Solarenergie: 150 Zeilen Nachhilfe für Sonnenanbeter -Wenig hilfreich, aber dafür sehr teuer

Der Volksmund unterstellte ja diesen armen Geschöpfen, dass sie Rechnungen anstellten, die ganz wesentliche Aspekte der Wirklichkeit unterdrückten und daher schlicht und einfach falsch waren. Je nachdem welcher Version Sie Glauben schenken, geschah das entweder aus Dummheit, aus Arglist oder aus Selbstbetrug. Im Geiste aktueller Political Correctness wird man dagegen protestieren, dass einer vorwiegend weiblichen Berufsgruppe kollektiv Dummheit oder Arglist unterstellt werden. Das heißt aber nicht, dass im frühen 21. Jahrhundert keine Milchmädchenrechnungen mehr aufgestellt würden.

In diesem Artikel geht es um Photovoltaik (PV), der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. Die entsprechende Milchmädchenrechnung in ihrer einfachsten Form sieht folgendermaßen aus: Die Sonne liefert uns gratis und ohne ökologische Kollateralschäden pro Quadratmeter gut 1 kW (apropos: vor jeder Zahl in diesem Text stellen Sie sich bitte ein „ca.“ vor. Besser ungenau und richtig als genau und falsch) elektromagnetischer Strahlung. Um den durchschnittlichen deutschen Pro-Kopf-Bedarf von 0,8 kW elektrischer Leistung zu befriedigen, bräuchten wir also nur pro Person einen knappen Quadratmeter Erdoberfläche zu reservieren und den einfallenden Sonnenschein in Strom zu verwandeln, um den ganzen Zinnober mit Kohle und Kernkraft vergessen zu können.

Die Sorgen schwinden nicht

Hilfreiche Unternehmen importieren seit geraumer Zeit solche Vorrichtungen aus Asien, die genau das tun, was wir suchen: Man legt sie in die Sonne und sie liefern Strom. So ein typisches chinesisches Solarmodul hat eine Fläche von anderthalb Quadratmeter, das ist ein kleinerer Esstisch, und liefert in der Mittagssonne rund 200 W elektrische Leistung. Damit kann man zur Not schon fernsehen.

Sie haben es bemerkt! Das Modul wandelt die Sonnenenergie nicht zu 100 % in Strom um, nämlich nicht 1 kW pro Quadratmeter, sondern nur etwa 15 % davon. Um den durchschnittlichen Bedarf pro Kopf in Deutschland zu befriedigen, bräuchte man dann eben statt des erwähnten knappen Quadratmeters derer fünf. Wollten wir für jeden der 80 Millionen Bundesbürger fünf Quadratmeter Photovoltaik-Fläche reservieren, dann kämen wir auf insgesamt 400 Quadratkilometer. Deutschland hat immerhin 400.000 davon; ein Promille der bundesdeutschen Oberfläche würde ausreichen, um unseren Energiebedarf zu befriedigen! Warum pflastern wir dann nicht dieses lächerliche Tausendstel der Republik mit Photovoltaik zu und sind alle Sorgen los?

Wir sind ja dabei, das zu tun, nur die Sorgen schwinden nicht. Als ehemaliger Bürger Oberbayerns kann ich das gut beurteilen. Wenn ich im Jahresrhythmus meine alte Heimat besuche, kann ich deutlich sehen, wie die früher mit verwitterten Ziegeln gedeckten Scheunen und Bauernhäuser schwinden und dunkelblaue PV-Module sich auf den Dächern im Alpenland breitgemach haben. Bei manchem alten Schober bekommt man den Eindruck, er diene nur noch dazu, die Solarzellen hochzuhalten.

Aber nicht nur im Alpenvorland, auch in Mecklenburg-Vorpommern liegt man in Sachen PV voll im Trend. Mangels oberbayrischer Heuschober behilft man sich hier mit „Solarparks“, d. h. man stellt einfach Dächer mit Solarzellen auf, ohne die Häuser und Scheunen darunter. So werden Ende 2020 dann mindestens 50 Gigawatt installiert sein.

Der kleine Unterschied

Der typische Bedarf an Elektrizität in Deutschland beträgt ca. 65 Gigawatt, besagte 50 GW sind drei Viertel davon.  Könnten wir also getrost die atomaren Monster abschalten – und die meisten Kohlekraftwerke dazu? Schaffen wir es – allein mit Wind und Sonne? Ist die Energiewende also vollzogen? 

Sie erinnern sich: Eine Milchmädchenrechnung unterdrückt ganz wesentliche Aspekte der Wirklichkeit und ist daher schlicht und einfach falsch. Die Aufrechnung von installierter KKW (Kernkraftwerk) -Leistung mit installierter Photovoltaik-Leistung ist solch eine Milchmädchenrechnung. Ob sie aus Dummheit, Arglist oder Selbstbetrug angestellt wird, das wollen wir jetzt untersuchen.

Der Unterschied ist, dass ein Kraftwerk seine installierte Leistung abgibt, wenn diese benötigt wird. Eine PV-Anlage gibt sie ab, wenn die Sonne scheint – genauer gesagt, wenn die Sonne mit ihrer theoretischen vollen Leistung, ohne Behinderung durch Dunst oder Wolken, senkrecht über den Modulen steht.

Wie oft ist das der Fall? Nie! Erst einmal können wir ganz offensichtlich die Nachtstunden vergessen. Aber auch die Stunden kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang bringen so gut wie nichts. Da strahlt die Sonne dermaßen schräg durch die Atmosphäre, dass das meiste Licht auf diesem langen Weg durch Streuung in der Luft verloren geht. Für die Wintermonate gilt das übrigens den ganzen Tag über. 

Nur ein Viertel der Dauer des gesamten Tages

Ein weiterer Faktor ist, dass unsere Solarmodule fast nie genau in die Sonne schauen. Man richtet sie natürlich nach Süden aus, damit sie die kräftige Mittagssonne voll einfangen; das bedeutet aber, dass sie für den Rest des Tages mehr oder weniger schief zu den Strahlen positioniert sind.

Wir müssen also akzeptieren, dass die Module die meiste Zeit schräg und nutzlos in die Sonne schauen. Wie viele brauchbare Stunden pro Tag bleiben dann noch übrig? Für die Sommermonate sind es vielleicht je die vier Stunden vor und nach Mittag, macht insgesamt 8 Stunden. Lassen Sie uns das für einen Wintertag auf 2 + 2 reduzieren und nehmen wir als Jahresdurchschnitt 6 Stunden pro Tag. Also: An sechs Stunden des durchschnittlichen Tages kann die PV-Anlage annähernd ihre installierte Leistung liefern. Die jeweils verbleibenden Stunden mit dem schrägen Einfall des Sonnenlichtes vergessen wir, auch wenn da vielleicht noch ein paar kümmerliche Watt aus den Paneelen tröpfeln. 6 Stunden sind nur ein Viertel der Dauer des gesamten Tages.

Ein Solarpanel, welches als 200-W-Modul verkauft wird, leistet im Durchschnitt also bestenfalls ein Viertel davon, nämlich 50 Watt. Die geballte deutsche Photovoltaik, die dem Bundesbürger mit einem Label von 50 Gigawatt verkauft wird, kann also maximal ein Viertel davon leisten, nämlich 12 Gigawatt. Aber warten Sie, es kommt noch schlimmer.

Die Entdeckung der Wolken

Wir müssen ja damit rechnen, dass es sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch im bayrischen Oberland regnen kann oder zumindest die Sonne hinter dunklen Wolken verschwindet oder die Solarmodule gar von winterlichem Schnee bedeckt werden. Das ist von Bedeutung.

Denn auch wenn es bei schlechtem Wetter noch nicht stockdunkel ist, so bleibt dennoch fast alle Sonnenstrahlung in den Wolken hängen bzw. sie wird an deren Oberseite ins All reflektiert. Es kommt so gut wie nichts mehr durch. Dass wir bei Regenwetter trotzdem noch sehen können, das haben wir der enormen Adaptationsfähigkeit unserer Augen zu verdanken. Diese stellen sich in kürzester Zeit auf ein Tausendstel der Helligkeit ein oder, wenn’s sein muss, auch auf ein Millionstel – wobei dann allerdings das Farbensehen verloren geht; deswegen sind nachts alle Katzen grau.

Mit anderen Worten: Für unsere PV-Installationen ist bei Bewölkung Feierabend. Ein typisches deutsches Jahr hat, mit viel Optimismus, die Hälfte der Tage Bewölkung und die andere Zeit blauen Himmel. Von den berechneten 6 nützlichen Stunden pro Tag bleiben also wetterbedingt im Durchschnitt nur die Hälfte, also 3 Stunden übrig! Mit anderen Worten: 21 der 24 Stunden des Tages stehen oder liegen die teuren PV-Module nutzlos in der Gegend herum; nur während drei Stunden ihres Daseins liefern sie Strom – schön zu sehen in dieser Grafik  (auf „Zeitraum darstellen“ klicken).

Die kapriziösen gelben Hütchen – das ist der Beitrag von PV. „Wenig hilfreich“ kann man da nur sagen.

Das erwähnte PV-Panel von gut einem Quadratmeter Fläche, das als „200-Watt-Modul“ verkauft wird, bringt also tatsächlich im Jahresdurchschnitt nur 25 Watt. Dieser Etikettenschwindel rechnet sich entsprechend hoch. Statt von insgesamt 50 Gigawatt installierter PV-Leistung kann man tatsächlich nur von 6 Gigawatt reden.

Nur 3 voll produktive Stunden pro Tag übrig

Weil es so wichtig ist, lassen Sie mich das noch mal zusammenfassen.Im Jahresdurchschnitt gilt:

Von den 24 Stunden des Tages sind 12 Stunden Nacht. Die 3 Stunden nach Sonnenaufgang und die 3 Stunden vor Sonnenuntergang leisten praktisch keinen Beitrag zur Stromerzeugung, weil einerseits das Licht so schwach ist, andererseits die Solarpanels zu schräg zum Lichteinfall stehen. Somit bleiben pro Tag nur 6 nützliche Stunden. 

Von diesen 6 Stunden gehen aber wiederum die Hälfte durch schlechtes Wetter verloren, sodass nur 3 voll produktive Stunden übrig bleiben, ein Achtel des Tages. Ein Solarmodul, das bei vollem Sonnenschein 200 W abgibt, liefert im Jahresdurchschnitt also nur 25 Watt!

Die in der Öffentlichkeit als 50 Gigawatt angegebene installierte PV-Leistung ist also in Wirklichkeit nur 6 Gigawatt. 50 Gigawatt wären es nur, wenn die Solarparks auf einem Planeten Erde installiert wären, der sich nicht drehen würde, keine Wolken hätte und wo die Sonne 24 Stunden am Tag senkrecht auf Deutschland herabschiene. Aber vielleicht ist diese kleine Modifikation unseres Planeten ja im Rahmen der Energiewende vorgesehen.

Um die arglistige Täuschung in Sachen PV zu entlarven brauchten wir keine komplexen Computermodelle. Dazu genügt etwas Erfahrungen in Sachen Tag und Nacht, Sommer und Winter, Wolken und Sonne. Die sollten die meisten Leser und Leserinnen wohl mitbringen. Damit haben wir eine vernünftige Abschätzung des tatsächlichen Nutzens von PV bekommen: es sind nur 6 Gigawatt statt 50, also nur 12% der lautstakt gepriesenen Leistung.

Die offizielle Statistik gibt unserer Abschätzung übrigens recht. Danach wurden 2018 in Deutschland 46.000 Gigawattstunden elektrische Energie durch PV gewonnen. Welcher Leistung entspricht das? Wir müssen die 46.000 nur durch die Stunden dividieren, die ein Jahr hat, das sind 8766, und wir kommen auf 5.2 Gigawatt; das sind 12 Prozent der 2018 installierten Leistung von 45GW. Unsere Abschätzung war also recht gut.

