Saures statt Süßes: Klima, Kabeljau und Koralle

Von Roger Letsch – 21. Oktober 2019

Im Märchen ist die Sieben eine magische Zahl. Ebenso im Marketing, wo man postuliert, dass durch penetrante aber mindestens siebenfache Wiederholung einer Botschaft Kaufentscheidungen beeinflusst werden können. Die Nachricht dringt irgendwann ins Unterbewusstsein und ist abrufbar, sei sie auch noch so verfälscht. Wichtig ist nur, dass die Botschaft simpel und impulsiv ist. Schon deshalb, um sich leichter aktivieren zu lassen. Nicht nur die Werbung, auch die Politik liebt einfache Botschaften, wenn es um die Steuerung des Verhaltens der Bürger geht. Man koppelt sie möglichst mit negativen Emotionen. Man denke nur an Begriffe wie „Nazi“ oder „Klimaleugner“, die, wirft man sie jemandem an den Kopf, reflexhafte und wortreiche Abwehrreaktionen hervorrufen, weil es an eingängigen Gegenparolen mangelt. Dass man beim Klimawandel nicht mehr genau erkennen kann, wo Wissenschaft aufhört und Politik anfängt, macht die Sache noch brisanter. Ihnen ist sicher auch schon aufgefallen, dass gerade die Gruppe Klimaforscher, die das Forschen noch nicht eingestellt hat, sich mit einer griffigen Selbstbezeichnung so viel schwerer tut als ihre politisch opportunen Gegenspieler.

Echte wissenschaftliche Debatte ist in der Konfrontation mit Populismus meist sprachlos. Wie sollte es auch anders sein – laut politischer Mengenlehre gibt es nur Leugner und Hüpfer, und wer nicht hüpft, muss eben leugnen. Wenn man aber als der Leugnung Bezichtigter anhebt, von anthropogenen und anderen Einflüssen auf das Klima, von Messreihen, Fehlerquellen und alternativen Theorien zu sprechen, ist der Hüpfer schon auf der nächsten Klima-Demo oder klebt an Türen und U‑Bahnen. Kurz: während ein durchschnittlicher Klimaaktivist es im Feld locker auf 20 ppm (Provokationen pro Minute) bringt, bekommen „Falschforscher“ und „Agenten der Öl-Industrie“ kaum eine Erklärung pro Stunde zusammen. Dieses Bombardement ist kaum auszuhalten, weshalb sich viele dem gar nicht erst aussetzen.

Textbausteine des Aktivismus

Wichtig für das Dauerfeuer der Klimaaktivisten ist natürlich standardisierte Munition. Glatt, geschmeidig und bedrohlich fliegen die ewig gleichen Textbausteine aus Medien und Mündern. Klimawandel, CO2, Mensch, Erderwärmung, Wasserspiegel, Schuld, Klimawandel, CO2, Mensch, Schuld, Aussterben, Schuld, Nochmehrschuld… – und aus Worten formen sich die immer gleichen Argumente, die neben einem Körnchen Wahrheit stets absichtsvolle Vereinfachungen und Verdrehungen enthalten und kritischen Nachfragen schreckliche Bilder in den Weg stellen und in den Köpfen weniger gut informierter Menschen hinterlassen.

Ich werde mir von Zeit zu Zeit solche längst nicht mehr hinterfragten Alarmistenweisheiten vornehmen und, soweit es mir möglich ist, den Blickwinkel darauf etwas variieren. Wie man meist feststellen muss, handelt es sich bei diesen Textbausteinen nicht um wissenschaftliche Aussagen, sondern um unzulässige oder übertreibende Verkürzungen und Fehlinterpretationen. Also nicht um Geschöpfe von Forschern, sondern von nachlässigen Journalisten und panikmachenden Aktivisten. Von den Eisbären war hier schon die Rede, aber die Küsten- und Meeresbewohner bieten noch weitere Beispiele, die echte Evergreens sind.

Behauptung: Nicht Überfischung, sondern Wärme „vertreibt” den Kabeljau

„Die Erwärmung der Meere hat Folgen für Fische und Meeressäuger. Sie wandern polwärts, ein Phänomen, das man auch bei Tieren an Land beobachten kann. […] Die Populationen des Kabeljaus in der Nordsee etwa schrumpfen stärker, als es allein mit Überfischung erklärt werden kann, sie wandern in Folge der steigenden Temperaturen bereits nordwärts.“

So steht es seit Jahren bei Greenpeace zu lesen. < Ironie> Gut, dass noch niemand den Fischern verraten hat, wohin der Fisch verschwindet! Die würden dem Kabeljau doch glatt folgen, wenn sie zur Abwechslung Schiffe statt Angelruten verwenden würden! < /Ironie> Selbst wenn die Aussage so richtig ist, gibt es ein böses „aber“: Aber das hieße ja, dass selbst Fische nicht so blöd sind, sich nicht an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen! Von wegen Dodo, Massenaussterben und XR-Bewegung! Seltsamerweise schaffte die Fischereiindustrie vor Neufundland Anfang der Neunziger Jahre ausgerechnet das, was Greenpeace als Erklärung für das Verschwinden der vergleichsweise kleinen Kabeljaubestände in Nord- und Ostsee für nicht ausreichend hält: Vor der amerikanischen Nordostküste brachen die Kabeljaubestände wegen Überfischung völlig zusammen und sind seither nicht mehr nutzbar. Und nein, die Fische haben sich nicht zu Santa Claus an den Nordpol aufgemacht. Allein auf Neufundland gingen in den 90er Jahren 40.000 Arbeitsplätze verloren.

Ja, der Mensch macht dumme Sachen mit den Weltmeeren. Dafür muss er nicht mal einen klitzekleinen Klimawandel anzetteln, das schaffte er früher locker beim Verzehr von Fischstäbchen. Im Übrigen kann auch bei den Wildfischbeständen im Allgemeinen vorsichtig Entwarnung gegeben werden. Die Kontrolle der Fangmengen gelingt immer besser, die weltweite Gesamtmenge an gefangenem Fisch stagniert mittlerweile. Der weltweit immer noch wachsende Bedarf an Fisch (mehr Mensch, mehr Fisch…logisch) wird zunehmend aus Aquakulturen gedeckt. Seit 2012 hat die Fischzucht die Fangmengen überflügelt – Tendenz stark steigend.

Textbaustein: Die Ozeane „versauern”

Im selben Artikel von Greenpeace finden wir auch folgende Aussage, die seit Jahren in immer alarmistischeren Formulierungen durch die Medien saust. Die Ozeane versauern!

„Ozeane verlangsamen als Kohlenstoff-Speicher zwar die Erderwärmung, doch durch die enormen zusätzlichen Mengen von Kohlendioxid versauern die Meere. Das Kohlendioxid, das die Meere aufnehmen, verbindet sich teilweise mit dem Wasser zu Kohlensäure. Der so genannte pH-Wert des Meerwassers sinkt, das Wasser wird zunehmend saurer. Der durchschnittliche pH-Wert hat sich bereits von 8,16 auf 8,05 verringert. Das hört sich nicht nach viel an, dieser Effekt hat aber schwerwiegende Folgen z.B. für Organismen mit kalkhaltigen Schalen. Ihr Schutzmantel wird von der Säure angegriffen oder zerstört. Besonders Korallen und Kleinstlebewesen wie winzige Meeresschnecken und Zooplankton, die am Anfang der Nahrungskette stehen, sind betroffen.“

Zunächst machen die Ozeane das mit dem Kohlenstoff speichern natürlich nicht, um uns einen Gefallen zu tun, sondern weil die Gesetze von Physik und Chemie sie dazu zwingen. Die Konzentration von CO2 ist im Wasser zudem etwa 50-mal höher als in der Luft. „Kohlensäure“ klingt natürlich erst mal schön gruselig, schließlich denkt man sofort an sprudelndes Mineralwasser. Doch der pH-Wert von Meerwasser liegt zwischen 7,5 und 8,4 und schwankt zudem regional aufgrund des unterschiedlichen Salzgehaltes so stark, dass ein Mittelwert etwa so viel aussagt, wie der mittlere Salzgehalt im globalen Nudelkochwasser über den Geschmack der Spaghetti bei meinem Lieblingsitaliener. Schon weil die Vermischung der gigantischen Wassermassen der Ozeane und der vertikale Wärmetransport nicht in dem Tempo erfolgen, wie sich Salz im Nudelwasser auflöst oder das Wasser im Topf kocht. Dazu später mehr.

Auf jeden Fall ist der pH-Wert von Meerwasser immer noch basisch und oberhalb der Neutralmarke 7 von reinem Wasser. Wo aber eine basische Lösung ist, wirken keine Säuren, und angreifen können sie schon mal überhaupt nicht. Nach der Greenpeace-Suggestion wäre bereits klares Wasser eine starke Säure, die Kalkstein angreift und zerstört. Wäre dies so, wäre aus der Antike keine einzige Marmorstatue auf die Nachwelt gekommen, weil toxisches Regenwasser mit dem unfassbar gefährlichen pH-Wert von etwa 7 sie längst aufgelöst hätte und Kalksteinspezialisten für ihre Pflegehinweise (Wasser, Seife) mit Schadenersatzklagen geradezu überschüttet würden.

Dass ausgerechnet der Schutzmantel der Korallen von der „Säure“ angegriffen werde, ist eine sehr vereinfachte Darstellung. Wäre dies so, würden von einem „vom Klimawandel bedrohten“ Korallenriff nicht ausgerechnet und kamerawirksam die toten Kalkskelette übrigbleiben. Dass Kalk im Wasser unter der sogenannten Kalzit-Kompensationstiefe instabil wird und zerfällt, ist hingegen ein natürlicher Prozess, der das Wasser wieder mit frischen Calciumionen versorgt. Fakt ist natürlich, dass der höhere CO2-Gehalt den pH-Wert leicht senkt, was die kalkbildende Reaktion stört und Stress auslöst. Doch das ist bei weitem nicht das einzige Problem von Korallen.

Kohlensäure und Koralle

Wo Greenpeace von „Kohlensäure“ spricht, befindet sich in der basisch-wässrigen Lösung Meerwasser tatsächlich Hydrogencarbonat. Die Reaktion, mit welcher kalkbildende Korallen aus Calciumionen und Hydrogencarbonat Calciumcarbonat, Wasser und CO2 herstellen, läuft permanent und in beide Richtungen ab. Unter dem Strich schaffen es die Steinkorallen aber, jährlich etwa 900 Millionen Tonnen Calciumcarbonat zu bilden, aus dem über die Jahrmillionen und mit Hilfe allerlei anderer kalkbildender Tiere herzallerliebste Südseeatolle, die weißen Klippen von Dover und Rügen, Michelangelos David und Tafelkreide entstanden sind. Zur Entstehung dieses Calciumcarbonats braucht es vor allem Calcium, Wärme, Wasser und: CO2.

Viele Korallenriffe haben Probleme, das ist wahr. Aber neben Temperaturstress durch Wassererwärmung und Schwankungen beim pH-Wert (was auch vom Süßwassereintrag durch Flüsse und starken Regen, nicht nur durch CO2-Eintrag verursacht wird), gibt es noch andere Faktoren, die für sterbende Riffe und die sogenannte Korallenbleiche verantwortlich sind. Verschmutzung, Schleppnetze, Schiffsanker, Dynamitfischerei und der Eintrag von Schadstoffen durch Industrie und Landwirtschaft sind solche Stressfaktoren.

Bei der Korallenbleiche, die am Ende nur noch die Kalkskelette übrig lässt, verschwinden vor den Polypen der Steinkorallen zuerst die mit ihnen in Symbiose lebenden Algen, besonders weil ihnen ein Bakterium stark zu schaffen macht: Serratia marcescens. Das ist für diese Algen toxisch und stammt ausgerechnet aus menschlichen Kläranlagen. Aber hey, lasst uns das Korallensterben einfach in toto dem Klimawandel in die Schuhe schieben! Wenn wir erst die gesamte industrielle Entwicklung rückabgewickelt haben, gibt es ja auch keine Kläranlagen mehr – Problem gelöst!

Fazit

Der Mensch mit seinem Tun hatte natürlich zu allen Zeiten Einfluss auf seine Umgebung. Die Industrialisierung und die ihr folgende Bevölkerungsexplosion sorgten dafür, dass diese Einflüsse sich skalierten. Es waren jedoch ausgerechnet die Industrialisierung, die erstmals in der Menschheitsgeschichte für einen wachsenden technischen Weitblick sorgte und die Wissenschaft, die zur Erkenntnis ganzer Ursache-Wirkung-Ketten gelangte. „Gefahr erkannt” kommt immer vor „Gefahr gebannt”

Das biblisch begründete und agrarisch gemeinte „… macht euch die Erde untertan“ hatte zuvor kaum die Kraft, ganze Ökosysteme aus den Angeln zu heben. Das lag aber nicht daran, dass der Mensch es nicht immer wieder versucht hätte. Manchmal durchaus erfolgreich – wenn auch mit besseren Absichten als in blinder, mutwilliger Zerstörung. Man denke an Tiere, die aktiv ausgerottet wurden, die Abholzung der Wälder auf den britischen Inseln und der Küsten der Mittelmeerländer oder – schon in der Neuzeit und genauer gesagt in der Allmachtsphantasie des Sozialismus gelegen – die beinahe-Auslöschung des Aralsees.

Welche gigantomanischen Pläne wird die Nachwelt uns als Größenwahn und Wissensanmaßung auslegen? Die Errichtung oder doch eher die Abschaltung von Kernkraftwerken? Wird man sich fragen, warum wir, statt erreichbare Ziele in den Blick zu nehmen, ein CO2-freies Utopia errichten wollten? Oder warum wir in Europa zur Rettung der Ozeane Plastiktüten verbieten, obwohl 90% des Plastikmülls über zehn Flüsse in Asien und Afrika in die Meere gelangt? Deutlicher kann eine Fehlallokation von Aufmerksamkeit auf ein Problem kaum ausfallen.

Dem Schutz der Umwelt ist jedenfalls mehr gedient, wenn man den Menschen in der dritten Welt über die Schwelle von Armut und Unbildung hilft, weil Menschen erst dann beginnen, ihre Umwelt als Lebensraum und nicht als Feind zu betrachten. Das mag anfangs nur um den Preis höherer CO2-Emissionen zu haben sein, aber sobald die Schwelle überschritten ist, geschehen zwei Dinge gleichzeitig: Das Bevölkerungswachstum kommt zum Stillstand und die Energieeffizienz steigt. Beides reduziert letztlich alle Emissionen, seien sie nun schädlich oder nicht.

Und sollten wir wirklich zu dem Schluss kommen, den CO2-Ausstoß kurzfristig verringern zu müssen (was ich nicht glaube), dann bitte ohne die Mehrheit der Menschheit dauerhaft von allen Entwicklungschancen abzuschneiden und in Gutsherrenmanier oder Sektenart über den Energiebedarf jedes einzelnen Menschen zu entscheiden. Also lieber aktiv, als durch die Rückkehr zu Menschenopfer und Höhlenmalerei.

