An die Herren Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen. Zeitung für Deutschland Gerald Braunberger, Jürgen Kaube, Carsten Knop, Berthold Kohler 60267 Frankfurt a.M.

Sehr geehrte Herren Herausgeber,

zum 31. August 2020 habe ich mein Abonnement Ihrer geschätzten Zeitung gekündigt und das letzte Exemplar mit einem gewissen Gefühl der Erleichterung zur Seite gelegt. Da ich seit knapp fünf Jahren Abonnent und seit über 50 Jahren regelmäßiger Leser der F.A.Z. bin, will ich Ihnen eine Erklärung geben (obwohl ich eigentlich der Ansicht bin, dass Sie mir eine schuldig seien).

Zwar habe ich den Eindruck gewonnen, dass Kritiker der F.A.Z. von Ihrer Redaktion erst einmal als verirrte Seelen wahrgenommen werden, nicht weit entfernt vom „rechten Rand“ und von Aluhutträgern. Das hat eine gewisse Tradition in Ihrem Haus: Peter Hoeres zitiert in seiner Darstellung der F.A.Z.-Geschichte einen Brief Ihres Redakteurs Rolf Michaelis aus dem Jahre 1964: „Was Leute ausserhalb des Hauses über uns denken und sagen, und man wird immer etwas finden, sollte uns nicht kümmern“.

Dieses Selbstverständnis Ihrer Redaktion hat Hans Magnus Enzensberger schon vor sechs Jahrzehnten kommentiert: „Kaum kann sie der rühmenden Worte über ihre eigenen Mitglieder und über ihre eigene Tätigkeit ein Ende finden.“ Das wird heute nicht viel anders sein. In Ihrer Internet-Werbung lese ich passend dazu: „Wer sich intelligent informieren möchte, liest die F.A.Z: gründlich recherchierte Fakten, präzise Analysen, klug geschriebene Kommentare. Eine Zeitung, gemacht von erstklassigen Journalisten für Leser mit höchsten Ansprüchen.“

An diesem Ihren eigenen Maßstab müssen Sie sich messen lassen.

„Gründlich recherchierte Fakten“

Schauen wir uns zunächst die „gründlich recherchierten Fakten“ an. Der Probierstein für jede journalistische Arbeit in Deutschland ist in diesen Jahren die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise und ihre Folgewirkungen. Ein Artikel im Wirtschaftsteil vom 5. Februar 2020 zu diesem Thema war für mich der Anlass, aus einem lange schwelenden Unbehagen die Konsequenz zu ziehen und eine Kündigung des Abonnements in Erwägung zu ziehen.

Der Artikel Ihrer Redakteurin Britta Beeger trug die Überschrift: „Jeder zweite Flüchtling hat Arbeit“. Im Kern bestand er aus der Wiedergabe des „Kurzberichts“ des „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB) 4 | 2020 vom Tag zuvor. Hier liest man in der Tat: „Fünf Jahre nach dem Zuzug nach Deutschland gingen 49 Prozent der Geflüchteten einer Erwerbstätigkeit nach.“ Die gleiche Nachricht konnte man in fast allen anderen deutschen Qualitätsmedien auch lesen.

Ihre Redakteurin übernimmt die Daten und Bewertungen des Berichts teils wortgetreu, als handele es sich um eine Nachricht vom Berge Sinai. Wir „Leser mit höchsten Ansprüchen“ erfahren aber nicht, dass die Quelle etwas trübe und das Datenfundament recht wacklig ist. Das „Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“, das die Nachricht in die Welt gesetzt hat, ist eine Forschungseinrichtung der „Bundesagentur für Arbeit“, die wiederum seit 2004 keine Behörde mehr ist, sondern eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Dennoch aber unterliegt sie – warum wohl? – ausgerechnet bei der Arbeitslosenstatistik und Ausländerbeschäftigung dem Weisungsrecht des Bundesarbeitsministeriums. (§ 283 Abs. 2 SGB III) Die mitgeteilten Zahlen zur Beschäftigung von Flüchtlingen beruhen zudem keineswegs auf harten statistischen Daten, sondern auf nicht überprüfbaren Selbstauskünften von „rund 8000 Geflüchteten“.

Dass man Jubelmeldungen aus einer solchen Quelle auf einer solchen Datenbasis nicht einfach ungeprüft weitergibt, als wäre man ein Copyshop, erwarte ich eigentlich von einer Qualitätszeitung. Aber Ihre Redakteurin gibt sie nicht nur weiter, sondern verziert sie mit Girlanden, um sie glaubwürdiger zu machen.

„Fünf Jahre nach dem großen Zuzug“ sei man weit gekommen, versichert der Untertitel. Der „große Zuzug“ hat, nach allgemeinem Verständnis unbedarfter F.A.Z.-Leser, 2015 begonnen. Die Daten für den 2020 veröffentlichten IAB-Kurzbericht wurden aber 2018 erhoben, und sie beziehen sich auf Flüchtlinge der Ankunftsjahrgänge 2013-2016. Wenn das IAB also zu der Feststellung kommt, dass 49 Prozent der seit 2013 gekommenen Flüchtlinge nach fünf Jahren „Arbeit gefunden“ haben, dann kann sich diese Zahl nur auf die in eben diesem Jahr 2013 gekommenen Flüchtlinge beziehen: 2018 – 5 = 2013.

So ist es auch. Tatsächlich waren nach diesen Zahlen des IAB nicht „die Hälfte“, sondern nur 35 Prozent der von 2013 bis 2016 gekommenen Flüchtlinge im zweiten Halbjahr 2018 erwerbstätig. Wer den windschiefen Zahlen des IAB und ihrer getreuen Kopie in der F.A.Z. nicht recht trauen mag, erhält im daneben stehenden Kommentar derselben Autorin noch einmal eine „präzise Analyse“ der „gründlich recherchierten Fakten“: „Wer hätte das gedacht: Fünf Jahre nach der Ankunft in Deutschland hat gut die Hälfte der Flüchtlinge Arbeit gefunden.“ In der Tat: Wer hätte das gedacht, dass 49 Prozent „gut die Hälfte“ sind. Überall außerhalb der F.A.Z.-Wirtschaftsredaktion würde man 49 Prozent als „knapp die Hälfte“ beschreiben. Aber wir haben schon verstanden: Alles gut – wenn wir noch einmal fünf Jahre warten, dann haben „gut 100 Prozent “ der Flüchtlinge Arbeit gefunden.

Hinter der Nebelwand dieses Jubelgeschwurbels bleiben die unangenehmen Tatsachen verborgen. Denn auch die 35 Prozent des IAB sind geschönt. Die echten Zahlen erhält man, wenn man die – leicht zugänglichen – Daten des „Statistischen Bundesamtes“ über sozialversicherungspflichtig beschäftigte Flüchtlinge in Relation setzt zu den allmonatlich veröffentlichten Daten der „Bundesagentur für Arbeit“ über die Zahl jener Flüchtlinge, die Grundsicherung nach Hartz IV oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Das Ergebnis ist ernüchternd und weit entfernt von dem, was Ihre Redakteurin uns mitgeteilt hat: Nur rund 20 Prozent der Flüchtlinge gehen einer sozialversicherungs-pflichtigen Tätigkeit nach. Umgekehrt: Rund 80 Prozent der Asylbewerber beziehen staatliche Transferleistungen. Das sind die Zahlen, die mich als „Leser mit höchsten Ansprüchen“ und als Steuerzahler interessieren. Aus Ihrer Zeitung erfahre ich sie nicht.

Wenn Ihre Autorin also von einer Beschäftigungsquote von 50 Prozent fabuliert, zielt das sehr weit an der Asylwirklichkeit vorbei und erlaubt nebenbei die Frage, was es an einer Arbeitslosenquote von 50 Prozent in einer Bevölkerungsgruppe zu bejubeln gibt. Außerhalb der F.A.Z.-Wirtschaftsredaktion würde man das eher als ein volkswirtschaftliches Desaster verbuchen.

Wenige Monate später, am 6. August 2020, klagt die gleiche Autorin, wiederum im Wirtschaftsteil, darüber, dass die Corona-Krise arbeitswillige Flüchtlinge besonders hart trifft. Dafür fälscht sie zunächst einmal ihren eigenen Bericht vom Februar um: Jetzt heißt es: „Etwa die Hälfte der seit dem Jahr 2015 nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge hat bisher Arbeit gefunden“ – aber wie gezeigt, bezog sich diese ohnehin höchst anfechtbare „Hälfte“ ausschließlich auf das Jahr 2013 und keineswegs auf die Krisenjahre seit 2015.

Sodann beklagt sie das Schicksal der beiden Flüchtlinge Bilisuma – oder auch „Biliy“ – Duguma und Mujtaba Hamidi, die es wegen Corona doppelt schwer hätten, Arbeit zu finden. Aber wenn die seit sieben Jahren in Deutschland lebende äthiopische Friseurgehilfin Bilisuma Duguma nicht in ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben will – „sie fühlte sich von ihrer Chefin nicht unterstützt“ –, und sie trotz Hauptschulabschluss offensichtlich immer noch „fehlende Sprachkenntnisse“ hat, dann hat das mit Corona nichts zu tun. Und mit Corona hat es ebenfalls nichts zu tun, wenn ein muslimischer Flüchtling nach der Probezeit in der Getränkeabteilung eines Supermarktes nicht weiterbeschäftigt wird. Dabei hatte er sich doch freundlicherweise bereit erklärt, trotz Ramadan-bedingten täglichen Fastens seiner Arbeit nachzugehen und sogar schwere Kisten zu heben. Dass ein Arbeitgeber kein besonderes Interesse daran hat, sich auf die Untiefen der höchstrichterlichen Rechtsprechung zum Thema Arbeitspflicht (§ 611 Abs. 1 BGB) vs. Religionsfreiheit (Art. 4 GG) in Fragen des Ramadan oder des Verkaufs von Alkohol einzulassen, wäre vielleicht einer einlässlicheren Erörterung durch eine „erstklassige Journalistin“ wert gewesen.
In meiner letzten F.A.Z.-Ausgabe vom 31. August 2020 finde ich zum fünften Jahrestag der Grenzöffnung prominent plaziert auf S. 3 lupenreinen Relotius-Kitsch: Unter dem Titel „Er schafft das“ berichtet Reiner Burger über den afghanischen Flüchtling Nesar Ahmad Aliyar, der 2015 als 13-jähriger nach Deutschland gekommen sei und an einem katholischen Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen sein Abitur „mit Bestnote“ gemacht habe.