Die Launen von Mutter Natur

Es gibt da aber noch ein anderes Problem. Wir möchten, dass die Segnungen der Technik dann verfügbar sind, wenn wir sie brauchen. Ein Kühlschrank, der alle paar Tage warm wird, eine Herz-Lungen-Maschine, die bei Sonnenuntergang ausfällt, ein Fließband, dass stillsteht, wenn die Wolken kommen, würden wir kaum akzeptieren.

Daher müssen 100 Prozent unseres Energiebedarfs durch Kraftwerke abgesichert sein, die von Wind und Wetter unabhängig sind. Wenn dann die Sonne scheint oder der Wind weht oder beides, dann werden die herkömmlichen Kraftwerke – Kohle, Gas, Atom und Wasser – entsprechend gedrosselt und die alternativen Energiequellen springen ein.

Es ist sogar schon zu Situationen gekommen, dass in gewissen Regionen an sonnigen Sommerwochenenden die PV-Module für ein paar Stunden tatsächlich ihre installierte Leistung abgaben, dass aber, weil Sonntag, in den Industriebetrieben der Region die Fließbänder stillstanden, die Familien im Auto unterwegs waren und zu Hause nur der Kühlschrank und der Radiowecker Strom zogen. An solchen Tagen wurden dann durch PV Und Wind alleine mehr Strom produziert als abgenommen werden konnte. Solche von den Grünen Lobbyisten abermals lautstark gefeierten Ereignisse deuten einmal mehr auf die Sinnlosigkeit der launenhaften Sonnenergie in ihrer heutigen Form.

Diese Launenhaftigkeit der PV kann man auch nicht dadurch beseitigen, dass man nochmals doppelt so viele Module auf die Dächer schraubt. Auch die werden bei Wolken keinen Strom liefern, dafür aber bei Sonnenschein das Problem mit der Überschussenergie verschärfen. Stellen Sie sich in besagter Graphik vor, die gelben Hütchen wären doppelt so hoch, das würde das Netz noch mehr durcheinander bringen.

PV würde nur Unabhängigkeit von konventioneller Energie bieten, wenn man Strom in praktikabler Form speichern könnte. Aber da ist keine Lösung in Sicht.

Dumm gelaufen

Noch einen, nicht unwichtigen Aspekt muss ich ansprechen, auch wenn Sie das vielleicht nicht mehr hören wollen. Das oben erwähnte „Drosseln“ der konventionellen Kraftwerke bei Sonnenschein ist nicht ganz einfach. Nicht alle Anlagen lassen sich auf Knopfdruck beliebig schnell regeln. Ein typisches Kohlekraftwerk verbrennt pro Minute immerhin 5 Tonnen. In jedem Moment fliegt da jede Menge weißglühender Kohle im Ofen herum – was soll damit passieren, wenn sich die Sonne gerade dazu entschließt, für ein viertel Stündchen zu scheinen? Auch der Dampfkessel von der Größe eines kapitalen Blauwals, auf mehrere hundert Grad aufgeheizt, kann nicht gerade mal Mittagsschlaf machen. Wir müssen das Kraftwerk einfach so weiterlaufen lassen. Und auch ein KKW lässt sich nicht so leicht zurückdrehen wie ein Autoradio.

Wir brauchen also andere Kraftwerke, die rasch geregelt werden können, wenn wir den Segen von PV nutzen wollen. Das sind die Anlagen, die mit Wasserkraft oder Erdgas betrieben werden. Es ist nun eine bittere Ironie des Schicksals, dass dies ausgerechnet diejenigen Energieformen sind, die am wenigsten bzw. gar kein CO2 produzieren.

Das Gesamtszenario sieht dann also folgendermaßen aus: Atom-, Kohle-, Erdgas- und Wasserkraftwerke teilen sich brüderlich die Last der Stromversorgung. Nun kommt die liebe Sonne hinter den Wolken hervor und die von ihr gesegneten PV-Module beginnen Strom ins Netz einzuspeisen. Wasserkraft und Erdgas werden entsprechend zurückgefahren, Kohle und Kernkraft laufen unverändert weiter.

Wie viel CO2 sparen wir nun ein? So gut wie nichts, denn Braun- und Steinkohle werden weiterhin in gleichem Umfang verfeuert. Wir reduzieren lediglich den Verbrauch des zu Recht als „umweltfreundlich“ gepriesenen Erdgases, welches pro Kilowattstunde nur ein Drittel der CO2-Emission von Braunkohle hat.

Wenig hilfreich, aber dafür sehr teuer

Fazit: Der Beitrag von PV zur Stromversorgung ist in Anbetracht des Aufwandes schon lächerlich gering. Aber es kommt noch schlimmer: Die Einsparung an CO2 entspricht nur ein paar Promille; anders ausgedrückt: so gut wie null.

Können Sie sich noch erinnern? War die ganze PV-Kampagne ursprünglich nicht angestoßen worden, um CO2-Emission zu reduzieren, um der Erwärmung der Erdatmosphäre Einhalt zu gebieten, um den Planeten zu retten?

Fakt ist: Seit Start der Energiewende wurden viele Milliarden für Wind- und Solaranlagen ausgegeben. Der Ausstoß an CO2 in Deutschland ist dennoch fast konstant geblieben, nämlich bei rund 800 Millionen Tonnen pro Jahr. 

Dumm gelaufen – zumindest für die, die bei dem Spiel das Geld auf den Tisch legen mussten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei www.think-again.org und in diesem Buch

Quelle

Warum Klimaskeptiker verlieren und wie sie eher gewinnen können

Uwe Wagschal / pixelio.de, Der richtige Weg liegt im Nebel

Larry Kummer
Mit den Erklärungen eines Klimanotfalls und dem Eintreten für die Leute von Extinction Rebellion haben die Klimakriege eine neue Phase begonnen. Hier ist, warum die Skeptiker wahrscheinlich verlieren und wie sie doch gewinnen können.

Alarmisten haben viel ausgegeben für wenig Nutzen

Klimaaktivisten beherrschen viele Machtzentren in Amerika und im Westen: Fast jeder Berufsverband von Wissenschaftlern, die meisten westlichen Regierungen, wie auf ihren speziellen Websites zu sehen in: Kanada, Australien, Europäische Union und die Vereinigten Staaten (EPA , NASA , Department of Energy und viele weitere föderale, staatliche und lokale Einheiten). Die wichtigsten internationalen Agenturen wie die UNO (und ihre vielen Agenturen) und die  Weltbank . Die wichtigsten Nachrichtenmedien wie die New York Times und The Guardian und alternative Medien (z. B. Take Part). Ein großer Teil der Nichtregierungsorganisationen des Westens (z. B. der WWF, der EDF und Greenpeace ) und wissenschaftsbezogene Institutionen (z. B. Wissenschaftsmuseen wie das American Museum of National History ). Viele der Kirchen der Welt, wie die römisch-katholische Kirche ).

Opponenten sind einige Klimaforscher, eine Sammlung von Amateuren, größtenteils ausschließlich mit Eigenmitteln agierend und einige gering finanzierte Organisationen.

Die Daten von Gallup vom März 2019 zeigen das Ergebnis der 30-jährigen Bombardierung durch reich finanzierte Propaganda von Klimaaktivisten in Amerika. Das Ergebnis: Nur eine bescheidene Zunahme der Besorgnis seit 2001 (siehe Details über 1998 – 2016 hier  und hier – und ab 1990 hier ). Aber ihre Ergebnisse sind 2017 ins Stocken geraten. Dies sind geringfügige Ergebnisse bei einem enormen Geld- und Arbeitsaufwand.

Gallup, Global-Warming-Belief-and-Concern

Aber die Gläubigen sind hart indoktriniert. Gallup befragte die Amerikaner nach dem Winter 2018-19: In Teilen von Amerika war der Winter überdurchschnittlich warm, gleichzeitig war er aber in anderen Teilen überdurchschnittlich kalt. Die Frage war, wodurch das verursacht sein könnte:

  • 19% gaben an, dass ihr Winter aufgrund des Klimawandels kälter als gewöhnlich war.
  • 14% gaben an, dass ihr Winter aufgrund des Klimawandels wärmer als gewöhnlich war.

Der Ringkampf geht weiter. Wer wird gewinnen?

„Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist.“
– Yogi Berra über Baseball 1973 National League pennant race.

Die Websites der Skeptiker sehen amateurhaft aus (und sind es auch), unterstützt durch Werbung und Spenden – im Gegensatz zu denen von Aktivisten (glänzend, gut besetzt, oft professionell geschrieben). Trotzdem sind sie erstaunlich effektiv (insbesondere die Website von Anthony Watts), da sie nur über eine geringe Finanzierung verfügen, aber sie erreichen nur den winzigen[?] Teil der Öffentlichkeit, der den Skeptikern zuhört. Außerdem mangelt es ihnen an Führung und Organisation – im Gegensatz zu Alarmisten, die sich wie ein Fischschwarm synchron bewegen. Dass so viele [der Alarmisten] glauben, dass sie gewinnen, erinnert mich an die Franzosen bei Dien Bien Pfu im Jahr 1954 – siegesbewusst, während die Vietnamesen ihre Artillerie langsam in den umliegenden Hügeln sammelten. Es endete nicht gut für die Franzosen.

Warum konnten die Alarmisten den Amerikanern nicht genügend Panik einreden, damit diese ihre Politik wie den Green New Deal vorbehaltlos unterstützen? [Auf Eike z.B. hier und hier übersetzt]

Erstens ist das Vertrauen der Bürger in die amerikanischen Institutionen seit 40 Jahren ständig gesunken. Unsere Institutionen fallen wie Dominosteine und werden funktionsunfähig. Unsere Regierungsbeamten lügen gelegentlich und häufig, auch in Angelegenheiten von großer Bedeutung. In diesem Fall scheinen wir endlich gelernt zu haben, skeptisch zu sein.

Zweitens wurde die Kampagne für die öffentliche Klimapanik inkompetent durchgeführt, gekennzeichnet durch Übertreibungen und falsche Darstellungen, die über die von der Wissenschaft unterstützten hinausgehen (z. B. Verwendung von RCP 8.5 zur Vorhersage von Alpträumen) – in Verbindung mit Unheilspropheten, die sich perfekt geirrt haben. Am schlimmsten war, dass das natürliche und unvermeidliche Hinterfragen der Warnungen mit Verachtung und Lächerlichkeit überzogen wurde – anstatt sich darum zu bemühen, sie zu beantworten.

Der dritte und vielleicht wichtigste Faktor: Das Wetter hat die Skeptiker in den letzten zwei Jahrzehnten unterstützt. Viele Arten von extremem Wetter sind stabil geblieben, haben an Häufigkeit oder Intensität verloren – oder beides. Vorhersagen drastischer Anstiege haben sich als falsch erwiesen, wie die Behauptungen, von mehr und stärkeren Hurrikane nach Katrina im Jahr 2005 und das „Ende des Schnees“ in England [und in Deutschland] im Jahr 2000 prognostiziert.

Was könnte die öffentliche Meinung verändern?

Skeptiker verstehen die erste Regel des Aufstands nicht: Verteidiger des Status Quo müssen jeden Tag gewinnen, während Aufständische nur einmal gewinnen müssen. [Zwangs-] Maßnahmen der Politik für die Öffentlichkeit sind schwer umzusetzen, aber auch schwer rückgängig zu machen. Was könnte die Skeptiker besiegen?

