„Ukraine-Skandal“: Was die deutschen Medien in den letzten Tagen alles NICHT berichtet haben

Im sogenannten „Ukraine-Skandal“ bombardieren uns die deutschen Medien mit Artikeln. Wer jedoch die internationalen Nachrichtenagenturen verfolgt, stellt fest, dass die deutschen Medien über alles, was nicht in ihre politische Linie passt, nicht berichten. Daher habe ich hier einiges zu ergänzen, was die deutschen Medien „übersehen“ haben.

Beim „Ukraine-Skandal“ machen die deutschen Medien den Eindruck, Trump wäre unter großem Druck und alle Zeugen, die der Kongress verhört, würden Trump belasten. Das ist nicht so.

In den letzten zwei Tagen ging es in den Medienberichten in erster Linie um die Befragungen der Ex-US-Botschafterin in Kiew, Marie Yovanovitch, des ehemaligen US-Sonderbeauftragten für die Ukraine, Kurt Volker, und des US-Botschafters bei der EU, Gordon Sondland. Die Protokolle ihrer Verhöre sind veröffentlicht worden und es ist faszinierend, was Spiegel-Leser alles nicht erfahren und wie der Spiegel geschickt einen falschen Eindruck bei seinen Lesern erweckt, ohne direkt zu lügen. Die Hintergründe zum „Ukraine-Skandal“ finden Sie hier.

Zuerst wurde die Befragung von Yovanovitch veröffentlicht. Der Spiegel titelte: „Aussage in der Ukraineaffäre – Frühere US-Botschafterin in Kiew fühlte sich durch Trumps Worte bedroht

Wer das Protokoll der Befragung liest, stellt fest, dass sie im Grunde nichts zu sagen hatte. Es geht ja um die Frage, ob Trump Druck auf Selensky gemacht hat, damit dieser Ermittlungen gegen Joe Biden durchführen lässt. Dazu konnte sie rein gar nichts sagen. Also wählte der Spiegel diese dramatische Überschrift, die so klingt, als hätte Trump die Frau bedroht. Auch der Artikel schlägt in dieselbe Kerbe. In Wahrheit ging es nur darum, dass sie Angst hatte, Trump könne sie abberufen. Das allerdings ist ein normaler Vorgang, Botschafter von Ländern werden ständig abberufen oder ernannt. Das machen die Außenministerien jeden Tag.

Dass die Dame Angst um ihre Karriere hat, ist menschlich. Aber um mehr ging es dabei nicht. Dass sie sagt, sie habe sich „bedroht“ gefühlt, ist ihr subjektives Empfinden, sie hat jedoch nichts Konkretes vorgelegt, was eine tatsächliche „Bedrohung“ belegt hätte. Dass Trump mit ihrer Arbeit unzufrieden war, ist kein Geheimnis. Es ist möglich, dass Trump ihre Entlassung gegen einen gewissen Widerstand im Außenministerium durchgesetzt hat, aber auch das wäre keine große Sache. Der Botschafter eines Landes hat die Politik der Regierung zu vertreten. Merkel würden einen Botschafter, der mehr oder weniger offen gegen sie arbeitet, auch nicht dulden. Ein Botschafter hat ein loyaler Vertreter seiner Regierung zu sein, das ist sein Job.

Ob es also Yovanovitch, die ihren Posten noch unter Obama bekommen hat, gefallen hat oder nicht, aber nach der US-Wahl 2016 wurde Trump Präsident und damit ihr oberster Chef, dem sie beruflich zur Loyalität verpflichtet ist, solange sie US-Botschafterin ist. Sollte sie das nicht wollen, müsste sie um Ablösung bitten, aber heimlich in Kiew die Arbeit der eigenen Regierung zu untergraben, das ist keine Lösung, die sich irgendein Regierungschef der Welt gefallen lassen würde. Aber das hat sie getan. Daher war ihre Ablösung keine wirkliche Überraschung.

Interessant ist, worüber der Spiegel dabei nicht berichtet hat. Frau Yovanovitch hat nämlich ausgesagt, dass hohe Regierungsbeamte in Kiew Angst vor Trumps Anwalt Giuliani gehabt hätten. Das hätte der Spiegel thematisieren können, denn das könnte man irgendwie als Druck von Trump auf Kiew werten. Aber auch hier gilt: Sie hat keine Fakten genannt, die belegt hätten, dass die Angst der ukrainischen Regierungsmitglieder berechtigt war. Sie erwähnte explizit den ukrainischen Innenminister Awakov. Das ist allerdings der einzige Minister, der noch im Amt ist, obwohl er schon unter Selenskys Vorgänger Poroschenko ins Amt gekommen ist.

Er hatte also kaum Angst um seinen Posten. Er hatte Angst vor den politischen Folgen, wenn die Ukraine in die US-Innenpolitik hineingezogen wird. Seine Angst war berechtigt, denn genau das ist ja passiert. Die Ukraine kann dabei nur verlieren.

Awakov hatte also keine direkte Angst vor Trump, sondern vor den politischen Folgen des damals aufkommenden Skandals. Und für den Skandal konnte Trump nichts, er hatte seine Wurzeln in der Zeit von Obama, als Joe Biden für die Ukraine verantwortlich war.

Mehr belastbare Informationen hat die Befragung von Frau Yovanovitch nicht ergeben, daher kommen wir nun zur Befragung von Gordon Sondland. Der Spiegel titelte darüber: „Ukraineaffäre – US-Botschafter verschärft seine Aussage gegen Trump“ und schrieb:

„In den Untersuchungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten haben neue Angaben eines wichtigen Zeugen den Druck auf Donald Trump weiter erhöht. Der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, erklärte nun ebenfalls, dass er den Eindruck gehabt habe, dass US-Militärhilfen an die Ukraine an eine Bedingung geknüpft waren.“

Die Schwierigkeiten liegen im Detail. Tatsächlich wurde Sondland in der Befragung gefragt:

„Aber ich denke, Sie haben gesagt, Botschafter, dass es im Laufe der Zeit immer heimtückischer wurde. Ich denke, das waren Ihre Worte. Es begann ohne Bedingung, und dann gab es eine Bedingung, nämlich die Untersuchung der Korruption, und dann gab es eine Bedingung, nämlich eine Untersuchung zu 2016 und Burisma, und dann wurde beim Anruf selbst klar, dass die Bedingung war, 2016 und die Bidens zu untersuchen. Ich denke, das meinten Sie mit „es wurde immer heimtückischer“, richtig?“

Darauf hat Sondland mit „Ja“ geantwortet. Einziges Problem dabei, es ging bei der gestellten Frage ausdrücklich nicht um Bedingungen für die US-Militärhilfen, wie der Spiegel behauptet, es ging um Bedingungen für eine Einladung an Selensky ins Weiße Haus. Das scheint der Spiegel irgendwie übersehen zu haben. Hinzu kommt, Sondland war relativ weit weg von der Ukraine, er ist US-Botschafter in der EU, nicht in der Ukraine, die bekanntlich nicht zur EU gehört. Und auch er hat nur von seinen Eindrücken berichtet, konkrete Fakten blieb er schuldig.

Der Spiegel schreibt danach zwar, dass das aus einer Erklärung hervorgeht, „die Sondlands ursprüngliche Aussage im US-Repräsentantenhaus ergänzt„. Damit hat er Recht, aber aus dem Verhör-Protokoll geht es nicht hervor. Hinzu kommt, wenn man sich die vom Spiegel genannte Erklärung anschaut, dann wirft sie Fragezeichen auf. Es handelt sich um eine Erklärung von drei Vorsitzenden von Komitees im US-Kongress. Und diese drei erklären, dass die Aussagen von Sondland und Volker ergeben hätten, Trump hätte diese Bedingungen für die Militärhilfen gestellt.

Das geht aber weder aus Sondlands Vernehmung, noch aus Volkers Vernehmung, auf die wir gleich kommen werden, hervor. Man fragt sich also, wie die drei Ausschussvorsitzenden dazu kommen, eine solche Erklärung zu veröffentlichen. Und die Antwort ist einfach: Sie sind alle drei Mitglieder der Demokraten und Intimfeinde von Trump. Sie haben schlicht gelogen, aber die Presse zitiert es nun als Wahrheit, ohne darauf einzugehen, dass die Vernehmungen diese Behauptung nicht stützen.

Kommen wir zur Befragung von Kurt Volker. Darüber hat der Spiegel nicht berichtet, dabei ist sie durchaus interessant. Sie zeigt nämlich auf, was mit den Bedingungen Trumps in Sachen Korruption gemeint war, die Sondland erwähnt hat. Volker sagte, dass Trump eine schlechte Meinung über die Ukraine hatte und sie als korrupt eingestuft hat. Volker und andere hätten mit mäßigem Erfolg versucht, Trump davon zu überzeugen, dass Selensky derjenige sei, der „gegen all das kämpft, was Präsident Trump nicht gefällt“.