Ich zweifle nicht daran, dass es diesen Flüchtling wirklich gibt und dass sein Bildungsverlauf ungefähr so gewesen ist, wie Sie es berichten. Man kann die Geschichte aber auch anders lesen. Wer genau hinschaut, findet in der Fluchtgeschichte dieses Abiturienten erst einmal einen klassischen Fall von illegaler Kettenmigration und Asylmissbrauch. Der Flüchtling selbst wie auch Ihr Autor geben sich gar nicht erst die Mühe, einen der Asylgründe nach Art. 16a des Grundgesetzes oder nach der Genfer Flüchtlingskonvention zu simulieren. Der Asylantrag des Flüchtlings wurde 2017 abgelehnt, genauso wie zuvor der seines Vaters. Der war vier Jahre vor dem Sohn nach Deutschland gekommen und hat bis heute kein Beschäftigungsverhältnis gefunden.

Einem „erstklassigen Journalisten“ wären hier ein paar Fragen eingefallen: Wie ist es möglich, dass ein 15-jähriger afghanischer Flüchtling nach Ablehnung seines offensichtlich unberechtigten Asylantrags gegen den deutschen Staat klagt und ein Abschiebeverbot sowie eine befristete Aufenthaltserlaubnis erwirken kann? Wer hat ihn unterstützt, wer kommt für die Kosten auf? Und weder dem Journalisten noch dem Abiturienten kommt es in den Sinn, dass dieser nach Absolvierung seines medizinischen Wunschstudiums wieder nach Afghanistan zurückkehren könnte, wo Ärzte sicher noch dringender gebraucht werden als in Deutschland. Nur zu Besuch würde er gerne noch einmal nach Afghanistan reisen.

Man kann dem jungen Mann ja seinen Ausbildungserfolg gönnen, und er wird sicher nicht mehr nach Afghanistan zurück müssen, genau so wenig wie die anderen rund 252 000 ausreisepflichtigen Flüchtlinge mit und ohne Duldung, die sich zur Zeit in Deutschland aufhalten.

Ein paar Zahlen dieser Art hätten dem Artikel gut getan und uns „Lesern mit höchsten Ansprüchen“ die Einordnung erleichtert: Wie repräsentativ ist der Musterabiturient im Gesamtzusammenhang der Asylmigration? Wie sieht es mit den Schulabschlüssen von Flüchtlingen dieser Alterskohorte aus? Wie sind die Erfolgs- und die Abbruchquoten bei Deutschkursen? Diese Fragen werden gar nicht erst gestellt, geschweige denn beantwortet. Stattdessen wird ein Sachbearbeiter der „Düsseldorfer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge“ in Misskredit gebracht, der mit seinem Desinteresse an Aliyars kometenhaftem Bildungsaufstieg den Flüchtling „verletzt“ und „eingeschüchtert“ habe.

Wahrscheinlich hat der Mann nur versucht, die letzten Reste von Rechtstaatlichkeit, die in den Asylverfahren erhalten geblieben sind, zur Geltung zu bringen – gefragt hat ihn Ihr Reporter offensichtlich nicht, bevor er ehrenrührige Aussagen über ihn in Umlauf brachte.

Und schließlich begegnen wir in diesem Artikel zum dritten Mal Ihrer Falschmeldung vom Februar über die Arbeitsmarktsituation von Flüchtlingen: Der Mustermigrant hat „gerade in der Zeitung gelesen, dass schon rund 50 Prozent Arbeit haben“ und Ihr Redakteur bekräftigt diese Behauptung auch noch ausdrücklich.

Kurz: Statt der versprochenen „präzisen Analyse“ bekomme ich wiederum regierungsfromme Asylpropaganda zu lesen. Was soll ich, als „Leser mit höchsten Ansprüchen“, damit anfangen? 2016 habe ich die Abonnements der Relotius-Blätter aus Hamburg und München gekündigt und mich Ihrer Zeitung zugewandt. Damals waren Sie das einzige Qualitätsmedium, das einigermaßen verlässlich und realitätsgerecht über die Flüchtlingssituation berichtete, die ich alltäglich am Münchener Hauptbahnhof mit eigenen Augen beobachten konnte. Das ist lange her.
Wenn ich mir das alles im Zusammenhang betrachte, kommt mir der Befund aus Günther Anders‘ früher und immer noch lesenswerter Medientheorie in den Sinn: „Wo sich die Lüge wahrlügt, ist ausdrückliche Lüge überflüssig.“ Die vielen halben Wahrheiten in Ihrer Zeitung summieren sich am Ende doch zu einer ganzen Lüge.

„Klug geschriebene Kommentare“

So viel zum Thema: „gründlich recherchierte Fakten“. Nun zu den „klug geschriebenen Kommentaren“, die Ihre Werbung uns verspricht. In der Ausgabe vom 22. Februar 2020 finde ich den Kommentar „Blut geleckt“ Ihres Herausgebers Berthold Kohler, vorbereitet am Tag zuvor von dem Kommentar „Aus der Hölle des Hasses“ des gleichen Autors und dem Artikel „Einzigartiges Experiment“ des Herausgebers Jürgen Kaube. In diesen Texten wird ohne die Spur eines Belegs ein unmittelbarer Zusammenhang hergestellt zwischen der AfD und den Morden von Hanau. Damit hat die F.A.Z. ihren Teil beigetragen zum Thema „Hass und Hetze“. Ich will darauf gar nicht weiter eingehen; etliche Leser haben sich in Leserbriefen am 27. Februar 2020 dazu geäußert. Fast könnte man den Eindruck haben, dass Ihre beiden Herausgeber mit diesen zügellosen Kommentaren vergessen machen wollen, dass Ihre Zeitung bis 2015 den Aufstieg der AfD wohlwollend begleitet hat und dass mit Alexander Gauland und Konrad Adam zwei Mitbegründer der AfD einmal auf der Gehaltsliste der F.A.Z.-Gruppe gestanden haben.

Es gibt gute Gründe, die AfD, ihre Programmatik, ihren Politikstil und ihr Personal nicht sympathisch zu finden. Trotzdem erwarte ich eine seriöse Berichterstattung auch über diese Partei. Aber ich kann mir schlecht vorstellen, dass Alexander Gauland noch einmal die Gelegenheit erhält, wie am 6. Oktober 2018 als „Fremde Feder“ einen F.A.Z.-Beitrag zu schreiben. Und nachdem ich am 24. Januar 2020 darüber belehrt wurde, dass Thilo Sarrazin ein „Wegbereiter der AfD “ ist – aber waren das nicht eher Sie von der F.A.Z.? – werden von ihm wohl auch keine Interviews oder Beiträge in Ihrer Zeitung mehr zu lesen sein. Aber zur Information und Meinungsbildung Ihrer „Leser mit höchsten Ansprüchen“ trugen solche Beiträge aus fremden Federn mehr bei als alle blutrünstigen Kommentare Ihrer Herausgeber.

Zum Thema „Hass und Hetze“ hat die F.A.Z. inzwischen noch einiges mehr beizutragen, mal eher plump, mal eher subtil. Am 29. April 2020 lese ich in einem Feuilleton-Gastbeitrag des österreichischen Regisseurs und Schriftstellers David Schalko im Feuilleton – Gott weiß, warum ausgerechnet er hier zu Wort kommt –, wieder mal so ganz nebenbei: „Tatsache ist, dass Vorschriftshörigkeit, Denunziation, Mauscheln und Konfliktscheu zur österreichischen Mentalität gehören wie der Kartoffelsalat zum Schnitzel.“ So sehen also die „Tatsachen“ aus, die ein F.A.Z.-Herausgeber unbeanstandet ins Blatt rücken lässt – ganz abgesehen vom antisemitischen Zungenschlag des Wortes „Mauscheln“.

In die gleiche Kategorie von „Hass und Hetze“ gehört der etwas subtilere Gastbeitrag von Sibel Leyla im Feuilleton vom 27. Juli 2020, von der Redaktion mit dem „neues deutschland“-Titel versehen: „Rassismus ist keine Ideologie, sondern eine Krankheit“. Es ist eine sehr heikle redaktionelle Entscheidung, die Mutter eines 2016 beim Attentat im Münchener Olympia-Einkaufszentrum ermordeten Teenagers mit Migrationshintergrund zu Wort kommen und unbelegte Rassismusvorwürfe gegen deutsche Ermittlungsbehörden erheben und Verschwörungen andeuten zu lassen. Für die Ermittlungsbehörden wird die Sache nicht leichter dadurch, dass nicht nur sieben der neun Opfer, sondern auch der Täter einen Flüchtlings- und Migrationshintergrund hatte (was aber in dem Beitrag unerwähnt bleibt). Die Mutter kann ich verstehen, die Redaktion nicht. Qualitätsjournalismus sieht anders aus.

