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Sie wissen, sie lügen!

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Alexander Solschenizyn AP
Alexander Issajewitsch Solschenizyn,Bild :SZ

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Wie der Spiegel seine Leser auf Meldungen über angebliche Wahlfälschungen in Russland vorbereitet

Wahl in Russland

Der Spiegel hat am 17. September einen Artikel von Christian Esch, dem Leiter des Spiegel-Büros in Moskau, mit der Überschrift „Parlamentswahl in Russland – Neue Leute, alte Tricks“ veröffentlicht, in dem er Vorwürfe erhebt, Russlands derzeit stattfindende Wahlen würden manipuliert. Seine Vorwürfe sind interessant, denn viele davon könnte man auch bei der in einer Woche anstehenden Bundestagswahl erheben. Daher lohnt sich ein näherer Bick auf den Artikel von Christian Esch.

Wie der Westen die russische Wahl angreift

Vorweg will ich noch einmal aufzeigen, wie systematisch der Westen seinen Angriff auf die russischen Wahlen vorbereitet hat. Im EU-Parlament wurde schon seit Mai ein Bericht vorbereitet, der dazu auffordert, die russischen Wahlen nicht anzuerkennen, „wenn die Parlamentswahlen 2021 in Russland als gefälscht anerkannt werden.“ Der Bericht, der aus 32 Seiten mit Vorschlägen für eine anti-russische Politik besteht, wurde einen Tag vor Beginn der russischen Wahlen vom EU-Parlament gebilligt. Parallel dazu hat die von der Mehrheit ihrer westlichen Mitgliedsstaaten dominierte OSZE es am 4. August unter Vorwänden abgelehnt, Wahlbeobachter zur russischen Wahl zu schicken. Da es keine Beobachter der OSZE gibt, stellt sich also die Frage, auf welcher Basis EU die russischen Wahlen „als gefälscht anerkennt“. Die Antwort ist einfach und wir haben das Prinzip schon vor einem Jahr in Weißrussland gesehen. Damals hat die OSZE die Wahlbeobachtung ebenfalls abgelehnt und die EU hat die Wahl als gefälscht bezeichnet und sie nicht anerkannt. Die Grundlage dafür war ein Bericht der vom Westen finanzierten NGO Golos, die Details darüber finden Sie hier. In Russland scheint nun eine Wiederholung des weißrussischen Szenarios geplant zu sein. Die vom Westen finanzierte NGO Golos veranstaltet in Russland Schulungen für „Wahlbeobachter“, von denen immer mehr Videos im Netz auftauchen, deren Echtheit nicht bestritten wird. Das Problem ist, dass den „Wahlbeobachtern“ dort nicht beigebracht wird, wie man eine Wahl beobachtet und Unregelmäßigkeiten erkennt, vielmehr wird dort offen gesagt, dass es nicht viele Unregelmäßigkeiten geben wird. Man sagt also offen, dass die russischen Wahlen nicht manipuliert werden.Daher sagen die Ausbilder von Golos ganz offen, dass es die Aufgabe der Wahlbeobachter ist, die Wahl als illegitim zu darzustellen und ihnen wird beigebracht, wie sie selbst die dazu nötigen Unregelmäßigkeiten provzieren und dann melden können. Das beste dabei ist, dass Golos auf seinen Präsentationen sogar das Logo der OSZE-Wahlbeobachter benutzt, die sich darüber übrigens nicht beschweren. All das können Sie inklusive eines solchen Videos hier nachlesen. Gleichzeitig bereitet die westliche Presse eine Informationskampagne vor, indem sie derzeit viel über die Wahlen in Russland berichtet und sich dabei jedes Mal darauf konzentriert, wie die Wahl angeblich gefälscht wird oder wie angeblich Regierungskritiker unter Druck gesetzt werden. Das bereitet den Boden für eine mögliche Medienkampagne nach der Wahl, so sie denn tatsächlich gewollt ist.Man darf nicht vergessen, dass eine Nicht-Anerkennung der russischen Wahl – und damit der russischen Regierung – durch die EU massive Folgen hätte, denn wenn man mit Russland nicht mehr redet, dann wären viele Dinge in Gefahr, bis hin zur Gasversorgung, denn die radikalen Einpeitscher in der EU könnten fordern, dass die EU Gasrechnungen einer „illegitimen Regierung“ nicht bezahlt werden dürfen. Daher ist es möglich, dass die EU vor dem Schritt, den sie gegen Weißrussland unternommen hat, nämlich de facto alle Abkommen auszusetzen und alle Gespräche mit der weißrussischen Regierung zu verweigern, zurückschrecken könnte. Die Folgen eines solchen Vorgehens gegenüber Russland wären nicht absehbar.Schauen wir uns nun am Beispiel des Spiegel an, wie der Boden für die mögliche Nicht-Anerkennung der russischen Wahl bereitet wird und worum es tatsächlich geht.

Wahlkampf in Russland

Der Artikel von Christian Esch beginnt damit, dass die Russen angeblich nicht viel von dem Wahlkampf mitbekommen. Das könnte man genauso gut auch für Deutschland sagen, denn letztlich ist das identisch. In beiden Ländern hängen überall Wahlplakate, es gibt Wahlsendungen im Fernsehen und so weiter.Allerdings fehlt im russischen Wahlkampf das gleiche, was auch im deutschen Wahlkampf fehlt: Es gibt keine wirklich strittigen Themen, die Parteien sind sich in ihren Zielen weitgehend einig, die Unterschiede liegen eher im Detail. Oder können Sie erklären, worin sich die deutschen Parteien zum Beispiel beim den deutschen Wahlkampf beherrschenden Thema Klimaschutz unterscheiden? Alle deutschen Parteien fordern mehr Maßnahmen zum Klimaschutz, es gibt keine Unterschiede in der Sache, es geht nur um Details, aber nicht um die generelle Richtung. Und das ist in Russland bei den meisten Themen ganz ähnlich.

Navalnys „Smart Voting“ und das russische Wahlsystem

Dann kommt Esch auf das Internet zu sprechen und lässt einen Navalny-Vertreter sagen, der Druck, den die russische Regierung auf die amerikanischen Internetkonzerne aufgebaut hat, das „Smart Voting“ von Navalny zu verbieten und seine App in Russland aus den App-Stores zu verbannen, sie ein „schändlicher Akt politischer Zensur„.Um zu verstehen, worum es geht, muss man das russische Wahlsystem verstehen. In Russland wird die Hälfte der Sitze im Parlament über Parteilisten vergeben, die andere Hälfte allerdings besteht aus direkt gewählten Kandidaten, weshalb in Russland auch Leute ins Parlament kommen, die unabhängig von Parteien sind. Das finde ich sinnvoll, denn diese Abgeordneten sind in erster Linie ihren Wählern in ihrem Wahlkreis verpflichtet und nicht ihrer Partei.Navalny setzt darauf, mit seinem „Smart Voting“ Wahlempfehlungen abzugeben, die dem stärksten Kandidaten, der nicht zur Regierungspartei gehört, helfen. Wofür der steht, ist dabei völlig egal. Navalny steht nicht für Inhalte, sein Programm ist Protest gegen die Regierung. Nur ist es eben kein Programm, gegen etwas zu sein, man muss auch sagen, wofür man ist. Das tut Navalny nicht, er ist immer nur gegen alles.Da Navalny aus dem Ausland finanziert wird und auch seine Mitarbeiter inzwischen alle im Ausland sitzen (von welchem Geld leben sie dort wohl?), hat der russische Staat Navalnys Organisationen und auch sein „Smart Voting“ nun zu extremistischen Organisationen erklärt und verboten. Das ist nicht unbegründet. Details über Navalnys Finanzierung aus dem Ausland finden Sie hier und hier, Details über seine Verbindungen zu westlichen Geheimdiensten finden Sie hier. Sogar die IP-Adressen, von denen die Navalny-App technischen Support erhält, sind nach russischen Informationen überwiegend aus den USA. Dem hat übrigens niemand widersprochen, das nur nebenbei.Kein Land der Welt würde es dulden, dass eine Protestwahl aus dem Ausland gelenkt wird, das dem eigenen Land offen feindselig gegenübersteht. Der Westen reagiert da weitaus empfindlicher als Russland, wie die ewige Hysterie in den USA über angebliche Einmischungen in US-Wahlen zeigen. Diese Hysterie greift inzwischen auch in anderen westlichen Ländern um sich.

Russlands Umgang mit dem Internet

In dem Spiegel-Artikel von Herrn Esch geht es danach darum, dass Russland die US-Internetkonzerne aufgefordert hat, Inhalte, die in Russland illegal sind, in Russland zu sperren. Das ist in den Augen des Spiegel Zensur. Darauf geht Esch in seinem Artikel nur kurz ein, dafür hat die Lügenbaronin des Spiegel, die ebenfalls in Moskau arbeitende Korrespondentin Christina Hebel, einen eigenen Artikel mit der Überschrift „Parlamentswahl in Russland – Google und Apple knicken vor dem Kreml ein“ darüber geschrieben, dass die Internetkonzerne Navalnys App aus den App-Stores genommen haben. Natürlich ist es eine Form von Zensur, wenn ein Staat von den Internetkonzernen unter Androhung von Strafe fordert, bestimmte Inhalte in einem Land nicht zu zeigen, sie dort also unsichtbar zu machen oder sie sogar ganz zu löschen. Russland beschränkt sich in seinen Gesetzen darauf, nur von den Konzernen zu fordern, in Russland illegale Inhalte in Russland unsichtbar zu machen, während westliche Länder gleich auf der kompletten Löschung von Inhalten bestehen, die sie nicht mögen.Dazu gibt es übrigens ein aktuelles Beispiel aus Deutschland, denn Facebook hat gerade viele Accounts gesperrt, die laut Pressemeldungen den Querdenkern nahestanden, die aber für die kleine Partei „Die Basis“ als Kommunikationsinstrument sehr wichtig waren.Die Basis hat in Deutschland ungefähr die gleichen (oder sogar geringere) Chancen bei der Wahl, wie Navalny in Russland, daher ist das vergleichbar. Wenn ein Internetkonzern in Deutschland ein Instrument löscht, das eine Partei im Wahlkampf braucht, meckert in den deutschen Medien niemand, wenn das in Russland passiert, sprechen sie hingegen von Zensur.