Erstens könnte es zu einem oder mehreren extremen Wetterereignissen kommen (nicht nur zum Anstieg von einem Bruchteil eines Grads der globalen Durchschnittstemperatur über mehrere Jahre). Zum Beispiel könnte ein massiver Hurrikan eine Stadt an der Ostküste der USA oder in Ostasien treffen – natürlich zurückzuführen auf CO2 (ob die Analyse der Wissenschaftler übereinstimmt, ist politisch irrelevant). Dieses oder ein anderes extremes Wetter könnte die öffentliche Meinung dazu zwingen, den Green New Deal zu unterstützen, egal wie schwach sein wissenschaftliches Fundament ist. Ich glaube, dass dies das wahrscheinlichste Ergebnis ist.

Oder eine Neuausrichtung nach den nächsten Wahlen in den USA, könnte die Demokraten an die Macht bringen. Dies könnte 2020 oder 2024 geschehen. Die nächste Rezession, wenn sie zu einem politisch heiklen Zeitpunkt (im Jahr vor den Wahlen) stattfindet, könnte dies unterstützen. Obwohl nicht alle Demokraten über den Klimawandel im Wahlkampf sprechen, kann man radikale Maßnahmen erwarten, sobald sie an der Macht sind.

Was Skeptiker tun können, solange sie es noch können

Skeptiker sollten ihre politische Stärke nutzen, solange sie die noch haben. Die Kampagne 2020 bietet eine Chance, die möglicherweise nicht wiederkommt. Ihre politischen Anhänger [hier: der Republikaner] haben nur schwache Antworten, wenn sie nach dem Klimawandel gefragt werden. Sie geben halbwegs verstandenes Technobabble (jede technische Antwort ist für die breite Öffentlichkeit plappernd), murmeln über eine Verschwörung von Wissenschaftlern und schwenken die Ungewissheitsflagge. Senator Inhofe warf einen Schneeball auf den Boden des Senats, um zu zeigen, dass sich die Erde nicht erwärmt. Dies sind erbärmlich schwache Widerlegungen gegen die wohl überarbeiteten Argumente derjenigen, die sich für ein starkes Vorgehen zur Bekämpfung des Klimawandels einsetzen.

Es gibt jedoch klare, schlagkräftige Antworten, die Skeptiker ihren politischen Verbündeten geben könnten. Sie könnten sich beispielsweise für einen fairen Test der Klimamodelle einsetzen, die Vorhersagen für Klimakatastrophen liefern. Dies würde ihre Gegner dazu zwingen, der Öffentlichkeit zu erklären, warum die Modelle nicht getestet werden sollten. Hier ist eine Beschreibung eines solchen Tests ; Dies erklärt, warum es nach den Normen der Wissenschaft und nach den Worten der großen Wissenschaftler benötigt wird.

Ablehnung ist nicht genug, Skeptiker müssen einen Weg bieten, um die Debatte zu beenden. Oder sie können ihren gegenwärtigen Kurs fortsetzen und wahrscheinlich irgendwann verlieren.

Schlussfolgerungen

Dies ist mein 400. Post zum Thema Klima, der diese lange Serie (wie immer) mit einer Vorhersage und Empfehlung abschließt. Diesen Beitrag schiebe ich auf meine Prognosen Seite und er wird schließlich ergänzt zur Trefferliste oder  Liste der Fehlschläge . Meine Erfolgsquote ist recht hoch, und ich bin zuversichtlich, dass dies zu meiner Liste beiträgt.

Übersetzt von Andreas Demmig

Quelle

Meinungsterror: Springer-Verlag stoppt klimaskeptisches Buch

von Michael Limburg
fast täglich schreiben uns Leser wie sehr der Meinungsterror auch beim Thema Klimawandel schon Alltag geworden ist. Vor kurzem erst forderte ein Aachener Solarlobbyist Wolf v. Fabeck für „Klimaleugner“ die Gefängnisstrafe einzuführen. Erfreulich ist, dass einer der Verbeiter dieser Nachricht „Apollo News“ als Verfechter von Freiheit und Fortschritt sich klar gegen diesen Missbrauch des Artikels 5 GG stellen Vor ein paar Jahren durfte ein Grazer Professor der Musikologie Parncut, sogar die Todessstrafe für „Klimaleugner“ fordern. Er ist immer noch im Amt.

Heute kam z.B. diese Mail herein.

Lieber Herr Limburg,
wenn Sie  mögen,  dürfen Sie anhängendes Ereignis  gerne  bei EIKE veröffentlichen:
Wie weit die Ausgrenzung von unbequemen Meinungen in Deutschland schon geht, ergibt sich aus meiner soeben gemachten Erfahrung:

Da will ich  nichts anderes tun als ein  Buch von Rex Fleming bestellen , welches mit CO2 und seiner Rolle zur Klimabeeinflussung zu tun hat und seit Juli 2019 , also seit Monaten auf dem Markt ist und die Antwort  meiner Buchändlerin vor 3 Tagen heißt, das Buch sei „nicht lieferbar/vergriffen.“ .

Also suchte ich  den Autor  Rex Fleming im Netz, finde ihn tatsächlich und seine email-Adresse   und schrieb ihn an und bat um eine Kopie auf CD o.ä. .  Nach 6 h bekomme ich die Antwort und die hat es in sich: siehe unten:

Die Antwort  von Dr. Fleming war, daß  der  Springer -Verlag  die Auslieferung stoppte  und nachträglich ein drittes peer review-Verfahren forderte. Als Grund wurde vom Autor genannt: „However,  the radical left and /or the German government had apparently trying to stop the book“!    (Ob das PIK dahinter steckt,  weiß ich nicht, aber ich würde es ihnen schon zutrauen, es gibt schon Hinweise auf solche Verfahren. )

 Der Inhalt des Buches beweist übrigens, daß das CO2 nicht für den Klimawandel verantwortlich ist  und das darf offensichtlich nicht laut werden, zumindest nicht in Deutschland..

  Daraufhin beendete der Autor die Zusammenarbeit mit Springer und publiziert das Buch woanders. Hoffentlich bald.


Betroffene Grüße

Prof. XYZ

Dass dies in allen Fachmagazinen bereits durchgängig angewendete Praxis ist, macht die ganze Sache nur noch schlimmer. Papers von sog. Klimaskeptikern werden rigoros und oft mit den hanebüchensten Argumenten abgelehnt.

Und das sind nur die aktuellsten Fälle (von die kalte Sonne hier). Hier sind weitere

Maren Urner und Felix Austen am 6. Dezember 2018 mit einer ungeheuerlichen Frage auf perspective-daily.de:

Sollen wir Klimaleugnern den Mund verbieten?

Der menschengemachte Klimawandel darf nicht zur Debatte stehen – denn die Zeit drängt.[…] Und das, obwohl dieser wissenschaftlich inzwischen so unumstritten ist wie die Tatsache, dass der Apfel vom Baum fällt. Wie kann es sein, dass es auch im Jahr 2018 noch salonfähig ist, den menschengemachten Klimawandel anzuzweifeln? […] Die Motive der Leugner sind vielfältig: Sie reichen von einem falschen Verständnis wissenschaftlicher Skepsis über eine starke Angst, Privilegien im Hier und Jetzt zu verlieren, hin zu Lobbyismus, der wirtschaftliche Eigeninteressen verfolgt. […] Schulen könnten den Klimawandel auf dem Lehrplan nach oben schieben und die Parteien könnten ihn zum ständig wiederkehrenden Gesprächspunkt machen. Aber reicht das, um die Leugner zum Verstummen zu bringen und die Zweifel auszuräumen?

Ein gesetzliches Verbot der Klimaleugnung

Wahrscheinlich nicht – denn die Zeit drängt! Wie sähe es also aus, wenn wir das Leugnen des Klimawandels tatsächlich verbieten würden? Die freie Rede einzuschränken klingt erst mal nach George Orwell und sorgt vielleicht für ein beklemmendes Gefühl. Doch es gibt bereits einen Präzedenzfall für eine solche Einschränkung: Am 13. April 1994 entschied das deutsche Bundesverfassungsgericht, dass das Grundrecht der Meinungsfreiheit Grenzen hat.

Angeführt wird der Tatbestand der Leugnung des Holocaust. Weiter auf perspective-daily.de:

Wollen wir beim Klimawandel den gleichen Schritt wagen – und anders als beim Holocaust vor der kompletten Katastrophe eingreifen? Vielleicht. Vielleicht könnte ein Verbot das Schlimmste noch verhindern, wenn wir jetzt schnell handeln. Hier ist ein erster Entwurf: Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer den menschengemachten Klimawandel in einer Art, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung leugnet oder verharmlost.

Frau Analena Baerbock, derzeit Vorsitzende der Grünen und  bekannt für die gewaltige CO2 Erzeugung der Deutschen mit 9 Gigatonnen/Kopf, dem Erfinden des seltene Erden Metalles Kobold ,das in Batterien eingesetzt werde, und der physikalisch absolut neuen Erkenntnis dass ..

An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet.

(Annalena Baerbock), eben diese Frau will nicht, dass ihr und anderer Leute ihres Formates Unsinn in den Öffentlich Rechtlichen Medien angeprangert und richtig gestellt wird. Folgerichtig und konsequent fordert sie ein Auftritts- und Sprechverbot für „Klimawandelleugner“.

Mit der in Hamburg bereits geplanten, in anderen Bundesländern wie im Bund bisher nur geforderten Verankerung des „Klimaschutzes“ im Grundgesetz dürfte ein weiterer Schritt getan werden, um für missliebige Mitbürger, die es wagen eine andere und vor allem, eigene Meinung zu haben und diese zu verbreiten, den Artikel 5 des GG abzuschaffen.

Quelle

Faktenchecker Gensing lügt – ARD zum Zweiten

Von Michael Klein ScienceFiles
Erst Dittert , jetzt Gensing.
Da sage noch mal einer, wir würden nicht unter größter Gefahr für unsere geistige Gesundheit arbeiten, uns nicht mit dem größten geistigen Unrat unserer Zeit befassen müssen.

Kaum ist das Unwort “Klimahysterie” von der Darmstädter Un-Jury gekürt, da tritt auch Gensing auf die Bühne und wirft sich in den Kampf. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Entscheidung, Klimahysterie zu küren, nicht den gewünschten Erfolg, nicht das gewünschte Echo gefunden hat. Die Haltungsjournalisten und ihre ideologischen Hilfstruppen an Hochschulen kommen mit ihrer Propaganda anscheinend nicht mehr so einfach durch.

Erfreulich.

2020, davon sind wir überzeugt, wird ein entscheidendes Jahr im Kampf der Rationalität mit der Irrationalität sein. 2020 wird sich entscheiden, ob sich die Ideologen, die ihre erträumte Zukunft, ihre Utopie oder Dystopie, dadurch sichern wollen, dass sie derzeit lebenden Menschen Schaden zufügen, durchsetzen werden oder die Realisten, die Entscheidungen auf Basis von Fakten treffen und eben nicht auf Basis dessen, was sie sich erträumen.

Unter dem Vorwand, sich für den Ursprung des Begriffs der Klimahysterie zu interessieren, verbreitet Gensing einmal mehr seine Haltung. Er beschreibt nicht, welche Gründe diejenigen, die den Begriff “Klimahysterie” verwenden, dafür haben, ihn zu verwenden. Er fragt sich nicht einmal danach, welchen Gehalt der Begriff “Klimahysterie” hat, und ob er vielleicht angebracht ist, um zu beschreiben, was um uns herum vorgeht. Nein, Gensing nutzt seinen Beitrag, um diejenigen, die ihn lesen, einmal mehr mit Propaganda zu belästigen. Diejenigen, die Klimahysterie als Begriff verwenden, gelten ihm als Klimaleugner, als diejenigen, die die Wahrheit infrage stellen, die sich Gensing und anderen, die keinerlei Ahnung haben, wie ein Klimamodell, geschweige denn die Messung der Erdtemperatur funktioniert, eben im Traum mitgeteilt hat. Ob sie dies auf Basis guter Gründe tun, interessiert Gensing auch nicht. Er ist ein waschechter Ideologe, dessen einziges Mittel die Diskreditierung derer ist, die anderer Meinung sind, denn widerlegen kann er die Kritik an seiner Religion ebensowenig, wie er begründen kann, warum er denkt, dass seine Religion wahr sei.

