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Eine weitere Warnung von Dr. Sucharit Bhakdi, wie COVID-Impfstoffe „die Weltbevölkerung dezimieren werden“

Eine weitere Warnung von Dr. Sucharit Bhakdi, wie COVID-Impfstoffe „die Weltbevölkerung dezimieren werden“

In einem exklusiven Interview mit Alex Newman, Chefredakteur des Magazins The New American, warnt der weltbekannte deutsch-thailändische Mikrobiologe Dr. Sucharit Bhakdi, dass die COVID-Hysterie auf Lügen beruht und dass „Impfstoffe“ die globale Katastrophe und die Auslöschung der menschlichen Bevölkerung herbeiführen werden.

Zusammenfassend, da das Interview auf Englisch ist, erklärt Dr. Bhakdi zunächst, dass der berüchtigte PCR-Test missbraucht wurde, um auf unwissenschaftliche Weise Angst zu erzeugen.

Er erklärt dann, was mRNA-Impfstoffe im menschlichen Körper anrichten werden, in Begriffen und Analogien, die jeder verstehen kann. Unter anderem ist mit einer massiven tödlichen Gerinnung zu rechnen, sowie mit Reaktionen des Immunsystems, die den menschlichen Körper zerstören.

In einem Interview auf Fox News, die viral ging, warnte Bhakdi, von einer drohenden „Katastrophe“, fordert die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen und einen sofortigen Stopp diesem globalen Experiment.

Das Interview ist hier verfügbar: (auf Englisch)COVID Shots to „Decimate World Population,“ Warns Dr. BhakdiPrevNächster

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Wie immer: Deutschland ist auch coronapolitisch auf dem Sonder- und Holzweg

Lockerungen statt Lockdown

Von Ferdinand Knaus

Während Deutschland sich ein strenges Lockdown-Korsett anlegt, lockern fast alle Nachbarländer die Maßnahmen und sprechen von Freiheit. Deutschland isoliert sich mal wieder in der fatalen Sonderrolle des rigorosen Musterschülers. Zu seinem Schaden.

IMAGO / photonews.at

Während Deutschlands Parlamente mit der Bundesnotbremse einheitlich die Corona-Zügel anziehen, lockern um uns herum die meisten europäischen Länder gerade jetzt ihre Corona-Beschränkungen – auch mit noch höheren Infektionszahlen. Sie lockern nicht nur, sondern planen teilweise die Rückkehr zur völligen Freiheit. Und zwar nicht nur das dank EU-Austritt weit schneller durchgeimpfte Großbritannien und das von Beginn an lockdown-lose Schweden, sondern zum Beispiel auch Österreich. „Die Freiheit ist zum Greifen nah“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag im ORF.

Frankreich ist noch in einem relativ harten Lockdown. Franzosen dürfen sich von ihrer Wohnung ohne triftigen Grund nicht mehr als zehn Kilometer entfernen und abends gar nicht. Kitas und Schulen, Geschäfte und Gastronomie sind bis zum 26. April geschlossen. Aber Gesundheitsminister Olivier Véran und Präsident Emmanuel Macron haben für den Mai Öffnungen in Aussicht gestellt. Die Inzidenz ist dort fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Zeit zum Lesen „Tichys Einblick“ – so kommt das gedruckte Magazin zu Ihnen Italiens Premierminister Mario Draghi verkündete am Freitag Lockerungen: In Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen wird die Ausgangssperre abgeschafft, Schulen öffnen und Restaurants und Bars dürfen ihre Gäste draußen bewirten. Draghi: „Es ist möglich mit vorsichtigem Optimismus und Vertrauen in die Zukunft zu schauen.“ Auch in der Schweiz sind seit Montag Außengastronomie, Kinos und Fitnessstudios wieder geöffnet. Der niederländische Premier Mark Rutte verkündete am Dienstag weitreichende Lockerungen noch in diesem Monat. „Die Gesellschaft sehnt sich nach Freiheit“, sagte er. Am 28. April wird die umstrittene Ausgangssperre abgeschafft, die drei Monate in Kraft war. Die Außengastronomie darf wieder öffnen und der Einzelhandel Kunden auch ohne Termin bedienen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dort fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Auch In Dänemark dürfen Shoppingmalls und Außengastronomie seit Mittwoch öffnen. Premierministerin Mette Frederiksen hat für Ende Mai weitreichende Öffnungen angekündigt: Für geimpfte und negativ getestete Personen entfallen alle Beschränkungen. Auch in Tschechien, das eine besonders hohe dritte Welle erlebte, wurde die Ausgangssperre aufgehoben, die Kontaktbeschränkungen aufgeweicht und Kindergärten wieder geöffnet. Innenminister Jan Hamácek hat für Ende April angekündigt, weitere Öffnungen zu erwägen.

Wir erleben – wie zum Beispiel schon in der Flüchtlingskrise – ein bekanntes Muster: Deutschland redet unentwegt von europäischen Lösungen und gibt begeistert Kompetenzen an die Brüsseler EU-Bürokratie ab, während es zugleich in seiner nationalen Politik einen Weg einschlägt, der dem der europäischen Partner diametral widerspricht. Dem deutschen Musterschüler-Rigorismus wollte in der Flüchtlingspolitik niemand folgen – und es ist absehbar, dass auch in der Corona-Politik Deutschland spätestens mit dem jetzt beschlossenen Lockdown-Automatismus als Sonderling dastehen wird, dem niemand helfen wird, die ökonomischen Lasten, die es sich selbst aufbürdet, zu tragen.

Es ist ein schon traditionelles deutsches Paradox: Als rigoroser Musterschüler marschiert man auf einem Sonderweg voran, der sich bislang noch immer als fataler Holzweg entpuppte. Die Folge war noch immer eine Entfremdung Deutschlands von seinen weniger rigorosen Nachbarn – zum eigenen Schaden.

Sylvia Pantel, CDU-MdB Warum ich der Änderung des Infektionsschutzgesetzes nicht zugestimmt habe Die Regierenden und vor allem die, die in der deutschen Politik die Agenda setzen, halten sich zwar nicht für deutsch. Man nennt sich lieber Europäer oder sieht sich gleich für die ganze Welt zuständig. Womöglich ist allerdings gerade dieser überbetonte Universalismus etwas ziemlich Deutsches. Es war bekanntlich ein deutscher Philosoph, nämlich Immanuel Kant, der einen berühmten Aufsatz über den „Weltfrieden“ schrieb, und ein deutscher Komponist namens Ludwig van Beethoven vertonte nur wenige Jahre später den schwärmerischen Satz „Alle Menschen werden Brüder“ zu einem Evergreen der klassischen Musik.

Der weniger universalistisch gesinnte Komponist Richard Wagner meinte in seiner Schrift „Was ist deutsch“ sinngemäß: Deutsch sein heißt eine Sache um ihrer selbst willen tun. Er schrieb das ohne jede Skepsis: „… und deshalb ist der Deutsche groß.“ Nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts kann man so etwas nicht mehr ohne Schaudern lesen.

Wenn die deutsche Geschichte eine allgemeine Lehre anzubieten hätte, dann wäre es wohl die: Übertrieben strenge, starre Denk- und Handlungsweisen ohne Rücksicht auf die konkreten Bedingungen und Situationen führen in die Irre und im schlimmsten Fall in die Katastrophe. Und dennoch streben viele Deutsche und erst recht ihre politmedialen Eliten offenbar immer noch nach dieser zweifelhaften, wagnerischen „Größe“.