Und so geht es weiter, Tag für Tag. Es gibt kein Entrinnen. Wer Erholung sucht vom alltäglichen Einerlei des Politik- und Wirtschaftsressorts und den Sportteil aufschlägt, kommt vom Regen in die Traufe. Wenn nicht gerade die Diskriminierung des deutschen Fußballspielers Özil (4. Juli 2020) oder die Vorurteile gegen einen türkischen Fußballverein in München beklagt werden (13. Juli 2020), dann erfahren wir, wie Sportler „Auf Knien Rückgrat zeigen“ (3. Juni 2020) – liest eigentlich im Sportteil niemand Korrektur? –, wir werden belehrt, dass der kniebeugende Colin Kaepernick „Großes angestoßen“ hat (20. Juni 2020), dass Dirk Nowitzki angesichts des amerikanischen Rassismus „um Worte ringt“ (4. Juni 2020) und dass schließlich auch in Deutschland arbeitende Fußballprofis wie Anthony Ujah (ein Angestellter des Fußballvereins „FC Union Berlin“) „gegen Rassismus“ sind. Gut zu wissen.

Hochbezahlte Marketingprofis – Kaepernick wurde nach seiner Kniebeuge gleich als Werbebotschafter für Nike verpflichtet –, die ihren kostenlosen antirassistischen Mut zur Schau stellen, werden in der F.A.Z. umjubelt, als hätten sie gerade Hitler zum zweiten Mal besiegt. Nach den „präzisen Analysen“ sucht man vergebens – nichts erfährt man über die Hintergründe dieser Inszenierungen und darüber, welche Götzen hier kniefällig angebetet werden.

Ich kann mir die Mühe sparen, meine Einschätzung zu formulieren, und zitiere statt dessen erneut Hans Magnus Enzensberger, der vor knapp 60 Jahren zu einem ähnlichen Urteil über Ihre Zeitung gekommen ist: „Alle diese Manipulationen haben etwas Kleinliches, so sehr, daß man zögert, den von der Redaktion selber vorgeschlagenen Ausdruck ‚Unterschlagungen‘ auf sie anzuwenden. Immerhin ist zu bedenken, daß sich ihre Wirkung auf die Dauer wohl summiert, und daß das gezielte Informations-Defizit, das auf solche Weise entsteht, ansehnliche Summen erreichen kann.“

Ihre Akzentsetzungen in der Nachrichtenauswahl, Ihre Gewichtungen und insbesondere Ihre Kommentare sind vorhersehbar wie der Gang der Gestirne. Man muss lange suchen, bis man ein kritisches Wort über die Bundeskanzlerin findet. Einen Artikel wie den von Wolfgang Streeck über Angela Merkels „befremdlichen Regierungsstil“ vom 3. Mai 2016, dem sich im November 2017 einer über die Folgelasten der Merkel-Regierungen anschloss, werden wir so schnell wohl nicht wieder zu lesen bekommen – ich ohnehin nicht –, obwohl wir ihn heute nötiger hätten denn je. „Europa“ ist sakrosankt, womit in der F.A.Z. immer nur die „Europäische Union“ gemeint ist. Selbst wenn, wie am 30. Juli 2020, ein Feuilleton-Aufmacher mal die vielversprechende Überschrift „Es geht ums europäische Ganze“ trägt, werden die 20 europäischen Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören, ignoriert. Die Feindbilder stehen umgekehrt genauso unverrückbar fest: Hier rangiert neben der AfD und allem, was rechts ist, Donald Trump an erster Stelle, nachdem die Bundeskanzlerin und ihr damaliger Außenminister die Tonlage vorgegeben haben.

„Präzise Analysen“

In der Ausgabe vom 7. Juli 2020 lese ich unter der Überschrift „Wir Gesinnungs-genossen“ einen Beitrag des Wirtschaftsredakteurs Philipp Krohn, der sich ins Feuilleton verirrt hat. In dem Beitrag werden „wir“ – hier handelt sich um das „wir“ der Bundeskanzlerin, mit dem immer die anderen gemeint sind – anlässlich der Corona-Krise streng ermahnt, dem „eigenen Lagerdenken“ abzuschwören und mehr „Offenheit“ an den Tag zu legen. Zwei Absätze vorher heißt es, in der „New York Times“ habe der republikanische Senator Tom Cotton „dafür plädiert, Demonstrationen gegen Rassismus durch das Militär auflösen zu lassen.“ Das ist eine glatte Lüge, die einfach mal so nebenbei und ohne erkennbaren Zusammenhang in den Text eingestreut wird. Der „New York Times“-Artikel ist im Internet leicht für jeden, auch für F.A.Z.-Redakteure, zugänglich, ebenso wie die nachträgliche, unbedingt lesenswerte Erklärung der Chefredaktion dazu. Von der Auflösung antirassistischer Demonstrationen durch Militär ist in dem Meinungsbeitrag des Senators nicht die Rede, das ist eine freie Erfindung Ihres Autors. Wohl aber spricht der Senator von gewalttätigen Ausschreitungen und Plünderungen: „Bands of looters roved the streets, smashing and emptying hundreds of businesses“. Dagegen dürfe man, so erklärte der Senator, nach geltendem Recht in den USA Militär einsetzen. Dabei unterscheidet er sorgfältig zwischen Plünderern und „peaceful, law-abiding protesters”, so wie es Donald Trumps auch getan hat. Diese Unterscheidung ist der F.A.Z. offenbar abhandengekommen.

Überhaupt: Trump. Jeder durchschnittlich intelligente Leser kann sich denken, dass das rabenschwarze Bild, das Ihre Korrespondenten und Kommentatoren, allen voran Klaus-Dieter Frankenberger, Tag für Tag im Gleichschritt mit dem Rest der Qualitätspresse vom amerikanischen Präsidenten zeichnen, so nicht stimmen kann.

Vielleicht sollten Sie Ihren Blick auf die USA über die Lektüre der „New York Times“ hinaus erweitern. Dann würden Sie sehen, dass auch zwischen den Kosmopoliten-Hochburgen der Ost- und der Westküste Menschen leben; Industriearbeiter, Farmer, eine Mittel- und Unterschicht, die ebenso legitime Interessen und Wählerstimmen hat und über die ich als Leser der F.A.Z. gerne etwas erfahren würde. Und vielleicht wird man in der F.A.Z. einmal einsehen müssen, dass Trump mehr für den Weltfrieden, speziell im Nahen Osten, getan hat, als sein von den deutschen Medien umjubelter friedensnobelpreisgekrönter Vorgänger im Amt, der in Syrien, Libyen und im Jemen neue Kriegsschauplätze für die USA eröffnet hatte. Aber ganz gleich, wie die US-Präsidentschaftswahlen demnächst ausgehen werden – ich darf Sie versichern, dass die F.A.Z. keinen Einfluss darauf genommen haben wird. (Sie könnten übrigens bei Hoeres einmal nachlesen, wie die F.A.Z. über Ronald Reagan berichtet hat und wie das ausgegangen ist.)

Und wenn es nicht Trump ist, dann ist es Orbán, und wenn es nicht Orbán ist, dann sind es die Polen. Wochen- und monatelang haben Ihre Politikredakteure sich stirnrunzelnd um die „Rechtsstaatlichkeit“ angesichts der polnischen Justizreform gesorgt. Was es mit dieser Reform genau auf sich hat, weiß ich nicht. Ich bin auf die Berichterstattung deutscher Qualitätsmedien angewiesen, deren Einhelligkeit mich misstrauisch macht. Dass aber die gleichen Fragen, welche die F.A.Z. sehr kritisch, vielleicht zu Recht, vielleicht zu Unrecht, an die Unabhängigkeit der Justiz in Polen stellt, auch an die deutschen Justizpraktiken gestellt werden könnten, kommt Ihnen selbst dann nicht in den Sinn, wenn Sie am 2. Juli 2020 in aller Arglosigkeit und völlig zutreffend titeln: „SPD einigt sich auf neue Verfassungsrichterin“. Was sagt es denn über die Unabhängigkeit der deutschen Justiz aus, wenn seit Jahrzehnten Verfassungsrichter von Regierungsparteien vorab ausgehandelt und anschließend von den eigentlich zuständigen Wahlgremien und Verfassungsorganen widerstandslos ernannt werden?

Zum Schluss noch einmal Enzensberger: „wer keine Lust hat, sich Tag für Tag durch einen grauen Berg von Zweideutigkeiten und Suggestion zu lückenhaften Informationen durchzubeißen; und keine Lust, sich bevormunden zu lassen“, der tut gut daran, sein Abonnement der F.A.Z. zu kündigen und sich andere Informationsquellen zu suchen. Jedenfalls komme ich nach einer nüchternen Bestandsaufnahme zu dem Schluss, dass Ihre Zeitung die 799 Euro nicht wert ist, die ich alljährlich dafür zahlen soll.

„Erstklassige Journalisten“

Gewiss werde ich einiges vermissen. Auch an der F.A.Z. ist nicht alles schlecht. Die großen, ganzseitigen und meist von externen Autoren verfassten Aufsätze der Seiten „Gegenwart“, „Die Ordnung der Wirtschaft“, „Menschen und Wirtschaft“, „Die Lounge“, „Staat und Recht“, „Ereignisse und Gestalten“ sind fast immer ein Gewinn, ebenso wie die kritischen Berichte aus dem Universitäts- und Geistesleben in der wöchentlichen Beilage „Natur und Wissenschaft“. Dafür kann man auch mal die ganz und gar nicht kritischen, dafür obsessiv-apokalyptischen Klimawandelszenarien und Greta-Elogen des verantwortlichen Redakteurs in Kauf nehmen, zumal ihnen in „Technik und Motor“ gelegentlich unauffällig widersprochen wird. Auch die Medienseite löckt gerne wider den Stachel der Konsensseligkeit. Alles in allem gesehen, steht die F.A.Z. bei den kritischen Themen der deutschen Diskurslage immer noch besser da als die anderen deutschen Qualitätsmedien.