Er ist ein Journalisten-Darsteller von trauriger Gestalt, der in Klimahysterie Windmühlen angreift. Und er ist so verzweifelt, dass er seine Leser belügt.

Im letzten Abschnitt seines Beitrages schreibt Gensing:

“Mit dieser Rhetorik [gemeint ist der Begriff “Klimahysterie”, der natürlich keine Rhetorik darstellt], meint Klimaexpertin Stella Schaller im Interview mit tagesschau.de, würden diejenigen angesprochen, “die ihren bisherigen Lebensstil bedroht sehen oder sich abgehängt fühlen” … [Der alte Hut vom Modernisierungsverlierer, der schon seit 1990 außer Mode ist, lässt grüßen].

“Klimaexpertin Stella Schaller” ist kein Experte für das Klima. Nicht einmal sie selbst oder ihr Arbeitgeber behaupten das. Arbeitgeber von Schaller ist adelphi, ein Unternehmen, das sein Geld damit verdient, einerseits die Katastrophen zu beschwören, die menschengemachter Klimawandel angeblich hervorrufen soll, andererseits Lösungen für Diplomaten und Unternehmen anzubieten, um den Katastrophen zu entgehen.

“adelphi is a leading independent think tank and public policy consultancy on climate, environment and development. Our mission is to improve global governance through research, dialogue and consultation. We offer demand-driven, tailor-made services for sustainable development, helping governments, international organizations, businesses and nonprofits design strategies for addressing global challenges.”

Kurz: adelphi ist ein Klimawandel-Profiteur, ein Unternehmen, dessen Dienste deutlich seltener nachgefragt würden, wenn sich die Erkenntnis durchsetzen sollte, dass der menschengemachte Klimawandel ein Hoax ist.

Die “Klimaexpertin” von Gensing ist also bei einem Lobbyisten des menschengemachten Klimawandels angestellt:

“Stella Schaller is a Project Manager at adelphi in the field of climate diplomacy. She works at the interface between global sustainable development, climate change and peace. Her focus is on developing innovative public diplomacy instruments such as new information and dialogue formats for foreign policy actors and diverse international audiences. Beyond that, she contributes to research and advisory projects on the implementation of the 2030 Agenda and voluntary carbon offsetting.”

Schaller ist keine Klimaexpertin, wie Gensing behauptet, sondern ein “Researcher”, der unter der Annahme, dass es den Klimawandel gibt u.a. Diplomaten erklären will, wie man dann, wenn es den menschengemachten Klimawandel gäbe, denselben in die eigene diplomatische Praxis integrieren könnte. Schaller ist sowenig ein Klimaexperte wie Gensing ein Journalismus-Experte ist. Schaller ist Mitarbeiter in einem jener Unternehmen, die zu einem immensen Wasserkopf von Klimahysterie-Profiteuren oder Klimahysterie-Schmarotzer gehören. Die Erzählung vom menschengemachten Klimawandel ist ein Riesengeschäft, dessen Ausmaße man sich nicht mehr vorstellen kann, denn es wird nicht mehr in Milliarden, sondern in Billionen berechnet. Ein wahres El Dorado für Schwätzperten, die Ratschläge aller Art zur Lösung von Problemen erteilen, die sie gerade erst erfunden haben, für Schwätzperten, die in der Regel an Steuerzahlern parasitieren. Marxens Lumpenproletariat ist in der schwätzenden Mittelschicht re-inkarniert worden.

Einmal mehr werden Konsumenten der öffentlich-rechtlichen Medien schamlos belogen.

Wir revidieren dieses Urteil sofort, wenn uns Gensing ein Podcast schickt, in dem Schaller die Navier-Stokes Gleichungen und deren Bedeutung für die Klimamodellierung erklärt.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier

Quelle

Wenn X, dann Y – ein SEHR politisch unkorrekter Satz

Akademiker wandern aus. Die Gewalt durch Messer nimmt zu. Strom könnte knapp werden. Wie kommt es dazu? Fragt nicht! Nach Ursachen zu fragen ist heute tabu. – In Deutschland gilt Denken als rechts und Schlussfolgern als radikal. Von Dushan Wegner

Wenn X, dann Y. – Die einfache Mathe-Gleichung »2+2=4« steht heute für einen Akt geistiger Rebellion, also auszusprechen, was man bei klarem Geist für wahr hält, was unvoreingenommener und rationaler Prüfung standhält. Doch, eine andere Aussage aus dem logisch-mathematischen Bereich beschreibt das Elend heutiger öffentlicher Debatten noch präziser: »Wenn X, dann Y.«

Wenn Tiere oder Menschen etwas lernen, dann ist der Inhalt des Lernens oft von der Art: »Wenn A passiert, dann wird B passieren.«

Eine Krähe im Versuchslabor lernt, dass wenn sie einen bestimmten Hebel bedient, ein Fach mit Körnern geöffnet wird. Ein Mensch lernt, dass wenn es regnet, die Erde nass wird.

Intelligente Lebewesen sind in der Lage, aus beobachteten Kausalitäten abstrakte Regeln zu entwickeln und so das Gelernte zu übertragen.

Es ist wieder mal eine schräge Zeit, die Deutschland heute durchmacht. Einerseits werden offensichtliche Kausalitäten geleugnet und ihr Aussprechen hart bestraft, von sozialer Ächtung bis potentieller Gefängnisstrafe. Andererseits werden von Staatsfunk und NGOs angebliche Kausalitäten gelehrt, die näherer Überprüfung nicht immer standhalten.

Talente und Strom

Natürlich wäre es optimal, stets realistisch auf die Welt zu blicken, doch zu oft fehlen uns Informationen, und dann stellt sich die Frage: Ist es besser, die Dinge optimistisch zu sehen oder lieber doch pessimistisch? – Die Antwort ist, wieder einmal: Es kommt darauf an.

Wenn ich sowieso nur wenig beeinflussen kann, wenn auch ein schlimmes Ergebnis kein Weltuntergang wäre, wenn nach aller Erfahrung es eigentlich ganz okay werden sollte und wenn meine Sichtweise zudem die Situation selbst beeinflusst (etwa wenn ich auf der Arbeit einem neuen Kollegen vorgestellt werde), dann kann eine optimistische Haltung ratsam sein.

Jedoch: Wenn ein negatives Ergebnis schmerzhaft oder destruktiv wäre, und wenn wir außerdem noch den Ausgang beeinflussen könnten, dann kann eine pessimistische Sichtweise sehr gerechtfertigt sein. Wer etwa ein Flugzeug konstruiert, der sollte »pessimistisch« an die Zuverlässigkeit der Motoren und Messgeräte herangehen – falls ein Teil ausfällt, soll nicht gleich das ganze Flugzeug vom Himmel fallen. Überall da, wo ein Versagen schlimme Konsequenzen hat, empfiehlt es sich, »pessimistisch« zu denken und mehrfache Ebenen von Sicherheit einzubauen, also »viel sicherer« zu sein, als eigentlich notwendig (siehe auch Wikipedia zu Overengineering und Redundanz).

Eigentlich müsste man meinen, dass die Strom-Versorgung eines Industrie-Landes eine jener Angelegenheiten sei, an die eine kluge Regierung »professionell pessimistisch« herangeht und reichlich Redundanz sicherstellt. – Eigentlich.

Aktuell lesen wir, dass nach einer Worst-Case-Prognose der deutschen Stromnetzbetreiber nächstes Jahr um diese Zeit, also im Januar 2021, Deutschland der Strom ausgehen könnte.

In der Studie heißt es:

»Für den erstmalig betrachteten Stichtag 2021 ergibt sich ein möglicher Importbedarf von ca. 5,5 GW. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch das hier angenommene Auslaufen der Reservekraftwerksverordnung bedingt.« (via netztransparanz.de: Bericht der deutschen Übertragungsnetzbetreiber zur Leistungsbilanz 2017-2021, PDF)

Dies würde, so erklärt etwa auch welt.de, 15.1.2020 (inzwischen hinter Bezahlmauer), im Fall einer »kalten Dunkelflaute«, also falls die Sonne nicht scheint und zugleich nicht genug Wind weht, eintreten. (Die linke Website mimikama.at, 10.1.2020 weist übrigens darauf hin, dass vor diesem Ereignis schon früher gewarnt wurde, auch für dieses Jahr.) Es wird hoffentlich nicht passieren, dass in Deutschland die Lichter ausgehen – ich bin optimistisch, dass die Kohle- und Atomkraftwerke unserer lieben Nachbarn uns gern aushelfen.

Wie konnte es passieren, dass das Industrieland Deutschland bei einer seiner wichtigsten Ressourcen potentiell wieder vom Ausland abhängig wird? Der Grund ist einfach: Die deutsche Debatte wird von linken Ideologen in Staatsfunk, Parteien und teils aus dem Ausland finanzierten NGOs bestimmt. »Wenn X, dann Y« gilt diesen Leuten als »rechts«, während sie eigene Kausalitäten mit »Weltuntergang« als »Y« als Dogma aufstellen. Gestalten, die meinen, »das Netz« diene »als Speicher«, werden nicht ausgelacht, wie es sich gehört, sondern bestimmen die Debatte (heutige Grünen-Chefin Baerbock in deutschlandfunk.de, 21.1.2018).

Wenn X, dann Y. Wenn wir zuverlässige Kraftwerke abschalten und auf Schönwetter-Strom umschalten, werden wir wieder Strom importieren – wer hätte das gedacht?

12.000 begeisterte Menschen

Es ist ja nicht die einzige Meldung heute, bei der die Frage nach dem »Wenn X, dann Y« nicht (laut genug) gestellt wurde – oder gar nicht gestellt werden durfte.

In NRW wurde erstmals eine Statistik der erfassten Taten mit Messern vorgestellt; ja, es ist erschreckend (bild.de, 15.1.2020). Wir hören, dass die Salafisten-Szene in Deutschland auf 12.000 begeisterte Menschen angewachsen ist, wie zu erwarten mit besonderem Wachstum in Berlin (tagesspiegel.de, 14.1.2020). Wir lesen von Islamisten, die eine Synagoge ausgespäht haben sollen (spiegel.de, 14.1.2020). Wenn einer formulieren würde: »Wenn totale Toleranz und politische Korrektheit, dann Extremismus und Antisemitismus« – wie falsch läge er?

Nehmen wir all diese Entwicklungen als X, die spontane Hysterie als Staatsräson, die Vernunftfeindlichkeit öffentlicher Debatte und der nationale Selbsthass als Leitmoral, was ergibt sich dann daraus als Y?

