Hervorgehoben

Die zweite Sicht der Dinge

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Das Gute kann dem Bösen mit größerer Wucht entgegentreten, wenn ihm der Zorn dienstbar zur Hand geht! (Papst Gregor V)

Ohne Arbeit – kein Brot! (L.J. Finger)

Wir wissen – sie lügen!

Sie wissen, sie lügen!

Sie wissen, das wir wissen , sie lügen!

Wir wissen, das sie wissen, das wir wissen, sie lügen!

Und trotzdem lügen sie weiter!

Alexander Solschenizyn AP
Alexander Issajewitsch Solschenizyn,Bild :SZ

„Es geht nicht um mich – es geht um euch!“

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Die Freiheit des CSU-Generals heißt Impfpflicht für alle

Orwells Neusprech lässt grüßen

Von Josef Kraus „Freiheit heißt Impfpflicht“, sagt der CSU-Generalsekretär Markus Blume. Der Spruch erinnert an George Orwells Dystopie „1984“, wo eine der absurden Maximen des totalen Staates „Freiheit ist Sklaverei“ lautet.

IMAGO / Political-MomentsManchmal könnte es nicht schaden, wenn die politische und die mediale „Elite“ ein Buch zur Hand nähme. Zum Beispiel Dystopien, also düstere Zukunftsromane, um sich darin selbstkritisch zu spiegeln. „Brave New World / Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley wäre da zu empfehlen. Oder „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury. Und ganz besonders „1984“ von George Orwell. Denn diese Romane sind „im besten Deutschland, das wir je hatten“, anscheinend immer weniger eine Fiktion. Nein, die real existierende Politik passt sich diesen Dystopien mit großen Schritten an. Weil die politische Elite sich aber – reichlich bildungsfern – vor allem an eigenen Visionen berauscht, werden ihre Politikentwürfe immer mehr zum Abbild dessen, was ein Huxley, ein Bradbury und ein Orwell an Totalitarismus, sozialistischen Verirrungen, Menschenzüchtung, Überwachungsstaat, Denkverboten einschließlich Denkpolizei und Bücherverbrennung usw. projektiert haben.Zumindest der als Wahlkampfmanager nicht sonderlich erfolgreiche CSU-„General“ Markus Blume scheint nichts davon gelesen zu haben. Sonst könnte er nicht in einem aktuellen Interview für die WELT schwadronieren: „Freiheit heißt Impfpflicht für alle.“

Argo Nerd@argonerd„Wir müssen uns frei machen von Corona […] Freiheit heißt Impfpflicht für alle“ CSU-Generalsekretär Markus Blume, Januar 2022

https://welt.de/politik/deutscLassen wir mal beiseite, dass sein Chef, der CSU-Vorsitzende Markus Söder, gerade dabei ist, den Nachdenklichen und Liberalen zu geben und von einer allgemeinen Impfpflicht abzurücken.

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Spaziergänge(r)

Politischer Wortschatz

Für Behörden ist zurzeit der Spaziergang nur ein „sogenannter“ und juristisch ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht, den die Polizei verhindern soll. Was bedeutet aber – sprachlich gesehen – das Wort Spaziergang?

„Sei mir gegrüßt, mein Berg, mit dem rötlich strahlenden Gipfel“, beginnt ein Gedicht Friedrich Schillers mit dem Titel „Der Spaziergang“ (1795). Heute können Spaziergänger an manchen Orten ein Polizeiaufgebot begrüßen; denn was sie „Spaziergang“ nennen, ist für Behörden nur ein „sogenannter“ Spaziergang und juristisch ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht, den die Polizei verhindern soll. Was bedeutet nun – sprachlich gesehen – das Wort Spaziergang?

Das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1976) definiert Spaziergang als „Gang im Freien, der der Erholung, dem Vergnügen dient“. Davon abgeleitet ist Spaziergänger „jemand, der einen Spaziergang macht“, wozu das Wörterbuch folgende Beispiele bringt: „müßiger, harmloser Spaziergänger“; „ein Schwarm von Spaziergängern“.

Es gibt viele Formen des Spaziergangs, je nach der Frage: Wo? Wann? Wie lange? Mit wem? Wozu? Die seit Ende 2021 deutschlandweit verbreiteten „Corona-Spaziergänge“ finden innerorts statt, meist abends und besonders am Montag; sie dauern ein bis drei Stunden, die Spaziergänger treten in Gruppen auf und wollen durch ihre Präsenz zeigen, dass sie die Corona-Politik des Staates ablehnen. Ihr Protest ist eher still, ohne Plakate, Fahnen und Spruchbänder.

Montagsspaziergänge Friedliche Bürger gehen abends auf die Straßen Sind solche „Montagsspaziergänge“ – der Begriff hat bei Google 86.000 Einträge (Stand: 21.1.2021), das sind mehr als die „Montagsdemonstrationen“ 1989/90 in der DDR (64.000 Einträge) – nun als „Demonstrationen“ zu bewerten? Falls ja, wären sie allerdings keine klassische Demonstration. Die „Spaziergänge“ haben ein innovatives Protestformat: digital, dezentral, organisatorlos (Schwarmintelligenz), nachhaltig; sie erfüllen das Motto der neuen Bundesregierung „Mehr Fortschritt wagen!“.

Auch die „Spaziergänger“ unterscheiden sich vom klassischen „Demonstranten“: Sie sind „harmlos“ und wirken „unauffällig“ (zum Leidwesen der Polizei); Demonstranten hingegen legen Wert darauf, bemerkt zu werden, und können „gewalttätig“ werden. Im öffentlichen Sprachgebrauch ist übrigens seit Langem der „Demonstrant“ viel präsenter als der „Spaziergänger“: In der Wochenzeitung Die ZEIT (Jahrgänge 1947-2017) kommen Demonstranten (30.051 Belege) zweiundzwanzig Mal häufiger vor als Spaziergänger. Das erklärt teilweise die Hilflosigkeit der Politik im Umgang mit diesem neuen Protestformat und seinen Teilnehmern.

Lächerlich Der Spaziergänger als Staatsfeind?  Die Politik versuchte und versucht, die Corona-Spaziergänge in das Korsett des Versammlungsrechts zu pressen und „auf dem Verwaltungswege“ durch Auflagen praktisch zu unterbinden: Maskenpflicht, Abstandsregeln, Ortsvorgaben usw. (bei Verstößen drohen massive Geldstrafen). Flankierend hierzu werden die Teilnehmer dieser Proteste als Sektierer („Corona-Leugner!“) und Rechtsradikale („Nazis!“) gebrandmarkt, ja als „Staatsfeinde“. Tatsächlich steht die Masse der Corona-Spaziergänger intellektuell und politisch ganz woanders.