Aber das reicht nicht. Einäugig unter Blinden zu sein, ist am Ende doch zu wenig. Von einer Redaktion, die immer noch über 350 Mitglieder umfasst, „erstklassige Journalisten“, wie Ihre Werbung versichert, darf man mehr erwarten. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich einige Ihrer Redakteure mehr um ihre Twitter-Mitteilungen, ihre Buchpublikationen, ihre Moderationen und Vorträge kümmern als um ihre Redaktionsgeschäfte.

Wir haben alle einmal geglaubt, dass eine unabhängige und seriöse Qualitätspresse mit gut ausgebildeten und vorurteilsfreien Journalisten eine der Säulen unserer westlichen Demokratie sei. Vielleicht ist das auch so, aber ich zweifle zusehends, ob es diese Art von Presse noch gibt – wenn es sie überhaupt je gegeben hat und das Ganze nicht nur eine schöne Illusion war. Das Wächteramt als „vierte Instanz“, das die Presse sich angedichtet und angemaßt hat, nehmen Sie jedenfalls nicht wahr. Am Ende sitzt man doch lieber im Regierungsflugzeug als am Katzentisch der Bundespressekonferenz. Die Herren Journalisten Juan Moreno und Birk Meinhardt haben uns in letzter Zeit einige amüsante Einblicke in das Innenleben der deutschen Qualitätspresse verschafft, wobei es immer einen besonderen Unterhaltungswert hat, wenn Journalisten Journalisten als Journalisten beschimpfen.

Da ich über 40 Jahre lang im Hochschuldienst tätig wäre, verkenne ich die zunehmende Schwierigkeit nicht, qualifizierten Journalistennachwuchs zu finden, der die deutsche Sprache sicher beherrscht, über den Bildungshintergrund und den Wissenshorizont und nicht zuletzt auch über das Ethos der Unbestechlichkeit durch den Zeitgeist verfügt, das man bei Qualitätsjournalisten voraussetzen muss, bevor sie ihre erste Zeile veröffentlichen. Wie man hört, bezieht die F.A.Z. inzwischen ihren Nachwuchs auch, was lange Zeit aus gutem Grund verpönt war, aus Journalistenschulen oder bei der taz. Das würde einiges erklären und die verbliebenen Leser werden wohl nicht mehr lange auf die ersten Gendersternchen in der F.A.Z. warten müssen,

Ich habe lange darüber gerätselt, warum das alles so gekommen ist. Wahrscheinlich ist die einfachste Erklärung die zutreffende. Bei Journalisten wird es nicht anders sein als im richtigen Leben: Mit den Wölfen zu heulen wird eher prämiert, als aus der Reihe zu tanzen. Es trifft wohl zu, was in den letzten Jahren immer wieder festgestellt und auch von Peter Hoeres bekräftigt wurde: Journalisten schreiben heute in erster Linie für ihresgleichen. Sie suchen die Anerkennung in ihrem eigenen Milieu, was in der wechselseitigen Verleihung von Journalistenpreisen seinen Höhepunkt findet. Dem „Portal für preisgekrönten Journalismus“ – das gibt es tatsächlich, und zwar offenkundig ohne jede satirische Absicht – entnehme ich, dass es in der Bundesrepublik 548 Journalistenpreise und 17 253 Preisträger gibt. Wenn mehr als ein Preis pro Tag verliehen wird, kommt sicher jeder mal dran, der nicht allzu sehr aneckt.

Da will ich als Leser und Abonnent nicht weiter stören

Mit freundlichem Gruß und allen guten Wünschen für die Zukunft Ihres Blattes
Ihr

Peter J. Brenner


Prof. Dr. Peter J. Brenner

Univ.-Prof. Dr. Peter J. Brenner (*1953)  studierte  Philosophie, Germanistik, Erziehungswissenschaft und Komparatistik an der Universität Bonn. Nach der Promotion in Bonn 1979 war er wissenschaftlicher Assistent,  nach der Habilitation Privatdozent an der Universität Regensburg und Heisenberg-Stipendiat an der Universität Bayreuth. Von 1991 bis 2009 war er Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. 2009 wechselte er an die Technische Universität München, zunächst als Gründungsgeschäftsführer der TUM School of Education; anschließend war er Akademischer Direktor an der Carl von Linde-Akademie der TUM.  An der University of North Carolina at Chapel Hill und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck hat er Gastprofessuren wahrgenommen.

Quelle

Märchenstunde mit Merz & Steinmeier: Es war einmal das beste Deutschland aller Zeiten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Foto:Shutterstock)

Immer öfter fragt sich der politisch interessierte Demokrat in der deutschen Republik, ob es den Volksvertretern noch gut geht. Die Äußerungen der Prominentesten unter ihnen geben Anlaß zu größter Sorge. Die sorgenvollsten Fragen werden gestellt …

on Max Erdinger

Wir stehen auf dem festen Fundament eines starken Landes. Am Ende der erfolgreichen Ära Merkel brauchen wir jetzt einen Aufbruch. Wir müssen neue Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit geben und die nächsten zehn Jahre gestalten. Dafür stehe ich.“ – Tweet von Friedrich Merz (CDU) am 17.10.20 um 20.01 Uhr. Dazu weiter unten eine abschließende Bemerkung. Vom Sauerländischen derweilen ins Ostwestfälisch-Lippische …

Als der gebürtige Detmolder Frank-Walter Steinmeier (64) aus Anlaß der sich zum dreißigsten Male jährenden deutschen Wiedervereinigung eine bedeutsame Rede halten mußte, da er zum Bundespräsidenten ernannt worden war und das Volk von ihm der klugen Worte gar viele erwartete, geschah es, daß im Anschluß an seine Rede die große Konfusion ausbrach. Der Detmolder hatte in seiner präsidialen Ansprache behauptet, das Volk lebe im besten Deutschland, das es jemals gegeben habe. Auch Verschwörungstheorien hielten daraufhin Einzug in den Köpfen seiner völlig perplexen Zuhörer. Eine der besorgniserregendsten war die, daß das Detmolder Trinkwasser in den späten Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts derartig mit chemischen  Rückständen verunreinigt gewesen sein könnte, daß man es zur Zubereitung von Babynahrung gar nicht hätte verwenden dürfen. Allerdings gab es auch beschwichtigende Stimmen, denen zufolge es ausgereicht hätte, dafür zu sorgen, daß kein Detmolder jemals Bundespräsident wird.

Dabei ist doch alles immer nur eine Frage von Interpretation, Standpunkt und Perspektive, seit sich der Bestdeutsche recht fortschrittlich seine je eigene Realität konstruiert. Das erste Axiom der Sozialpsychologie galt schließlich nicht zuerst nur in Detmold, sondern zugleich und auch später noch in Berlin.

Die Fakten zur märchenhaften Rede

1. Die durchschnittliche Belastung durch Steuern und Sozialabgaben lag im vergangenen Jahr bei 39,3 Prozent. Im OECD-Durchschnitt waren es 25,9 Prozent. Damit ist das beste Deutschland aller Zeiten laut „Welt“ sogar das belastungsfreudigste Land auf dem gesamten Erdenrund.

2. Zugleich ist das deutsche Volk aber auch das bescheidenste unter den Völkern Europas. Das bestdeutsche Median-Vermögen liegt in seiner erfreulichen Tugendhaftigkeit bei nur noch 35.000 US-Dollar pro Kopf. Die notorisch gierigen Schweizer hingegen haben gewissenlose 228.000 Dollar zusammengerafft. Sogar in Ländern, welche der tugendhafte Deutsche für arm aber sexy hält – namentlich Spanien und Italien – horten die bürgerlichen Nimmersatts unanständige Summen in Höhe von 95.000 bzw. 92.000 Dollar. Selbst in den ärmlichen USA sind es noch 66.000 Dollar pro Kopf. 41 Prozent der Bürger im besten Deutschland, das es je gab, begnügen sich gar weltmeisterlich mit weniger als 10.000 Dollar. Doch auch diese vorbildlichen „die Menschen“ werden mit der Mär von den „reichen Deutschen“ fortgesetzt als ordinäre Raffkes diffamiert.

3. Im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat, sank das Rentenniveau zu Beginn der „erfolgreichen Ära Merkel“ (Friedrich Merz) von unanständigen 52,6 Prozent des Nettolohns im Jahre 2005 auf demütige 48,0 Prozent im Jahre 2019. Damit zählt das deutsche Rentenniveau zu den niedrigsten in Europa. In den gottlosen Niederlanden hingegen liegt es bei lasterhaften 106 Prozent. Die OECD warnt in völliger Verkennung des Segensreichtums, welcher dem Armenhäuslertum innewohnt, dennoch vor der erfreulich zunehmenden Altersarmut im Lande der besten Bescheidenheit aller Zeiten – und kritisiert ignorant das bundesdeutsche Rentensystem. Die „FAZ“, aufmerksamer Beobachter aller dummen Kritiker der „erfolgreichen Ära Merkel“, berichtet von der Infamie der OECD: „Die Industrieländerorganisation kritisiert die Rentenpolitik der Bundesregierung als völlig unzureichend. Selbst wer sein ganzes Leben Vollzeit arbeitet, beziehe in Deutschland deutlich weniger als im OECD-Durchschnitt„. Was es daran zu mäkeln gibt, erschließt sich dem Bürger nicht. Schließlich lebt er nicht zuletzt wegen des vorbildlich niedrigen Rentenniveaus recht tugendhaft im „besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“.