Akademiker und Akademikerinnen

Seit einigen Jahren lesen wir die immergleichen Schlagzeilen zum Reizthema »Auswanderung«:

»Und tschüss! Immer mehr deutsche Fachkräfte wandern aus« (dw.com, 29.7.2008)

»Die Zahl der Auswanderer steigt und steigt. Besonders die Leistungsstarken kehren der Heimat den Rücken.« (wiwo.de, 25.6.2018)

»Fachkräfte-Schwund in Deutschland verschärft sich drastisch« (spiegel.de, 26.5.2009)

»Deutschlands Talente verlassen in Scharen das Land« (welt.de, 10.3.2015)

»Während sich die Bundesregierung bemüht, mehr Arbeitskräfte zur Einwanderung zu bewegen, verlassen Deutsche in großer Zahl das Land.« (welt.de, 13.3.2018)

»Rund 180.000 Deutsche ziehen jedes Jahr in ein anderes Land. Vor allem deutsche Akademiker und Akademikerinnen wandern aus«. (focus.de, 5.12.2019)

Der Trend scheint sich fortzuschreiben, wie der aktuelle Migrationsbericht nahelegt (bmi.bund.de): »Im Jahr 2018 wurden insgesamt 1.185.432 Fortzüge aus Deutschland registriert, darunter 923.581 Fortzüge von ausländischen Personen.« – Wir zücken den Taschenrechner, und wir stellen fest: 261.851 Deutsche sind 2018 ausgewandert. Sicher, es sind auch Deutsche eingewandert. Netto sind sogar knapp 400.000 Leute mehr nach Deutschland ein- als ausgewandert. Jedoch: Es genügt der gesunde Menschenverstand, um zu ahnen, dass die Leute, die kommen, und jene, die gehen, nicht in gleichem Maße zu Deutschlands Wohl und Wohlstand beitragen (siehe auch »Wanderer, aus Gründen«).

In Gesprächen mit Auswanderern habe ich festgestellt: Diejenigen, die tatsächlich auswandern, in dem Sinne dass sie bewusst aus Deutschland weg-gehen statt nur etwa einer Liebe oder einem Beruf hinterher zu ziehen, tun es nicht (nur) wegen der aktuellen Probleme und herrschenden Unvernunft, sondern (vor allem) weil sie nicht mehr glauben, dass es besser wird.

Nicht alle, die auswandern, tun es so, dass die Statistik es erfasst. Manche bereiten den Ausstieg auch erst einmal vor, und das sind oft die, deren Weggang besonders schmerzt. Wer es sich leisten kann, kauft erst einmal eine Wohnung im Ausland oder finanziert den Kindern das Studium an einer ausländischen Uni. Auch einfache Leute können beschließen, ihre Qualifikationen »auslandsfit« zu machen. Und die, die für sich selbst nicht mehr die Kraft aufbringen, auszuwandern, können ihre Kinder sanft zu Berufen und Sprachkenntnissen lenken, die im Ausland nützlich sein werden.

Fakten und Folgen statt Emotionen und Hysterie

Die Gefahr drohenden Strommangels und die Auswanderung von Leistungsträgern aus Deutschland haben eine gemeinsame Ursache, die noch hinter vielen der genannten Gründe liegt. Deutschland leidet an dummen Prioritäten. Oder, um es in der Sprache der Relevanten Strukturen zu sagen: Deutschland erklärt solche Strukturen für hoch relevant, die tatsächlich gar nicht so relevant sind – und ignoriert Strukturen, die tatsächlich für Deutschlands Zukunft hoch relevant sind.

In der vom Staatsfunk bestimmten öffentlichen Debatte werden Haltung und politische Korrektheit priorisiert (als »relevante Struktur« betrachtet), nicht Denk-Gründlichkeit und Ehrlichkeit. In der Energie- und Industriepolitik sind Emotionen und Hysterien relevanter als das Durchdenken der Fakten und Folgen.

Man sollte sagen, wenn man erfolgreich sein will: »Wenn X, dann Y – wollen wir Y?«

Man sagt aber: »X, weil X sich gut anfühlt, und wer Y erwähnt, ist mundtot zu machen!«

Dass Ingenieure und andere Leistungsträger ins Ausland auswandern, dass Deutschland in der Stromversorgung vom Ausland abhängig wird, dass Islamisten tausende von Anhängern finden und der Antisemitismus wieder erstarkt, all das hat eine gemeinsame Ursache: Falsche Prioritäten, und, vor allem, eine Verteufelung des simplen Denkens in Kausalitäten.

Wenn Haltung und politische Korrektheit belohnt werden, statt Leistung, Kreativität und präzises Denken, dann wird man zuletzt eben ein Land vorfinden, wo alle Insassen politisch korrekt dasselbe denken (oder aus Angst und Vorsicht so tun, als ob), und ansonsten viele Gründe erfinden, warum alle außer ihnen selbst an ihrem Scheitern schuld sind. (In Deutschland könnte es außerdem noch die Clans und Gangs geben, deren Existenz und Gefahr die politisch korrekte Klasse einfach leugnet.)

Jeden Tag

Eines meiner Lebensmottos lautet: Ordne deine Kreise! – Probleme bei der Stromversorgung, auswandernde Leistungsträger und wachsende Extremisten-Szenen, die meisten dieser und ähnlicher Probleme haben dieselbe Ursachen: In Deutschland ist es heute verpönt, »wenn X, dann Y« zu denken – oder, schlicht: zu denken. In Deutschland gilt das Denken als rechtspopulistisch und das Schlussfolgern als radikal.

Wenn wir in die Formel »wenn X, dann Y« für X »rationales Denken« einsetzen, wie wird Y aussehen?

Ich weiß nicht, ob Deutschland noch die Kurve kriegt. Ich verstehe die Menschen, die mit ihrer Familie auswandern, und ich verstehe und bewundere jene, die bleiben und kämpfen.

Wenn der vermaledeite Staatsfunk abgeschaltet würde, lieber heute als morgen, dann würde es einigen Bürgern ergehen wie den Angeketteten in Platons Höhlengleichnis – sie wären verunsichert und geblendet, und sie wären zunächst ganz und gar nicht dankbar. Der Staatsfunk wird nicht so bald abgeschaltet, und dennoch zeigen die Staatsfunker in letzter Zeit ein wenig Nerven, weil und wenn man ihnen täglich widerspricht, ihre Unverschämtheiten und Unwahrheiten aufdeckt.

Können wir die Vernunft zurückbringen? Können wir aus Deutschland wieder ein Land machen, wo auch jene einwandern möchten, die Steuern zahlen, die Wissenschaft und Kunst voranbringen? Wir können es versuchen. Wir müssen es versuchen!

Heute sei unser Motto: Hirn statt Haltung, Gewissen statt Gehorsam.

Wenn X, dann Y. Wer ein besseres Y will, der muss am X arbeiten – jeden Tag!


Dieser Beitrag erschien zuerst auf dushanwegner.com

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Mag. Philosophie 2008 in Köln) pendelt als Publizist zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht.

Quelle

Kommentar: „Klimahysterie“ ist Unwort des Jahres – Ich hätte da einen anderen Vorschlag

Wir haben ein neues Unwort des Jahres: „Klimahysterie“. Am Unwort des Jahres kann man sehr gut ablesen, wie die Medien in 2019 eine neue Sau durch das mediale Dorf getrieben haben.

Das Unwort des Jahres gibt den politisch korrekten Ton in öffentlichen Debatten vor. Von nun an gilt also „Klimahysterie“ als offiziell und mit Prädikat als pfui.

Interessant ist die Begründung der Jury. Deren Chefin Nina Janich hat im Spiegel dazu gesagt:

„Wenn man die Klimadebatte mit einem Wort wie Hysterie in Zusammenhang bringt, dann diskreditiert man die Debatte, indem man sie pathologisiert und wie eine kollektive Psychose behandelt. Damit werden in der Konsequenz alle, die sich für Klimaschutz engagieren, als Hysteriker abgestempelt. Irreführend ist der Begriff deshalb, weil die Klimadebatte auf Basis wissenschaftlicher Ergebnisse geführt wird, mit dem Wort Hysterie wird sie aber in einen Krankheitsbereich verschoben.“

Das mit den wissenschaftlichen Ergebnissen ist so eine Sache. Eine Untersuchung der Cook-Studie, die uns seit 2013 erzählt, in der Wissenschaft herrsche eine 97-prozentige Einigkeit zu dem Thema, ist in Wahrheit zu einem anderen Ergebnis gekommen. Nur veröffentlicht hat sie es nicht. Tatsächlich hat die Studie bei der Überprüfung von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten aber ergeben, dass nur 0,54 Prozent der wissenschaftlichen Arbeiten dem Menschen einen Einfluss von mehr als 50 Prozent auf die Veränderung des Klimas zuschreiben. Das geht aus den Rohdaten der Studie, die sich jeder herunterladen kann, eindeutig hervor. Markus Fiedler hat das untersucht und ich habe das Ergebnis seiner Arbeit veröffentlicht. Hier finden Sie die Arbeit von Fiedler und hier eine Zusammenfassung von mir, falls Sie nicht die ganze Arbeit lesen möchten.

Es gibt mittlerweile noch ungefähr acht weitere Studien, die zu ungefähr dem gleichen Ergebnis gekommen sind, wie Cook. Auch diese werden derzeit überprüft.

Es ist brisant, wenn sich die Schützer der politisch korrekten Sprache auf wissenschaftliche Gebiete begeben, denn Wissenschaft lebt vom kritischen Denken und vom Hinterfragen. Wenn nicht kritische Geister Thesen hinterfragt hätten, bei denen unter den Gelehrten und Wissenschaftlern Einigkeit herrschte, würden wir Krankheiten immer noch für eine Strafe Gottes halten und wüssten nichts von der Existenz von Viren und Bakterien und wir würden immer noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe.

Und wie gesagt gibt es Hinweise, dass es mit der Einigkeit der Wissenschaft in der Frage nicht weit her ist.

Man könnte nach den gleichen Kriterien auch das Wort „Klimaleugner“ zum Unwort des Jahres küren. Es stigmatisiert ebenfalls eine Gruppe von Menschen und es diskreditiert die Debatte. Hinzu kommt, dass es meines Wissens nicht einmal „Klimaleugner“ gibt.

Das sich das Klima verändert, leugnet ja niemand. Es geht um die Frage, ob und zu welchem Anteil der Mensch daran Schuld ist. Das Wort „Klimaleugner“ erfüllt also ebenfalls die Kriterien für das Unwort des Jahres, hinzu kommt aber noch, dass es auch noch eine unwahre Unterstellung enthält.

Für jeden Naturwissenschaftler ist jedoch eine weitere Aussage von Frau Janich geradezu lächerlich:

„Wir sind davon überzeugt, dass Wissenschaftskritik geübt werden darf und geübt werden muss. Was wir hingegen kritisieren, ist die Wissenschaftsfeindlichkeit, die im diesjährigen Unwort zum Ausdruck kommt.“

Wissenschaftsfeindlich ist genau das, was gerade passiert. In der Wissenschaft geht es nicht um Emotionen oder Mehrheiten. Physikalische Gesetze wurden nicht per Abstimmung beschlossen, sondern durch Experimente. Und nur durch Experimente wurden auch fehlerhafte physikalische Gesetze korrigiert. Kritik gehört per Definition zur Wissenschaft untrennbar dazu. In dem Augenblick, wo Wissenschaftler aufhören, das bestehende Wissen zu kritisieren und zu hinterfragen, weil die political Correctness es verbietet, endet der wissenschaftliche Fortschritt.

Wer also eine wissenschaftliche Debatte per Mehrheitsbeschluss oder Unwort zum Schweigen bringen will, der handelt unwissenschaftlich.

Ich wiederhole es in jedem Artikel zu dem Thema: Ich bin kein Wissenschaftler und habe keine Ahnung vom Klimawandel und seinen Ursachen. Mir geht es nicht um den Klimawandel und seine Gründe, mir geht es um die (mediale) Debatte und darum, wie dieses Thema geschickt instrumentalisiert wird, um Ziele zu erreichen, die bei genauem Hinsehen mit dem Klima nichts zu tun haben.