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„Eklige Ironie“, „Bizarr“, „unmenschlich“ – die Hasswelle gegen „#allesdichtmachen“

Regierungskritische Satire – darf man das?

Von Air Türkis

Das Who’s Who der deutschen Schauspielszene attackiert die Corona-Politik. NoCovid-Ideologen und Presse laufen Sturm. Doch die schrille Empörung und offen an den Tag gelegte Humorlosigkeit dürfte vor allem auf die Angreifer selbst abfärben.

Screenshots allesdichtmachen.de

Satire ist betreutes Beömmeln über den Hautton von Donald Trump, die Krawatte von Alexander Gauland oder die Haare von Boris Johnson, alles damit die Zuseher in der richtigen Haltung bestärkt werden – dachte man jedenfalls. Doch jetzt gibt es tatsächlich eine Aktion, bei der sich das Who’s Who der deutschen Schauspielszene versammelt hat und sich über die Regierung eines Landes im Corona-Rausch lustig macht. U.a. Jan Josef Liefers, Meret Becker, Richy Müller, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Wotan Wilke Möhring, Nadja Uhl, Ulrike Folkerts sind dabei. Mehr zur Initiative selbst hier:

Jan Josef Liefers, Heike Makatsch & Co. „Alles dicht machen!“: Schauspieler proben satirischen Aufstand gegen die Corona-Politik

Bis wann die NoCovid-Aktivisten wohl gebraucht haben, um zu merken, dass die Initiative „allesdichtmachen“ sie gar nicht wirklich unterstützt?

Wenn etwa Jan Josef Liefers sagt: „Danke an alle Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr dafür sorgen, dass der Alarm bleibt, wo er hingehört: nämlich ganz, ganz oben. Und dafür sorgen, dass kein unnötiger Disput uns ablenken kann von der Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer Regierung. Verantwortungslosen, menschenverachtenden Ärzten und Wissenschaftlern, die zu anderen Schlüssen kommen als die beratenden Experten unserer Regierung, und die sich mit Professuren an weltberühmten Universitäten und Nobelpreisen schmücken, ich möchte sagen, tarnen, dürfen wir keine Bühne geben!“. 

Oder wenn Ulrich Tukur fordert: „Nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden, nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte“ sollten dicht gemacht werden. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Youtube angezeigt werden.

Man riecht förmlich, wie diese Aktion die Ideologen für eine absolut gesunde Gesellschaft zur Weißglut treibt. Auf Twitter geht es los. Der Publizist Enno Park schreibt, es werde „als Stilmittel ironischer Spott verwendet, unter anderem um sich über das Tragen von Masken oder die Warnung vor geschlossenen Räumen lustig zu machen. Dieses Lustigmachen ist angesichts des realen Leidens auf den Intensivstationen für sich schon boshaft und unmenschlich“. Moderator und Rettungssanitäter Tobias Schlegl: „Die Schauspieler*innen von allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.“ Der Medienjournalist Stefan Niggermeier sagt: „Bekannte, geschätzte Schauspielerinnen und Schauspieler kämpfen mit ekliger Ironie gegen #Corona-Maßnahmen. Ich kann das gar nicht glauben. Das ist grauenhaft. Nicht nur von der Zielrichtung her, sondern vor allem in der Form.“ Jan Böhmermann startet gleich eine Gegenbewegung „allenichtganzdicht“.

Die Liste könnte man fortsetzen. Doch diesmal ist alles anders. Die Prominenz, die sich mit der Aktion versammelt hat, überstrahlt die kleinen Twitter-Blasen. Die einstudierte Haltungs-Empörung prallt an der Aktion „Allesdichtmachen“ einfach ab – denn gute Satire kann man nicht kritisieren. Und so gibt sich die versammelte Corona-Hardlinerszene selbst der Lächerlichkeit preis.

Auch in der Presse geht es natürlich los: Der Tagesspiegel schreibt gleich in die Überschrift „Verunglückte Netz-Kampagne“, das RND kommentiert: „Warum die Aktion „Alles dicht machen“ eine Verhöhnung der Coronatoten ist“, Focus Online titelt: „Deutsche Schauspiel-Stars starten bizarre Kampagne gegen Medien und Bundesregierung“. Alles natürlich ganz nach dem Motto: Regierungskritik per se ist rechts, wer für Grundrechte eintritt, ist ein Menschenfeind. Eigentlich bestätigen alle diese Stimmen die Aktion nur in spektakulärer Art und Weise. 

Auch, dass die Initiative Beifall von der falschen Seite bekommen würde, wird beklagt. Schließlich habe eine AfD-Politikerin die Aktion gelobt, auch „Querdenker und Corona-Leugner“ feierten die Aktion laut Focus Online. Doch diese Kritik hat man wohl schon kommen sehen und sich mit einem Clip dagegen immunisiert. Christian Ehrich erläutert dort, warum das ganze Publikum nach einem Theater-Stück am besten ganz nach links gehen sollte – damit alle sehen, dass man von der richtigen Position aus Beifall klatscht: Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Youtube angezeigt werden.

Andere linke Kreise dürften die Videos erst einmal perplex machen. Regierungskritische Schauspieler – als wäre das in Deutschland nicht ohnehin eine Sensation, es ist auch noch genau die Szene, die bei jeder Klimainitiative mitmachen würde und auch ansonsten tief in den Herzen des Zeit-lesenden neobürgerlichen Milieus verankert ist. Und dann in dieser Stärke: Ein Großteil der bekannten deutschen Schauspieler ist dabei. Das hat eine Wucht und dürfte gerade in linken politischen Kreisen viel auslösen. Insofern kann man die Wirkung dieser Initiative, die ohne Promotion sofort viral ging, die Twitter-Trends beherrscht und schnell hunderttausende Clicks einsammelte, gar nicht unterschätzen. Und im linken, urbanen Milieu, dessen Lebensweise stark von den Corona-Maßnahmen eingeschränkt wird, mehren sich in letzter Zeit ohnehin schon die kritischen Stimmen. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.

Jetzt soll vermutlich Druck auf die Schauspieler ausgeübt werden, damit die sich am besten feierlich entschuldigen und Besserung geloben. Heike Makatsch hat das schon getan und sich bereits wieder distanziert. Der Rundfunkrat Garrelt Duin forderte sogar, der WDR müsse Liefers und Tukur sofort rausschmeißen: „Die zuständigen Gremien müssen die Zusammenarbeit – auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden – schnellstens beenden.“ twitterte er.

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Direktor der Stromver­sorgung Kaliforniens: „stehen vor ernsten Problemen!“

Auf dem Weg in den „Blackout“: auch kalifornische Großstädte wie hier San Francisco. Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

David Wojick
[Warum nur hört man so etwas wie das Folgende eigentlich nicht über unser Land? Hier dürfte es doch genauso sein! A. d. Übers.]
Der Leiter des California Independent System Operator (CAISO) gab vor kurzem ein aufschlussreiches Interview in einem obskuren Magazin, von dem er wahrscheinlich dachte, es würde nicht erscheinen. Es handelt sich um „Yale Insights“, herausgegeben von der Yale School of Management. Elliot Mainzer, Präsident und CEO von CAISO ist ein Yalie, also gab er etwas zurück.

Eigentlich hat er eine Menge verraten, wenn man die Polit-Sprache richtig liest. Ernsthafte Probleme liegen vor uns. Nachfolgend einige interessante Einblicke, mit Übersetzung, wo nötig.