Quelle

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1 Kommentar

  1. Fidel 22. Oktober 2019 at 2:14 Alexander von Humboldt hat sich bereits 1799 in seiner Schrift »Versuche über die chemische Zerlegung des Luftkreises und über einige andere Gegenstände der Naturlehre« mit der Kohlensäure beschäftigt. Seine Messungen fanden an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und bei unterschiedlichen Wetterlagen statt. Seine Schlussfolgerungen sind überaus lesenswert: https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN534730825?tify={%22pages%22:[104],%22panX%22:0.483,%22panY%22:0.554,%22view%22:%22export%22,%22zoom%22:0.521}

Die Zahl der Asylbewerber steigt erneut erheblich

Migrants in camp – Bihac, Croatia 17.10.2019., Bihac, Bosnia and Herzegovina

Beliebtestes Ziel ist Deutschland

Bis zum September dieses Jahres ist die Zahl der „Schutzsuchenden“ – darunter vermehrt Venezolaner und Türken – wiederum um zehn Prozent gestiegen. Die allermeisten Migranten wollen nach Deutschland.

Die Zahl der Asylanträge in Europa liegt ebenfalls 2019 weit über dem Niveau der Jahre vor der großen Migrationskrise des Jahres 2015. Denn allein in diesem Jahr 2019, bis zum 24. September, sind bereits 487.000 Asylanträge in der EU sowie in der Schweiz und Norwegen gestellt worden.

Das sind etwa zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2018. Diese Zahlen hat das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) ermittelt, das ihren Sitz in Valetta (Malta) hat. Die EASO beobachtet im Auftrag der EU die Entwicklung der Flüchtlingsbewegungen im europäischen Raum. Über die neuen EASO-Zahlen zu den Wanderungsströmen hat – außer der Tageszeitung „Die Welt“ – kaum ein Mainstream-Medium genauer berichtet.

Woher kommen die meisten Zuwanderer – und auf welchen Wegen?

Die meisten Asylbewerber sind 2019 aus Syrien, Afghanistan und Venezuela in den EU-Raum gereist. Das European Asylum Support Office hat das so formuliert: „Syrians, Afghans and Venezuelans continued to lodge the most applications. (…) Turkey, Iraq, Colombia, Pakistan, Iran, Albania and Nigeria completed the list of the top 10 countries of origin of applicants.”

Als Hauptziel bei der Massenwanderung in Europa benennt die EASO das Land Deutschland. Im Ranking der Zielländer liegt die Bundesrepublik sehr weit vor allen anderen Staaten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Frankreich und Spanien. Es wird aber häufig beobachtet, dass viele der „Schutzsuchenden“, die zunächst außerhalb Deutschlands Asyl beantragt haben, später in die Bundesrepublik einreisen.

Abgesehen von der nicht bestimmbaren Zahl an Asylbewerbern, die zunächst legal per Visum in ein europäisches Land einreisen, kommt das Gros der Asyl-Antragsteller „nach wie vor unerlaubt über die Grenzen“ („Die Welt“). Viele Wanderer kommen anscheinend über das Mittelmeer und die Ägäis in ein EU-Land.

2018 sind 102.000 Migranten über den Seeweg in die Europäische Union gekommen. Derzeit gewinnt die Balkan-Route wieder erheblich an Bedeutung, darüber hat kürzlich „Tichys Einblick“ berichtet. International haben Beobachter nicht den Eindruck, dass irgendeine Regierung eines westeuropäischen Staates auf weiter steigende Migrantenzahlen vorbereitet wäre. Besonders wenig kritische Gedanken machen sich in Deutschland der dominierende grünrote mediale Mainstream und die hiesigen Regierungsverantwortlichen.

Die durch die EASO erfasste Zahlenentwicklung ist noch nicht wesentlich beeinflusst durch die neuen militärischen Kontroversen zwischen der Türkei, den Kurden und dem Staate Syrien. Die aktuellen Auseinandersetzungen im Nahen Osten werden voraussichtlich die Zuwandererzahlen noch weiter in die Höhe treiben.

Anerkennungsquote europaweit bei 25 Prozent – Abschiebungen erfolgen aber in der Regel nicht

In den Ländern der EU wurde insgesamt etwa jeder Vierte als „Flüchtling“ anerkannt – „inklusive der weiteren Schutztitel waren es 34 Prozent“, resümiert die „Welt“ eher vage, ohne diese „besonderen Schutztitel“ zu erklären. Was nicht erwähnt wird: Fast niemand der abgelehnten Asylbewerber wird gegen den Willen der Zuwanderer abgeschoben.

Wer angeblich keine Papiere besitzt oder angibt, er sei ernsthaft krank (verbreitet ist es beispielsweise, von nächtlichen „Angstträumen“ zu berichten), wird von den staatlichen Sozial-Dienststellen de facto grundsätzlich als „Geduldeter“ im jeweiligen EU-Land versorgt. Krasse Ausnahmefälle bestätigen die Regel.

Immer mehr Lateinamerikaner kommen nun in die EU

Unter den Lateinamerikanern, die offiziell in Ländern der EU zunehmend „Schutz“ suchen, stellen Venezolaner die Mehrheit. Die „Welt“ berichtet freilich, dass von diesen Anträgen derzeitig im Schnitt nur neun Prozent anerkannt werden. Fast alle Venezolaner reisen mit einem Touristenvisum nach Spanien, meist beantragen sie wenig später in der Region Madrid Asyl.

Im Sommer hat die spanische Regierung unter der Führung von Pedro Sánchez (Partido Socialista Obrero Español) beschlossen, abgelehnten Asylbewerbern aus Venezuela grundsätzlich einen „Sonderaufenthaltstitel“ zu gewähren. Mit diesem Titel dürfen diese Zuwanderer ohne weiteres ein Jahr im Land bleiben und gegebenenfalls auch arbeiten, sie bekommen in dieser Zeit offiziell keine staatliche Unterstützung.

Nach zwölf Monaten können die Latinos ihre Aufenthaltsgenehmigung verlängern lassen. Dann fließen auch die staatlichen Sozialleistungen. Offensichtlich reisen immer mehr Menschen aus Venezuela (und anderen lateinamerikanischen Ländern) nach Europa. In diesem Jahr haben zum Beispiel schon 30.400 der venezolanischen Zuwanderer einen Asylantrag gestellt. 2018 sind es insgesamt noch rund 22.000 gewesen, „was auch schon eine Verdoppelung im Vergleich zu 2017 bedeutete“ („Die Welt“).

Latinos: Sie reisen „nie wieder aus“

Madrid ist bereits „zum Hauptquartier der wachsenden venezolanischen Diaspora in Europa“ („Der Spiegel“) geworden. Wer derzeit vor Hunger, Inflation und Gewalt aus Venezuela fliehen möchte, geht meist in die Nachbarländer Kolumbien oder Brasilien. Aber „wer irgendwie das Geld für die Tickets zusammenkratzen kann, bucht einen Flug nach Madrid“, hat die Wochenzeitschrift erkannt.

Nahezu „jeden Tag kommen im Terminal 4 (des Flughafens von Madrid) die Flüge aus Caracas an“, schreibt der „Spiegel“, die von Venezolanern als angebliche Touristen genutzt werden. Diese Latinos – so räumt sogar das eigentlich fast immer besonders flüchtlingsfreundliche Nachrichtenmagazin aus Hamburg ein – reisen freilich „nie wieder aus“.

Dass die Zahl der einwandernden Lateinamerikaner derzeit ständig steigt, führen Beobachter auch darauf zurück, dass die gegenwärtige, von Donald Trump geführte, US-Regierung – im Gegensatz zur amerikanischen Bundesregierung unter Barack Obama – dezidiert versucht, die illegale Einwanderung in die USA einzudämmen.

Deutschland: Die meisten Asyl-Statistiken sind wenig transparent

Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zufolge sind allein in diesem Jahr in Deutschland bis Ende September 110.282 Anträge auf Asyl gestellt worden. Auf Platz eins der Zuwanderer liegen die Syrer, gefolgt von Irakern und Türken. Der Anteil von Türken, die in Westeuropa Asyl beantragen, wächst stark.

Bei den Flüchtlings-Statistiken, die Deutschland betreffen, sind offenbar etliche Ausländer noch nicht mitgezählt, die als ausländische, minderjährige und „unbegleitete Jugendliche“ oder über die „Familienzusammenführung“ ins Land kommen. Wie genau solche Zuwanderer erfasst werden, die schon zuvor in einem anderen Land Asyl beantragt haben, ist nicht bekannt. Auch die Zahl der Menschen, die in Deutschland völlig untergetaucht sind, kennt niemand genau.

Vor diesem Hintergrund sind solche Zuwanderungs-Statistiken, wie sie jetzt zum Beispiel die „Rheinische Post“ („RP“) veröffentlicht hat, mit großer Vorsicht zu genießen. In der „RP“ heißt es, die Flüchtlingszahlen für die Bundesrepublik gingen derzeit zurück. Die „RP“-Angaben, die sich auf die aktuellen monatlichen Zuwanderungen beziehen, stimmen insgesamt nicht überein mit den Zahlen, die das BAMF präsentiert hat. Diese Beispiele zeigen, wie wenig transparent der Umfang der „Flüchtlingsströme“ ist.

Seltsam ist, dass bei den Asylanten-Zuströmen in die Staaten der EU das Land Albanien an neunter Stelle steht. Also der Staat, der sich seit längerer Zeit bemüht, offizielles Mitglied der Europäischen Union zu werden.

Immer mehr Türken Asylbewerber

Mindestens ebenso seltsam ist die Tatsache, dass sich die Türkei bei der Zahl der Asylanträge auf dem vierten Platz befindet. Die meisten türkischen Asylanten wollen nach Deutschland. Das ist schon deswegen absurd, weil die Türkei doch NATO-Bündnispartner der Bundesrepublik Deutschland ist.

Genau diese North Atlantic Treaty Organization soll doch die demokratischen Systeme der Mitgliedsländer vor Angriffen anderer Staaten schützen. Dabei schützt das Verteidigungsbündnis nicht zuletzt die Menschenrechte in den NATO-Staaten. Wie kann dann ein NATO-Land Bürger aus einem anderen NATO-Land als Asylbewerber aufnehmen? Das klingt absurd. Das hätte sich vor 20 Jahren niemand in Europa vorstellen können.

Dass die Zahl der türkischen Asylbewerber immer mehr gestiegen ist – darüber berichten unterdessen auch Medien wie die „FAZ“. Aber die Medien des Mainstreams schreiben nichts darüber, dass diese Art von „freizügiger“ Asylgewährung für Bürger aus einem befreundeten NATO-Land das EU-Asylsystem im Kern zu einer bloßen Karikatur verkommen lässt.

Geht es den allermeisten türkischen Wanderern in Wirklichkeit gar nicht darum, vor politischer Verfolgung zu fliehen? Geht es ganz überwiegend eher darum, sich wirtschaftliche Vorteile insbesondere in Deutschland zu verschaffen? In dem Land, das weltweit die höchsten Sozialleitungen bietet (Bargeld, Wohnung/Haus, Krankenversorgung, vielfältige Sonderleistungen)? Und wie viele wollen der Einberufung zum Militär entgehen?

Dass die meisten der Wanderer, die in Deutschland Asyl beantragen, ohne Papiere ins Land kommen, zeigt jedenfalls, dass sehr viele der angeblichen „Schutzbedürftigen“ mit der Absicht in die Bundesrepublik kommen, die deutschen Behörden aus materiellen Gründen von Beginn an zu betrügen.

Für diese riesengroße Ausländergruppe, die sich millionenfach einfach weigert, Pässe und Personalausweise vorzuzeigen, ist die Bundesrepublik offensichtlich das attraktivste Ziel, weil Deutschland – de facto unbegrenzt – eine international unvergleichliche Rundum-Versorgung gewährt.

Neuauflage der Refugees-Welcome-Bewegung aus dem Jahr 2015 – „angereichert um das Thema Klimawandel“

Die zuständigen deutschen Behörden erteilten 2018 etwa jedem dritten Asylantragsteller einen Anerkennungsbescheid. Diese Quote hat schon beträchtlich höher gelegen. In Deutschland lag die Anerkennungsquote beispielsweise im Jahr 2016 völlig überraschend bei 62,4 Prozent. Das war augenscheinlich besonders dem Druck der großen Migrationskrise des Jahres 2015 geschuldet.

Denn 2016 wurden alle verfügbaren Kräfte in die Flüchtlingsämter geworfen, um hunderttausende von Asylanträgen endlich bearbeiten zu können. In diesem Jahr sind dadurch tatsächlich besonders viele dieser Anträge entschieden worden. Und anscheinend wurde insbesondere in diesen Monaten extrem lax „geprüft“.

Klima-Aktivisten in Europa engagieren sich zumeist ebenfalls in der Asylpolitik. Diese Aktivisten wollen heute zumeist auch die Zuwanderung von Ausländern aus aller Welt nach Westeuropa noch zusätzlich erleichtern. Mehr noch: Es wird behauptet, Klimaveränderungen verursachten erhöhte „Flüchtlingsströme“.

Es gelte, auch diese Zuwanderer aufzunehmen und hierzulande zu versorgen. Bei „Tichys Einblick“ war kürzlich zu lesen: „Wir erleben hier eine mediale Neuauflage der (…) hypermoralischen (…) Argumentationsmuster der Refugees-Welcome-Akteure aus dem Jahr 2015 – angereichert um das Thema Klimawandel.“

Absurdes Asylsystem: Ausgerechnet ein deutscher Offizier stellt in Deutschland einen Asylantrag – der sofort genehmigt wird

Die überaus lasche Prüfungspraxis in Asylbehörden ist durch den Fall des deutschen Bundeswehr-Oberleutnants Franco A. – exemplarisch – deutlich geworden. Dieser Offizier des bundesdeutschen Militärs hatte sich im Dezember 2015 in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen als angeblicher „syrischer Flüchtling“ registrieren lassen. Wenig später, im Januar 2016, stellte der deutsche Offizier „in Bayern einen Asylantrag, der auch sofort genehmigt wurde“, war damals zu lesen.

Dem Bundeswehrangehörigen ist umgehend sogar „ein Zimmer in einer Asylunterkunft zugeteilt“ worden. Auch materielle Leistungen wurden dem „falschen Syrer“ auf der Stelle genehmigt. Und das alles obgleich der Offizier „kein Arabisch sprach, sondern lediglich Französisch“ („Die Welt“). Dieses Beispiel zeigt besonders eindrucksvoll, dass sich das deutsche BAMF immer wieder selbst auf spektakuläre Weise ad absurdem führt.

Die „Bild-Zeitung“ fragte damals zu Recht, wer dafür verantwortlich gemacht werden könne, dass ausgerechnet ein bundesrepublikanischer Soldat im gehobenen Dienst ohne irgend eine Schwierigkeit ein „Doppelleben“ führen und gleich über zwei Einkommensquellen verfügen konnte: über „Sold und Asyl-Geld“.

Diese Frage hat der Boulevardzeitung bis heute niemand beantworten können oder wollen. An der Beantwortung dieser Frage ist auch die Bundesregierung offensichtlich nicht interessiert. Ein schlimmes Zeichen. Es zeigt, dass die politische Führung nicht sehen will, dass die deutschen Asylbehörden genau das nicht tun, was sie tun sollen: im Sinne eines Rechtsstaates zu funktionieren.

Quelle

Hanebüchene Ungereimtheiten

Machtspiele und Verbrechen.

Der brutale Angriff eines Schülers auf seine Lehrerin in Möriken-Wildegg war angekündigt. Mitschüler belasten den 14-jährigen Syrer schwer. Therapien sollen helfen. Die Behörden schauen weg.

