Der sanfte Weg in die Knechtschaft (2)

Bei den Grünen fällt mir nur noch Aldus Huxley (Schöne neue Welt) ein

Projiziert man das zukünftige Deutschland dystopisch als „linksgrüne Öko-Diktatur“, fällt dabei unter den Tisch, dass die Bundesregierung keineswegs ausschließlich auf Verbote setzt, um ihre ökologischen Ambitionen in die Tat umzusetzen. Verblüffend analog zu ihrer Betonung, dass die „Politikrichtlinien so zu gestalten seien, dass die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen erhalten bleibt“, stellt auch Michel Foucault heraus, dass Machtausübung ein wichtiges Element einschließe, „nämlich das der Freiheit“. Während ein totalitäres Regime seine Vorstellungen nach dem gemeinschaftlich wie individuell „moralischen“ Leben einfach per Zwang durchsetzt – man denke an die Scharia-Polizei im Iran –, so trachtet eine postbürgerliche Demokratie danach, ihre Bürger so zu regieren, dass das gewünschte Verhalten „freiwillig“ eintritt. Die Handlungsfreiheit bleibt vorausgesetzt, auch wenn Politiker wie Gauck EU-skeptische Europäer wie debile Seniorenkollektive behandeln: Die „zögernden Bevölkerungen [sind] mitzunehmen, und deshalb kann man mal eine Pause einlegen bei dem Beschleunigungstempo.“ 

Im Kontrast zum „ewiggestrigen“ Skeptiker erscheint derzeit der „Aktivbürger“ als die vorbildlichste Variante des sozial engagierten Konformisten. In der politischen Didaktik wird er als Idealtypus der „Bürgerleitbilder“ diskutiert. Er sei, anders als der „reflektierte Zuschauer“ und „interventionsfähige Bürger“, nicht nur politisch informiert, zu rationalen Wahlentscheidungen fähig und in der Lage, sich für eigene Interessen einzusetzen. Darüber hinaus besitze er die Motivation, „dauerhaft viel Zeit und Energie für politisches Engagement aufzubringen.“ Mario Möller, aus dessen sehr lesenswertem Text über die „Digitalisierte Lebensreformbewegung“ (Bahamas Nr. 82) eben zitiert wurde, wies zudem daraufhin, dass dieses Bürgerleitbild mitunter Einzug in schulische Lehrpläne erhalten hat, weshalb es nicht verwundere, wenn klimabewegte Schüler schließlich auf der Straße demonstrieren, was ihnen im Unterricht beigebracht wurde. So wird in manch einem Sozialkunde-Lehrplan schon einmal klar bestimmt, dass das Ziel der politischen Bildung „die Entwicklung von Aktivbürgerinnen und -bürgern“ ist. Die besonders in Deutschland ausgeprägte Bereitschaft zum freiwilligen Nachvollzug dessen, was das Establishment für geboten hält, macht die „links-grüne“ Unterwerfung der Bevölkerung überflüssig.

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Auf dem Weg in die Kohlendioxid-Ökonomie

Kohlendioxid verwerten statt vermeiden

Die Lösung der Klimafrage ist im Grunde einfach. Man produziere so viel Kohlendioxid wie möglich – aber auf eine Weise, durch die es wertvoll wird. Zu wertvoll, um es in die Luft zu blasen.

Nur – mit Verlaub – abzocken ist einfacher und macht viel mehr Spaß!

Schon optisch mutet das neue, nahe Houston gelegene Erdgaskraftwerk eher wie eine Raffinerie an. Und tatsächlich kann man es auch als eine chemische Fabrik verstehen, die einen Überschuss an Energie und Wasser erzeugt, während sie Methan in Kohlendioxid umsetzt. Um letzteres in einer Beschaffenheit herzustellen, die es wertvoll macht. Zu wertvoll, als dass man es einfach in die Atmosphäre blasen möchte. Die Anlage am West Fairmont Parkway im Bayport-Gewerbegebiet der kleinen texanischen Stadt La Porte emittiert rein gar nichts.

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Michael Mann gegen Tim Ball: Bizarrer Streit ums Klima beendet

Der Klimawissenschaftler Michael Mann hat den schnellen Temperaturanstieg behauptet und fühlte sich verleumdet, weil Gegenspieler Tim Ball genau das bestreitet. Doch Klima-Mann legte keine Beweise für seine weltbewegende Hypothese vor und muss daher die Kosten für das eingestellte Verfahren übernehmen.

Folgt man lediglich Michael E. Mann, so stellt er sich als Gewinner dar. Verständlich. Das aber ist nur die eine Hälfte. Der Blick auf die andere Hälfte rückt das einseitige Bild wieder gerade.

Es bleibt festzuhalten: Michael Mann konnte oder wollte keine Beweise für seine Behauptungen vorlegen, der Verlauf der Erdtemperatur zeige ein ähnliches Bild wie ein Hockeyschläger – unten flach, dann schneller Anstieg: Eine lange Zeit etwa gleichbleibend, dann, sobald der Mensch mit seiner Industrie die Bühne betrete, schieße sie steil nach oben. Diese Kurve hatte sich als falsch erwiesen; sie gibt den realen Temperaturverlauf nicht wieder und unterschlägt eine Reihe von Temperatursprüngen wie die mittelalterliche Warmzeit.

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Der Verlierer heißt Sebastian Kurz!

Wenn man in die Deutschen Qualitätsmedien schaut.