Zuerst erklärt Mainzer seinen Job: „CAISO betreibt das Hochspannungsübertragungsnetz und den Energiemarkt für etwa 80% von Kalifornien und einen kleinen Teil von Nevada. Wir sind die Instanz, die das Echtzeit-Stromangebot mit der Nachfrage abgleicht und für die effiziente Integration der nächsten Generation sauberer Energiequellen in das Netz verantwortlich ist. Zusätzlich zu unserer grundlegenden Verantwortung als unabhängiger Netzbetreiber in einem einzelnen Bundesstaat übernehmen wir zunehmend weitere Aufgaben im Westen der USA. Dazu gehören die Überwachung der Zuverlässigkeit und der Betrieb eines Energieausgleichsmarktes, der uns den Kauf und Verkauf von Energie mit großen Gebieten der westlichen USA ermöglicht.“

Die Aufgabe von CASIO ist es also, die Lichter am Leuchten zu halten, genau wie ERCOT in Texas. Es ist ein wenig beängstigend zu erfahren, dass Kalifornien auch den Energie-Ungleichgewichtsmarkt für die gesamte Western Interconnection betreibt, also das westliche Netz, das etwa ein Drittel des zusammenhängenden Amerikas umfasst. Wenn also in Kalifornien der Strom ausfällt, was immer wahrscheinlicher wird, wird vielleicht auch das westliche Netz mitgerissen!

Was die Stromausfälle des letzten Sommers angeht, gibt Mainzer natürlich dem Klimawandel die Schuld. Aber dann zeigt er mit dem Finger auf die Solarenergie:

„Kalifornien hatte bei der Planung übersehen, dass zu Spitzenlastzeiten nicht genug Kapazität zur Verfügung steht, um ein Super-Heizungsereignis effektiv zu überstehen. Wenn die Menschen abends nach Hause kommen, die Geräte einschalten und die Klimaanlagen hochfahren, um ihre Häuser zu kühlen, ist das der maximale Punkt der Belastung für das System. Diese Netzspitze kurz nach Sonnenuntergang ist auch der Zeitpunkt, an dem über 10.000 Megawatt Solarstrom nicht mehr erzeugt werden. Die meiste Zeit des Tages wirkt die Solarenergie wie eine negative Last, welche die Nachfrage nach Strom aus anderen Quellen reduziert. Wenn die Sonne untergeht, müssen diese anderen Ressourcen schnell hochgefahren werden, um die Last im System zu decken. Kalifornien hatte einfach nicht genug einplanbare Kapazität zur Verfügung, um die Nachfrage zu decken. Die Standards für die Planung und Beschaffung von Ressourcen hatten nicht ganz Schritt gehalten.“

Sie haben also vergessen, dass die Sonne untergeht. Klingt ungefähr richtig für Kalifornien. Ich denke, sein „nicht ganz mithalten können“ ist stark untertriebene Politsprache.

Ganz nebenbei gibt Mainzer zu, dass die Unterbrechung der erneuerbaren Energien das grundlegende Problem ist. Hier ist, wie er es ausdrückt, wieder Bezug nehmend auf die Stromausfälle des letzten Jahres:

„Die Wind- und Solarenergieressourcen haben weitgehend wie erwartet funktioniert. Aber es handelt sich um Ressourcen, die Brennstoffe verdrängen und dem System kohlenstofffreie Energie zuführen. Wir wissen, dass sie keine planbare Kapazität liefern, also müssen wir sie mit anderen Ressourcen kombinieren. Sicherlich haben die laufenden Veränderungen im Stromsystem dazu beigetragen, was im August in Kalifornien passiert ist. Es ist klar, dass wir diese Kopplung beschleunigen und besser machen müssen. Das wird im Laufe der Zeit der entscheidende Faktor für die Aufrechterhaltung der Zuverlässigkeit sein.“

Natürlich handelt es sich bei seinen abschaltbaren „anderen Ressourcen“ um Zukunftstechnologien, die nicht existieren, und nicht um die offensichtlichen Atom-, Kohle- und Gasressourcen, die Kalifornien gerade abschaltet. Das ist Wunschdenken, keine Energieplanung.

Hier ist der sogenannte Plan: „Wir werden einen Portfolio-Ansatz verfolgen, der neue Brennstoffe, neue Speichertechnologien, Investitionen in Energieeffizienz und Reaktionrn auf Nachfrage-Spitzen erschließt. Kalifornien fängt an, sich mit Offshore-Windkraft zu beschäftigen. Wir erforschen neue Energiespeichertechnologien, die Strom für längere Zeiträume liefern können, verglichen mit der vierstündigen Dauer von Lithium-Ionen-Batterien.“

Das Prinzip ist jedoch klar. Erneuerbare Energien müssen mit planbarem Strom gepaart werden.

Was den kommenden heißen Sommer angeht, ist Mainzer zu Recht besorgt. Er weist darauf hin, dass es im Vergleich zum letzten Jahr fast keine neuen einsatzfähigen Kapazitäten gibt:

„Wir erwarten nicht, dass zwischen jetzt und dem Sommer eine Tonne neuer Kapazitäten ans Netz geht; das ist ein zu enger Zeitrahmen. Aber die zusätzliche abschaltbare Kapazität, die ins Netz kommt, sind etwa 2.000 Megawatt an Lithium-Ionen-Batterien, die während der Netto-Spitzenzeit der maximalen Belastung des Systems, kurz nach Sonnenuntergang in heißen Sommernächten, Strom ins Netz einspeisen können.“

Man beachte, dass 2000 MW Speicher die 10.000 MW an Solarstrom, die bei Sonnenuntergang verloren gehen, nicht ausgleichen. Außerdem sind die 2000 MW nur die Entladerate der Batterie, nicht die Speichermenge, die in MWh gemessen wird. Wenn 10.000 MW an Solarstrom für 16 Stunden verloren gehen, was der Standard ist, sind das 160.000 MWh an Saft. Die Batterien sind nur für 4 Stunden gut, das sind gerade einmal 8.000 MWh oder fast nichts im Vergleich zu den verlorenen Sonnenstunden. Batterien sind in Fällen wie diesem ein Witz.

Was den langfristigen Übergang betrifft, ist die Elektrifizierung ein wichtiges Thema. Er stellt fest:

„Wir werden auch zusätzliche Kapazitäten benötigen, um die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte zu unterstützen und um den Platz von fossilen Brennstoffsystemen einzunehmen, die vom Netz gehen. Die California Public Utilities Commission sorgt dafür, dass die Versorgungsunternehmen die Anreize und Kostendeckungsmechanismen haben, um erweiterte Kapazitäten zu kaufen. CAISO und die großen Übertragungsnetzbetreiber in Kalifornien müssen dafür sorgen, dass das Netz, die Umspannwerke und die Übertragungsleitungen in einem Tempo aktualisiert, erweitert und modernisiert werden, das sicherstellt, dass neue Ressourcen, wenn sie ans Netz gehen, auch physisch an das System angeschlossen werden können. Die Leute, mit denen ich arbeite, sind unglaublich engagiert. Es ist eine echte Herausforderung, aber es ist auch inspirierend, Teil dieser sauberen Energiewende zu sein.“

Kein Wort darüber, was all diese riesige abschaltbare neue Kapazität, die weder fossil noch nuklear ist, sein wird. Wind ist auch nicht planbar. Es muss Magie sein! Es gibt nichts mehr außer Magie.

