus, als für die konventionelle Energieerzeugung. Statt Kohle, Öl, Gas und Kernbrennstoff verbrauchen die „Erneuerbaren“an hochveredelten Rohstoffen jeglicher Art daher ein Mehrfaches pro MW installierter Leistung .

Auch die Hoffnung auf Klimaschutz erfüllt sich nicht,

  1. weil das Klima sich nicht um den CO2 Ausstoß schert

und

  1. weil trotz eines Anteils der „Erneuerbaren“ von rd. 32 % an der Bruttostromerzeugung, die CO2 Emissionen für den Stromsektor nahezu unverändert blieben, während sie insgesamt sogar wieder steigen. Doch für den Fall, dass sie doch sinken würden, die Nachbarstaaten dank des Emissionshandels diese Mengen gern zusätzlich in die Luft blasen würden.

Fazit: Diese Behauptung ist eine Nullnummer für Dummies.

Abbildung 1 Trotz eines Anteils 2016 von rd. 32 % der „Erneuerbaren“ an der Bruttostromerzeugung liegt der Anteil von Wind & Sonne bei läppischen 3,1 % des Primärenergieverbrauches. Bei geplantem 100 % „EE“-Anteil müssten die Wind – und Solaranlagen um den Faktor 28 gesteigert werden. Wasserkraft, Biomasse und Geothermie sind ausgereizt. Wollte man das mit Windrädern allein stemmen und legt man die derzeitige installierte Zahl zugrunde, dann kämen wir überschlägig auf gut 700.000 dieser „Kathedralen der Grünen (Bärbel Höhn). Dann kämen auf jeden bundesdeutschen Quadratkilometer 2 Windkraftanlagen.

„sicher“

Was mit „sicher“ gemeint ist, kann dem Kapitel nicht entnommen werden. Eventuell meint die Überschrift:

Das Ende als Wirtschaftsstandort ist sicher !

Denn es wird darin ein Loblied auf die Pariser Klimabeschlüsse und deren erfolgreiche Umsetzung mittels Dekarbonisierung durch die Berliner Regierung gesungen. Und an deren Ende, wenn wir das zulassen, steht mit Sicherheit das Ende des Industriestandortes Deutschland.

Bezahlbar und planbar

Bezahlbar

Unter „bezahlbar“ versteht Frau Zypries, dass die Verbraucher durch das EEG gezwungen werden, die EE kWh mit z.Zt 6.88 ct/kWh + 19 % Mwst = 8,19 ct/kWh über die EEEG Umlage zu finanzieren. Das ist der rd 3 fache Preis eine kWh ab Braunkohle E-Werk und der rd 4 fache Preis dessen, was der EE Strom derzeit an der Börse wert ist. Hinzu kommen noch rd. 1 ct/kWh für den Netzausbau und die rapide ansteigenden Kosten der Stabilisierungsmaßnahmen, die unter dem Begriff Netzentgelt versteckt werden.

„Infolge der Energiewende müssen die Netze massiv aus- und umgebaut werden – allein im Verteilnetz müssen bis zu 50 Milliarden Euro bis 2032 investiert werden. Hinzu kommt: Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis sind drastisch gestiegen“,

erklärt Stefan Kapferer[3], ein Grüner und Vorsitzender des Energieverbands BDEW.

Summa summarum haben daher die Verbraucher über die Netzbetreiber allein im letzten Jahr rd. 27,5 Mrd € an EEG Umlage, EE Stromwert an die Besitzer von EE Anlagen bezahlt. Insgesamt seit Beginn des EEG sind 201 Mrd € aufgelaufen (Abb. 2a). Und noch schlimmer, auf Grund der 20 jährigen im EEG festgeschriebenen Abnahmegarantie, werden sie für die nächsten 20 Jahre nochmals rd 553 Mrd € (siehe Abb. 2b) aufbringen müssen. Aber nur dann, wenn ab sofort jeglicher Zubau gestoppt würde, sonst wird es jedes Jahr exponentiell mehr.

Abbildung 2a EEG Auszahlungen an „EE“-Besitzer durch die Netzbetreiber blau jährliche Auszahlung. Rot kumuliert, das was wir bisher schon gezahlt haben. Quelle. BMWi Erneuerbare Energien  und eigene Berechnungen für die Jahre nach 2016. Das Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomik (was es nicht alles gibt!) berechnet die Gesamtkosten bis 2025 mit 520 Mrd €.