Es ging demnach laut Volker nicht um Joe Biden, sondern um Korruption generell und Trump wollte eine Erklärung der Ukraine, den Kampf gegen die Korruption endlich ernst zu nehmen. Damit stellte Trump eine Forderung, die auch schon von Obama oder Merkel gestellt wurde, also nichts, was man verurteilen könnte.

Der Spiegel hat über die Aussagen von Volker (bisher) nicht berichtet. Der Grund könnte sein, dass Volker nicht ausgeschlossen hat, die Ukraine könnte sich 2016 zugunsten von Clinton in den US-Wahlkampf eingemischt haben. Das will der Spiegel sich nicht berichten. Schwierig dabei ist, dass Volker gleichzeitig auch etwas gesagt hat, was dem Spiegel gefallen dürfte. Volker hat nämlich gesagt, er könne sich nicht vorstellen, dass Biden korrupt sei. Die Aussagen von Volker lautete:

„Und ich sagte zu Rudy (Giulini) bei dem Frühstück, als wir uns zum ersten Mal trafen: Ich finde es einfach nicht glaubwürdig, dass Joe Biden als Vizepräsident mit Geld oder etwas für seinen Sohn beeinflusst worden sein könnte. Ich kenne ihn schon lange, er ist ein ehrlicher Mann, das ist nicht glaubwürdig. Auf der anderen Seite ist es absolut plausibel, dass die Ukrainer versucht haben könnten, unsere Wahlen zu beeinflussen oder Einfluss zu kaufen.“

Letzteres ist Teil der Vorwürfe von Trump gegen Clinton. Trump behauptet, die Ukraine habe Clinton mit Informationen über Trumps Wahlkampfmanager Manafort unterstützt, um Trump zu schaden. Die Demokraten und mit ihnen die deutschen Medien streiten das ab und reden stattdessen von der russischen Wahleinmischung, obwohl es sie nie gegeben hat, wie der Mueller-Bericht gezeigt hat.

Aber es geht noch weiter. Volker war als Sonderbeauftragter für die Ukraine eine Schlüsselperson und hätte es wissen müssen, wenn Trump Bedingungen an Selensky gestellt hätte. Volker saß an der Quelle. Auf die Frage, ob er Beweise gesehen hätte, die belegt hätten, dass Trump ein Treffen mit Selensky an die Bedingung der Einleitung von Ermittlungen geknüpft hat, antwortete Volker:

„Die Antwort lautet „Nein“. Es gab Schwierigkeiten bei der Planung eines Treffens, aber es gab keine solche Bedingung.“

Volker sagte weiter, er sei überrascht gewesen, als er die Abschrift des Telefonats zwischen Trump und Selensky vom 25. Juli gelesen hat:

„Ich habe in all der Zeit über Joseph oder Hunter Biden gehört.“

Im Spiegel habe ich davon jedoch nichts gefunden, der deutsche Leser soll es wohl nicht erfahren.

In diesem Zusammenhang sind noch zwei aktuellen Meldungen interessant. Am 6. November hat die ukrainische Staatsanwaltschaft mitgeteilt, es gäbe keine Ermittlungen gegen Burisma. Warum nicht, wenn Trump doch angeblich solche Ermittlungen an die Zahlung der Militärhilfen geknüpft hat? Aus dem Telefonat geht das nicht hervor, es sind nur die Demokraten, die es behaupten. Bisher hat aber auch noch kein veröffentlichtes Verhör-Protokoll das bestätigt, im Gegenteil. Und die Auszahlung der Militärhilfen spricht ebenfalls dagegen.

Ebenfalls am 6. November berichteten US-Medien davon, dass Trump Selensky nach dessen Wahlsieg einen Brief geschrieben hat, in dem er der Ukraine „unerschütterliche Unterstützung“ versprochen hat.

Auch davon hört man in Deutschland jedoch nichts. Dabei ist dieser Brief interessant.

Trump ist der Meinung, dass Poroschenko im US-Wahlkampf 2016 Clinton unterstützt hat und ihm selbst schaden wollte. Unabhängig davon, ob das stimmt (wonach es aussieht), war die Beziehung zwischen Trump und der Ukraine unter Poroschenko recht eisig. Mit dem neuen Präsidenten Selensky hatte Trump also vielleicht wirklich die Hoffnung verbunden, dass sich nun etwas zum Besseren wenden könnte. Jedenfalls klingt auch der Brief nicht nach Druck von Seiten Trumps auf Selensky.

Trump möchte herausfinden, ob die Ukraine unter Poroschenko sich in die US-Wahlen von 2016 eingemischt hat. Wenn man bedenkt, wie hysterisch Medien und Politik bei der angeblichen russischen Wahleinmischung waren, sollte das eigentlich kein Problem sein. Eine mögliche Einmischung ist eine mögliche Einmischung, unabhängig davon, welches Land es zugunsten von welchem Kandidaten getan hat. So sollte man meinen.

Es ist aber nicht so. Wie sehr der „Apparat“ – man kann auch vom Tiefen Staat sprechen – dabei gegen Trump arbeitet, zeigt eine kuriose Meldung von letzter Woche. Ich habe berichtet, dass nun ein renommierter US-Staatsanwalt untersucht, wie genau es zur Einsetzung von Sonderermittler Mueller gekommen ist.

Anscheinend hat der Staatsanwalt Probleme, in den USA Akteneinsicht zu bekommen. Jedenfalls hat sich das US-Justizministerium offiziell an London gewandt und gebeten, London möge Informationen über die Tätigkeiten der US-Geheimdienste an die US-Staatsanwaltschaft übergeben.

Offensichtlicher kann der Machtkampf zwischen Trump und dem Apparat kaum belegt werden. Und dieser Apparat ist das, was man „Tiefer Staat“ nennt. Es sind Strukturen, zum Beispiel in Geheimdiensten, die sich den Anweisungen ihrer demokratisch gewählten Regierung mehr oder weniger offen widersetzen und gegen sie arbeiten. Das sollte in einer Demokratie, wo angeblich die Regierung die Geheimdienste kontrolliert und nicht umgekehrt, gar nicht möglich sein.

Es ist aber nicht nur möglich, wir sehen gerade live, dass es geschieht.

Quelle

Nord Stream 2: Wie das Projekt durch die Hintertür doch noch gestört werden soll

Die Medienkampagne gegen Nord Stream 2 geht auch weiter, nachdem Dänemark den Bau durch seine Gewässer erlaubt hat.

Die USA versuchen noch immer mit allen Mitteln zu verhindern, dass mehr russisches Gas durch Nord Stream 2 nach Europa kommt. Die USA wollen ihr teureres Fracking-Gas in Europa verkaufen und bekommen dabei Unterstützung aus Polen und den baltischen Staaten, wo die anti-russische Politik so stark ist, dass man sogar bereit ist, 30 Prozent mehr als nötig für Gas zu bezahlen.

Am Dienstag hat die Bild-Zeitung einen Artikel veröffentlicht, der in die anti-russische Kerbe schlug und mit den Worten begann:

„Was tut die Bundesregierung noch alles, um Wladimir Putins Prestige-Projekt „Nord Stream 2“ nach den Wünschen des russischen Gasriesen Gazprom zu realisieren?“

Das war natürlich schon gelogen, denn im Artikel konnte man dann lesen, dass deutsche Abgeordnete die Investitionen der deutschen Partner von Nord Stream 2 schützen wollen, die durch EU-Richtlinien gefährdet sind. Das russische Fernsehen hat die Meldung der Bild aufgegriffen und aus seiner Sicht über die in Deutschland geplanten Gesetzesänderungen berichtet. Da ich den russischen Artikel übersetzt habe, kann der interessierte Leser den russischen und den deutschen Artikel vergleichen.

Beginn der Übersetzung:

Die Gasrichtlinie der Europäischen Union sieht einen Zwang zur Trennung der Besitzer des Gases und der Pipelines vor, über die das Gas an die Verbraucher geliefert wird. Deutschen Investoren gefällt das gar nicht.

Die Bild-Zeitung berichtet, dass Abgeordnete der deutschen Regierungskoalition Änderungen an der lokalen Gesetzgebung ausgearbeitet haben, die es ermöglichen sollen, „North Stream-2“ aus der EU-Richtlinie zu nehmen.

Derzeit genießen nur die Projekte, die vor dem 23. Mai 2019 abgeschlossen wurden, ein solches Privileg. Somit funktioniert Nord Stream 1 ungehindert, obwohl es auch damit einige Schwierigkeiten gibt.