Auch die zweite Einvernahme der Aargauer Kantonspolizei im Auftrag der Jugendanwaltschaft war getragen von einfühlsamer Zurückhaltung. Sie fand Ende August statt. Bereits zwei Monate waren da vergangen, seit der 14-jährige Syrer Ali M. (Name der Redaktion bekannt) in Möriken-Wildegg seine heute 64-jährige Lehrerin mit Faustschlägen und Fusstritten angegriffen und verletzt hatte. Im Spital wurden bei der Frau neben einem Kieferbruch diverse Hämatome am Oberkörper und im Gesicht dokumentiert.

Nachdem er ihn über all seine Rechte aufgeklärt hat, möchte der Beamte als Erstes vom Burschen wissen, was der «Medienhype» um seinen Fall bei ihm ausgelöst habe. Das habe ihn verletzt, klagt der junge Syrer, das sei alles falsch dargestellt worden. Er sei in Wahrheit das Opfer. Nicht er habe die Lehrerin angegriffen, es sei umgekehrt gewesen: Sie habe ihn ohne Grund geschlagen, er habe sich nur passiv gewehrt. Bei der reflexartigen Abwehr habe er sie womöglich touchiert. Die schweren Verletzungen könnten unmöglich ihm zugeschrieben werden, meinte er. Es könne ja auch sein, dass sich die Lehrerin nachträglich selber geschlagen habe.

Die Aussagen des Vierzehnjährigen triefen nachgerade vor Selbstmitleid. Ein Jahr lang soll ihn die Lehrerin als Terroristen und stinkenden Schmutzfinken beschimpft und gedemütigt haben, und das nur wegen seiner Herkunft oder seines Glaubens. Dabei sei er überhaupt nicht religiös. Er habe noch nie etwas von al-Qaida oder dem Islamischen Staat gehört, versicherte der Syrer, er wisse gar nicht, was das sei. Sein einziger Fehler sei gewesen, dass er nicht selber Anzeige erstattet habe.

Ab in die Box-Therapie

M. will auch nie mit einem Dolch auf dem Pausenplatz herumgefuchtelt haben. Es sei ein kleines rotes Schweizer Sackmesser gewesen, mit dem er gerne schnitze. Das Messer habe er weggeworfen, um nicht in falschen Verdacht zu geraten. Nun stellte die Polizei bei ihm zu Hause ein grösseres Messer sicher, die Ermittlungen ergaben zudem, dass er zumindest zeitweise einen Dolch und ein Butterflymesser besessen hatte. Doch all diese Waffen will M. bloss für einen Freund aufbewahrt haben.

Als die Lehrerin an jenem 28. Juni 2019 ihn vor dem Betreten des Schulzimmers aufforderte, seine Taschen zwecks Messerkontrolle zu leeren, habe er bloss verlangt, dass die Schulleitung beigezogen werde. Das sei sein gutes Recht gewesen, meinte der junge Syrer. Er habe sich schikaniert gefühlt.

Nun könnte man sich fragen, was die Jugendanwaltschaft unter einem «Medienhype» versteht (im Wesentlichen handelte es sich um drei eher zurückhaltende Berichte von Aargauer Zeitung, Tele M1 und Weltwoche, die von anderen Medien kommentarlos zitiert wurden). Auffällig ist aber vor allem, dass die Ermittler den Jugendlichen kaum mit den hanebüchenen Ungereimtheiten in seinen Aussagen konfrontierten. Die Realität steht nämlich gemäss Recherchen der Weltwoche in einem diametralen Widerspruch zur Opferrolle, die sich der junge Syrer selber zuschreibt. Erschreckend ist nicht nur die Brutalität, die der vierzehnjährige Schläger bei seinem gemäss Mitschülern angekündigten Angriff an den Tag legte, sondern auch die Kaltschnäuzigkeit, mit der er sein Opfer zur Täterin macht.

Jugendstrafverfahren sind geheim. Erziehung und Therapie gehen gemäss Schweizer Recht der Strafe vor. Doch das befreit die Behörden nicht von der Pflicht, ein Verbrechen sauber abzuklären. Damit man die angezeigten Massnahmen ergreifen kann, muss vorerst ermittelt werden, was Sache ist. Immerhin ist es nicht das erste Mal, dass der Vierzehnjährige zuschlägt, und es ist zu befürchten, dass es auch nicht das letzte Mal ist. Doch der forensische Psychiater, der M. begutachten soll – das Resultat wird auf Ende Oktober erwartet –, darf nicht auf eigene Faust die versäumten Ermittlungen ergänzen. Er muss sich auf die Untersuchung der Jugendanwaltschaft stützen.

Der bisherige Gang des Verfahrens erweckt indes den Eindruck, dass die Jugendanwaltschaft es gar nicht so genau wissen will. Und hier liegt ein Problem, das eben doch von öffentlichem Interesse ist: Wer übernimmt die Verantwortung, wenn M. erneut zuschlägt?

Abgesehen davon sind die Aussagen des Burschen auch ein Hohn gegenüber dem tatsächlichen Opfer: eine Lehrerin, die ihr Leben dem Wohl der Kinder gewidmet hat und zum Dank unmittelbar vor der Pensionierung spitalreif geprügelt wird («Im Namen Allahs», Weltwoche vom 11. Juli 2019). Die Version des Täters, der die Rollen verkehrt, steht unwidersprochen im Raum. Er selber hat sie in Möriken-Wildegg verbreitet.

Doch weder die betroffene Lehrerin noch die involvierte schulische Heilpädagogin noch die Schulleitung noch die Mitschüler wurden von den Ermittlern mit den Aussagen des jungen Syrers konfrontiert. Stattdessen schickte ihn die Jugendanwaltschaft nach den Sommerferien sechs Wochen lang in eine Therapie mit Boxtraining zwecks Aggressionskontrolle. Nach den Herbstferien, die diese Woche im Aargau zu Ende gehen, soll M. nun wieder die normale Realschule besuchen, einfach in einer anderen Gemeinde. Von der Spezialschule für Verhaltensauffällige, in die er eigentlich hätte geschickt werden sollen, noch bevor es zum brutalen Angriff kam, ist nirgends mehr die Rede. Kurzum: M. hat mit seinem Angriff erreicht, was er wollte – nämlich die Einweisung in die Spezialschule zu verhindern.

Gegen Weihnachtslieder und Bikinis

Doch gehen wir der Reihe nach. Bereits in der Primarschule ist M. aufgefallen, unter anderem weil er einem Mitschüler die Zähne eingeschlagen hatte. Als er nach den Sommerferien 2018 in die erste Realklasse eintritt, herrscht bald Unruhe in der Klasse. Im Einzelnen sind es keine spektakulären Fehltritte, doch in der Summe werden sie bald mehr als lästig. Mal schlägt M. auf dem Pausenplatz einen sehbehinderten Jungen zusammen, weil dieser ihn angeblich schräg angeschaut habe; mal spielt er im Schulzimmer mit dem Feuerzeug oder lässt Kleinigkeiten mitlaufen; mit einem Kollegen begeht er Vandalenakte vor dem Kindergarten und beim Haus des Abwarts; als sich der Abwart zur Wehr setzt, bedroht er diesen. Auch der Turnlehrer, der M. einmal aus dem Unterricht verweist, erhält eine Todesdrohung, wobei der Syrer vor versammelter Klasse mit dem Zeigefinger über seine Kehle streicht.

Seine oft in der Mehrdeutigkeit versteckten, aber unverschämten Drohungen und Provokationen spielen regelmässig auf den Islam an. Der angeblich Unreligiöse veranstaltet eine Diskussion, weil er keine Weihnachtslieder singen mag. Mädchen beschimpft er als Schlampen oder Huren, er rempelt sie an, schubst sie auf der Treppe, spuckt ihnen vor die Füsse. Er bedroht seine muslimischen Gspänli per Whatsapp, weil sie sich nicht an den Ramadan halten, im unzüchtigen Bikini baden oder zerschlissene Jeans tragen. Im Chat kündigt er an, es sei für ihn kein Problem, Mädchen zu schlagen. Während er sich selber als Opfer von Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit inszeniert, beschimpft M. Dunkelhäutige ungerührt als «Nigger».

In der Klasse spannt M. anfänglich mit einem anderen Jungen aus dem arabischen Raum zusammen, der ähnliche Machtspiele treibt. Die Lehrerin und die schulische Heilpädagogin, welche die Klasse gemeinsam führen, lassen sich nicht beeindrucken. Beide gelten gemäss verschiedenen Quellen als sehr erfahrene Lehrkräfte, die nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind und sehr gut zusammenspielen. Beide sind eher überqualifiziert. Hätten sie ein grundsätzliches Problem mit Ausländern, würden sie kaum an der Realschule unterrichten. Zuerst versuchen es die zwei Frauen mit kleineren Sanktionen. Als das nicht wirkt, schalten sie Sozialarbeiter und den Schulpsychologen ein. Mehrmals wird M. in Spezialprogramme eingewiesen. Schliesslich tritt auch die kantonale Antiradikalisierungsstelle auf den Plan. Letztere gibt allerdings Entwarnung.

M. fällt in der Schule durch Palästinenser-Schals, religiöse Amulette oder auch mehrdeutige Allah-Beschwörungen auf. Mag sein, dass hinter der islamistischen Aura bloss das Imponiergehabe eines pubertierenden Wichtigtuers steckt. Doch die latente Drohkulisse bringt Unruhe in die Klasse. Der Kumpan von M. wird nach den Sportferien 2019 schliesslich in ein Jugendheim eingewiesen, allerdings aus anderen Gründen. Doch die erhoffte Beruhigung bleibt aus.

Der junge Syrer spielt nun erst recht den Platzhirsch im Schulhaus. Einige seiner Mitschüler lassen sich durch seine Allah-Show beeindrucken. Erschwerend kommt hinzu, dass seine Eltern, die vor fünf Jahren als Asylbewerber in die Schweiz kamen und seither von der Sozialhilfe leben, kein Wort Deutsch sprechen. Insbesondere der Vater, der selbst im Dorf schon wegen Gewalttätigkeit gegen Frauen aufgefallen ist, scheint sich hinter den Sohn zu stellen.

Am 20. Juni 2019, es ist ein Donnerstag, kommt es zu einem Elterngespräch, bei dem neben den beiden Lehrerinnen die Schulleiterin, der Sozialarbeiter sowie ein Übersetzer zugegen sind. Die Eltern willigen schliesslich widerstrebend ein, dass M. an der Regionalen Spezialklasse in Baden angemeldet wird, einer Schule für verhaltensauffällige und gewaltbereite Jugendliche. Bei M. kommt das offenbar gar nicht gut an. Tags darauf beobachten ihn mehrere Personen, wie er auf dem Pausenplatz mit einem nicht näher umschriebenen Klappmesser herumfuchtelt.

Der Vierzehnjährige darf im Sinne eines Kompromisses noch bis zu den Sommerferien an der Schule in Möriken-Wildegg bleiben. Bevor er am Morgen jeweils das Klassenzimmer betritt, muss M. aber seinen Lehrerinnen den Inhalt seiner Taschen zeigen, in einem separaten Zimmer notabene. Man will ihn nicht blossstellen, lediglich sichergehen, dass er das Messer zu Hause lässt. Die beiden erfahrenen Lehrerinnen haben ein schlechtes Gefühl. Sie wollen den Teufel nicht an die Wand malen, doch sie stufen den Burschen als manipulativ, schwer zugänglich und unberechenbar ein.

Eine Woche später, am 28. Juni, kommt M. eine Stunde zu spät in den Unterricht. Es ist nicht das erste Mal. Die Klassenlehrerin schickt ihn ins Nebenzimmer, wo er eine Stunde lang allein Aufgaben lösen soll. Nach der Elf-Uhr-Pause will sie ihn dort abholen. Doch M. wartet im Gang auf sie. Die beiden sind allein. Die Lehrerin fordert ihn auf, den Inhalt seiner Schultasche auf einen Tisch zu leeren. Er weigert sich. Dann könne er nicht ins Klassenzimmer kommen, entgegnet sie.

Eine geplante Abrechnung

Gemäss ihrer Darstellung schlägt er ihr nun völlig unvermittelt mit der Faust mindestens zweimal ins Gesicht. Ihr Kiefer bricht. Weitere Schläge hinterlassen Blutergüsse an ihrem Oberarm, an ihrem Rücken und am Oberkörper. Als sie, um Hilfe schreiend, flüchtet, tritt M. mit den Füssen nach, bevor er selber das Weite sucht. Direkte Zeugen gibt es keine. Doch ihr Hilfeschrei ist weitherum zu hören.

Nach der Darstellung von Mitschülerinnen und Mitschülern war der Angriff von M. kein spontaner Kurzschlussakt, sondern eine geplante Abrechnung. Der Bursche habe zuvor angekündigt, dass er die Lehrerin zusammenschlagen werde. Es sei auch keine Ausnahme gewesen, dass M. mit Messern herumgefuchtelt und gedroht habe. Er habe schon Messer geworfen und andere Schüler damit geritzt.

Gewiss, das sind bis zum Beweis des Gegenteils nur Behauptungen, die es abzuklären gälte. Die zentrale Frage bleibt: Ist M. bloss ein verwahrloster Teenager, der seine Grenzen sucht, sich in einer falschen Opferrolle suhlt und ein vielleicht kulturell bedingtes Problem mit weiblichen Autoritäten hat? Oder offenbart sein Verhalten und vor allem auch sein kaltblütiges Leugnen jeder Schuld einen gefährlichen Psychopathen, der gerade am Anfang einer kriminellen Karriere steht?

Am Schluss der Einvernahme nimmt der Polizist dem Vierzehnjährigen das Versprechen ab, dass er solche Dinge nie wieder tun werde. Das hat er seinen Lehrerinnen allerdings schon oft versprochen. Seine Taten sprechen eine andere Sprache. Auf sein Wort ist offenkundig kein Verlass. Doch für die Jugendanwaltschaft reicht es, um den jungen Syrer wieder auf eine normale Schule zu schicken.

Quelle

Wie ist das mit dem CO2?


    Schadet uns Kohlenstoffdioxid?

Es werden alle Aspekte beleuchtet – gleichviel – wird es nichts nutzen! (L.J. Finger)

21. Oktober 2019 Chris Frey Klima 0
Sind nach Meinung der Alarmisten der einzige Faktor, von dem unser Wetter abhängt: 0,04% CO2 in der Luft! Bild: Bernd Wachtmeister  / pixelio.de 

Walter Hopferwieser100.000 € Belohnung


Der oder dem Ersten, der mir einen schlüssigen naturwissenschaftlichen Beweis vorlegt, dass das von uns Menschen freigesetzte CO2 eine Klimaerwärmung bewirkt, die uns Menschen und unsere Erde nachhaltig schädigt, verleihe ich einen Preis in der Höhe von 100.000 €. Dieser Beweis hat von schlüssigen und widerspruchslosen Hypothesen auszugehen, die den geforderten Zusammenhang lückenlos erklären. Sie müssen gut begründet und dürfen bis heute nicht falsifiziert worden sein. Jede einzelne dieser Hypothesen muss ebenso wie die gesamte Beweiskette durch empirisch überprüfbare und wiederholbare Experimente bewiesen sein. Einsendungen an Walter Hopferwieser, Santnergasse 61, 5020 Salzburg, Österreich.Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet)

Physikalische Grundlagen 

Viele Massenmedien, Lehrer und Politiker bläuen uns ein, Kohlenstoffdioxid – kurz CO2 – wäre ein gefährlicher Schadstoff. Das von uns Menschen freigesetzte COsoll zu Klimaerwärmung und Umweltkatastrophen führen. Stimmt diese Behauptung? Physiker kennen das Henry-Gesetz: Bei stärkerem Druck und bei niedrigerer Temperatur löst sich mehr Gas in einer Flüssigkeit. Wir können das beobachten, wenn wir kalte und warme Flaschen mit Mineralwasser öffnen. Die warme sprudelt viel stärker als die gekühlte. Ist die Luft kälter, löst sich mehr CO2 aus der Luft in Seen, Flüssen, Regenwolken und im Meer. Weil Wasser viel mehr COals Sauerstoff und Stickstoff aufnimmt1, sinkt dabei der CO2-Anteil in der Luft. Tiefenbohrungen im Meer und im Eis an den Polen haben bestätigt, dass das CO2 der Luft dem Klima mit einer Zeitverzögerung folgt. Ein Ansteigen des CO2-Anteils der Luft ist eine Folge der Klimaerwärmung und kommt daher als Ursache der Klimaerwärmung wohl nicht in Frage. 