4. Der Gipfel der infamen Verleumdung von bescheidenen Belastungsfreudigen im besten Deutschland aller Zeiten liegt in der Behauptung, ihr selbstloser Dienst am Fiskus erfolge vermittels „prekärer Arbeitsverhältnisse“, in Deutschland auch noch als „Zeit-“ oder „Leiharbeit“ schlechtgeredet. Dabei hat sich die Zahl der genügsam Werktätigen während der Kanzlerschaft Merkels von asozialen 464.000 auf erfreuliche 900.000 fast verdoppelt. Der Anteil vorbildlicher Empfänger von Niedriglöhnen liegt im europäischen Vergleich mit über 20 Prozent an der Spitze aller löblichen Bescheidenheit.

5. Nach Angaben der regierungsnahen Bertelsmann-Stiftung waren im Jahre 2018 bereits 21,3 Prozent aller Kinder armutsbegünstigt. 2010 lag diese Quote noch bei unzureichenden 18,2 Prozent. Auch das ist ein Indiz dafür, daß „wir“, „die Menschen draußen im Lande“, innerhalb von nur acht Jahren um über 3 Prozent besser geworden sind auf „unserem“ Weg hin zu jenem besten Deutschland, das es jemals gegeben hat, und auf welches „wir“ heute mit bescheidenem Stolz durch die Augen jenes Detmolders blicken dürfen, der sich recht fortschrittlich seine eigene Realität konstruiert hat.

6. Dennoch sollten „wir“ nicht dem eitlen Stolz des Bedürfnislosen anheim fallen. Ohne die Hilfe der europäischen Zentralbank würden wir nämlich nicht im besten Deutschland leben, das es je gegeben hat. Die Tatkraft und die Nullzinspolitik der EZB haben durchaus ihren Teil dazu beigetragen, den jährlichen Wertverlust der Sparguthaben von „uns, die Menschen im besten Deutschland“ zu maximieren. Durch die genial anständige Nullzinspolitik der EZB sind „wir“, „die Menschen“, bereits 40 Milliarden von den 2,5 Billionen überflüssiger Euros auf unseren Sparbüchern und Tagesgeldkonten losgeworden. Wegen des moralisch hochstehenden Zusammenspiels der EZB mit der 1,5 prozentigen Inflationsrate dürfen „wir“ uns daher mit Fug und Recht erleichtert fühlen.

7. Auch die weise Steuerung der Energiewende durch die dazu Berufenen leistete ihren wertvollen Beitrag zur löblichen Verarmung der „die Menschen im besten Deutschland, das es je gegeben hat“. Der hiesige Strompreis liegt deutlich über dem sämtlicher schäbigen, raffgierigen und knausrigen Stromgeldsparer in den G20-Ländern. Sogar Türken und Italiener, die „uns“ auf Platz zwei und drei folgen, erlauben sich in gottloser Dekadenz einen um zehn Cent günstigeren Strompreis als unsereiner. Offensichtlich sind sie unfähig gewesen, dem Beispiel aus dem besten Deutschland aller Zeiten zu folgen und eine EEG-Umlage festzulegen, die sich wie von selbst verzehnfacht von ursprünglich 0,69 Cent auf 6,76 Cent. Da kann man nur noch hoffen, daß diese moralisch Verwahrlosten wenigstens ein „Klimapaket“ nach bestdeutschem Vorbild beschließen, vermittels welchem sie sich in die Lage versetzt sähen, ihren vulgären Wohlstand durch die erhöhten Ausgaben für Öl- und Gasheizung um geziemliche 120 bis 160 Euro im Jahr zu reduzieren.

8. Ebenfalls hochanständig ist die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger laut Polizeilicher Kriminalstatistik im besten Deutschland aller Zeiten, zeigt sie doch, wozu grenzenlose Toleranz bei gleichzeitiger Verarmung gut ist. Von lausigen 492.000 Tatverdächtigen ohne deutschen Armutshintergrund im Jahre 2014 ist ihre blambel niedrige Zahl auf 577.000 im Jahre 2019 hochgeschnellt, was einer Verbesserung um 17,2 Prozent entspricht, während die Zahl deutscher Tatverdächtiger im gleichen Zeitraum und in diskriminatorischer Absicht um 212.000 sank. Daß wir heute im besten Deutschland leben, das es jemals gegeben hat, verdanken „wir“ also auch der tatkräftigen Mithilfe verbesserungswilliger Tatverdächtiger aus dem Ausland. Auch hier wird eindrücklich sichtbar, wie weise die rechtlich umstrittene Grenzöffnung für jedermann im Jahr 2015 unter bestdeutschen Gesichtspunkten gewesen ist. Allein im Jahr 2019 wurden gemäß BKA-Bundeslagebild 46.000 Bestdeutsche zu toleranten Opfern von Gewaltdelikten mit mindestens einem Zuwanderer als Tatverdächtigem.

Die Liste der sagenhaften Realitäten auf dem Wege zum besten Deutschland, das es je gegeben hat, ließe sich wahrlich noch verlängern, theoretisch um etwa 83 Millionen individuell konstruierter Realitäten. Eine besonders schöne hat sich der eingangs kurz erwähnte Friedrich Merz konstruiert, der sich auf dem festen Fundament eines starken Landes stehend wähnt, weswegen er auch eine erfolgreiche Ära Merkel nicht etwa im großen Geiste der Bundeskanzlerin fortführen möchte, sondern zum Aufbruch in Richtung eines noch viel größeren Erfolges mahnt. Im Zuge dieser Mahnung befürwortet er auch keine richtigen -, sondern er bevorzugt neue Antworten. Genauer: Neue Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Als konstruktiv mitdenkender Bestdeutscher stelle ich deshalb gleich einmal eine große Frage und liefere sogar noch eine neue Antwort mit. Große Frage: Was war 1956 im Trinkwasser von Detmold? – Neue Antwort: Man weiß es nicht.

Läuft alles nach Plan: Dank Corona immer weniger Bargeld im Umlauf

Foto: Von Robert Kneschke/Shutterstock

Unter den vielen „Systemreformen“, die seit langem von planwirtschaftlich-sozialistischen und supernational-dirigistischen Vordenkern gefordert wurden, für die jedoch vor Corona keine Chance auf Verwirklichung bestand, ist auch der Traum von der Abschaffung des Bargelds: Die Vision grenzenloser Kontrolle und Nachverfolgung von Einnahmen, Ausgaben, Konsumverhalten und Bewegungsprofilen der Bevölkerung durch lückenlosen digitalisierten Zahlungsverkehr rückt in greifbare Nähe – der geschürten Virusangst sei Dank.

Während mancheiner auch dies wieder in der Rückwärtsbetrachtung als ein weiteres Indiz für eine „Plandemie“ wertet, was allerdings einem logischen Fehlschluss folgt (nämlich „post hoc ergo propter hoc“ in Verbindung mit „cui bono„), so handelt es sich in jedem Fall um die hochwillkommene Instrumentalisierung von Corona für eine weitere Teilagenda der großen Transformation hin zum gläsernen Weltbürger, nach chinesischem Vorbild, von dem aus es dann nur ein kleiner Schritt zu totalitären Echtzeitüberwachung inklusive „Social Scoring“ ist.

Bereits jetzt zahlen in der gesamten EU weit Weniger mit Münzen und Scheinen als noch im Vorjahr – auch im Bargeld-affinen, diesbezüglich behäbigen Deutschland ist dieser Trend deutlich. „Die Pandemie beschleunigt den Wandel“, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung„. Durch die – objektiv haltlosem aber unbewusst verinnerlichte – Sorge vor „Voren-Überträgern“ hat die germanische Vorliebe für Bargeld in einem ähnlichen Maße abgenommen, wie dies sonst wohl nur in einer ganzen Generation möglich gewesen wäre, fasst eine gestern veröffentlichte Umfrage der ING-Bank zusammen, die im Mai in 13 europäischen Ländern durchgeführt wurde.

Vor allem jüngere machen sich gerne gläsern

Mehr als die Hälfte der befragten Deutschen zahlen inzwischen noch bar, in den übrigen Staaten Europas sind es sogar mehr als zwei Drittel. Nicht nur beim täglichen Einkauf, auch bei Beförderungs- und Verkehrsmittel sind Kleingeld und „Bares“, das einst als Wahres galt, auf dem Rückzug – vor allem bei den Jüngeren, von denen nur noch ein Viertel cash bezahlt. Bei den Älteren sind es immerhin noch 40 Prozent. Also sind keineswegs mehr nur größere Käufe, bei denen aus Geldwäsche- und Sicherheitsgründen schon länger die elektronische Bezahlung praktiziert wurde, sondern zunehmend auch geringfügige Transaktionen potentiell in den Netzen nachzuverfolgen und die Handelspartner somit gläsern. Und genau darum geht es im globalisierten postmodernen Herrschafts- und Wirtschaftssystem, für das Corona wie ein Brandbeschleuniger wirkt.

Da trifft es sich gut, dass die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit die Entwicklung eines „digitalen Euros“ prüft und dies damit begründet, dass die Verbraucher während Corona – aufgefordert durch die jeweiligen Unternehmen – ja sowieso überwiegend mit Karte oder Handy bezahlen. Also nimmt man – mutmaßt die „Welt“ – in Frankfurt wohl an, hieraus einen Vertrauenszugewinn ableiten zu können. Technisch würde ein solcher digitaler Euro dem Bitcoin ähneln, der dann – anders als die blockchain-basierte Kryptowährung – unter Aufsicht der EZB stünde, womit er natürlich umso besser steuerbar wäre. Der tiefere Zweck dabei ist ganz offenkundig neben umfassender Kontrolle der, dass die EZB so ihre fehlgesteuerte, destruktive Geldpolitik ungehindert fortsetzen kann. (DM)

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Deutschland auf dem Weg zum islamischen Staat – Wann rollen auch hier die ersten Köpfe?