So hat der Europäische Gerichtshof Gazprom im September verboten, 90 Prozent der Kapazität der OPAL-Pipeline zu nutzen, die die Verlängerung von Nord Stream 1 über Land darstellt, wodurch die OPAL-Pipeline nur noch zu 50 Prozent genutzt werden kann.

Das Gericht folgte der Forderung Warschaus, das nicht nur seine eigenen Interessen, sondern auch die Bedürfnisse der europäischen Verbraucher ignoriert, wenn es nur in Washingtons Gunst stehen darf.

Die USA zwingen ihre Satelliten in Europa durch politische Erpressung, alles zu tun, um erstens die Versorgung der EU mit russischem Gas zu begrenzen und zweitens Moskau zu zwingen, auch nach Ende 2019 Gas durch die Ukraine nach Europa zu leiten.

Bei ihrem Versuch, Nord Stream-2 aus dem dritten Energiepaket der EU zu entfernen, verweisen deutsche Abgeordnete auf die Notwendigkeit, die Investitionen deutscher Firmen zu schützen. Sie haben etwa zwei Milliarden Euro in den Bau der Pipeline investiert und die Aussicht, dass der erwartete Gewinn im Falle von Begrenzungen der Nutzung der Pipeline in Gefahr gerät, erfordern nach Meinung der Abgeordneten eine Anpassung des Gesetzes.

Schon die Vorstellung, dass Gasproduzent und Pipelinebetreiber rechtlich unabhängig voneinander sein sollten, ist absurd, da sie in ihrer Arbeit direkt voneinander abhängig sind.

Ein gutes Beispiel ist die erwähnte OPAL-Pipeline, die nur von Gazprom genutzt wird, denn sie wurde nur für Nord Stream 1 gebaut und ist nirgendwo anders angeschlossen. Sie bringt das russische Gas zu den Kunden südlich von Deutschland. Kein anderer Gasproduzent kann sie nutzen, weil sie nur einen Anschluss hat.

Wäre OPAL nicht Teil der deutschen Wingas, die die Pipeline über ihre Tochtergesellschaft verwaltet, sondern ein kleiner, eigenständiger Betreiber, könnte die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs als vorsätzliche finanzielle Zerstörung des deutschen Betreibers angesehen werden.

Es liegt auf der Hand, dass die in Brüssel unter Beteiligung von Flüssig-Gas-Verkäufern aus Übersee geborenen europäischen Initiativen schon lange nichts mehr mit der Gewährleistung der Energiesicherheit Europas zu tun haben, obwohl der größte Teil der umstrittenen Lösungen damit begründet wird.

Die Versuche, die Versorgung der EU mit russischem Gas um jeden Preis (den dann die EU-Bürger bezahlen müssen) zu begrenzen und es durch Flüssig-Gas aus den Vereinigten Staaten zu ersetzen, geraten den Beamten in der Europäischen Union und ihren jeweiligen Ländern nicht zur Ehre.

Quelle

Trump sagt dem Paris-Abkommen adieu

Craig Rucker
Adieu, adios, addio, tschuss, sayonara, goodbye.
Hoffentlich nicht „bis später“!
Am Montag [4.11.] haben die USA die UN formell darüber informiert, dass sich die USA aus dem schlecht durchdachten Pariser Klima-Abkommen zurückziehen.

CFEACT ist eine herausragende Organisation, welche über die internationale Klima-Diplomatie aus Perspektive der Freiheit berichtet. Wir haben jeden einzelnen Schritt auf diesem Weg begleitet. Wir waren in Kyoto, Paris, Kopenhagen und überall sonst auch. Im Dezember werden wir nach Spanien gehen.

Es wird ein Jahr dauern, aus dem Paris-Abkommen auszusteigen. Mehrere Präsidentschaftskandidaten haben ihre Absicht bekundet, rasch wieder dem Abkommen beizutreten, wenn sie denn gewählt werden.

Die US-Verfassung schreibt die Ratifizierung von Verträgen seitens des Senats vor. Die USA haben nicht den Vorgänger, das Kyoto-Protokoll, ratifiziert. Das Pariser Dokument wurde als ein „Abkommen“ und nicht als ein Vertrag stilisiert, indem man grundlegende Inhalte wie etwa Emissionsziele, nicht bindend machte. Damit wollte man es Präsident Obama ermöglichen zu unterzeichnen, ohne es dem Senat vorzulegen.

Bindend oder nicht, das Paris-Abkommen steckt voller Fehler und Schwächen. Sich daraus zurückzuziehen ist das einzig Richtige.

Das Paris-Abkommen dürfte kaum Auswirkungen auf die globale Temperatur haben, selbst wenn man annimmt, dass die extremsten Computer-Modelle recht haben, was aber bisher noch nie der Fall war.

Es würde uns eine atemberaubende Zukunft kosten sowie potentiell Hunderte Billionen Dollar, während man fast nichts erreicht, selbst unter den eigenen Hypothesen.

Es würde eine riesige, internationale Klima-Bürokratie bevollmächtigt werden, welche individuelle Freiheit nicht wertschätzt; es würde die nationale Souveränität unterminieren und riesige Reichtümer umverteilen hin zu Diktatoren und Kleptokraten auf der ganzen Welt.

Das Paris-Abkommen übt Druck aus auf die USA, auf Europa und die entwickelte Welt, während es China, Brasilien, Indien und anderen großen CO2-Emittenten einen Persilschein ausstellt. China und Indien errichten neue Kohlekraftwerke sowie industrielle Kapazitäten so schnell es deren Ökonomien zulassen.

Die Hauptauswirkung des Abkommens ist es, das produzierende Gewerbe von Amerika und dem Westen nach China und den Osten zu verlagern mit dem zusätzlichen umweltlichen „Vorteil“ des Verschiffens von Gütern über die Ozeane mittels dieselbetriebener Containerschiffe.

Amerika und andere Länder errichten in riesiger Menge Windturbinen und Solarpaneele für intermittente und ineffiziente Stromerzeugung, die unmöglich unsere Nachfrage nach Energie decken können. China hat sich räuberischer Handelspraktiken bedient um sicherzustellen, dass falls wir auf diesem Fehler bestehen wir Wind- und Solar-Ausrüstung von dort kaufen.

Das Paris-Abkommen wird die Temperatur der Welt nicht bedeutsam ändern, aber es würde Geld und Macht umverteilen, und das nicht zu unserem Vorteil.

Präsident Trump hat völlig richtig gehandelt, uns da herauszuholen. Wir sollten draußen bleiben.

Autor:

Craig Rucker is a co-founder of CFACT and currently serves as its president

Link: https://www.cfact.org/2019/11/05/trump-bids-paris-agreement-adieu/

Quelle

Zum Niedergang eines einstigen Technologie-Landes.

5G

Hadmut 6.11.2019 23:00

Gerade jammert das ZDF im heute journal, dass der in 5G führende Konzern der chinesische Huawei sei, und obwohl es zweifelhaft sei, ob man denen trauen kann, wir uns das als rückständiges Land gar nicht leisten könnten, auf Huawei-Technik zu verzichten. Denn 5G sei eben das „Internet der Zukunft”, und ohne 5G gehe halt gar nichts, keine Robotik, kein autonomes Fahren.

Warum man in einen Roboter, zumal einen am Boden festgeschraubten, nicht wie bisher ein schnödes Ethernet-Kabel stecken könnte, sagen sie nicht.

Und wieso „autonomes Fahren” eigentlich „autonom” sein soll, wenn es nicht ohne Hochgeschwindigkeitsanbindung auskommt, sagen sie auch nicht. Ich schaff’s ja auch seit 35 Jahren, offline durch die Gegend zu fahren, auch mit Navi, und habe beim besten Willen nicht verstanden, warum die Simulation desselben nur mit 5G-Funknetz möglich sein soll.

Geheimnisse öffentlich-rechtlicher Fernsehjournalisten eben, die sie mit uns schnöden Informatikern nicht teilen wollen.

Die eigentlich interessante Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, wird nicht gestellt.

Denn als ich Kind war, war China noch ein primitiver Agrarstaat unter Mao Tse Tung, und als ich meinen Führerschein machte, war China noch ein hoffnungslos zurückgebliebenes Entwicklungsland, „Made in China” sah man eigentlich gar nie und „Made in Hong Kong” war der Running Gag für allerbilligsten und qualitätslosen Plastik-Tünnef aus dem Kaugummi-Automaten, der spätestens nach 3 Tagen bricht.

Wie konnten die uns in 30 Jahren so derb überholen, dass wir heute von denen so abhängig sind (und ich meinen Technikkram aus China bestelle)?

Eigentlich habe ich es schon oft beantwortet.

Wir treiben hier Frauenförderung und Feminismus, Geisteswissenschaften und Selbstzerstörung.

