„Original Play“ Eltern schlagen Alarm: Verdacht des organisierten Missbrauchs an Kindergärten

Es ist ein höchst zweifelhaftes pädagogisches Konzept: „Original Play“ ermöglichte wildfremden Erwachsenen körperlichen Kontakt zu Kleinkindern. In Berlin ist das üble Treiben jetzt endlich verboten worden, nachdem misshandelte Kinder sich offenbart hatten.

Viele Eltern wissen aus eigener Erfahrung: Mit Kindergartenpersonal kann man schon mal Probleme bekommen. Was jetzt allerdings in einigen Berliner und Hamburger Kindergärten passiert sein soll, geht weit darüber hinaus: im Rahmen eines Projektes namens „Original Play“ soll es möglicherweise zu organisiertem sexuellem Missbrauch an Kleinkindern gekommen sein. Jedenfalls zu einer Vorstufe dorthin. Was hier im Weiteren berichtet wird, macht fassungslos, wenn man dabei bedenkt, dass Erzieherinnen (Kindergärtnerinnen) Missbrauch hier auf irgendeine Weise leichtfertig nicht nur zugelassen, sondern auch noch gefördert haben müssen.

Es ist so widerlich, dass es schwerfällt, angemessen darüber zu schreiben: „Original Play“ wurde jetzt in Teilen Österreichs und in Berlin verboten. Allerdings erst, nachdem Medien ausführlich darüber berichtet haben. Bis dahin soll in Kindergärten dem sexuellen Missbrauch Vorschub geleistet worden sein: intime Berührungen und Anfassen der Kleinen durch Fremde war Teil des Programms „Original Play“, welches fremden erwachsenen Männer jeden Alters Zugang in die sonst geschützten Kindergärten ermöglicht. Erst ein massiver Missbrauchsverdacht durch Kinder, die sich ihren Eltern offenbart hatten, sorgte für diese Aufmerksamkeit.

Erschreckend ist, dass offensichtlich die Erzieherinnen das zugelassen haben. Ausgerechnet jenes Personal, dem Eltern so uneingeschränkt ihr Vertrauen schenken müssen, weil es gar nicht anders geht im System „Kindergarten“? Der Berliner Senat hat dieses Kuscheln (oder gar mehr) mit fremden Erwachsenen in Kindergärten nun verboten.

„Original Play“ wurde vom Amerikaner Fred Donaldson entwickelt und ist mittlerweile eine internationale Stiftung die auch in Deutschland als „Original Play Deutschland“ tätig ist. Die Aktivitäten der Gruppe in Kindergärten werden von „Original Play“ selbst so beschrieben:

„Bildungsaktivitäten, die darauf abzielen, die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern, indem Original Play praktiziert wird, insbesondere zur Vorbeugung und Linderung von Aggressionsproblemen, Gewalt und soziale Ausgrenzung. (…) Autorisierte Original-Play-Lehrlinge können ihre Dienste anbieten, um kostenlos oder gegen Entschädigung mit Kindern zu spielen …“

Und weiter heißt es da, Original Play sei das Ergebnis von Forschung „über das Spielverhalten von Kindern, Erwachsenen und Wildtieren.“ Einige solcher „Wildtiere“ haben sich jetzt offenbar an Kindergartenkinder herangemacht.

Tatsächlich berichten Medien, dass sich überproportional Männer zu solchen „Lehrlingen“ haben ausbilden lassen – für 250 Euro für einen zweitägigen „Workshop“. Unfassbar: schon im vergangenen Jahr hatte es ein halbes dutzend Verdachtsfälle von „Original Play“-Kindesmissbrauch gegeben in Berlin und Hamburg, welche die Ermittlungsbehörden auf den Plan gerufen hatten, die aber  im Sande verliefen, weil die Kinder zu klein gewesen sein sollen, den Eltern nicht geglaubt und obendrauf noch Ermittlungsfehler gemacht worden seien. Seitdem durften – drücken wir es maximal vorsichtig aus – fremde Männer weiterhin Kinder in Kindergärten anfassen, mit ihnen raufen und kuscheln.

Ja, Erzieherinnen haben einen schweren Beruf, Erzieherinnen tun ihr bestes am Kind, Erzieherinnen erhalten in aller Regel zu Recht das Vertrauen von Eltern, die beide arbeiten müssen um den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu ermöglichen. Kindergärtnerinnen erziehen die Kleinsten nach bestem Wissen und gewissen. Wie also konnte an einigen Kindergärten in Deutschland, Polen und Österreich so etwas von diesen Fachkräften des Vertrauens zugelassen werden?

Welche oft und eigentlich doch über Jahrzehnte feingetunten Warnsysteme der Fachkräfte, die „Original Play“ in ihre Einrichtungen geholt haben, haben da so furchtbar versagt? Denn es ist ja nicht so, dass Kinder aus Sicherheitsgründen und Sorge vor Übergriffen durch Päderasten von Männern grundsätzlich isoliert wären: Die Väter der Kinder sind immer dabei, bei Festen und Aktivitäten, holen die Kinder vom Kindergarten ab usw. – hier geht es um wildfremde Männer, die sich über das Projekt „Original Play“ Zugang zu den Kindern verschaffen.

Versagt hier auch das Modell Familie aus Vater, Mutter und Kind, das ja als wichtiger und bedeutender Schutzraum für Kinder auch über die Grenzen der Familie hinaus wirkt, wenn Eltern idealerweise sensible Antennen haben und – wie auch in diesem Falle – mitbekommen, wenn unter der Aufsicht von Erzieherinnen des Vertrauens etwas so furchtbar schief geht?

Die traditionelle Familie steht unter Beschuss nicht erst seit gestern. Sie steht unter Verdacht, Hort des Konservativen zu sein. Nun wächst seit Jahren auch der Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien in Kindergärten, Familien, die noch um ein Vielfaches mehr dem traditionellen Familienmodell anhängen und deren Väter, dass darf man annehmen, in einem ganz anderen Maße kein Federlesen machen würden, als ihre deutschen Pendants, wenn nur der Verdacht aufkommen könnte, das ihren Kindern etwas geschieht, wie jetzt im Falle „Original Play“.

Im positivsten Falle dürfte dieses „Original Play“ eine traurige Bestätigung dafür sein, dass sich dass traditionelle Familiensystem bereits in Auflösung befindet, in dem jedes Kind mit mehreren Generationen aufwächst, wo jeder aufeinander aufpasst und wo selbstverständlich auch generationenübergreifend gerauft und gekuschelt werden kann, wenn das zum Selbstverständnis der Familien gehört.

Homosexualität und Zuwanderung Homophobe Gewalt steigt, eine Tätergruppe wird verschwiegen In einer Rechtfertigung von „Original Play“ auf deren Website zu den erhobenen Vorwürfen wird darauf verwiesen, dass dieses Tun schon Erfolge am Kind erzielt hätte, ohne dass diese Erfolge allerdings auf der Website näher verifiziert wurden. Auch ist von „Hass und Aggression“ die Rede gegen „Original Play“, dafür bedankt man sich für die „herzliche Unterstützung und Wertschätzung unserer Arbeit“ auch bei „Institutionen, die uns unterstützen“. Eine davon soll laut verschiedener nicht näher verifizierter Quellen auch die Antonio Amadeu Stiftung sein. TE wird dort anfragen bzw. recherchieren, was dran ist an so einem Sponsoring. Auf der Seite von „Original Play“ jedenfalls sind dahingehend keine Sponsoren oder Unterstützer aufgeführt.

Aber die Antonio Amadeu Stiftung ist in diesem Zusammenhang aus einem ganz anderen Blickwinkel erwähnenswert, da sie eine der maßgeblichen privaten und massiv staatlich geförderten Organisationen ist, die sich Kindergärten ausgesucht haben, um an den Kleinsten der Gesellschaft politisch zu agitieren und insbesondere dieses große Vertrauensverhältnis zwischen Erzieherinnen und den Familien, die ihnen ihre Kinder anvertrauen, zu torpedieren: mit einer nicht enden wollenden Litanei an linkspolitischer Agitation, mit so genannten „Handreichungen“ für die Fachkräfte in Kindergärten, anhand derer diese beispielsweise erkennen sollen, welche Familien einen rechten Hintergrund haben, wenn diese weniger auffällig sind oder gar blonde akkurat geflochtene Zöpfe tragen.

