Wie war das mit dem CO2? Wer es ganz genau wissen will – dranbleiben!

Die Zerstörung der CO2-Religion [The Destruction of CO2-Religion] – YouTube

Es erfordert zunächst ein gewisse maß an Geduld – aber es lohnt sich

Das Video erfordert zunächst etwas Geduld…bitte dabei bleiben – dann geht es richtig los!

Aber nur wer Zahlen und Mathematik zuhören mag!

Ich habe selten solche Präzision in der Ableitung erlebt!

Es erfordert zunächst ein gewisse maß an Geduld – aber es lohnt sich!

Ist die Freiheit der Forschung in Deutschland noch gegeben?

Quelle CFACT: Meinungsfreiheit

von Dr. Michael Schnell
Zweifellos, unsere Gesellschaft polarisiert sich! Da jede Seite glaubt das Recht zu haben, das Volk, die Zukunft, das Gute oder was auch immer zu vertreten, dürfen die Argumente auch einmal etwas deftiger ausfallen. Wo sind da noch die roten Linien, die eine Demokratie von einer Diktatur unterscheiden.

Als Naturwissenschaftler, der sich gern in sein Studierstübchen zurückzieht, ist man doch sehr überrascht, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen und als Übeltäter, Unbelehrbarer, Rechter oder sogar Nazi beschimpft zu werden.

Die Sprachlosigkeit der öffentlich rechtlichen Medien, das Verständnis der obersten Staatsführung und der meisten Parteien für Schulschwänzen und Blockaden des öffentlichen Raumes provozieren  mich zur Frage „Ist die Freiheit der Forschung in Deutschland noch gegeben?

Journalisten, Aktivisten, Wikipedia und sogar Politiker gehen locker mit Begriffen um, die an dunkle Zeiten deutscher Geschichte erinnern. An diesen Personenkreis und ihren Jüngern auf den Straßen möchte ich mich wenden. Es geht mir um den Begriff „Klima-Leugner“.

Dieser Begriff überschreitet eine rote Linie. Ihr wollt Antifaschisten sein, aber warum benutzt Ihr eine Formulierung, die auch aus der Nazizeit stammen könnte?

Ich denke es ist Zeit, dass ich mich hier als Wissenschaftler zu Wort melde und einmal beschreibe wie der Wissenschafts-Betrieb funktioniert. Doch zunächst: Warum ist „Klima-Leugner“  eine Diffamierung/Verleugnung, eine herabsetzende Bezeichnung anders denkender Wissenschaftler!

Was zeichnet einen Leugner aus:
„Der Leugner erklärt etwas Offenkundiges wider besseres Wissen für unwahr oder nicht vorhanden.“

Um diesen Tatbestand zu erfüllen, müssen zwei Bedingungen zutreffen: Der Betreffende ist ein Lügner (wider besseren Wissen) und der anthropogen bedingte Klimawandel ist eine Tatsache (Offenkundiges)!

Ist der anthropogen bedingte Klimawandel eine Tatsache?  Nein, es ist nur eine naturwissenschaftliche These und kein mathematisches Gesetz.

Aus der Korrelation von Ereignissen können Wissenschaftler Hypothesen aufstellen, die bei der mehrfachen Wiederholung durch andere Wissenschaftler zu einer bestätigten These werden können.

In dieser Phase befinden wir uns gerade. Es spielt keine Rolle wie viele Zustimmungen und wie viele Ablehnungen es gibt, bei der Wissenschaft geht es immer, oder sollte es zumindest, um Wahrheit und nicht um Demokratie.

Schon allein das Argument einer 97-99%igen Zustimmung zum Klimawandel zeigt Euren deutlichen Wunsch nach einer Diktatur.  Gab es in der DDR nicht immer Wahlergebnisse von 99,X %? Wollt ihr eine Gleichschaltung der Wissenschaft mit 100%iger Zustimmung?

Fakt, es gibt Zustimmung zur These „Der menschengemachten globalen Erwärmung“.  Es gibt (erhebliche) Forschungsgelder für etablierte Klima-Institute und gemeinnützige Vereine, als selbsternannte Retter der Welt (großzügig mit Steuergeldern ausgestattet). Das reicht völlig aus für den letzten Schritt.

(Nur am Rande, Klima-Skeptiker müssen sich aus eigene Tasche oder durch Spenden finanzieren und müssen um ihre Anstellung bangen, wenn Sie noch in Lohn und Brot sind.)

Ob aus dieser These ein naturwissenschaftliches „Gesetz“ wird, entscheidet nun ein Praxis-Test über einen sehr langen Zeitraum.

Und hier liegt die Krux in der Klimatologie. Wir sprechen hier von sehr langen Zeiträumen. Vielleicht wird erst in 100 oder 200 Jahren endgültig entschieden sein, wer hier Recht hatte. Und auch das angeblich 30-jährige Kriterium als Abtrennung des Klimas gegenüber dem Wetter verdient einer Klarstellung.  Bei Warmzeiten von 10.000 und Kaltzeiten von 100.000 Jahren sind 30 Jahre nur eine Sekunde in der Zeitskala der Klimatologen. Ich bin kein Prophet, aber es kann noch viele Jahre dauern, bis hier eine Klärung eintritt.

Selbst allgemein anerkannte naturwissenschaftliche „Gesetze“ sind nicht in Stein gemeißelt und es gibt keine Garantie für die Ewigkeit. Es reicht ein einziger Wissenschaftler, der alles einreißen kann, bemerkte einst Albert Einstein. Und er musste das doch wissen, stand er Anfang des 20. Jahrhunderts mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie noch sehr einsam in der Welt der Physik.

Ich könnte noch viele andere Thesen aufführen, wie die „Vitalismus-Theorie  (vis vitalis)“ in der Chemie oder die „Lorentzsche Äthertheorie“ in der Physik, die sang und klanglos untergingen.  Oder, wie viele Jahrhunderte mussten Schüler das geozentrische Weltbild als allgemein anerkanntes „Gesetz“ pauken? Waren Johannes Kepler und Galileo Galilei auch Leugner, also Lügner?

Warum also die Verleugnung, Diskriminierung und die offensichtliche Angst vor Klima-Skeptikern? Der Zug zur Energiewende ist in der Bundesrepublik Deutschland doch längst abgefahren. Die wenigen, größtenteils in die Jahre gekommenen Klima-Skeptiker werden ihn nicht aufhalten können. Es ist zu befürchten, dass alles so kommt wie in deutscher Geschichte zuvor. Erst wenn alles in Scherben liegt, werden die „Aktivisten“ von einst begreifen, dass sie den falschen Propheten gefolgt sind, und natürlich ist dann immer nur der andere schuld.

An der Sprache erkennt man die Diktatur. Habt Ihr nichts aus Victor Klemperers Buch „LTI“ zur Sprache des Dritten Reiches gelernt? Wieso kann die Grünen-Chefin, Annalena Baerbock, fordern, dass „Klima-Leugner“ aus den Medien zu verbannen sind, ohne Euren Aufschrei?

Der Flyer der „Klima-Aktivisten“ zeigt „EIKE“ in Flammen. Nur die  EIKE-Seite? Eine Wiederholung der Bücherverbrennung? Oder sogar die Klima-Skeptiker selbst?