Auszahlungen p.a, Auszahlungen kumuliert, Zahlungsverpflichtungen

Abbildung 2b: EEG jährliche Auszahlungen, kumulierte Auszahlungen und zukünftige Auszahlungsverpflichtungen der Netzbetreiber an „EE“-Besitzer durch die Netzbetreiber in den Jahren 2000, 2016 und 2022. In Summe hätten wir dann 2022 rd. 0,45 Billionen € an die „EE“ Besitzer gezahlt und noch immer eine knappe Billion zu zahlen. Diese gewaltige Zwangshypothek auf die Zukunft, die jeder von uns zu schultern gezwungen wird, „vergessen“ die meisten Studien in ihre Berechnungen einzubeziehen. Quelle. BMWi Erneuerbare Energien

Einen Ausbaustopp will die Regierung aber nicht. Sie will das Gegenteil. Ist es doch feste Absicht der Regierung und u.a. im Klimaschutzplan 2050 fest geschrieben, den Ausbau sogar noch drastisch zu steigern. Bleibt es dabei, dann müssen wir Verbraucher im Jahr 2022 bereits knapp 50 Mrd € für den EE Strom zahlen, hätten bereits für den Stotterstrom 450 Mrd aufgebracht  und haben zusätzlich eine Hypothek Laufzeit 20 Jahre von 940 Mrd € aufgebrummt bekommen.

Das also versteht eine linke Ministerin unter „bezahlbar“.

Der Begriff ist so schön schwammig irreführend, dass man verstehen kann, warum er der Lieblingsbegriff vieler Politiker ist.

Doch merke: Auch ein Ferrari ist bezahlbar, wenn man das nötige Kleingeld dafür hat.

Um aber die Volksverdummung auf die Spitze zu treiben, brüstet sich die Ministerin im Text damit, dass die Einspeisevergütung für „große Photovoltaikanlagen“ im Laufe der Jahre abgesenkt wurde. Ein Aha Erlebnis für alle diejenigen, die des einfachen Dreisatzes nicht kundig sind.

FakeNews der gröberen Art.

Planbar

Unter planbar versteht Frau Zypris nicht etwa die Planbarkeit der Stromeinspeisung. bei der in jeder Sekunde Angebot und Nachfrage ausgeglichen sein müssen, zumindest in dieser Hinsicht macht sie uns nichts vor, sondern allein die Planbarkeit der Einnahmen, wie sie in Abbildung 2 so klar dargestellt sind. Da werden sämtliche EEG Gewinnler vor Freude juchzen, gibt es doch kein besseres Instrument das Geld auch der ärmsten Verbraucher in die Taschen der EEG Gewinnler umzuverteilen. Und die Mehrheit im Lande findet das auch noch gut! Frau Zypris, der Regierung Merkel und allen Parteien die derzeit im Bundestag sitzen sei Dank.

Verlässlich und intelligent

Verlässlich

Schon am Anfang gesteht die Ministerin ein, dass Wind und Sonne den Strom nicht verlässlich erzeugen können. Und weil das auch nicht zu ändern ist, münzt sie die bisherige, noch immer hohe Zuverlässigkeit des Stromsystems, die unsere Energiewirtschaft in guten Jahren und in typisch deutschem Überengineering (so gut wie möglich, statt so gut wie nötig) aufgebaut hatte als ihren Verdienst um. Dabei verschweigt sie die bereits jetzt in schwindelnde Höhen angestiegenen Stabilisierungskosten, welche die Maßnahmen der Netzbetreiber bereits heute erzwingen.