Seit Jahren hat man alles getan, um jegliche Technik auszubremsen, zu beschimpfen, zu beschuldigen, zu verhindern, zu besteuern, kaputt zu machen, und die Professuren mit befähigungslosen Quotenfrauen zu befüllen. Eine Internet=Neuland-Kanzlerin, eine Strickliesel als Internetbotschafterin, eine Ärztin als Cyberkriegerin und eine Politikwissenschaftlerin als „Staatsministerin für Digitalisierung”, von der mir auch keine Tätigkeit einfällt, als dass sie in hässlichem Latex-Dress auf einer Spielemesse auftauchte. Produktives Ergebnis: Null. Rohrkrepierer wie De-Mail und Kinderpornosperre. Nun ist die Cyberkriegerin (noch nicht ganz) Präsidentin der EU-Kommission, und alles, was ihr da zu Digitalem einfällt, ist, so schnell wie möglich eine Liste ethischer Bedenken zu errichten und eine Gremium von Bedenkenträgern einzurichten.

Und natürlich ja nichts unbesteuert lassen, alles bürokratisieren.

In China ist es umgekehrt. Da wird alles gefördert und beschleunigt, was China technologisch vorankommt. Ich war mal mit der Gesellschaft für Informatik auf Exkursion in Peking. Das einzig positive und nützliche, was ich von der GI je erlebt habe, war deren Tätigkeit als Reiseveranstalter. Zum Thema Informatik sind mir da auch keinerlei Heldentaten oder Ergebnisse bekannt außer dass ich von denen mal Aufkleber „Ich bin eine Null dank Informatik” bekommen habe (von Frauen gemacht und sollte witzig sein, sie hatten auch welche mit „Eins” und wollten auf Null und Eins anspielen, es hat aber nie jemand gelacht). Dafür sind sie stark darin, Diversität und Frauenquoten zu fordern, und eben Reisen nach China zu machen um zu schauen, warum es bei denen geht und bei uns nicht. In der Informatikfakultät und der Firma, in der wir dort waren, sagten sie nichts von Frauenquoten, da ging es nur um Technik und Fortschritt.

Ich habe mich lange gewundert, warum die Chinesen den Technikkram nicht nur so billig anbieten können, sondern der Versand nach Deutschland meist auch noch gratis oder für Pfennige mit drin ist. Neulich berichteten sie irgendwo, dass die den Versand nicht mal selbst zahlen müssen, sondern der Staat den Transport kostenlos erledigt, um die eigene Industrie zu fördern. Hier dagegen machen sie den Firmen das Leben schwer und werfen ihnen die Scheiben ein.

Warum also haben wir jetzt das dämliche 5G-Gejammer und die Bettelei, es doch aus China zu kaufen, aber nicht die Frage, wie es innerhalb von nur 30 Jahren so weit kommen konnte, dass wir auf China angewiesen sind und nicht die auf uns? Davon 15 Jahre unter Merkel?

Warum wird das nicht mal im Fernsehen untersucht, wie es überhaupt zu diesem Technologieabsturz kommen konnte, wir von der 1. Welt in die 2. Welt zurückgefallen sind?

Warum beispielsweise die Grünen sich damit profilierten, ISDN und Datenfernübertragung verbieten zu wollen?

Was, haben wir in den letzten 30 Jahren in der IT eigentlich getrieben, erfunden, beigetragen?

Außer ISDN, BTX und MP3 fällt mir da jetzt eigentlich nicht viel Großes ein. ISDN und BTX sind lange tot und aus MP3 haben nur die Amerikaner und die Asiaten was gemacht. Und alle drei sind älter als 30 Jahre. Also eigentlich gar nichts als Antwort auf die Frage. Schaut man in anderen Ländern in den Museen nach deutscher Informationstechnik, findet man als letzte beeindruckende und Respekt verdienende Technik die Enigma, die Lorenz-Schlüsselmaschine und die V2-Rakete. Nazi-Technik. Und vielleicht am Rande noch Zuse.

Wohin?

Ich frage mich schon die ganze Zeit, wovon Deutschland eigentlich in 10 oder 20 Jahren leben will.

Autos? Wohl kaum. Wird ja kaputt gemacht.

Informationstechnik? Nach Zuse kam nichts mehr.

Elektronik? Fernost.

Waffentechnik? Nicht konkurrenzfähig und politisch problematisch.

Brot? Kommt aus der Mode.

Kameratechnik? Zeiss und Leica gibt es noch als Partner von Sony und Panasonic. Kleinkram.

Was mir in diesem sozialistischen Budenzauber so völlig fehlt, ist ein Plan, eine Vorstellung, eine Idee, wovon wir in 10 oder 20 Jahren eigentlich leben sollen.

Womit wir dann überhaupt noch das Geld verdienen sollen, um uns Technik aus China zu kaufen.

Quelle

Ein Kommentar im New York Times Magazin betont die positive Seite an Kaliforniens Stromabschaltungen

CHRIS WHITE

Im New York Times Magazin suggeriert Abrahm Lustgarten, dass die absichtlichen Strom-Lastabschaltungen in Kalifornien auch einen positiven Aspekt hervorrufen: Für die Menschen werden die Auswirkungen deutlich, die auf sie warten, wenn der Klimawandel nicht bekämpft wird.

Die Entscheidung des größten Energieversorgers Kaliforniens, große Teile des Energieversorgungsnetzes abzuschalten – zwingt die Bürger dazu, zu merken, wie es sein wird, wenn der Klimawandel nicht angegangen wird –  so der Leitartikel des New York Times Magazine am 22.Oktober 2019. Der ProPublica-Reporter Abrahm Lustgarten erinnerte sich daran zu betonen, dass die Stromausfälle für viele Menschen schlecht sind:

„Aber ein obligatorischer Blackout hat einen radikal positiven Effekt. Durch den plötzlichen Entzug der Stromversorgung – das unsichtbare Lebenselixier unserer nicht nachhaltigen Wirtschaftsordnung – hat PG & E [der Energieversorger] die apokalyptische Zukunft der Klimakrise für einige der bequemsten Menschen des Landes unmittelbar und unübersehbar gemacht.“

Abraham Lustgarten fügte hinzu: „Es ist leicht, den Klimawandel im Herzen der Industrieländer zu ignorieren. Aber Sie können ihn nicht übersehen, wenn die Lichter ausgehen. Die Stromausfälle haben die unangenehme Tatsache entlarvt, dass die Infrastruktur, die wir über viele Jahrzehnte aufgebaut und gewartet haben, nicht den Bedrohungen entspricht, denen wir in unserem sich rasch entwickelnden Klimanotfall ausgesetzt sind“.

Lustgartens Kommentare kamen, nachdem Pacific Gas & Electric am 9. Oktober eine tagelange Stromunterbrechung eingeleitet hatte, um die Gefahr von Waldbränden im nördlichen Teil des Bundesstaates einzudämmen. Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom kämpft bereits mit vielen weiteren Problemen, während die Aktionen von PG & E die Lage verschlechtern.

[eine radikale neue Anstrengung des örtlichen Energieversorgers in Nordkalifornien, um Waldbrände zu vermeiden. Der Wasserversorger, der mit dem Ausfall seiner Pumpen konfrontiert war, empfahl, die Badewannen vor der Abschaltung zu füllen.]

Der Strom wurde für 513.000 Haushalte und Unternehmen im nördlichen  Kalifornien am Mittwochmorgen abgeschaltet, wie USA Today  berichtet. Weitere rund 234.000 Kunden erwartet Stromabschaltungen am Mittwochabend. Einige Gebiete in Nordkalifornien hatten 2018 mit massiven Waldbränden zu kämpfen, die große Landstriche brannten und mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.

https://dailycaller.com/2019/10/23/california-gas-taxes-climate/

Was bedeuten Rolling Blackouts [Lastabschaltungen] und himmelhohe Benzin und Erdgaspreise für Gouverneur Newsoms Amt als Gouverneur?

CHRIS WHITE

[…] Das kalifornische Energieversorgungsunternehmen Pacific Gas and Electric (PG & E) hat eine tagelange Stromunterbrechung eingeleitet, um die Gefahr von Waldbränden im Norden des Bundesstaates einzudämmen. Newsom, der frühere Bürgermeister von San Francisco, hat bereits mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, als die Entscheidung von PG & E noch hinzukam.

„Was passiert ist, ist inakzeptabel. Und es ist passiert, weil man es vernachlässigt “, sagte er auf einer Pressekonferenz am Donnerstag und bezog sich auf die Entscheidung, die Energiezufuhr im ganzen Bundesstaat zu abzuschalten. „Diese aktuelle Operation ist nicht akzeptabel. Die gegenwärtigen Bedingungen und Umstände sind nicht akzeptabel. “

Die Stromabschaltungen in Kalifornien haben zu dieser Zeit viele Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen, die auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen waren. Auch Newsom wird mit Stromausfällen konfrontiert, obwohl sich seine Situation erheblich von der seines Vor-Vorgängers Davis unterscheidet [dieser verlor dann gegen Arnold Schwarzenegger].