Die Antifa-Demonstranten fordern ganz offen die „Planwirtschaft“. Habt Ihr denn gar nichts aus der Geschichte gelernt? Glaubt Ihr wirklich eine grüne DDR.2 ist eine bessere Welt und was ist mit Bündnis 90 innerhalb der Grünen? Schon vergessen? Tristesse, Spitzel, Stasi und eine allwissende und allmächtige Partei. Die Partei, die Partei hat immer Recht! Ist es das, was Ihr wollt?

Quelle

Venedig und die Unwissenheit der Klima Angstmacher

Venedig und die Unwissenheit der Klima Angstmacher

21. November 2019 Andreas Demmig Klima 1

Demmig; Venedig und seine größte Einnahmequelle – aber auch ein Problem

Jim Steele, WuWT
Venedig besteht aus hundert miteinander verbundenen Inseln und liegt im Zentrum der flachen Lagune von Venedig. Die Inselhöhen sind niedrig und können bei Stürmen leicht überflutet werden. Die große Flut von 1966 war die schlimmste, die jemals verzeichnet wurde. Seitdem arbeitet Venedig daran, die nächste unvermeidliche Flut abzuwenden. Die Regierung konnte die Überschwemmung von 2019 jedoch nicht verhindern, da ihre Hochwasserschutzprojekte mit Korruption und anderen Schwierigkeiten behaftet waren

Venedig erlebt nun die zweitgrößte Flut seit 1966 und der Bürgermeister denkt an sein politisches Schicksal und machte sofort den Klimawandel dafür verantwortlich. Aber das ist eine Taktik, die heutzutage typisch für Politiker ist.
(In Kalifornien legte Ex-Gouverneur Jerry Brown ein Veto gegen geplante Abschaltungen des Stromnetzes ein. Kurz danach entzündeten Funken aus der maroden Stromleitung oder Schaltkästen einige der größten Waldbrände Kaliforniens, weshalb Brown natürlich den Klimawandel beschuldigte, seine politischen Misserfolge zu verschleiern.)

Wie in Abbildung 1 oben zu sehen, wird der Anstieg des Meeresspiegels in der Lagune von Venedig dadurch moduliert: wie viel Wasser gelangt aus der Adria über 3 Einlässe in die Lagune und wie schnell wird es wieder herausgespült. Um weitere Überschwemmungen zu verhindern, begann Venedig mit der Planung des Projekts MOSE: Errichtung von aufblasbaren Barrieren, die eingesetzt werden könnten, wenn die Wetterbedingungen drohende Zuflüsse aus der Adria vorhersagten. Hohe Zuflüsse aus der Adria werden von den starken Winden von Sirocco und Bora getrieben, die einen Anstieg des lokalen Meeresspiegels verursachen.

Der Untergrund [Boden], auf dem Venedig errichtet wurde, senkt sich ab, was die Verwundbarkeit erhöht. Während der geschätzte Anstieg des Meeresspiegels 1,4 Millimeter pro Jahr von 1930 bis 1970 beträgt,  sank Venedig mit einer Rate von 2,3 Millimetern pro Jahr, was größtenteils auf die Grundwassergewinnung zurückzuführen ist. Nachdem dieses Problem behoben wurde, verlangsamte sich die Sinkrate, aber Venedig sinkt weiterhin mit einer Rate von 1 Millimeter pro Jahr. Darüber hinaus hat sich aufgrund von Veränderungen im Lagunenbecken die Gezeitenamplitude geändert, was 20% des Anstiegs extremer Meeresspiegelereignisse ausmacht. Dieser Gezeiteneffekt beruhte hauptsächlich auf einer Änderung der Zuflüsse,  aufgrund des Ausbaggerns der Einlässe für den Schiffsverkehr und der Änderungen aus dem MOSE-Projekt.

Wie es für jede Katastrophe typisch geworden ist, machen die Medien sofort den „Klimawandel“ , schamlos und ohne Rücksicht auf andere Einflüsse für die Überschwemmungen verantwortlich. Andere, wie Dr. Marshall Shepherd, auf Forbes, versuchten, objektiver zu wirken, indem sie anerkannten, dass viele Faktoren zur Überschwemmung beigetragen hatten. Aber Shepherds eigentliche Absicht war es, dafür zu sorgen, dass die Menschen den Klimawandel zumindest teilweise weiterhin verantwortlich machen und dass Skeptiker voreingenommen sind, wenn sie sich nur auf Venedigs versinkendes Land konzentrieren. Die Argumente der Skeptiker enthalten jedoch noch viel mehr. Darüber hinaus hat Dr. Shepherd keine stützenden Belege zum Klimawandel für seine Behauptungen vorlegen können. Dies war jedoch zu erwarten.

Dogenpalast, Bildmontage WUWT

Wenn der Klimawandel wirklich eine bedeutende Rolle gespielt hätte, wäre zu erwarten gewesen,  dass sich die Überschwemmungen im Jahr 2019 im Vergleich zu den „natürlicheren Überschwemmungen“ im Jahr 1966 verschlimmern. Ein Vergleich der Überschwemmungen im Dogenpalast (siehe oben) lässt jedoch vermuten, dass die Überschwemmungen etwas geringfügiger ausfielen als 1966. Offizielle Messungen ergaben ebenfalls, dass der Hochwasserpegel in der Lagune von Venedig mit 74 Zoll (1,88 m) den Höchststand erreichte, womit der Rekord von 1966 von 76 Zoll (1,93 m) nicht erreicht wurde. Das Argument des Klimawandels wird weiter geschwächt, wenn man versteht, dass die Überschwemmung von 1966 bei Ebbe stattfand, im Gegensatz zu der Überschwemmung von 2019 bei extremer Flut. Darüber hinaus gibt es keine Korrelation mit der globalen Erwärmung, da die Überschwemmung im November 1966 stattfand, als Venedig die kältesten Temperaturen seit 1924 erlebte. Die jüngsten Temperaturen in Venedig liegen etwas unter den 1950er Jahren (Abbildung 2).

Die Lagune von Venedig liegt am nördlichsten Ende der Adria. Die Adria wird sowohl an der Ost- als auch an der Westgrenze von Bergen begrenzt. Diese Geographie erzeugt einen Trichtereffekt. Jeden Herbst beginnen sich die Sirocco-Winde zu verstärken. Diese Winde treiben warme Luft aus Afrika nach Norden, was wiederum das Wasser der Adria nach Norden in den „Trichter“ drückt. Das Endresultat ist, dass sich Meerwasser vor den 3 Einlässen ansammelt und die flache Lagune von Venedig überflutet. Stärkere Winde führen zu größeren Überschwemmungen. Und wenn die Winde stark genug sind, verhindern sie vorübergehend, dass Meerwasser aus den Lagunen austritt, wodurch der Meeresspiegel noch höher steigt.

Natürlich wäre es auch zu fragen, ob der Klimawandel einen zunehmenden Trend bei den Sirocco Winden verursacht hat. Aber es hat keinen Trend gegeben.