„Im Jahr 2011, vor dem Atomausstieg und dem Boom der erneuerbaren Energien, mussten die Netzbetreiber einmal pro Tag eingreifen. Bis 2016 stiegen die Eingriffe auf 17-mal am Tag an; 6000 Interventionen pro Jahr, mit Kosten von rund 500 Millionen“ [4]

Abbildung 3 Redispatchkosten p.a..Quelle Vortrag Prof. Dr. F. Vahrenholt House of Commons  am 17. Januar 2017

Dass diese Redispatchmaßnahmen nicht ewig einen großen Blackout vermeiden können, ist jedem, der sich ein wenig damit beschäftigt, völlig klar. Es geht nicht mehr um das Ob, sondern allein um das Wann! Und wenn er kommt, dann sind seine Folgen gravierend. Auf 600 Mio € pro Stunde werden die Kosten eines bundesweiten Blackouts von Fachleuten geschätzt. Von den zahllosen Tragödien durch Verkehrsunfälle wg. blinder Ampeln oder Signale, oder der Nichtversorgung allein von 60.000 Dialyse Patienten mal ganz abgesehen. Wer sich ein Bild davon machen möchte, dem sei die Lektüre des Thrillers von Marc Elsberg „Blackout“ anempfohlen. Nichts für schwache Nerven, weil streng an den Ergebnissen einer zeitgleich erstellten Studie im Auftrag des Deutschen Bundestages orientiert. Die Story ist erfunden, die sich entwickelnden Zustände auf Grund der Faktenlage jedoch nicht

Intelligent

Stattdessen verlagert die Ministerin das Problem der unvermeidlich zunehmenden Instabilität auf den Verbraucher und schwärmt ihm von „intelligenten“ Stromzählern vor. Die bleiben zwar nach gängiger Intelligenzdefinition dumm wie Brot, auch wenn ein eingebauter Chip es gestattet, den vom Zähler überwachten Stromkreis vom Netz zu trennen oder zuzuschalten.

Über „steuerbare Verbrauchseinrichtungen“ wie es euphemistisch im Text weiter heißt.

D.h im Klartext, dass jede „steuerbare Verbrauchseinrichtung“ und die nötigen Gesetze dafür werden bald folgen, also auch ein ganzer Haushalt, eine Fabrik, eine Geflügelzucht oder ein Altenheim eine „steuerbare Verbrauchseinrichtung“ ist, die je nach anfallender Strommenge zu- oder abgeschaltet werden können.

Unter anderen bereiten die Stadtwerke Bielefeld ihre Kunden gerade auf diese Situation vor. Wie man sehr schön beim wdr nachlesen kann.

Wettbewerbsfähig; Weltweit wegweisend

Wettbewerbsfähig

Man muss schon völlig blind, dazu noch dumm oder gar böswillig sein – oder alles zusammen- um den noch immer nicht ganz abgeschlossenen rapiden Niedergang der hochsubventionierten Solarindustrie nicht nur nicht zu sehen, sondern auch noch für die hochsubventionierten „EE“- Industrien den Begriff „wettbewerbsfähig“ zu verwenden.

Jede Subvention lässt sich allerdings von einer noch größeren übertrumpfen. Deswegen gilt, solange die Subventionen weiter auf so hohem Niveau bleiben und sie nicht durch ein anderes Land z.B. China, wie bei der Solarindustrie exemplarisch gezeigt, übertrumpft werden, können diese Industrien hierzulande bestehen.

Aber nicht vergessen: Allein durch die EEG Umlage werden diese Arbeitsplätze mit rd. 100.000 € pro Jahr subventioniert. Jedenfalls dann, wenn man die in der offiziellen Statistikreichlich reichlich enthaltenen Schattenarbeitsplätze hinzuzählt. Nach unseren Erhebungen sind es deutlich weniger Jobs, nämlich max. 80.000! Und dann erhöht sich deren EEG Umlagen-Subvention auf rd. 250.000 €/Job und Jahr.

Weltweit wegweisend

Den Schlusspunkt bildet die Behauptung: Die Energiewende sei weltweit wegweisend.

Sie könnte ebenso gut aus dem Zentralorgan der SED dem Neuen Deutschland unseliger DDR Zeiten stammen, verdreht sie doch die Fakten solange, bis sie passen. Festgemacht wird diese Behauptung an einer Statistik der Internationalen Energie Agentur (hier hinter Zahlschranke) in der behauptet wird, dass die Investitionen in Erneuerbare mehr als doppelt so hoch waren wie in fossile Energieträger. Nämlich 288 Mrd $US zu 111 Mrd $ US.