Luft besteht aus 78,1 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 0,93 % Argon und 0,038 % CO2. CO2 ist ein unbrennbares, farb-, geschmack- und geruchloses, Gas. Grüne Pflanzen verwandeln es in der Photosynthese zu Sauerstoff, den wir ebenso wie die meisten höher entwickelten Tiere zum Leben brauchen. Für Menschen ist CO2 nicht giftig. Eine größere Konzentration behindert aber die Sauerstoffaufnahme. Am Arbeitsplatz sind 0,5 % zulässig,2 ab 8 % führt es innerhalb von 30 bis 60 Minuten zum Tod3. Bei der Alkoholgärung entsteht CO2. In Weinkellern sterben Menschen, weil CO2 um die Hälfte schwerer als Luft ist und zu Boden sinkt. Dort verdrängt es den Sauerstoff, den sie zum Atmen brauchen. Auch in der Atmosphäre nimmt der CO2 Anteil trotz der Verwirbelungen in der Luft mit steigender Höhe ab. Die leichtesten Bestandteile der Erdatmosphäre – Wasserstoff und Helium – hüllen sogar den Mond ein.4

Temperaturverlauf seit Entstehung der Erde. Quelle: ZAMG

Das Klima wandelt sich seit seiner Entstehung 

Klima beschreibt den typischen Zustand der Atmosphäre über lange Zeiträume von Jahren bis zu Jahrmillionen im Wechselspiel mit Gewässern, Landmassen, Eisflächen und Lebewesen.5 Nach heutigem Stand der Wissenschaft entstand unsere Erde vor 4,6 Milliarden Jahren zusammen mit der Sonne und den übrigen Planeten aus einem Urnebel. Sie kühlte zuerst rasch, dann immer langsamer ab. Dabei bildeten sich zuerst eine feste Kruste und später Ozeane. Vor 2,5 Milliarden Jahren war das heutige Temperaturniveau erreicht. Vor 2,2 Milliarden Jahren und nochmals vor 700 Millionen Jahren war die Erde ein gefrorener Schneeball. Die allermeiste Zeit ihrer Geschichte wie auch der letzten 542 Millionen Jahre, in denen Leben nachgewiesen werden kann (Phanerozoikum), war die Erde eisfrei. Ihr Klima war also wärmer als heute.6 Vor 5 Millionen Jahren pendelte das Klima hauptsächlich in den 23.000 bis 41.000-jährigen Zyklen der Schiefe und der Präzession der Erdachse, danach nahmen die Schwankungen weiter zu. Seit 900.000 Jahren dominiert der 100.000 Jahreszyklus der Exzentrizität der Erdbahn. Vor 2,6 Millionen Jahren vereiste die Antarktis. In der Arktis fror das Meer im Winter. Das fünfte Eiszeitalter, in dem wir leben, begann. Seit einer Million Jahren lösen sich Kalt- und kürzere Warmzeiten ab. Die Mitteltemperatur des Erdglobus schwankt um 5°C. Die letzte Kaltzeit unseres Eiszeitalters war vor 110.000 bis 12.000 Jahren. In ihr wechselte das Klima 24 Mal abrupt zwischen wärmeren und kälteren Perioden. Am kältesten war es vor 25.000 bis 20.000 Jahren. Damals waren Nordamerika, Grönland und weite Teile Europas und Asien von Eis bedeckt. Salzburg war unter 600 m, Rauris unter 1,5 km Eis begraben. Nur die höchsten Berge der Alpen waren eisfrei. Der Meeresspiegel sank weltweit um 120 m. Dadurch waren Meere wie die Adria verschwunden, Alaska war mit Sibirien und Britannien mit Europa verbunden. Der Kälteeinbruch muss plötzlich gekommen sein. In den Mägen von Mammuts, die das Eis in Sibirien freigibt, finden wir noch heute die Nahrung.7 Vor 11.700 Jahren begann die heutige Warmzeit, das Holozän. Der Großteil des Holozäns war etwas wärmer als das 20. Jahrhundert. In der warmen Periode Atlantikum vor 6.000 Jahren grünte die Sahara. Seit 5.000 Jahren kühlt das Klima langsam ab. Zwischen 300 vor Christus und 400 nach Christus erwärmte sich das Klima wieder (römisches Klimaoptimum). Mäßig kühlem Klima während der Zeit der Völkerwanderung folgte das mittelalterliche Klimaoptimum zwischen 950 und 1250. In Britannien wurde Wein anbaut. In Europa blühten Städte und Staaten auf, die Bevölkerung wuchs.8 984 wurde der Wikinger Erich der Rote nach Grönland verbannt, das er das „grüne Land“ nannte. Er überzeugte 700 Landsleute, nach Grönland auszuwandern. Damals war die Durchschnittstemperatur höher als heute.9 Davon zeugen in Permafrost eingefrorene Wikinger-Gräber. Vom 15. bis 19. Jahrhundert hatten wir die Kleine Eiszeit. Missernten und Seuchen der frühen Neuzeit verschärften bestehende soziale Spannungen. Hexenverfolgung und französische Revolution sind in diesem Licht zu sehen. Die Alpengletscher erreichten um 1850 ihre größte Ausdehnung seit 6.300 Jahren. Danach erwärmte sich das Klima wieder. 

Temperaturverlauf des Holozäns. Quelle: ZAMG

Ähnlich stark schwankte der CO2-Gehalt. Vor gut 4 Milliarden Jahren bestand die Atmosphäre aus 80 % Wasserdampf und 10 % CO2.10 Nach einem Abfall stieg COvon 0,6 % vor 570 Millionen Jahren auf 0,8 % vor 460 Millionen Jahren. Im Kambrium breiteten sich die Pflanzen aus und bildeten sich alle Tierstämme. Dabei sank das CO2 auf 0,044 % während der Gondwana-Vereisung vor 280 Millionen Jahren. Es stieg auf 0,2 % vor 210 Millionen Jahren, als die Erde weitgehend eisfrei war.11 Seither nimmt es im Wesentlichen ab. Fast die gesamte Erdgeschichte hatte die Luft mehr CO2 als heute. Coccolithophoriden – das Kalknanoplankton – binden das überschüssige im Meer gelöste CO2. Dabei können sich diese winzigen Algen12 unbegrenzt vermehren. Sie haben Kalkgebirge aufgebaut. Nicht nur die Steinbildung, sondern auch Chitinpanzer von Insekten und Pilzen binden CO2. Heutzutage ist nur mehr so wenig CO2 in der Atmosphäre, dass viele Gärtner CO2 in ihre Gewächshäuser einbringen, damit die Pflanzen besser wachsen. In spätestens einer halben Million Jahren wird so wenig CO2 in der Luft sein, dass die Pflanzen die Photosynthese nicht mehr ausführen und keine höheren Wirbeltiere und schon gar keine Menschen auf der Erde leben können. 

CO2-Verlauf der letzten 600 Millionen Jahre. Quelle: ZAMG
CO2 und Temperatur der Luft in der Antarktis. Quelle: ZAMG
Coccolithophorida Emiliania huxleyi. Quelle: http://earthguide.ucsd.edu

Der Arktische Ozean ist bis zu 5.669 m tief. In ihm schwimmen die Eismassen des Nordpols. Selbst wenn sie schmölzen, würde der Meeresspiegel dadurch nicht dramatisch ansteigen. Jeder von uns kann das mit einem Eimer voller Eiswürfel beobachten. Er wird bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Das Eis schwimmt an der Oberfläche. In der Wärme schmilzt es ohne dass auch nur ein Tropfen Wasser überläuft (Archimedisches Prinzip). Die Antarktis zählt dagegen zu den kältesten Gebieten der Erde. Auf dem Nordpol hat es im Winter konstant -65°C. Im Midsommer steigt die Temperatur auf -25°C.13 Eine Angst vor dem Schmelzen des Eises der Pole ist vollkommen unbegründet. 

Sonne, Erde und Sterne schaffen das Klima

Wir erleben Licht und Wärme der Sonne in verschiedenen wiederkehrenden Rhythmen. In 24 Stunden dreht sich die Erde um ihre Achse. Wir erleben Tag und Nacht. In einem Jahr hat die Erde die Sonne umkreist. Die schiefe Erdachse führt zu Jahreszeiten und unterschiedlich langen Tagen. Die anderen Planeten – besonders der Gasriese Jupiter – ziehen die Erde an beeinflussen ihren Umlauf um die Sonne. Die Exzentrizität besteht, weil die Erde die Sonne nicht in einer Kreisbahn sondern in einer Ellipse umkreist. Sie führt zu 100.000 und 400.000 jährigen Zyklen. Die Erde dreht sich wie ein Kreisel mit schiefer Achse. Diese Taumelbewegung heißt Präzession. Ein Zyklus dauert 25.920 Jahre und wird Platonisches Weltenjahr genannt. Die Schiefe zur Ekliptik verändert sich zwischen 22,5° und 24,5º. Ein Zyklus dieser Obliquität dauert 41.000 Jahre. Sonnenflecken treten in einem 11 jährigen Zyklus auf, der zwischen 9 und 14 Jahren variieren kann. Sie sind immer paarweise, wobei ein Sonnenfleck in die Sonne, der andere aus der Sonne heraus reicht. Im nächsten Zyklus sind die Polaritäten vertauscht. Daher sprechen wir auch von einem 22 jährigen Zyklus. Weitere Sonnenzyklen mit einer Dauer von 88 (Gleissberg-Zyklus), 208 (Suess/de Vries-Zyklus),  500, 1.000 (Eddy-Zyklus) und 2.300 Jahren (Hallstatt-Zyklus) wurden beobachtet.14

Der Gleichklang zwischen Sonnenaktivität und mittlerer Erdtemperatur ist inzwischen lückenlos gesichert. Am wahrscheinlichsten erscheint die 1997 von den dänischen Forschern Eigil Friis-Christensen, Knud Lassen und Henrik Svensmark vorgeschlagene Hypothese der Wolkenbildung durch kosmische Strahlung, die vom Magnetfeld der Sonne abgeschwächt wird. Die Forscher Nicola Scafetta und Bruce J. West wandten dazu neuartige statistische Verfahren an und bestätigten die Gültigkeit dieses Gleichklangs auch für die wenigen Zeitabschnitte, in denen die mathematische Korrelation keine guten Ergebnisse ausweist.15

Der slowakische Klimaforscher Jan Veizer und der israelische Astrophysiker Nir J. Shaviv beschrieben einen komplexen Zusammenhang. Die kosmische Strahlung nimmt zu, wenn unser Sonnensystem alle 143 Millionen Jahre  einen der vier Spiralarme unserer Milchstraße durchquert. Dieser Rhythmus stimmt mit den Eiszeiten überein. Mehr Sonnenflecken gehen mit einem erhöhten Magnetfeld der Sonne einher. Dieses verringert die kosmische Strahlung in der Erd-Atmosphäre. Die Strahlung erzeugt Keime, die zur Kondensation und Wolkenbildung führen. Wolken schirmen die Erde von der Sonne ab. Daher ist es auf der Erde kühler, wenn die Sonnenflecken abnehmen. Dieser Zusammenhang wird von Satellitenbeobachtungen der letzten Jahre bestätigt. Veizer und Shaviv fanden diesen kosmischen Ursprung von Klimaänderungen in der Strahlung von 50 verschiedenen Eisenmeteoriten bestätigt.16

Das Maunder-Minimum war die kühlste Periode der Kleinen Eiszeit am Ende des 17. Jahrhunderts. Damals wurden so gut wie keine Sonnenflecken beobachtet. Wie der Geologe Roger Higgs erforschte, folgt das Klima mit einer Verzögerung von 25 Jahren dem Magnetfeld der Sonne. Das Magnetfeld der Sonne hatte 1991 einen Höhepunkt. Das stimmt mit der Temperaturspitze 2016 überein. Mittlerweile sind die Sonnenflecken in dramatischer Abweichung von ihren bisherigen Zyklen verschwunden. Das Klima wird daher zumindest bis 2044 kühler.17 Bereits 1972 haben Klimaforscher vor einer bevorstehenden Kaltzeit gewarnt.18

Der Weltklimarat

Der Weltklimarat IPCC wurde 1988 von der UNO gegründet, um Ausmaß und Auswirkungen des Klimawandels aufzuzeigen und Gegenmaßnahmen anzuregen. Treibende Kraft war der sozialistische kanadische Milliardär Maurice Strong (1929-2015), der in dem Thema einen Hebel sah, die UNO zu einer Weltregierung auszubauen.19 Seine Cousine, die US Journalistin Anna-Louise Strong, unterstützte seit 1921 den Aufbau des Kommunismus in Russland propagandistisch. Nachdem sie Stalin 1949 als Spionin verhaften ließ, wanderte sie nach China aus wo sie die Freundschaft mit Mao Zedong und Zhu Enlai erlangte.20 Strong selbst war mit vielen führenden Persönlichkeiten wie Justin Trudeau, Richard Nixon, den Rockefellers, Prinz Philip von Edinburgh, Saddam Hussein, George Soros und Mao Zedong gut vernetzt.21 Der Weltklimarat befasst sich entsprechend seinem Auftrag so gut wie ausschließlich mit dem menschengemachten Klimawandel. Dabei beruft er sich auf das längst widerlegte Hockeyschläger-Diagramm aus dem Jahr 1999.22 Die natürlichen Schwankungen des Klimas werden weitgehend ausgeblendet. Mittlerweile haben die meisten einschlägigen Naturwissenschaftler den Weltklimarat verlassen. Soziologen, Ökonomen und Politologen geben den Ton an. 

Hockeyschläger-Diagramm und tatsächlicher Klimaverlauf. Quelle: www.naturalnews.com

Al Gore war von 1993 bis 2001 Vizepräsident der Vereinigten Staaten. Seine Vorträge über einen durch Treibhausgase ausgelösten Klimawandel fasste er 2006 im Film „Eine unbequeme Wahrheit“ (An Inconvenient Truth) zusammen. Wegen einiger Fehler und Übertreibungen darf dieser Film in britischen Schulen nicht ohne Richtigstellungen gezeigt werden. 2007 erhielt Al Gore für ihn den Oscar für den besten Dokumentarfilm und zusammen mit dem Weltklimarat IPCC den Friedensnobelpreis. Gore‘s Investmentfonds Generation Investment Management GIM besaß 10 % der Chicago Climate Exchange, der amerikanischen Terminbörse für den Handel mit Emissionsrechten und diese die Hälfte der European Climate Exchange.23 Vor 2010 konnte Al Gore seinen Privatbesitz hauptsächlich mit Umweltgeschäften auf 100 Millionen Dollar verfünfzigfachen.24 Im Kyoto-Protokoll verpflichteten sich 1997 einige Industriestaaten, den Ausstoß ihrer Treibhausgase zu reduzieren. Die USA haben das Protokoll zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. Auch als Al Gore Vizepräsident war, wurde es dem Senat nie zur Abstimmung vorgelegt.25

97 % des CO2, das in die Atmosphäre gelangt, ist natürlichen Ursprungs: Vulkane, Atemluft, Vegetation, Gewässer26. Nur 3 % setzen Menschen durch das Verbrennen fossiler Energien frei. Davon stammen 27,5 % von der Volksrepublik China, 16,9 % von den USA, 5,9% von Indien und 4,7 % von Russland.27 Keines dieser Länder hat sich verpflichtet, den CO2 Eintrag zu verringern. Der Beitrag von Deutschland ist mit 2,2 % zu vernachlässigen. Selbst wenn Deutschland keinen Tropfen Öl mehr verbrannte, wäre das für den CO2-Gehalt der Erdatmosphäre belanglos. 