Wir sollten auch analysieren, inwieweit sich der Anstieg des Meeresspiegels auf Venedig ausgewirkt hat. Man kann mit Sicherheit behaupten, dass der Anstieg des Meeresspiegels seit 1900 etwa 100 Millimeter zur großen Überschwemmung von 1966 beitrug, da der Meeresspiegel zwischen 1900 und 1970 stetig anstieg. Zwischen 1970 und 2000 zeigt jedoch die Gezeitenanzeige von Venezia (Venedig) den Meeresspiegel, der bei 7150 Millimetern seinen Höhepunkt erreichte und dann in ein Plateau überging (Abbildung 3). Leider wurde diese Gezeitenanzeige dann an einem neuen Ort mit der Bezeichnung Venezia II installiert (umgezogen). Dort begann der Meeresspiegel in geringerer Höhe und stieg von 2001 bis 2010 wieder an, wobei er knapp 7150 Millimeter erreichte  (Abbildung 4).

Da verschiedene Teile Venedigs unterschiedlich schnell sinken, ist es schwierig zu wissen, inwieweit sich die neue Position des Gezeitenmessgeräts auf neue Schätzungen der Meeresspiegelveränderung ausgewirkt hat. Aufgrund der Unsicherheit, die durch das sinkende Land unterhalb von Venedig verursacht wird, vergleichen Forscher die Meeresspiegelentwicklung in Venedig in der Regel mit dem benachbarten Triest im äußersten Nordosten der Adria. Dort scheint das Land stabiler zu sein. Überraschenderweise ist der Meeresspiegel in Triest seit 2000 rückläufig (Abbildung 5). Es erscheint daher unmöglich, den Anstieg des Meeresspiegels in der Adria und der Überschwemmung von Venedig im Jahr 2019 den Klimawandel zuzuschreiben.

Es ist jedoch noch ein weiterer Faktor zu berücksichtigen. Die Winde in der nördlichen Adria bewirken, dass der Meeresspiegel über das nördliche Einzugsgebiet der Adria von Ost nach West pendelt. Wenn der Meeresspiegel in der Nähe von Triest sinkt, schwappt er häufig um die Lagune von Venedig herum. Dieser Anstieg des Meeresspiegels ist mit einem Anstieg des Meeresspiegels in der Lagune verbunden. Zumindest teilweise werden höhere Meeresspiegel in der Lagune von Venedig durch eine Ozeanschwingung angetrieben, die höhere Meeresspiegelstöße erzeugt. Und wenn diese Oszillation mit starken Sirocco-Winden zusammenfällt, sollte ein sinkendes Venedig mehr Überschwemmungen erwarten.

Im Gegensatz dazu ist unklar, welche Auswirkungen die globale Erwärmung hat. Vielleicht ist es vernachlässigbar. Leider hält dies die Medien nicht davon ab, die Bedrängnis in Venedig zu missbrauchen, um die Erzählung der Klimakrise voranzutreiben. Alarmisten behaupten weiterhin fälschlicherweise, dass jede Katastrophe mindestens teilweise durch die globale CO 2 -Erwärmung verursacht wurde. Traurigerweise, wie kluge Propagandisten wissen, werden die Leute anfangen, der Lüge zu glauben, wenn Sie häufig genug eine große Lügeerzählen.

Jim Steele ist emeritierter Direktor des Sierra Nevada Field Campus im US-Bundesstaat San Francisco und Autor von : Landscapes and Cycles: An Environmentalist’s Journey to Climate Skepticism

Landschaft und Zyklen: Ein Umweltschützer auf dem Weg zur Klimaskepsis

Übersetzt durch Andreas Demmig

Ergänzung:

Venedig ist eine faszinierende Stadt, die beinahe ausschließlich durch Tourismus verdient. Da ist es natürlich eine große Versuchung, auch Kreuzfahrtschiffe im Hafen anlegen zu lassen. Genaue Liegegebühren habe ich für Venedig nicht gefunden, aufgrund von anderen teuren Häfen, darf aber angenommen werden, dass zwischen 50.000 bis 100.000 Euro je nach Größe fällig sind. Hinzu kommen die Ausgaben der Touristen in der Stadt, auch wenn diese – sofern schon eingecheckt, an Bord eine Vollverpflegung genießen. Venedig plant ab 2020 eine „Kurtaxe“ von 3 € (Nebensaison) über 6 € bis 10€ je Besucher / Passagier.

Demmig; Unterhaltung für die Besucher in Venedig

Weiterhin werden Küsten der Adria durch angeschwemmte Sedimente verflacht.  Anrollende Wellen erreichen dadurch mehr Höhe. Als Beispiel sei die Hafenstadt Ephesus am Ägäischen Meer im Westen Kleinasiens, der heutigen Türkei genannt, die ich selbst besucht hatte. Die Küstenlinie hat sich über die Jahrhunderte durch Sandablagerung, klimatische Veränderung und infolge von Erdbeben verschoben, sodass die Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts liegt. Ob das auch für  Venedig aufgrund der begrenzten Zufahrtsmöglichkeiten in die Lagune zutrifft, weiß ich nicht.

Irgendwo habe ich gelesen, dass zum Schutz von Venedig ein äußerer Damm, so wie die Holländer es vormachen, richtig wäre. Für die großen Schiffe könnte dann auch außerhalb ein Terminal gebaut werden.  In Singapur hat so etwas nur rund 6 Jahre gedauert.- Demmig

Venedig-Google Maps. Man sieht den geschlängelten Wasserweg, den die großen Schiffe nehmen müssen.

Insgesamt geben Kreuzfahrtpassagiere und Crews jährlich 155 Millionen Euro in Venedig aus – Tendenz steigend.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/venedig-sucht-eine-loesung-fuer-den-lukrativen-kreuzfahrttourismus-16224984.html

Quelle

Öffentlicher Straßenverkehr in der „schönen neuen Welt“ (In ca 10-20 Jahren)

Bild von Gerhard Gellinger auf Pixabay

Von L.J. Finger

Wie wird das aussehen?

Die folgenden Betrachtungen sind keineswegs utopisch oder am Limit; der technische Fortschritt wird mit der Zeit noch viele Dinge erweitern oder verbessern.

Die Hoheit über alles was im Straßenverkehr zu regeln und zu überwachen ist wird in naher Zukunft von einer neuen und so noch nicht existierenden zentralen Verkehrsbehörde wahrgenommen.

Die Bezeichnung dieser staatlichen Einrichtung wird noch durch Brainstorming definiert werden, ich denke mal :

„Service on the road“ (SotR) könnte sich gut machen.

Erinnert so ein wenig an Wortschöpfungen wie „Entsorgungspark“. Das ist ja auch wichtig für die Akzeptanz!

„Toll Collect“ macht ja heute den „Service on the road“ für uns, wird aber wie wir sehen werden bald ganz und gar überflüssig sein.

Alle Behörden welche irgendwie mit Verkehr zu tun haben werden organisatorisch unter dieser neuen Behörde (Straßenverkehrssicherheitshauptamt) zusammengefasst.

Jede Zulassung, jede Verkehrsüberwachung und Speicherung aller Daten wird hier zentral zusammengefasst.

Das bedeutet, das jede Überwachung im Verkehr zentral von einer Stelle aus koordiniert und verwaltet wird.
Alle anfallenden Daten werden zentral gesammelt und wenn nötig an die entsprechenden Vollzugsbehörden weitergeleitet.

Wie kann das funktionieren ?