Ein Beispiel: In dem an die Stadt München angrenzenden Landkreis Starnberg ist der bekannteste Kritiker der Corona-Politik ein pensionierter Kinderarzt, der von sich sagt: „Ich bin seit meiner politischen Sozialisation Grünenwähler, habe viele Jahre den Agenda [für Umwelt und Entwicklung]-21-Arbeitskreis ‚Eine Welt‘ in Herrsching geleitet und … mehr als 100 Abende zu den Themen Ökologie, Eine Welt und Soziales moderiert“ (Süddeutsche Zeitung, Starnberger Teil, 19.1.2022).

Wer von „sogenannten“ Spaziergängen spricht, meint damit, dass er diese Bezeichnung für fragwürdig hält. Aber ist sie deswegen sprachlich falsch? Nein; denn Wörter können auch im übertragenen Sinne verwendet werden: Zum Beispiel ist ein „virtueller“ Spaziergang kein Gang im Freien; ein „touristischer“ Spaziergang läuft unter einer Führung nach Plan ab. Und der Corona-Spaziergang? Er findet im Freien statt, ohne festes Programm, dient aber nicht nur der Erholung, sondern auch einem politischen Zweck.

Ob die Corona-Spaziergänge „Demonstrationen“ im Sinne des Versammlungsrechtes sind oder nicht, ist eine juristische Frage, welche die Gerichte entscheiden – letztinstanzlich vermutlich erst in einigen Jahren. Jedenfalls wird der Weg, den die herrschende Politik gewählt hat, kein Spaziergang.

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Die grüne Verdunkelungsgefahr

Habeck hält seine Unfehlbarkeit für Vernunft

Baerbocks größtes Verdienst ist wahrscheinlich, dass nicht Habeck Kanzler geworden ist. Der Mann ist größenwahnsinnig. In diesem Sinne besteht nicht bloß energiepolitisch Verdunkelungsgefahr. Er selbst ist eine Verdunkelungsgefahr für dieses Land. Er versetzt es in einen Kriegszustand – letztlich gegen sich selbst.

Selten so geirrt. Nicht Außenministerin Baerbock ist die Katastrophe vom Dienst, sondern die Lichtgestalt Habeck. Von jeher sind Politiker zu fürchten, die Geschichte schreiben wollen. Was Habeck Transformation nennt, ist Umsturz. Nur, dass keiner merken soll, was er im Schilde führt.

I.

Annalena Baerbock hat in Mode investiert. Oder gibt es neuerdings auch Kleiderzulage? Auch gut. Ich will heute nicht alles kritisieren. Frau Baerbock ist in meinen Augen die beste Außenministerin, die Deutschland je hatte. Und nicht nur, weil sie sich nett anzieht. Der Ministerin neue Kleider sind nur ein sichtbarer Beweis ihrer Entwicklungsfähigkeit. Sie belegt zurzeit einen Intensivkurs in Weltgewandtheit inklusive Völkerrecht, der von wahrem Bildungshunger zeugt. Ihr Talent beim Ordnen von Kranzschleifen ist unübersehbar. Gut, ihr Kollege Sergej Victorovic Lavrov hat ihr noch einiges voraus. Er spricht nicht nur fließend Englisch, sondern auch Französisch, Singhalesisch und Dhivehi, die Sprache der Malediven, aber man kann nicht alles auf einmal haben. Das mit den Malediven kriegt sie noch hin.Alles in allem hat sie auf dem Terrain der Diplomatie weniger Fehler gemacht als im selben Zeitraum etwa der amerikanische Präsident. Wer hätte das gedacht! Nun könnte man beklagen, ausgerechnet in einer außenpolitischen Krise größter Dimension leistet sich Deutschland eine Außenministerin ohne die geringste Erfahrung. Aber das ist nicht die Schuld der ehemaligen Kanzlerkandidatin. Wir müssen ihr dankbar sein, dass sie nicht auch noch Kanzlerin geworden ist. Das hat sie nämlich ganz allein hingekriegt. Und ihr größtes Verdienst ist wahrscheinlich, dass nicht Robert Habeck Kanzler geworden ist.

II.

Dieser Habeck hat noch nicht einmal mitbekommen, dass er Wirtschaftsminister eines großen Industrielands geworden ist. Bisher bewährt er sich nur als Wirtschaftsvernichter. Er ist ein freier Radikaler im öffentlichen Dienst. Niemand fängt ihn ein, schon gar nicht der Mann mit der Richtlinienlizenz. Habeck ist eine Energiekrise auf zwei Beinen. Während Annalena Baerbock selbst im Frisieren ihrer schmalen Vita menschliche Züge zeigt, gibt sich Robert Habeck als Platon der Berliner Republik. Mit wohlgesetzten Sprüchen verschleiert er den autoritären Knochen. Will nicht einfach nur Schaden von diesem Land wenden und das Wohl seiner Bürger mehren, sondern es belehren und ertüchtigen und höheren Zwecken unterwerfen. Dem Klima der Welt soll dieses Volk sich unter seiner moralischen Knute unterwerfen.Mit einem Wort, dieser sich sanft und vernünftig gebende Mann ist größenwahnsinnig. In diesem Sinne besteht nicht bloß energiepolitisch Verdunkelungsgefahr. Der Mann selbst ist eine Verdunkelungsgefahr für dieses Land. Er versetzt es in einen Kriegszustand – letztlich gegen sich selbst. Kein Zufall, dass er sich als Asket gibt – Müsli mit Wasser, kein Scheiß. Es ist Methode. Ein Rattenfänger gibt den Moses, der sein Volk durch die Wüste des Verzichts führt und ihnen selbst gemachte Gesetzestafeln um die Ohren schlägt. Annalena würde sich notfalls auch mit einem Goldenen Kalb vergnügen.

III.