Islamisierung (Foto: Collage)

Den Zuständen von Frankreich sind wir hier in Deutschland näher, als sich die meisten bewusst machen wollen. Durch Weichspüler, Kreidefresser, Verharmlosern und Apologeten der Feigheit, die in diesem Staat politisch und medial tonangebend sind, wird so getan, als sei hier ein weltoffener Reform-Islam am Entstehen, der von interreligiöser, humanistischer Toleranz geprägt sei – und der „zu Deutschland“ gehöre. Ein grausamer Irrtum, der noch seinen Tribut fordern wird.

Denn unterhalb der Sphären, in denen Frank-Walter Steinmeier Ergebenheitsadressen an das Mullah-Regime sendet, sich Heiko Maas vor islamistischen Erdogan-Türken oder Terror-Palästinensern im Staub wälzt und die Salonlöwen der obersten Gutmenschenliga auf Du und Du mit Islamfunktionären sind und um die Gunst muslimischer Wähler buhlen: Da entwickelt sich an der Basis ein brandgefährlicher Ableger des politischem Islam, der Deutschland von innen untergräbt. Zum einen gespeist von bildungsfernen, re-traditionalisierten Angehörigen der zweiten und dritten Zuwanderergeneration – vor allem Türken, Iraner und Araber der Levante, weit religiöser und empfänglicher für islamistische Indoktrination als ihre säkularisierten Väter und Großväter – und zum anderen von als „Flüchtlingen“ ausgewiesenen faktischen Neusiedlern, die die Scharia-geprägten Normen ihrer Herkunftsländer als einziges gesellschaftliches Ordnungssystem kennen.

Letztere Klientel – die bildungsferne, aber fromme, koranhörige männliche Masse der etlichen „geflüchteten“ Neubürger trägt sogar noch stärker zur Islamisierung im Schnellverfahren bei, als es Agitation und von Saudi-Arabien oder der Türkei finanzierte Missionsarbeit vermögen. Und Angela Merkel setzt bekanntlich unbeirrt immer weiter alles daran, den Import radikal-fundamentalistischer Muslime aus Afrika und dem Orient weiterzubetreiben und ihr Hexenwerk der endgültigen Überwindung Deutschlands samt seiner jahrtausendealten abendländischen Kultur zu vollenden – trotz der Corona-Krise.Alle Zeichen stehen auf Islamisierung Deutschlands Die Folgen dieser Entwicklung sind ebenso unwiderruflich wie schwerwiegend, und sie werden immer deutlicher im Alltag sichtbar: Nicht nur in den Innenstädten unserer Großstädte, die inzwischen (zumindest im Westen Deutschlands) mehr arabisches als europäisches „Flair“ verströmen und wo immer häufiger Migrationstämmige die Bevölkerungmehrheit stellen, was sich ethnisch, kulturell und in der Mode (Kopftücher) in einer schleichenden Orientalisierung niederschlägt, sondern in dem immer dreisteren, selbstbewussteren Auftreten von Muslimen, die dem bisherigen Selbstverständnis der Minderheit allmählich entsagen und immer frecher ihr Recht einfordern, als neue Herren dieses Landes die Regeln zu bestimmen. Die Integration, wenn es sie je gab, ist final gescheitert: Forderungen nach Badetagen für Muslime in öffentlichen Freibädern, nach Schwimmunterricht im Burkina, nach Verschleierung im Staatsdienst, nach Rücksichtnahme auf Halal-Speiseangebote und züchtige Kleidung von Frauen (keine zu kurzen Röcke), nach Mehrsprachigkeit und arabischen Schriftzeichen im öffentlichen Raum sind punktuelle, aber wesentliche Etappen auf dem Weg zu einer Wandlung unseres westlich-freiheitlichen Paradigmas. Appeasement der perfidesten Sorte  Und die Appeasement-Politiker werkeln an der Abschaffung unserer Kultur, unserer Traditionen munter mit, gehen in die Knie, praktizieren vorauseilenden Gehorsam. Die Einschüchterung wirkt subtil und wirksam, und sie kuschen. Auch wenn jeder, sofern darauf explizit angesprochen, mit wohlfeilen Worten den Anschlag von Paris verurteilt: Letztlich hatte der 18-jährige Terror-Tschetschene mit seiner Tat Erfolg. Denn fortan werden sich, auch in Deutschland, noch weniger Menschen trauen, den Islam zu kritisieren. Wem sein Leben lieb ist, der kuscht – ob Lehrer, Richter oder Journalist.

Genau deshalb ist die Differenzierung zwischen „Islamismus“ und „Islam“ auch eine Illusion; wenn es nämlich darauf ankommt, radikalisiert sich praktisch jeder Moslem in Windeseile, da der Konsens gilt: Den Propheten darf man nicht abbilden und schon gar nicht beleidigen. Selbst die sozialen Medien beugen sich diesem ungeschriebenen Gesetz – und löschen alles und jeden, der irgendwelche Mohammed-Abbildungen oder auch nur Faksimiles der von dem abgeschlachteten Pariser Lehrer im Unterricht verwendeten Charlie-Hebdo-Ausgaben postet. Mit widerlichen Verhöhnungen des enthaupteten Paty, inklusive graphischer Verfremdungen des vom Attentäter geposteten Fotos seines Kopfes unter einem auf Facebook geteilten Artikels der „Jüdischen Allgemeinen“, hatte der Zuckerberg-Konzern hingegen keine Probleme und beließ diese im Netz – obwohl eine schlimmere Form von Hassrede gar nicht denkbar ist:

Es geht hier, wohlgemerkt, um die grafisch schlecht stilisierte Abbildung rechts im Screenshot. Aufschlussreich sind die Reaktionen darunter – hunderte Lach- und Herzchensmileys sowie Likes von deutschen Muslimen, viele davon mit Beifalls- und Begeisterungsbekundungen für die Mordaktion des „Märtyrers“ – sprechen Bände. Diese unverhohlenen Sympathien mit einem barbarischen Killer führen zu einer weiteren Sensibilisierung derselben jungen Muslime gegenüber „unislamischen“ Verhaltensweisen – und weil der Koran aus ihrer Sicht sowieso über jeder staatlichen Ordnung steht, fordern sie diese offen heraus.

Das bekommen dann die Pädagogen an den staatlichen Schulen als erstes zu spüren. In der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) berichtet der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, von unerträglichen Zuständen an deutschen Schulen: Viele Lehrer hätten inzwischen auch hierzulande Angst, beispielsweise in einer Unterrichtsstunde über Meinungs- und Kunstfreiheit alleine auf die Mohammed-Karikaturen nur zu verweisen. „Davon lassen sie lieber die Finger„, so Meidinger. Denn es gäbe immer mehr Versuche, Lehrer bei ihrer Aufgabe, Werte und Demokratie zu vermitteln, zu beeinflussen und zu behindern.

Der Druck sei vor allem in Brennpunktschulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit einem entsprechenden Migrationshintergrund sehr hoch, so Meidinger in der PNP: Lehrer würden dort beispielsweise aufgefordert, Themen wie den Nahostkonflikt oder Israel gar nicht erst im Unterricht zu behandeln. „Lehrkräfte trauen sich an manchen Schulen nicht mehr, einen Film wie ,Schindlers Liste‘ zu zeigen. Sie bekommen Druck von den Eltern, aber auch von Schülern. Da entsteht bei manch einem schon eine Schere im Kopf„, zitiert die Zeitung den Lehrerverbandspräsidenten.

Die Schere im Kopf

Es bestünde daher „die tiefe Sorge, dass auch in Deutschland ein Klima der Einschüchterung entsteht„. Es sei inzwischen so, dass Lehrer zu politisch und geschichtlich sensiblen Themen kaum noch Stellung nehmen, weil sie sonst damit rechnen müssten, „Druck zu bekommen“. Die sich daraus ergebende Schweigespirale betrifft nicht nur allfällige Rassismus-, Diskriminierungs- oder unbewusste „Verhetzungs“-Fallstricke, sondern praktisch alles, was muslimischen Wert- und Verhaltensvorschriften entgegenstehen könnte – aus gutem Grund: Denn auch in Deutschland kommt es immer öfter zu Beschwerden muslimischer Eltern bei den Schulen – die natürlich aus Sorge, „desintegrativ“ oder gar intolerant wahrgenommen zu werden, kleingehalten und diskret behandelt werden.