Im wesentlichen wird jeder Teilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr über eine kleine elektronische Einheit erfasst und „begleitet“.
Fußgänger sind verpflichtet ein mobiles Gerät mit sich zu führen, ähnlich der heute üblichen smart phones, evtl. auch kombiniert damit.

Alle Fahrzeuge welche am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, werden mit einem ähnlichen Gerät ausgestattet.

Auf diese Art und Weise weiß SotR immer wer wann wo und wie jemand mit welchem Fahrzeug unterwegs ist..

Sie setzen sich in ein Fahrzeug, die Innenkamera macht einen Scan Ihrer Iris, der Fingersensor scannt Ihren Fingerabdruck und macht einen schnellen Drogentest, der Atemluftsensor prüft auf Alkohol.
Sekundenschnell wird Ihre Anfrage nach Fahrerlaubnis zusammen mit den Daten des Fahrzeugs übermittelt und geprüft.

Dabei werden alle interessanten Daten kurz abgecheckt und die Erlaubnis zum Starten des Motors gegeben

  • oder auch nicht!

Haben Sie die richtige Fahrerlaubnis für dieses Fahrzeug? Sind noch Steuern für dieses Fahrzeug zu entrichten? Ist evtl. ein Hänger angebaut? Ist die TÜV Zulassung noch aktuell? Ist die Beleuchtungsanlage in Ordnung? Sind Innenraum- Front – und Heckkameras einwandfrei in Betrieb?
Wann und wie lange saßen Sie in der Vergangenheit am Steuer eines Fahrzeugs? Gibt es evtl. Bedenken der Sicherheitsorgane dagegen das Sie ein Fahrzeug führen?

Die SotR-Software checkt kurz alles ab, und im Zweifel kann es sofort losgehen!

Dann kommen die für die Einnahmeverbesserungen zuständigen Staatsorgane zu ihrem Part am Ganzen!

Jede Lichtzeichenanlage ist eingebunden und kann je nach Verkehrsaufkommen beeinflusst werden.
Natürlich weiß man auch sofort definitiv welches Fahrzeug mit welchem Fahrer bei welchem Zustand noch vorbei gefahren ist

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat gibt vor was man darf und was nicht. (Und was Fehlverhalten kostet)

Stellen Sie sich einmal vor: Keine Mautbrücke mehr – nirgendwo! Keine Blitze, keine mobilen Überwachungsfallen mehr! Was man da an Personal und Geräten einspart!

Gegen eine Gebühr können Sie bei SotR eine Funktion mieten, welche online mitteilt, das Sie einem anderen Fahrzeug zu nahe kommen, gegebenenfalls wird sogar ein Bremsvorgang ausgelöst, lange bevor sie das andere Fahrzeug sehen und sie brauchen dafür auch keinen Sensor am Fahrzeug!

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind variabel, können je nach Situation für jeden Straßenkilometer angepasst und natürlich überwacht werden.
Jedes Fahrzeug , das in ein solche Zone hinein fährt bekommt dafür ein Signal auf eine zentrale Anzeige für die zulässige Maximalgeschwindigkeit zugesendet.

Das Ganze funktioniert bei jedem Wettet!

Eine weitere Gebühr informiert sie darüber, das Unfälle und Staus gerade vor ihnen passiert sind, auch wenn sie gerade kein Radio hören.
Vor Einrichtung der Geschwindigkeitsüberwachungsanlage am äusserst gefährlichen Bielefelder Berg sind dort wahrscheinlich pro Jahr tausende von Verkehrsteilnehmern dadurch ums Leben gekommen, das sie mit ihrem Fahrzeug dort mit 120 oder gar 130 km/h bergab gerast sind! ( Bei max. 100 km/h ist dort alles gefahrlos zu befahren)

Diese Anlage spielt laut Presse so um die 15 Millionen € im Jahr ein!
Dazu müssen aber die Geräte noch finanziert, und die Anlage gewartet und in Betrieb gehalten werden.
Zusätzlich musste man noch 15 neue Mitarbeiter einstellen, um die ganzen Daten verwalten zu können!

Das kostet!

Und das alles kann komplett wegfallen! Es bleiben nur die Einnahmen übrig!

Natürlich könnte man ein Fahrzeug an dieser Stelle auch automatisch langsamer fahren lassen, aber wir wollen ja die Verkehrsteilnehmer nicht übermäßig bevormunden. Das würde doch ein wenig zu weit gehen.

Für den Erfinder des Blitzmarathons namens Jäger (Nomen est Omen) können alle Träume wahr werden :

Blitzmarathon immer und überall!

Selbst kurzfristig angelegte Beschränkungen zum überholen oder zur Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit werden lückenlos erfasst und ausgewertet.

Und – die entsprechenden Gebühren können unmittelbar vom Konto des jeweiligen Verkehrsteilnehmer eingezogen werden.
Wie bislang üblich wird zusätzlich zu dem Verwarn- oder Bußgeld auch eine Bearbeitungs- und eine Verwaltungsgebühr berechnet.
Das ist auch nicht mehr als gerecht. Die Verwaltung kann schließlich nicht umsonst arbeiten.

Fehler durch falsch aufgestellte Geräte gibt es nicht mehr!

Deswegen kann auf die Möglichkeit zur Rechtsmitteleinlage unter einer Bagatellgröße sagen wir mal von 1500,—€ verzichtet werden!

So könnte unsere überlastete Verwaltung endlich von all diesen lähmenden Aufgaben freigestellt werden – und es gibt keine Verzögerungen mehr beim Eintreiben der Einnahmen.

Wessen Konto nicht genügend Deckung verspricht, dem wird einfach keine Fahrerlaubnis erteilt!

Eine Maut kann unkompliziert für jeden gefahren Kilometer – natürlich in sozial gerecht angepasster Höhe – für jeden immer und auf jeder Straße erhoben werden!

Geräte im Fahrzeug sind überflüssig!

Macht ein Verkehrsteilnehmer einen Fehler, z.B. überfährt er das Rotsignal an einer Lichtzeichenanlage, kann er sofort bei der nächsten Haltemöglichkeit aufgefordert werden das Fahrzeug abzustellen und der Endzug der Fahrerlaubnis kann sofort und minutengenau verhängt werden.

Kameras, Blitzgeräte und das ganze Gedöns können abgebaut und der Wiederverwertung zugeführt werden.

Wenn jemand zu lange hinter dem Steuer sitzt, sein Gesicht zu lange von der Fahrbahn nimmt, oder wenn er telefoniert, oder müde wird und nicht sofort anhält- alles wird präzise erfasst.

Unsere Polizisten müssen nicht mehr mühselig mit getarnten Beamten, welche dafür u.U. stundenlang in der Kälte stehen müssen, um das Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern zu erfassen und zu beweisen.

Auf Dienstreise gewesen und auf dem Rückweg nicht die kürzeste Strecke ins Büro gefahren?

Ein kurzer Abgleich mit dem Finanzamt legt klar wie viel Kilometer Sie dienstlich und wie viel privat gefahren sind!

Auch welche Fahrzeuge wann, wo und von wem abgestellt wird, wird sicher und eindeutig von SotR erfasst und abgerechnet.

Stichwort : Bewirtschaftung des ruhenden Verkehrs!