In Habecks wahnhaftem Küstenschädel pfeift über ganz Deutschland eine steife Brise, angefacht von nichts als seiner Verbohrtheit. Wo er zuhause ist, wo keine Landschaft den Horizont formt, wo nichts ist als plattes Nichts, mag seine Phantasmagorie gequirlter Luft zumindest psychologisch erklärbar sein. Aber zu verlangen, die Höhenzüge und Wälder der Mittelgebirge und des Voralpenlandes, wo es ohnehin wenig windet, der Windindustrie zu überlassen und ihren Charakter zu zerstören, ist ein Verbrechen. Habeck tut wie ein Papst, der das Dogma der Unfehlbarkeit zu Vernunft erklärt. Es ist zu hoffen, dass ihn Markus Söder in seinem ganz eigenen Größenwahn schon aus Selbsterhaltungstrieb durchschaut. Vielleicht umarmt er künftig Bäume nur noch, um sie vor dem Abholzen durch die Windsbraut aus dem Norden zu schützen. Aber sicher ist es nicht.

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Olympiasprinterin Sarah Atcho über ihre Impfnebenwirkung: „Man wird schnell mundtot gemacht“

Von M. Mannhart / M. Roland

picture alliance/KEYSTONE | JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Sarah Atcho, 26 Jahre alt, ist eine Schweizer Sprinterin. Sie erreichte auf 200 Meter das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der Schweiz, lief bei Olympia und erreichte zweimal das Finale der Weltmeisterschaft. In dieser Woche machte sie auf Instagram öffentlich, dass sie in Folge ihrer Booster-Impfung eine Perikarditis erlitt. Der Fall wurde medial breit rezipiert – oft aber auch heruntergespielt.  Im Interview erzählt sie die Geschichte ihrer plötzlichen Erkrankung und über ihr Umdenken, mangelnde Aufklärung und Impfdruck, die teils schäbigen Reaktionen auf ihre Veröffentlichung und ihre Sicht auf die Rolle von Medien und Politik. Hinsichtlich einer Kampagne für die Impfung, an der sie bedenkenlos teilnahm, übt sie auch Selbstkritik.Tichys Einblick: Kurz nach Ihrer Booster-Impfung erlitten Sie eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis). Jetzt haben Sie sich entschieden, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Können Sie unseren Lesern erzählen, wie es zu der Diagnose kam und wie der Verlauf der Erkankung war?

Sarah Atcho: Ich bekam meine Booster-Dosis am 22. Dezember und habe dann ein paar Tage Trainingspause gemacht, wie es nach der Impfung üblich ist. Nach Weihnachten bin ich dann für ein paar Tage mit meinem Freund nach Lissabon geflogen. Da merkte ich dann die ersten Symptome: immer wieder Schwindelgefühl und ein Druckgefühl auf meiner Brust, in der Herzgegend. Ich habe das als psychische Sache abgetan, als etwas, was sich mein Kopf vorstellt. Als ich dann in die Schweiz zurückkehrte und wieder mit meiner strikten Trainingsroutine begann, merkte ich, dass es mir wirklich nicht gut ging. Ich merkte, dass etwas anders war. Mein Arzt hat mich dann zum Kardiologen geschickt.

Er hat mein Herz erst via Ultraschall untersucht und festgestellt, dass sich um mein Herz Flüssigkeit angesammelt hatte. Dann hat er mein Blut auf Entzündungswerte untersucht und eben festgestellt, dass da etwas ist. Mein Arzt hat mir unmissverständlich klar gemacht, dass ich sofort aufhören muss zu trainieren. Wenn ich später hingegangen wäre und mehr und länger trainiert hätte, hätte es meine Situation wohl verschlimmert. Das kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen, aber der Arzt war schon sehr eindeutig. Ich hatte insgesamt sogar noch Glück: Perikarditis kann ja sehr leicht auch viele schlimmere Folgen haben.

Ist die Krankheit denn nun ausgeheilt?

Ich habe eine Untersuchung am 28. Januar. Dann wird entschieden, ob ich wieder langsam mit dem Training anfangen kann. Nach dreißig Tagen müsse man einen Check-up machen, meinte mein Arzt. Normalerweise sollte dann alles wieder okay sein. Allerdings spüre ich aktuell wieder stärkere Schmerzen in der Brust. Als ich meine Geschichte auf Instagram gepostet habe, haben sich auch viele gemeldet, die das Gleiche durchgemacht haben, die monatelang erkrankt waren. Manche meinen, ich wäre zu optimistisch. Ich weiß nicht wirklich, was kommt. Ich will schnell sein. In dieser Situation sind Trainer und Team alle wirklich, wirklich verständnisvoll und unterstützen mich, dafür bin ich sehr dankbar.

Welche Auswirkungen hat das auf Ihre sportliche Laufbahn?

Ich will optimistisch bleiben. Die Weltindoormeisterschaften im März werde ich verpassen, ich kann nicht trainieren. Ich kann nicht trainieren, also kann ich da nicht teilnehmen. Aber das ist nicht ganz so schlimm. Ich will unbedingt für den Sommer fit sein.

Fühlten Sie sich gut über dieses mögliche Risiko einer solchen gefährlichen Nebenwirkung informiert, als Sie sich impfen ließen?

Nein. Ich meine, die Impfung findet ja in diesen Impfzentren statt. Da ist kein spezifischer Arzt. Du kriegst einfach nur die Impfung und gehst. Bei meiner ersten Impfung sollte ich zumindest noch 15 Minuten warten, falls irgendeine Reaktion auftritt. Beim Boostern war es wirklich anders. Man hat nur die Impfung und dann die dazugehörigen Papiere bekommen.

Und, wissen Sie, ich hatte vorher noch nie irgendwas in diese Richtung gehört. Ich dachte, junge, gesunde Menschen können sich risikofrei impfen lassen, so wird es ja auch täglich gesagt. Ich denke, da machen die Medien ihren Job nicht richtig: Wir reden zurecht viel über das Leid, was Corona verursacht. Und es stimmt, Corona hat oft gefährliche Auswirkungen. Aber wir sollten auch offen über die Nebenwirkungen der Impfung sprechen, damit die Leute ihre Entscheidung informiert treffen können. Oft wird das aber einfach heruntergespielt oder ignoriert.

Es gibt Gerüchte über zunehmende Herzerkrankungen bei Sportlern, möglicherweise verursacht durch die Impfung. Medienberichte über entsprechende Fälle nehmen jedenfalls erkennbar zu. Ist das ein Thema unter Athleten?

Um ehrlich zu sein, hatte ich davon vorher nie gehört. Nur, seitdem ich die Perikarditis habe, schickt mein Trainer mir hier und da Artikel zu dem Thema.