1896 berechnete der Schwedische Nobelpreisträger für Chemie Svante Arrhenius, dass eine Verdoppelung des CO2-Gehalts der Atmosphäre durch einen Treibhauseffekt zu einer Temperaturerhöhung um 4 bis 6°C führt. Er erwartete dies in 3.000 Jahren und freute sich dabei auf gleichmäßigere und bessere klimatische Verhältnisse und um das Vielfache erhöhte Ernten.28 Bis heute ist der Treibhauseffekt experimentell nicht nachgewiesen. 

Die Grenzen der Klimamodellierung

Im SPIEGEL 13/2019 plaudern zwei führende Klimaforscher aus dem Nähkästchen. Bjorn Stevens vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie forscht seit mehr als 20 Jahren auf dem Feld der Klimamodellierung. In den 1979er Jahren vermuteten Forscher, dass eine Verdoppelung des CO2 Gehalts der Atmosphäre zu einer Temperaturerhöhung um 1,5 bis 4,5°C führen könnte. Diese Klimasensitivität legten sie ihren Computer-Simulationen zu Grunde. Die Rechenleistung der Computer ist auf das Vielmillionenfache gestiegen, aber die Vorhersage der globalen Erwärmung ist so unpräzise wie eh und je. Das empfindet Stevens als zutiefst frustrierend. „Unsere Computer sagen nicht einmal mit Sicherheit voraus, ob die Gletscher in den Alpen zu- oder abnehmen werden.“ Kondensiertes Wasser – also Wolken haben den größten Einfluss auf das Klima. Mal bilden sie zarte Streifen, mal treiben sie in Herden bauschiger Gebilde dahin, mal bäumen sie sich zu kilometerhohen Unwetterfronten auf. Manche bestehen aus winzigen Wassertröpfchen, andere aus kleinen Körnchen aus Eis. Schiebt sich eine Wolke vor die Sonne, wird es kühler. In der Nacht und im Winter verhindern Wolken, dass Wärme abgestrahlt wird. Alle Wolken zusammen würden zu Wasser kondensiert unseren Globus mit einer 0,1 mm dünnen Schicht bedecken. Durch eine Verringerung der tief hängenden Gewitterwolken (Cumulonimbus) um 4 % würde es weltweit um 2° C wärmer. (2015 wurde auf der Pariser Klimakonferenz beschlossen, die Erwärmung der Erde auf diese 2° C zu begrenzen.) Die Bildung von Wolken ist stark von kleinräumigen Wirbeln abhängig, die nach wie vor nicht erfasst, geschweige denn prognostiziert werden können. Wie vor 50 Jahren modellieren die Forscher die Erde möglichst exakt und geben vor, wie stark die Sonne in welcher Weltregion strahlt. Daraus simuliert der Computer Temperaturen. Wasser kann dabei nicht verdunsten, aufsteigen und kondensieren. So lässt sich nur die Großwetterlage abbilden. Tiefdruckwirbel ziehen wie in der Wirklichkeit über den Nordatlantik. Indien wird im Sommer vom regenreichen Monsun heimgesucht. In verschiedenen Klimamodellen klaffen die Temperaturen der Arktis um 10°C auseinander. Das lässt jede Prognose der Eisbedeckung als Kaffeesatzleserei erscheinen. „Wir brauchen eine neue Strategie“, sagt Stevens. 

„Wir brauchen neue Ideen“, findet auch Tapio Schneider vom Caltech im kalifornischen Pasadena. Er sieht den größten Einfluss auf das Klima in Stratokumuli, das sind Haufenschichtwolken ohne Fasern. Vor allem in den Subtropen hängen sie vielerorts in geschlossenen Decken über den Meeren. Sie reflektieren einen großen Teil des einfallenden Sonnenlichts. Auf der Erde wird es kälter, wenn sie sich bilden und wärmer wenn sie sich wieder auflösen. Zusammen mit Kollegen vom Jet Propulsion Laboratory und vom MIT bastelt Schneiders Institut an der „Klimamaschine“ – ein Computermodell, das vor allem die Stratokumuli ins Visier nehmen soll. Die Wolken einiger ausgewählter Regionen sollen mit hoher Auflösung simuliert und die bestehenden Modelle mit den Ergebnissen gefüttert werden. Noch immer tun sich Computer schwer, Wolkenmuster zu erkennen. Auch fehlen wichtige Daten wie die Feuchtigkeit und die Strömungen innerhalb der Wolken. Schneider hat berechnet, dass sich die Stratokumuli über den subtropischen Ozeanen großflächig auflösen könnten, falls der CO2 Gehalt der Luft auf 0,1 % ansteigt. Das ist mehr als das Dreifache von heute und wird selbst in den düstersten Treibhausszenarien nicht erreicht. In diesem Modell verflüchtigte sich die Wolkendecke über Pazifik und Atlantik. Dabei stieg die Welttemperatur zu seiner Überraschung nur um 8°C. „Es scheint dort eine Nichtlinearität zu geben, die wir bisher nicht kannten“, sagt er. „Das zeigt, wie schlecht die Stratokumuli bisher verstanden sind.“ „Denkbar ist aber auch, dass es prinzipiell unvorhersehbare Klimaphänomene gibt“, sagt Stevens. „Dann können wir noch so genau simulieren und kommen trotzdem zu keinen verlässlichen Ergebnissen.“ Dann steuert die Menschheit auch weiterhin ins Ungewisse.29

Wer finanziert die Klimapanik?

Westliche Politiker wollen Arbeitsplätze schaffen und zukunftsweisende Entscheidungen treffen. Zur Unterstützung holen sie Berater, die oft Interessen der Großindustrie vertreten. Die repräsentative Demokratie führt zu plakativen Slogans ohne Nuancierungen. Sachzwänge, Zeitdruck und die Interessen Einzelner bewirken, dass Neues eingeführt wird, bevor Vor- und Nachteile untersucht sind. 

Institute, die Teilaspekte der Klimaerwärmung untersuchen, erhalten schier unbeschränkte Forschungsgelder, wenn ihre Studien die These eines menschengemachten Klimawandels stützen. So liefern enthusiastische Studenten und Lehrende trotz ihrer Bemühungen um Logik, Ehrlichkeit und Objektivität oft Mosaiksteinchen für ein Bild aus Dogmen und Lügen.

Wollen Milliardäre wie Bill Gates, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Richard Branson30 und George Soros31 mit dem Schüren einer Klimahysterie Macht und Reichtum vermehren, die Menschheit und unser Leben umkrempeln oder vielleicht sogar die Zahl der Menschen auf der Erde drastisch verringern? 

Für die Staaten der Europäischen Union wurden Emissionszertifikate für 2 Milliarden Tonnen CO2 ausgegeben32. Bei einem derzeitigen Kurs von 28 €33 haben diese Zertifikate einen Börsenwert von 56 Milliarden €. Sie belasten damit jeden der 513 Millionen EU-Bürger34 mit durchschnittlich 109 €. Dazu kommen unter anderem Strafzahlungen für nicht erreichte Klimaziele, der Aufwand für jährliche Klimakonferenzen seit dem Berliner Klimagipfel 199535 sowie Kosten für Verwaltung, Werbung, Forschung, Massenmedien und Demonstrationen. Das Denken und die Gefühle von Millionen von Menschen werden von wesentlichen Themen abgelenkt. 

Neben den Nutznießern der CO2-Emissionszertifikate36 und ihres Handels gibt es eine Reihe von Branchen mit schier unerschöpflichem Werbebudget, die riesige Profite aus der Hysterie um eine menschengemachte Klimaerwärmung ziehen. Versicherungen können ihre Prämien erhöhen, wenn der Klimawandel vermehrte und verheerendere Unwetter als in der Vergangenheit erwarten lässt. Die Erdölindustrie hat in „grüne Energien“ investiert, für deren Herstellung immense fossile Energien verwendet werden.37 Überdies möchte sie über eine längere Zeit weniger Öl teurer verkaufen. 

Nach dem Reaktorunfall im Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg in Pennsylvania, USA im Jahr 1979 begannen in Europa westlich des Eisernen Vorhangs Proteste gegen Atomkraftwerke. Nach dem GAU von Tschernobyl 1986 begann Deutschland mit dem Ausstieg aus der Atomkraft. Trotz hoher Akquisitions- und Bestechungskosten erhielt die Siemenstochter KWU keinen Auftrag in China. Darauf wandte sie sich Alternativenergien zu. Siemens-Chef Heinrich von Pierer, der 1977 bis 1987 bei der KWU Großprojekte betreut hatte, setzte sich 1999 beim Club of Rome für die Rückkehr zu Atomkraft ein, „da das schwerwiegende Risiko einer Klimaveränderung durch den Einsatz fossiler Brennstoffe nicht länger hingenommen werden“ könne.38

Nach der Abwanderung von großen Teilen der Industrie in Billiglohnländer ist in Mitteleuropa hauptsächlich Maschinenbau und hier vor allem Autoindustrie verblieben. In der Diesel-Technologie schafften deutsche Autobauer einen so großen Vorsprung, dass die Mitbewerber aus den USA das Handtuch warfen. Elektromotore sind technisch bei weitem nicht so anspruchsvoll und können daher überall auf der Welt hergestellt werden. Durch die Einführung von Klimazertifikaten und den Ausstieg aus fossiler Energie schafft sich die Industrie der USA einen beachtlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Mitbewerb aus Europa, Japan und Korea. Mittlerweile versucht sogar die deutsch-österreichische Automobilindustrie aus der Klimahysterie Nutzen zu schlagen. VW Chefstratege Michael Jost wirbt mit einem Horrorvideo „Es geht um die Rettung des Planeten“39 für Elektroautos. 

Die Großindustrie – und nicht nur sie – möchte lieber mit hohen staatlichen Subventionen und dadurch garantiertem Absatz die Wünsche der Politik erfüllen statt ihren Konzern den Risiken einer Marktwirtschaft auszusetzen. Durch die Klimahysterie werden langfristige Wirtschaftspläne eingeführt – Jahrzehnte nachdem der reale Sozialismus mit seinen Fünfjahresplänen gescheitert ist. Zu einem guten Teil scheiterte der Kommunismus, weil Staatsbeamte Unternehmen nicht wirtschaftlich führen können. 

PR-Agenturen haben die Gefühle vieler Menschen aufgewühlt und sie überzeugt, dass nur ein sofortiger großer Kraftakt den Untergang unseres Planeten gerade noch verhindern könnte. Daher ordnen alle staatstragenden Parteien und Medien ihre Aussagen, Artikel, Filme und Gesetze diesem Ziel unter. In Krisenzeiten nähern sich die Ziele und Parolen der verschiedenen Parteien noch weiter aneinander an. Wer selber denkt oder Pluralismus fordert, wird als „Klimaleugner“ der Lächerlichkeit preisgegeben. Welcher Politiker kann der Versuchung widerstehen, ohne Gefahr einer Abwahl das Zusammenleben seiner Bürger bis ins kleinste Detail zu regeln? 2016 beschloss die deutsche Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050. Rechtzeitig davor werden keine mit Benzin oder Diesel betriebenen Neuwagen zugelassen. 

Das Heizen mit Kohle, Öl oder Erdgas wird verboten. Dabei ist genauso wenig wie die Endlagerung der radioaktiven Abfälle von Atomkraftwerken geklärt, welche Technologien Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzen sollen. Nicht überall können oder dürfen Wasserkraftwerke gebaut werden. Ohne Förderung sind weder Windparks noch Photovoltaikanlagen oder Hackschnitzelkraftwerke wirtschaftlich. Transport und Speicherung des erzeugten Stroms sind nicht gelöst. Zur Versorgungssicherheit sind konventionelle Kraftwerke mit fast der gleichen Leistung notwendig.40 Windräder sind laut, verschandeln die Landschaft und töten Fledermäuse und Vögel. Große Raubvögel wie der Weißkopfseeadler – das Wappentier der USA – brüten nicht jedes Jahr und haben nur ein Junges. Windkraftwerke drohen, sie auszurotten. In Österreich wurden geförderte Biogasanlagen mittlerweile stillgelegt.41 Wir könnten mehr Autos mit Erdgas antreiben. Das wird hintertrieben, um eine engere Beziehung zwischen Europa und Russland zu verhindern. Weil Methan als 25-mal so schädliches Treibhausgas wie COgilt, können sich die Staaten im nächsten Schritt einigen, die Haltung von Rindern, Ziegen und Schafen und den Fleischkonsum zu reglementieren. So wird die Freiheit jedes einzelnen Menschen Schritt für Schritt beseitigt. 

Das größte Interesse an der Klimahysterie haben jedoch die Militärs. 2018 wurden weltweit 1.822 Milliarden US Dollar für Militärs ausgegeben. Das sind 239 US Dollar pro Mensch. 36 % davon tätigten die USA, 14 % China, 3,7 % Saudi-Arabien und Indien, 3,5 % Frankreich, 3,4 % Russland, 2,7 % Großbritannien und Deutschland.42

Zumindest die USA, Russland, China und Kanada arbeiten an Geoengineering als Waffe. Ein Memorandum der CIA vom 22.11.1960 erklärt: „Die Klimakontrolle in großem Maßstab erfordert die Veränderung der globalen Wettermuster durch Veränderung und Beeinflussung der physikalischen Prozesse in großem Maßstab, die verbunden sind mit den charakteristischen Bewegungen der allgemeinen atmosphärischen Zirkulationen im großen Maßstab.“ Die Ionosphäre muss kontrolliert werden, weil sie unberechenbar ist. Geologen haben das Klima zu simulieren und ihre Beeinflussung zu testen.43

Die USA entwickelten den Hochfrequenzapparat zur Energieübertragung von Nikolai Tesla weiter. Entsprechende Patente beinhalten die Erhitzung der Erdatmosphäre. Mit HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) Anlagen bei Gakona in der Wildnis Alaskas und Marlow bei Rostock in Mecklenburg-Vorpommern wird ein Spiegel über der Atmosphäre errichtet, mit dem die Kommunikation mit U-Booten möglich ist, die Erdatmosphäre erhitzt und das Wetter verändert werden kann. Ziel ist nicht nur die Veränderung des Klimas sondern die Kontrolle über das Bewusstsein der Menschen.44

Die westliche Demokratie erfordert, dass gravierende Eingriffe in das Leben der Menschen von einer Mehrheit zumindest toleriert werden. Das Dogma vom menschengemachten Klimawandel gipfelt in einem Ruf nach Eingriffen in die Klimahülle der Erde, dem der militärisch-industrielle Komplex gerne folgt. Die dazu notwendigen Technologien hat er in den letzten Jahrzehnten entwickelt und getestet.45

Es ist erschreckend, welche Auswirkung der Einfluss von Wirtschaft und Staat auf die Lehrinhalte von Kindergärten, Schulen und Universitäten hat. Er lässt im Bewusstsein einer Mehrheit der Menschen Propaganda, Unwahrheiten und Lügen als ein Wissen erscheinen, dem 97 % aller Wissenschaftler zustimmen. Es wäre an der Zeit, Schulen und Universitäten die Lehrfreiheit zu gewähren bzw. zurück zu geben.