Der Gedanke ist ohnehin schon latent vorhanden:

Egal wo ein Verkehrsteilnehmer ein Fahrzeug abstellt – steht es auf öffentlichem Grund, so hat die Verwaltung einen Anspruch auf eine finanzielle Abgeltung für die Nutzung einer von ihr zur Verfügung gestellte Fläche!

Und wenn es privater Grund ist – eben der Besitzer dieser Fläche. (In diesem Fall würde noch die MwSt. hinzu kommen)

Und sollte ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug zu lange stehen lassen, dann kann automatisch der Abschleppdienst gerufen und die entsprechende gebührenpflichtige Verwarnung für die Ordnungswidrigkeit abgerechnet werden.

Alle Schilder und Münzgeräte fallen weg!
Stellt sich jemand auf einen Halteverbotsplatz bekommt er sofort mitgeteilt das man dort nicht halten darf bzw. für welche Gebühr man kurzfristig doch darf. Berechnung? – Kein Problem!
Generell fällt für 30 Min.1€ an , weitere 30 Min kosten 3€ – überall!
Danach wird abgeschleppt.

So einfach kann das sein!

Ausnahmen kann man Softwaremäßig anpassen und dem Fahrzeugführer über Funk mitteilen.

Erlaubte Zuladung überschritten? Zu viel Personen im Fahrzeug? Nicht angeschnallt? Was immer sie sich ausdenken mögen – alles kann zeitnah überwacht und abgerechnet werden.

Ob Fahrräder ohne Hilfsmotor oder Fußgänger ausgenommen werden muss man daran messen wie viel Einnahmeverbesserungen dadurch verloren gehen – mal sehen.

Auch bei Unfällen ist eindeutig und neutral sofort und klar zu sagen wer wann zu spät oder falsch reagiert hat, und ob er mit einer dem entsprechenden Verwarnung/Bußgeld oder mehr zu rechnen hat.

Der Datenaustausch für eine viel gerechtere Versicherungsprämie welche je nach Fahrstil festgesetzt wird ist eine Frage der Zeit.
(Wird ja heute schon durch einige Versicherungen ohne SotR praktiziert).

Auf jeden Fall sind die Aufzeichnungen der Fahrzeugkameras sowie der Fahrdaten aus den letzten Minuten vor einem Unfall immer verfügbar und lassen Verkehrsraudis keine Chance mehr!

Eine Win-win Situation von ungeahntem Ausmaß: Personal eingespart – und (zusätzlich) viele Einnahmeverbesserungen geschaffen.

Das stellt alle und jeden zufrieden!

Endlich Sicherheit im Verkehr – gepaart mit reizvollen zusätzlichen finanziellen Verbesserungen für die maroden Finanzen unseres Gemeinwesens.

Genauso wurde ja durch die überbordende Besteuerung von Kraftstoffen (70% Abgaben im Preis für Kraftstoff) nach der „Energiewende“ unsere Rentenversicherung absolut sicher und zukunftsfähig gemacht. (Das weiß auch jeder!)

Auch ist der Tag dann nahe an welchem kein Teilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr mehr einen Fehler macht!
Die Zahl der Verkehrstoten beschränkt sich in Zukunft auf die der Suizidfälle!

Kritik am Fortschritt wird es immer geben – auch hier!

Nur wenn wir endlich mehr Geld für die wichtigen Aufgaben unseres Staates bekommen können, wird so etwas nicht lange Bestand haben.

Überzogene Vorstellungen? Wirklich?

Denken Sie nur an 1984. Für die Allermeisten ist das einfach eine Jahreszahl aus dem letzten Jahrhundert.

Was dort beschrieben wurde wurde von der Wirklichkeit lange überholt.

„Schöne neue Welt“ – trifft besser zu.

Die Menschen geben alles freiwillig her und fühlen sich wohl dabei, weil es praktisch sicher und schön ist.

Es soll heute schon Dienste geben, die so ziemlich jeden Bürger in ihren Speichern haben, notfalls muss man eben einen kleinen Anreiz bieten damit alle freiwillig mitmachen – und der kleine Rest ist halt charakterlich nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet – sie verstehen-.

Auch um Rasern endlich und endgültig das Handwerk legen zu können, muss man einfach bereit sein sich auf ein paar Kompromisse einzulassen.

Das wird schon.

Verbietet uns doch endlich etwas!

Im Anhang Teile des Artikels : Warum ich für ein Tempolimit bin!

Zunächst stellt sich die Frage: Tempolimit – wo denn? bzw. Wo denn nicht! Zunächst kann ja (und ist oft) ein Tempolimit eine sinnvolle Sache. Da wo der Verkehrsteilnehmer nicht erkennen kann das etwas schwieriges auf ihn zukommt, oder in Bereichen, wo schnelles fahren führ sich eine Gefahr darstellt, welche man schwer beherrschen kann.

Aber -Sie ahnen darum geht es nicht!

Es geht darum dem letzten“Raserstaat“ endlich den Pennis zu kappen!

Wir haben so 648000km Straßenkilometer in Deutschland. Auf 635000km davon herrscht ohnehin eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Aber es geht -natürlich um die 13000 km Autobahn! (Gerade mal etwas über 2%)Das heißt -das ist auch nicht exakt, denn auch dort gibt es ja genügend generelle Begrenzungen der Geschwindigkkeit. Plus jene, welche temporär, bei Baustellen oder automatisch, geregelt je nach Verkehrsfluss eingestellt werden. Dazu kommt natürlich noch der Verkehr, welcher es überwiegend gar nicht erlaubt,so schnell zu fahren wie man möchte.

Es gibt auch vereinzelt noch Verkehrsteilnehmer, die sich strikt an den § 1 STVO halten! Tja und dann – man soll es kaum glauben – selbst bei freier Strecke richten die Fahrer ihre eigene Geschwindigkeit nach ihren Bedürftnissen ein und das ist nicht immer 180km/h!

Worum geht es also? Sicherheit? Die Autobahnen sind mit Abstand die sichersten Straßen welche wir haben!

Und was man da alles ausrechnen kann! Reaktionszeiten und Bremsenabrieb und und und und? Es bleibt dabei – die sichersten Straßen, die wir haben!

Energie? ja- wie jetzt? Zum fahren braucht man Energie! Und wenn man schneller fährt braucht man mehr! Deswegen tanke ich in mein Auto auch keinen Kraftstoff sonder Steuern! So um die 70%! Ich zahle also bis dato schon für den Frevel ein KfZ zu benutzen- und wenn ich mehr oder schneller fahre sowieso!

Oder geht es um etwas anderes? Sitzt da immer noch so ganz tief etwas im Bauch, das da jemand schneller ist als ich und das ich das nicht vertragen kann?

Muss deswegen ein neues Verbot her? Ich kann mir schon vorstellen, das dann endlich von allen Seiten mit Blitzen gefeuert und abkassiert wird, das ist ja heute schon sehr beliebt!

So ungefähr 8 mio. Einträge in Flensburg, das ist grob ein Drittel aller Autofahrer!

Wenn Flensburg ins Spiel kommt sind das mindestens 80€, meistens mehr +plus Anwalt + Bearbeitungskosten – das rechnet sich!