Sie haben noch im November öffentlichkeitswirksam an einer Impfkampagne für die Schweizer Regierung und die Impfpolitik teilgenommen, als eine von 80 Prominenten. Wie kam es dazu?

In der Schweiz lief eine Kampagne, um die Menschen zum Impfen zu bewegen. Damit Leute sich damit auseinandersetzen. Und sie brauchten vielleicht jemanden, der sich als Sportler hinstellt und sagt: Ich bin geimpft. Das war, glaube ich, meine Rolle. Ich glaube, dass es damals auch richtig war.

Aber warum haben Sie Werbung für eine Impfung gemacht, von der Sie selbst sagen, dass Sie über deren Nebenwirkungen gar nicht informiert wurden?

Das ist eine gute Frage – eine Frage, die sich viele stellen sollten. Zu diesem Zeitpunkt, als ich die Kampagne gemacht habe, war die Lage für mich klar: Die Impfungen halfen, sie retteten Leben und senkten Hospitalisierungsraten, ich habe mich da auf die Wissenschaft in der Öffentlichkeit verlassen.

Ich stehe auch immer noch grundsätzlich dazu, dass die Impfung schützt und dass sie für Risikopatienten wichtig ist. Aber über die möglichen Nebenwirkungen hätte definitiv mehr aufgeklärt werden müssen, da bin ich auch selbstkritisch. Ich denke, die Lage ist jetzt, was die Gefahr angeht, aber auch eine andere als im November. Heute würde ich an einer Impf-Kampagne nur teilnehmen, wenn diese Impf-Risiken auch zur Sprache kommen.

Ich möchte aber positiv sagen: Ein Schweizer Bundesrat, Alain Berset, hat mich noch am Mittwoch angerufen. Er hat sich erkundigt, wie es mir geht, hat auch anerkannt, dass es tatsächlich eine Impfnebenwirkung ist und sich ehrlich dafür interessiert.

Sie klingen davon überrascht. Haben andere Ihre Erkrankung kleingeredet?

Ja, viele haben tatsächlich gesagt: „Oh, vielleicht hattest du das ja schon vorher.“ Aber ich bin mir sicher, dass es mit der Impfung zusammenhängt. Ich hatte ein ärztliches Check-up im November – da war alles gut. Ich habe mich mehrmals getestet – immer negativ. Es kann eigentlich nur an dieser Impfung liegen.

Sie sind mit Ihrer Geschichte auf der Social-Media-Plattform Instagram an die Öffentlichkeit gegangen. In den Kommentaren unter Ihrem Post finden sich viele unterstützende Worte, die Ihnen auch für Ihren Mut gratulieren. Schlug Ihnen auch Ablehnung entgegen?

Ich denke, mit meinem Post stehe ich genau in der Mitte dieser zwei Seiten. In meinem Post sage ich nicht, dass ich gegen die Impfung bin, und nicht, dass ich für die Impfung bin. Obwohl die Tatsache, dass ich mich habe impfen lassen ja zeigt, dass ich gerade für die Impfung bin.

Aber ich spreche auch offen über die Nebenwirkungen der Impfung, die ich erfahren habe. Leute haben mir dann Vorwürfe gemacht: Sie ändern Ihre Meinung, erst impfen lassen und dann rumheulen. Das verstehe ich nicht. Natürlich bin ich traurig, weil ich jetzt erkrankt bin. Wem nicht gefällt, was ich zu sagen habe, soll es einfach nicht lesen, finde ich.

In Ihrem Post bitten Sie am Ende um Verständnis, dass Sie Ihre Geschichte teilen. Das hat uns etwas verwundert. Eigentlich wäre es doch das Normalste der Welt, so eine Geschichte zu erzählen. Haben Leute versucht, Sie davon abzubringen?

Ja. Meine Familie und Freunde waren besorgt, dass man mich angreifen würde, wenn ich davon erzähle. Aber ich finde, es ist wichtig, darüber zu sprechen. Niemand will wirklich über diese Problematik reden. Man wird schnell mundtot gemacht. Dabei ist es doch gar nicht ein Statement für oder gegen die Impfung, sondern schlicht eine Realität, die ich und andere erleben.

Viele Athleten sind zu mir gekommen und meinten: Oh Gott, ich wusste gar nicht, dass uns das passieren kann. Wir als Sportler sind doch die Gesündesten der Gesunden. Viele haben sich danach nochmal ärztlich checken lassen. Ich würde auch sagen: Lasst euch im Zweifel nach der Impfung nochmal untersuchen.

Ihre Booster-Impfung war am 22. Dezember. Zu diesem Zeitpunkt wusste man schon, dass Omikron sich verbreitet und eine Infektion mit diesem Virus für eine junge, gesunde Frau wie Sie sehr risikoarm verläuft. Haben Sie sich aus persönlichen, medizinischen Grünen boostern lassen oder auch aus gesellschaftlichem Druck und dem Druck der staatlichen Maßnahmen?

Beides, würde ich sagen. Einerseits kenne ich Geschichten von anderen Athleten, die nach einer Covid-Infektion wirklich schwere Verläufe hatten. Wir wissen ja auch nicht, mit welcher Virusvariante wir uns infizieren, ob es Omikron oder eine schwerere Variante ist. Andererseits will ich auch regulär trainieren. Wenn wir in der Schweiz in Sporthallen trainieren wollen, müssen wir beispielsweise dreifach geimpft sein. Um ehrlich zu sein: Wenn du ein normales Leben haben willst, musst du halt geimpft sein. Das hat auf jeden Fall auch eine Rolle gespielt.

Finden Sie diesen sozialen Druck, sich impfen zu lassen gerade bei jungen Menschen übertrieben?

Ich denke, dass Zwang ein Problem ist. Manche Länder führen Impfpflichten ein – dafür habe ich kaum Verständnis. Als erwachsene Menschen sollten wir für uns selbst entscheiden können. Junge, gesunde Ungeimpfte sind glaube ich nicht diejenigen, die unsere Krankenhäuser füllen. Ältere Leute haben natürlich leider ein erhöhtes Corona-Risiko, da ist das etwas komplizierter.

Ich finde, Menschen sollten hier tun, was sie für richtig halten. Wenn du ungeimpft bist und dann erkrankst, und dann vielleicht einen schweren Verlauf erleidest, ist es halt dein Risiko. Wenn die Erkrankung dann deine Karriere beendet, ist es dein Problem. Es ist deine Verantwortung – genauso wie ich mich für den Booster entschieden habe und jetzt ein Problem habe, mein Problem. Ich habe mich für den Booster entschieden und sitze jetzt in der Scheiße. Anderen kann es andersherum genauso gehen.