CO2 könnte mithelfen, den Ausbruch der nächsten Kaltzeit erträglicher zu machen und die Zahl ihrer Todesopfer zu verkleinern. Milliarden Menschen wohnen in Städten und wünschen sich schönes, warmes, trockenes Wetter. Wünsche gehen öfter in Erfüllung als uns bewusst ist. Sind sie nicht zu Ende gedacht, haben sie oft unliebsame Auswirkungen. Nach Rudolf Steiner, dem Gründer der Anthroposophie beeinflussen wir mit allen unseren geistvollen und materialistischen Gedanken die Sonnenflecken und damit unser Klima.46

Für mehr Umweltschutz

Auch wenn wir wissen, dass fossile Brennstoffe keine bedrohliche Klimaänderung hervorrufen, haben wir keinen Grund, uns entspannt zurück zu lehnen. Um unsere Umwelt lebenswert zu erhalten, brauchen wir einen konsequenten Umweltschutz, der viel tiefer geht als sich die meisten von uns vorstellen können. Voraussetzung ist, dass jeder Einzelne sich um Wahrheit bemüht und versucht, stets den gleichen Maßstab anzuwenden. Wir sollten uns angewöhnen, vor Beginn jeder Produktion und umso mehr vor Einführung einer neuen Technologie den gesamten Prozess vom Beginn der Planung über die Gewinnung und Herstellung der benötigten Rohstoffe, die Produktion und die Nutzung bis zur Entsorgung zu ermitteln und abzuwägen. Ein ganzheitliches Denken beinhaltet, dass wir uns und die Erde auch als geistige Wesen betrachten.

Extreme Ansichten bedingen einander. Vielen Bewohnern der USA ist nur der materielle Teil der Wirklichkeit bewusst. Anderseits dürfen in manchen Gegenden der USA Schulen und Museen nicht behaupten, dass vor 100 Millionen Jahren Saurier auf der Erde gelebt haben. Schließlich kann man aus der Bibel ausrechnen, dass Gott die Erde im Jahr 3761 vor Christus geschaffen hat. In der Volksrepublik China werden alle Menschen sowohl im realen Leben als auch digital streng überwacht. In einem „Sozialkreditsystem“ sollen alle Bürger bewertet und bei Abweichen von staatlichen Vorgaben bestraft werden.47 Trotzdem kennt der Staat die Anzahl seiner Bürger nicht einmal auf 100 Millionen Menschen genau, weil durch die Ein-Kind-Politik von 1979 bis 201548 viele Menschen als U-Boot leben. 

In unserem Wirtschaftssystem kann jedes Unternehmen das produzieren, was der Vorstand will und danach versuchen, die Produkte mit Werbekampanien an den Konsumenten zu bringen. Das ist eine große Vergeudung von Rohstoffen, Geld und Arbeit. 

Die Zinseszinsrechnung zeigt, dass ein ständiges Wachstum nicht möglich ist. Hätte Josef zu Christi Geburt einen Cent mit 3,7 % Verzinsung angelegt, könnte heute mit dem Guthaben die ganze Erdkugel aus purem Gold bezahlt werden.49

Rücksichtslos wird mit Dünger, Gentechnik und Pflanzenschutzmitteln möglichst viel Ernte aus dem Boden heraus gepresst. Um den Preis zu stützen, wird ein erheblicher Teil der Ernte vernichtet. Viele Supermarktketten vernichten unverkaufte Lebensmittel auch wenn sie noch einwandfrei sind. Kühe werden ihr Leben lang in Ställen gehalten, obwohl saftige Weiden davor liegen. Kälber werden systematisch von ihren Müttern getrennt und mit Milchersatz gefüttert50, obwohl mehr Milch produziert als verkauft wird. Mit der Enthornung schaden wir nicht nur den Rindern sonder mindern auch die Qualität der Milch und des Fleisches.51,52 Durch die Homogenisierung der Milch gelangen zerkleinerte Fettpartikel zu früh ins Blut.53

Monokulturen, Hybridpflanzen und Patente auf Pflanzen nützen nur großen Chemie- und Agrarkonzernen. Sie richten sich gegen die Natur. In exakt in Reih und Glied gepflanzten Fichtenwäldern wachsen durch Samenanflug fast nur Laubbäume. Wir Menschen schneiden sie um und wundern uns, dass sich Borkenkäfer ausbreiten. Bei einer Vierfelder-Wirtschaft kann sich der Maiszünsler nicht bedrohlich vermehren. Das Abholzen von tropischen Regenwäldern sollte ähnlich wie Wilderei als Verbrechen gegen die Menschheit und die Erde geahndet werden. 

Durch moderne Fischerei töten wir viele junge Fische und Tiere, die wir nicht essen wie Delphine und Pinguine. Die Leiter der Fischereiflotten wissen, dass ein nachhaltiger Fischfang ihren Fang vergrößern würde. Trotzdem machen sie weiter wie bisher, damit die Konkurrenz keinen Vorteil aus ihrer Nachhaltigkeit ziehen kann. Auch beim Umweltschutz kommt es auf ein gesundes Augenmaß an. Nicht die an den Küsten lebenden Fischer haben die Meere leergefischt, sondern die großen Trawler. So sollten die Inuit wie in den Jahrhunderten davor Robben jagen dürfen. 

Naturgemäß können hier nur einige Themen angeschnitten werden. Viele Fragen bleiben offen wie:

Verhungern in der dritten Welt Menschen, weil wir mit Biosprit unser Gewissen beruhigen?

Wie werden wir die Berge aus weder verwertetem noch entsorgtem Plastik los? 

Schadet uns Elektrosmog? Wie sehr schaden die verschiedenen Mobilfunknetze unserer Gesundheit? Bekommen wir ein 5G Netz, um noch schneller Musik und Filme herunter landen zu können? Oder weil Militärs es wollen? 

Wie gefährlich sind Mikrowellen? 

Wie viel Energie, Ressourcen und Lebenskräfte verbrauchen unsere Computer? Wie viel die Suchmaschinen wie Google und DuckDuckGo oder das Schürfen von Crypto-Währungen?

Führen wir in Europa Elektrofahrzeuge ein, weil die Volksrepublik China mit dieser Maßnahme den Smog bekämpft?

Walter Michael Hopferwieser

Stand: 13.10.2019

https://www.unternehmensberatung-babel.de/industriegase-lexikon/industriegase-lexikon-n-bis-z/ostwald-koeffizient/gase-geloest-in-wasser.html

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2007_II_243/COO_2026_100_2_366060.pdfsig

https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid

4 https://www.scinexx.de/news/geowissen/erdatmosphaere-reicht-bis-zum-mond/, abgerufen am 15.07.2019

5 https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima

6 https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimavergangenheit/palaeoklima/4-6-mrd.-jahre

7 Axel Burkart Klimaschwandel 2

8 https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimavergangenheit/palaeoklima/2.000-jahre

9 https://akademie-zukunft-mensch.com/wp-content/uploads/Klimaschwandel.pdf, Seite 38 von 52

10 https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklung_der_Erdatmosph%C3%A4re#Uratmosph%C3%A4re

11 https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimasystem/antriebe/natuerliche-treibhausgase

12 https://de.wikipedia.org/wiki/Coccolithophorida

13 https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdpol

14 http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=einzelmeldung.php?nachrichtid=2326

15 https://www.youtube.com/watch?v=p2deid-5raI

16 http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2003/msg00202.htm

17 https://www.eike-klima-energie.eu/2019/06/18/25-punkte-die-beweisen-dass-co2-keine-globale-erwaermung-verursacht-diesmal-von-einem-geologen/#comment-222293

18 https://www.youtube.com/watch?v=p2deid-5raI , https://www.eike-klima-energie.eu/2018/01/16/warum-eine-niedrige-sonnenflecken-aktivitaet-auf-eine-laengere-klima-kaltphase-hinweist , https://unserplanet.net/nasa-warnt-viel-weniger-sonnenflecken-die-erde-geht-auf-die-nachste-mini-eiszeit-zu-in-2020

19 https://www.eike-klima-energie.eu/2015/12/12/abschied-von-dem-mann-der-den-klimawandel-erfunden-hat

20 https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Louise_Strong

21 https://www.epochtimes.de/umwelt/der-co2-schwindel-teil-v-a120128.html

22 https://www.eike-klima-energie.eu/2010/01/15/climategate-16finnische-doku-zu-klimagate-mit-deutscher-uebersetzung

23 http://de.wikipedia.org/wiki/Al_Gore, abgerufen am 10.10.2011

24 http://www.telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/6496196/Al-Gore-profiting-from-climate-change-agenda.html , abgerufen am 10.10.2011

25 http://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll , abgerufen am 10.10.2011

26 https://tu-freiberg.de/sites/default/files/media/institut-fuer-geologie-718/pdf/co2_facts.pdf

27 Stand 2014, https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re

28 Svante Arrhenius: Världarnas utveckling (1906), dt. Das Werden der Welten. Akademische Verlagsgesellschaft. Leipzig 1908

29 https://www.spiegel.de/plus/warum-die-vorhersagen-zur-erderwaermung-so-schwierig-sind-a-00000000-0002-0001-0000-000163037012

30 https://winfuture.de/videos/Internet/Zuck-Gates-und-Co.-IT-Milliardaere-starten-Clean-Energy-Projekt-15398.html

31 https://www.eike-klima-energie.eu/2016/11/30/george-soros-zahlte-millionen-an-al-gore-damit-dieser-bzgl-der-globalen-erwaermung-luegt/

32 https://en.wikipedia.org/wiki/European_Union_Emission_Trading_Scheme

33 https://www.finanzen.at/rohstoffe/co2-emissionsrechte, abgerufen am 31.07.2019 

34 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/9063743/3-10072018-BP-DE.pdf/95b21d9e-d8ed-47ad-881d-318fe9bdb147

35 https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz

36 https://www.pscp.tv/w/1yoKMBMPeNnGQ?t=1m8s

37 https://www.youtube.com/watch?v=YiEKn7JUXHo

38 https://www.manager-magazin.de/unternehmen/boersenbarometer/a-128709.html

39 https://www.spiegel.de/plus/klimaschutz-die-welt-retten-ohne-sich-einzuschraenken-geht-das-a-00000000-0002-0001-0000-000164871518

40 https://axel-burkart.de/energiewende-eine-illusion

41 www.derstandard.at/story/2000047924215/geldvernichtung-im-biogasfermenter

42 https://www.dw.com/de/sipri-milit%C3%A4rausgaben-steigen-weiter/a-48501719

43 https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP78-03425A002100020014-2.pdf

44 https://www.youtube.com/watch?v=lX5gJgrKDPg

45 https://www.youtube.com/watch?v=x92ocqH2fs8

46 Axel Burkart Klimaschwandel 4

47 https://orf.at/stories/3135232

48 https://de.wikipedia.org/wiki/Ein-Kind-Politik

49 https://www.grobauer.at/josefs-pfennig.php

50 https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/mastkaelber

51 https://www.demeter.de/kuehe-haben-hoerner

52 http://jugendforum-mithila.de/natur_umwelt_KuhhornStoffwechselContent.html

53 https://mypfadfinder.com/die-kuh-die-milch-und-das-horn

Zwei Modelle zur Welterklärung: Religion und Physik.

Wer sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigt und damit „was die Welt im innersten zusammenhält“ ist zu recht hoch angesehen. Was aber nun, wenn die ehrenvollen Bemühungen im Kern keinerlei Ergebnis zeigen?

Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre bemühten sich Amerikaner uns hier in Ostfriesland den rechten Glauben zu vermitteln, Leute wie ein gewisser Billy Graham von der Evangelistic Organisation predigten was das Zeug hielt. Auf der anderen Seite gab es große Physik-Veranstaltungen, wo „uns Deutschen“ zum Beispiel erklärt wurde was ein Düsentriebwerk ist. (!)  Dabei ist mir ein Experiment im Gedächtnis geblieben: Ein Mann hatte einen Glaskolben in der Hand, mit dem er ziemlich rüde einen dicken Nagel in einen Balken einschlug. Der Glaskolben hielt das aus. Anschließend ließ er einen kleinen Stein in den Kolben fallen – und der Glaskolben zersprang.

Was sagt uns das: Wenn sich Mikrostrukturen gegenseitig stützen, sind sie nahezu unzerstörbar – man darf nur nicht nach dem Kern des Gebildes fragen.

Bei Religionen ist uns das alles bewusst (und es gibt ja auch nicht nur eine). Die Mikrostrukturen funktionieren, Seelsorge und Lebensweisheiten geben den Menschen Halt. Aber die Kernbotschaft, der Ausgangspunkt ist völlig unklar. Man zieht sich dann auf die Ansicht zurück: Was schon so lange besteht, muss ja irgendeinen Wahrheitsgehalt haben. Den Kern der Botschaft offen infrage zu stellen, tut niemandem gut und so hat es dann auch einige hundert Jahre gedauert, bis die katholische Kirche eingestehen musste, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.

Der Kern der Botschaft ist quasi der Schlussstein in dem Gebilde und wenn er nicht vorhanden ist, müsste alles einstürzen: Tut es aber nicht. Die Mikrostrukturen bestehen, mangels Alternative, weiter. Die Mikrostrukturen bilden sich  quasi um eine Substanz, die im Grunde nicht vorhanden ist.

In der Physik ist es ähnlich: Die Mikrostrukturen funktionieren, ohne sie gäbe es keinen technischen Fortschritt. Der Blick ins „innerste“ ist allerdings ernüchternd:

Wir haben auf der linken Seite der Grafik ein Gebilde, das die „uns bekannte“ Materie symbolisieren soll. Der weitere Blick fällt in die nächste Stufe der Vergrößerung: Die Ebene der Gitterstrukturen, also der Ansammlung von Atomen. In der nächsten Stufe der Vergrößerung sehen wir das einzelne Atom, mit Protonen und Neutronen und in der nächsten Stufe sehen wir die Bestandteile der Protonen und Neutronen, die Quarks. Die nächste Stufe der Vergrößerung führt quasi ins „Nichts“. 