Die ganze Welt macht das doch! Ja und? So what? Vielleicht ist das in der ganzen Welt anders als bei uns – kann durchaus sein! Und wenn auf der ganzen Welt die Verkehrsteilnehmer drangsasliert und abgezogen werden , müssen wir das nachmachen?

Hofe Geschwindigkeit ist ein Risiko – da ist was dran! Das Leben an sich ist ein Risiko! Richtig sicher wird es bei 6 km/h (Dann brauchen wir auch nur noch Eisenbereifung)

Und wenn Geschwindigkeit das Gefährliche an sich ist – wie ist das eigentlich mit dem Flugverkehr? Na gut – ich hör ja schon auf!

Ach so – Eine Demo in Berlin mit Tafeln wo draufsteht Tempo30 gernerell und überall -das wär’s doch!

Von Ulrich Siemer.

Holland fährt nun tagsüber auf den Autobahnen mit Tempo 100. Die Mehrzahl der deutschen Autofahrer gibt inzwischen an, ein Tempolimit auf Autobahnen sei in ihrem Sinne. Gegner argumentieren gerne emotional, zuletzt sogar ministeriell. Argumente für das schnelle Fahren sind meines Erachtens leicht zu entkräften.

Bei allen Fahrzeugen gilt: Eine Stunde hat exakt 3.600 Sekunden. Die Umrechnung führt auf einen Fahrweg je Sekunde von 33.3 Metern bei 120 km/h und 50,0 m bei 180 km/h. Das ist einfaches Rechnen, das Wort Mathematik suggeriert hier eine Kompliziertheit, die es nicht hat. Gilt auch für Fahrzeuge bayrischen Ursprungs.

Ein plötzlich auftretendes Hindernis (Stauende, Gelbweste oder Fahrrad) realisiert jeder Fahrer erst nach einer Schrecksekunde, geübte Fahrer treten vielleicht schon bei der Hälfte auf die Bremse. Jeder Besitzer einer Stoppuhr oder eines Smartphones mag die eigene Reaktionszeit testen. Ein Mitstreiter drückt urplötzlich „Start“. Auch ein bereit gehaltenes Händchen über dem „Stopp“-Knopf ergibt immer eine Zeit von 0,5 Sekunden. Besonders interessant ist das Spielchen nach dem Konsum von mehreren Schnäpsen.

Zurück zum Abbremsen vor dem sich plötzlich auftuenden querstehenden Lastwagen. Es gilt, dann die schnelle Masse des Fahrzeugs mittels Reibungsenergie an den Bremsklötzen (erzeugt bösen Feinstaub) auf geringere Geschwindigkeit zu bringen. Das ist Physik: Der Bremsweg berechnet sich aus dem Quadrat der Geschwindigkeit geteilt durch 100. Hier zeigt sich schon ein wesentlicher Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten: bei 120 km/h  = 144 m, bei 180 km/h mehr als das Doppelte, nämlich 324 m.

Man beachte den Notsicherheitsabstand

Addiert sich dazu noch die halbe Schrecksekunde, so ergeben sich Bremswege von 161 beziehungsweise 349 Metern – bei normalem Bremsen. Eine harte Notbremsung unter optimalen Bedingungen, bei trockener Fahrbahn voll in die Eisen, (die Verzögerungswerte zu einem Drittel + halbe Schrecksekunde) bringt den 120er Wagen erst nach 64 Metern zum stehen. Der 180er schießt die gleiche Distanz noch einmal weiter. Möglicherweise ist dann aber die Fahrt urplötzlich vorher zu Ende und die Sicht durch das Latex des Airbags reduziert. Fest steht: Der Sicherheitsabstand sollte bei 120 km/h mindestens 64 Meter, der bei 180 km/h mindestens 131 Meter betragen. Weniger ist sträflicher Leichtsinn. Die alte Daumenregel „halber Tacho“ passt nur für Geschwindigkeiten von 100 bis 120 km/h.

Für das Abbremsen von 180 km/h auf den plötzlich ausscherenden Wagen mit 120 km/h werden 84 Meter Fahrweg benötigt, lange 2,8 Sekunden, mindestens.

Häufiges gehörtes Argument ist, bei hoher Geschwindigkeit fahren mehr Fahrzeuge durch. Irrtum: Werden auf 120 Kilometer Autobahn Autos von 5 Metern Länge gestellt mit jeweils oben genanntem Bremsabstand von 64 Metern Abstand zum nächsten, so können 1.730 Einheiten platziert werden. Schicken wir diese Kolonne nun mit 120 km/h auf die Reise, so passieren in einer Stunde 1.730 Fahrzeuge die Strecke. Unter Einhaltung des minimalen Notsicherheitsabstandes von 131 Metern könnten aber nur 1.325 Fahrzeuge mit 180 km/h vorbeifahren. Fahren mehr, so ist der Notsicherheitsabstand unterschritten.

Ohne jegliche grüne Verbotsabsicht

Fahrer in moderneren Fahrzeugen mit Tempomat und Multifunktionsanzeige können leicht eine Schadstoffreduzierung erkennen. Bei meinem Diesel erhöht sich der Verbrauch beim Fahren mit 140 anstatt 120 km/h um 1,0 l/100 km und weitere 1,5 Liter bei Erhöhung auf 160 km/h, 5,0l/100 km statt 7,5, also ein Drittel weniger beim Fahren mit 120 km/h. Das entlastet mein Portemonnaie und meinen individuellen „ökologischen Fußabdruck“ wesentlich – möglicherweise das gesamte Schadstoffszenario aber nur wenig.

Fazit: Das Fahren mit Geschwindigkeiten von 120 bis 130 km/h ist zuallererst aus Gründen der Sicherheit geboten, aber auch aus Gründen der Emission. Zudem erzeugt das Gleiten ohne „Schnellschüsse“ von hinten ein entspannteres Fahren, kurzum Freude am Fahren. Zum ehrgeizigen Spaßfahren seien jedem Schnellfahrer die einschlägigen Strecken in Hockenheim, am Nürburgring oder ähnliche empfohlen, dort gefährdet man nur sich selbst.

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Volkswagen, die AfD und die Amnesie

Volkswagen lässt auf Initiative des Betriebsrates den Schriftzug der „Volkswagen Halle Braunschweig“ entfernen, weil die AfD dort in der nächsten Woche ihren Parteitag abhält. Schade, dass die Halle in Braunschweig für die Kommunistische Partei Chinas zu klein ist. Die könnte nämlich mit einer Ergebenheitsadresse vom Volkswagen-Chef rechnen, wie hier zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik. 

Ansonsten weiß Herbert Diess von nichts. Außer vielleicht, dass er jeden zweiten Volkswagen in China verkauft. Da kann einem schon mal die Übersicht abhanden kommen. Von einem BBC-Reporter während einer Pressekonferenz in Shanghai auf eklatante chinesische Menschenrechtsverletzungen, beispielsweise gegenüber den Uiguren, angesprochen, antwortete Diess, er wisse nicht, wie die Frage gemeint sei. 

Diess hat offenbar aus einem Missgeschick des inzwischen entsorgten Daimler-Bosses Dieter Zetsche gelernt. Der ließ auf der Foto-Plattform Instagram das Bild eines weißen Mercedes-Coupé mit einem einfühlsamen Spruch des Dalai Lama, seines Zeichens Friedensnobelpreisträger, installieren: „Betrachte eine Situation von allen Seiten, und du wirst offener werden“. So was kommt immer gut, dachten sich die Leute vom anderen Stern, klingt astrein multikulturell und harmoniestiftend. 