Man sollte nun eine schützende Hand über dieses schlecht bezahlte Fachpersonal legen und sich tatsächlich fragen, was für einen Mist diese Frauen noch lesen und dann am Kinde verarbeiten sollen. Es gibt Gottseidank immer noch eine Reihe älterer und erfahrener Erzieherinnen, die zudem meisten die leitenden Funktionen innehaben, die sich dieser Agitation der Antonio Amadeu Stiftung entziehen können und die auch in den allermeisten Fällen wehrhaft genug sind, Angebote wie die von „Original Play“ rigoros abzulehnen.

Berlin hat solche Angebote jetzt verboten. Ein wichtiges Signal, bedenkt man die Geschichte der Päderasten innerhalb der mitregierenden Grünen. Selbst ehemalige führende Grüne wie Daniel Cohn-Bendit haben in den 1970ern Texte veröffentlicht, die den Verdacht des Kindesmissbrauchs in sich trugen. Es gab damals bei den Grünen kriminelle Gruppen von Päderasten, die sich aktiv und lange geduldet u.a. für Straffreiheit bei Sex mit Minderjährigen einsetzen.

Der Alarmmechanismus der Gesellschaft funktioniert also noch, wenn auch zu zögerlich. Die Erzieherinnen benötigen jetzt die volle Unterstützung der Eltern. Alarmiert waren zuerst solche Eltern aus traditionellen Familien. Auch das gehört zur Wahrheit dazu.

Der Autor hat nach einem solchen Thema das Bedürfnis, sich jetzt die Hände zu waschen.

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10.200 „Neusiedler“ aus Afrika und einige unbeantwortete Fragen

Warum nur 10.000 und nicht 10 Millionen?

Von Gunnar Heinsohn Fr, 1. November 2019

Die Ansiedlung von 10.200 Afrikanern und Arabern nach Deutschland in den Jahren 2018 und 2019 durch die International Organization for Migration (IOM) verläuft planmäßig.

Fadel Senna/AFP/Getty Images

Die Ansiedlung von 10.200 Afrikanern und Arabern nach Deutschland in den Jahren 2018 und 2019 durch die International Organization for Migration (IOM) verläuft planmäßig. 154 „Neusiedler” landen zum Beispiel am 18. Oktober auf dem Flughafen Kassel-Calden.

Die Reaktionen auf dieses bereits seit 2012 laufende, aber doch nicht sonderlich gut bekannte Programm reichen von Freude bis Empörung. Veranschlagt man die Kosten von rund 12.000 Euro pro Kopf und Jahr, so werden jährlich rund 120 Millionen Euro fällig. Verglichen mit den Ausgaben etwa für die 600.000 Syrer aus der 2015er Zuwanderung auf Hartz IV ist dieser Betrag nun wahrlich nicht der Rede wert.

Die meisten „Neusiedler” kommen momentan aus Eritrea, Somalia, Sudan und Südsudan. Man weiß, dass es in diesen Ländern immer wieder Unruhen gibt. Jede Rettung wird deshalb als Glücksfall empfunden.

Immer nach Plan Wie die UN ihr Resettlementprogramm durchdrücken Mancher Einheimische möchte – bei allem Stolz über die guten Taten – gleichwohl wissen, wie es weitergeht. Haben die „Neusiedler” noch Verwandte in der Heimat? Wollen die vielleicht nachkommen? Sind die Unruhen vorüber oder muss man sich auf weiterte Schutzbedürftige vorbereiten?

Auf diese Fragen gibt es demografische und ökonomische Antworten. So steigern die vier Länder ihre Bevölkerung zwischen 1950 und 2019 von 11,5 auf 73 Millionen. In derselben Zeit bestreiten sie rund zwanzig Kriege und Bürgerkriege – etliche davon mit genozidalen Komponenten.

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wars_involving_Eritrea;

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wars_involving_Somalia;

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wars_involving_South_Sudan;

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wars_involving_Sudan;

Da die Geburtenraten durchgehend um ein Vielfaches über den Sterberaten liegen, bleiben die nie endenden Grausamkeiten für die Bevölkerungszunahme irrelevant. 2030 wollen die Vier 100 und 2040 sogar 116 Millionen Menschen beherbergen.

Beim Prokopfeinkommen unter 192 Ländern schneidet Eritrea mit Platz 163 am besten ab, während Süd-Sudan das Schlusslicht bildet. Faktoren für eine Verbesserung der Lage sind bisher nicht bekannt. Vieles spricht deshalb dafür, dass die Gewalt weitergeht.

Warum nehmt ihr nur zehntausend „Neusiedler” und nicht zehn Millionen? Wie könnt ihr so viele zurückstoßen? Solche Fragen werden nicht nur aus Afrika immer drängender gestellt werden. Unsere „Neusiedler”, die um ihre Familien bangen, werden sie auf Deutsch in die hiesigen Mikrofone rufen. Dabei würden selbst zehn Millionen Übersiedler den Ländern ja kaum Entlastung bringen. Wer hilft, muss mithin auch lernen, den Vorwurf der Hartherzigkeit auszuhalten.

Siehe auch: Turkey and Germany in the Syrian refugees trap

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Wasserstoff, der neue Heilsbringer ?

von Dr. Klaus-Dieter Humpich
Es gibt einen guten Grundsatz im Bankgeschäft: Werfe nie gutes Geld schlechtem hinterher. Energiewende geht anders.

Zuerst hat man die Landschaft mit Windmühlen und Sonnenkollektoren zugepflastert. Die zwei zentralen Werbeslogans waren ≫Die Sonne schickt keine Rechnung≪ und ≫Irgendwo weht immer der Wind≪. Beide gleichermaßen trivial und im Zusammenhang mit dem europäischen Stromnetz schlicht weg falsch. Kritik wurde einfach – z. B. durch die unvergleichliche Energie-Fach-Frau Claudia Kemfert –weg gelächelt. Sie schwafelte sich monatelang mit ihrem ≫smarten Netz≪ und ihren ≫intelligenten Zählern≪ durch die Gesprächsrunden im Staatsfernsehen. Leider kam die gemeine Hausfrau sehr schnell dahinter, daß es sich dabei nur um Neusprech für Rationierung handelte. Lebensmittelkarten, egal ob elektronisch oder nicht, sind nun mal in Deutschland aus Erfahrung gemieden. Auch wollte besagte Hausfrau ungern die Wäsche des nachts im Plattenbau schleudern lassen oder solange im Saft stehen lassen, bis mal wieder der Wind weht. Was natürlich unsere Schlangenölverkäufer und Kombinatsleiter nicht davon abhält – nun eher in aller Stille – die guten alten Stromzähler durch neue und wesentlich teurere auszutauschen. Geschäft ist Geschäft und man erfüllt damit natürlich nur die Vorgaben der Politik. Innerlich war man schon immer irgendwie kritisch.