Nun, traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Zunächst fällt auf, dass die Investitionen in Kernenergie bei dieser Darstellung außen vor geblieben sind. Mit Kosten von rd. 3500 $US/MW (in China) und 60 KKW in Planung oder Bau mit einer Leistung von ca. 60-70 GW dürfte deren Anteil etwa bei 10 bis 20 % der Gesamtkosten von rd. 227 Mrd $US also ca. 22,7 bis 45,2 Mrd $US liegen. Dies sind den konventionellen Kraftwerksinvestitionen hinzuzuzählen. Damit wären wir bei ca. 140 Mrd. $US

Doch auch bei den Investitionen in Wasserkraft wurde getrickst, denn es wurden nur Kleinanlagen bis max. 50 MW berücksichtigt. Nimmt man diese Kleinanlagen heraus (denn Wasserkraft ist in Deutschland gesättigt, eine Steigerung nicht mehr möglich) bleiben für EE Investitionen rd. 210 Mrd $US übrig.

Insgesamt wurden aber weltweit über 33 GW [5]aus neuen Wasserkraftwerken in 33 Ländern installiert, gegenüber rd. 110 GW in Wind + Solar. Die erscheinen in dieser Statistik aber nicht.

Doch die sind nicht 1:1 mit den kontinuierlich bedarfsgesteuerten konventionellen oder Wasserkraft-Anlagen vergleichbar.

Rechnet man nämlich deren geringen Nutzungsgrad ein, bei Wind ca. 20 %, bei Solar bestenfalls 10-15 %, dann bleiben von den in 2015 hinzugekommenen 110 GW gerade mal 20 GWeff. übrig. (Bei 63 GW Wind und 50 GW PV) [6]. Für stolze 210 Mrd $US.

Der Hauptgrund dafür, dass sich die Investitionen in „Erneuerbare“ trotzdem rechnen ist, dass von 160 Ländern, die diese Stromerzeugung mit Höchstsummen fördern allein 108[7] diesem Strom Vorrang einräumen. Die Renditen der Investoren also staatlich garantiert sind.

Fazit:

Es wird sich lohnen diesen Bericht, in bester planwirtschaftlicher Übererfüllungseuphorie geschrieben, die kommenden Jahre aufzuheben. Es ist ein Zeitzeugnis der Verdummung, der Verblendung und der Hybris, wie man es sonst nur gelegentlich in der Hinterlassenschaft von größenwahnsinnigen Ideologen findet.

Dass er aber gleichzeitig den Gemütszustand einer ganzen Regierung, und ganzer Parlamente, auf regionaler wie Bundesebene zeigt, ist die eigentliche Schreckensbotschaft. Hoffentlich dient er dereinst mal – in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss- als Beleg für kriminelles Regierungshandeln.

Wenn also die Energiewende überhaupt eine Weg weist, dann den in den ökonomischen wie politischen Abgrund.

Und das Ausland sieht es genauso. Nicht ein einziges Land auf der Welt folgt in seiner Konsequenz Deutschland auf seinem Irrweg.

Hatte doch Genossin Zypries ehemaliger Chef, der damalige Wirtschaftsminister Gabriel kurz und bündig aber korrekt festgestellt_

„Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“

[1] http://www.n-tv.de/politik/Nichts-verheimlicht-nicht-alles-erzaehlt-article10631536.html

[2] Siegmar Gabriel in Kassel am 17. 4. 2014 vor Vertretern aus Nordhessen (SMA- Managern, SPD- Spitzen uva…

[3] http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/strom-ratgeber/netzentgelte-und-oekoumlage-strompreise-steigen-zum-jahreswechsel_id_6037816.html

[4] Zitat aus dem Vortrag Deutschlands Energiewende
ein sich anbahnendes Desaster von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Dieser Vortrag wurde am 17. Januar 2017 im House of Commons, London, gehalten.

[5] chrome-extension://oemmndcbldboiebfnladdacbdfmadadm/https://www.hydropower.org/sites/default/files/publications-docs/2016%20Hydropower%20Status%20Report_1.pdf

[6] Quelle RENEWABLE ENERGY INDICATORS 2015 Seite 19, http://www.ren21.net/wp-content/uploads/2016/06/GSR_2016_Full_Report.pdf

[7] Quelle: Quelle http://www.ren21.net/wp-content/uploads/2015/06/GSR2015_KeyFindings_lowres.pdf S. 7 und 9

Quelle