Deutschlands Umgang mit dem Internet

In Deutschland wurde das Netzwerkdurchsetzungsgesetz erlassen, das genau das gleiche tut, wie die Gesetze in Russland: Es weist die Internetkonzerne unter Strafandrohung an, in Deutschland als illegal eingestufte Inhalte im Falle von Beschwerden vom Netz zu nehmen. Sogar die im deutschen und russischen Gesetz genannten Straftatbestände sind weitgehend identisch. Es geht unter anderem um Inhalte, die folgende Straftatbestände erfüllen: die Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates, Volksverhetzung, die landesverräterische Fälschung, Straftaten gegen die öffentliche Ordnung wie die Bildung krimineller Vereinigungen, die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen, die Verbreitung kinderpornographischer Schriften, Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung.Entscheidend ist der erste Punkt, der in Deutschland als „Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates“ bezeichnet wird und in § 81 StGB geregelt ist. Darunter versteht man Versuche, die „verfassungsmäßige Ordnung zu ändern„, was in Deutschland – wie in jedem anderen Land auch – strafbar ist. So auch in Russland, und da Navalny regelmäßig fordert, die russische Regierung am besten gleich zu stürzen und das auch noch mit finanzieller Unterstützung aus dem Ausland tut, hat Russland – nachdem es dem jahrelang tatenlos zugeschaut hat – nun durchgegriffen und alle Organisationen von Navalny als extremistisch eingestuft und verboten. Gegenfrage an den Spiegel: Wie lange würde es in Deutschland wohl dauern, bis der deutsche Staat eine „Opposition“ verbietet, die sich mit Finanzierung aus Russland oder China in Deutschland für einen Sturz der Regierung einsetzt?

Die Strafen in Russland und Deutschland

Hinzu kommt, dass die US-Internetkonzerne sich viel Zeit lassen, bevor sie beanstandete Inhalte in Russland entfernen. Auch sind die Strafen in beiden Ländern sehr unterschiedlich. Frau Hebel schreibt in ihrem Artikel:

„Betreiber westlicher Plattformen wie Facebook stehen ohnehin schon unter massiver Beobachtung in Russland. Sie mussten allein im ersten Halbjahr 2021 hohe Geldstrafen zahlen, weil sie nicht in dem von der Medienaufsichtsbehörde geforderten Umfang Inhalte blockiert hatten.“

Das klingt ganz schlimm, aber warum erzählt Frau Hebel ihren Leser nicht, dass die bisher höchste Geldstrafe in Russland Facebook getroffen hat. Sie betrug sagenhafte 496.000 Euro, wie Frau Hebel in einem anderen Artikel selbst mitgeteilt hat. Ist das für den Milliardenkonzern eine hohe Geldstrafe? Zum Vergleich: Das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz sieht bei Verstößen eine Geldstrafe von fünf Millionen Euro vor, die sogar verzehnfacht werden kann. Wo also werden die Internetkonzerne vom Staat mit Androhung von hohen Geldstrafen unter Druck gesetzt? In Russland, wo es sich nur um einige hunderttausend Euro Strafe handelt, oder in Deutschland, wo die Strafen in die Millionen gehen?Da die US-Internetkonzerne den Forderungen westlicher Staaten recht problemlos folgen, die russischen Forderungen aber regelmäßig ignorieren, sieht das russische Gesetz in letzter Konsequenz bei fortgesetzter Weigerung, den russischen Gesetzen zu folgen, auch die Blockierung in Russland vor. Twitter hat das in diesem Jahr mal ausgetestet, hat aber aufgegeben, bevor Twitter tatsächlich in Russland blockiert wurde. Über die russischen Gesetze habe ich berichtet, als sie verabschiedet wurden, den Artikel finden Sie hier.

Was der Spiegel noch zu bemängeln hat

In dem Artikel von Christian Eschh erfahren wir auch:

„Erstmals wird die Dumawahl auf drei Tage ausgedehnt. Bisher gab es Ähnliches nur beim Verfassungsreferendum 2020, als Putin sich die Möglichkeiten zugestehen ließ, für zwei weitere Amtszeiten zu kandidieren. Das Verlängern der Stimmabgabe erschwert deren Kontrolle durch Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter.“

Es ist keineswegs eine russische Erfindung, Wahlen zu verlängern. Das haben in Zeiten von Corona auch andere Länder getan, um allzu großen Andrang in den Wahllokalen zu verhindern. Wieder andere Länder gehen andere Wege, um großen Andrang in Wahllokalen zu vermeiden und setzen auf Briefwahl. Ich finde es eigentlich schade, dass Russland nicht auf Briefwahl gesetzt hat, denn dann hätten wir erleben können, wie der Spiegel uns erklärt, dass Briefwahl in Russland anfällig für Fälschungen ist, während der Spiegel beim Beispiel der US-Wahlen das Gegenteil behauptet.Noch absurder ist folgender Teil in dem Artikel von Herrn Esch:

„Massiv gefördert wird diesmal die elektronische Stimmabgabe: Sie ist probehalber in sieben von insgesamt 85 Regionen möglich. (…) Für Wahlbeobachter ist das ein Albtraum. Diese Wahlen, warnt Stanislaw Andrejtschuk von der Wählervereinigung »Golos«, könnten »die letzten in Papierform sein.« Eine Wahlbeobachtung, fürchtet er, wäre in Zukunft »nicht einmal mehr theoretisch möglich.«

Wie man sieht, beruft sich der Spiegel schon mal auf Golos, aber das nur nebenbei.Ich bin ein massiver Kritiker elektronischer Wahlen, das gilt für alle Länder. Es ist jedoch verlogen, wenn der Spiegel im Falle von Russland darauf hinweist, dass eine Wahl nur dann tatsächlich beobachtet werden kann, wenn sie in Papierform stattfindet, die Wahlen in den USA, wo es selbst in vielen Wahllokalen keine Stimmzettel mehr gibt, sondern Wahlcomputer genutzt werden, mit keinem Wort kritisiert. Sobald es keine Stimmzettel aus Papier mehr gibt, ist eine Wahl nicht mehr kontrollierbar, aber der Spiegel kritisiert das nur in Russland, feiert die elektronische Stimmabgabe aber als Fortschritt, wenn sie in den USA und anderen westlichen Staaten eingeführt wird.

Die russische Opposition

Für westliche Medien ist die einzige Opposition in Russland Navalny. Das wäre so, als wenn in Russland oder China berichtet würde, dass die einzige Opposition in Deutschland Pegida oder Querdenken sind.Tatsächlich gibt es auch im russischen Parlament eine Opposition, so wie es sie auch im deutschen Parlament gibt. Und beide Länder eint auch, dass die Opposition bei den meisten Themen einer Meinung mit der Regierung ist. Gestritten wird über Details, aber nicht um einen anderen Weg.Beispiele: Für deutsche Parteien sind Dinge wie die Nato-Mitgliedschaft Deutschland kein Thema. Und wenn eine Partei (wie aktuell noch die Linke) anderer Meinung ist und einen Nato-Austritt Deutschlands fordert, dann wird ihr die „Regierungsfähigkeit“ abgesprochen. Das gleiche sehen wir in Russland, wenn es um Russlands Souveränität geht, die allen russischen Parteien heilig ist. Und dazu gehört nun einmal, dass sich Russland nicht den Diktaten des Westens beugt, die der Westen mit seinen Sanktionen erzwingen will.Im Detail streiten die Parteien in Russland aber sogar weit mehr als in Deutschland. Allerdings läuft auch das in Russland anders ab, denn die Regierung ist in Russland überparteilich, die meisten Minister sind nicht einmal in einer Partei, sie sind Fachleute. Daher laufen die Diskussionen und Streitigkeiten zu neuen Gesetzen oder Gesetzesänderungen in Russland weniger spektakulär ab und sind weniger politisiert. Man diskutiert in der Sache, nicht um von der Parteipolitik vorgegebene ideologische Narrative.Leider berichte ich fast nicht über die innenpolitischen Diskussionen in Russland, weil das die meisten deutschen Leser kaum interessieren dürfte und weil ich dazu jedes Mal ausführlich die Situation in Russland und die Positionen der russischen Parteien zu einem Thema erklären müsste. Es wären also sehr lange und sehr aufwändige Artikel, die kaum gelesen werden, und im Ein-Mann-Betrieb muss ich mir genau überlegen, worüber ich schreibe, denn der Tag hat leider nur 24 Stunden. Aber manchmal gibt es beim Anti-Spiegel Artikel, die Beispiele für solche innenpolitischen Prozesse in Russland aufzeigen.So habe ich zum Beispiel mal in einem anderen Zusammenhang darüber berichtet, wie in Russland das Problem des Lehrermangels diskutiert wird. Aus dem Artikel wird deutlich, wie in Russland über solche alltäglichen Gesetze diskutiert und gerungen wird, das Beispiel finden Sie hier. Leider wird darüber in westlichen Medien nicht berichtet, da wird stattdessen der Eindruck erweckt, in Russland gebe es keine Opposition im Parlament. Am Ende des Artikels von Herrn Esch wird die Existenz einer Opposition im russischen Parlament kurz mal angedeutet, wenn er über den möglichen Erfolg der kommunistischen Partei schreibt:

„Zwar gehört die Partei zur »systemischen Opposition«, hält sich also an die Vorgaben aus der Präsidialverwaltung. Aber seit der Kreml Nawalnys radikale Opposition aus dem Weg geschafft hat, ist die KPRF die aufmüpfigste der Oppositionskräfte. Mehr als alle anderen profitiert sie nun auch von Nawalnys »Smart Voting«-Kampagne. Diese Kampagne nennt Protestwählerinnen und Protestwählern in jedem Wahlkreis den jeweils aussichtsreichsten Gegenkandidaten zu Einiges Russland. In 137 Fällen ist das ein Kommunist. Der Kreml sieht die Entwicklung der Kommunisten mit Sorge – und geht auch deshalb so harsch gegen Nawalnys »Smart Voting«-Kampagne vor.“

Das Problem des Westens ist, dass die Russen eine eigene Meinung haben

Ich glaube kaum, dass das der Grund dafür ist, dass Russland gegen „Smart Voting“ vorgeht, die wahren Gründe habe ich erklärt. Die Kommunisten in Russland sind eher so etwas, wie die frühere SPD. Sie fordern mehr soziale Programme und die Regierung setzt vieles davon um, eine Gefahr sieht der Kreml in den Kommunisten wohl kaum, denn sie erfüllen in Russland eine wichtige Funktion, indem sie auf soziale Fragen aufmerksam machen.Und das ist etwas, was der Kreml sehr schätzt, denn der Kreml ist – wie jede Regierung der Welt – daran interessiert, dass es im Land ruhig und stabil bleibt. Daher sind Hinweise auf echte soziale Probleme willkommen, um sie zu lösen, bevor sie zu einem echten Problem für das Land werden.Man kann es gut oder schlecht finden, aber die russische Demokratie unterscheidet sich in einem kaum von der deutschen: Die großen Parteien sind sich in den Kernfragen einig, sie streiten eher um Details als um eine Änderung der Richtung.Dem Westen gefällt die generelle Richtung der russischen Politik nicht, denn Russland besitzt die Frechheit, in vielem eine andere Meinung zu haben, als der Westen. Das Problem des Westens ist, dass die Russen zu diesen Themen (Nato, Globalisierung, Macht der Konzerne, etc.) mehrheitlich ebenfalls eine andere Meinung haben, als der Westen. Erst vor wenigen Tagen habe ich über eine Umfrage berichtet, die das sehr anschaulich aufgezeigt hat, den Artikel finden Sie hier. Noch deutlicher wird der Unterschied zwischen der Meinung der Russen und den politischen Zielen des Westens, wenn man sich gesellschaftspolitische Fragen anschaut, denn die Russen lehnen die vom Westen propagierten Narrative von Gender, BLM, Political Correctness und so weiter ab, das gilt erst recht für die Einführung von Quoten nach diesen Kriterien. Das habe ich immer wieder aufgezeigt, Beispiele finden Sie hier, hier, hier und hier. Bei all dem Theater, das die westlichen Medien derzeit um die russischen Wahlen veranstalten, geht es daher nicht um Demokratie, sondern um Geopolitik. Der Westen will den Russen sein System aufzwingen, vor allem das wirtschaftliche. Aber wie die genannte Umfrage zeigt, wollen nur 24 Prozent der Russen das politische westliche System des Westens haben, das wirtschaftliche System des Westens wollen sogar nur 16 Prozent der Russen.So einfach und so banal ist das Ganze in Wahrheit.In meinem neuen Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln“ habe ich mich sehr intensiv mit weiteren Themen rund um die komplexen Zusammenhänge der gesteuertern Politik im Westen und deren brisanten Verstrickungen mit einer ganzen Reihe von Organisationen beschäftigt und dabei einiges zu Tage gefördert.