Nun weiß man aber aus der Werbung, daß es wenig effektiv ist, abgedroschene Werbeslogans weiter zu senden. Es mußte also ein neuer Gimmick her, mit dem man in einschlägigen Talkshows brillieren konnte: Das batteriebetriebene Elektroauto ward geboren. Wohlgemerkt, die Betonung lag auf ≫batteriebetrieben≪. Damit sollte der Hipster aus der Vorstadt sein Auto aufladen, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht und sollte sogar noch ein Zubrot erzielen können, wenn er dem Prekariat im Sozialbau bei kalter Dunkelflaute mit ein bischen Strom aus seinem Drittauto aushelfen würde. Leider ist dieser Markt zu klein, um für die deutsche Autoindustrie profitabel zu sein. Otto-Normalverbraucher hingegen muß lange und schwer arbeiten, bis er ein paar Zehntausend Euro für ein Elektroauto über hat. Er wird sich hüten, sein Fahrzeug irgendwelchen Windmüllern als Speicher zur Verfügung zu stellen. Wohlwissend, daß die Batterie das teuerste Bauteil an seinem Auto ist und deren Lebensdauer stark von der Anzahl der Ladezyklen abhängt. Ganz nebenbei, wird von ihm als Steuerzahler auch noch erwartet, daß er jeden Tag pünktlich auf seiner Arbeitsstätte erscheint. Chef, meine Batterie war leer, geht nicht. Wenn sich das Elektroauto tatsächlich ausbreitet, wird es zu einer Zunahme der Nachfrage nach elektrischer Energie und vor allem auch elektrischer Leistung führen. Mit einfachen, aber deutlichen Worten: Wir brauchen noch mehr konventionelle Kraftwerke als heute. Kohle und Kernenergie soll es aus ideologischen Gründen nicht mehr sein, also muß was anderes her. Die nächste Schnapsidee lautet Neudeutsch ≫Power to Gas≪ oder doch wenigstens ≫Wasserstoff≪, denn die GröKaZ irrt sich nie oder wie man früher auch sagte ≫Die Partei hat immer recht≪.

Wasserstoff

Wasserstoff hat den Charme aus fast überall verfügbarem Wasser herstellbar zu sein und nach getaner Arbeit auch wieder zu Wasser zu werden. Das die Umwandlung nicht so ganz einfach ist und durchaus auch nicht ganz ohne Schadstoffe vonstatten geht, soll hier erst einmal nicht interessieren. In diesem Zusammenhang geht es um die Frage der Speicherung. Was die Stromversorgung angeht, haben sich unsere grünen Schlehmile schon einen Weg ausgesucht. Sie wollen Wasserstoff durch ihre Windmühlen und Sonnenkollektoren erzeugen oder präziser gesagt, aus der von ihnen produzierten elektrischen Energie. Dies ist beileibe keine feinsinnige sprachliche Unterscheidung. Würden sie die Anlagen selber bauen und betreiben, würden sie an den Kapital- und Betriebskosten schlichtweg ersticken und das alles nur, um die ≫Nachfrage nach elektrischer Leistung≪ befriedigen zu können. Man kann es nicht oft genug betonen, solche Anlagen können nur dann Wasserstoff produzieren, wenn auch Wind weht bzw. die Sonne scheint. Wobei noch nicht einmal geklärt ist, ob solch eine Wasserstoffherstellung bei ständig schwankender und zufälliger Stromproduktion überhaupt funktioniert. Man denke nur mal einen Augenblick an tagelangen Frost im Winter. Wasser einfrieren lassen oder die bereits kostspielig gewonnene Energie zur notwendigen Heizung der Wasserstoffproduktion verbraten? Mit Sicherheit wird man auch hier den bewährten Weg des Schmarotzen gehen: Das Stromnetz und zukünftig auch noch das Erdgasnetz, werden sich selbstverständlich kostenlos den Bedürfnissen der grünen Energiebarone anpassen und unterordnen müssen. Alle notwendigen Mehrkosten werden wie gehabt direkt auf die Allgemeinheit umgelegt (Netzentgeld etc.).

Noch einmal zurück zur aktuellen Frage: Ist Wasserstoff als Antrieb bei Kraftfahrzeugen besser geeignet, als die (berüchtigte) Batterie? Beide haben das gleiche Problem: Geringe Energiedichte und/oder lange Ladezeiten. Jedes Fahrzeug (ausgenommen Schienenfahrzeuge) muß nicht nur sein komplettes Antriebssystem, sondern auch seinen kompletten Energievorrat mit sich führen. Bei Benzin und Diesel ist das bekanntlich kein Problem, denn es sind Flüssigkeiten mit hoher Energiedichte. Flüssigkeit bedeutet nahezu drucklos, hohe Energiedichte bedeutet kleiner Tank und was immer gern vergessen wird, beides zusammen ergibt eine sehr kurze Zeit zur vollständigen Betankung. Eine Autobahntankstelle mit Elektrozapfsäulen oder Verdichter für Wasserstoff benötigt einen eigenen Hochspannungsanschluss um die benötigte elektrische Leistung bereitzustellen. Wie gesagt, Wasserstoff ist ein Gas und es gibt damit nur drei Möglichkeiten es im Auto mitzuführen: In Druckgasflaschen (mindestens 300 bar), in einem Kryotank (Temperatur -252 °C) oder chemisch gebunden. Die Lösung Druckgas ist technisch einfach und kostengünstig und bei PKW wohl auch die einzig realistische. Aber auch hier wieder der Nachteil langer Ladezeiten bzw. geringer Reichweite (bei der notwendigen Verdichtung im Tank erwärmt sich das Gas und verringert somit die mögliche Beladung). Dämmert es jetzt, warum schon jetzt hinter vorgehaltener Hand von ≫synthetischen Kraftstoffen≪ gewispert wird? Das ist lediglich ein Neusprechwort für das, was Deutschland schon im zweiten Weltkrieg machen mußte. Diesmal will man nur nicht Braunkohle als Ausgangsstoff verwenden. Dabei nicht vergessen, wir reden nicht mehr nur von dem Sektor Stromerzeugung, sondern inzwischen auch schon von Verkehr und immer öfter auch von Industrie und Gebäuden. Alles versorgt durch Wind und Sonne. Bald auch wieder ≫Volk ohne Raum≪ für Windkraftanlagen? Regiert von Vegetariern als ≫Schutzstaffel≪ des Klimas?

Jetzt auch noch Kernkraftwerke

Das ist kein Witz. In den USA planen bereits Kernkraftwerke auf ihrem Gelände eine Wasserstoffproduktion aufzubauen. Es gibt dafür auch reichlich Subventionen, „wegen Klima“. Erstes Projekt ist der Bau einer Elektrolyseanlage für das Kernkraftwerk Davis Besse (Druckwasserreaktor mit 894 MWel) in Oak Harbor, Ohio. Die Anlage soll $11,5 Millionen kosten (davon $9,2 Millionen Zuschuss vom US Department of Energy). Sie soll 1–3 MWel aus dem Kernkraftwerk nutzen, um damit Wasserstoff für die Versorgung öffentlicher Fahrzeuge und der lokalen Wirtschaft bereitzustellen. Das Demonstrationsprojekt wird federführend vom Idaho National Laboratory (INL) betreut, Industriepartner ist FirstEnergy Solutions, die Partner als Stromversorger sind Xcel Energy und Arizona Public Service. Das Projekt soll mindestens zwei Jahre laufen. Betriebsbeginn soll schon nächstes Jahr sein.

Das Interesse der Versorger in Arizona an diesem Projekt ist nicht ganz abwegig. Das Kernkraftwerk Palo Verde in Tonopa, Arizona produziert mit seinen drei Reaktoren (3397 MWel) rund 35% des gesamten Verbrauchs an elektrischer Energie in diesem Bundesstaat. Arizona ist aber auch der Sonnenstaat der USA. Vor einigen Jahren gab es erbitterte Auseinandersetzungen um einen „Atomausstieg“ und alternativ eine Vollversorgung durch „Sonnenstrom“. Die Bürger in Arizona entschieden sich durch Volksentscheid für die Erhaltung ihres Kernkraftwerks. Gleichwohl nimmt die Produktion durch „Sonnenkraftwerke“ dank hoher Steuervergünstigungen im gesamten Süden der USA beständig zu. Dies führt zu erheblichen Störungen im Stromnetz. Die Preise für Spitzenstrom an heißen Sommertagen (Klimaanlagen) betragen inzwischen mehr als $8 pro kWh. Diese Stunden sind die Domäne der offenen Gasturbinen (geringe Investition, aber hoher Gasverbrauch). Noch ist Erdgas als Beiprodukt der Ölförderung in Texas und New Mexico extrem billig. Die Brennstoffkosten liegen bei rund $Cent 3,4 pro kWhel. Dies muß aber nicht so bleiben.