Vor allem da, wo – wie an immer mehr deutschen Schulen – Migranten und muslimische Jugendliche die Mehrheit stellen, sind deutsche Lehrer und Mitschüler auf verlorenem Posten. „Werteerziehung und Demokratieunterricht dürfen nicht zur Mutprobe für Lehrkräfte werden“, fordert zwar Meidinger – doch genau das sind sie längst. Deshalb soll sich niemand der Illusion hingeben, dass uns hierzulande noch viel von den Verhältnissen trennt, die zur Köpfung von Samuel Paty geführt haben; auch dessen Ermordung gingen Beschwerden von Muslimen gegen den Lehrer und dann bald tödliche Hetze voraus.Mythos „friedlicher Islam“

In Deutschland jedoch, wo sich die Staatsspitze (vor allem Merkel-Steinmeier) bezeichnenderweise mit jeder Verlautbarung zum Anschlag zurückgehalten haben, setzt man weiter auf das Märchen vom harmonischen, aufgeklärten Islam. „Passend“ zum Zeitpunkt der Horrortat, während ganz Frankreich auf die Straße geht und den Schock über die Tat in Protesten artikuliert, während dort der Staat endlich gegen den Islamismus aktiv wird: Da stellt die Berliner Konrad-Adenauer-Stiftung ein Papier über den friedliebenden Islam vor. „Könnte Satire sein, ist bittere Realität„, kommentiert „Tichy’s Einblick„, die über die Veröffentlichung berichtete. Wie „friedliebend“ dieser Islam auch in Deutschland ist, zeigt sich an den Reaktionen hiesiger Islamisten und Salafisten. Die Berliner Menschenrechtlerin, Islamkritikerin und Rechtsanwältin Seyran Ates postete folgenden Beitrag über den unglaublichen Tweet eines „sprenggläubigen“ muslimischen Mitglieds der Linkspartei, den dieser auf einen Beitrag von Ahmad Mansour hin geschrieben hatte:

Und  der „Tagesspiegel“ berichtet von regelrechten Jubelorgien unter Muslimen weltweit im Netz, die den als „Flüchtling“ in Frankreich gemeldeten Mörder Abdullah Anzorov – auch bei Telegram – feiern. Für militante Islamisten ist der russisch-tschetschenische Attentäter ein Idol, dem weitere junge, radikalisierte Muslime nacheifern werden. Joana Cotar (MdB AfD) schrieb hierzu: „Die Behörden haben die Sorge, der Anschlag könnte bereits aufgeputschte junge Muslime in Deutschland anstacheln. Karikaturen über den Propheten bleiben ein Zündfunke, der auch heute noch jederzeit überspringen kann. Und nun, Frau Merkel?“. Auch diese Kritik wird wieder wie üblich an der Kanzlerin abperlen. (DM)

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Wie der Spiegel seinen Lesern das verheimlicht: Selensky bricht erneut offen das Minsker Abkommen

Die Ukraine verstößt offen gegen praktisch alle Punkte des Minsker Abkommens. Nun hat der ukrainische Präsident Selensky in seiner Rede an die Nation weitere Verstöße angekündigt und der Spiegel hat seinen Lesern das auf eine ausgesprochen kreative Weise verheimlicht.

Im Abkommen von Minsk, das im Februar 2015 unterschrieben wurde, sind die Maßnahmen, die den Krieg im Donbass beenden sollen konkret und deutlich festgelegt (alle Details über das Minsker Abkommens finden Sie hier). Ein Punkt, der bei jedem Bürgerkrieg, den man friedlich und auf dem Verhandlungswege beenden möchte, ist, dass man eine Generalamnestie durchführen muss. Kein bewaffneter Kämpfer wird die Waffe niederlegen, wenn er anschließend Verfolgung und Haft fürchten muss. Ohne Amnestie, also Straffreiheit, lässt sich ein Bürgerkrieg nicht friedlich beenden. Daher lautet Punkt 5 des Minsker Abkommens, zu dessen Umsetzung Kiew sich verpflichtet hat:

„Sicherstellen einer Begnadigung und Amnestie über das Inkraftsetzen eines Gesetzes, das die Verfolgung und Bestrafung von Personen in Verbindung mit den Ereignissen verbietet, die in einzelnen Kreisen der Donezker und Lugansker Oblast der Ukraine stattgefunden haben.“

Kiew hätte demnach schon 2015 ein solches Amnestiegesetz beschließen müssen, denn das Abkommen sah vor, dass der Donbass schon Ende 2015 wieder unter die Kontrolle Kiews fallen sollte, sobald Kiew die Voraussetzungen dafür geschaffen hätte. Die Amnestie ist eine dieser Voraussetzungen, aber wie alle anderen in dem Abkommen beschlossenen Maßnahmen, hat Kiew das bisher nicht umgesetzt.

Nun hat Selensky im ukrainischen Parlament seine alljährliche Rede an die Nation gehalten und noch einmal offen gesagt, dass Kiew nicht gewillt ist, diesen Punkt zu erfüllen. So etwas stellt die „Qualitätsmedien“ vor Riesenprobleme, schließlich behaupten sie immer, Russland halte das Abkommen nicht ein. Dass Russland in dem Abkommen erstens nicht erwähnt wird (wie soll man ein Abkommen einhalten, in dem man weder erwähnt wird, noch Forderungen an einen gestellt werden?) und dass es zweitens Kiew ist, das gegen 9 der 13 Punkte des Abkommens verstößt, verheimlichen die „Qualitätsmedien“ ihren Lesern seit über fünf Jahren.

Wie der Spiegel (nicht) berichtet

Der Spiegel hat unter der Überschrift „Waffenruhe in der Ukraine – Selenskyj sieht Anlass zur Hoffnung auf Frieden“ über Selenskys Rede berichtet und schon die Überschrift ist ein Hohn und lenkt von dem eigentlichen Thema ab. In der Einleitung wird es vom Spiegel dann so dargestellt, als mache Selensky ein großzügiges Angebot:

„Der ukrainische Präsident Selenskyj lobt die anhaltende Waffenruhe im Osten des Landes. Bewohnern der abtrünnigen Regionen stellte er Straffreiheit in Aussicht – mit Ausnahme von Menschen „mit Blut an den Händen“.“

Der Artikel behandelt dann in drei Absätzen allgemein den Bürgerkrieg und Selenskys Worte über die derzeitige Waffenruhe. Dann kommt nochmal folgendes:

„Selenskyj stellte bei seinem knapp einstündigen Auftritt nun den Bewohnern der von Separatisten kontrollierten ostukrainischen Region Straffreiheit in Aussicht. „Sie brauchen ein klares Signal: Ihr braucht keine Angst zu haben“, sagte Selenskyj. Es gehe um „Millionen unserer Bürger“. Allerdings sei keine Amnestie für Menschen „mit Blut an den Händen“ vorgesehen.“

Wie gesehen ist im Minsker Abkommen aber die Rede von einer „Begnadigung und Amnestie„, die gerade für die Kämpfer gelten soll. So schmerzhaft es ist: Einen anderen Weg zum Frieden gibt es nicht. Es kann keinen Verhandlungsfrieden in einem Bürgerkrieg geben, wenn Soldaten der einen Seite danach als Verbrecher eingesperrt und die Soldaten der anderen Seite als Helden gefeiert werden. Unter solchen Bedingungen wird keine Seite die Waffen niederlegen.

Der Spiegel ist bei der Frage, wie er seinen Lesern diesen offenen Verstoß Kiews gegen das Minsker Abkommen verheimlichen kann, sehr kreativ geworden. Nach dem eben zitierten Text kommt dann folgendes:

„Dagegen sieht ein 2015 mit deutsch-französischer Vermittlung vereinbarter Friedensplan eine Generalamnestie für alle Konfliktbeteiligten vor.“

Ist das nicht hübsch? Wie heißt der „2015 mit deutsch-französischer Vermittlung vereinbarte Friedensplan“ nochmal? Richtig: Minsker Abkommen!

Und dass Russland, dem sonst immer Verstöße gegen das Minsker Abkommen vorgeworfen werden, das Abkommen ebenfalls mit ausgehandelt hat, verschweigt der Spiegel hier komplett. Warum eigentlich?

Der Spiegel ist ausgesprochen geschickt vorgegangen, man kann ihm nicht vorwerfen, er hätte Kiews Verstoß gegen einen „Friedensplan“ verschwiegen, er hat es ja in einem Satz erwähnt. Aber er hat vergessen, seinen Leser zu erzählen, worum es in Wahrheit geht: Um das Minsker Abkommen, das Kiew seit über fünf Jahren bricht, ohne dass die Medien darüber berichten.

Und Kritik an Selenskys Rede und seinen Plänen gibt es in Spiegel auch nicht, obwohl Selensky offen den Bruch des Minsker Abkommens zementiert.

Worüber der Spiegel erst gar nicht berichtet hat

Das sind keineswegs alle Verstöße gegen das Minsker Abkommen, die Selensky offen ankündigt und umsetzt. Schon im September hat Selensky einen anderen Verstoß offen angekündigt, ohne dass das seinen Weg in die „Qualitätsmedien“ gefunden hätte.

Wie erwähnt hat das Minsker Abkommen einen Fahrplan festgeschrieben, nach dem Kiew den Donbass schon Ende 2015 wieder hätte kontrollieren sollen und können, wenn Kiew seine in dem Abkommen eingegangenen Verpflichtungen auch umgesetzt hätte. Punkt 11 des Abkommens fordert von Kiew eine Verfassungsreform, die dem Donbass einen Sonderstatus, also eine Autonomie, garantiert. Diese Verfassungsreform, die unmittelbar nach der Unterzeichnung des Abkommens hätte in Angriff genommen werden sollen, war Voraussetzung für die Durchführung von Kommunalwahlen im Donbass, so steht es in Punkt 9 des Abkommens.

Aber Kiew hat die Verfassungsreform bis heute nicht umgesetzt. Wahlen haben damals Ende 2015 im Donbass zwar stattgefunden, aber sie entsprachen nicht den Bestimmungen des Minsker Abkommens, weil Kiew die Voraussetzungen (Verfassungsreform und gemeinsame Verhandlungen über die Modalitäten der Wahl) nicht geschaffen hatte.

Selensky hat nun Mitte September erklärt, Wahlen im Donbass könne es erst geben, wenn Kiew das Gebiet wieder kontrolliert. Das ist das Gegenteil von dem, was im Minsker Abkommen vereinbart wurde. Und für die bestehende Vereinbarung gibt es einen einfachen Grund: Die Menschen im Donbass misstrauen Kiew und wollen nicht, dass Kiew erst die Kontrolle übernimmt, dann alle verhaftet, die für die Rechte der Menschen im Donbass gekämpft haben und damit allen Kandidaten die Teilnahme an der Wahl verweigert, die man im Donbass wählen würde.

