Das passiert, wenn ein Journalist während einer Pressekonferenz kritische Fragen zu Corona stellt (Schweizer Journalisten können daraus lernen)

Bei den Pressekonferenzen zum Umgang mit dem Coronavirus stellen die Journalisten kaum kritische Fragen. Sie sitzen einfach nur da. In Deutschland gibt es zumindest einen Journalisten, der seinen Job macht. Sein Name ist Boris Reitschuster.

Die deutsche Regierung plant, noch strengere Absperrmaßnahmen einzuführen. Bundeskanzlerin Angela Merkel will in kurzer Zeit möglichst viele Aktivitäten im ganzen Land lahmlegen.

Auf einer Pressekonferenz am 9. April fragte Reitschuster den Sprecher des deutschen Gesundheitsministeriums, Oliver Ewald, ob er eine Studie nennen könne, die zeige, dass Abriegelungen helfen, die Pandemie zu verlangsamen.

Reitschuster wies darauf hin, dass ein Journalist geschrieben habe, die Bundesregierung habe keine Beweise für die Wirksamkeit von Abriegelungen. „Meine Frage ist daher: Welche wissenschaftlichen Studien haben Sie?“

Der Sprecher versuchte zunächst, diese unangenehme Frage auszuweichen. „Sie wissen, dass wir Aussagen von Journalisten nicht kommentieren.“

Damit gab sich Reitschuster nicht zufrieden. Er sagte, er habe auch eine Frage nach dem Zitat gestellt, die nichts mit diesem Zitat zu tun hatte. „Ich kann die Frage gerne noch einmal stellen“, sagte der Journalist, woraufhin er sofort von einem sichtlich irritierten Ewald unterbrochen wurde. Der Sprecher sagte, er könne ohne weiteren Kontext nichts dazu sagen.

Der Journalist gab nicht klein bei: „Zum dritten Mal: Welche wissenschaftlichen Studien liegen der Regierung vor? Ich danke Ihnen.“ Dann herrschte eine unheimliche Stille.

Ewald, der aussah, als könnte er jeden Moment in Wut ausbrechen, antwortete schließlich: „Ich habe gesagt, was ich zu sagen hatte.“

Das ist es, worauf die deutsche Regierung – und viele andere Regierungen – ihre Sperren gegründet haben. Nichts, noppes, nada, niente.

Für Schweizer Journalisten bitte anschauen und daraus lernen.

Boris Reitschuster@reitschusterDie Bundesregierung will für knapp 84 Millionen Menschen den #Lockdown verschärfen. Welche Belege sie für dessen Wirksamkeit habe, fragte ich sie jetzt. Sie sollten sich die Antwort Ihrer Regierung ansehen. Ganz egal, wie Sie zum Lockdown stehen.

Quelle

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