Letztendlich wird sich die Frage, Wasserstoff hergestellt aus Erdgas (heute überwiegende Produktion) oder aus Kernenergie über den Preis entscheiden. Am Preis aber, will die Politik über eine CO2 – Abgabe zukünftig kräftig drehen. Mit Sicherheit wird aber Wasserstoff aus „Wind und Sonne“ kein konkurrenzfähiges Produkt ergeben. Die geringe Arbeitsausnutzung solcher Anlagen und ihre wetterabhängige Zufallsproduktion können niemals mit Kernkraftwerken konkurrieren. Ist dies der Grund, warum unser Wirtschaftsminister neuerdings immer öfter darauf hinweist, daß wir heute schließlich auch den größten Teil unserer Primärenergie (Steinkohle, Erdgas, Öl) importieren?

Quelle

Zehn Länder blockieren EU-Klima-Deal

Zerfällt auch hinsichtlich des Paris-Abkommens: die Europäische Union. Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de

Egal! Wir machen weiter! Eine Billion in den nächsten fünf Jahren! Und wenn das nicht reicht, legen wir noch ein paar Billionen drauf! Frankreich baut 5 neue Kernkraftwerke um uns Strom zu verkaufen, damit wir unsere Millionen von Elektroautos laden können und falls es mal keinen Wind gibt!

Die lachen uns aus, aber wir wissen was richtig ist! Wir machen weiter und retten die Welt! L.J. Finger01112019

Sam Morgan, EURACTIVE
Eine Konferenz des Umweltrates der EU in Luxemburg endete am 4. Oktober ohne feste Pläne oder Verpflichtungen, die Reduktionsziele des Blocks zu verschärfen. Eigentlich sollte mit solchen Plänen ein Zeichen gesetzt werden für die UN-Klimakonferenz im Dezember. Delegierte aus zehn Ländern zwangen jedoch die EU-Umweltkommission, deren Festlegung bzgl. der Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen zu verwässern, sollten diese doch ursprünglich noch unter das im Paris-Abkommen festgelegte Niveau gedrückt werden.

Zu Beginn der Konferenz flatterte den EU-Umweltministern ein Textentwurf auf die Schreibtische mit dem Aufruf an alle Mitgliedsnationen, ihren gemeinsam unter dem Paris-Abkommen eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, wonach die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40% unter das Niveau der 1990er Jahre gedrückt werden sollen, und zwar „auf eine Art und Weise, welche fortschreitende Ambitionen repräsentiert, noch unter die derzeitigen Ziele zu kommen und welche die höchstmögliche Ambition der EU reflektiert“. Dies war konsistent mit dem Versprechen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, den Beitrag der EU auf 50% Reduktion zu bringen und falls möglich auch auf 55%.

Aber auf Druck der Länder Bulgarien, Tschechische Republik, Kroatien, Estland, Griechenland, Ungarn, Litauen, Malta, Polen und Rumänien wurde dieses Statement im Schluss-Kommuniqué ersetzt durch das Statement, dass „die EU im Jahre 2020 seine in Paris eingegangenen Verpflichtungen aktualisieren“ werde.

Unter den Ländern, welche weitere Treibhausgas-Reduktionen blockieren, sind Euractive zufolge Polen und Tschechische Republik „diejenigen Länder, welche besonders stark dagegen sind, neue Verpflichtungen einzugehen, solange nicht die Kosten des Ausstiegs aus fossilen Treibstoffen voll umfänglich bekannt gemacht werden. Polnische Beamte im Energiebereich pochten darauf, dass der Gedanke, bis zum Jahr 2050 Kohlenstoff-Neutral zu werden, ein ,Phantasiegebilde‘ sei“.

Quelle: Euractive

Ablasshandel Klimawandel – von Bettelmönchen und Ablassverkäufern

Von Roger Letsch – 31. Oktober 2019

Um es gleich vorweg zu sagen: ich bin weder das eine noch das andere. Zum Bettelmönch fehlt es mir an Glauben, für den Ablasshandel an Skrupellosigkeit und Geschäftssinn.