TE-Mediensafari

Wie die deutschen Gutmedien klingen, gilt es jetzt wohl langsam die ersten Artikel über ein Impeachment von Sebastian Kurz anzuschieben.

Mit 38,4 Prozent verfehlte Sebastian Kurz glasklar die absolute Mehrheit bei der Nationalratswahl in Österreich. Gut, er schnitt alles in allem besser ab, als es der Fall gewesen wäre, wenn nur deutsche Journalisten und Claus Kleber hätten wählen dürfen. Die Tatsache, dass die Ostmark dort beginnt, wo die Reichweite der „Süddeutschen“ endet, verzerrt das Wahlergebnis bei unseren Nachbarn erheblich. Die qualitativ guten deutschen Medien versuchten am Wahlabend und dem Tag danach, diesen Effekt wieder auszugleichen, so gut es ging.

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Berlin: Super-Rente für Abgeordnete

SUPERSCHLUCK AUS DER STEUERGELDER-PULLE

Die Diäten der Berliner Abgeordneten steigen um fast 60 Prozent. Ebenso werden die Altersbezüge deutlich angehoben. Und noch ganz andere profitieren von den Diätenerhöhungen, nämlich die Parteien, allen voran die Grünen.

Ja – sie tun schon etwas (für sich selbst!)

Diese Selbstbedienungsmentalität wäre ja fast zum schmunzeln – wenn Berlin nicht vollkommen Pleite wäre und die Protagonisten selbst nicht alles dafür getan hätten, das es so ist!

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Der sanfte Weg in die Knechtschaft (1)

Es kommt so häufig nicht vor, dass die großen philosophischen Fragen zwischen Opposition und Regierung verhandelt werden. 

„Geht die Bundesregierung bei der Planung und Umsetzung politischer Maßnahmen davon aus, dass die Bundesbürger rational handelnde Subjekte sind?“, fragte die AfD in einer Kleinen Anfrage, um deren Bewertung vom sogenannten Nudging zu erfahren. „Wenn ja, warum investiert die Bundesregierung Geld in die Erforschung von Regierungsinstrumenten, deren theoretische Grundvoraussetzung es ist, dass Bürger sich irrational verhalten?“

Die Bundeszentrale für politische Bildung erläutert Nudging als „die absichtsvolle Führung von Individuen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung ihrer Wahlfreiheit – das Prinzip arbeitet mit motivierender Steuerung statt mit Zwang oder Verboten.“ Nudging geht davon aus, dass Menschen keine Wesen sind, die durchweg rationale Entscheidungen treffen, sondern durch Faktoren irrational geprägt sind, die ihnen selbst nicht bewusst sind. Ein Blick auf die Welt und das eigene Leben genügt, um die triviale Richtigkeit dieser Position einzusehen; sie zu vertreten, würde man der Bundesregierung wohl nicht sonderlich übelnehmen. 

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Wie der Spiegel pro-saudische Kriegspropaganda betreibt

Wie der Spiegel pro-saudische Kriegspropaganda betreibt

Die zweite Sicht der Dinge!

Heute hat der Spiegel in einem bemerkenswerten Artikel pro-saudische Propaganda gebracht. Jede Behauptung der Saudis wurde unkommentiert übernommen, es gab kein kritisches Wort. Wie der Spiegel sich zum Sprachrohr einer der unmenschlichsten Diktaturen der Welt macht, will ich an diesem Artikel einmal aufzeigen. Der Spiegel heult ja bei jeder Gelegenheit auf, wenn irgendwo seiner Meinung … „Wie der Spiegel pro-saudische Kriegspropaganda betreibt“ weiterlesen

Das russische Fernsehen über die Proteste in Hongkong und Parallelen zum Maidan

Das russische Fernsehen über die Proteste in Hongkong und Parallelen zum Maidan

Die zweite Sicht der Dinge!

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen einen Korrespondentenbericht aus Hongkong gezeigt, der die Situation ganz anders darstellt, als sie in den deutschen Medien verbreitet wird. Da ich es interessant finde, auch mal eine andere Meinung dazu zu lesen, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt. Beginn der Übersetzung: Im chinesischen … „Das russische Fernsehen über die Proteste in Hongkong und Parallelen zum Maidan“ weiterlesen

„Ukraine-Skandal“: Das russische Fernsehen über die Geschäfte von Joe Bidens Sohn in der Ukraine

Die zweite Sicht der Dinge!

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen über die Geschäfte und Verstrickungen der Familie Biden in der Ukraine und die damit verbundenen Korruptionsskandale berichtet. Ein solcher Bericht wäre im deutschen Fernsehen undenkbar.

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Horst Seehofer: Eine Selbstdemontage zum Merkelgetreuen

Beschwichtigung statt Glaubwürdigkeit

Es ist kaum noch zu glauben, dass Horst Seehofer einmal als politisches Schwergewicht aus Bayern und Angela Merkels gefährlichster Widersacher galt. Der Bundesinnenminister opfert jetzt den letzten Rest von Glaubwürdigkeit, indem er reflexartig dem Prinzip Seehofer folgend ein beschwichtigendes Gegengewicht setzen will zur eigenen Wendehalsigkeit, indem er die Medien mit der Information füttert, ausgerechnet er würde sich jetzt um eine Verstärkung der Grenzkontrollen bemühen. Ausgerechnet er, der gerade eine 180-Grad-Wende in der Frage der Zusammenarbeit privater Nichtregierungsorganisationen mit libyschen Schlepperbanden vollzogen und ihr seinen offiziellen Segen gegeben hat.

Eine gnadenlose Abrechnung!

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