Und natürlich werden all diese neuen magischen Kapazitäten und ein aufgerüstetes Netz, um sie zu handhaben, ein riesiges Vermögen kosten. Hier zeigt sich Mainzers Talent für politisch korrektes, grobes Understatement. Er sagt einfach: „Die Strompreis-Erhöhungen, die nötig sind, um diese saubere Energiewende zu vollenden, könnten unbequem werden, wenn sie nicht sehr effektiv gehandhabt werden.“

Unbequem? Wie wäre es mit erdrückend oder strafend? Wir reden hier über potenziell Billionen von Dollar.

Er schafft es, einen guten Seitenhieb auf die Trittbrettfahrer unter den Solarkäufern auf den Dächern loszulassen: „Es gibt auch Bedenken bezüglich der Gerechtigkeit. Leute, die Solaranlagen und Batterien auf dem Dach kaufen, hinterlassen erhebliche Fixkosten, die von einer schrumpfenden Gruppe von Verbrauchern bezahlt werden müssen. Viele dieser Verbraucher können es sich nicht leisten, sich vom Netz zu lösen.“

Im wahren kalifornischen Stil schafft es CAISO-Präsident Mainzer sogar, mit einem schreienden Widerspruch zu enden: „Der Staat ist mit voller Geschwindigkeit auf dem Weg, seine Ziele für saubere Energie zu erreichen, während er gleichzeitig versteht, dass Energietarife und Gerechtigkeit kritische Variablen sind, die angegangen werden müssen.“

Es gibt keinen erschwinglichen Weg, ein elektrifiziertes Kalifornien ohne fossile Brennstoffe und Kernkraft zu betreiben. In der Tat ist es zu jedem Preis physikalisch unmöglich. Die CAISO sollte dies laut und oft sagen. Aber zumindest geben sie stillschweigend zu, dass es Probleme gibt.

Das ganze Interview steht hier.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2021/04/19/ca-electric-power-chief-says-serious-problems-lie-ahead/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Covistance: Weltweiter Widerstand gegen Corona-Fanatismus und Zerstörung der Demokratie

Falls Sie denken, Sie stünden mit ihrem Widerstand gegen den Corona-Fanatismus, der Sie umgibt, und den interessierte Kreise mittlerweile dazu benutzen, um Demokratie zu zerstören und sozialistische Gefängnisse zu errichten, Sie sind nicht allein!

COVISTANCE ist ein Phänomen, das man am besten als eine internationale Bewegung beschreiben kann. In allen Ländern dieser Erde gibt es Widerstand gegen diejenigen, die derzeit versuchen, demokratische Systeme in autoritäre Staaten zu verwandeln, in denen eine Clique von Polit-Darstellern über Ausmaß und Gewährung von bürgerlichen Freiheitsrechten bestimmt, und zwar unter dem Vorwand des “Schutzes der Bevölkerung”.

Die Motive dieser politischen Clique und ihrer Mitläufer sind unterschiedlich:

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  • Manche sehnen sich nach autoritären Staaten, weil sie z.B. in autoritären und undemokratischen Systemen aufgewachsen sind.
  • Andere, deren Psyche einer Eigenverantwortung, wie sie die Grundlage demokratischer Systeme ist, nicht gewachsen ist, wollen ihr Leben durch rigide Vorgaben gesichert sehen.
  • Wieder andere haben keinerlei Qualifikationen, die es ihnen erlauben würden, im freien Wettbewerb demkratischer Marktwirtschaften zu bestehen. Sie hoffen darauf, in Versorgungsnetzwerken politischer Korruption, wie sie autoritäre Staaten tragen, für ihre Sykophantendienste entlohnt zu werden.
  • Wieder andere haben Freude an der Gängelung ihrer Mitbürger, weil ihre moralische Entwicklung im Anfangsstadium stecken geblieben ist.
  • Natürlich gibt es auch die Opportunisten, die sich einen pekuniären Vorteil davon versprechen, über die Führung autoritärer Staaten Wettbewerb zu zerstören und Konkurrenz auszuschalten.
  • Und schließlich gibt es die religiösen Fundamentalisten, die Fanatiker, die sich im Besitz der Wahrheit wähnen und auf Grundlage dieser Wahrheit vorgeben wollen, welches Leben Andere zu leben haben.

Die Motivlage derer, die die Demokratie derzeit zerstören, sie ist – wie immer – vielfältig. Was KEINE Rolle spielt, ist die Sorge um andere, der Schutz menschlichen Lebens, sind Mitgefühl oder Empathie. Was wir derzeit sehen, das haben Philipp Bagus, José Antonio Pena-Ramos und Antonio Sánchez-Bayón (2021) in einem Beitrag mit dem Titel: COVID-19 and the Political Economy of Mass Hysteria,der im International Journal of Environmental Research and Public Health erschienen ist, dargelegt, eine Massenhysterie, die von (in unseren Worten) böswilligen Politdarstellern und ihren Hintermännern ausgenutzt wird, um demokratische Systeme zu zerstören und durch sozialistische Einheitsgefängnisse zu ersetzen.

Aber dagegen regt sich weltweit Widerstand.

Paul Frijters ist Professor für Wohlfahrtsökonomie an der London School of Economics, Ökonom nach Ausbildung, Ökonometriker mit Freude und ansonsten ein nüchterner Beobachter der Dinge, die sich im Moment weltweit abspielen. Er arbeitet derzeit mit Kollegen an einem Buch, in dem versucht werden soll, das, was sich über die letzten Monate, das letzte Jahr ereignet hat, zu erklären und in dem Empfehlungen am Ende stehen sollen, was getan werden kann, um eine Wiederkehr einer solchen Massenhysterie zu verhindern.

Frijters und seine Kollegen gehen offensichtlich davon aus, dass es nach dem Ende der Massenhysterie noch demokratische Staaten und entsprechende Führungen geben wird, die ein Interesse daran haben, den Wahnsinn der letzten Monate nicht zu wiederholen, den Wahnsinn, der unzählige wirtschaftliche Existenzen, Kollateralschäden in Lebenschancen und Gesundheit, unzählige Tote gefordert hat, der aber manch’ böswilligem Akteur so hervorragend in seine Agenda passt, mit der er zum Beispiel den Planeten davor retten will, Opfer des Klimawandels zu werden. Ein Klimawandel findet sicher statt. Der menschliche Anteil daran ist jedoch gering. Der Gedanke, Menschen könnten in ihrem Beitrag zum Klima der Erde mit Meeresströmungen oder der Sonne konkurrieren, ist geradezu lächerlich, aber nicht lächerlich genug, als dass er nicht von böswilligen Akteuren vorgebracht wird, offenkundig mit dem Ziel, die demokratische Gesellschaft, wie wir sie kennen, zu zerstören.

Und – wie gesagt – dagegen regt sich Widerstand.

Frijters und seine Kollegen haben im Rahmen der Recherche, die sie für ihr Buch betrieben haben und die ein Studium derjenigen, die sich den freiheitsberaubenden Maßnahmen der Corona-Fanatiker widersetzen, umfasst, Erstaunliches festgestellt, Erstaunliches, das genutzt werden muss, um einen internationalen Schulterschluss zu bewerkstelligen, der notwendig sein wird, um die derzeit wütenden Feinde der Demokratie zurecht zu stutzen.