Alte Hand-Druckerpresse



Ich bin ein Fan der Vernunft und diese findet im Denken eines Franz von Assisi viel eher Anknüpfungspunkte als im Ablasshandel späterer Tage. Franziskus forderte Armut und Nächstenliebe nicht von anderen, sondern lebte sie selbst vor. Nun kann man die Frömmigkeit des 13. Jahrhunderts nicht ohne Brüche ins 21. Jahrhundert übertragen, aber es fällt schon auf, dass persönliches Beispiel und Katharsis den Wanderpredigern heute nicht mehr selbstverständlich sind. Die Differenz zwischen dem, was ehemals als moralisch erwünscht galt und der Lebenswirklichkeit wurde schließlich zur unerschöpflichen Quelle der Bereicherung für die katholische Kirche, angetrieben vom öffentlich bestärkten schlechten Gewissen (Predigten). Die Klimaretter stehen heute vor demselben Dilemma. Das kuriose Ergebnis war und ist, dass mit der „Tugend” zwar schwunghaft (Ablass)Handel getrieben wurde und wird, ohne dass sich deren Prinzipien als Vorsorgegedanke (sündige nicht, spare Geld) in irgendeiner Weise in der Praxis durchsetzten.
Es ging der katholischen Kirche wie dereinst dem deutschen Staat, der zwar die Tabaksteuer erhöht, angeblich um die Gesundheit der Bürger zu verbessern, aber nie so stark auf einmal anhob, dass die Leute ganz mit dem Rauchen aufhörten („Ausweichverhalten vermeiden“ nannte das Gesundheitsministerin Ulla Schmidt) – selbst wenn dies zweifellos für die Gesundheit jedes Rauchers das beste gewesen wäre: man möchte nur ungern auf die Einnahmen verzichten. (Ich erlaube mir den abschweifenden Einschub, dass die katholische Kirche heute zumindest einen ansehnlichen Petersdom vorweisen kann, während die deutsche Tabaksteuer weder die Gesundheit noch das Gesundheitssystem aufrichten konnte.)
Das CO2-Fegefeuer und der Ablasshandel
Die Klimaaktivisten mögen es überhaupt nicht, wenn man die Geschäftspraktiken der ihnen nahestehenden Label und Zertifikate mit dem mittelalterlichen Ablasshandel vergleicht. Doch leider ist das Prinzip dasselbe. Denn a) sind Klimazertifikate wie die Ablassbriefe unerschöpflich, b) ist ihre Wirksamkeit nicht zu überprüfen, c) kann man sie auf Vorrat kaufen und d) reagieren die ausgebenden Stellen geradezu aggressiv, wenn jemand die Praxis dieses „Tauschhandels“ kritisch hinterfragt. Schließlich noch e) – ein Ablassbrief verhinderte „Sünden“ ebenso wenig wie ein CO2-Zertifikat auch nur ein einziges Molekül Kohlendioxid von der Luft fern hält.
Bestimmte im Mittelalter die „Sünde“ die Länge des Aufenthalts im von der Kirche erfundenen „Fegefeuer“, entscheidet heute die „Klimaneutralität“, ob man direkt über „Los“ ins Paradies kommt. Zahlreiche Anbieter gibt es auf dem Markt des „CO2-Ausgleichs“, wie diese moderne Form des Ablasshandels genannt wird. Dabei ist der Deal immer derselbe: man „sündigt“ so, wie man das schon immer getan hat und zahlt für dieses Tun einen „Ausgleich“ – im folgenden Beispiel sind es 2% des Auftragswertes – und erhält dafür ein Zertifikat, dass man sich zum Beispiel ausdrucken kann, um es (in nicht allzu ferner Zukunft) auf Verlangen vorzeigen zu können oder für ein gutes Gewissen unter das Kopfkissen zu legen. Was für die einen wie ein Ausweis klimatischen Wohlverhaltens aussieht, ist für den anderen eine Gaunerzinke die besagt, dass hier schon jemand anderer abgezockt hat. Man bezahlt schließlich immer nur einmal Schutzgeld. Das Klimazertifikat ist somit auch eine Versicherungspolice gegen künftige Vorwürfe moralischen Fehlverhaltens.
Das Geld für das Zertifikat wird nun (nach Abzug einiger Kosten) an Projekte weitergereicht, die von so bestürzender Reinheit und Grandezza sind, dass niemand mehr wissen möchte, wo genau denn dort das CO2 eingespart wird, dass man hier selbst nicht einsparen musste. Das Geld hat sich auf dem Weg von europäischen Konten nach Afrika oder Indien gewissermaßen verwandelt. Es ist, moralisch von CO2 gereinigt, zu göttlichem Manna geworden, mit dessen Hilfe die erste Welt die dritte Welt an den Segnungen der Zivilisation teilhaben lässt. Dieses Prinzip kennen wir aus der klassischen Entwicklungshilfe, nur dass dank CO2 das ganze Jahr über Weihnachten ist und die Spendenbereitschaft durch den Klima-Ablasshandel und permanenten Klimanotstand befeuert und institutionalisiert wurde. Oder um den alten Tetzel-Spruch etwas aufzubügeln: Wo Träne von der Wange rinnt, der Euro in die Kasse springt.
Beispiel: Klimaneutral drucken
„Wenn Sie nach außen hin klar über Ihre Klimaschutzstrategie sprechen, werten Sie Ihre Marke als verantwortungsvoll auf. Dafür geben wir Ihnen Material wie Textbausteine und Bilder oder auch wissenschaftliches Hintergrundwissen an die Hand, damit Sie sich glaubhaft für den Klimaschutz positionieren können.“
So steht es geschrieben in den Kommunikationsleistungen von ClimatePartner, dem nach eigenen Angaben Marktführer für CO2-Ausgleichszahlungen im deutschsprachigen Raum. Viele Druckereien bieten mittlerweile an, Druckaufträge „klimaneutral“ über ClimatePartner abzuwickeln. Für die Kunden ändert sich dabei nichts, für die Drucktechnik ebenso wenig. Weder werden die Druckfarben bei Mondlicht aus Spinat oder Rote Beete gewonnen noch wird das Papier von Bioland-Elfen handgeschöpft. Auch das Endergebnis rollt nicht auf dem E‑Bike sondern wie gewöhnlich im Diesel-Transporter zu ihnen – nur der Preis, der ist besagte 2% höher.
„Mit unserer cloudbasierten Lösung, dem Footprint Manager, können Sie auf Kundenwunsch die CO2-Emissionen Ihrer Druckaufträge pragmatisch und schnell berechnen. Die Emissionen gleichen Ihre Kunden durch die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes aus. Für jeden klimaneutralen Auftrag erhalten Sie zur Kennzeichnung des Druckprodukts das ClimatePartner-Label mit ID-Nummer.“
Das ist in der Tat ein Fortschritt – eine eindeutige Ident-Nummer hatten die Ablassbriefe damals nicht! Nächster Schritt wäre – und ich bin sicher, daran wird bereits gearbeitet – die Zertifikate fälschungssicher in der Blockchain abzuspeichern. Dem steht wohl nur die Energieintensität im Wege, die man ja auch wieder irgendwie „ausgleichen“ müsste. Aber „cloudbasiert” ist ja energetisch auch schon eher nur so mittelprächtig.
Die gute Tat, die mit dem Klima-Ablasshandel finanziert wird, kann man sich dann aussuchen. Noch bequemer in den Himmel kommt man, wenn man gleich Ablass für die Benutzung eines Transportmittels, eine Veranstaltung oder pauschal für das Ausstoßen einer bestimmten Menge CO2 erhalten will. Auch auf Vorrat, versteht sich! Im CO2-Rechner von ClimatePartner kann man zum Beispiel erfahren, wie klimaschädlich Fußball ist. Kein Witz! Klicken Sie im Rechner auf den Punkt „Event“ und geben dort die Werte eines Spiels in der Arena auf Schalke ein. Ausverkauftes Haus (54.000), lokale Anreise (wer von weiter her oder mit dem Auto anreist, muss selbst Ablass erwerben), wir stellen keine Mahlzeiten und Übernachtungen gibt’s auch keine. Einfach nur das Stadion und dort kommen 54.000 Menschen zu einem „Event“ zusammen. Klicken Sie nun auf „Zum Warenkorb hinzufügen“ und schon sehen Sie, dass für 175 Tonnen CO2 Ablass nötig ist. Ein weiterer Klick auf „Klimaprojekt“ bringt die Auswahl, ob die fälligen 3.135 Euro in eine Keramikwerkstatt in Brasilien, den Waldschutz in Kenia oder Wasserkraft in Indonesien fließen sollen – letzteres ist etwas preiswerter zu haben. Noch schnell Kontaktdaten angeben und Zahlungsart wählen. ClimatePartner akzeptiert auch Visa.
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Vorsicht vor Willkürrecht

Den Weg in ein Willkürrecht der interpretativen statt sachlichen Strafbewehrung hat das Bundeskabinett zumindest im Ansatz in die Wege geleitet.

In der Rechtsgeschichte gibt es so etwas wie klassische Sündenfälle. Solche sind es, wenn anlass- oder personenbezogene Sonderrechte durchgesetzt werden. Denn es gilt: Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Was im Umkehrschluss bedeutet: Es bedarf keiner Sondergesetze, sondern das geltende Recht muss in der Lage sein, jegliche Straftat abzudecken. Ohne Ansehen und Verortung der Person, ohne die Kreation von Straftaten, die in ihrer Beschreibung nur bestimmten Gruppen zuzuweisen sind. So ist ein Mord ein Mord, egal wer ihn begangen hat. Eine Beleidigung ist eine Beleidigung. Eine Sachbeschädigung eine Sachbeschädigung. Und die Gründung einer kriminellen Vereinigung ist die Gründung einer kriminellen Vereinigung. Gleich, ob sich hier deutschstämmige Kinderschänder zum Pornoring zusammenschließen, ob sich libanesische Clans zur Crime-AG entwickeln, ob Motorradfans ihren Club zur Prostitutionsförderung umfunktionieren, ob politisch Verwirrte eine hochkriminelle Mordbande bilden. Anzeige

Weicht das Recht von dieser Grundregel ab, dann begibt es sich in die Schieflage. Denn es beginnt, kriminelle Handlungen nicht mehr als solche zu behandeln, sondern die jeweils eigene Interpretation der Straftat selbst zur Straftat zu machen. Am Ende solcher Entwicklungen stehen in aller Regel Systeme mit Willkürrecht. Die – wie beispielsweise in Saudi-Arabien – Kritik an einer Fantasiefigur mit endlosen Tiraden von Peitschenhieben oder – wie im Iran – die individuelle sexuelle Veranlagung mit dem Tod bestrafen.

Den Weg in ein solches Willkürrecht der interpretativen statt sachlichen Strafbewehrung hat nun auch das Bundeskabinett zumindest im Ansatz in die Wege geleitet. Inspiriert durch die Mordtat an einem Kommunalpolitiker und den Mordtaten vor einer Synagoge hat das Kabinett neun Punkte beschlossen, die zumindest in Teilen als eben jene interpretative Strafbewehrung beurteilt werden können. Und sich vielleicht sogar genauso verstehen sollen. Was nicht bedeutet, dass alle neun Punkte unsinnig sind. Die Tendenz bleibt gleichwohl gefährlich für die noch vom Grundgesetz gewährleistete Freiheit des Bürgers.

Was nun wurde beschlossen?