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Das Buch ist aktuell in diesem Monat erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

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Meisterstück der Propaganda: Wie der „Tagesschau-Faktenfinder“ über 9/11 berichtet

Faktenchecks sind groß in Mode und Redaktionen wie die der Tagesschau halten sich sogar eigene „Faktenfinder“. Ein besonders sehenswertes Exemplar darf bei der Tagesschau Dienst tun. von Anti-Spiegel 20. September 2021 00:31 Uhr

Dass Mainstream-Medien wie der Tagesschau die offenen Fragen zu 9/11 ansprechen würden, hat zum Jubiläum der Terroranschläge vor einer Woche niemand erwartet. Was der selbst ernannte Faktenfinder der Tagesschau bei der Gelegenheit abgeliefert hat, war jedoch sehr bemerkenswert, denn der Artikel macht selbst beim aufmerksamen Lesen den Eindruck, er wäre so schlecht, dass sogar die Sesamstraße Bildungsprogramm für Fortgeschrittene ist.

Erst beim Schreiben dieses Artikels habe ich bemerkt, wie geschickt der Artikel in Wahrheit aufgebaut ist. Daher habe ich meinen Artikel auch so aufgebaut, wie ich es erlebt habe: Zuerst denkt man, der Artikel des Faktenfinders wäre einfach nur grottenschlecht. Erst bei einer Analyse, die man wohl nur macht, während man darüber schreibt, fällt einem auf, wie geschickt der Faktenfinder seinen Artikel auf sein Zielpublikum zugeschnitten hat.

Mit einem, das kann man vorwegnehmen, hat der Artikel des Faktenfinders der ARD jedoch nichts zu tun: Mit Fakten. Aber dazu kommen wir gleich.

Für alle, die sich für die wichtigsten offenen Fragen zu 9/11 interessieren, habe ich die hier zusammengestellt. Ich werde das jetzt nicht alles wiederholen, sondern nur auf das eingehen, was der selbsternannte Faktenfinder des ARD geschrieben hat. Dass man auch anders über 9/11 berichten kann, zeigt das russische Fernsehen immer wieder, wie dieser und dieser russische Berichte zeigen.

Fakten beim Faktenfinder?

Der Artikel des Faktenfinders der Tagesschau mit der Überschrift „9/11-Verschwörungslegenden – Sprengung? Aliens? Geheimdienste?“ beginnt mit einer Einleitung und sage und schreibe sechs Absätzen, die in der Sache keinerlei Informationen enthalten, sondern den Leser emotional nur darauf einstimmen sollen, das bald Thesen von Verschwörungstheoretikern kommen, die ziemlich plem-plem sein müssen. Im siebten Absatz kann man dann lesen:

„Schon beim Angriff der Japaner auf Pearl Harbour im Zweiten Weltkrieg gab es Gerüchte, die US-Regierung habe den Angriff absichtlich geschehen lassen, um sich den Rückhalt der Bevölkerung für einen Kriegseintritt zu sichern.“

Da muss man dem Faktenfinder leider sagen, dass er von Fakten keine Ahnung hat, oder sogar bewusst lügt. Es ist längst unbestritten, dass US-Präsident Roosevelt genau das getan hat. Ich will darauf hier nicht im Detail eingehen, aber das ist ganz und gar keine Verschwörungstheorie, sondern eine historische Wahrheit, über sogar das ZDF schon vor 30 Jahren berichtet hat, als die Akten frei gegeben wurden. Die Reportage des ZDF von 1991 über das Thema empfehle ich jedem geschichtlich Interessierten.

Pearl Harbor- Köder zum Krieg ZDF, 22.11.1991

Der Faktenfinder der Tagesschau hat in seinem Artikel also schon bei den ersten Fakten, die er nennt, komplett versagt. Nach diesem siebten Absatz folgen in dem Artikel des Faktenfinders drei weitere Absätze, die keinerlei Informationen enthalten. Anstatt sich endlich mal mit 9/11, also dem angeblichen Thema seines Artikels, zu befassen, geht es in den drei folgenden Absätzen um Verschwörungstheorien und um Menschen, die dazu forschen. Dabei wären Menschen, die zu 9/11 forschen, doch viel interessanter.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In dem Artikel, in dem es angeblich um Verschwörungstheorien zu 9/11 geht, wurde in der Einleitung und in den ersten zehn Absätzen nicht auf eine einzige von ihnen eingegangen. Lediglich, dazu kommen wir gleich, wurden einige kurz erwähnt, jedoch ohne ihre Gründe zu erklären oder sie mit Argumenten zu widerlegen.

Bei einem selbsternannten „Faktenfinder“ sollte man doch erwarten, dass er die angeblichen Verschwörungstheorien anhand von Fakten widerlegt. Aber er geht auf keine einzige der Theorien ein und das einzig greifbare, was in den zehn Absätzen zu lesen war, betraf Pearl Habour und war auch noch unwahr.

Das nenne ich mal einen Faktenfinder.

Die laut Faktenfinder offenen Fragen

Erst dann kommt in dem Artikel die Teilüberschrift „Es gibt noch offene Fragen“ und der interessierte Leser hofft nun endlich mehr über die Verschwörungstheorien zu erfahren und auch darüber, warum die natürlich alle unwahr sind. Aber wieder Fehlanzeige, denn der folgende Absatz dreht sich wieder um pseudo-psychologische Fragen über Verschwörungstheoretiker. Erst im letzten Absatz des Artikels kann man lesen:

„Aber auch wenn die großen Verschwörungslegenden jeder Grundlage entbehren, bleiben doch auch 20 Jahre nach dem 11. September 2001 viele Fragen offen, sagt Autor Graff: „Es gibt da in der Tat eine Menge ungeklärte Dinge. Aber die haben nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Da geht es um Fragen wie: Wer wusste wann was? Warum sind bestimmte Dinge gemacht worden nach den Anschlägen? Was hätte man vielleicht anders machen können? Da sind noch viele Fragen offen. Und vielleicht werden wir auch nie die Antworten darauf erfahren.“

“Die „großen Verschwörungslegenden“ entbehren also jeder Grundlage. Das mag ja sein, nur ist der Faktenfinder in seinem Artikel weder auf die angeblichen „Verschwörungslegenden“ eingegangen, der unbedarfte Leser kennt sie also gar nicht, noch hat er aufgezeigt, warum sie denn „jeder Grundlage entbehren„. Das soll der Leser blind glauben, nur was hat das mit Fakten zu tun, die man von einem Faktenfinder doch erwartet?

Und was der Faktenfinder über die seiner Meinung nach noch offenen Fragen zitiert, ist auch sinnfrei, wenn man es dem Leser nicht erklärt. Es gibt darin aber auch nicht eine konkrete Information, die man greifen kann.

Keine Fakten beim Faktenfinder

Wie gesagt erscheint der Artikel ziemlich wirr. Er nennt zwar an verschiedenen Stellen einige Verschwörungstheorien zu 9/11, aber er geht auf keine einzige ein. Als Faktenfinder sollte er das aber doch tun und seinen Lesern zeigen, warum diese oder jene Theorie in seinen Augen (oder seinen angeblichen Fakten zufolge) Unsinn ist.

Stattdessen formuliert er bewusst wirr, um seinen Lesern zu suggerieren, dass all diese Theorien nur wirres Zeug sind, das irgendwelche Spinner verbreiten. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wenn das so ist, dann sollte es doch sehr einfach sein, die Theorien kurz und knapp zu widerlegen, anstatt so einen sinn- und informationsfreien Artikel zu produzieren, wie es der Faktenfinder getan hat.

Aber der Artikel war gar nicht sinnfrei, wie sich bei genauen hinsehen zeigt. Also übernehme ich hier mal den Job des Faktenfinders und schaue mir mit Ihnen zusammen an, welche Verschwörungstheorien der Faktenfinder zumindest erwähnt hat, ohne auch nur eine davon zu widerlegen.

Und wenn man sich diese Mühe macht, dann stellt man fest, wie professionell der Artikel in Wahrheit ist. Er ist ein Meisterstück in der Beeinflussung der Leser, denn man muss wissen, dass der durchschnittliche Tagesschau-Konsument von den offen Fragen zu 9/11 nichts weiß. Und auf diese uninformierten Leser wirkt der Artikel perfekt. Das schauen wir uns nun an.

So geschickt ist der Faktenfinder: Inside Job?

Der Faktenfinder lässt einen Historiker im zweiten Absatz unter anderem sagen:

„Die Haupttheorie ist bis heute, dass 9/11 in irgendeiner Form ein ‚Inside Job‘ war. Dass die US-Regierung von den Anschlägen im Vorfeld gewusst und sie nicht verhindert hat- oder sogar aktiv in die Anschläge verwickelt war“

Schon das ist geschickt gemacht, denn der Faktenfinder beginnt seinen Artikel damit. Aber der Verdacht, dass die US-Regierung vorher von den Anschlägen wusste, ist das Ergebnis aller offenen Fragen. Wer diese These widerlegen will, der muss sich zunächst alle offenen Fragen anschauen und sie beantworten. Im Ergebnis wäre dann automatisch die These des Inside Jobs vom Tisch.