Nicht nur das das Atom selbst im wesentlichen aus „Zwischenraum“ besteht (hätte der Kern aus Protonen und Neutronen die Größe einer Apfelsine, würden sich die Elektronen in rund 30 km Entfernung um den Kern bewegen), wenn wir die Ebene der Quarks überspringen kommen wir zu…..? Auf der obigen Grafik spricht man von „Strings“ kleinen zitternden Fäden. Eine Theorie die sich offensichtlich nicht bewahrheitet hat. Was also bleibt? Fragen wir Max Planck:

4B24F4F1ABAB4D5BBE1F9A072B906EB2.jpg

Sh. auch hier: Spektrum der Wissenschaft,  „Die  Physik, ein baufälliger Turm von Babel:“

https://www.spektrum.de/magazin/die-physik-ein-baufaelliger-turm-von-babel/1124688

Autor: Willi Meinders, https://coldreaction.net/

LENR

Liebe LENR-Freunde, 
Während sich die „Klima-Bewegten“ darum streiten, ob der Kohleausstieg in Deutschland ein bisschen schneller kommen soll, sind anderswo, in China, Afrika und den USA mehr als tausend Kohlekraftwerke im Bau oder in der Planung. Darüber wird kaum geredet weil es unsere deutsche Klimapolitik noch absurder erscheinen lassen würde als ohnehin schon. Über LENR wird nicht geredet, weil man das Thema nicht versteht. 
2012 schreibt die EU-Kommission in einem Gutachten u. a.: „Der Fleischmann und Pons Effekt (FPE) ist die Produktion großer Mengen von Wärme, die nicht auf chemische Reaktionen zurückzuführen ist.
Dies geschieht durch  elektrochemische Beladung  von Palladium Kathoden mit Deuterium. Die gemessenen Energiedichten waren zehn- hundert- und sogar tausendfach größer als in bekannten chemischen Prozessen. Auf der Grundlage des aktuellen Wissens kann es sich nur um nukleare Vorgänge handeln.
Der Vorgang spielt sich mit Deuterium in einem Palladium-Gitter ab.“
Hier ist das älteste aller LENR-Verfahren beschrieben, nämlich der Stand von 1989. Wenn davon die Rede ist, dass diese Produktion von Wärme oberhalb aller bekannten chemischen Prozesse liegt (z. B. Verbrennung), dann heißt das nichts anderes, als das LENR  billige Energie in Hülle und Fülle geben kann.

Jetzt zu einem ganz „modernen“ LENR-Unternehmen. 
Auf der Webseite der norwegischen Firma Norront-Fusion (Leitung Prof. Leif Holmlid) heißt es: 
„Die Technologie verwendet eine kondensierte Form eines ultra-dichten Zustands des Wasserstoffs, mit einem Pikometer Abstand. Ultra-dichter Wasserstoff wird  zerlegt, um einen kontrollierten Fluss von hochenergetischen Partikeln für die Energie- und Stromproduktion zu erzeugen. Es entstehen keine schädlichen Emissionen oder Gefahrstoffe durch den Prozess.

   Norrønt Fusion Energy AS macht derzeit gute Fortschritte mit dem 4-jährigen Programm zur Entwicklung dieser Technologie für erneuerbare kondensierte Wasserstoffenergie (CHE).

   Ein wichtiger Meilenstein und technologischer Durchbruch wurde im August 2017 erreicht, als aus unserem Reaktor ein konstant hoher Fluss hochenergetischer Partikel erzeugt wurde, d.h. hohe Energiemengen erzeugt wurden. Experimentelle Reaktoren werden derzeit als Multiple-Test Validierungsreaktoren und für die Prüfung der direkten Stromumwandlung eingesetzt. An mehreren Standorten in Norwegen und Schweden sind Testdemonstrationssysteme mit Muon-Produktion in Betrieb.

   Ultradichter Wasserstoff ist auch für andere grundlegende wissenschaftliche und industrielle Anwendungen von großer Bedeutung.“

Ich habe heute Kontakt zu  Norront-Fusion in Norwegen aufgenommen, die Strom auf direktem Wege erzeugen kann, und zwar durch sog. „Annihilation“. Dies ist ein Verfahren, welches durch gezielte Zerstörung von Elementarteilchen neue Teilchen entstehen lässt. Diese neuen Teilchen bringen zugleich neue, verfügbare Energie. Ich habe Norront gefragt was es neues gibt und die Antwort ist schon da: 
Zunächst meine Mail: (deutsche Übersetzung)
„Lieber Leif Holmlid und Kollegen, 
ich betreibe in Deutschland seit rund fünf Jahren den größten LENR-Blog https://coldreaction.net/  In diesem Jahr haben die Seitenaufrufe (kumuliert) die Millionengrenze überschritten. 
Neben Brillouin-Energy, der Leonardo-Corporation, Airbus, Brilliant-Light-Power usw. verfolge ich alle Nachrichten die uns von Norrontfusion erreichen. Leider sind es so wenige. So sind alle Augen immer wieder auf Andrea Rossi gerichtet, der durch ein geschicktes Agieren mit seinen „Followern“ große Aufmerksamkeit erzielt. 
Es ist ganz schwer dem Thema LENR mehr Öffentlichkeit zu verschaffen und ich arbeite ständig daran. Aber es sollten doch etwas mehr Informationen kommen, z. B. über den zu erwartenden COP, über die Abmessungen der Reaktoren, den eventuellen Einsatz in Fahrzeugen usw. Und schließlich die für die Verbraucher interessanteste Frage: Ist eine Reaktorversion als „Home-Anwendung“ denkbar? 
Es muss sich bei diesen Auskünften nicht um zurzeit abgesicherte Erkenntnisse handeln, es reichen Projektionen, die aus heutiger Sicht realistisch sind. Die Protagonisten der „heißen Fusion“ tun dies mit Steuergeldern seit Jahrzehnten, obwohl der Erfolgsaussichten weitaus geringer sind als bei Ihnen.“

Und hier jetzt die Antwort von Norrontfusion: 
„Lieber Willi, vielen Dank für Deine Mail. Der Grund, warum wir nicht publizieren, ist, dass unser Unternehmen plant,  an die norwegische Börse zu gehen und 12 Mio. Euro zu finanzieren. Wir konzentrieren unsere gesamte Zeit und Energie auf die Technologie und nicht auf die Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben mehrere Neuigkeiten zu bieten. Der COP ist nur wichtig, wenn es um chemische Energie geht. Wir konzentrieren uns auf Annihilationsprozesse, die 100 Mal effizienter sind als die Fusion. Wir sind das erste Unternehmen, das jetzt, da es 33 Lampen  mit Strom versorgt, eine direkte Stromerzeugung beherrscht.“
33 Lampen hört sich nicht nach viel an. Wenn man aber bedenkt, dass dieser Strom aus dem „Nichts“ kommt ist es schon viel. Gleichzeitig spricht Norront von einem Prozess, der 100 mal effizienter ist als Fusion. Und dies bedeutet: Unendliche, billige, saubere Energie. 
Es bleibt spannend, welches LENR-Unternehmen das erste am Markt ist. 

Quelle

Freundliche Grüße
Willi Meinders

LENR – die unendliche und saubere Energie kommt früher als gedacht

Was sich in den letzten Jahrzehnten in der Informationstechnologie getan hat, steht uns in der Energiewirtschaft unmittelbar bevor. Auch diese Entwicklung wird sich über Jahrzehnte erstrecken, stellt aber alles auf den Kopf, was wir bisher über Energie zu wissen glauben. Energie wird dezentral, wird unvorstellbar billig, schädigt nicht mehr die Umwelt und verbraucht praktisch keine Rohstoffe mehr.  – Die technische Seite von LENR ist für Laien leider schwer zu verstehen. Deshalb habe ich ein Extra-Kapitel „Was ist LENR“ in das Hauptmenü eingefügt. – Man kann es nicht oft genug wiederholen: Bei der Kernspaltung entsteht Radioaktivität, bei  LENR nicht. Und außerdem: Die Gewinnung von Wärme mittels LENR ist vielfach repliziert, „peer-reviewed“ (von anerkannten Wissenschaftlern und anerkannten wissenschaftlichen Institutionen bestätigt) vielfach patentiert, auch von der EU-Kommission in den Jahren 2012 und 2017 bestätigt. Sh. z. B. auch Update vom 25.3.17.docx  Am 7.3.18 ist Airbus ein europäisches LENR-Patent erteilt worden, sh. Update vom 14.3.18.

Die „Hauptschlagader“ meines LENR-Blogs ist  dieser Abschnitt hier. Er enthält immer die neuesten Meldungen und geht zurück bis zum Jahre 2014.

Dazu noch ein ganz wichtiger Hinweis: Viele Leser meinen – und das ersehe ich aus Mails – dass mit dem täglichen Update in diesem Kapitel so etwas wie „der letzte Stand“ vermittelt würde. Es ist aber so, dass es sich hier zwar immer um neue Meldungen auf dem Gebiet LENR handelt, aber ein Gesamtbild ergibt sich erst, wenn man zum einen zumindest die Einleitung http://coldreaction.net/einleitung-zu-den-neuen-energieformen.html komplett gelesen hat und auch möglichst viele der  vergangenen Updates in diesem Kapitel hier.

Update 21.10.19

Ein gewisser Prof. Nero Accornero bringt es im Rossi-Blog http://rossilivecat.com/ auf den Punkt und Rossi antwortet ähnlich pointiert:

Quelle

Gaucks starker Tobak für die linksdrehende Politszene

Es ist ein bemerkenswertes Interview des Alt-Bundespräsidenten, das die Spiegel-Redaktion mit dem Zitat überschreibt: „Wir müssen lernen, mutiger intolerant zu sein“. Joachim Gauck wirbt darin für eine offenere politische Debatte. Man müsse nicht immer gleich „das Höllentor von Auschwitz“ aufgehen sehen, hatte der frühere Chef der nach ihm benannten Behörde zur Aufarbeitung des DDR-Unrechts bereits im April anlässlich einer Podiumsdiskussion geäußert. Schon das hatte ihm Kritik eingetragen, weil mancher es als Parteinahme für die ungeliebte AfD auslegte. Nun hat Gauck die Debatte neu angestoßen. Es ist eine überfällige Wortmeldung, deren Bedeutung mit Roman Herzogs „Ruck-Rede“ aus dem Jahr 1997 vergleichbar ist.

Hätte Gauck für eine größere Bereitschaft zum Diskurs mit kompromisslosen Grünen oder mehr Toleranz gegenüber eingefleischten Linken geworben, das links-grüne Journalisten-Kombinat hätte ihm zu Füßen gelegen. So erntet der ehemalige Kirchenfunktionär und Freiheitskämpfer aber vor allem Widerspruch. Dabei weist Gauck zu recht darauf hin, dass die Demokratie durch eine einseitige polit-mediale Verurteilung konservativen Denkens in Gefahr geraten ist. Der 79-Jährige plädiert für „eine erweiterte Toleranz in Richtung rechts“ und fordert, „nicht jeden, der schwer konservativ ist, für eine Gefahr für die Demokratie zu halten“. Es sei unerlässlich, klar zu unterscheiden, ob jemand rechts im Sinne von konservativ oder rechtsradikal sei. Zugleich verlangt Gauck, eine klare Grenze dort zu ziehen, wo „Menschen diskriminiert werden oder Recht und Gesetz missachten“. Worte, denen sich jeder Demokrat ohne Wenn und Aber anschließen muss.

Dass diese demokratische Überzeugung aber nicht selbstverständlich ist, zeigen die Reaktionen aus den politischen Lagern von ganz links außen bis hinein in die CDU. Vor allem Gaucks Forderung, die CDU müsse wieder zur Heimat für Konservative werden, stieß auf Ablehnung, ebenso der Hinweis des ehemaligen Staatsoberhauptes, „dass gewisse Themen nicht ausreichend von der Regierung versorgt wurden“. Gauck bezog sich dabei explizit auf die Zuwanderung.

Und doch kommen Gaucks Worte viel zu spät

Es mag heute tröstlich sein, dies von einem Mann zu hören, der unserem Land fünf Jahre lang vorstand. Und doch kommen Gaucks Worte viel zu spät. Man hätte sich von ihm erhofft, als Bundespräsident derart klar Stellung zu beziehen. In den Jahren 2015 und 2016 wäre es an Joachim Gauck gewesen, der polit-medialen Kaste die Leviten zu lesen, die sich in einen wilden Blutrausch gegen jeden gesteigert hatte, der es wagte, Fragen zum landesweiten Hissen der Willkommensfähnchen zu stellen. Man hätte sich Gauck als Fürsprecher der politisch Ausgegrenzten gewünscht, die sich nichts weiter hatten zuschulden kommen lassen, als die Bundesregierung zu kritisieren und auf die Risiken einer unkontrollierten Zuwanderung zu verweisen. Sein Wort hätte auch Gewicht gehabt, als es darum ging, die Auswüchse einer politischen Korrektheit anzuprangern, die Meinungsabweichler zunehmend aus dem politischen Diskurs drängt.

Stattdessen gefiel sich Gauck darin, einen Teil der Bevölkerung als „Dunkeldeutschland“ abzuqualifizieren. Zwar verwies er dabei explizit auf „rechtsextreme Anschläge, Gewalt und Hetze“, doch dürfte ihm bewusst gewesen sein, dass der Begriff jahrzehntelang auf das ehemalige Gebiet der DDR gemünzt war.

Joachim Gaucks Interview mit dem Spiegel ist auch deswegen so bemerkenswert, weil er sich nicht am AfD-Bashing beteiligt. Er nutzt seinen Auftritt nicht, um die Rechtskonservativen in Bausch und Bogen zu verdammen, sondern beklagt den „problematischen Weg“, die Wahl von AfD-Abgeordneten zum Vizepräsidenten des Bundestages immer und immer wieder zu blockieren. Er frage sich, „ob es politisch nützlich ist, jeden Kandidaten der AfD abzulehnen“. Starker Tobak für die inzwischen links der Mitte verankerte Politszene, kaum auszuhalten für die eigentlichen Regierenden des Landes, die in den vielen kleinen und großen Redaktionen sitzen. Es ist ein wegweisendes Interview, das der Alt-Bundespräsident dem Spiegel gegeben hat, und es hätte das Zeug dazu, eine dringend notwendige gesellschaftliche Debatte in Gang zu bringen, wären Medienschaffende und politisch Verantwortliche tatsächlich zu jenem Pluralismus bereit, den sie im Zuge der Ausgrenzung aller Konservativen stets vehement einfordern.

So aber verpuffen die bemerkenswerten Worte eines Mannes, der frei von der Last, „funktionieren“ zu müssen, zur Verteidigung der Demokratie aufruft. Es ist zu befürchten, dass auch nach Gaucks Plädoyer für eine Gesellschaft, die rechten Positionen mit Toleranz begegnet, am Ende nichts bleiben wird als die Erkenntnis, in einem Land zu leben, in dem rechts als rechtsextrem gilt. Linke und grüne Meinungsführer werden ihre Deutungshoheit ebenso wenig aufgeben wie ihren Anspruch, eine linkskonformistische Gesellschaft zu errichten. Joachim Gauck muss man indessen attestieren, seinen Moment für die Geschichtsbücher verpasst zu haben.

Dieser Beitrag erscheint auch auf Ramin Peymanis Liberale Warte

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Meeres-Erwärmung: Alarmistische Klimapublikation zurückgezogen

Vor knapp einem Jahr sorgte eine wissenschaftliche Publikation von Laure Resplandy et al. für Aufmerksamkeit. Die Forscher von der Princeton University behaupteten, dass sich die Meere weitaus schneller erwärmten als bisher angenommen. Viele Medien griffen das Thema auf und warnten vor gravierenden Implikationen für die künftige Entwicklung des Weltklimas. Binnen weniger Tage äußerte der Amateurwissenschaftler Nicholas Lewis jedoch massive Kritik an der statistischen Methodik.