1. Die Betreiber sozialer Netzwerke wie Twitter oder Facebook sollen künftig Inhalte mit Morddrohungen oder „volksverhetzendem“ Charakter nicht nur löschen, sondern bei den zuständigen Behörden zur Anzeige bringen. Das wäre im Grundsatz zu begrüßen, stünde nicht längst das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz im Raum, welches gezielt das Strafermittlungsmonopol staatlicher Stellen an private und unqualifizierte Personenkreise abgetreten hat. Denn mit dem NetzDG ist die Ursünde bereits Realität. Anonyme Personen, angestellt von den Netzwerkbetreibern, übernehmen die Aufgabe der Polizei, indem sie entweder denunziatorische Anzeigen übernehmen oder selbst nach vorgeblich strafbewehrten Inhalten suchen; die Aufgabe der Staatsanwaltschaft, indem sie nach eigenem Ermessen die jeweilige Anklage erheben, und die Aufgabe der Gerichte, indem sie die von ihnen als strafbewehrt betrachteten Inhalte löschen und deren Verbreiter mit Bann belegen.

Der richtige Weg wäre es daher gewesen, erst das NetzDG ersatzlos zu streichen und dann die Anzeigepflicht festzuschreiben. Denn dann wären Ermittlung, juristische Bewertung und Aburteilung wieder dort, wo sie hingehören. Auch wenn die entsprechenden Apparate derzeit dank jahrzehntelanger Ausdünnungspolitik hoffnungslos unterbesetzt sind.

2. Weil „Hass“ (neudeutsche Pauschalbeschreibung für emotionalen Kontrollverlust in der Kommunikation mit Anderen) und Beleidigungen angeblich im Netz besonders aggressiv ausfallen, sollen die entsprechenden Passagen des Strafgesetzbuches verschärft werden. Das allerdings ist nun ein solches interpretatives Recht. Denn längst sind sowohl Beleidigungen gegen Lebende wie auch die Verunglimpfung des Ansehens Toter strafrechtlich bewehrt. Wenn irgendwelche Psychopathen die Ermordung eines Opfers begrüßen, dann hat das Strafrecht längst jede Handhabe, dagegen vorzugehen. Somit ist dieser Punkt nichts als deklaratorische Schaumschlägerei mit politisch-ideologischem Hintergrund.

3. Strafnormen sollen derart neu gefasst werden, dass Verleumdung und üble Nachrede gegen Kommunalpolitiker härter bestraft werden. Das ist nun in jeder Hinsicht nicht nur Interpretationsrecht – es ist ein gruppenspezifisches Spezialrecht, welches absolut gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt. Auch Kommunalpolitiker sind Menschen im Sinne des Grundgesetzes – sie bedürfen keiner Sondergesetze.

4. Die Zusammenarbeit von Polizei und Verfassungsschutzorganen soll intensiviert werden, um so den Rechtsextremismus besser zu bekämpfen. Das ist – mit Verlaub – nichts anderes als propagandistischer Aktionismus. Eine intensive Zusammenarbeit gegen Extremismus jeglicher Coleur hätte längst erfolgen können und müssen. Ist das noch nicht geschehen, sollte der zuständige Bundesminister des Inneren darüber nachdenken, ob er nicht fehl am Platze ist.

5. Das Waffenrecht soll verschärft werden. Zwar hat die Bundesrepublik bereits eines der schärfsten Waffengesetze und das Problem sind zumeist nicht legal registrierte Mordinstrumente, sondern illegale sowie immer noch frei verkäufliche Kleinwaffen – aber man mag es durchaus für zweckmäßig erachten, amtlich bekannten Verfassungsfeinden den Besitz von Waffen zu untersagen. Wenn – und dieses ist entscheidend – eine solche Regelung zum einen für alle Extremisten gilt, gleich ob politisch rechts oder links oder religiös oder sonstwie weltanschaulich motiviert – und wenn diese Verschärfung dann auch konsequent in jede Richtung durchgesetzt wird. Warten wir also ab, was hier geschieht.

6. Da die Verrohung des Umgangs mit Hilfskräften und Krankenhauspersonal zunehmend gefährliche Formen annimmt, soll hier ein spezieller strafrechtlicher Schutz gestärkt werden. Auch das wäre kaum nötig, würde die bestehende Gesetzgebung konsequent angewendet. Das Problem liegt hier nicht im Recht, sondern darin, dass die staatlichen Institutionen bislang nichts oder zu wenig gegen die entsprechende Verrohung unternommen haben, um sich nicht dem Vorwurf gruppenspezifischen Vorgehens auszusetzen. Insofern bedürfte es des Sonderschutzes nicht, wenn die Strafverfolgungsbehörden ohne ideologische Brille ihren Aufgaben nachkommen könnten.

7. Von Gewalt gefährdete Personen sollen durch Änderungen im Melderecht davor geschützt werden, zu leicht von potentiellen Straftätern ausgespäht werden zu können. Das ist sinnvoll, nachdem der Staat offenbar zunehmend in seiner Schutzfunktion versagt hat. Zulässig ist es jedoch nur, wenn dafür generell anzuwendende Kriterien festgeschrieben werden. Das bedeutet: Wer durch die Antifa, die Kahane-Stiftung, Herrn Böhmermann oder politreligiöse Fanatiker geoutet wird, ist ebenso zu schützen wie jemand, der von Preppern oder rechtsfaschistischen Kriminellen bedroht wird.

8. Die Präventionsarbeit soll ausgeweitet werden. Das bedeutet lediglich, dass noch mehr Geld in die Kanäle jener „zivilgesellschaftlichen“ Organisationen gelenkt werden soll, die vorgeblich oder tatsächlich entsprechende Gewaltprävention betreiben. Wenn dieses gleichermaßen gegen jegliche Gewalt eingesetzt wird, ist nichts dagegen einzuwenden. Aber auch nur dann.

9. Durch Ressourcenverstärkung sprich Neueinstellungen sollen die Sicherheitsorgane und Strafverfolgungsbehörden personell für die gestiegenen Anforderungen fit gemacht werden. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil wäre dieses schon seit Jahren geboten gewesen – und es soll an dieser Stelle ausnahmsweise darauf verzichtet werden, die Verursacher dieses kontinuierlichen Abbaus an Sicherheit zu benennen. Stellen wir einfach fest: Sie scheinen ihre Fehler langsam zu begreifen.

Quelle

Er ist wieder da: Clan-Boss Miri macht den deutschen Staat lächerlich! Walle walle manche Strecke…

Ein Schwerkrimineller offenbart die deutsche Migrationswirklichkeit als große Farce. Der Chef des Miri-Clans ist wenige Monate nach seiner Abschiebung in den Libanon wieder in Bremen. Er hat vor seiner Festnahme einen Asylantrag gestellt. Nun herrscht allerseits gespielte Empörung.

Hasso Mansfeld @rasenspiesser

Vielleicht erklärt mal jemand Herrn Miri, dass Asyl für denjenigen gedacht ist, der bedroht wird und nicht für solche, die die Bedrohung darstellen.

An den Namen erinnert man sich doch noch irgendwie. Richtig: Das ist der Boss eines nach ihm benannten Verbrecher-Syndikats, alias Clan. Nach jahrelangen Ermittlungen wurde Miri vor drei Monaten mit riesigem Polizei-Aufgebot in den Libanon abgeschoben. Jahrelang konnten Miris und andere meist zur Ethnie der Mhallami gehörende Clans, bis vor einiger Zeit meist verniedlichend als „Großfamilien“ bezeichnet,vom deutschen Staat und von der deutschen Öffentlichkeit weitestgehend unregistriert kriminelle Strukturen aufbauen (oft bei gleichzeitigem Sozialhilfe-Bezug). Die Behörden drückten ohnehin gerne zwei Augen zu, weil die Staatsangehörigkeit und auch andere Herkunftsangaben bei Mhallami, die seit den 1970er Jahren aus dem Libanon eingewandert waren, oft schwer nachprüfbar sind. Näheres dazu ist bei Ralf Ghadban nachzulesen, der viel dazu beigetragen hat, das Problem ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Ghadban lebt seither übrigens unter Polizeischutz. 