Da der Faktenfinder seinen Artikel aber mit dem Ergebnis anfängt, anstatt vorher die Gründe dafür zu nennen, erzielt der Artikel auf das Zielpublikum die gewollte Wirkung: Schon nach dem zweiten Absatz, aus dem dieses Zitat stammt, hat der Leser den Eindruck, das müsse kompletter Unsinn sein.

So geschickt ist der Faktenfinder: Flugzeuge und Sprengungen?

Im zweiten Absatz darf der zitierte Historiker fortfahren und von den Fragen berichten, die ihm Leute bei Lesereisen stellen:

„Da ist alles dabei: Angefangen von der Idee, dass kein Flugzeug aufs Pentagon gestürzt ist – bis zur Theorie, dass das World Trade Center eigentlich gar nicht angegriffen, sondern kontrolliert von innen gesprengt wurde“

Die Einleitung „Da ist alles dabei“ ist geschickt platziert, denn auch sie lenkt davon ab, dass das interessante Fragen sein könnten. Dem Leser wird durch die Formulierung suggeriert: Alles Unsinn!

Und wieder gibt es keine Details zu den genannten Theorien. Dabei sind die interessant, weshalb wir sie uns kurz anschauen.

Dass das World Trade nicht angegriffen, sondern kontrolliert gesprengt wurde, behauptet kein ernstzunehmender Kritiker der offiziellen Version. Vielmehr geht es bei der Frage der kontrollierten Sprengung in erster Linie nicht um die beiden berühmten Türme, sondern um das dritte eingestürzte Gebäude (ja, in New York sind drei und nicht zwei Türme eingestürzt). Das war das das World Trade Center 7 (WTC7), ein 150 Meter hoher Wolkenkratzer, in den kein Flugzeug eingeschlagen ist, der aber auch im freien Fall und komplett symmetrisch eingestürzt ist, wie bei einer kontrollierten Sprengung.

Der Grund für den Einsturz war dem offiziellen Bericht der US-Regierung zufolge, dass es in dem Gebäude gebrannt hat, was zum Einsturz geführt hat. Ich will darauf hier nicht näher eingehen, Sie können hier die Details finden. Ich denke, es reicht, wenn wir uns dieses Foto anschauen, das der Faktenfinder natürlich nicht zeigt, denn nur eines der gezeigten Gebäude ist eingestürzt.Bleibt noch hinzuzufügen, dass die Universität von Alaska den Einsturz von WTC7 untersucht hat und in ihrem Gutachten zu der Ergebnis kommt, dass das Gebäude kontrolliert gesprengt wurde. Eine andere Möglichkeit sehen die Experten der Universität nicht. Bestätigt wird das durch die Tatsache, dass weder vor noch nach 9/11 jemals ein Stahlbeton-Hochhaus wegen Feuer eingestürzt ist. Und wie das Foto zeigt, haben andere Gebäude weit stärker gebrannt als WTC7.

Und auch das mit dem Pentagon ist so eine Sache, denn ob da ein Flugzeug eingeschlagen ist, ist zumindest fraglich. Das hat vier Gründe: Erstens hat in Washington, im Gegensatz zu New York, niemand ein Flugzeug gesehen oder gar gefilmt, zweitens ist die offizielle Flugbahn mit einer großen Boeing nicht zu fliegen, denn sie soll mit großer Geschwindigkeit im Tiefflug in etwa zehn Metern Höhe geflogen sein, wofür diese Flugzeuge nun wirklich nicht gebaut sind und was fliegerisch selbst für die besten Profis kaum zu leisten ist. Drittens war das Einschlagloch im Pentagon rund, die Mauern neben dem runden Loch haben jedoch keinerlei Spuren der Flügel oder der schweren Triebwerksgondeln gezeigt und viertens sind auf den Bildern nirgendwo Flugzeugtrümmer zu sehen, das Flugzeug inklusive Passiere und Fracht ist nicht da.

Wenn es dem Faktenfinder um Fakten ginge, müsste er über diese offenen Fragen berichten und dann aufzeigen, wie sich das erklären lässt. Die Tatsache, dass er all diese Dinge kurz erwähnt, es dabei aber wie wirres Zeug von Spinnern erscheinen lässt, zeigt unmissverständlich: Um Fakten geht es ihm nicht.

So geschickt ist der Faktenfinder: Spekulationen am Finanzmarkt?

Nach diesen beiden Aussagen im zweiten und dritten Absatz des Artikels fabuliert der Faktenfinder ellenlang über Verschwörungstheorien, anstatt über 9/11 zu schreiben. Erst im achten Absatz geht es mal wieder um Verschwörungstheorien zu 9/11:

„Und so glaubt auch 20 Jahre danach laut Umfragen fast jeder dritte US-Amerikaner daran, dass am 11. September 2001 etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Die Legenden reichen von einem Raketenbeschuss der Türme über lukrative Spekulationen am Finanzmarkt bis zu einer Verschwörung des israelischen Geheimdienstes Mossad.“

Wer sich ernsthaft mit 9/11 beschäftigt, kann die Flugzeuge in New York nur schwer bestreiten, denn sie wurden gesehen und gefilmt. Bei all den vielen privaten Videos, die an dem Tag gemacht wurden, wäre es unmöglich gewesen, geheim zu halten, wenn da etwas anderes in die Türme geflogen wäre und die Flugzeuge nur in die Filme montierte Spezialeffekte gewesen wären. Anders liegt die Sache wie gesagt im Pentagon, wo es auch kein einziges Bild des Flugzeuges gibt.

Auch das mit dem Mossad lasse ich hier mal aus, denn ob und welche Geheimdienste in 9/11 verwickelt waren, ist bisher spekulativ. Naja fast, denn vom saudischen Geheimdienst weiß man es inzwischen ziemlich sicher, wie das kürzlich von der US-Regierung veröffentlichte FBI-Memo bestätigt hat. Das jedoch erfährt man in den Mainstream-Medien und erst recht beim Faktenfinder nicht, daher habe ich darüber geschrieben und das FBI-Memo auch verlinkt, damit jeder überprüfen kann, was ich darüber geschrieben habe. Den Artikel finden Sie hier.

Dass der Faktenfinder den saudischen Geheimdienst nicht erwähnt, sondern den Mossad, ist übrigens auch psychologisch geschickt gemacht. Der „gut informierte“ Tagesschau Konsument weiß schließlich, dass die bösen Verschwörungstheoretiker an allem und jedem den Juden und ihrem Geheimdienst Mossad die Schuld geben. In dem Artikel des Faktenfinders ist wirklich alles sehr gut durchdacht und auf das Zielpublikum abgestimmt, sogar solche Kleinigkeiten.

Das mit den lukrativen Spekulationen am Finanzmarkt ist allerdings die Wahrheit. Unmittelbar vor 9/11 haben bis heute unbekannte Investoren ungewöhnlich große Summen auf fallende Kurse ausgerechnet der Airlines gewettet, die von 9/11 betroffen waren und deren Kurse danach tatsächlich abgestürzt sind. Sie haben sich an 9/11 eine goldene Nase verdient. Darüber haben Medien seinerzeit berichtet.

Die US-Regierung fand das jedoch unwichtig und hat sich geweigert zu untersuchen, wer da – möglicherweise mit Insiderwissen – an 9/11 sehr viel Geld verdient hat. Aber das muss ein Leser des Faktenfinders der Tagesschau ja nicht wissen.

Fazit

Dieser Artikel des Faktenfinders der Tagesschau macht auf den ersten Blick den Eindruck, er sei einfach nur schlecht gemacht. Aus propagandistischer Sicht ist er jedoch ein Meisterwerk, denn er lenkt vom Thema ab und beim Zielpublikum der Tagesschau-Konsumenten erzielt er die gewünschte Wirkung.

Allerdings zeigt der Artikel dadurch auch, wie der Faktenfinder arbeitet. Er hat nichts mit Fakten am Hut, sondern es geht ihm ausschließlich um das Transpostieren der gewollten Narrative, ohne die Leser allzu sehr mit Informationen zu behelligen.

Das ist ein Meisterstück für das Propaganda-Handbuch.

Quelle


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Das neue „Spieglein“ ist da!

Nun ist endlich soweit: Das neue „Spieglein“, also das Propaganda-Jahrbuch 2020, ist fertig und kann vorbestellt werden! Das erste „Spieglein“, dass vor einem Jahr erschienen ist, war bei den Lesern so beliebt, dass ich natürlich auch in diesem Jahr ein neues „Spieglein“ geschrieben habe. Für alle, die das Buch nicht kennen: Das „Spieglein“ ist ein … Das neue „Spieglein“ ist da! weiterlesen

Terror, Clans, Polizei: Was radikale Pläne der Linkspartei für unsere Sicherheit bedeuten

Polizei im Einsatz, Linken-Spitze Hennig-Wellsow und Wissler (v.l.).

Wenn die Linkspartei im Bund zusammen mit SPD und Grünen an die Macht kommt, könnte das die Innere Sicherheit Deutschlands massiv beeinträchtigen. Die Linke will den Verfassungsschutz auflösen und Fahndungsmethoden verbieten; der Polizei steht sie kritisch bis feindselig gegenüber. FOCUS Online über mögliche Folgen für uns alle.

Sollte nach der Bundestagswahl am kommenden Sonntag eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken zustande kommen, hätte dies womöglich erhebliche Auswirkungen auf die Innere Sicherheit Deutschlands. Das liegt insbesondere an den zum Teil radikalen Forderungen der Linken.

Zwar lässt sich noch nicht absehen, was die Partei um ihre Vorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow in einem rot-grün-dunkelroten Bündnis tatsächlich umsetzen könnte. Vorsorglich sollte man sich jedoch die Agenda der Partei in puncto Sicherheit noch einmal genauer zu Gemüte führen – auch um nach der Wahl nicht überrascht zu sein. Die Sicherheitsarchitektur unserer Republik würde sich dramatisch verändern.

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„Fast alle Menschen, die sterben, sind geimpft.“

Bestattungsunternehmer schlägt Alarm:

Trotz aller Bemühungen, die Zahlen zu erhöhen – auch in Pflegeheimen – sei die Sterblichkeit im Jahr 2020 niedriger als 2019, so der Bestatter.

Die Sterblichkeitsrate geht in die Höhe
Der Impfstoff wurde am 6. Januar eingeführt, woraufhin die Sterblichkeitsrate in die Höhe schnellte.

„So etwas habe ich in 15 Jahren noch nie erlebt“, sagte er. „Es begann in dem Moment, als sie anfingen, Nadeln in die Arme zu stechen. Es war furchtbar.“

Und auch diese Menschen wurden zu den COVID-19-Todesfällen gezählt.
Im April wurde es dann plötzlich sehr ruhig, bis vor drei Wochen. Die Todesfälle betreffen nun fast ausschließlich geimpfte Personen, sagte O’Looney. Dazu gehören Herzinfarkte, Blutgerinnsel, Schlaganfälle und Organversagen.