Doch der Dalai Lama begreift sich bekanntlich als Oberhaupt der Tibeter – einer Gegend mithin, die von den Chinesen brutalstmöglich annektiert wurde. Und daran möchten sie nur ungern erinnert werden. Und so drehten die Chinesen ihren Windkanal bis zum Anschlag auf, und es wehte ein mächtiger Anti-Daimler-Sturm bis in die Stuttgarter Konzernzentrale. Zetsche reagierte mit ruckartiger Verlagerung des Schwerpunktes und kippte einfach um wie einst die Mercedes A-Klasse beim Elchtest und warf sich vor den roten Garden in den Staub. Die FAZ kommentierte, der Daimler-Vorstand habe „wie ein Dissident nach dem Folterverhör in vorauseilendem Gehorsam versprochen, nie wieder die Souveränität Chinas in Frage zu stellen“.

Eine Reihe von Deutschlands Top-Managern, besonders die, die im Kanzlerinnenflugzeug mitfliegen, setzen auf ihre Art immer wieder eindeutige Zeichen: Moral ist, wenn es nix kostet.

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Berichterstattung oder Propaganda? Über gute und böse Randalierer

Berichterstattung oder Propaganda? Über gute und böse Randalierer

Dass die Medien in Deutschland nicht objektive Berichterstattung, sondern Meinungsmache betreiben, konnte man in diesen Tagen an einem weiteren Beispiel sehen. Man muss nur die Berichterstattung über die Proteste in Hongkong und Frankreich vergleichen.

In Hongkong eskaliert die Gewalt. Die „Demonstranten“ sind inzwischen ganz eindeutig radikale Krawallmacher. Und das kann man auch durchaus in den deutschen Medien lesen. Die Kunst ist jedoch, diese Dinge so zu formulieren, dass die Randalierer trotzdem irgendwie sympathisch erscheinen. Diese Diskrepanz wird besonders beim Vergleich der Medienberichte über den Jahrestag der Gelbwesten-Proteste und die Situation in Hongkong deutlich.

Die Randalierer in Hongkong haben vor einige Tagen eine Universität besetzt. Dass in Hongkong aufgrund der Randale manchmal tagelang die U-Bahn nicht fährt, daran hat man sich schon fast gewöhnt. Die Universitätsbesetzung war eine neue Eskalationsstufe. Die Demonstranten haben sich dort verbarrikadiert und mit Molotow-Cocktails, Pflastersteinen und sogar Pfeil und Bogen bewaffnet. Und sie haben mit dem Arsenal die Polizisten angegriffen.

Wie würde wohl berichtet werden, wenn das in Deutschland passiert wäre? Wenn Demonstranten in einer deutschen Stadt eine ganze Uni besetzen und verwüsten und die anrückende Polizei mit Pfeilen beschießen und mit Molotow-Cocktails bewerfen würden? Ob die Medien auch so viel Verständnis zeigen würden?

Uns wird berichtet, die Polizei in Hongkong sei brutal. Das liest man in jedem Artikel zu dem Thema. Aber es waren die Demonstranten, die einen Mann getötet haben. Der 70-jährige wollte Steine von einer Straße räumen, als Demonstranten ihm etwas, vermutlich ein Pflasterstein, an den Kopf geworfen haben. Der Mann fiel um und war tot. 70-year-old man hit hard by brick during clash with protesters

Aber der Spiegel berichtete seinen Lesern das nicht. Er berichtete zwar, dass es einen Toten gegeben hat, aber nicht, wer ihn getötet hat. Dafür gab es wieder das Wort „Polizeigewalt“ und viel Verständnis für die Demonstranten. Der Spiegel hat also nicht offen gelogen, aber der Leser bekommt aus dem Gesamtkontext den Eindruck, die böse Polizei sei Schuld. Und das klingt dann so:

„Am Rande der seit Monaten tobenden Anti-Regierungsproteste in Hongkong hat es einen weiteren Toten gegeben. Laut Mitteilung der Behörden am Donnerstagabend erlag ein 70-jähriger Mann seinen schweren Verletzungen. Wie lokale Medien zuvor berichtet hatten, war der Mann am Mittwoch in einer Auseinandersetzung zwischen Anti-Regierungsdemonstranten und Anwohnern von einem Pflasterstein am Kopf getroffen worden.“

Kein Wort über die Umstände und wer den Mann getötet hat, dabei gibt es ja sogar ein Video (siehe oben) von dem Vorfall. Dafür schreibt der Spiegel danach folgendes:

„Am Montag hatte ein Polizist einem jungen Demonstranten in den Bauch geschossen. Sein Zustand hatte sich im Laufe der Woche gebessert. Ebenfalls am Montag zündete ein radikaler Demonstrant einen Sympathisanten der Regierung an. Sein Zustand ist kritisch. Gleiches gilt für einen 15-Jährigen, der laut Berichten von einem Tränengas-Kanister am Kopf getroffen worden war.“

Der Spiegel lenkt also sofort vom Thema ab und aus dem Zusammenhang glaubt der Leser, die Polizei sei verantwortlich.

Auch bei den im Spiegel erwähnten Vorfällen wären übrigens die Videos hilfreich, um sich ein Bild zu machen. Die gibt es nämlich und auf dem Video ist zu sehen, dass der Polizist mit einem Demonstranten ringt und andere den Polizisten bedrängen. Der Polizist zieht seine Pistole, der Demonstrant will den Polizisten trotzdem angreifen. Aber auch diese Hintergründe soll der Spiegel-Leser nicht wissen. Der muss nur erfahren, dass die böse Polizei auf einen Demonstranten geschossen hat. (Hier das Video, aber nur für Menschen mit starken Nerven)

Überhaupt sind Videos aus Hongkong verstörend. Hier eine Auswahl: Mehrere männliche Demonstranten verprügeln eine zierliche Frau mit Stöcken, bis sie blutüberströmt am Boden sitzt, aber sie prügeln weiter. Demonstranten übergießen einen Mann, der offensichtlich anderer Meinung ist, mit brennbarer Flüssigkeit und zünden ihn an. Demonstranten greifen einen Krankenwagen und die Sanitäter an.

Von all diesen Dingen – und das sind nur willkürliche Beispiele – erfährt der Spiegel-Leser kein Wort. Stattdessen liest er in dem Artikel noch:

„Die Demonstranten fordern freie Wahlen, eine unabhängige Untersuchung von Polizeibrutalität sowie Straffreiheit für die bereits weit mehr als 4000 Festgenommenen.“

Bei der Gelegenheit erfindet der Spiegel auch gleich ein neues Wort: „Polizeigewalt“ ist inzwischen zu wenig, jetzt muss es schon „Polizeibrutalität“ heißen. Dass die Polizei allen Grund hat, hart vorzugehen, erfährt der Spiegel-Leser nicht.