Tausende Menschen haben in Kalifornien die Energiezufuhr verloren, als PG & E vorbeugende Abschaltungen einleitete. Ein Schritt, den das bankrotte öffentliche Versorgungsunternehmen für nötig hielt, um potenzielle Waldbrände zu verhindern. ….

Die Ermittler bestimmten, dass die [defekten] PG & E Stromleitungen und Wandler mindestens ein Dutzend große Brände in  2017 auslösten. Beamte untersuchen immer noch die Ursachen von mehreren großen Bränden in 2018, darunter das Feuer  in Paradise, Kalifornien, bei dem 86 Menschen getötet und die Stadt zerstört wurde.

PG & E hat es auch noch mit dem Makel zu tun, 2016 wegen Verstoßes gegen Sicherheitsbestimmungen verurteilt worden zu sein, nachdem eine seiner Erdgasleitungen explodiert war.

….

https://dailycaller.com/2019/10/12/newsom-california-gas-prices-fires/

Beweise zeigen, dass die Obama-Politik Waldbrände verschärft und nicht die globale Erwärmung

Andrew Follet, 12. November 2015

[…] Wissenschaftler und Gesetzgeber machen die Politik von Präsident Barack Obama für die jüngsten Waldbrände verantwortlich, nicht für die globale Erwärmung.

„Die Wälder unserer Nation sind krank und brennbar, müssen es aber nicht sein. Ein korrektes Management würde die Widerstandsfähigkeit gegen Waldbrände erhöhen. “, Sagte Julia Slingsby, Pressesprecherin des House Committee on Natural Resources bei der Daily Caller News Foundation. „Leider halten radikale Umweltgruppen die Wälder unserer Nation als Geiseln. Der Präsident sollte über Foren hinausgehen und das Waldbrandproblem lösen, indem er das Resilient Federal Forests Act unterstützt, das im Sommer dieses Jahres vom Parlament verabschiedet wurde.

… Wissenschaftler, die die globale Erwärmung und das Brandverhalten untersuchen, bezweifeln den Zusammenhang zwischen den jüngsten Waldbränden und der globalen Erwärmung. Der Klimawandel-Spezialist der Universität von Colorado, Roger Pielke Jr., berichtete der Los Angeles Times im Oktober sogar, dass andere Demokraten, insbesondere der kalifornische Gouverneur Brown, sich für „Korruption für wohltätige Zwecke“ einsetzen , um die globale Erwärmung politisch und nicht wissenschaftlich zu bekämpfen. Pielke führt weiter aus, dass Versuche, die jüngsten Waldbrände dem Klimawandel zuzuschreiben, den Erkenntnissen der Wissenschaftler zuwiderlaufen.

Studien des National Institute of Standards and Technology und der US-Forstdienst-Managementpläne haben gezeigt, dass  Ausdünnung, kontrolliertes Abbrennen und andere Managementpraktiken ,die meisten katastrophalen Waldbrände verhindern würden.

[…]

https://dailycaller.com/2015/11/12/evidence-shows-obama-policies-exacerbate-wildfires-not-global-warming/

Zusammenstellung und Übersetzung durch Andreas Demmig

Quelle

Extinction Rebellion kostet London Millionen

Die Ökoterror-Vereinigung „Extinction Rebellion“ verursachte mit ihren Straßen – und Brückensperren der Stadt London bislang laut „Daily Mail“ rund 43 Millionen Euro Kosten.

Die grünen Oberschichtkinder Europas protestieren gerne zur Rettung der Welt, der Natur usw. und so fort. Bei den Blockaden deutscher KKW-Müll-Transporte wurde gezielt mit dem Argument immer höherer Kosten für die Sicherheitskräfte gearbeitet, um die Transporte beziehungsweise die Kernkraft untragbar teuer zu machen. Arbeitet Extinction Rebellion XR nun mit derselben Strategie? Das wäre nicht zu empfehlen, da, wie wir kürzlich berichteten, XR-Leute beim Blockieren einer Ubahn von wütenden Pendlern verdroschen wurden.

Die Blockaden der angeblichen Klimaretter im April mit über Tausend Verhaftungen verursachten der Londoner Polizei Zusatzkosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro, und das in wenigen Tagen! Am 7.Oktober legten die Bürgerkinder nach und störten den Verkehr am Flughafen, am Fischmarkt, am Fleischmarkt und an diversen Straßen und Brücken. Wo haben die ihr Personal her? Aus Deutschland? Wundern würde es nicht. Die Polizei verhaftete 1.800 Personen und beschlagnahmte 80 Tonnen (!) Ausrüstung. Kosten diesmal: Über 24 Millionen Euro, davon sechs für Zuziehung auswärtiger Kräfte und dreieinhalb Millionen für Überstunden. Die Demonstranten wurden von ihrer Führung angewiesen, sich unkooperativ zu verhalten, was die Polizei dazu zwang, bis zu acht Beamte pro Demonstrant einzusetzen.

Ist die Polizei der Terror- und Kriminalitäts-geplagten Weltstadt solches Theater nicht gewöhnt und steckt solchen Zusatzstreß locker weg? Mitnichten – laut Daily Mail sind allein die horrenden Kosten des XR-Terrors eine spezielle Belastung. Das SEK „Gewaltverbrechen“ habe zum Beispiel nur einen Jahresetat von etwa 17 Millionen Euro. Die Betreuung der abenteuerlustigen Klimakinder ziehe daher Ressourcen aus anderen Tätigkeitsbereichen ab.

Was tun? sprach Zeus. Im Prinzip wäre es einfach: Blockaden sollten in Zukunft nicht mehr als Bagatelldelikt behandelt werden. Wer Millionen Kosten verursacht und das Wirtschaftsleben der Bürger unterbindet, ist schlimmer als ein Post- oder Bankräuber, der nur einem einzigen Marktteilnehmer viel geringere Verluste beschert. Der Räuber aber geht lange in Haft, wenn er vor Gericht landet, was den diversen Öko- und Klimademonstranten höherer Herkunft in der Regel nicht passiert. Blockierer sollten daher im Sinne des Rechtsstaates, der für alle Menschen eines Landes gilt, entsprechend zur Kasse gebeten oder in Haft genommen werden.  Da es viele treffen würde, wären Solidaritäts-Aktionen des unterstützenden radikalen Milieus kaum mehr möglich. Außerdem würden sich die empfindsamen Bürgerkinderdemonstranten dann sehr genau überlegen, was sie tun. Monatelange Haft oder Tausende von Euros für jede Abenteuerdemo, die die Eltern bezahlen müßten, sind inakzeptable Kosten für die „Weltrettung“.

Quelle

Merkel-Interview: Kein Missgriff, eine Frechheit


Die Kanzlerin hat Spiegel-Online ein bemerkenswertes Interview gegeben. Zum einen, weil Interviews der Kanzlerin ohnehin rar sind und für gewöhnlich zweckdienlich vor Wahlen gewährt werden. Zum anderen, weil es dann doch einige interessante Einblicke bietet.

Da ist gleich eingangs die Frage, was aus ihr wohl geworden wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre und die DDR heute ihren 70. Republikgeburtstag (wie es ehedem hieß) gefeiert hätte. Nun mag die Vorstellung des Fortbestandes der DDR auch in deren vormaligen Insassen Unterschiedliches wachrufen. Bei mir, das gebe ich zu, ist es ein heftiger Abwehr-Reflex, die unbändige Freude über das damalige Ende und düstere Ahnungen darüber, wie ein Leben unter fortlaufender SED-Herrschaft wohl ausgesehen hätte.

Angela Merkel sagt: „Ich hätte immerhin schon meinen Traum verwirklichen können: In der DDR gingen die Frauen mit 60 in Rente, ich hätte mir also schon vor fünf Jahren meinen Reisepass abgeholt und wäre nach Amerika gereist. Rentner hatten ja Reisefreiheit in der DDR – wer als sozialistischer Erwerbstätiger nicht mehr gebraucht wurde, durfte raus.“

Das mag launig dahingesagt sein, und vielleicht ist es heute auch bis in die Spitzen der Union irgendwie unmodern geworden, als „Kalter Krieger“ zu gelten. Es kann auch sein, dass die Kanzlerin es für taktisch klug hält, im Jahr des Mauerfall-Jubiläums Ost-Romantikern nicht allzu konfrontativ entgegenzutreten.