Die Delta-Variante sei ein Impfschaden, betonte er.

Das Ziel ist ein zweifaches
Inzwischen haben sich etwa 45 andere Bestatter bei ihm gemeldet, die alle große Angst haben. Wenn es ihnen nichts ausmacht, Menschen im großen Stil zu töten, dann werden sie auch nicht zögern, Leute wie mich zum Schweigen zu bringen, sagte O’Looney.

Die Covid-Impfung hat zwei Ziele: Menschen zu töten und unfruchtbar zu machen, damit sie sich nicht fortpflanzen können.

In den nächsten fünf Jahren könnten alle, die Sie lieben und kennen, sterben, wenn sie den Impfstoff erhalten haben, warnte der Bestatter. „Ich sehe die ersten Anzeichen dafür.“

Das Schreiben erhielt er kurz nachdem das Video veröffentlicht wurde.
Heute wurde ich also von der S.A.I.F. suspendiert – wegen Ehrlichkeit.
Das ist typisch für das, was aus diesem Land geworden ist.“

https://odysee.com/@thecrowhouse:2/MUST-WATCH-Funeral-Directer-John-O’Looney-Blows-the-Whistle-on-Covid:9

uncut-news.ch (https://uncutnews.ch/bestattungsunternehmer-schlaegt-alarm-fast-alle-menschen-die-sterben-sind-geimpft/)
Bestattungsunternehmer schlägt Alarm: „Fast alle Menschen, die sterben, sind geimpft – uncut-news.ch
Während der Corona-Pandemie sei die Sterblichkeit nicht höher gewesen, sagte John O’Looney, der seit 15 Jahren als Bestatter arbeitet, im Gespräch mit The CrowHouse. Allerdings wurden die Todesfälle fälschlicherweise Covid zugeschrieben. So wurden beispielsweise Menschen, die eines natürlichen Todes, an Krebs starben oder bei einem Unfall ums Leben kamen, als Covidtote registriert, sagte er. Es […]

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Das Bundesgericht hebt das Arztgeheimnis in einem wegweisenden Urteil auf

Das Bundesgericht hebt das Arztgeheimnis in einem wegweisenden Urteil auf
#Schweiz

Der Patient hat keinen Anspruch mehr auf Wahrung seiner persönlichen Geheimnisse. Von den Medien praktisch nicht beachtet, hat das Bundesgericht dem Patienten das Recht auf Wahrung seiner Geheimnisse entzogen. (BGE 2c_658/2018) Das Arztgeheimnis gehö.. ➡️➡️➡️ (https://uncutnews.ch/das-bundesgericht-hebt-das-arztgeheimnis-in-einem-wegweisenden-urteil-auf/)

uncut-news.ch (https://uncutnews.ch/das-bundesgericht-hebt-das-arztgeheimnis-in-einem-wegweisenden-urteil-auf/)
Das Bundesgericht hebt das Arztgeheimnis in einem wegweisenden Urteil auf – uncut-news.ch
Der Patient hat keinen Anspruch mehr auf Wahrung seiner persönlichen Geheimnisse. Von den Medien praktisch nicht beachtet,

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Ist Graphen schädlich und warum?

In letzter Zeit werden wir mit schlechten Nachrichten über Impfstoffe überschwemmt. Viele Menschen haben Angst – und das nicht ohne Grund – denn es hat sich herausgestellt, dass alle Impfstoffe aller Hersteller sowohl Nano-Graphen als auch Magnetitkristalle enthalten.

Der eigentliche Grund, warum die Pharmaindustrie Nano-Graphen zu Impfstoffen hinzufügt, ist, dass es einen höheren Transfektionsfaktor bietet.

Einer der in Impfstoffen verwendeten Stoffe ist das Biomaterial, aus dem die diploiden Zellen abgetriebener Föten hergestellt werden. Dies ist nicht nur ein ethisches, sondern auch ein technisches Problem, denn es gibt nicht genug Rohstoffe, um Millionen von Impfstoffen herzustellen.

Wie sieht die technische Lösung für die Industrie aus?
Sie verwenden ein Transfektionsmittel, und das ist Nano-Graphen, meist in Kombination mit Magnetitkristallen, denn dann kann man die Infektionsrate mit wenig Biomaterial um das Tausendfache erhöhen, und das bedeutet viele Milliarden Euro, denn hier geht es in erster Linie um Geschäft und absolute Macht.

Graphen greift direkt in das biophysikalische Gleichgewicht des Körpers ein, so dass der Körper anfälliger wird, enorme Mengen an Ferritin anhäuft und gleichzeitig die berühmte magnetische Wirkung im Arm der geimpften Person verstärkt, da das Ferritin, anstatt aus bis zu 4500 Eisenatomen zu bestehen, dank der Anwesenheit von Graphen sofort aus Millionen von Eisenatomen pro Molekül besteht.

Was die meisten Menschen und viele Wissenschaftler nicht verstehen, ist, dass es nicht so sehr das Graphen ist, sondern die Spikes, denn Graphen ist ein Multiplikationsfaktor. Null multipliziert mit irgendetwas ist immer noch Null.

Ohne die Viren ist Graphen in dieser geringen Menge relativ harmlos (die Menge macht das Gift!). Denn der Körper kann es aufgrund seiner Größe schließlich als Gesamtes ausscheiden, was nicht zu ihm gehört oder sich im Körper als Noxe verhält.

Die „Spikes“ sind der wahre Feind, denn sie führen zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Blutgerinnung und nach einiger Zeit sogar zum Tod.

Doch nun die gute Nachricht‼️
Nach den von unseren COMUSAV-Ärzten bestätigten Fällen kann sogar bestätigt werden, dass CDS bei geimpften Patienten absolut wirksam ist.

Geimpfte Patienten sollten mindestens 21 Tage lang das Protokoll C sowie das Protokoll K anstelle der Injektion befolgen.

Es wurde festgestellt, dass Patienten, die zuvor magnetisch waren, sich erholten, dass die Symptome verschwanden und dass sie kein abnormales Magnetfeld mehr aufwiesen.

CDS wirkt auch auf die Delta-Variante und alle anderen Varianten, denn es ist ein Oxidationsmittel. Das heißt, es oxidiert das Protein, denaturiert es und macht es damit unschädlich.

Wir müssen uns also eher darauf konzentrieren, die Lösung zu verbreiten und nicht das Problem.

Gemeinsam können wir Leben retten, und das ist das Einzige, was zählt.

Denn die Verbreitung schlechter Nachrichten ist überhaupt nicht gesund.

Mit dem CDS tragen wir dazu bei, Leben zu retten. Wir können es alle tun, bevor es zu spät ist….

Andreas Kalcker 🙂

Die Impf-Aufklärung

Die Impf-Aufklärung

Im Rubikon-Exklusivinterview klärt die Fachanwältin für Medizinrecht Beate Bahner über die ärztlichen Verpflichtungen auf, die im Zusammenhang mit Impfungen gelten. Teil 1.

von Walter van Rossum

Foto: peterschreiber.media/Shutterstock.com

Da baut sich ein gewaltiger Druck auf die Ungeimpften auf: Der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen (NRW), Karl- Josef Laumann, erwägt schon mal die Aussetzung der Lohnfortzahlung bei Quarantäne, die Obergrüne in NRW, Mona Neubaur, faselt: „Wer sich dem (Impfen) aus Trägheit oder Querdenkertum verweigert, darf sich umgekehrt nicht auf die Solidarität der immunisierten Bevölkerung berufen.“ Zwei Spitzenpolitiker, die offenbar die elementaren Prinzipien des Rechtsstaats entschlossen hinter sich gelassen haben. Der Endlösung stehen nur wir, die Ungeimpften, im Wege. Es kann einem angst und bange werden. Höchste Zeit, sich nach den rechtlichen Möglichkeiten zu erkunden. Und wer könnte da besser Auskunft geben als Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht in Heidelberg. Sie hat ein Buch geschrieben ― „Corona-Impfung: Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten“ ―, das nicht nur ein juristischer Ratgeber, sondern auch ein umfassendes Kompendium zum Stand der Dinge in Sachen Impfen ist. Walter van Rossum führte mit der Autorin ein erstes ausführlicheres Gespräch über dieses Buch, das am 21. September als siebter Teil unserer Corona-Aufklärungsoffensive im Rubikon-Verlag erscheint.

Wir haben uns zum Beispiel auf einem Ikea-Parkplatz umgesehen, wo ein netter Onkel Doktor für umsonst den ahnungslosen Billy-Regal-Käufer ins Ärmchen pikt und obendrein mit einem Bratwürstchen belohnt für seinen Einsatz am gesunden Volksempfinden. Beate Bahner vermutet, vor anderthalb Jahren noch hätte die Polizei dem Treiben ein Ende gesetzt. Heute schützt sie eher solche Veranstaltungen, bei denen haufenweise Rechtsbrüche festzustellen sind. Aber was sind schon Rechtsbrüche? Wir haben schließlich das Infektionsschutzgesetz, mit dem man gleichsam im Vorübergehen das Grundgesetz auf Eis legen kann. Doch wie sieht das aus mit dem nationalen Gesundheitszustand? Gibt es für den seriöse Belege?

Ganz gut belegt sind jedenfalls die unerwünschten Nebenwirkungen. In Deutschland gibt es bis jetzt etwa 130.000 Meldungen solcher Nebenwirkungen, die teilweise gravierend sind, zu Hospitalisierung, Invalidität und Tod führen. In Deutschland sind bis jetzt immerhin etwa 1.300 Menschen „im Zusammenhang“ mit der Impfung gestorben. Auf europäischer Ebene fast zehnmal so viele. In Relation zur Zahl der verabreichten Impfungen sind in den ersten Monaten seit Impfbeginn zwanzigmal mehr Nebenwirkungen gemeldet worden als in den letzten zwanzig Jahren zusammen. Dabei ― erstaunlich, erstaunlich ― hat man die Ärzte ausdrücklich von der Meldepflicht befreit, im Gegensatz zu den bestehenden Regelungen. Und Geld gibt es auch keines, und wer die weiße Zunft kennt, ahnt, was das bedeutet.

In den nächsten Wochen wollen Beate Bahner und ich zweimal pro Woche kürzere Gespräche über das aktuelle Impfgeschehen führen. Am kommenden Dienstag, den 14. September, folgt die zweite Ausgabe des mobilen Impfbüros. Da geht es darum, wie die Bürger zu „Versuchskaninchen“ (Olaf Scholz) einer „großen Studie“ (Angela Merkel) gemacht wurden und welche Rechtsgrundsätze dafür kurzerhand über Bord geworfen wurden.

Es genügt nicht mehr, sich dem Impfen zu verweigern: Man muss darüber aufklären!