Erinnern Sie sich an die G20 in Hamburg? Hongkong durchlebt derartige (oder sogar schlimmere) Zustände nun seit Monaten. Ich glaube kaum, dass die deutsche Polizei sich so etwas so lange tatenlos anschauen würde. Würde ich in einer Stadt wohnen, wo derartige Zustände Alltag geworden sind, würde ich ein härteres Vorgehen der Polizei fordern. Protest in allen Ehren, aber Randale, Anzünden von Menschen und Lahmlegen des Öffentlichen Nahverkehrs, den man braucht, um zu Arbeit zu kommen – da hört es für mich auf. Das darf natürlich jeder anders sehen, es ist nur meine Meinung.

Und dann haben die Demonstranten eine Universität besetzt und sich bewaffnet. Der Spiegel hat einen der Bogenschützen interviewt, der kein Problem damit hatte, Pfeile auf Polizisten zu schießen:

Charlie: Ja, es ist schon gefährlich. Wenn du zum Beispiel nicht gut zielst und jemanden triffst, der kein Polizist ist… Es gibt schon ein Risiko.
SPIEGEL: Aber einen Polizisten zu treffen, halten Sie für okay?
Charlie: Ja. Zu diesem Zeitpunkt ist das gerechtfertigt. Die Polizei schießt inzwischen ja auch mit scharfer Munition auf uns.
SPIEGEL: Würden Sie es in Kauf nehmen, einen Polizisten zu töten? Denn das ist eine potenziell tödliche Waffe.
Charlie: Nein, ich will denen nur drohen, damit sie sich unseren Barrikaden nicht nähern. Keiner will die umbringen. Wir wollen ihnen nur signalisieren: keinen Schritt weiter.
SPIEGEL: Wer einen Pfeil schießt, kann jemanden töten.
Charlie: Aber die Pfeile sind nicht wirklich spitz. Damit kann man niemanden töten, schauen Sie hier, so spitz ist der gar nicht.

Damit der Spiegel-Leser trotzdem Verständnis für solche Randalierer aufbringt, folgte dann ein Artikel mit der Überschrift „Massenprotest in Hongkong – Polizei droht Demonstranten mit tödlicher Gewalt“ Dort konnte man lesen:

„Seit Monaten demonstrieren Zehntausende Menschen in Hongkong gegen die Regierung – nun zeichnet sich ab, dass es in der chinesischen Sonderverwaltungszone zu einer weiteren Eskalation kommen könnte. Die Polizei drohte mit dem Einsatz tödlicher Gewalt gegen Aufständische.“

Und schon ist die Polizei wieder böse und nicht etwa die Demonstranten, die die Polizei mit Molotow-Cocktails und Pfeilen beschießen. Das kommt erst später im Artikel und wird nun als Zitat der Polizei in dem Artikel gezeigt:

„Wenn sie mit solchen gefährlichen Aktionen fortfahren, haben wir keine andere Wahl als ein Mindestmaß an Gewalt anzuwenden, darunter scharfe Munition, um zurückzuschießen“, sagte Polizeisprecher Louis Lau in einem auf Facebook veröffentlichten Video: „Ich warne die Aufrührer davor, Brandbomben, Pfeile, Autos oder andere tödliche Waffen für Angriffe auf Polizeibeamte zu nutzen.“

Aber da der Spiegel-Leser ja in den letzten Monaten gelernt hat, wie brutal die Polizei ist, schenkt er Zitaten der Polizei nur wenig Glauben. Dabei hat die Polizei in meinen Augen gar keine andere Wahl, als auf Demonstranten zu schießen, die sie mit Molotow-Cocktails und Pfeilen beschießen. Darf sich die Polizei nicht wehren?

Und übrigens waren die Pfeile gar nicht so stumpf und ungefährlich, wie Charlie uns erzählen durfte.

In einem anderen Artikel hat der Spiegel dann berichtet:

„Am Sonntag setzten die Sicherheitskräfte Tränengas, Gummigeschosse und einen Wasserwerfer ein. Radikale Demonstranten schossen mit Pfeil und Bogen und warfen Molotowcocktails auf die Beamten. Ein für Medienarbeit zuständiger Polizist wurde dabei von einem Pfeil getroffen.“

Das ist ein kleiner Trick aus der Propaganda-Trickkiste der Medien, auf den ich immer wieder hinweise: Man vertauscht die Chronologie, um beim Leser einen falschen Eindruck zu erwecken. Schließlich haben die Demonstranten zuerst die Uni besetzt sich bewaffnet und die Polizei mit Molotow-Cocktails und Pfeilen angegriffen. Erst danach hat die Polizei Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse eingesetzt. Im Spiegel steht es aber anders herum, sodass der Leser den Eindruck bekommt, die armen Demonstranten müssten sich gegen die brutale Polizei wehren und bei Notwehr sind Pfeile und Molotow-Cocktails ja irgendwie auch okay. Und übrigens: Trotz der Warnung, über die der Spiegel groß berichtet hat, wurde keine scharfe Munition eingesetzt.

Bei der Räumung der Uni hat die Polizei 600 Demonstranten festgenommen. Was man in Deutschland in diesem Zusammenhang nicht hört ist, dass 200 von ihnen Minderjährige waren. Die Polizei hat die Minderjährigen nach Feststellung der Personalien gehen lassen, den 400 volljährigen Verhafteten drohen allerdings Strafverfahren.

Wenn es hingegen um die Gelbwesten geht, sieht die Berichterstattung ganz anders aus: Da wird der Krawall der Demonstranten vom Spiegel in den Vordergrund gestellt. So konnte man im Spiegel über die Proteste am Jahrestag der Gelbwesten lesen:

„Zum ersten Jahrestag der sogenannten Gelbwestenproteste ist es in Paris wieder zu massiven Ausschreitungen gekommen. Im Süden der französischen Hauptstadt gingen am Samstag Fahrzeuge und Absperrungen in Flammen auf, Schaufenster wurden eingeschlagen und Barrikaden errichtet. Polizeipräsident Didier Lallement sprach von „systematischen Angriffen auf Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute“. Ein Großteil der Randalierer war vermummt, nur wenige trugen eine gelbe Warnweste, das Erkennungszeichen der Gelbwesten.“

Der Unterschied springt ins Auge. Während die Randalierer in Hongkong laut Spiegel „für Demokratie und gegen Polizeibrutalität“ demonstrieren, beginnt der Artikel über die Randalierer der Gelbwesten (ja, beim Jahrestag scheint es tatsächlich viel Randale gegeben zu haben) mit Formulierungen über „sogenannte“ Gelbwestenproteste und mit dem Fokus auf den „massiven Ausschreitungen„. Von den massiven Ausschreitungen in Hongkong liest man hingegen selten im Spiegel und wenn, dann eher ganz am Ende des Artikels.

Es ist wirklich faszinierend, wie die Medien mit so einfachen Tricks, wie dem Verdrehen der Chronologie oder wertenden Formulierungen für die einen Randalierer Sympathie erzeugen wollen und andere Randalierer in ein schlechtes Licht stellen. Wer will da bestreiten, dass die deutschen Medien, die alle in diese Kerbe schlagen, eine politische Agenda verfolgen und eben nicht objektive Berichterstattung betreiben?

Das Wort „Qualitätsjournalismus“ hat durchaus Sinn, denn die „Qualität“ der Propaganda ist sehr hoch, nur mit Journalismus hat das nichts zu tun.

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