Freiheit nur bei Unbrauchbarkeit

Der geradezu besonnte imaginäre Rückblick auf ein Leben in der DDR und das Renteneintrittsalter von Frauen hat aber doch eine etwas verstörende Leichtigkeit: Kein Wort dazu, dass sich nach gängigem Verständnis lebenslanges Einsperren mit Freigang zur Rente nicht durchgesetzt hat. Kein Wort zum Menschenbild, das Freiheit lediglich bei Unbrauchbarkeit für den Arbeitsmarkt gewährt. Und vor allem: kein Wort zu dem DDR-Leben vor dem Renteneintritt mit all seinen Drangsalierungen, Schikanen, Demonstrationen und Gleichschritt. 

Wie lange hätte sie tatsächlich frei forschen können, ohne zum SED-Beitritt gedrängt zu werden? Welche Einschränkungen hätte sie in Kauf genommen für ihre Unabhängigkeit? Hätte ihr Mann auch in der DDR jene Forschungsmöglichkeiten gehabt, die ihm nach der Wende offenstanden?…

Stattdessen bringt Angela Merkel im Gespräch einen Topos, der sonst von Linken-Frontmann Gregor Gysi gern zur Belustigung des Ost-Publikums gebracht wird: den ängstlichen Wessi. „Und da ich weiß, dass in Westdeutschland damals nicht nur Mutbolzen lebten – ich erinnere mich, wie es manchen schon zu viel wurde, wenn sie mal für uns ein Buch über die Grenze schmuggeln sollten – könnte man das sicher mehr würdigen.“

Kein Missgriff, eine Frechheit 

Schon richtig: Auch in der alten Bundesrepublik war und ist der Bekennermut nicht gleichmäßig mit der großen Kelle ausgeteilt worden. Es ist aber schon ein beträchtlicher Brocken Chuzpe nötig, um über das repressive Regime generös hinwegzugehen und sich stattdessen über die Ängste seiner möglichen Opfer lustig zu machen. Dafür dann ausgerechnet das Beispiel des Bücher-Schmuggelns zu nennen, ist nicht nur ein ärgerlicher Missgriff, sondern im Grunde eine Frechheit.

Ja, viele Bundesbürger taten es, brachten Solschenizyn, Rainer Kunze und andere verbotene Bücher mit in den Osten. Dies aber als nette, folgenlose Geste abzutun, verrät doch eine gewisse Naivität. Der Journalist Jörg Kürschner saß dafür, dass es ihm nicht „zu viel“ war, einige Bücher zu schmuggeln, in Hohenschönhausen und Bautzen und dürfte sich für dieses Bonmot der Kanzlerin herzlich bedanken. Und er war nicht der Einzige. Aber vielleicht hat man bislang auch nur in der Biografie der Kanzlerin übersehen, welche mutigen Widerstandsgesten sie zu solchen Hinweisen berechtigen.

Und noch ein Punkt stößt seltsam auf in dem Interview: Im Großen und Ganzen ist Angela Merkel mit dem Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland zufrieden. „Meinungsfreiheit heißt nicht Widerspruchsverbot“, sagt sie und reagiert mit einem klaren „Nein“ auf die Frage, ob sie die Meinungsfreiheit in Gefahr sehe. Dann folgt ein interessanter Absatz:

„Natürlich muss zum Beispiel der AfD-Gründer Bernd Lucke eine Vorlesung an der Universität Hamburg halten können, das muss der Staat notfalls durchsetzen. Aber die Debatte läuft ja so, dass ein sogenannter Mainstream definiert wird, der angeblich der Meinungsfreiheit Grenzen setzt. Doch das stimmt einfach nicht. Man muss damit rechnen, Gegenwind und gepfefferte Gegenargumente zu bekommen. Meinungsfreiheit schließt Widerspruchsfreiheit ein. Ich ermuntere jeden, seine oder ihre Meinung zu sagen, Nachfragen muss man dann aber auch aushalten. Und gegebenenfalls sogar einen sogenannten Shitstorm. Ich habe das ja auch schon erlebt. Das gehört zur Demokratie dazu. In der alten Bundesrepublik gab es seinerzeit noch ganz andere Debatten, beispielsweise Ende der Sechzigerjahre, wenn ich richtig informiert bin.“

Meinung kann Folgen haben 

Das ist durchaus bemerkenswert. Die Kanzlerin selbst betont immer wieder, dass die Verrohung der Sprache zu einer Verrohung der Sitten führe, aus bösen Gedanken böse Worte und am Ende böse Taten würden. Mit anderen Worten: Wer die Diskurskultur als Dimension der Meinungsfreiheit völlig ausblendet, hat sie nicht verstanden. Völlig zu recht sind im Bundestag Transparente, Demonstrationen und andere lautstarke Artikulationsmöglichkeiten der Meinungsfreiheit verboten, weil die Debatte zwar heftig, aber mit Worten, sprich: fairen und gleichen Mitteln ausgetragen werden soll. Dies kann, darf und muss man auch für den öffentlichen Diskursraum einfordern.

Nach Merkels Lesart handelt es sich bei den niedergebrüllten Vorlesungen von Bernd Lucke um einen bedauerlichen Einzelfall. In Wahrheit hat ihre eigene Partei etwa den Juristen Sascha Ott wegen eines Likes auf einer AfD-Seite nicht zum Justizminister in Mecklenburg-Vorpommern nominiert. Der Suhrkamp Verlag distanzierte sich von migrationskritischen Äußerungen seines Autors Uwe Tellkamp, obwohl diese die legitimen Grenzen der Meinungsfreiheit in keiner Weise überschritten. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt wurde von Veranstaltungen wieder ausgeladen. Der Kabarettist Dieter Nuhr sah sich wegen Greta-kritischer Scherze üblen Verleumdungen und der Einstufung als „neuer Rechter“ ausgesetzt… Meinung kann Folgen haben.

All die Genannten können das gut aushalten. Und doch greift es zu kurz, wenn ausgerechnet die Regierungschefin Meinungsfreiheit als eine Art Guerilla-Scharmützel sieht. Motto: Müsst ihr das Echo eben aushalten. Meinungsfreiheit bedeutet auch, innerhalb des Verfassungsbogens neben Widerspruch eben nichts aushalten zu müssen. Sonst sind wir schnell wieder beim Thema DDR. Siehe oben. Foto: StopWatchingUs CC0via Wikimedia Commons

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

Quelle

Gau im Illusionsreaktor (3) – den Wahnsinn anschaulich machen

Ja – ich gebe zu: Detail sind manchmal nervig – da stampft der rechte Grüne mit dem Fuß auf uns wechselt das Thema! Oder er fängt an zu brüllen oder er behauptet der Gegenüber sei früher einmal bei der Ölindustrie gewesen. (Und sei es als Portier wärend des Studiums!)Nichts ist einfach! LJF05112019

Der physikalische Unsinn der Energiewende begann schon mit den Namen „Erneuerbare Energie“. Energie kann nach den Hauptsätzen der Wärmelehre nämlich nicht erneuert werden. Und sie lässt sich auch nicht wenden. 

Ich will hier keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, davon gibt es bereits genug. Ich will versuchen, mit einigen einfachen Vergleichen den Energiewende-Unfug auch denen verständlich zu machen, die sonst nichts mit Physik am Hut haben. Und ja, natürlich hinken meine Vergleiche. Ich werde trotzdem versuchen, mal eben kurz zu erklären, wie das Stromnetz funktioniert, was Energiedichte ist und was die deutsche CO2-Reduzierung zur Weltrettung beitragen kann – deshalb ist es ein langer Artikel geworden. 

Fangen wir damit an, ob das Ziel der Deutschen Energiewende, den CO2-Ausstoss in Deutschland zur Rettung des Klimas um irgendeine Prozentzahl – seien es 60 oder gar 96 Prozent – zu senken, überhaupt Sinn macht. Kann das vergleichsweise kleine Deutschland nennenswert zur weltweiten Klimarettung beitragen?

Der Eiffelturm und ein Blatt Papier

Die Atmosphäre besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff und zu 21 Prozent aus Sauerstoff – das sind 99 Prozent. Argon, Dämpfe und Spurengase machen 0,93 Prozent aus. Jetzt sind wir sozusagen beim DDR-Wahlergebnis: 99,93 Prozent, immer noch ohne CO2. 

Nur 4.000 von 10 Millionen Molekülen in der Atmosphäre sind CO2, das sind 0,04 Prozent. Von den 4.000 CO2-Molekülen sind 120 menschengemacht. Von diesen 120 menschengemachten CO2-Molekülen stammen drei (3) aus Deutschland, das sind 0,00003 Prozent der Atmosphäre. Drei CO2-Gasmoleküle von 10 Millionen Gasmolekülen in der Atmosphäre sind Gasmoleküle aus Deutschland. Der deutsche Beitrag zum weltweiten CO2 ist so viel, wie ein Blatt Papier im Vergleich zum Eiffelturm.