Ein hervorragendes Beispiel waren die CO2-Zerifikate, die die CO2-Emissionen senken sollten. Sie haben jedoch nichts dergleichen erreicht, sie haben lediglich zu Mehreinnahmen bei den Energiekonzernen und zu höheren Preisen bei den Verbrauchern, also uns allen, geführt.

Die Cook-Studie hat vor allem ein Ergebnis gebracht: über 66 Prozent der wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Thema haben sich nicht dazu geäußert, ob der Mensch an dem Klimawandel überhaupt eine Schuld trägt. Das ist die einzige Mehrheit, die es in der Wissenschaft gemäß den Daten der Cook-Studie gibt. Und nun werden aber Milliarden verteilt, um gegen etwas zu kämpfen, wovon nur 0,54 Prozent der 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten, die von Cook untersucht wurden, meinen, dass der Mensch zu über 50 Prozent darauf Einfluss hat.

Die CO2-Zertifikate waren eine Lachnummer gegen die Summen, die nun an die entsprechenden Industrien verteilt werden sollen. Aber ich bin natürlich ein Verschwörungstheoretiker, wenn ich der Meinung bin, dass da, wo viel Geld im Spiel ist, auch Interessen im Spiel sind, die das Geld in die gewünschten Taschen lenken wollen. So etwas hat es ja in der Geschichte noch nie gegeben.

Eine sachliche, und vor allem wissenschaftliche Debatte, ist mit Kampfbegriffen nicht möglich, egal ob sie „Klimahysterie“ oder „Klimaleugner“ heißen. Die Jury für das Unwort des Jahres hat sich einmal mehr als Handlanger von Interessenvertretern gezeigt.

Ich hätte einen Vorschlag für das Unwort des Jahres: Wie wäre es mit „westliche Wertegemeinschaft“?

Unter diesem Deckmantel sind in den letzten 20 Jahren ungezählte Kriege vom Westen losgetreten worden, Millionen von Menschen wurden getötet, ganze Länder zerstört, Dutzende Millionen sind auf der Flucht vor den Folgen der Politik der „westlichen Wertegemeinschaft“ und in Guantanamo werden Menschen ohne Prozess, dafür mit Folter, seit fast 20 Jahren gefangen gehalten. Die Überwachung der Menschen hat aufgrund der Politik der „westlichen Wertegemeinschaft“ ein Ausmaß erreicht, das sich die Stasi nicht mal in ihren feuchtesten Träumen zu wünschen gewagt hat. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Aber das thematisieren die „Qualitätsmedien“ nicht.

Quelle

Sebastian Kurz zu Vise­grád-Konferenz nach Prag

Von Dr. habil. Aloysius Hingerl

Sollte Ursula von der Leyen glauben, sie könnte Sebastian Kurz mit Lobhudeleien für die unverändert alten und veralteten Pläne der EU umgarnen können, hätte sie nicht nur sich selbst überschätzt, sondern vor allem Kurz unterschätzt.

Der österreichische Kanzler verlangt von der EU-Kommission eine Neuverhandlung des Freihandelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten (zum südamerikanischen Wirtschaftsblock gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay). So, wie das Abkommen jetzt sei, werde es Österreichs und anderer EU-Länder Zustimmung nicht bekommen.

Kurz wusste, was ihn in Brüssel erwartet, als er wieder in der Holzklasse dorthin flog. Daher machte er zeitgleich seine Teilnahme an der Vise­grád-Konferenz von Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn in Prag am Donnerstag publik.

„In der Migrationsfrage sind wir 2015 Vorreiter gewesen“, betonte Kurz beim Pressegespräch nach dem Treffen mit der Kommissionschefin. „Vorrang für Außengrenzschutz“ und „Kampf gegen Schlepper“ – bei dieser Linie bleibe er. Dass Österreich auch nachträglich den UN-Migrationspakt nicht unterschreiben wird, hat Kurz seinen Außenminister Medien gegenüber klar machen lassen.

Cave canem.

Quelle

„Man weiß, dass sie aus Einwandererfamilien stammen.“

Bandenkrieg in Schweden Von Alexander Wallasch

Das ebenso wie Deutschland massiv von der Massenzuwanderung vornehmlich muslimischer junger Männer betroffene Schweden bleibt dabei: die Nationalitäten der Täter und Tatverdächtigen besser nicht benennen. Ausgerechnet in der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung ist man da schon offener, wie das Zitat im Beitragstitel belegt.

Der Terror geht auch 2020 weiter: In Schweden ist – dieses Mal im wohlhabenden Stockholmer Stadtbezirk Östermalm – eine an einem Wohnhaus deponierte Bombe explodiert und hat massive Schäden angerichtet, die Bewohner mussten evakuiert werden, und der Polizeichef Stockholms berichtete gegenüber Medien: „Das war eine der kräftigsten Explosionen, die wir bislang in dieser Region gehabt haben.“ Das klingt so, als wären Bomben-Explosionen in Schweden ganz normal, diese eben nur besonders laut.

Die nüchternen Zahlen sprechen für sich: Es gab in Schweden 2018 alleine 306 Schießvorfälle und 162 Explosionen, wenn man nur die offiziell dokumentierten zusammenzählt. Was Schießvorfälle angeht, sollen es 2017 sogar noch mehr gewesen sein. Dennoch besteht der schwedische Staat darauf, eine Hürde zu behalten, die noch höher ist als jene in Deutschland, wenn es darum geht, die Nationalitäten der Täter und Tatverdächtigen zu benennen.

Eine sich als selbsternannte Faktenchecker betätigende deutsche Internetseite stellte dazu fast schon triumphierend fest, dass – sie nennen es: – „Faktenchecks“ ergeben hätten, dass die Nationalität von Tatverdächtigen in den schwedischen Kriminalitätsstatistiken nicht veröffentlicht wird. Leider vergisst das Portal zu erwähnen, dass es deshalb nicht automatisch ausgeschlossen ist. Im Gegenteil: Diese Art der Verschleierung lässt noch dringender sicherheitspolitische Aspekte vermuten. Will man so den Unmut der einheimischen Bevölkerung unterdrücken – in Schweden ebenso wie in Deutschland?

Clan-Gewalt statt Bullerbü Schweden erscheint hilflos gegen Bandenkriminalität Die gewaltige Explosion in Stockholm wurde noch begleitet von einer weiteren Explosion vor einem Nachtclub in Uppsala, eine knappe Autostunde von Stockholm entfernt. Eine Verbindung zwischen den beiden Explosionen wurde bisher nicht bekannt. Im November 2019 kam es zu Explosionen an einer Schule in Helsingborg, weitere Explosionen in der Stadt gab es schon Wochen davor, die Hintergründe vermutet die Polizei im Bandenmilieu, ziert sich aber standhaft zu benennen, welche Banden sie da genau im Fokus hat: Handelt es sich etwa um einheimische schwedische Rockerbanden oder doch um zugewanderte Clankriminelle?

Deutschland hat es da einfacher: „Clan-Kriminalität“ wird im allgemeinen Verständnis eindeutig Migranten zugeordnet, und zwar solchen Verdächtigen mit arabisch-muslimischem Hintergrund.

Auch in Schweden sollte man sich längst fragen, was diese Verschleierung bringt, wenn hier auch Sicherheitsaspekte sträflich vernachlässigt werden könnten. Denn zum Schutze der Bevölkerung muss doch immer klar sein, von wo eine Gefahr droht, dann jedenfalls, wenn diese Gefahr nahezu eindeutig zuzuordnen ist. „Eine Armlänge Abstand“ funktioniert bei Bomben leider nicht. Aber jeder wusste in Deutschland, wer am Ende der Armlänge steht: Migranten mit erkennbarer Herkunft, keine Chinesen, keine Westeuropäer, keine Indianer oder Eskimos bzw. Native Americans oder Inuit. Und: Weiß man in Deutschland wie Schweden nicht, dass die Nichtnennung der Täterherkunft nur dazu führt, dass die Mehrheit bei Nichtnennung wie selbstverständlich davon ausgeht, aha, es sind Zugewanderte?

Das Fazit des Journalisten und Nordeuropa-Experten Rudolf Hermann fiel schon Anfang 2018 vernichtend aus: „Schwedens Integrations-Traum ist geplatzt“, schrieb er in der NZZ. Nun ist, wer nicht integriert ist, sondern sich in einer Parallelgesellschaft im Gastland eingerichtet hat, dadurch nicht automatisch kriminell. Und es ist in Schweden nicht anders als in Deutschland: Die Probleme mit Migranten sind so vielschichtig wie Generationen übergreifend. Zur Integrationsverweigerung kommt manchmal eine Bandenkriminalität dazu, in der bisweilen schon Opa, Vater und Sohn gemeinsam unterwegs sind.

n-tv schreibt gestern: „Neben Schießereien, bei denen jedes Jahr dutzende Menschen getötet und verletzt werden, zünden rivalisierende Gruppen regelmäßig Sprengsätze, um ihre Gegner einzuschüchtern. Die Täter werden nur in Ausnahmefällen gefasst. In schwedischen Medien wird nicht über die Herkunft von Tätern geschrieben. Berichten zufolge stammen die meisten aus der zweiten oder dritten Generation von Migrantenfamilien.“

Das Nachbarland Dänemark hat längst gegenüber Schweden scharfe Grenzkontrollen eingeführt, die ganz gezielt die dänische Bevölkerung vor einwandernder Banden- bzw. Clankriminalität schützen sollen. Worauf der dänische Grenzschutz hier explizit achtet, dafür haben deutsche Polizisten einst den Begriff „Nafri“ für „Nordafrikanischer Intensivtäter“ kreiert. Die Dänen werden im internen Sprachgebrauch sicher ihre eigene Definition gefunden haben.

Man gehört dazu, ob man will oder nicht Die Idee vom guten Leben in der Familie: Wie arabische Clans funktionieren Und der der Zuwanderungskritik „unverdächtige“ Deutschlandfunk stellt dann auch dankenswerterweise im November 2019 den Zusammenhang her, wenn es unter der Rubrik „Bandenkriminalität in Schweden“ heißt, es hätte Fehler in der Integrationspolitik gegeben. Und da können ja schlecht beispielsweise einheimische schwedische Rockerbanden gemeint sein.

Zitiert wird hier vom Deutschlandfunk übrigens die für nordische Länder zuständige Abteilung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, was der Aussage noch einmal eine besondere Färbung gibt. Philipp Fink, Leiter des Büros der Stiftung für die Nordischen Länder nannte vor wenigen Wochen Ross und Reiter:

„Man weiß, dass sie aus Einwandererfamilien stammen. Man vermutet, dass weil die Täter sehr jung sind, dass sie Aufträge erfüllen, also den Sprengstoff oder die Tasche abzustellen oder kleine Raubüberfälle durchzuführen, aber man weiß relativ wenig über die Hintermänner. Man weiß nur, dass sich das jetzt, diese ganzen Geschehnisse, sich eigentlich in den Einwanderungsvölkern abgespielt hat. Zunehmend passieren diese Sachen mehr in der Öffentlichkeit, also mehr in anderen Vierteln, und man vermutet, dass das eher Revierkämpfe sind zwischen verschiedenen Banden, die sich eigentlich um Märkte und um Geldquellen streiten.“

Quelle

CDU-Abgeordneter will Dienstpflicht für Zuwanderer

Von Alexander Wallasch

Bauern fordern die Anwerbung von gering qualifizierten Arbeitern aus dem Ausland. Zugleich beziehen Hunderttausende anerkannte Asylbewerber Hartz IV. Der CDU-Abgeordnete Alexander Throm fordert, sie sollen zur gering vergüteten Arbeit verpflichtet werden. Doch verwirklichbar wird das kaum sein.