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Die Menschen, die sich gegen ihre außer Rand und Band geratenen Regierungen zur Wehr setzen, Frijters spricht von “Covistance”, ein sehr passender Begriff, denn er enthält eine Anspulung an “Resistance”, den französischen Widerstand gegen die Besatzung durch die Nationalsozialisten, sind unglaublich DIVERS, divers in Ausbildung, Tätigkeit, politischer oder religiöser Überzeugung und vielem mehr. Ungeachtet dieser Diversität sind sie in der Lage, sich zu organisieren und obwohl räumlich getrennt, denn die einen organisieren Widerstand in Argentinien, die anderen in den USA, die nächsten im Vereinigten Königreich, wieder andere in Deutschland und Frankreich, reichen fünf Merkmale, um sie trotz aller räumlicher Trennung zu beschreiben: 

  • Für die meisten Angehörigen der Covistance beginnt ihr Engagement mit einer Phase der Fassungslosigkeit angesichts dessen, was sich vor ihren Augen und in ihrer Umgebung abspielt, angesichts von Menschen, die ihr Leben von Lockdowns abhängen sehen, je drastischer, desto besser, wobei sich ihre Angst ausschließlich aus dem speist, was sie im Fernsehen gesehen haben. Andere sehen ihre Mission darin, dafür zu schreien, dass Schulen geschlossen werden, wieder andere wollen Millionen von Leben durch die Pflicht, Masken zu tragen, retten. Der Irrsinn, der sich urplötzlich in ihrer Umgebung breit gemacht hat, selbst unter denen, die sie für vernünftige Menschen gehalten haben, hat bei vielen in der Covistance zu fassungslosem Erstaunen geführt.
  • Der Fassungslosigkeit folgt eine langsame Trennung von Mainstream-Medien, aus denen viele derer, die nun in der Covistance sind, zuvor ihre Informationen entnommen haben. Die Ablösung von den MS-Medien, sie erfolgt ungeachtet von Bildung, Lebenslage oder Einkommen, der Verdacht, von MS-Medien mit Propaganda abgefüttert zu werden, ist der Treiber hinter der Ablösung.
  • Im nächsten Schritt wächst zunächst Widerstand in Form eines sich Entziehens geübt, den man als Versuch, die eigene Humanität zu bewahren, beschreiben kann.
  • Daraus entstehen neue Gemeinschaften, Gemeinschaften, die sich aus Personen zusammensetzen, die bislang nicht viel gemein hatten: Linke treffen sich mit Rechten, Impfgegner mit Impfbefürwortern, Sozialisten, die hinter der Corona-Hysterie die Hand von Großkonzernen sehen, die Arbeiter unterdrücken wollen, treffen auf Liberale, die einen Anschlag auf freien Markt und Wettbewerb sehen, der unter Schlagworten wie “Great Reset” oder “Neue Weltordnung” geführt wird. Es finden sich Brexiters neben Remainer, Woke neben anti-Woke. Covistance hat geschafft, was nur wenige außerparlamentarische Bewegungen zuvor erreicht haben: einen alle gesellschaftlichen Gruppen umfassenden Zusammenschluss derjenigen, die Demokratie und Grundrechte nicht widerstandslos aufgeben.
  • Schließlich eint die Covistance auch das Bemühen, eine Erklärung für das, was um sie herum vorgeht, zu finden, gemeinhin in Form eines Verantwortlichen, eines Ausgangspunkts, bei dem die Plannung dessen beginnt, was derzeit als Zerstörung demokratischer Gesellschaften zu sehen ist. Auch hier gehen die Ansichten auseinander, die Kandidaten reichen von der Chinesischen Regierung, über den CIA und das World Economic Forum bis zu BigTech.

Diese Zusammenfassung zeigt, dass Covistance etwas ganz Besonderes ist: Es ist ein weltweiter von allen gesellschaftlichen Gruppen getragener Widerstand gegen die Zerstörung demokratischer Systeme und der in ihnen garantierten individuellen Grundrechte, ein Widerstand, der unglaublich diverse Akteure unter einen Hut bringt, etwas, was unter Politikwissenschaftlern gemeinhin als Leistung des demokratischen Systems gefeiert wird, eine Leistung, die die Systeme, die heute nurmehr vorgeben, demokratisch zu sein, eben nicht mehr erbringen können.

Die Entfremdung zwischen denen, die im Covistance sind und denen, die die Positionen des politischen Systems bevölkern ist ebenso zwangsläufig wie die Enfremdung zwischen den MS-Medien, die sich heute als Teil des politischen Systems und nicht als Kontrolleur desselben definieren (vermutlich weil man die Hand, die einen füttert, nicht beißen soll). Die ersten Ergebnisse, die Frijters aus seinen Recherchen geteilt hat, machen auch deutlich, warum die Vasallen der Politkaste so versessen darauf sind, Covistance als rechtsextrem, als Demokratiefeinde, als Antisemiten, als böse, als faschistisch, als gefährlich als in jedem Fall homogene Gruppe darzustellen, um sie zu diskreditieren. Die politische Kaste und der sie stützende Medienmob, sie haben Angst, denn eine diverse, eine heterogene Gruppe, wie die Covistance, ist nicht fassbar, nicht mit Diffamierung und Denunziation bekämpfbar, schon weil man diejenigen treffen kann, die man noch in der eigenen Gruppe wähnt. Diverser, alle gesellschaftliche Gruppen umfassender Widerstand ist gefährlich, denn er kann nicht diskreditiert werden, man muss mit denen, die ihn üben, argumentieren, sich im Wettbewerb der Argumente, mit eben den besseren Argumenten durchsetzen. Und genau das können die Corona-Fanatiker nicht. Deshalb ist es so wichtig, dass nicht bekannt wird, dass Covistance eine die Gesellschaft umfassende Bewegung ist.

Covistance ist eine basisdemokratische VOLKSBEWEGUNG!


Paul Frijters (2021). Common Features of the Covistance.



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Kein Effekt: Ausgangsbeschränkungen wirken sich überhaupt nicht auf die Verbreitung von SARS-CoV-2 aus [Studie]

Wenn Sie demnächst eingesperrt werden, weil Polit-Darsteller sich entweder in die fixe Idee verrannt haben, dass man Maßnahmen, wie einen Lockdown, die sich als vollkommen unwirksam in der Begrenzung von SARS-CoV-2 erwiesen haben, sie verzögern die Ansteckung, sie verhindern sie nicht, dadurch effizienter machen kann, dass man sie noch drakonischer gestaltet, dann wird es Sie sicher freuen zu hören, dass auch drakonischere Maßnahmen wie Ausgangssperren keinerlei Effekt auf die Verbreitung von SARS-CoV-2 haben. Man kann dieses Ergebnis, das wir gleich anhand einer pfiffigen Studie belegen, zum Anlass nehmen, um den geistigen Zustand von Polit-Darstellern in Frage zu stellen, man kann es auch zum Anlass nehmen, um die Frage zu stellen, ob hinter Ausgangssperren ganz andere Motive stehen als die Reduzierung der Inzidenz von SARS-CoV-2…

Die pfiffige Studie, sie stammt von Samuel de Haas, Georg Götz und Sven Heim, die an der Justus Liebig Universität in Gießen bzw. am Leibniz Center for European Economic Research (ZEW) in Mannheim angestellt sind. Sie haben eine Situation ausgenutzt, die es nach dem Ermächtigungsgesetz, das heute im Bundesrat durchgewunken wurde (Länder entmachten sich selbst) nicht mehr geben wird: Unterschiede in den Maßnahmen, die gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2 getroffen werden. Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede, die sich im Hinblick auf die Einführung einer Ausgangssperre in den Landkreisen von Hessen finden:

Dargestellt sind die Daten für Ausgangssperren, die im Zeitraum vom 18. November 2020 bis zum 2. Februar 2021 in Kraft waren. Wie man sieht, gab es nicht in allen Landkreisen Ausgangssperren. Wie man zudem sieht, waren die Ausgangssperren, die es gab, von unterschiedlicher Dauer, und sie haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen und geendet. A real mess, ein schönes hessisches Chaos, unter dem die Einwohner von Hessen sicher gelitten haben, das für Sozialwissenschaftler aber den Charme mitbringt, der mit dem spröden Begriff “natürliches Experiment” beschrieben wird. Weil Ausgangssperren zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnen, unterschiedlich lang andauern und nicht in allen Landkreisen eingesetzt werden, kann man testen, ob sich Ausgangssperren auf die Inzidenz von SARS-CoV-2, also die Anzahl der vom RKI gemeldeten positiv Getesteten auswirkt – und genau das haben die Autoren getan.

Grundlage ist ein ökonometrisches Modell, das wir ihnen ersparen. Es basiert auf Paarvergleichen, die letztlich unter unterschiedlichen Bedingungen prüfen, ob sich die Wachstumsraten der Inzidenz von SARS-CoV-2 in Landkreisen mit Ausgangssperre von den Wachstumsraten in Landkreise ohne Ausgangssperre unterscheiden. Das Ergebnis der Analysen ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Wie Sie sehen, sehen sie nichts, keinerlei statistisch signifikanten Effekt:

Mit der Variable “Incidence Spread” wird geprüft, ob es vor Einführung der Ausgangssperre eine unterschiedliche Dynamik in der Verbreitung von SARS-CoV-2 gegeben hat, die Landkreise mit Ausgangssperre von Landkreisen ohne unterscheidet. Das Ergebnis zeigt eindeutig: Es gibt keine unterschiedliche Dynamik. Wenn Sie also bislang gedacht haben, dass z.B. im Landkreis Bergstraße eine Ausgangssperre eingeführt wurde, das sei auf im Vergleich zu anderen Landkreisen schneller wachsende Inzidenzen zurückzuführen, dann vergessen Sie das, denn es ist nicht der Fall. Der Landrat und sein Kreistag, die für die Maßnahme verantwortlich sind, wollten offenkundig ihre Muskeln spielen lassen und vermutlich hat ihr Miniatur-Ego durch die Macht, anderen einzusperren, einen Sprung im Millimeterbereich gemacht.

Das eigentliche Ergebnis der Analyse findet sich in der Reihe, die mit “Effective Curfew” benannt ist. Egal, wie lange man die “Inkubationszeit”, also die Zeit, die es dauern soll, bis sich eine Ausgangssperre oder ein Lockdown in den Fallzahlen niederschlagen, ansetzt, ob 7 Tage, 10 Tage oder 14 Tage, immer ist das Ergebnis dasselbe: Eine Ausgangssperre hat KEINERLEI Einfluss auf die Entwicklung der Fallzahlen. Interessanter Weise hat eine Ausgangssperre auch keine Auswirkung auf die Mobilität. Das zeigen die Ergebnisse in der Reihe, die mit “mobility lead” benannt ist. Hier haben die Autoren Bewegungsdaten ausgewertet, die über die Signale von mobilen Endgeräten gesammelt werden.

Wir wissen nicht, ob es Sie freut zu wissen, dass Sie demnächst, wenn Sie einer Ausgangssperre unterzogen werden, einer manischen Idee von Polit-Darstellern geopfert werden (oder anderen Bedürfnissen von Polit-Darstellern gefügig sein sollen), aber nach dieser Studie steht fest, dass eine Ausgangssperre KEINERLEI Einfluss auf die Inzidenz von SARS-CoV-2 hat. Die Studie reiht sich in die lange Reihe der Studien, die bereits gezeigt haben, dass freiheitsbeschneidende Maßnahmen wie ein Lockdown zwar Grundrechte rauben, aber keinerlei Effekt auf die Inzidenz von SARS-CoV-2 haben. Wir haben diese Studien hier zusammengestellt.

Dass Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns keinerlei Effekt auf die Inzidenz von SARS-CoV-2 haben, das könnten auch Polit-Darsteller wissen. Die Ergebnisse sind frei zugänglich. Blogs wie ScienceFiles präsentieren die Ergebnisse mit schöner Regelmäßigkeit, Polit-Darsteller ignorieren sie mit derselben Regelmäßigkeit. Angesichts der Schäden, die durch Lockdowns und Ausgangssperren verursacht werden, kann man diese Ignoranz nur mit abgrundtiefer Dummheit, ideologischer Verbohrtheit, was weitgehend dasselbe ist oder mit Absicht, also Böswilligkeit erklären.

Was soll es sein?
Warum halten Polit-Darsteller an Lockdown/Ausgangssperre fest? Dummheit Ideologische Verbohrtheit Böswilligkeit Verdeckte Agenda Warum halten Polit-Darsteller an Lockdown/Ausgangssperre fest? Dummheit 27 ( 7.36 % ) Ideologische Verbohrtheit 86 ( 23.43 % ) Böswilligkeit 25 ( 6.81 % ) Verdeckte Agenda 229 ( 62.4 % )


de Haas, Samuel, Götz, Georg & Heim, Sven (2021). Measuring the Effects of COVID-19 Related Night Curfews: Empirical Evidence from Germany. 



Seit Ende Januar 2020 besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

Gutes, so hieß es früher, muss nicht teuer sein. Aber auch ein privates Blog muss von irgend etwas leben.

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Wenn Sie demnächst eingesperrt werden, weil Polit-Darsteller sich entweder in die fixe Idee verrannt haben, dass man Maßnahmen, wie einen Lockdown, die sich als vollkommen unwirksam in der Begrenzung von SARS-CoV-2 erwiesen haben, sie verzögern die Ansteckung, sie verhindern sie nicht, dadurch effizienter machen kann, dass man sie noch drakonischer gestaltet, dann wird es Sie sicher freuen zu hören, dass auch drakonischere Maßnahmen wie Ausgangssperren keinerlei Effekt auf die Verbreitung von SARS-CoV-2 haben. Man kann dieses Ergebnis, das wir gleich anhand einer pfiffigen Studie belegen, zum Anlass nehmen, um den geistigen Zustand von Polit-Darstellern in Frage zu stellen, man kann es auch zum Anlass nehmen, um die Frage zu stellen, ob hinter Ausgangssperren ganz andere Motive stehen als die Reduzierung der Inzidenz von SARS-CoV-2…

Die pfiffige Studie, sie stammt von Samuel de Haas, Georg Götz und Sven Heim, die an der Justus Liebig Universität in Gießen bzw. am Leibniz Center for European Economic Research (ZEW) in Mannheim angestellt sind. Sie haben eine Situation ausgenutzt, die es nach dem Ermächtigungsgesetz, das heute im Bundesrat durchgewunken wurde (Länder entmachten sich selbst) nicht mehr geben wird: Unterschiede in den Maßnahmen, die gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2 getroffen werden. Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede, die sich im Hinblick auf die Einführung einer Ausgangssperre in den Landkreisen von Hessen finden:

Dargestellt sind die Daten für Ausgangssperren, die im Zeitraum vom 18. November 2020 bis zum 2. Februar 2021 in Kraft waren. Wie man sieht, gab es nicht in allen Landkreisen Ausgangssperren. Wie man zudem sieht, waren die Ausgangssperren, die es gab, von unterschiedlicher Dauer, und sie haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen und geendet. A real mess, ein schönes hessisches Chaos, unter dem die Einwohner von Hessen sicher gelitten haben, das für Sozialwissenschaftler aber den Charme mitbringt, der mit dem spröden Begriff “natürliches Experiment” beschrieben wird. Weil Ausgangssperren zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnen, unterschiedlich lang andauern und nicht in allen Landkreisen eingesetzt werden, kann man testen, ob sich Ausgangssperren auf die Inzidenz von SARS-CoV-2, also die Anzahl der vom RKI gemeldeten positiv Getesteten auswirkt – und genau das haben die Autoren getan.