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„Im Stich gelassen – die Covid-Impfopfer“

Über eine Dokumentation von Servus TV

Die gängige Abwiegelung lautet: Nur bei ganz wenigen gibt es Nebenwirkungen. Das nützt jeder Einzelnen, die Servus TV interviewte, und allen anderen Betroffenen nichts. Ich möchte diese Abwiegelung von niemandem mehr hören. Keiner der vielen Beiträge über das Staatshandeln bei Corona hat mich emotional so berührt wie die Schilderungen von schwer Getroffenen der Folgewirkungen nach der mRNA-Behandlung. Was die jungen Frauen an monatelang anhaltendem körperlichem Leid von erschreckendem Ausmaß schildern, von dem sie nicht wissen, ob es je enden wird, ist ganz schlimm. Noch betroffener macht mich, wie sie in ihrem Leid gesellschaftlich isoliert werden, weil bis in das engste soziale Umfeld hinein niemand hören will, dass es solche Folgewirkungen der staatlich aufgedrängten, verharmlosend Impfungen genannten neuen Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2 geben könnte, geben kann, gibt.Dem sozialen Druck, den Politiker und Medien mit Hilfe von Experten und auch Ärzten aufgebaut haben, weiter aufrecht halten und nun mit der Impfpflicht vollenden, die in Österreich beschlossen wurde und in Deutschland auch noch kommen kann, sind die meisten Bürger nicht gewachsen. Das ist nicht zuletzt deshalb schwer, weil die Ärzteschaft nahezu geschlossen ihrer Aufklärungspflicht nicht nachkommt. Dazu hat die österreichische Ärztekammer ihre Ärzte drohend aufgerufen, ihnen geradezu untersagt, auf mögliche mRNA-Neben- und Folgewirkungen aufmerksam zu machen oder im Einzelfall von einer solchen „Impfung“ abzuraten.

In der Dokumentation von Servus TV geht es um Fälle, wo bereits nach der ersten mRNA-Spritze alarmierende Folgen auftraten und trotzdem die zweite Spritze gesetzt wurde – mit noch schwereren und schwersten, lange anhaltenden Folgen. Bestürzt hat mich, dass die betroffenen Frauen von Ärzten zu Ärzten und ins Krankenhaus ziehen, ohne dass ihnen geholfen wird – und sich überall niemand mit der Möglichkeit der Ursache im mRNA-Stoff befassen will. Die Ärzte fürchten um ihre Zulassungen und lassen die Patienten im Stich.

Immerhin eine praktizierende Ärztin hat Servus TV gefunden, die ihre persönliche Verantwortung über das Kammerdiktat stellt. Vor Corona hatte sie drei Fälle von Gürtelrose im Jahr, jetzt zehn jeden Monat. Ähnliches berichtet sie von Thrombosen. Am schlimmsten finde ich den Fall, wo der Patient auf einem Auge nichts mehr sieht, und der Augenarzt im Gespräch mit der Ärztin die Thrombose im Auge als „Impf“-Folge bewertet, aber ablehnt, das gegenüber Dritten auszusprechen.

Ich kann nur jedem, der mehr wissen will, als die offizielle Propaganda predigt, empfehlen, sich die fast 50 Minuten lange Dokumentation anzusehen.

Dass Gesellschaften, die sich für aufgeklärt halten, anfällig für politmediale Massenbeeinflussung sind, ist mir nicht neu, aber das Ausmaß in Corona-Zeiten macht mich noch nachdenklicher, als ich schon war.

Die gängige Abwiegelung von Präsidenten, Kanzlern und Gesundheitsministern bis zu Kollegen im eigenen Umfeld lautet: Nur bei ganz wenigen gibt es Nebenwirkungen. Das nützt jeder Einzelnen, die Servus TV interviewte, und allen anderen Betroffenen nichts. Ich möchte diese Abwiegelung von niemandem mehr hören.

Schwer und schwerste Folgen körperlich tragen müssen und dafür noch sozial geradezu ausgestoßen zu werden: Wie, ihr Verantwortlichen, wollt ihr damit umgehen? Ich weiß es gar nicht.

Wo der Zeitgeist herrscht, ist von kaum etwas so inflationär die Rede wie vom Schutz von Minderheiten, ja, es werden permanent neue Minderheiten „gefunden“, die auch noch geschützt werden müssen. Und wie ist es mit der Minderheit jener, die sich aus welchen Gründen auch immer, nicht zur „Impfung“ zwingen lassen will?

Über die zweite Folge der Dokumentation nächste Woche werde ich berichten.

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Cannabis schützt vor Covid, zeigt eine neue Studie. Aber noch können die Forscher nicht sagen: Kifft Leute!

Pierre HeumannPierre Heumann

Kiffer dürfen hoffen: Cannabis-Verbindungen, haben Forscher herausgefunden, können eine Infektion mit dem Virus, das Covid-19 verursacht, blockieren. Die kanadischen Wissenschafter konnten zeigen, dass Säuren, die oft in Hanfsorten von Cannabis vorkommen, das gefährliche Virus binden können.

Dadurch werden einige Cannabis-Moleküle in die Lage versetzt, dem Virus die Fähigkeit zu nehmen, in gesunde Zellen einzudringen und eine Infektion auszulösen. Das, so hoffen die Forscher, könne möglicherweise die «Infektion durch Sars-CoV-2 verhindern und die Infektion behandeln».

Dass diese Meldung in den sozialen Medien euphorisch kommentiert wurde, versteht sich von selbst. Doch Kiffer, die jetzt möglichst schnell und möglichst viel Hanf als Mittel gegen Covid beschaffen wollen, seien gewarnt. Die in der Fachzeitschrift Journal of Natural Products präsentierten Ergebnisse beruhen auf Experimenten, die in Petrischalen durchgeführt wurden.

Die Schalen, geben die Forscher zu bedenken, würden der Komplexität des menschlichen Körpers nicht gerecht. Aber das Resultat ermuntert die Forscher, weitere Untersuchungen durchzuführen. Vielleicht, spekulieren Epidemiologen, lässt sich Cannabis eines Tages tatsächlich als wirksames Mittel gegen Covid einsetzen.

Bis es jedoch so weit ist, warnen Experten vor einem Hype. Freizeit-Cannabis-Konsumenten sollten bis auf weiteres davon absehen, Gras als Prävention oder zur Behandlung von Covid-19 anzuwenden.