Bis zur Spargelernte sind es noch ein paar Monate. Aber offenbar beschäftigt die Sorge, ob sie genug Erntehelfer finden, viele Landwirte schon jetzt. Monate vor der Ernte wird Jahr für Jahr in Deutschland darüber debattiert, warum sich nur noch Polen finden, in gebückter Haltung die begehrten Stangen zu ernten – und selbst von denen finden sich immer weniger. Einige Bauern forderten deshalb bereits ein noch über das Einwanderungsgesetz hinausgehendes „Anwerbeabkommen für Geringqualifizierte“, wie die Welt berichtete.

Diese Geringqualifizierten sind allerdings ja längst da. Denn dass die Zuwanderer nach 2015 mehrheitlich gering qualifiziert sind, da würde heute wohl nicht einmal mehr die Kanzlerin widersprechen. Mittlerweile weiß jeder, dass diese Leute entgegen vollmundiger Mutmaßungen der Regierung und der Unternehmerverbände keine Facharbeiter sind, so sehr man sich auch ab 2015 darum bemüht hatte, diese zu Facharbeitern hinzubiegen über eine Absenkung der verlangten Fachkenntnisse, die das Handwerk auf die Barrikaden brachte.

Dieser Widerspruch erhält immer größeres Gewicht in der Migrationsdebatte, nämlich die Frage, wozu wir ein ökonomisch motiviertes Einwanderungsgesetz brauchen, wenn es doch aktuell annährend 600.000 anerkannte Asylanten gibt, die arbeiten können und es auch rechtlich dürften, die aber dennoch Hartz IV bekommen und keiner regulären Tätigkeit nachgehen.

Verdopplung seit 2007 Bundesarbeitsministerium: 12,6 Milliarden Euro im Jahr für ausländische Hartz-IV-Bezieher In einem bemerkenswerten Interview, ebenfalls in der Welt, hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Throm diesen Widerspruch schon im September 2019 aufzulösen versucht. Nämlich mit der Forderung, eine „Dienstpflicht für arbeitslose Flüchtlinge“ einzuführen. Klar war das ein Paukenschlag. In den Ohren mindestens der Linken und Grünen klingt das wahrscheinlich gleich mal nach „Arbeitsdienst“ und noch schlimmerem. Aber Throm hat seine Forderung gegenüber TE jetzt noch einmal ausdrücklich bekräftigt.

Und so soll es laut Throm in der Praxis aussehen: „Das könnte wie bei den Ein-Euro-Jobs laufen. Jedenfalls müsste die Bezahlung sehr moderat sein, um den Anreiz, eine richtige Arbeit zu suchen, nicht zu minimieren.“ Für Throm ist es klar, dass viele der anerkannten Asylbewerber nicht in ihre Länder zurückkehren werden, auch wenn dort Krieg und Verfolgung beendet seien.

„Nach drei bis fünf Jahren haben die Menschen die Möglichkeit, einen dauerhaften Aufenthalt zu beantragen … Sehr viele werden diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, und deshalb müssen sie gut integriert werden. Deswegen mache ich mich für diese Dienstverpflichtungen direkt nach der Anerkennung stark, damit wir den Bezug von Sozialleistungen für diese Flüchtlinge so kurz wie möglich gestalten. Auch das dient dem gesamtgesellschaftlichen Frieden.“

Schön und gut. Sicher Worte, die beim zuwanderungskritischen Bürger gut ankommen könnten: Aber was soll man wirklich davon halten, wenn auch Alexander Throm darum weiß, dass das Bundesverfassungsgericht – übrigens zu Recht – gerade die Sanktionen von Hartz VI kassiert hat beziehungsweise auf maximal 30 Prozent eingeschränkt, wo es zuvor in der Praxis durchaus schon vorkam, dass Empfänger gar keine Leistungen mehr bekommen haben, also um 100 Prozent sanktioniert wurden.

Empfänger? Das kann man präziser sagen: Es waren vielfach deutsche Empfänger, die sanktioniert wurden. Und das lag sicher nicht daran, dass diese auffälliger renitent waren beim Amt, es lag schlicht daran, dass deren Verhältnisse bis hin zu den Taschengeldkonten der Kinder viel umfangreicher zu durchleuchten sind, weil diese Bürger oft schon über Jahre oder Jahrzehnte im System bekannt sind.

Sozialstaat als Pull-Faktor Studie bestätigt: Höhe der Sozialleistungen bestimmt Zuwanderung Wenn beispielsweise Sigmar Gabriel vor Jahren und auf dem Höhepunkt der Zuwanderung in etwa beruhigen wollte, es würden sich für Deutsche keine Nachteile ergeben, dann ist das rückblickend schlicht falsch. Der Ellenbogenkampf etwa um staatliche Leistungen, um Wohnraum und um die besten Plätze im Wartezimmer des Arztes des Vertrauens ist längst im Gange, die Nachteile treffen die ärmeren Deutschen zuerst und das mit voller Wucht.

Wie also will Throm unwillige syrische und afghanische Spargelpflücker sanktionieren, wenn im äußersten Falle lediglich dreißig Prozent einbehalten werden dürfen? Und was für Zwangsarbeitsverhältnisse sollen das eigentlich sein, wenn sich der arme Spargelbauer morgens fragt, warum seine Chain Gang noch im Bett liegt, anstatt die weißen Stangen für die weißen Wohlstandsdeutschen zu stechen? Eignen sich diese Leute möglicherweise für so eine messerscharfe Tätigkeit?

Das wird sich erst beweisen, wenn sie zuverlässig im Morgengrauen am Feld aufgetaucht sind. Aber sie tauchen ja nicht einmal bei ihren so dringend erforderlichen Sprachkursen auf, wenn im Laufe eines Kurses nur fünfzig Prozent am Ende überhaupt noch erscheinen und von allen gerade einmal zwei Prozent überhaupt das schon niedrig gesteckte Ziel erreichen und die erforderlichen paar Brocken Deutsch sprechen können.

Der Abgeordnete Throm weiß also mit seiner Forderung nach der Dienstpflicht auf sich aufmerksam zu machen. Und der Heilbronner gehört damit sicher nicht zu den auserwählten Hoffungsträgern Made by Bundeskanzlerin. Aber ist er deshalb automatisch schon ein verlässlicher kritischer Geist einer bedingungslosen Zuwanderungspolitik, wie ihn sich beispielsweise die WerteUnion innerhalb der CDU wünschen mag? Die Attacke des CDU-Abgeordneten Throm mag ja grundsätzlich in die richtige Richtung gehen. Man hört es wohl, allein es fehlt der Glaube.

Quelle

Green Deal: Ursula von der Leyens viele Nullen

Grüne Planwirtschaft

Von Roland Tichy

Mit einem riesigen Investitionsprogramm will die EU-Kommission bis 2030 eine Billion Euro in den Kampf gegen die Klimakrise in Europa pumpen. 1 Billion sind 1.000 Milliarden. Bis 2050 sollen es sogar 2,6 Billionen sein. Es ist der Beginn einer zentralen Planwirtschaft.

Es ist das europäische „Mann-auf-den-Mond-Projekt“, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von Leyen das Ziel genannt, bis 2050 die EU „klimaneutral“ zu stellen. Dafür braucht es viele Nullen. Aber ehe man Männer auf den Mond bringt und auch wieder zurück, sind bodenständigere Fragen zu klären: Wie bringt man Männer auf Berge und wieder herunter? Diese Frage stellt sich das Gebirgsjäger-Bataillon in Mittenwald, Oberbayern, wo die alpine Spezialeinheit der Bundeswehr stationiert ist. Für die Soldaten gibt es nicht genügend Ski. Deshalb ist allenfalls die Hälfte der Mannschaften einsatzfähig. Die andere Hälfte stapft in Schneeschuhen hinterher, während die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres bei einer gemeinsamen Übung fröhlich ins Tal wedeln. Ehe Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin wurde, war sie sechs Jahre deutsche Verteidigungsministerin, Inhaberin der Befehles- und Kommandogewalt einer der zahlenmäßig stärksten Armeen Mitteleuropas und ganz weit oben in der Befehlskette letztlich auch für die Anschaffung von Ski für die Gebirgsjäger in Mittenwald zuständig.

Große Pläne und lästige Wirklichkeit

Aber die eigentliche Frage ist: Wie schafft man es, dass große Pläne tatsächlich funktionieren, Ideen Wirklichkeit werden – und nicht in Misswirtschaft, Bürokratie und Verdummung der Mittel kläglich enden? Wie das geht, weiß niemand besser als UvdL. Große Pläne brauchen teure Planungen. Über 600 Millionen € hat sie in Beraterhonorare zur Optimierung der Beschaffung investiert, davon regnete ein Dutzend Millionen ausgerechnet auf jene Beraterplantage, in der ihr eigener Sohn die Ernte einfährt. Für Ski in der Größenordnung von läppischen 20.000 € hat es dabei nicht gereicht. Wer den Kopf in den Wolken trägt, übersieht schnell, dass die Füße im Schlamm stecken, oder in langsamen Schneeschuhen. Daran ist bislang noch jede Planwirtschaft gescheitert. Und weil das so ist, nehmen sich die Groß-Planer sehr gerne von jeder Kritik aus.

Ursula von der Leyen muss sich sogar einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss stellen, der den Verbleib der Millionen klären will – allerdings konnte sie sich dem durch die Ernennung zur EU-Kommissionspräsidentin entziehen. Gelernt hat sie daraus nichts – nur die Nullen werden mehr, erheblich mehr. Ursula von der Leyen ist prädestiniert dafür, die EU in eine Planwirtschaft zu führen, die teuer wird – und am Ende scheitert. Und sie hat dafür in der EU eine kongeniale Partnerin an die Seite bekommen. Eine Null bleibt ja bekanntlich selten allein. Fehler werden durch neue Fehler behoben.

Eine Null bleibt selten allein

Christine Lagarde hat als französische Finanzministerin in der Affäre um die Veruntreuung von Steuergeldern in Zusammenhang mit dem Geschäftsmann Tapie fahrlässig gehandelt, urteilte ein Pariser Gericht. Die zu diesem Zeitpunkt bereits als Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) fortgelobte Politikerin blieb straffrei; keine Regel des IWF untersagt ihre Betätigung. Der IWF-Job war für sie, was der EU-Job für Ursula von der Leyen ist: Die Rettung vor Kontrolle und Kritik, möglicherweise auch vor Strafverfolgung. Dafür lockt weitere Karriere. Lagarde wurde zur Präsidentin der Europäischen Zentralbank ernannt – für eine Juristin eine bemerkenswerte Karriere; bislang war der Job der Währungshüter geldpolitischen Experten vorbehalten. Aber Kompetenz wird in multilateralen Organisationen nicht so wichtig genommen – auf Haltung kommt es an, im Zeitalter des gelobten Multilateralismus, der seine Anhänger der nationalen Kontrolle entzieht und selbst keine ausübt. Und so profitieren Ursula von der Leyen und Christine Lagarde beide davon, dass Jobs auf internationalen, übernationalen Ebenen den Regelungen, Kontrollen und Nachstellungen entzogen sind, wie sie auf Ebene der Nationalstaaten überall gang und gäbe sind, die viele und wirksame Möglichkeiten der Machtkontrolle entwickelt haben. Und noch etwas verbindet die beiden europäischen Spitzenpolitikerinnnen: Beide wurden nicht gewählt, sondern ernannt.