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Bericht zur Coronalage vom 20.09.2021: Zwei-Prozent. Die Skandal-Zahl

Ein Gutachten beendet das Märchen von der außergewöhnlichen Coronapandemie in Deutschland mit Pauken und Trompeten. Es steht auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums. Die Zahl „2“ spielt dabei eine zentrale Rolle.

Sollte Ihnen gegenüber wieder jemand von der gefährlichen Corona-Pandemie sprechen, dann bitten Sie diese Person doch einmal, Folgendes zu tun: Angesichts der Dauerpanik-Meldung übervoller Intensivabteilungen und des drohenden Kollapses der Krankenhäuser einzuschätzen, wieviel Prozent der gesamten Patientenzeit in deutschen Krankhäusern 2020 von COVID-Patienten belegt wurden?

Das bedeutet in Bezug auf die gesamten Tage, die Patienten in deutschen Krankenhäusern lagen: Wieviel Prozent entfallen davon auf Patiententage mit der Diagnose COVID? Die Antwort steht auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Und zwar in diesem Gutachten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, welches das BMG selbst beauftragt hat und dessen Ergebnis seit April bekannt ist. 

Diese Analyse hat ein Wissenschaftler, der daran beteiligt war, letzte Woche in eine E-Mail-Runde von Fachleuten geschickt, auf deren Verteiler auch ich stehe. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass sie mir vorher nicht aufgefallen war. Sie wurde anscheinend auch weitgehend verschwiegen. Ich habe so gut wie keine Medienberichte darüber gefunden. Dabei beendet dieses Gutachten das Märchen von der außergewöhnlichen Coronapandemie in Deutschland mit Pauken und Trompeten. Wobei dies schon spätestens im April 2020 erkennbar war, aber nun ist es offiziell bestätigt.

Bitten Sie diesen Coronagläubigen, sein Smartphone zu zücken und Folgendes in den Taschenrechner einzugeben: 1,93 Millionen, das sind die Verweildauertage aller Patienten mit der Diagnose Covid. Nun diese Zahl mal hundert nehmen und sie durch 101,02 Millionen teilen, das ist die Zahl der Verweildauertage aller Patienten. Heraus kommt 1,9 Prozent. Aufgerundet in Worten: zwei Prozent. ZWEI PROZENT.

Und die sollen die Krankenhäuser an den Rand der Belastung gebracht haben? Jedes Jahr werden Patienten mit infektiösen Atemwegserkrankungen in dieser Größenordnung stationär behandelt. 

Anteil während der Winterwelle 

Der Coronagläubige wird nun vielleicht erwidern, dass es doch am Jahresende während der Winterwelle knapp gewesen sei, oder? Die Analyse schreibt dazu: „Die höchsten tagesbezogenen Belegungsquoten gab es in der zweiten Dezemberhälfte mit knapp 5 Prozent aller Betten“. Das spricht nicht gegen die Feststellung, dass es in vereinzelten Krankenhäusern im Winter auf der Intensivstation eng wurde. Wegen COVID-Patienten aus den Einwanderungsvierteln. Aber auch wegen Behandlungsfehlern, wie die oft unnötige und gefährliche invasive Beatmung, die zu selbstverschuldeten, wochenlang belegten Intensivbetten in großer Zahl geführt hat (ein Thema, welches eine besondere Betrachtung verdient). Doch bei 5 Prozent Maximalanteil an Covidpatienten war auch unter diesen Bedingungen deutschlandweit niemals ein Kollaps der Intensivabteilungen zu befürchten. Die belegt auch eine weitere Erkenntnis aus dieser Analyse.

Die Analyse stellt weiter fest:

„Im betrachteten Zeitraum 2020 gab es in Deutschland seit Beginn der COVID-19-Pandemie Mitte März durchgehend weniger stationäre Fälle, und zwar im Zeitraum bis Ende Mai um ca. -30% und ab dann – einschließlich des Zeitraums der zweiten Welle – um -10%. Über das Jahr gesehen beläuft sich das Minus auf 13%, d.h. ohne Berücksichtigung der ersten zehn COVID-19-freien Wochen auf ca. 16%. Da die durchschnittliche Verweildauer nur minimal stieg, sanken auch die Verweildauertage um -12%. Im Resultat sank die Bettenauslastung auf ein Allzeittiefpunkt von 67,3% (und 68,6% auf den Intensivstationen). Dies berücksichtigt bereits die Versorgung der COVID-19-Patienten, für deren stationäre Versorgung im Jahresschnitt unter Berücksichtigung der Überlieger 2% aller Betten und knapp 4% der Intensivbetten benötigt wurden, natürlich mit zeitlichen und geographischen Spitzen.“  

Die allgemeine Spitze betrug, wie gesagt, 5 Prozent insgesamt. Die geografischen Spitzen, sprich einzelne Krankenhäuser, hätten zu jeder Zeit Intensivpatienten in halbleerstehende Intensivabteilungen verlegen können, die wie die Analyse ebenfalls zeigt, in kleineren Krankenhäusern die Regel waren.

Die niedrigere Belegung in Coronazeiten von 16 Prozent wirft weitere Fragen auf, die aber nicht Inhalt dieses Beitrags sind. Deutlich wird, dass sich diese 2 Prozent auf eine niedrigere Belegung beziehen als in den Vorjahren. Angesichts der vielen vermeidbaren Beatmungsfehler und der fragwürdigen Vergabepraxis von COVID-Diagnosen sind selbst diese 2 Prozent selbst verschuldet beziehungsweise zu hoch gegriffen. Oft erhielten Krankenhauspatienten bei Herzinfarkt oder Knochenbrüchen ohne Infektionssymptomen, nur auf einem positiven Test beruhend, die Abrechnungsdiagnose COVID-19. Manchmal sogar dann, wenn nur der Zimmernachbar positiv war, wie mir Angehörige versicherten. 

Nicht dass dies alles schon weit früher bekannt war, doch spätestens seit April 2021 ist das Bundesgesundheitsministerium darüber offiziell durch ein eigenes Gutachten informiert. Eine unmittelbare Entwarnung und Beruhigung der Bevölkerung hätte folgen müssen. Es wurde und wird jedoch fahrlässig unterlassen.

Die Maßnahmen haben keinen Einflus

Reflektierte Coronagläubige werden nun vielleicht nachdenklich werden, aber ein Argument wird nun folgen: Ja, aber das zeigt doch, dass die Maßnahmen Schlimmeres verhindert haben. Drei Argumente reichen völlig aus, um dieses Märchen, an dem sich so viele Verantwortliche verzweifelt festhalten, zu entkräften.

  • Es gab und gibt keinerlei gesichertes Wissen, dass solche eingreifenden Maßnahmen eine ausgebrochene Epidemie eindämmen können.Es ging bei den Maßnahmen – wir erinnern uns – immer nur um das „flattening the curve“. Nicht die Gesamtzahl der Infektionen sollte eingedämmt, sondern nur der Verlauf verzögert werden. Sodass eine Überlastung der Krankenhäuser verhindert werde. Bei 2 Prozent lässt sich jedoch schwerlich annehmen, dass eine solche Überlastung jemals drohte.Und schließlich das wichtigste Argument: Länder und Staaten wie Schweden oder South Dakota sind die konkrete Gegenprobe. Man verzichtete dort weitgehend auf einschneidende Maßnahmen mit dem Ergebnis, dass dort in keiner Weise eine Überforderung der Krankenhäuser drohte. 

2 Prozent verstehen sogar Denkfaule

Bei der Beurteilung der Nutzen-/Schadens-Bilanz der Coronapolitik gehören nun noch weitere unzählige, aussagekräftige, unfassbare, leicht belegbare Versäumnisse, die die Bilanz dieser Politik zu der größten gesellschaftlichen Verwerfung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden lassen. Man könnte Coronagläubigen weiter erläutern, wie unsinnig Corona-Tests bei Gesunden sind. Man könnte Coronagläubigen auch empfehlen, einmal diese Seite zu besuchen.Unten findet sich eine Grafik mit der Überschrift: „Gesamtzahl gemeldeter Intensivbetten (Betreibbare Betten und Notfallreserve)“ Dort erkennt man, dass die Zahl der belegten Intensivbetten seit April 2020 bis heute ziemlich konstant bei 20.000 liegt – doch die Zahl der freien Betten seitdem erstaunlicherweise von 11.000 auf 3.000 sank. Daraus macht die Panikpresse immer noch Überschriften wie diese: „Auslastung steigt seit Monaten wieder an“.Dieser Rückgang hat viel mit einem von der Politik seit Jahren katastrophal vernachlässigten Pflegenotstand zu tun und einem Vorgehen, welches aufgrund falscher Corona-Zuschussanreize durchaus als breiter Abrechnungsbetrug bezeichnet werden kann. Nachdem private Aufklärer darauf schon seit Dezember 2020 hinwiesen, wurde dieser Verdacht auch vom Bundesrechnungshof bestätigt. Mit der Corona-Pandemie selbst hat dieser Rückgang jedoch nichts zu tun. Doch statt darauf hinzuweisen, befeuern die ärztlichen Intensivfunktionäre weiter die Panik aus Motivationslagen heraus, die ebenfalls eine eigene Untersuchung wert sind. Sie sind vielleicht sogar die Hauptverursacher dieser unheilvollen Corona-Politik (und der folgenreichen Beatmungsfehler).Doch für die meisten Coronagläubigen sind diese Argumente zu kompliziert. Denn wie sich zeigt, ist Denkfaulheit besonders unter Akademikern weit verbreitet. Versuchen Sie es deshalb mit dieser einen Zahl im Verhältnis zu den Katastrophenberichten: 2 Prozent. Das macht den Einstieg, die Dinge endlich infrage zu stellen, für viele einfacher.  Das alles bedeutet nicht, die Krankheit COVID-19 zu verharmlosen. Auch Long-COVID ist real, wenn auch die Gesamtzahl stark übertrieben wird (wenn es im Spiegel steht, muss es ja stimmen). Was übrigens den Betroffenen am allerwenigsten hilft. Auch Berichte wie die von Unternehmern, dass die Eltern vieler Mitarbeiter in Indien in großer Zahl an der Delta-Variante gestorben sind, muss man selbstverständlich ernst nehmen. Doch wieso Indien und nicht Afrika, beides (Sub-)Kontinente mit einer jungen Bevölkerung? Solche Fragen können aber nicht anekdotische Berichte, sondern nur belastbare, und damit vergleichbare epidemiologische Daten klären und in ein gesamtgesellschaftliches Geschehen einordnen. All das wird in keiner Weise angezweifelt. Aber 2 Prozent COVID-Krankenhausbelegung in Deutschland beweist, dass zu keinem Zeitpunkt eine epidemische Lage nationaler Tragweite drohte. Und das versteht jeder. Nachtrag/Fundstück vom 20.09.2021, 8:00 Uhr:Wie bestellt zu meinem heutigen Corona Lagebericht beschreibt auch DIE WELT, was Achse-Leser schon lange wissen: Viele Krankenhaus-Patienten erhielten die Diagnose COVID, obwohl sie gar nicht oder nicht schwer daran erkrankt waren. Die Dimension des Meldeversagens, man könnte angesichts der finanziellen Anreize in vielen Fällen auch von Vorsatz sprechen, deutet der letzte Satz an: „Abrechnungsdaten einer großen Krankenkasse, der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See, geben Hinweise auf das Ausmaß der so entstehenden Verzerrung. Ihren Abrechnungsdaten zufolge hatten 20 Prozent der Patienten, die 2021 bislang mit nachgewiesener Covid-Infektion in Kliniken lagen, nur einen symptomlosen Nebenbefund.“PS/VeranstaltungshinweisNächsten Donnerstag werde ich auf dem Karlsruher Marktplatz im Rahmen einer Corona-Protestveranstaltung eine Rede halten. Zusammen mit einer Richterin und einem Pfleger. Veranstalter ist die offene Gesellschaft Kurpfalz, mehr Informationen dazu hier.  Im laufend aktualisierten Dossier zu Dr. Gunter Frank Buch „Der Staatsvirus“ finden Sie zahlreiche Artikel unserer Autoren zum Thema Corona, u.a. zu Stichworten wie „irreführende Zahlen“ oder „Impfung“.