Interview Rainer Wendt „Dagegen sind arabische Clans Schülerlotsen“ Falls man also in Deutschlands Sicherheitsbehörden glaubte, dass sich der deutsche Rechtsstaat nunmehr Respekt verschafft habe bei Miri und Konsortien, so dürfte dies endgültig als Wunschtraum entlarvt sein. Miris Anwalt sagte Radio Bremen zufolge nach der Festnahme, Miri werde im Libanon von schiitischen Milizen mit dem Tod bedroht. Zudem wolle er juristisch gegen die Abschiebung vorgehen. Das ist schon fast lustig: Miri geht offenbar davon aus, dass eine deutsche Abschiebung nichts ist, das wirklich Bestand haben muss. Für diese Annahme gibt es ja auch gute Gründe, unter anderem seine eigene Rückkehr.  

Kann das alles wirklich irgendjemanden wundern? Wohl kaum. Der Fall Miri – der ein Indiz für eine neue Härte des deutschen Staates im Kampf gegen Kriminelle zu sein schien – wird nun zu einem erneuten Beweis dafür, dass die deutsche Einwanderungswirklichkeit längst den Charakter einer Farce angenommen hat. Die Frage, die etwa die FAZ in ihrer kleinen Nachricht stellt, ist lächerlich: „Wie der Schwerkriminelle trotz des Einreiseverbots nach Deutschland zurückkehren konnte, ist bisher unbekannt.“

Niemand muss da lange nachforschen, um zu grundlegend neuen Erkenntnissen über die Absurdität der deutschen Einwanderungswirklichkeit zu kommen. Miri tat einfach, was jeder rational handelnde Kriminelle eben zu tun pflegt: Er nutzte die erkennbaren Schwächen des Staates aus. Kann es irgendjemanden ernsthaft wundern, dass der Mann einfach mehr oder weniger sofort wieder nach Deutschland zurückreiste? Wer hätte ihn denn daran hindern sollen? Mit dem nötigen Kleingeld  ist die Außengrenze der EU bekanntlich leicht zu überwinden – und dann geht es ziemlich risikolos eben einfach nach Bremen weiter. Genauso könnte man sich fragen, wie es jemand schafft, durch eine unverschlossene Tür zu schreiten. „Offenbar scheint an den EU-Außengrenzen keine ausreichende Kontrolle stattzufinden“, sagte die FDP-Innenpolitikerin Birgit Bergmann. Ach? 

Noch aggressiver und kompromissloser Durch Massenzuwanderung: Neue Kriminelle versus etablierte Clans Eine Farce ist auch die Reaktion des Generalsekretärs der CDU, Paul Ziemiak. Er kommentierte die Nachricht mit den Worten: „Es macht wütend, wie ein krimineller Clan-Chef versucht, unseren Rechtsstaat lächerlich zu machen. Der Bremer Justizsenator muss jetzt dringend dafür sorgen, dass Ibrahim Miri umgehend in Haft genommen und wieder abgeschoben wird. Die Behörden müssen klären, wie es sein kann, dass ein nach Beirut abgeschobener Krimineller trotz Einreisesperre nur kurze Zeit später wieder in Bremen auftauchen konnte.“

Versucht? Miri hat unseren Rechtsstaat bereits lächerlich gemacht. So wie es viele andere Asylbewerber alltäglich auch tun. Man schaue sich nur die Geschichte der letzten Lebensmonate des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri an.

Ziemiaks Empörung kann nicht wirklich ernst gemeint sein. Ebenso wenig, wie er ernsthaft die „Behörden“ in Bremen dazu auffordern kann, zu „klären, wie es sein kann, dass ein nach Beirut abgeschobener Krimineller trotz Einreisesperre nur kurze Zeit später wieder in Bremen auftauchen konnte.“ 

Wenn es Ziemiak ernst wäre mit seiner Wut, könnte er einfach einmal auf dem kurzen Dienstweg bei der Bundeskanzlerin anrufen. Denn die Bundesregierung, nicht irgendwelche Behörden, trägt die Verantwortung für die Einwanderungswirklichkeit. Sie hat dafür gesorgt, dass Kriminelle wie Miri diesen Staat nicht mehr ernst nehmen und dieses Land als Objekt ihrer Beutezüge betrachten.

München: Terroranschlag oder Amoklauf?

Terroranschläge oder Amokläufe sind von Menschen künstlich erzeugte Kategorien, zur kriminologischen Einordnung von Verbrechen, mehr nicht.

Terror-Anschlag, Terrorismus, Absturz, Autounfall

Immer wieder erreichen uns Nachrichten über Terroranschläge: In Frankreich tötete ein Polizeibediensteter vier seiner Pariser Kollegen; in Limburg raubte ein Syrer einen Lkw und rammte damit mehrere Pkws, dabei wurden neun Personen verletzt; in Halle werden nach einem gescheiterten Attentat auf eine Synagoge, zwei Personen getötet und zwei weitere verletzt. Anzeige

In Deutschland meidet man die Bezeichnung „Terroranschlag“, wie der Teufel das Weihwasser, um es in „Amoklagen“ oder den Einzelfall eines verwirrten Täters umzudeuten. So wollte der Hessische Rundfunk schon wenige Stunden nach dem Anschlag in Limburg wissen, es könne sich nur „um eine nicht politisch motivierte Amokfahrt aus psychischen Motiven handeln“. Dabei war die Motivlage der Tat noch völlig unklar, da die Ermittlungen noch am Anfang standen. Auch in Halle rief die Stadt bereits kurze Zeit nach der Tat eine „Amoklage“ aus. Nachdem langsam klar wurde, dass der Anschlag von einem Rechtsextremisten begangen wurde, tat man sich mit der Bezeichnung „Terroranschlag“ deutlich leichter, um anschließend das zu tun, was man stets dem politischen Gegner vorwirft: die Tat wurde nach Ansicht der jüdischen Gemeinde zu Halle stark instrumentalisiert.

Gemeinsamkeit und Unterschiede

Zwar bestehen bei der Vorgehensweise der Tat starke Ähnlichkeiten – in kurzer Zeit möglichst viele Menschen ermorden – jedoch unterscheidet sich die Motivlage. Terroranschläge sind politisch-ideologisch motiviert, Amokläufe erfolgen dagegen vorwiegend (wenn auch nicht ausschließlich) durch einzelne Personen in einem psychischen Ausnahmezustand. Hier steht die persönliche Rache für die erfolgten oder vermeintlichen Kränkungen und weniger eine politische Agenda im Vordergrund. Die meisten Amokläufer setzen ihrem Leben selbst ein Ende oder sterben durch eine Polizeiwaffe „freiwillig“ (Suicide by cop).

Terroristen versuchen, durch Anschläge die Rechtsordnung eines Staates zu destabilisieren und das Zusammenleben von Bürgern in einer Gesellschaft durch Chaos und Ängste langfristig zu strapazieren.

Natürlich kann man immer in die Versuchung geraten, politische Anschläge durch religiöse oder ideologisch-militante Eiferer mit einer psychischen Erkrankung gleichzusetzen und damit einen „Amoklauf“ anstatt eines „Terroranschlags “ zu attestieren. Warum sollte ein psychisch erkrankter bzw. gestörter Zeitgenosse keinen Terroranschlag begehen? Gegen diese Annahme spricht in der Praxis gar nichts. Auch ein Terrorist kann demzufolge in die geschlossene Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses zur Beobachtung und Untersuchung eingeliefert werden. Die Verführung, dahingehend die Bevölkerung zu beruhigen, es wäre nur ein „Verwirrter“ gewesen, scheint für Politiker, Behörden und einige Medien übergroß zu sein. In anderen Ländern ist man da pragmatischer. Als ein Mann in Manchester fünf Menschen mit einem Messer verletzte (andere Quellen schreiben von vier verletzten Personen), gingen die Ermittler selbstverständlich von einer Terrortat aus. Das hinderte diese jedoch nicht daran, den mutmaßlichen Terrorristen in die Psychiatrie einzuliefern.