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Söder inszeniert sich als Corona-Liberaler – und wird von Illner gegrillt

Von Max Roland

Markus Söder übertrifft sich bei Illner selbst: Er ist plötzlich Corona-Liberaler und inszeniert sich so, als wäre er das schon immer gewesen. Doch Illner geht gnadenlos gegen den Abweichler vor. Eine Blamage.

Screenshot ZDF: Maybrit Illner

Wir wollen mit einem dringenden Aufruf beginnen: Haben Sie Markus Söder gesehen? Der bayerische Ministerpräsident ist seit gestern spurlos verschwunden. Das mag manchen gar nicht aufgefallen sein: Immerhin saß er gestern Abend scheinbar noch live bei Maybrit Illner im Studio. Doch hierbei kann es sich nicht um den echten Markus Söder gehandelt haben.

Wer war der Mann, der vor dem Hintergrund des Schlosses Neuschwanstein an diesem Abend ins Studio zugeschaltet war? Jedenfalls nicht König Markus. Das erkennt der geschulte Beobachter an fast allem, was der Mann am Abend sagt. Los geht es damit, dass er direkt zu Beginn der Sendung „keine Hysterie“ fordert. Das soll derjenige sein, der einst fragwürdige Corona-Todeszahlen mit dem Bildnis von abstürzenden Flugzeugen verbreitete? Wohl kaum.