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Regierung beantwortet Klimafragen – Wissen die, was sie tun?

Von Titus Gebel, Annette Heinisch, Peter Heller und Carlos A. Gebauer 

Wer aufgrund einer behaupteten Klimakatastrophe den Totalumbau der Gesellschaftsordnung fordert, muss über seine Beweggründe Rechenschaft ablegen können. Zu diesem Zweck haben wir, eine Gruppe von kritischen Bürgern, allen Bundestagsfraktionen 16 Klimafragen zur Beantwortung vorgelegt (www.klimafragen.org). 34.000 Bürger haben sich unserer Initiative angeschlossen. 

FPD, AfD und SPD haben die Fragen beantwortet, die Grünen haben den Diskurs explizit verweigert, weil ihnen einige der Erstunterzeichner nicht gefallen. Sie geben so einen kleinen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Zustände, wenn sie erst an der Macht sind. Union und Linke stellten sich tot. 

Im Nachgang wurden AfD-Bundestagsabgeordnete ihrer Oppositionsfunktion gerecht und legten im Wege mehrerer Kleiner Anfragen die Klimafragen der Bundesregierung vor. Auch deren Antworten sind nun vollständig eingegangen und auf klimafragen.org dokumentiert. 

Die Aktion ist damit abgeschlossen und es ist an der Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Stand der Wissenschaft

Offenbar bestehen bei den Entscheidungsträgern Unklarheiten über den Stand der Wissenschaft. So schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf Klimafrage 16, es sei

„zweifelsfrei nachgewiesen, dass der aktuelle Klimawandel auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist.“ 

Das ist objektiv falsch. Es kann zwar als bewiesen angesehen werden, dass die Temperatur zumindest auf der Nordhalbkugel angestiegen ist, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zugenommen hat und dass diese CO2-Zunahme im Wesentlichen vom Menschen verursacht ist. Es ist aber gerade nicht bewiesen, dass die CO2-Zunahme die entscheidende Ursache für den Temperaturanstieg ist. Richtig ist, dass es eine gleichlautende Hypothese gibt, die von einer Mehrheit der Klimawissenschaftler geteilt und für hochwahrscheinlich gehalten wird. Bis heute gibt es dafür aber keinen falsifizierbaren Nachweis. Das ist angesichts der Vielzahl von Parametern, die das Klima bestimmen, auch nicht weiter verwunderlich. 

Für die Modellierung des Klimas ist ein extrem kompliziertes System von partiellen nichtlinearen Differentialgleichungen mit stochastischem Anteil numerisch zu lösen. Um überhaupt rechnen zu können, benötigen die Computer Werte für sogenannte „Rand- und Anfangsbedingungen“ in diesem System. Die Ergebnisse hängen entscheidend davon ab. Diese Bedingungen lassen sich zum großen Teil jedoch nur schätzen. Als Beispiel sei hier nur die Aufnahme und Abgabe von CO2 durch die Böden genannt, wozu die Untersuchungen erst in den Anfängen stecken. Das fügt unausweislich ein Element der Beliebigkeit in sämtliche Modellierungen ein, welches die Ergebnisse entscheidend beeinflussen kann. Denn in den von ungeheuer komplizierten Wechselwirkungen geprägten Systemen kann sich eine kleine Abweichung von der Realität bei den Annahmen zu großen Fehlern im Ergebnis aufschaukeln. Ein solches Problem lässt sich auch nicht durch eine noch so erhebliche Steigerung der Rechenleistung oder höhere Komplexität der Modelle beheben. 

Fakt ist:Keines der bisherigen Modelle hat bisher jemals korrekt das vergangene Klima plausibel beschrieben und zugleich das laufende Klima vorhergesagt. Manche Modelle nähern sich dem tatsächlichen Verlauf phasenweise an, aber eben nur phasenweise, d.h. nicht dauerhaft. Hier werden also bloße Möglichkeiten oder verdichtete Wahrscheinlichkeiten als Sicherheit verkauft. Aber selbst das wahrscheinlichste Szenario ist nicht sicher. Es kann auch ganz anders kommen. 

Darüber hinaus versteift sich die Bundesregierung gar auf die Aussage, dass es keine wissenschaftliche Kontroverse mehr gebe über:

„…das Tempo des Klimawandels, über die Aussagekraft von Klimamodellen, über die Höhe des menschlichen Anteils am Klimawandel, über die direkten und indirekten Einflüsse der Sonne und der Wolkenbildung, über den Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und Ozeanen, über die CO2-Bindekraft von Pflanzen und über Art und Ausmaß der Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten oder konkrete Wege zu seiner Bewältigung.“ (Klimafrage 2)

Dass das nicht stimmen kann, ergibt bereits folgende Kontrollüberlegung im Hinblick auf „Wege zu seiner Bewältigung“: Viele Länder sehen die Kernenergie als Mittel zur Erreichung der Klimaziele an, Deutschland nicht. Mithin besteht kein Konsens. Damit ist die Aussage der Bundesregierung bereits widerlegt. 

Und selbst Wikipedia, sicher kein Hort der Klimaskeptiker, bestätigt im Artikel Folgen der globalen Erwärmung: „Während über die Ursachen der globalen Erwärmung weitgehend Einigkeit besteht …, werden ihre Folgen intensiv erörtert.“ (Hervorhebung durch die Autoren).

Kein Konsens der Wissenschaftler

Anstelle auf die strittigen Punkte einzugehen, beruft sich die Regierung auf eine Studie von 2016, wonach 99,94 Prozent aller Klimawissenschaftler den menschgemachten Klimawandel bejahten. Selbst wenn das wahr wäre, ist damit aber doch noch nichts über die anderen Punkte gesagt! Wer nur ein bisschen Wissenschaftserfahrung hat, wird sofort erkennen, dass es vollkommen ausgeschlossen ist, dass in sämtlichen Bereichen eine fast 100 prozentige Übereinstimmung herrscht, als da wären: Erwärmung UND Ursachen UND Folgen UND Tauglichkeit UND Angemessenheit der Maßnahmen.Die Schweizer Weltwoche weist demgegenüber auf eine amerikanische Umfrage unter 463 Klimawissenschaftlern von 2017 hin. Demnach sagen 1 Prozent, es gebe gar keine Erwärmung, 8 Prozent wissen es nicht, weitere 21 Prozent sehen vollständig oder größtenteils natürliche Ursachen, 21 Prozent halten die Erwärmung für etwa zur Hälfte menschgemacht, während 49 Prozent davon ausgehen, dass die Erwärmung vollständig oder größtenteils menschgemacht ist (Weltwoche, Sonderheft Klimawandel, 11. Juli 2019, S. 24, Grafik links oben). Auch wenn die Umfrage von 2017 ist und in den vergangenen vier Jahren sicher der eine oder andere Wissenschaftler unter dem öffentlichen Druck umgefallen ist, ein „Konsens“ sieht anders aus. Natürlich liegt es nahe, dass die Regierung und die Abgeordneten sich an der Mehrheitsmeinung in wissenschaftlichen Fragen orientieren. Sie sollten aber nicht so tun, als ob alle Abweichler in Klimafragen unwissenschaftliche Leugner oder Trottel seien. Das Abkanzeln der zahlreichen von uns aufgeführten Kritiker als unseriös oder längst widerlegt ist nicht ansatzweise überzeugend. Dazu ist das Klima-Thema zu komplex und zu wichtig. Man mag es kaum glauben, im 21. Jahrhundert daran erinnern zu müssen, aber: Auch die Naturwissenschaften sind keine normativen Disziplinen, die letztgültige Wahrheiten dogmatisch festlegen. Sondern Methoden zur kritischen Analyse und Überprüfung von Vermutungen. Wissenschaft lebt von begründeten Zweifeln und erstirbt, wo sie die Gegenrede unterdrückt.