München: nach drei Jahren anstatt Amoklauf ein Terroranschlag

Für Deutschland gilt: Hauptsache kein Terroranschlag, es sein denn, ein rechtsextremer. Eine Rolle rückwärts erleben wir stattdessen zum Tatvorgang vom Juli 2016 am Olympia-Einkaufszentrum im München, bei dem ein junger Mann mit Migrationshintergrund neun Personen sowie sich selbst gerichtet und weitere verletzt hatte. Die Tat wurde als „Amoklauf“ klassifiziert und sorgte somit für einen Sturmlauf der Entrüstung bei den üblichen „Verdächtigungen“. Ganz vorn mit dabei die SPD und Grüne, aber selbstverständlich auch die Amadeu Antonio Stiftung. Dabei waren die psychischen Probleme des Täters unübersehbar. Probleme, die man anderen Attentätern nur zu gern zubilligt, wenn es darum geht, möglicherweise islamistisch-motivierte Anschläge in einen Amoklauf umzuschreiben.

Die Frage ist vielmehr, für welche Richtung man sich bei der Tatbewertung entscheidet, wenn beide Motivlagen in einer Mischform vorliegen. Auch sogenannte Beweise sind dann nichts anderes als Indizien, die man bewerten muss. Interpretationsspielräume sind immer möglich, vor allem wenn man abwägen muss, ob die psychische Störung/Erkrankung (z.B. narzisstische Kränkungen, Schizophrenie, Psychopathie und/oder Substanzmittelmissbrauch) oder der politische Wille zur Vernichtung das Primat haben. Böse Zungen behaupten dann nicht ohne Grund, dass sich die Waage zur erwünschten „politischen Korrektheit“ im ewig währenden „Kampf gegen Rechts“ neigen wird. So begradigt man politische Aufgeregtheit, aber nicht die eigentlichen Probleme.

Beruhigungspille „Risikoforscher“

Für den Fall des Falles, dass man nicht umhin kommt, einen Terroranschlag wie den von Anis Amri einräumen zu müssen, erklären uns bereitstehende „Risikoforscher“ eifrig einen Zusammenhang, der keiner ist: dass Autofahren viel gefährlicher ist, als das Risiko, Opfer eines Terroranschlags durch einen Islamisten zu werden. Die meisten Unfälle passieren sowieso im eigenen Haushalt, dort sterben auch die meisten Leute. Schließlich beschwert sich darüber auch keiner.

Den Opfern ist es egal, ob sie durch einen Amoktäter, Terroristen oder angeblich Traumatisierte sterben. Apropos posttraumatische Belastungsstörung (Post-Traumatic-Stress-Disorder, PTSD): Nicht jeder entwickelt dieses seelische Verletzungsbild nach belastenden Situationen, da angenommen wird, dass im westeuropäischen und US-amerikanischen Kulturkreis etwa 50 % aller Menschen in ihrem Leben mindestens ein Trauma erleben. Auch nicht jeder, der auf der Flucht war oder Kriegserlebnisse verarbeiten musste, leidet deshalb an einer PTSD. Eine Mär, die nach wie vor eine weite Verbreitung findet, um schwere Straftaten durch „Geflüchtete“ zu „begründen“.

Terroranschläge oder Amokläufe sind von Menschen künstlich erzeugte Kategorien, zur kriminologischen Einordnung von Verbrechen, mehr nicht. Bei einheimischen Tätern ist man medial deutlich schneller dabei, von einem Terrorverdacht zu berichten, als bei zugereisten Tätern aus fremden Kulturkreisen. Damit wird vor allem Politik gemacht, nicht ganz uneigennützig.


Steffen Meltzer, der Artikel enthält Auszüge aus seinem Buch „Ratgeber Gefahrenabwehr: So schützen Sie sich vor Kriminalität – Ein Polizeitrainer klärt auf“

Quelle

Was verbirgt sich hinter dieser grandiosen Fassade?

@dieter

Ja Dieter, das ist die scheinbar so simple Essenz aus dem Phänomen Merkel.

Ich gestehe – ich durchdringe nicht warum Menschen, hier im Land nicht sehen wohin uns diese Frau geführt hat und trotzdem – auch wenn sie keine Kleider an, hat wieder ein Kreuz bei ihr machen!

In einem anderen Thread habe ich gestern gepostet, das wir für den ganzen Energiewendewahn bereits 500 Milliarden rausgepulvert haben und das dasselbe jetzt noch einmal ansteht.

Man muss sich nur vergegenwärtigen was alles in diesem Land im Argen liegt. (Straßen Schulen Kranken/Altenpflege Renten) und überall ist kein Geld da! (Der Staat ist ja nicht für alles da!)

Mir fällt gerade der Eid ein…“Schaden von ihm wenden…selbst das ist zu einer Farce verkommen!

Überall werden dir die Krümel vorgerechnet und auf einmal findet diese Tante einen Weg um Geld ohne Ende raus zu hauen und die Leute nehmen es nicht war!

Und auch nicht dumme Leute finden keine Möglichkeit diese Frau zu entblättern und zu sagen : die hat doch wirklich keine Kleider an. (Auch in der CDU gibt (gab) es schlaue Köpfe – Bosbach z.B., aber auch andere!)

Aber etwas anderes treibt mich schon länger um: nehmen wir mal an „Merkel muss weg“ würde funktionieren und sie wäre morgen nicht mehr da.

Was wäre anders? Wer würde ihr Spiel weitertreiben? Wie auch immer – ich sehe, das sie bestimmt nicht alleine handelt – nur wer führt ihr die Hand? Wer oder was legt ihre Richtlinien fest?

Das kann kein Guru sein! Da muss mehr dahinter stehen – aber was?

Eines ist sicher – Das Geld ist nicht weg – das haben jetzt andere – Das ist mal Fakt!

Aber es scheint nicht zu reichen – sie führen uns noch weiter in ein Riesendesaster hinein und die Leute auf der Straße skandieren“ Verbietet uns doch endlich etwas“ So ein wenig erinnert mich das an die Lemminge“

Aber im Ernst – Worin mag das Interesse liegen dieses Land in so kurzer Zeit so effektiv auf den Boden zu bringen?

So eine eine Spur von dem kann man in den Vorträgen von Herrn Effenberg herauslesen! Da darf man aber nicht in Generationen rechnen, da muss man mit Jahrhunderten arbeiten. Da werden schon Linien klar, welche sich durch die Geschichte Mitteleuropas ziehen, und die ganz kontinuierlich voran gezogen werden.

(Es stehen Natopanzer 150 km vor Petersburg – und niemand regt das auf! (Außer den Russen).

Ob wir diese Mächte mal klar sehen und benennen werden können?

Mir fällt jetzt auf was für ein Wust da gerade aus mir geflossen ist!

Ich will dich aber nicht zu texten! Ich stell den Text mal als neuen Thread ein, vielleicht kommen ein paar neue Ideen dazu.

Danke für deinen Kommentar – das interview ist wirklich gut, ja?

Gruß

Lothar

Prof. Gertrud Höhler – Im Dialog vom 08.09.2012

2012 legt diese kluge Frau minutiös klar, was uns mit Frau Merkel erwartet. Man sollte (muss) sich diese Dokument noch einmal vergegenwärtigen!

Prof. Gertrud Höhler – Im Dialog vom 08.09.2012

IM DIALOG spricht Alfred Schier mit der Publizistin und Unternehmensberaterin Prof. Gertrud Höhler u. a. über ihr gerade veröffentlichtes Buch „Die Patin“.

Mit der Veröffentlichung von „Die Patin“ sorgt Gertrud Höhler für Aufregung: In dem Buch kritisiert sie offen den Politikstil von Angela Merkel. Sie wirft der Kanzlerin vor, zum Zwecke des eigenen Machterhalts politische Widersacher auszuschalten. Als einen prägenden Einfluss auf deren spätere politische Laufbahn sieht Höhler Merkels Leben in der DDR.