Um sich das bildlich vorstellen zu können, machen wir mal einen Höhenvergleich daraus: Wenn die Erdatmosphäre so hoch wie der Eiffelturm (324 m) wäre, dann wäre 

  • Stickstoff etwa 253 m hoch, so wie der Messeturm in Frankfurt. 
  • Sauerstoff wäre 68 m hoch, so etwa wie die Thomaskirche in Leipzig. 
  • Argon und die Spurengase wären 3 m hoch, wie das Goethe-/Schiller-Denkmal in Weimar. 
  • CO2 wäre so hoch wie ein Kugelschreiber, etwa 13 cm. 
  • Und der deutsche Anteil am CO2 wäre so hoch wie ein Blatt Papier, nämlich 0,1 mm.

(Danke an die Ersteller dieses sehenswerten Videos

Deutschland will eine gigantische energetische Transformation einleiten, die das gesamte Leben der Gesellschaft umkrempelt und möglicherweise zur De-Industrialisieung führt: wegen 0,00003 Prozent CO2? Die Welt wird jedenfalls auch dann nicht gerettet werden, wenn Deutschland sich samt seiner Bevölkerung aus unergründlichen Gründen plötzlich in CO2-freie Luft auflösen würde.

Wie funktioniert ein Stromnetz?

Wenn Deutschland dennoch eine Dekarbonisierung der Stromerzeugung versuchen will – ist es dann technisch möglich, die Versorgungssicherheit ohne großtechnische Speicher zu gewährleisten?

Waren Sie, lieber Leser, schon einmal in einem alten Fabrikmuseum? Da gibt es eine große Welle mit vielen Riementreibrädern unter der Decke – so lang wie die ganze Werkhalle. Diese Welle dreht sich mit konstanter Drehzahl, angetrieben von einer Dampfmaschine über einen Riementrieb auf der einen Seite. Diese Welle versinnbildlicht das Stromnetz. Das Netz stellt physikalisch eine starre Welle dar, die sich mit 50 Umdrehungen pro Sekunde im ganzen Land – von München bis Hamburg – überall gleich dreht. Die Stromnetzwelle wird von tausenden „Dampfmaschinen“ – den Kraftwerken – angetrieben, und Millionen Verbraucher können, ohne zu fragen, beliebig Verbraucher zuschalten. 

In unserem Museum stehen unter der Welle in Reih und Glied die Werkzeugmaschinen. Das sind die Verbraucher. Jeder Arbeiter in der Halle kann jetzt bei Bedarf den Treibriemen seiner Maschine auf die sich drehende Welle werfen (daher kommt der Ausdruck: „den Riemen auf die Orgel werfen“) und somit Last abnehmen – also in unserem Sinne Strom verbrauchen. Rein physikalisch sinkt jetzt durch die neue Belastung die Drehzahl der Welle. (Etwa wie bei einem Auto, das plötzlich den Berg hoch muss). Die Dampfmaschine „gibt etwas mehr Gas“, der Fliehkraftregler öffnet die Dampfzufuhr und hält die Drehzahl konstant. 

Wenn jetzt viele Arbeiter gleichzeitig den Riemen auf die Orgel werfen, dann MUSS die Dampfmaschine stark genug sein – und zwar sekundengenau – um die Drehzahl konstant zu halten, sonst dreht sich die Welle durch die Überlast immer langsamer. (Das ist wie beim Auto: Wenn der Motor nicht genug Leistungsreserve für den Berg hat, geht die Drehzahl runter und der Motor wird eventuell „abgewürgt“). 

Wie man das Netz „abwürgen“ kann und was dann passiert

Bei unserem Stromnetz darf sich die Welle aber nur minimal langsamer als 50-mal pro Sekunde drehen, schon bei unter 49 Umdrehungen pro Sekunde fallen ganze Teile des Netzes aus, bei 47,5 U/sec wird es „abgewürgt“ – die Kraftwerke fallen aus, es kommt zum Blackout

Das System muss so ausgelegt werden, dass sich die Drehzahl unserer „Netzwelle“ weder nach oben oder nach unten ändert, sonst bricht das Netz zusammen, und es gibt einen Blackout. Beim Blackout fällt die Dampfmaschine aus, die Welle bleibt stehen und nichts geht mehr. Die Netzbetreiber können ein Lied davon singen, was bei Halbzeitpausen von populären Fußballspielen im Netz passiert, wenn Millionen von Zuschauern plötzlich in Klo oder Küche Licht anmachen und Kaffeekessel oder Bratpfanne anwerfen.

Das bisherige Stromnetz war für solche Belastungsschwankungen ausgelegt. Große Kraftwerke konnten wetterunabhängig Tag und Nacht Grundlast liefern und die Welle konstant drehen. Die Belastungsschwankungen wurden durch Mittel- und Spitzenlastkraftwerke vom Netzbetreiber sauber ausgeregelt, die Netzwelle drehte sich konstant mit 50 Umdrehungen pro Sekunde, egal was die Kunden machten.  

Wenn Kunden von launischen Stromquellen abhängig werden

Deutschland hatte eine der zuverlässigsten Stromversorgungen der Welt und Stromausfälle waren unbekannt – der Strom kam in Deutschland seit mehr als 50 Jahren aus der Steckdose. Durch die Energiewende wird nun die ganze Funktionalität des Netzes umgebaut. Das Netz muss jetzt in die Lage versetzt werden, den Strom von abertausenden kleinen Stromquellen wie Windräder und Solardächern „einzusammeln“ und dann wieder an Millionen Kunden zu verteilen und dabei immer die 50 Umdrehungen pro Sekunde einzuhalten. Die „erneuerbaren“ Stromquellen sind dazu noch wetter- und tageszeitabhängig. Jetzt machen also nicht nur die Kunden im Stromnetz, was sie wollen, sondern auch noch die Stromerzeuger. Wo früher fünfmal im Jahr eingegriffen werden musste, sind es heute tausende Male.

Mit jedem Windrad, was ans Netz geht, wird dessen konstante Drehzahlregelung des Stroms schwieriger. Mit jedem Großkraftwerk, das vom Netz geht, wird die Unsicherheit der Versorgung größer. Bei Flaute oder Dunkelheit reicht die Erzeugung nicht mehr und die Drehzahl geht runter. Ohne Großkraftwerke könnten nur noch die Nachbarn, die Strom noch mit Kernkraft oder Kohle herstellen, die Versorgungslücken ausgleichen. Anders wäre es, wenn es großtechnische Stromspeicher gäbe, was mitnichten der Fall ist. Die einzige Möglichkeit: Der Strom muss für die Verbraucher rationiert werden, anders geht es nicht. Wer etwas anderes behauptet, hat in Physik nicht aufgepasst oder schwindelt.

Der gern gepflegte Mythos der Energiewende: „Irgendwo ist immer Wind“ ist ungefähr so wahr, wie der Slogan „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“. Eine umfassende Auswertung der Wetterdaten über viele Jahre durch die VGB (Vereinigung der Grosskesselbetreiber) ergab, dass es durchaus und nicht selten europaweite Dunkelflauten gibt (hier und hier, beide Studien können komplett heruntergeladen werden). 

Für eine der nicht seltenen zweiwöchigen Dunkelflauten würde man zur Stromversorgung Deutschlands 21 Terawattstunden Speicherkapazität benötigen. Es sind aber nur 0,04 Terawattstunden vorhanden. Das sind die 36 deutschen Pumpspeicherwerke – alle anderen Speicher tragen gar nicht messbar bei. Um also die zweiwöchige Dunkelflaute zu beherrschen, benötigt man zusätzlich 17.500 Pumpspeicherwerke der gängigen Größe, die es nicht gibt und die man auch schon auf Grund geologischer Gegebenheiten in Deutschland nicht bauen kann.

Schweinshaxe oder Gemüsebrühe – was stillt den Hunger?

Die „erneuerbaren“ Energien haben neben ihrer Unzuverlässigkeit noch ein weiters schwerwiegendes Problem. Sie haben eine niedrige „Energiedichte“. Was ist das nun wieder? Das lässt sich am besten am Vergleich mit gutem Essen festmachen. 

Die mittelalterlichen Energiequellen Sonne und Wind haben eine extrem niedrige Energiedichte. Es braucht riesige Geräte oder Flächen, um damit wenig Strom erzeugen zu können. Das ist vergleichbar mit einer Gemüsebrühe ohne Gemüse – man muss die Brühe literweise löffeln und wird nicht satt. Deshalb waren die Menschen im Mittelalter im wahrsten Sinne des Wortes energiehungrig. Auch die biologischen Energieträger Holz und Energiepflanzen haben eine niedrige Energiedichte – zu vergleichen mit einer dünnen Gemüsesuppe, die nicht vorhält. Wegen der niedrigen Energiedichte braucht man für die Versorgung von Bioreaktoren so riesige Anbauflächen. 