Jetzt haben die Autoren den Beitrag offenbar auf Wunsch der Fachzeitschrift „Nature“, wo er zuerst erschienen war, zurückgezogen. In einem Statement schrieben sie:

„Kurz nach der Veröffentlichung haben wir infolge der Kommentare von Nicholas Lewis gemerkt, dass wir die angegebenen Unsicherheiten unterschätzt haben, weil wir bestimmte systematische Fehler als Zufallsfehler behandelt haben. Außerdem wurden uns verschiedene weitere Fehler in unserer Analyse der Unsicherheit bewusst. Obwohl die Berichtigung dieser Probleme unsere zentrale Schätzung der Meereserwärmung nicht wesentlich verändert hat, hat sie die Unsicherheit in etwa vervierfacht. Das schwächt erheblich die Implikationen für eine Aufwärtskorrektur der Meereserwärmung und der Klimasensitivität. Aufgrund dieser schwächeren Implikationen haben uns die ‚Nature‘-Redakteure um eine Zurückziehung gebeten, die wir akzeptieren.“ Foto: Harry Lund/Pixabay

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Giorgia Meloni begeistert die Mengen

Salvini hat bei seinem Überraschungscoup gegen den bisherigen Koalitionspartner, die Cinque Stelle, zu hoch gepokert. (Bild: Luca Zennaro / EPA)
(Bild: Luca Zennaro / EPA)

Großkundgebung in Rom: Matteo Salvini kämpferisch

In Deutschland sind derzeit Duos aus Mann und Frau als Führungsspitzen hip. Die Italiener hätten für eine neue Regierung schon die richtige Protagonistin an der Seite von Matteo Salvini: die Römerin Giorgia Meloni wurde regelrecht gefeiert. Salvini erinnerte auch an die Journalistin und Autorin Oriana Fallaci.

Die Schlacht ist noch nicht geschlagen, Matteo Salvini wirkt müde. Zuerst der Rücktritt aus der Regierung, dazu auch Kritik, die er einstecken musste. Die Anzeigen gegen ihn wegen der geschlossenen Häfen, dann berappelte er sich wieder: Alle zwei Tage tritt er persönlich im regionalen Wahlkampf an, in Umbrien wird gewählt, Lächeln in Handykameras, Hände schütteln, Umarmungen von zahllosen Wählern – und dazwischen noch ein Fernsehduell bei der Moderatoren-Ikone Bruno Vespa in der Sendung „Porta a Porta“, Tür an Tür, wo sich die beiden bekanntesten Matteos Italiens auf Kommando streiten sollten.

Matteo Renzi, der ehemalige Premier und PD-Chef, nun mit seiner neu gegründeten Partei Italia Viva irgendwie doch als Rohrkrepierer gestartet – auf gerade einmal 11 Prozent kommt der Sozialisten-Ableger demoskopisch.

Salvini souverän Diplomatie am Tresen: „Mach Dir keine Sorgen, Angela …“ Salvini sah beim TV-Duell etwas erschöpft aus und ließ Renzi seine persönlichen Attacken fahren. Salvini blieb fast zu ruhig, kommentierte aber nonverbal mit Seufzen, Aufstöhnen und damit, sich die Hände vors zu Gesicht halten. Der Lega-Chef hat sich emotional im Griff, denn er fiel Renzi nie ins Wort. Andersherum ist das Renzi nicht gelungen. Die Umfragewerte der Lega? Bei nunmehr satten 34 Prozent, manche sehen Salvini gar bei 39%.

Und nun also die Piazza San Giovanni in Rom – seit langem schon von Salvini reserviert – die Polizei schätzte 50.000, Salvini sprach von 200.000 Teilnehmern, die aus ganz Italien angereist waren. Für ein Fahnenmeer in Grün-Weiß-Rot sorgten die Bürger, mit den Parteiflaggen zeigten sie ihre Unterstützung, in erster Linie für Salvini.

Doch der ließ erst einmal anderen den Vortritt. Die Dramaturgie der Riesenkundgebung ließ nichts zu wünschen übrig. Auf den Mega-Leinwänden wurden Video-Einspieler gezeigt. Exakt solche wie das TV-Duell, als Renzi Salvini auch persönlich mit dessen Vita attackierte, über 30 Beleidigungen statt Programmpunkte wurden oben im Eck mitgezählt. Oder wenn der andere PD-Mann und ehemaliger Ministerpräsident, jetzt in der EU, Paolo Gentiloni, für offene Häfen und mehr Migranten warb. Ein Pfeifkonzert machte sich breit.

Ob Gentiloni, Di Maio oder kommunistische Lieder singende Politiker im Radio-Livestream, selbst Angela Merkel schaffte es auf die Leinwand mit Conte, der ihr einst etwas ins Ohr flüsterte – das alles wurde bildlich eingeblendet.

Die Mehrheit möchte mit Salvini Neuwahlen Salvini in Rom: Ein Fahnenmeer gegen die Regierung Das Publikum kam in Fahrt. Als dann aber auch noch Gad Lerner, ein bekannter Publizist und Fernsehjournalist, an den Massen leibhaftig vorbeilief, setzte ein gellendes Pfeifkonzert ein, Rufe wie „vai a casa“, geh nach Hause, wurden laut. Journalist Lerner, ein linker Intellektueller, der auch schon mal Israels Politik genauso wie Salvini kritisiert, dafür Moscheenbauten offen gegenüber steht, und seit er in einem Artikel einmal fragte, was wohl Salvinis Mutter über ihren Sohn denke, ist Gad Lerner kein gern gesehener Typ. Salvini selbst zählt ihn zur linken „Radical Chic“, die gern anderen moralische Maßstäbe vorgeben.

Wie Gad Lerner und Vertreter der linken Elite so ticken, zeigte sich sogleich, als sich der Journalist gern in ein Gespräch mit einem Zuschauer verwickeln ließ, und dabei abgehoben, ja, arrogant wirkend, seine Zigarre paffte.

Allesamt Bilder, die Salvini in die Karten spielen. Spontan sangen plötzlich 200.000 Italiener, als einer laut anstimmte, die italienische Nationalhymne – da schauten sich auch Journalisten betroffen an.

Richtungsentscheidung Matteo Salvini macht Wahlkampf in Umbrien Kurz zeigte sich dann Salvini auf der Bühne zur Begrüßung und bat um eine Schweigeminute für die im Dienst getöteten Polizisten und auch für umgekommene Arbeiter. Danach durften über 100 Bürgermeister auf die Bühne und nicht wenige von ihnen machten sich so richtig Luft. Es könne nicht sein, dass Rot regierte, Regionen (sowie die neue Regierung) nichts gegen den Personalmangel bei den Polizisten und Streitkräften unternehmen würden. Ein anderer Bürgermeister zählte nur die kriminellen und gewalttätigen Vergehen von männlichen Migranten binnen einer Woche auf und beendete diese mit, „es ist eine Schande, dass die Polizei kaum hinterher kommt und allein gelassen wird …“, sie brauchen mehr Unterstützung und die geschlossenen Häfen müssten wieder gewährleistet werden.

Der bekannte Präsident der Region Venetien mit Lega-Parteibuch, Luca Zaia, sagte unter großem Jubel,  „Sie (die Linken und die Regierung) beschimpfen uns als Rechte, und als Diktatoren“, dann seien sie aber die ersten „Diktatoren, die das Volk frei wählen lassen wollen.“ Hier auf der Piazza stehen Italiener, die ihren Stolz zurückhaben möchten. Sie möchten nur wählen, das sei auch ihr Recht. Vom Norden bis in den Süden.

Ein weiterer Koalitionspartner Salvinis könnte, kommt es zu Neuwahlen, ausgerechnet die Partei Forza Italia von Silvio Berlusconi werden. Als Berlusconi dann selbst oben am Rednerpult stand, dachte man für einen Moment, es sei eine Wachsfigur, wie einbalsamiert und gestrafft stand er da, im Hintergrund die Parteijugend. Es wäre besser gewesen, einigen von ihnen den Vortritt zu lassen. Berlusconi kann wohl nicht die Zukunft bedeuten, für die Matteo Salvini stehen will. Nur einige Nostalgiker finden Silvio Berlusconi noch gut, und auch er selbst schwelgte auch in der Vergangenheit. Einige Zuschauerreihen riefen denn auch „basta, basta!“.

Italien im Wahlkampf Conte: Offene Häfen und Arbeit für Tausende Menschen aus Afrika In Deutschland gelten derzeit Duos aus Mann und Frau als Führungsspitzen hip. Die Italiener hätten für eine neue Regierung wohl schon die richtige Protagonistin an der Seite von Matteo Salvini. Die Lokalmatadorin und Römerin Giorgia Meloni wurde regelrecht gefeiert. Und das nicht zu knapp. Zuerst genoss Meloni das Bad in der Menge, erfüllte alle Selfiewünsche, stand dann hinter dem Mikro und putschte die Massen nach Silvios langweilig einschläfernder Rede so richtig auf.

Giorgia Meloni, die Fratelli d‘ Italia-Chefin, kann reden und argumentativ attackieren, wie nur ganz wenige in Italien, ja, in Europa. Sie sieht sich mit ihrer Partei als Bewahrerin und Hüterin der europäischen und christlichen Werte, sie stehe ein für die italienische Identität, sprach sie laut mit fester Stimme ins Mikrophon. Ihre Worte hallten durch die Straßen der Hauptstadt.

Sie schenkte der amtierenden Regierung nichts. Diese Regierung müsse  sich schämen. Ausgerechnet die Fünfsterne-Bewegung von Gründer Beppe Grillo, sei mit den Roten (PD) eine Koalition eingegangen, ausgerechnet die Cinquestelle, die einst mit dem vulgären Slogan des „va fan culo“ (fuck yourself) die etablierte Politik aufgemischt haben, seien nun Teil des Systems? Sie (Meloni) meine, eigentlich müsse man der Fünfsterne-Bewegung den eigenen Spruch um die Ohren hauen. Und schon ertönte es, „Grillo, Grillo, va fan …“.

In der Heimat von Peppone und Don Camillo Matteo Salvini auch vor Wahlen in der Emilia-Romagna Sie sei auch gegen eine EU-Politik aus Berlin und Brüssel sowie Paris, die über alles bestimmen und eine Agenda für alle Lebenslagen vorgeben wolle. Von der ganzen „L-G-B-T-Q…I-A“- Bewegung halte sie nichts, sie könne es nicht mal aussprechen, der Genderwahnsinn sei gegen die menschliche Natur. Dann setzte sie an: „Ich bin Giorgia Meloni, ich bin eine Frau und Christin, habe eine Tochter, und ich bin nicht X, Y oder Z“, sie brauche genauso wenig wie alle Italiener eine „Gender-Codierung“, das sei Unmenschlichkeit pur.

Ferner sprach sie sich gegen Kinderadoptionen von gleichgeschlechtlichen Paaren aus, wer schütze oder frage denn die Kinder? Auch die Geschichte vom Kinderhandel in Bibbiano, in der auch einige PD-Funktionäre oder -Mitglieder involviert sein sollen, wickelte Meloni kurz ab, angewidert meinte sie: „Dieser Schmutz“, müsse aufhören. Und mit dieser Partei regiere nun Conte mit den Fünfsternen, obwohl sie lautstark mit der „Bibbiano-Partei“ nichts zu tun haben wollten. Mit ihr werde es in Italien ganz sicher keine Islamisierung geben. Wer hier in Italien ein Problem mit Kultur und Identität der Italiener habe, straffällig werde, müsse sofort zurückgeführt werden.

Am Ende rief Meloni zum Zusammenhalt auf und meinte Salvinis Lega sowie das Versprechen, nie mit den Gelben und nie mit den Roten zusammenzugehen.

Avanti EU-Wahl Italien: Salvini triumphiert Matteo Salvini schloss die Kundgebung mit seinem Auftritt. Ein Auftritt wie ein Tribun, die Spielregeln des modernen Populismus versteht und beherrscht er. Andere von der Linken mögen vielleicht einer Carola Rackete huldigen, er jedoch wolle an die längst verstorbene Oriana Fallaci, Publizistin, Journalistin wie Freidenkerin erinnern, die schon früh davor warnte, die eigenen Werte zu verraten und den politischen Islam zu ignorieren. Es folgte ein Kurzclip zu Fallaci.

Hier auf der Piazza San Giovanni sei mit 200.000 Bürgern das offene Italien, das geschlossene Italien mit den Sesselklebern würde im Regierungspalast sitzen, donnerte Salvini los. An die Zuschauer und Anwesenden gerichtet, sagte der Legachef nachdrücklich, sie seien die Protagonisten dieses denkwürdigen Tages, nicht die Politiker auf der Bühne.

Salvini war wieder ganz der alte, sprach aber bedächtiger und spottete auch: so viele Austritte, dann wieder Eintritte in die PD, als wären die Sozialdemokraten ein Therapiezentrum. Gegen Roms Verwaltung um Bürgermeisterin Virginia Raggi wurde auch ausgeteilt, „Rom muss wieder sicherer und sauberer werden“, die Bürger hier auf der Piazza, würden es ihr schon zeigen, dass der Platz nachher sauberer sei.

Man müsse für Italien und die jungen Leute Arbeit schaffen, Krankenhäuser verbessern, Straßen bauen, die Polizei stärken und die Häfen schließen. Das bedeute nämlich, weniger Tote auf dem Meer und den Menschenschmugglern endlich das Handwerk zu legen. Die Regierung und die Schleuser hätten Blut an ihren Händen.

Grillo habe vorgeschlagen, das Wahlrecht für die Alten in der Gesellschaft abzuschaffen, wer, so Salvini, sei danach dran?

Ganz neue Teilwende Salvini kritisiert mangelnde Unterstützung durch Conte Salvini weiter, „Alte, Behinderte und Kinder“ gehören immer geschützt, manche wollen das nicht begreifen. Auch deshalb habe er als Innenminister städtische Einrichtungen mit Kameras ausstatten lassen. Außerdem werde es mit ihm keine Legalisierung von Drogen geben, die nur Leid in die Familien und die Gesellschaft bringen. So manch ein Politiker in der Regierung müsse seinen Mund und das Gehirn vor dem Gebrauch miteinander verbinden.

Zur Europapolitik, legte Salvini seine Meinung dar. Wie oft habe er schon in den vergangenen Jahren gesagt, die Türkei gehöre nie in eine EU hinein, das sehe man jetzt wieder, wie mit den Kurden umgegangen werde. Und plötzlich täte die EU mit Merkel und Macron ganz verwundert, wieder mal. Ein Land, das Christen verfolgte, Armenier tötete und nun die Kurden bekämpfe, das sei definitiv nicht der Krieg Italiens, Applaus brandete auf.

Die Marschroute im Umgang mit der EU könne nur lauten, Freund eines jeden, aber sicher kein Diener von irgendwem. Die Steuern in Italien gehörten zudem gesenkt, die Kaufkraft der Bürger müsse gestärkt werden.

Und zuletzt, auch wenn die „Radical-Chic“-Linke den Slogan „Primi gli Italiani“, zuerst die Italiener, gern umdeuteten und behaupten Salvini und die Lega seien rassistisch. Ganz und gar nicht, jeder, egal welcher Herkunft und welcher Hautfarbe sei ebenso Italiener, wenn er hier Recht, Gesetz und Ordnung respektiere, Steuern zahle und seine Kinder zur Schule schicke.

Mit einem Dankeschön an alle Helfer und Einsatzkräfte und dem Ausruf „Viva Italia“, es lebe Italien, verabschiedete sich Salvini von den Jubelnden.

Zusammengefasst: Giorgia Meloni hat die Anwesenden begeistert, Salvini war fast staatsmännisch unterwegs, auf Silvio Berlusconi müssten beide verzichten können. Diese momentane Euphorie mit den guten Umfragewerten muss ins Ziel gebracht werden, aber allein das wird noch eine Herkulesaufgabe sein.

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