Daher kommt ja die Reihenfolge der Maßnahmen im Abkommen: Erst Amnestie und Verfassungsreform, dann Wahlen und anschließend Übergabe der Kontrolle an Kiew.

Kiew will den Krieg auf ewig erhalten oder ihn mit Gewalt gewinnen. Alle Kompromisse – inklusive die Umsetzung dessen, was Kiew im Minsker Abkommen versprochen hat – lehnt Kiew entschieden ab.

Aber das steht weder im Spiegel zu lesen, noch in den anderen deutschen „Qualitätsmedien“.


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen Buches lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2019 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

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(Fast) Eingesperrt: So sieht der regionale Lockdown aus

Das Berchtesgadener Land – als Landkreis – steht praktisch fast unter Quarantäne. Fast 2.500 Touristen wurden oder werden nach Hause geschickt. Die Hotellerie und Vermieter von Ferienwohnungen werden massive Einbußen hinnehmen. Damit nicht genug: Die Bewohner dieser Region sind annähernd eingesperrt. Sie dürfen sich nun nur noch mit Ausnahmen aus dem Haus bewegen, u.a., um in die Schule oder zur Arbeit zu kommen. Arztbesuche und Einkäufe sind gleichfalls erlaubt. Dennoch: Die Abriegelung kann sich jetzt noch fortsetzen.

RKI: Abriegelung kann kommen

Diese Form der noch recht sanften Abriegelung ist nicht die letzte Eskalationsstufe. So meint nunmehr auch der Präsident des Robert-Kochs-Instituts (RKI), Lothar Wieler: “Wenn die Maßnahmen nicht verschärft werden, werden die Infektionszahlen weiter hochgehen”.

Damit schließt er eine “Abriegelung von Risikogebieten” nicht mehr ausdrücklich aus. Vor neun Monaten habe er in einem ähnlichen Interview verlauten lassen, dass er es sich nicht vorstellen könne, solche Maßnahmen zu ergreifen. Nun könne es sich vorstellen, dass solche Maßnahmen durchgeführt werden, ließ er jüngst gegenüber dem Fernsehsender Phönix wissen. Wieler hielt es für möglich, dass die Zahl der täglichen “Neuinfektionen” (heißt: Der positiv Getesteten) bis auf 10.000 ansteige. Inzwischen veröffentlichen Medien durchaus schärfere Prognosen. Selbst Angela Merkel könne mit den erwarteten 19.000 “Neuinfektionen” pro Tag bis Weihnachten noch zu niedrig gelegen haben, ließ der “Focus” wissen.

Wieler, der also für weitere Abriegelungen wirbt, meint ohnehin, die Beherbergungsverbote seien notwendig und richtig. “Mobilität ist einer der Treiber dieser Pandemie”. Neidisch gehen Medien inzwischen auf die Situation in China ein. Nach drakonischen Maßnahmen bis hin zur Ausgangssperre ist die Pandemie dort praktisch besiegt, heißt es. Alle Anzeichen deuten darauf, dass die Stimmung in Deutschland in Richtung “Einsperren” geht. Hier begleiten wir Sie…

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Tichys Einblick

TICHYS EINBLICK
Mit dieser Corona-Politik…
… überleben wir das Virus, aber gehen an den wirtschaftlichen Folgen zugrunde. 
Mit immer neuen Schreckensmeldungen erzeugen Bundes- und Landesregierungen auch ohne einen formalen Lockdown den wirtschaftlichen Absturz. Der scheibchenweise Lockdown der Krisenproduzentin Merkel wirkt ähnlich verheerend und findet in den Köpfen statt. Wirtschaft ist zur Hälfte Psychologie und Unsicherheit ist Gift für die Konjunktur. Schon stornieren Händler wieder Bestellungen, reduzieren Unternehmen ihre Planungen, passen den Personalstand an sinkende Erwartungen an, wandelt sich Kurzarbeit zum Dauerzustand der Entlassung. 

Der Staat, dessen Corona-Aktivismus im Zusammenspiel mit einer medial geschürten Hypersensibilität die wirtschaftliche Pandemie-Krise verstärkt, inszeniert sich gleichzeitig als Voll-Kasko-Versicherung, die für alles und jedes eine Lösung bereithält. Kurz mal die Welt retten – diese Aufgabe übernehmen Politiker gerne. Oder versprechen es jedenfalls.

Dazu passt, dass jetzt EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Katze aus dem Sack gelassen hat. Der EU-Wiederaufbaufonds mit gemeinsamer Verschuldung auf EU-Ebene solle doch zur Dauereinrichtung werden. Die Pandemie, so könnte man aus den Machtzentralen den Eindruck gewinnen, soll nicht ungenutzt vergehen. 

Mit dem Virus wird möglich, wovon die Klimapolitik schon lange träumt: Die Freiheiten reduzieren und das nicht Tugendhafte verbieten. Und weil klar ist, dass die Polizei nicht in allen Wohnzimmern die Gäste nachzählen kann, wird offensichtlich ein Spitzel- und Blockwartstaat etabliert. Der Nachbar soll wieder den Nachbarn verpfeifen. 
SELBST ERZEUGTER SCHRECKEN Der leise Corona-Lockdown: So schlimm wie der totale Absturz Deutschland wird wieder eingesperrt: Die Politik nutzt ihre neu erworbene Allmacht. Mit ihrer Politik überleben wir vielleicht das Virus, aber sterben an den wirtschaftlichen Folgen. Artikel lesen
EU-WIEDERAUFBAUFONDS FÜR IMMER
Lagardes Raubzug und Deutschlands drei Optionen Die Katze ist aus dem Sack: EZB-Präsidentin Christine Lagarde will gemeinsame EU-Schulden nicht mehr nur in der Corona-Krise einsetzen. Aus der Ausnahme soll die Regel werden. Artikel lesen
MEINUNGEN ÄNDERN SICH
Karl Lauterbach: Corona-Verstöße melden als Dienst für die Allgemeinheit
Lauterbach findet, man solle Menschen, die Corona-Verstöße melden, nicht als Denunzianten brandmarken, und verteidigt damit anonyme Meldeportale. Schaut man sich vergangene Äußerungen des Corona-Propheten an, rückt er sich damit selbst in AfD-Nähe. Skandalös!
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IFO ÖKONOMENPANEL
Wirtschaftswissenschaftler: Coronakrise erhöht Zahl der Zombie-Firmen
Deutsche Ökonomen erwarten, dass die Kombination von Absatzkrise und Staatshilfe die Tendenz zur Zombifizierung der Wirtschaft verstärken wird: Unrentable Unternehmen, die einfach weiterleben.
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SONDERAUSWERTUNG
Kriminalstatistik: Asylzuwanderer bei Gewaltdelikten überrepräsentiert
Das Bundeskriminalamt macht jetzt in einer „Sonderauswertung“ der Polizeilichen Kriminalstatistik öffentlich, was TE auf Basis dieser Statistik mehrfach dargelegt hat: Asylzuwanderer sind überproportional in bestimmten Bereichen vertreten.
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Neue Provokation nach dem Gipfel
Erdogan will türkische »Seenotrettung« in der Ägäis
Das Ausbleiben von EU-Sanktionen sendet ein klares Signal an Erdogan: Seine Politik der Willkürakte kann weitergehen. Die neueste Provokation hat Methode: In der Ägäis soll es nun türkische »Seenotrettung« geben. Das Auslaufen der »Oruc Reis«, türkische Manöver in der Ägäis und Status-Änderungen auf Zypern und so weiter.
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Viel Giftmüll aus Solarpaneelen

Anders als bei Solarpaneelen und Windmühlen unterliegen Industrieabfälle strengen Auflagen – wie sie auch für das hier gezeigte Chemiewerk Leverkusen gelten. Bild: neu-atzlenbacher / pixelio.de

Robert W. Felix
Verbrauchte Solarpaneele stapeln sich auf der ganzen Welt – ohne dass es irgendwelche irgendwelche effizienten Verfahren gibt, die sehr giftigen Substanzen in den Paneelen zu recyceln
.

Während die Schreihälse bzgl. des Green New Deal und der globalen Erwärmung versuchen, unsere Umweltprobleme den fossilen Treibstoffen in die Schuhe zu schieben, hat noch nicht ein einziger dieser Zeloten die potentiellen Umweltprobleme durch Solar- und Wind-Abfall angesprochen – nicht einmal ansatzweise.

Wir wissen, dass Windgeneratoren unverhältnismäßig viel Energie für deren Herstellung verbrauchen, eine begrenzte Lebensdauer sowie Entsorgungsprobleme haben und schwere Schäden der Fauna verursachen, indem sie Vögel töten, die dieselben „Greenies“ als Gründe für die Einstellung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe nutzen würden.

Eine Studie der University of California Berkley ergab, dass sich diese gebrauchten Solarpaneele weltweit anhäufen, ohne dass es effiziente Mittel gibt, um die in diesen Paneelen verwendeten sehr giftigen Substanzen wiederzuverwerten, und dass sie, wenn sie übereinander gestapelt würden, die Menge des vorhandenen Atommülls bei weitem übersteigen würden. Die Zeloten werden niemals sagen, dass, wenn diese Solarpaneele auseinander gebrochen werden würden, giftige Abfälle in unseren Boden und unser Wasser auf der ganzen Welt sickern würden! Nein, sie werden nicht über irgendeine der Gefahren sprechen, sie befürworten nur, wie wunderbar es ist. Das sind also die wahren Heuchler!

Fossile Brennstoffe haben ihre Probleme, aber wir haben gelernt, wie wir sie so sauber wie möglich machen können, und sie sind immer noch relativ reichlich vorhanden.

Link: https://www.iceagenow.info/toxic-waste-from-solar-panels/

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