Grundlage ist ein ökonometrisches Modell, das wir ihnen ersparen. Es basiert auf Paarvergleichen, die letztlich unter unterschiedlichen Bedingungen prüfen, ob sich die Wachstumsraten der Inzidenz von SARS-CoV-2 in Landkreisen mit Ausgangssperre von den Wachstumsraten in Landkreise ohne Ausgangssperre unterscheiden. Das Ergebnis der Analysen ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Wie Sie sehen, sehen sie nichts, keinerlei statistisch signifikanten Effekt:

Mit der Variable “Incidence Spread” wird geprüft, ob es vor Einführung der Ausgangssperre eine unterschiedliche Dynamik in der Verbreitung von SARS-CoV-2 gegeben hat, die Landkreise mit Ausgangssperre von Landkreisen ohne unterscheidet. Das Ergebnis zeigt eindeutig: Es gibt keine unterschiedliche Dynamik. Wenn Sie also bislang gedacht haben, dass z.B. im Landkreis Bergstraße eine Ausgangssperre eingeführt wurde, das sei auf im Vergleich zu anderen Landkreisen schneller wachsende Inzidenzen zurückzuführen, dann vergessen Sie das, denn es ist nicht der Fall. Der Landrat und sein Kreistag, die für die Maßnahme verantwortlich sind, wollten offenkundig ihre Muskeln spielen lassen und vermutlich hat ihr Miniatur-Ego durch die Macht, anderen einzusperren, einen Sprung im Millimeterbereich gemacht.

Das eigentliche Ergebnis der Analyse findet sich in der Reihe, die mit “Effective Curfew” benannt ist. Egal, wie lange man die “Inkubationszeit”, also die Zeit, die es dauern soll, bis sich eine Ausgangssperre oder ein Lockdown in den Fallzahlen niederschlagen, ansetzt, ob 7 Tage, 10 Tage oder 14 Tage, immer ist das Ergebnis dasselbe: Eine Ausgangssperre hat KEINERLEI Einfluss auf die Entwicklung der Fallzahlen. Interessanter Weise hat eine Ausgangssperre auch keine Auswirkung auf die Mobilität. Das zeigen die Ergebnisse in der Reihe, die mit “mobility lead” benannt ist. Hier haben die Autoren Bewegungsdaten ausgewertet, die über die Signale von mobilen Endgeräten gesammelt werden.

Wir wissen nicht, ob es Sie freut zu wissen, dass Sie demnächst, wenn Sie einer Ausgangssperre unterzogen werden, einer manischen Idee von Polit-Darstellern geopfert werden (oder anderen Bedürfnissen von Polit-Darstellern gefügig sein sollen), aber nach dieser Studie steht fest, dass eine Ausgangssperre KEINERLEI Einfluss auf die Inzidenz von SARS-CoV-2 hat. Die Studie reiht sich in die lange Reihe der Studien, die bereits gezeigt haben, dass freiheitsbeschneidende Maßnahmen wie ein Lockdown zwar Grundrechte rauben, aber keinerlei Effekt auf die Inzidenz von SARS-CoV-2 haben. Wir haben diese Studien hier zusammengestellt.

Dass Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns keinerlei Effekt auf die Inzidenz von SARS-CoV-2 haben, das könnten auch Polit-Darsteller wissen. Die Ergebnisse sind frei zugänglich. Blogs wie ScienceFiles präsentieren die Ergebnisse mit schöner Regelmäßigkeit, Polit-Darsteller ignorieren sie mit derselben Regelmäßigkeit. Angesichts der Schäden, die durch Lockdowns und Ausgangssperren verursacht werden, kann man diese Ignoranz nur mit abgrundtiefer Dummheit, ideologischer Verbohrtheit, was weitgehend dasselbe ist oder mit Absicht, also Böswilligkeit erklären.

Was soll es sein?
Warum halten Polit-Darsteller an Lockdown/Ausgangssperre fest? Dummheit Ideologische Verbohrtheit Böswilligkeit Verdeckte Agenda Warum halten Polit-Darsteller an Lockdown/Ausgangssperre fest? Dummheit 27 ( 7.36 % ) Ideologische Verbohrtheit 86 ( 23.43 % ) Böswilligkeit 25 ( 6.81 % ) Verdeckte Agenda 229 ( 62.4 % )


de Haas, Samuel, Götz, Georg & Heim, Sven (2021). Measuring the Effects of COVID-19 Related Night Curfews: Empirical Evidence from Germany. 



Seit Ende Januar 2020 besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

Gutes, so hieß es früher, muss nicht teuer sein. Aber auch ein privates Blog muss von irgend etwas leben.

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Quelle

Klimawandel-Lockdown: Heiko Maas in seinem Element

Alexandros Michailidis / shutterstock.com / 1135185008

Seitdem Joe Biden in Washington mehr oder weniger am Ruder ist, fühlt sich auch Heiko Maas wieder ganz in einem Element. Joe Biden hat einen alten Bekannten zurück in die Regierung geholt: John Kerry, der bereits unter Präsident Obama gemeinsam mit Biden korrupte Deals mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko aushandelte, ist jetzt US-Sondergesandter für den „Klimaschutz“.

Klimaneutralität ist teuer

Als solcher hat er der Merkel-Regierung im März 2021 bei einer Online-Konferenz seine Aufwartung gemacht. Denn Merkel und Von der Leyen schreiben das Thema „Klimaschutz“ ebenfalls groß. Mit Milliarden gedruckten Euros und CO2-Steuern soll die Europäische Union bis 2050 „klimaneutral“ gemacht werden – nach Meinung diverser Wissenschaftler (die niht den Klimawandel an sich leugnen) ein absurdes Vorhaben.

Neu: Mehr Informationen zu Klimawandel auf Facebook und der neuen Telegramm-Gruppe. Hier klicken

Das deutsche Außenministerium, also Heiko Maas, hatte wie jedes Jahr seit 2015 gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium zum Kongress über die globale Energiewende geladen, welches pandemiebedingt virtuell stattfand. 50 Energie- und Umweltminister nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil und es wurde wiederholt betont, wie „gut es sei, dass jetzt der ‚Klima-Ignorant‘ Donald Trump nicht mehr da sei und die USA endlich wieder ‚auf Kurs seien‘“. John Kerry bezeichnete die vier Jahre Amtszeit Donald Trumps als „verlorene Jahre im Kampf gegen die Klimagase“.