Als Illner diesen Mann darauf anspricht, dass ein Gericht die 2G-Regel in Bayern gekippt habe, sagt der, dass das in Niedersachsen auch passiert sei – daran habe der Bund schuld, der die Regelung erarbeitet habe. Und: „Wir waren da von Anfang an skeptisch.“ Donnerwetter – davon hören viele wohl gerade zum ersten Mal. Haben Sie das gehört? Markus Söder war „von Anfang an skeptisch“, was 2G angeht. Man müsse jetzt Rücksicht auf die Menschen nehmen, fährt er fort. „Viele Menschen im bürgerlichen Lager sind einfach verunsichert.“ Man dürfe nicht ideologisch diskutieren, wer „der Freiere“ und „der Strengere“ sei, sagt ausgerechnet Lockdown-Paladin und „Team Vorsicht“-CEO. Wie ausgewechselt, der Mann.Vielleicht ist das ZDF von Querdenkern unterlaufen, die den Ministerpräsidenten heimlich durch einen gesteuerten Klon ausgetauscht haben – wir wissen es nicht. Dazu passen würde aber auch die Anmoderation von Maybrit Illner. „Omikron kann einfach jeden treffen“, stellt diese zu Beginn der Sendung fest. Vielleicht könnte es „bei aller Sorge“ auch „Grund zur Hoffnung“ geben.Spießrutenlauf für Söder-Maggus  „Gesellschaft wieder heilen und versöhnen“ Söder setzt sich von der allgemeinen Impfpflicht ab – und nicht nur das Doch die optimistischen Töne werden direkt relativiert. Als erster aus der Runde kommt Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing, zu Wort. Man wisse bisher noch zu wenig über Omikron. Die Krankheitsschwere wird als leichter eingeschätzt, dennoch sei die Variante sehr viel infektiöser. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir nach Omikron weitere Varianten haben.“ Er „mahne deswegen zur Vorsicht“. Sein Kollege Jonas Schmidt-Chanasit sieht das anders: Laut dem Virologen aus Hamburg befänden wir uns in der „Endphase der Pandemie“. Nach der aktuellen Welle müsse man Bilanz ziehen, dann könne man sehen, ob man in die endemische Phase kommt, meint er.Franziska Giffey meint derweil, dass die Coronapolitik an die neue Situation angepasst werden müsse. Konzentration von Kontaktnachverfolgung auf die Punkte, wo es wichtig ist, und Schutz der kritischen Infrastruktur. Auch sie gibt scheinbar den Kurs vor: vorsichtig weg von Übervorsicht und Generalmaßnahmen.Dann wendet sich Illner dem vorletzten Gast zu – Markus Söder (angeblich). Sie will ihre erste Frage vorbereiten, meint sie: Und stellt dann einen Zusammenschnitt vor, in dem die opportunistischen Kurswechsel Söders brillant aneinander gereiht und vorgeführt werden. „Markus Söder ist Frontmann im ‚Team Vorsicht‘ – dann wechselt er die Seite.“ Und das immer und immer wieder. „Sie sind schon ganz schön hin- und hergesprungen in der letzten Zeit, oder?“ fragt Illner den Ministerpräsidenten ganz schön süffisant. Der guckt alles andere als begeistert in die Kamera und schweigt einen Moment. „Schön, dass Sie sich so viel Mühe geben, vermeintliche Widersprüche aufzuzeigen“, giftet er zurück. Er folge dem Rat der Experten, meint er. Auf Omikron könne man „nicht nur“ mit Einsperren reagieren.Daraufhin holt sie die „Spiegel“-Meinungschefin und Söder-Biographin Anna Clauß in die Runde. „Markus Söder will ja immer an der Spitze der Bewegung marschieren“, meint sie. Er wolle jetzt „schnell den Notausgang“ suchen: „Ich hab mich ja schon gewundert, als ich ausgerechnet das Wort ‚Augenmaß‘ aus Herrn Söders Mund gehört habe“ – eigentlich kenne sie das von Armin Laschet, stichelt sie. Mit der neuen Virusmutation „mutiere“ auch „die Strategie von einem wie Markus Söder, der ohnehin als ein politisches Chamäleon bekannt ist“. „Immer der Erste sein zu wollen – das mag ein Motiv sein“, stellt Illner dazu fest – „Angesichts der jüngsten Umfragen der Bayern“. Illner und Clauß grillen Söder im Tandem – sie sprechen über ihn, als wäre er gar nicht da.„Frau Clauß hat jetzt, wie so oft, eine reine politische Betrachtung von der Seitenlinie gemacht“, reagiert der kühl, als Illner ihm wieder das Wort erteilt. „Niemand hat die Weisheit gepachtet“, heißt es dann plötzlich von dem Mann, der Söder sein soll. „Wir müssen angemessen reagieren“ – „Wir können nicht auf Verdacht zusperren.“ Man solle nicht ideologisch „oder gar persönlich motiviert“ handeln. Der Mann hat Glück, dass es keine Zuschauer im Studio gibt – sonst hätte man wahrscheinlich Gelächter gehört. Cum-Ex, Warburg-Bank, Hamburger SPD-Filz Die fragwürdige Gedächtnisschwäche von Bundeskanzler Olaf Scholz Sei das „mit dem Virus leben?“, fragt Illner. Schmidt-Canasit relativiert: „Dieser Satz von Henrik Streeck wurde von Anfang an falsch verstanden.“ Mit dem Satz wollte dieser nur einen pragmatischen Umgang erreichen, meint er. Dass Streeck für diese Haltung damals angefeindet wurde, die jetzt durchsickert, stellt er trotzdem fest. Von dem Team-Gerede in der Pandemie halte er nichts – für ihn gäbe es nur „Team Deutschland“. Da lacht Franziska Giffey, während sie eigentlich zustimmen will.Journalistin Clauß stellt fest, dass Politiker „für viele Bürger der Sündenbock“ seien. „Und es stimmt ja auch – dieser Deal, den wir eigentlich alle abgeschlossen haben, lautete doch: Lässt du dich impfen, bekommst du dein normales Leben zurück. Und jetzt merken wir alle: Wir haben nicht unser normales Leben zurückbekommen.“ Die Impfung schütze doch, reagiert Bürgermeisterin Giffey. „Man ist trotzdem nicht zu 100 Prozent geschützt“, hält Clauß dagegen. „Ein Kollege von mir ist geboostert und lag jetzt richtig fies flach“ mit Corona, meint sie. „Natürlich gibt es da großen Frust und großes Unverständnis.“ „Wir haben doch mit Impfung und Maßnahmen Tausende Leben gerettet“, sagt Giffey daraufhin. „Das muss man doch auch mal sehen!“Plötzlich stellt die Runde fest, dass in Deutschland Testknappheit herrscht – während andere Länder um uns herum ohne Probleme testen würden. In einem hochindustrialisierten Land dürfe die „Ressource PCR-Test“ eigentlich nicht knapp werden, meint Infektologe Wendtner. „Eh wir das klären“, will Illner über etwas sprechen, was ihr anscheinend Sorgen bereitet: „Rote Warn-App leuchtet eigentlich ständig“, meint sie. „Woher weiß man dann, wem man mit oder ohne Maske begegnet ist?“ Planlos geht der Alarm los: An das Konzept Pragmatismus können sich einige doch noch nicht so recht gewöhnen.Log Lauterbach? Orwells „Neusprech“ ist längst Realität Rettet Lauterbach vor sich selbst und uns alle durch Entlassung Wirklich schockiert ist jedoch niemand – es wäre auch kaum glaubwürdig, wenn beispielsweise ausgerechnet ein Söder plötzlich den ausufernden Maßnahmenstaat kritisieren würde. Der nennt das deswegen auch nur „ein wenig unglücklich und wenig nachvollziehbar“. Schmidt-Canasit kritisiert vorsichtig: „Es hätte kommunikativ besser gelöst werden können“ – der Beschluss sei „sehr schnell“ gefasst worden. Infektologe Wendtner meint, er könne dem RKI-Beschluss in der Sache folgen: Er fuße darauf, dass ein „Delta-Infizierter“ drei Monate nach der Infektion sich mit der Omikron-Variante anstecken könne.Bevor die bemerkenswerte Sendung vorbei ist, kommt noch der Impfpflicht-Apell: Die Runde soll sagen, wo sie steht. Giffey, Wendtner und Söder geben sich linientreu: „Dass wir sie brauchen, steht glaube ich außer Frage“, meint Letzterer. Damit ist die Sendung beendet. Doch letztens war Markus Söder doch erst wieder von seiner Position, dass er für die Impfpflicht ist, abgewichen und meldete Zweifel an. Damit beweist er den Wendehals-Vorwurf noch einmal eindrücklich. Vielleicht ist es doch der echte Söder … Spaß beiseite: Die Omikron-Realität scheint auch bei denen durchzusickern, die sonst eisern die Coronalinie halten. Das zeigen Einspieler: Selbst im 85 Prozent durchgeimpften Bremen breitet sich Omikron spielend leicht aus. Christian Drosten fordert, die Tür für das Virus „zu öffnen“. Franziska Giffey und Illner kommen anschließend ins Gespräch. Illner fragt, fast ungläubig, ob man jetzt aufgrund der Lage nicht sogar „pragmatisch“ sein müsse. Und Giffey räumt Pragmatismus ein: Bei dieser großen Fallzahl könnten nicht mehr alle Kontakte nachverfolgt werden können. Sei das „gefährlich“ und „fatalistisch“ oder „genau der richtige Weg“ und „verantwortbar“, fragt Illner den Virologen Schmidt-Canasit. Es sei genau richtig, was Berlin mache, meint dieser. „Effektiv wäre es natürlich, wenn wir uns alle zuhause einsperren – aber das macht eben diese massiven Schäden, die wir eben nicht mehr verkraften können.“ Hoffentlich kommt nächste Woche Karl Lauterbach, um wieder einen behüteten Kurs vorzugeben. Apropos Lauterbach: Um den geht es anschließend auch. Ein „Aufreger dieser Tage“ sei das, was übers vergangene Wochenende im Gesundheitsministerium vorgegangen sei: Plötzlich und ohne Ankündigung wurde der Genesenenstatus durch die nun allein zuständigen Behörden, in diesem Fall das RKI, empfindlich verkürzt und bestimmte Impfstatuse für ungenügend erklärt. Brisant: Söder und Giffey erklären beide, dass dieser Schritt sie „überrascht“ habe. Lauterbach hatte noch Stunden vor der heimlichen Änderung vor dem Bundesrat beteuert, dass die Länder über einen solchen Schritt informiert werden würden. Damit dürfte der Gesundheitsminister in diesem Fall endgültig der Lüge überführt worden sein.

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Stadt Dresden verbietet Demonstrationen von „maßnahmekritischem Klientel“

Gegen die Verfassung

Sachsens Landeshauptstadt schränkt die Versammlungsfreiheit pauschal mit einer bemerkenswerten Wortschöpfung ein: wer kritisch ist, darf nicht demonstrieren. Viele werden wohl trotzdem auf die Straße gehen.

Damit setzt die Verwaltung das Versammlungsrecht für einen Teil der Bevölkerung faktisch aus. Das liegt auf der politischen Linie des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), der vor einigen Tagen verkündete: „Gegen Schutzmaßnahmen zu sein ist kein Grund, auf die Straße zu gehen“.