Folgen des Klimawandels

Unklare Sprache zeigt unklares Denken. Klimawandel bedeutet nicht automatisch Klimanotstand. Das ist logisch, scheint jedoch der Bundesregierung nicht bekannt zu sein. Die einleitende Frage „aufgrund eines behaupteten Klimanotstands…“ kontert die Regierung wie folgt: „Die Bundesregierung widerspricht der Aussage, es handele sich beim anthropogenen Klimawandel um eine Behauptung.“Es ist wichtig zu verstehen, dass die Frage, ob ein Klimawandel vorliegt, auf Daten und Beobachtungen beruht (mit den genannten Unsicherheiten), während die weitere Frage, welche Folgen sich aus der Erwärmung ergeben, einer noch viel größeren Ungewissheit unterworfen ist. Denn denkbare Auswirkungen klimatischer Veränderungen stehen natürlich immer im Zusammenhang mit den technischen Möglichkeiten und Schutzmaßnahmen der Menschen, die so oder so ausfallen können. Entgegen der Auffassungen von Bundesregierung, FDP und SPD lässt sich daher nicht wirklich bestimmen, mit welcher Wahrscheinlichkeit aus identifizierten Risiken reale Gefährdungen erwachsen. Viele Extremwetterphänomene treten bislang nicht häufiger auf. Das Antarktiseis schmilzt nicht, obwohl das erwartet worden war. Erhebliche Unsicherheiten durchziehen nahezu alle Ergebnisse der Klimaforschung. Robuste Klimaszenarien für einzelne Regionen sind bislang nicht möglich, weshalb sich konkrete Folgen der Erwärmung schlecht bestimmen lassen. Und es gibt bislang weltweit keine wissenschaftlich belastbaren Modelle, die die Folgen des Klimawandels abbilden können.Aber selbst wenn solche Phänomene tatsächlich häufiger oder heftiger würden, was begründet den angeblichen Klimanotstand oder gar eine Klimakatastrophe? Genannt werden vor allem der Anstieg des Meeresspiegels, drohende Stürme, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen.Mit Verlaub, aber das sind Naturereignisse, die spätestens seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts keine echte Bedrohung für entwickelte Länder mehr darstellen, schon gar keine existenzielle. Was tut man gegen Überschwemmungen und steigende Meeresspiegel? Deiche bauen, das tun die Holländer seit Jahrhunderten und die leben bis zu sieben Meter unter dem Meeresspiegel. Was tun wir gegen Hitzewellen? Zwar erschließt sich der SPD erstaunlicherweise „nicht, warum steigender Wohlstand oder technologischer Fortschritt den Menschen vor dem Hitzetod bei extremen Temperaturen schützen sollen.“ (Klimafrage 6) Die Lösung ist etwa in Dubai zu besichtigen: Man nennt es Klimaanlagen. Und gegen Dürre? Wir empfehlen künstliche Bewässerung, wie das die Australier in einem sehr trockenen Land vorexerziert haben. Wirbelstürme und Hurrikane? Ein probates Mittel sind stabile Häuser. Das machen die Menschen in Florida so und beklagen viel weniger Schäden und Unwettertote als die schlechter gebauten Siedlungen auf den Karibikinseln.So richtige Katastrophenstimmung kommt also nicht auf. Mutmaßlich deswegen müssen nun wohl die sogenannten Kipppunkte her. Bei bestimmten Elementen des Klimasystems (z.B. Grönlandeis) wird ein zuvor modellierter Kipppunkt prognostiziert, bei dessen Überschreiten eine nicht-lineare Veränderung des globalen Klimas ausgelöst werden soll.Aber: Selbst der Weltklimarat hält das Wissen über die Kipppunkte für so dünn, dass er keine Prognose wagt. Im aktuellen IPCC-Bericht von 2021 kennzeichnen die Experten das Wissen über viele vermeintliche Kipppunkte noch immer mit dem Terminus „wenig Vertrauen“. Zwar erwartet der UN-Bericht eine eisfreie sommerliche Arktis „wahrscheinlich“ noch in diesem Jahrhundert, sieht in dieser Entwicklung aber mit „hohem Vertrauen“ keine Gefahr für abrupte und erhebliche Klimaveränderungen. Auch der Rückgang des grönländischen Inlandeises wird nicht mehr als potenzieller Kipppunkt betrachtet. Das Kollabieren des arktischen Inlandeises und ein Versiegen des Golfstroms könnten zwar durchaus Kipppunkte sein, beides aber steht nach Ansicht der Gelehrten in absehbarer Zukunft auch weiterhin nicht zu befürchten.Und warum bauen China und Indien eigentlich am laufenden Band Kohlekraftwerke, wenn die Folgen so schrecklich sind? Damit würden sie doch gegen ihre eigenen Interessen handeln. Noch eine Kontrollüberlegung: Stellen wir uns vor, Außerirdische kämen auf die Erde, um uns zu erforschen. Sie würden uns darauf hinweisen, dass seit dreißig Jahren (solange gibt’s den Weltklimarat) die Menschheit wächst und gedeiht, sich das Pflanzenwachstum beschleunigt hat, der Hunger zurückgedrängt wurde und auch die Opfer von Naturkatastrophen weniger geworden sind. Man könne die Periode seither also auch als Klima-Optimum bezeichnen.

Hier ist doch was faulAber lassen Sie uns annehmen, es drohte wirklich eine Klimakatastrophe, wenn die CO2-Produktion nicht weltweit massiv eingeschränkt wird. Lassen Sie uns weiter annehmen, „Aufgeklärte“ hätten dies erkannt.Wenn es einen echten Klimanotstand gäbe, müssten die Aufgeklärten doch politischen Druck auf Länder wie China und Indien mit ihren hohen und ständig steigenden CO2-Emissionen ausüben. Wenn es einen echten Klimanotstand gäbe, müssten die Aufgeklärten doch die Kernenergie massiv fördern, weil sie erwiesenermaßen funktioniert, wirtschaftlich ist und kein CO2 ausstößt. Wenn es einen echten Klimanotstand gäbe, müssten sich die Aufgeklärten doch sofort für den Umbau konventioneller Kraftwerke einsetzen, also Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nachnutzung von CO2 sowie zu dessen Rückgewinnung aus der Atmosphäre unterstützen, die längst entwickelt und verfügbar sind. Das aber machen sie nicht. Stattdessen werden Elektroautos subventioniert und Lastenfahrräder beworben. Wer die effektivsten Lösungen ablehnt, den Suchraum für weitere Innovationen begrenzt und sich allein auf Deutschlands im internationalen Vergleich marginalen CO2-Ausstoß konzentriert, der meint es nicht ernst mit der Dekarbonisierung. Sondern versucht nur, über das Vehikel der Klima-Angst seine Ideologie durchzusetzen. Energiewende bis zum EndsiegDie Antwort der SPD auf Klimafrage 8 zeigt einen geradezu erschütternden Realitätsverlust. Sie lautet: „Die Wettbewerbsfähigkeit ist gerade gegeben, wenn genügend Erneuerbare verfügbar sind. Das ist für die Unternehmen mittlerweile zu einem harten Kriterium geworden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“Dazu einige Fakten: Die Energiewende hat den Verbrauchern in Deutschland die höchsten Strompreise Europas beschert. Jährlich müssen die Stromverbraucher die Erzeuger der teuren erneuerbaren Energien mit zwanzig Milliarden Euro über die EEG-Umlage alimentieren. Je mehr Strom aus den volatilen erneuerbaren Energien erzeugt wird, desto teurer wird er. Hohe Stromkosten schwächen aber die Wettbewerbsfähigkeit. Entgegen den Warnungen von zahlreichen Experten hält die Bundesregierung daran fest, die gesamte Stromversorgung auf „Erneuerbare“ plus grünen Wasserstoff umzustellen. Grundlast, Versorgungssicherheit und Netzstabilität seien nicht gefährdet. Die Bundesregierung beruft sich dabei ausweislich ihrer Antwort auf Frage 9 darauf, dass die Grundlast auch ohne Kern- und Kohlekraftwerke gewährleistet sei, weil man ins europäische Gesamtnetz eingebunden sei. Die Strategie der Bundesregierung lautet also: „Wir schaffen die Kohle- und Kernkraftwerke ab, um klimaneutral zu sein, und hoffen, dass die Nachbarländer ihre Kohle- und Kernkraftwerke nicht abschalten, damit sie uns dann Strom liefern können.“Daher zum Mitschreiben für alle Fraktionen und die Bundesregierung: Wind- und Solarenergie werden für eine großflächige Stromversorgung niemals konkurrenzfähig sein. Und zwar aus zwei Gründen:Erstens liegt die tatsächlich erbrachte Leistung dieser Anlagen in Deutschland bei durchschnittlich deutlich weniger als 20 Prozent der installierten Leistung. Das liegt daran, dass Photovoltaikanlagen jahresdurchschnittlich nur drei Stunden am Tag die volle Leistung produzieren, wenn der Sonneneinstrahlwinkel optimal und es nicht bewölkt ist. Windkraftanlagen überhaupt nur dann, wenn der Wind entsprechend stark weht. Das heißt, mehr als 80 Prozent der Zeit stehen diese Anlagen unnütz herum. Bei Dunkelflaute produzieren beide Typen gar keine Energie. Zweitens ist das Verhältnis von aufgewendeter Energie zu gewonnener Energie (Energy Return On Invest =EROI) bei Photovoltaik- und Windkraftanlagen einfach zu schlecht. Erneuerbare Energien bedeuten mehr Landverbrauch, mehr Bergbau, mehr Materialien, mehr Transportkosten, mehr Abfall im Vergleich zu allen konventionellen Versorgungssystemen. Der EROI von Photovoltaik beträgt lediglich zwei, der von Windkraft liegt bei vier. Zum Vergleich: Gaskraftwerke liegen bei 28, Kohlekraftwerke bei 30, Wasserkraftwerke bei 35, Kernkraftwerke bei 75, neue Nukleartechnologien wie der Dual-Fluid-Reaktor gar bei 800 (Weißbach et al., Energy, vol. 52 (2013), S. 210–221).Deshalb bauen oder planen 62 Länder derzeit etwa 1.600 neue Kohlekraftwerke, und es sind weltweit 89 neue Kernkraftwerke geplant. Gegenüber beiden Energieträgern sind Erneuerbare nicht konkurrenzfähig. Es kommt auf die Frage der Speicherung oder der Eignung von Wasserstofftechnologien somit nicht mehr an. Bereits die Ausgangsproduktion von Strom durch die Erneuerbaren ist viel zu teuer, um wettbewerbsfähig zu sein. Wird dann noch Wasserstoff als Zwischenspeicher benutzt und anschließend wieder umgewandelt in elektrischen Strom, werden Wirkungsgrad und EROI noch schlechter. Um uns als zivilisierte Gesellschaft weiterzuentwickeln, benötigen wir überschüssige Energie. Jedes System, dessen Ertrag den Aufwand nicht mindestens um den Faktor sieben übertrifft, ist Zeitverschwendung. Windräder und Solarzellen kommen an dieses Verhältnis nicht heran. Diese Art der Energieerzeugung ist nicht sinnvoll und aus ökologischer Sicht sogar eine Katastrophe. Für das gesamte Land bedeutet all dies mehr als nur eine technische Schwierigkeit. Mit dem Niedergang des Energienetzes verkommt vielmehr der Industriestandort Deutschland. Der Wohlstand des ganzen Landes schwindet, die Ausbildungsmöglichkeiten künftiger Generationen engen sich ein, alte Menschen und arme Bevölkerungsschichten verlieren Lebensperspektiven, der Alltag wird härter, das Leben unbequemer und die Erde wird bei alledem doch nicht „gerettet“. Denn die gesamte deutsche Energiewende, in welchem Umfang auch immer, wird keinen Einfluss auf die globale CO2-Bilanz haben. Ganz Europa ist für gerade einmal acht Prozent des weltweiten Kohldioxidausstoßes verantwortlich. China hingegen, bei steigender Tendenz, für rund 30 Prozent und damit für das etwa Fünfzehnfache Deutschlands. Selbst wenn Deutschland seine CO2-Emissionen um die Hälfte verringern würde, so würde diese Einsparung allein durch den Zuwachs von Chinas Emissionen innerhalb eines halben Jahres zunichte gemacht.Die Energiewende wird also sicher scheitern. Daran trotzdem festzuhalten, grenzt an Wahnsinn.