Demokratie wird überschätzt

Ernannt zu werden und nicht gewählt – das ist bei Lagarde als Zentralbankpräsidentin nicht ungewöhnlich; bei Ursula von der Leyen aber ein glatter Bruch: Durften doch die EU-Bürger mit großem Pomp im vergangenen Frühjahr ein sogenanntes EU-Parlament wählen, das aus seiner Mitte den EU-Kommissionspräsidenten bestimmen sollte. Daraus wurde nichts, weil die Staats- und Regierungschefs mit Ursula von der Leyen dem Parlament dieses Recht einfach entrissen haben. So geht Demokratie auf EU-europäisch. Das oft beklagte Demokratie-Defizit wurde einfach vergrößert, vermutlich denken die Regierenden heimlich: Demokratie wird überschätzt.

Beide Frauen sind Vertreterinnen einer neuen Politik: der von übernationalen Institutionen, die den Wählern und Regelungen der Demokratie enthoben sind. Und so verpacken beide, Christina Lagarde wie Ursula von der Leyen, ihre Pläne mit den großen Nullen in glitzerndes Papier und dröhnende Rhetorik; großen Schleifen sind auch dabei, wozu hat man Nullen? So spricht Ursula von der Leyen nicht mehr von Europa, oder kleiner: der EU – sie denkt in planetarischen Kategorien, was lästige Einwände zu ebenso lästigen wie unvermeidlichen, aber unbedeutenden Krümelmonstern reduziert: Ziel sei es, „die Wirtschaft mit unserem Planeten in Einklang zu bringen“ und dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft „für die Menschen arbeitet“, fügte von der Leyen hinzu. In dieser Hinsicht könne der Green Deal auch zu Europas neuer Wachstumsstrategie werden. Den Planeten retten – dagegen waren die Machtziele des GröFaZ ein Sandkasten-Spiel.

Was alles grün werden soll

Europa wolle bei klimafreundlichen Industrien und sauberen Technologien eine Vorreiterrolle einnehmen: „Ich bin überzeugt, dass das alte Wachstumsmodell, das auf fossilen Brennstoffen und Umweltverschmutzung basiert, veraltet ist und nicht mehr den Bedürfnissen auf unserem Planeten entspricht.“ An die Stelle einer Politik für Bürger, Wähler oder wenigstens Menschen tritt eine planetarische Dimension, die sich kleinlicher Beurteilung entzieht und den sie monströs einen „Green Deal“ nennt.

Der allerdings wirkt dann ganz irdisch. Die EU will bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen. Das geht nicht ohne tiefe Eingriffe in Energieerzeugung und Verbrauch; Verkopplung der Sektoren Verkehr, Haushalte, Industrie. Im März 2020 wird auch ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als Teil einer umfassenderen Industriestrategie der EU vorgelegt. Dazu gehöre eine nachhaltige Produktionspolitik mit „Vorschriften, wie wir Dinge herstellen“. Kohlenstoffintensive Industrien wie Stahl, Zement und Textilien werden im Rahmen des neuen Kreislaufwirtschaftsplans ebenfalls bedacht. Ein Hauptziel ist die Vorbereitung auf eine „saubere Stahlerzeugung“ mit Wasserstoff bis 2030. Bis 2050 soll eine „schadstofffreie Umwelt“ erreicht sein mittels einer Chemie-Strategie für eine „giftfreie Umwelt“. Eine neue Landwirtschaftsstrategie, die im Frühjahr 2020 vorgelegt werden soll, zielt auf ein „grünes und gesünderes“ Agrarsystem ab oder auf das Ende der bislang auf Maximierung der Ernte ausgerichteten Landwirtschaft. Der Automobilsektor steht erneut im Fadenkreuz der Kommission. Das aktuelle Ziel ist es, bis 2021 Ausstöße von 95 Gramm CO2 pro Kilometer zu erreichen. Nun müsse man aber am Ziel null Gramm arbeiten, sagte ein EU-Beamter. Dies werde für „irgendwann in den 2030er Jahren“ angepeilt. Alles wird umgekrempelt. Dafür braucht man viele Nullen.

Wen schert schon Arbeitslosigkeit?

Selbst der EU-Kommission ist klar, dass dies zu gewaltigen Umbrüchen, also Arbeitslosigkeit und Strukturveränderungen der großen Industrie- und bisherigen Wachstumsregionen führen wird. Damit aber „niemand im Stich gelassen“ wird, will die Kommission einen Mechanismus für eine „gerechte Energiewende“ einrichten. Damit würden Regionen unterstützt, die aktuell am meisten von fossilen Brennstoffen und der Kohleförderung abhängig sind. „Wir haben das Ziel, 100 Milliarden Euro zu mobilisieren, die genau auf die am stärksten gefährdeten Regionen und Sektoren ausgerichtet sind,“ wiederholte von der Leyen bei der Vorstellung des Green Deal. Die EU nimmt, aber sie gibt auch an jene, die sie vorher selbst bedürftig macht, und verlängert ihren Arm bis in die kleinste Hütte.

Es sind am Ende gewaltige Summen, die bewegt werden. Wo sollen sie herkommen?  Rentable Wirtschaft wird ja abgeschafft. Genau da kommt Christine Lagarde ins Spiel.

Gut, dass es die EZB gibt

Anfangs hatten Beobachter gehofft, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, werde die expansive Politik ihres Vorgängers Mario Draghi umstoßen. Immerhin sprach sie in Frankfurt zunächst von einer Überprüfung der Nebenwirkungen der bisherigen Null- und Negativzinspolitik. Aber es sollte schnell anders kommen: Lagarde will die Geldpolitik auf „Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit als zusätzliche Kernaufgaben“ ausrichten. Die Überprüfung der bisherigen EZB-Politik ist schon vorbei, noch ehe sie begonnen hat.
Damit verabschiedet sich die EZB von der strikt auf Geldwertstabilität als ebenso einziger wie heiliger Aufgabe der Zentralbank. Die Behandlung des Klimawandels sei von „missionskritischer Bedeutung“, sagt Lagarde. Klima statt Geld lautet also die Mission. Es ist eine maximale Machtausweitung: Mit dem Einstieg in die Klimapolitik allerdings wird die EZB früher oder später direkte Industriepolitik betreiben: Nur wer ihr genehme Investitionen tätigt, erhält Kredit, lautet die vereinfachte Formel. „Green Bonds“ haben zur Konsequenz, dass sie andere, politisch nicht genehme oder innovative Investitionsentscheidungen verdrängen sollen.

Die EZB wird zur neuen Planwirtschaftsbehörde. Unter Lagarde wird Kapital umgelenkt werden: Pensionsfonds, Altersvorsorgeeinrichtungen, Banken usw. werden Anreize erhalten, ihre Mittel in „Grüne Investitionen“ zu investieren. Bekanntlich sind die Bank- und Fondsmanager schlau. Sie werden neben Zinsen Garantien verlangen. Dann ist der Weg frei, dass Kapital in unrentable Verwendungen fließt. Dann wird investiert, was das Zeug hält in Projekte, die komplett unwirtschaftlich sind. Man kennt das ja aus anderen Planwirtschaften. In der UdSSR wurde Weizen in arktischen Regionen angepflanzt, der Aral-See für Bewässungsmaßnahmen faktisch zur Wüste, es entstanden Produktionsstandorte ohne Rücksicht auf Wirtschaftlichkeit. Das wird sich in der EU wiederholen, wenn die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit durch grüne Pläne ausgeschaltet wird. Es fängt gerade klein an: Eine Milliarde für eine europäische Batteriefabrik. Hat sich jemand die Frage gestellt, was diese Fabrik besser machen wird, effizienter oder schadstoffärmer als bestehende Fabriken? Die Frage ist unerlaubt, denn Batterie ist grün und basta. Bald werden solche Batteriefabriken überall stehen, gepäppelt mit Steuergeld und frisch gedruckten Euros aus der EZB.

EZB als EU-Planbehörde

Die EZB übernimmt damit begeistert die Rolle eines EU-Wirtschaftsministeriums, das den Nationalstaaten übergeordnet ist und die Euroländer am Zügel führt. Letztlich ist sie die Finanzbehörde zur Ausgestaltung von Ursula von der Leyens „Green Deal“. In der bundesdeutschen Debatte wird, klug von oben gelenkt, diese Politik in den Medien vorbereitet. In einem langen, ausufernden Artikel begründete die früher liberale und kritische ZEIT, warum Geld keinen Wert besitzt. Rechtzeitig Geld zu drucken sei der eigentliche Wachstumshebel einer Volkswirtschaft. Jede materielle Fundierung einer Währung sei von Übel – da die Menschen kaufen, wenn sie Geld haben, müsse nur gedruckt werden, um Nachfrage zu stimulieren. Und der Green Deal sei der ideale Anlass, Beschränkungen der Geldmenge endgültig fallen zu lassen. Es entstehe doch nur Gutes damit: „Wertloses Papier verwandelt sich in wertvolle Dinge“. „Damit sich Papiergeld in neue Produkte verwandeln und auf diese Weise neue Werte schaffen kann, benötigt es einen Transformator, eine schöpferische Kraft.“ Wirtschaft wird neu erfunden.

Damit sind die Elemente einer neuen europäischen Wirtschafts- und Währungspolitik beieinander. Analytisch liegen sie nahe am französischen Wirtschaftsverständnis: Frankreichs merkantilistischer Ansatz steht in der Nachkriegszeit im Gegensatz zum eher angelsächsisch beeinflussten deutschen Modell der sozialen Marktwirtschaft, für das der Name Ludwig Erhard steht. Das ist kein Zufall: Angela Merkel als Vertreterin des marktwirtschaftlichen Kurses hat abgedankt; Großbritannien sich buchstäblich verabschiedet. Die Besetzung von EZB und EU-Kommission war im wesentlichen das personale Schachspiel von Emmanuel Macron, von Merkel, der politisch lahmen Ente der EU, willenlos abgenickt. Aus der früheren Achse Bonn-Paris-London ist die Zentrale in Paris entstanden, weil Berlin nicht die Gestaltungskraft des früheren Bonn mehr ausübt.

Die EU plant zukünftig zentral von oben und aus Brüssel; Unternehmen, Konsumenten, Bürger und Wähler haben nachzuvollziehen, was ihnen von der Kommission und ihrer Währungsbehörde vorgeschrieben wird. Das Chaos des Marktes weicht endlich der klugen Vorgabe einer zentralen Planbehörde für 500 Millionen Bürger. Nicht mehr Wähler bestimmen den Kurs, sondern Expertenräte. 1.000 Milliarden – damit lässt sich viel Bürokratie organisieren. Statt Produktion und Unternehmertum expandieren die Räte und Berater, die Stäbe und Abteilungen der Besserwisser. In Frankreich nannte man das „Planification“. Sie war deutlich weniger effizient als die Marktwirtschaft in Deutschland. Aber jetzt hat ja Macron die Hosen an und seine beiden teuren L-Ladys werden es schon richten. Großbritannien ist mit dem Brexit draußen, jetzt wird planifiziert, und zwar total grün. Widerspruch ist zwecklos, der Planet fordert sein Recht ein.

Das führt zu dem ganz eigenen Politik-Verständnis der EU-Spitzenpolitik, das dem sozialistisch-leninistischer Prägung erstaunlich weitgehend entspricht: Wissen und Weitsicht sind an der Spitze gebündelt; Macht wird exekutiert zum Wohl der Menschen, die guten Willens sind oder dabei zumindest nicht stören. Große Projekte werden verabschiedet; Zweifel an ihrer Umsetzbarkeit sind verboten. Große Projekte scheitern ja nicht auf der Konzeptionsebene, sondern nur auf der Ebene der nüchternen Umsetzbarkeit – wie etwa bei fehlenden Ski. Aber von derlei Erfahrung am Boden ist die hoch fliegende Spitze abgekoppelt. Mittenwald ist ein Kaff in den Bergen. Dort haben die Soldaten immer noch keine Ski.

Quelle