Michael Kretschmer: „Gegen Schutzmaßnahmen zu sein, ist kein Grund, auf die Straße zu gehen“ http://to.welt.de/4auj02a

In dem von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) regierten Dresden dürfen nach einer Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung am 22. Januar keine Demonstrationen gegen die staatliche Corona-Politik stattfinden. Bemerkenswert ist dabei eine Wortschöpfung der Behörde: Versammlungen von „maßnahmenkritischem Klientel“ seien für den Tag generell untersagt

Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte kürzlich ihren „Appell“ an alle Kritiker der staatlichen Corona-Politik wiederholt: „Man kann seine Meinung auch kundtun, ohne sich gleichzeitig an vielen Orten zu versammeln.

“So viel ich weiß, gilt die Fähigkeit, sich gleichzeitig an mehreren Orten aufzuhalten (Bilocation) im Katholizismus als Anzeichen für Wundertätigkeit. Man kann übrigens auch Innenministerin sein und aufs Twittern verzichten. So gewönne man Zeit für das Studium des Grundgesetzes.

Nach dieser Logik wären Demonstrationen nur noch für Befürworter der Regierungspolitik zulässig.In der Verfügung der Stadt Dresden heißt es: „Untersagt sind alle Versammlungen, welche den gemeinschaftlichen Protest gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie (Hygienemaßnahmen, Impfungen etc.) zum Gegenstand haben bzw. darauf Bezug nehmen. Dies gilt sowohl für sich fortbewegende Versammlungen (Aufzüge und sogenannte ‚Spaziergänge‘), als auch für stationäre Versammlungen (Kundgebungen).“Begründet wird das Verbot pauschal mit „einer Gefahrenprognose, wonach davon auszugehen ist, dass es im Zusammenhang mit einem zentralen Spaziergang der maßnahmenkritischen Klientel am kommenden Sonnabend in Dresden zu massiven Verstößen gegen die Corona-Schutz-Vorschriften oder Strafnormen kommen wird.“ Allerdings geht auch die Stadtverwaltung selbst davon aus, dass viele Bürger sich nicht an das Verbot halten werden. „Aufgrund der überregionalen Mobilisierung ist mit der Anreise und Ansammlung mehrerer Tausend Personen zu rechnen“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Auch Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang räumte mittlerweile ein, auf den Demonstrationen gegen eine staatliche Impfpflicht, aber auch gegen die zunehmende Manipulation von Corona-Daten seien überwiegend Bürger aus der „Mitte der Gesellschaft“ unterwegs.

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Achtung Ironie Untreue -ermittlungen gegen Habeck und Baerbock: Im Schlaraffenland grüner Gesinnung

Von Klaus-Rüdiger Mai

Gegen den Bundesvorstand der Grünen wird wegen Untreue ermittelt. Robert Habeck, der nach eigenem Zeugnis kaum zu Hause ist, bekam eine „coronabedingte Sonderzahlung“, um die Belastungen auszugleichen, die durch die Arbeit im Homeoffice entstanden waren.

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Untreue zum Nachteil der Partei gegen den Bundesvorstand der Grünen, also gegen Annalena Baerbock, Robert Habeck, Ricarda Lang, Jamila Schaefer sowie den Bundesgeschäftsführer Michael Kellner und den Schatzmeister Marc Urbatsch.

In der Sache handelt es sich um „coronabedingte Sonderzahlungen“, die an die Mitglieder des Bundesvorstands und an die Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle im Jahr 2020 gezahlt wurden. Die 1.500 Euro pro Person sollten die Belastungen ausgleichen, die durch die Arbeit im Homeoffice entstanden waren. Die vielen Arbeitnehmer und Selbständigen in diesem Land, deren Mehrbelastung durch die Maßnahmen der Regierung keinerlei Ausgleich erfahren haben, werden dafür sicher Verständnis aufbringen.

Laut dpa monierten parteiinterne Prüfer, dass eine „finanzielle Regelung nicht allein von den begünstigten Personen getroffen werden sollte“. Die Vorstände hätten jedenfalls nur die „tariflich festgelegten“ 300 Euro bekommen sollen.

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Österreich: Aus für Impfpflicht wegen Nichtmachbarkeit?

Die Herrschenden ziehen das eher durch

Von Fritz Goergen

In der letzten Pressekonferenz der Regierung klang schon an, dass man wegen organisatorischer Probleme auf die flächendeckende Überwachung der Einhaltung der Impfpflicht erst einmal verzichten und auf Stichprobenergebnisse setzen werde.

IMAGO / Bihlmayerfotografie

Noch gestern bekräftigte Österreichs neuer Kanzler Nehammer, dass die gesetzliche Impfpflicht kommt. Nun überschlagen sich Meldungen, die mehr oder weniger ein Aus für dieses Vorhaben verkünden. Das ist meiner Meinung nach recht voreilig.In der letzten Pressekonferenz der Regierung klang schon an, dass man dann eben auf die flächendeckende Überwachung der Einhaltung der Impfpflicht erst einmal verzichten und auf Stichprobenergebnisse setzen werde.

Auf krone.at liest sich das so:Laut Ministerium soll das Impfpflichtgesetz trotzem wie geplant mit Anfang Februar in Kraft treten. Der erste Abgleich der Impfdaten mit dem Melderegister ist im Gesetzesentwurf am 15. März vorgesehen. Sollte aus den Stellungnahmen im Begutachtungsprozess hervorgehen, „dass es aus technischen Gründen eine Änderung im Fristenlauf benötigt werden, wird das selbstverständlich berücksichtigt“, so ein Sprecher. „Dies ändert aber nichts am Inkrafttreten der Impfpflicht.“ Die Einhaltung soll ab diesem Zeitpunkt im Rahmen von behördlichen Kontrollen breit kontrolliert werden.Es ist in Österreich wie in Deutschland: Bevor die Herrschenden ihre Panikfahrt in den Sackbahnhof ihrer Corona-Politik beenden, wollen sie offensichtlich lieber über das Gleisende hinauskrachen.In den Medien, aber auch unter Autorenkollegen bei TE setzen viele darauf, dass so etwas wie die immer offensichtlicher werdende lückenhafte Wirksamkeit der neuen „Impfungen“ oder organisatorische Nichtmachbarkeit von den Herrschenden als Notausstieg aus dem Vorhaben Impfpflicht benutzt wird. Nicht einmal darauf zähle ich.

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