Heiko Maas indes versäumte es nicht, zwischen der „Klima- und der Corona-Krise“ Parallelen zu ziehen. Kerry sagte, dass alle Länder ihre Klimaziele nachbessern müssten. „Versagen sei keine Option“. Maas erklärte, dass der „Klimawandel eine Bedrohung für den Frieden und die internationale Sicherheit sei und als solche behandelt werden müsste“. Extreme Wetterereignisse, Ernährungs- und Wasserunsicherheit würden die Lebensgrundlagen bedrohen, erklärte Maas jetzt beim „Earth Day“. Der Klimawandel schade den Volkswirtschaften und befeuere die Konflikte überall auf der Welt. Es sei höchste Zeit, das Motto „Restore our Earth“ in die Tat umzusetzen.

Nach Corona droht man uns also offenbar schon mit der nächsten Krise und will uns darauf einstimmen. Eine Krise, die für weitere staatliche Eingriffe drastischer Natur sorgen wird.

Quelle

chon wieder E-Auto-Brände, sogar mehrfach

Brandfreudig: Ein BMW i3, der Elektro-Trabi aus München-Dingolfing. Von Thesupermat – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38927299

von AR Göhring

Daß Lithium-Akkumulatoren ab und zu brennen und schwer löschbar sind, hat EIKE schon mehrfach gemeldet. Nun gab es zwei weitere Fälle in Nettetal bei Düsseldorf und ganz in der Nähe in Alpen.

In Nettetal, Kreis Viersen, ging nachts ein Tesla mit lautem Knall in Flammen auf. Die herbeigerufene Feuerwehr versuchte zu löschen, was bei Lithium-Akkus mit ihren organischen Elektrolyten aber kaum möglich ist, und versenkte das Fahrzeug daher zur Dauerkühlung gemäß Experten-Empfehlung in einem großen Wassertank. Batteriebrände sind tückisch: Nachdem der Stromer scheinbar gelöscht war, schossen kurze Zeit danach schon wieder Flammen aus dem Tesla. Es bestand Gefahr, daß das Feuer auf die nahen Wohnhäuser übergriff, was die (noch) gut funktionierende Feuerwehr trotz wohl mangelnder Diversität kompetent verhindern konnte (“Heterosexuelle, weiße Männer aus der Arbeiterschicht sind bei der Feuerwehr unter sich”). Der Besitzer des Wagens war im Urlaub und hatte keinen Einfluß auf das Geschehen.

Es stellt sich die Frage, warum der Wagen überhaupt explodierte. Kein Unfall, es ist kühl draußen, und die teuren Teslas dürften gut verarbeitet sein. Nage-Angriff eines Marders? EIKE empfiehlt: Wenn Sie Ihr Elektroauto mehr als 48 Stunden nicht bewegen, sehen Sie zu, daß die Batterie fast leer ist. Vielleicht bietet der Markt ja Sicherheits-Entladegeräte an (mitlesende Ingenieure werden gebeten, zu kommentieren).

Nicht weit entfernt in Alpen bei Wesel hat es einen BMW i3 erwischt. Der Dienstwagen des Bürgermeisters, vorm Rathaus geparkt, fing unvermittelt an zu rauchen. Die örtliche Feuerwehr brauchte fünf Stunden, um die Brandquelle, der Akku, zu löschen. Da die ländliche Gemeinde keine Spezial-Löschausrüstung für die neuartige Gefahr der dauerheißen Akkus besitzt, mußten die Kollegen aus Duisburg mit einem wasserdichten Großbehälter anrücken. Für solche Container gibt es mittlerweile besondere Hersteller, wie die Firma Ellermann mit ihrer „Red Boxx“.

EIKE fragt: Werden E-Auto-Hersteller an den zusätzlichen Kosten der Feuerwehr-Ausrüstung und -Einsätze beteiligt, die nötig ist, um die verheerenden Akkubrände zu löschen? Ansonsten werden ja auch gerne Hintergrundkosten der Industrie in Rechnung gestellt, wie das Beispiel CO2-Steuer zeigt. Nebenbei: Tesla-Besitzer Elon Musk, einer der reichsten Männer der Welt, macht seine Gewinne fast ausschließlich mit Klima-Zertifikaten, die letztlich vom Verbraucher bezahlt werden.

Ein tödlicher Unfall ereignete sich in Poggendorf/ Vorpommern. Ein Tesla kam aus unbekanntem Grund von der Straße ab und rammte einen Baum. Ersthelfer konnten wegen des extrem heißen Batteriebrandes nicht löschen. Der Fahrer, ein Geschäftsreisender aus Schwerin, verbrannte bis zur Unkenntlichkeit.

Ein weiterer Unfall mit Todesfolge in den USA ist noch mysteriöser: In Texas ist nach Polizeiangaben ein führerloser (!) Tesla mit zwei Passagieren an Bord ebenfalls gegen einen Baum geprallt und verbrannt. Die Toten wurden von der Polizei auf dem Beifahrersitz und auf der Rückbank gefunden, weswegen die Beamten davon ausgehen, daß das Autopilot-Assistenzsystem den Wagen steuerte. Elon Musk dementiert diese Aussage, da die Datenaufzeichnungen des Wagens (so etwas hat ein Tesla?) die Aktivität des Autopiloten nicht zeigen.

Als letztes sei noch der Großbrand in einem Busdepot in Düsseldorf erwähnt, über den wir schon kurz berichteten. Es gab keine Personenschäden, aber das Gebäude und 38 Busse im Wert von rund 50 Millionen Euro brannten ab. Solche Großbrände in Depots kennt man eigentlich nur von gezielten Brandstiftungen durch Autonome bei der Bundeswehr.  Daher ist es interessant, daß sich unter den 38 zerstörten Fahrzeugen acht Elektrobusse befanden. Nachdem, was wir bei den PKW sehen, ist zumindest zu vermuten, daß der Lithiumakku eines Busses Feuer fing und die nah geparkten anderen Fahrzeuge schnell mit-entzündet wurden. Das geht erstaunlich schnell; Experten zufolge reicht es in vollgestellten Hallen, wenn nur ein Fahrzeug brennt. Durch die Hitzestauung im Gebäude und andere Effekte brennen auch Konstrukte aus Stahl und Glas rasch. Es gab noch keinen offiziellen Bericht; der wird im Mai erwartet.

Sollte sich herausstellen, daß sich ein Lithium-Akku entzündet hat, dürfte das erhebliche Konsequenzen für die E-Mobilität in den Städten und Gemeinden haben, wo Bürgermeister und Räte deutschlandweit Klimarettung durch den ÖPNV verordnet haben. Daß die Busse mitten im Betrieb auf der Straße in Flammen aufgehen, ist kaum möglich, da der Akku in der Entladungsphase meist nicht überhitzt. Abgestellt oder in der Ladephase sieht das anders aus. Das Beispiel Düsseldorf wird – hoffentlich – dazu führen, daß E-Busse nicht mehr dicht an dicht in Hallen, sondern möglichst einzeln mit Abstand auf dem Hof geparkt werden. Außerdem sind die Betreiber oder die Feuerwehr gut beraten, schnellstmöglich riesige Wassertanks und passende Hebekräne anzuschaffen.

Daß das die teils schon recht üppigen Fahrpreise weiter verteuern wird, liegt auf der Hand. Treffen tut es die Geringverdiener, wie die „Energiewende“ im Ganzen.

Quelle