Die fossilen Energieträger Öl und Kohle, auch Erdgas unter Druck, haben eine recht gute Energiedichte, vergleichbar mit einer reichhaltigen Erbsensuppe mit Speck und Würstel. Man wird satt und es hält vor. Mit einem Tank Diesel können Autos tausend Kilometer fahren. 

Die höchste bekannte Energiedichte hat die Kernenergie. Das ist wie Grillhaxe mit Buttercremetorte und Schlagobers obendrauf. Die Energiedichte von Uran ist extrem hoch. Die Spaltung von 1 kg Uran setzt ca. 24.000 Megawattstunden = 24 Millionen Kilowattstunden Wärme frei – gleich viel wie die Verbrennung von ca. 3.000 Tonnen Steinkohle. 

Die Energiedichte der „Erneuerbaren“ lässt sich kaum noch verbessern, sie ist physikalisch begrenzt. Selbst in der Sahara um die Mittagszeit kommt nur eine bestimmte Menge Sonnenlicht pro Quadratmeter an. Da hilft auch der revolutionärste Kollektor nichts, mehr als ankommt, kann nicht herauskommen – sonst wäre es ein Perpetuum mobile. Im gängigen Szenario der Bundesregierung erfordert allein die in der Planung „onshore“ angesetzte Windenergie im Mittel – über Stadt und Land verteilt – alle 2.5 Kilometer im Raster ein Windrad. Für die Sonnenenergie sind zusätzlich Solarzellen mit einer Zellenfläche von mehr als tausend Quadratkilometern erforderlich. Dies, obwohl alle Vorteile der „Sektorkopplung“ (Kraft-Wärmekopplung, Wärmepumpen und Speicher usw.) in die Schönrechnung schon einbezogen sind. Wie realistisch so etwas ist, mag jeder selbst beurteilen.

Immer neue Wunderwaffen werden angekündigt

Merkel fordert nun eine „nationale Kraftanstrengung“ zur Bewältigung der „Riesenaufgabe des Kohleausstiegs“. Eifrigst strengen sich die Medien an und künden, im Wochentakt und ohne rot zu werden, von immer neuen Energiewendewunderwaffen, von der Schusterkugel bis zum Raschelkraftwerk

Ein paar Beispiele für Hoffnungsträger der Energiewende: 

Da wäre die Kernfusion. Nur, da gibt es die „Haferburgsche Fusionskonstante“. Die besagt, dass es noch genau 50 Jahre bis zur Industriereife dieser Technologie dauert – unabhängig vom Zeitpunkt der Betrachtung (Ironie aus). Und ich möchte sehen, was die Grünen dazu sagen, wenn Deutschland den Bau des ersten großen Kernfusionsreaktors bei Stuttgart plant.

Oder – es klingt wunderbar: Aus überschüssigem Windstrom Wasserstoff erzeugen, der zum Beispiel in Brennstoffzellen eingesetzt werden kann. Oder gar in einem weiteren Schritt, der Methanisierung, Gas erzeugen, das gleichzeitig einen riesigen Speicher darstellen kann, wenn wir einmal eine Dunkel-Flaute über zwei Wochen haben. Dieses Gas dann wieder zu verbrennen („Rückverstromung“) ohne erneuten CO2-Ausstoß – das sind die großen Pläne. Auch künstliche Kraftstoffe mit hoher Energiedichte letztlich aus Ökostrom herzustellen, wäre eine tolle Idee. Brecht sagt dazu:

„Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch ‚nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.“ 

Ich habe ein Problem mit Verfahren mit extrem niedrigem Wirkungsgrad, wie bei der Elektrolyse, der Methanisierung oder gar der „Rückverstromung“. Wirkungsgrade der Umwandlungsketten multiplizieren sich nun einmal und wenn am Ende 0,25 herauskommt, kann man das als Ingenieur nicht gut finden – weil es nicht bezahlbar ist. Eine Kilowattstunde kostet dann beim Kunden mehr als einen Euro statt 30 Cent. Und ich habe ein Problem damit, dass der Wasserstofftank eines Autos 300 Bar aushalten oder auf minus 250 Grad Celsius gekühlt werden muss, um auf akzeptable Reichweiten zu kommen. 

Neckarsonne – der größte Mogelantrieb der Welt

Mal eine kleine Anekdote, wie Sie mit Halbwahrheiten bei der Energiewende veräppelt werden: Haben Sie schon mal von dem Projekt des „Heidelberger Solarschiffes Neckarsonne“ gehört?  Die Medien jubeln: „Der weltweit größte Solarkatamaran auf dem Neckar. Angetrieben von der Kraft der Sonne gleitet er bei 50-minütigen Rundfahrten über den Fluss. In den zwei Bistrotheken auf der „Neckarsonne“ gibt es Speisen und Getränke in reichlicher Auswahl. Das Schiff kann auch für besonderes Anlässe, wie Firmen- oder private Feiern, gemietet werden“.

Nun rechnen wir mal nach: Ein Haarfön oder ein Tauchsieder haben typisch 2.000 Watt (2 kW) Leistungsaufnahme. Das Heidelberger „Solarschiff Neckarsonne“ benötigt bei voller Fahrt 54 kW. Um die zu erzeugen, verfügt es über ca. 20 Quadratmeter Solarzellen, die mit schrägem Lichteinfall bestenfalls 1 kW beisteuern. Das reicht nicht für einen Haarfön und kaum für die Bordküche. Das Solarschiff gleitet also komplett mit Energie aus dem öffentlichen Stromnetz für die Ladung seiner Batterien über den Fluss – 50 Minuten lang. Dann muss es wieder an die Steckdose. 

Zum Glück geht es dem Smart-Grid wie dem BER

Das Zauberwort der Energiewender heißt „Lastmanagement mit dem Smart-Grid“. Frei übersetzt heißt das: Strom gibt es eben nur dann, wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Oder es gibt Strom auf Marken. 

Zum Glück geht es dem Smart-Grid wie dem BER, es funktioniert nicht. Sollte es eines Tages wirklich mal funktionieren, gäbe es Stromtarife je nach Wind und Sonne. Ihr Smartmeter-Zähler zu Hause würde entscheiden, wann ihr Fernseher oder Geschirrspüler läuft oder das Elektroauto geladen wird. Ich überlasse es Ihrer Fantasie, was das für die Verbraucher bedeutet. Nur eines ist sicher – beim Lastmanagement werden Einige gleicher sein als die anderen Gleichen. Für die Industrie ist das teilweise heute schon der Fall, Großverbraucher werden bei Bedarfslücken abgeschaltet – und müssen vom Steuerzahler dafür üppig entschädigt werden. Werden künftig bei Stromabschaltungen zu Hause dann die Steuerzahler vom Steuerzahler entschädigt?

Die Deutsche Energiewende leidet unter einem nicht korrigierbaren Konstruktionsfehler: Ohne eine bezahlbare großtechnische Speichertechnologie ist die stabile Versorgung eines Industriestaates mit Elektroenergie durch Wind- und Solar nicht zu gewährleisten. Diese Speichertechnologie ist noch nicht erfunden. Ohne eine bezahlbare, zuverlässige und großindustriell nutzbare Speichertechnologie muss die Energiewende scheitern. Es sollte uns zu denken geben, dass kein einziges Land der Welt den deutschen Vorreitern folgt – so werden aus Vorreitern schnell vom Klimawahn gepackte Geisterreiter. Ein Wahn, wenn er die Masse erfasst, entfaltet womöglich größere Zerstörungskräfte als eine Atombombe.

Im nächsten Artikel befasse ich mich mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Energiewende.

Manfred Haferburg ist der Autor des autobiografischen Romans „Wohn-Haft“. Als Schichtleiter im Kernkraftwerk kämpft er um Sicherheit gegen die Macht der Bonzen. Das macht ihn verdächtig, weil er sich auch der Einheitsbreipartei verweigert. Die Hexenprobe der Stasi ist die erfolglose Anwerbung als Spitzel. Bald steht er auf allen schwarzen Listen seines Heimatlandes. Eine Flucht misslingt und eine Odyssee durch die Gefängnisse des „sozialistischen Lagers“ beginnt. Der Mauerfall rettet ihm das Leben und ein neues Leben in Paris wird aufgebaut, während sich in Deutschland die Spitzel im Bundestag breitmachen und die ehemaligen Genossen sich gegenseitig ums SED-Erbe den Schädel einschlagen. Ein Buch, dass den Leser schier atemlos umblättern lässt. (52 Amazon-Kundenbewertungen: 4,7 von 5 Sternen)