Dieses Mal Süddeutsche Zeitung und NDR: Wieder eine Anfrage deutscher Medien

Ich bekomme immer öfter Anfragen von deutschen Medien, nur wollen die meine Antworten gar nicht hören. Daher nutze ich die aktuelle Anfrage der Süddeutschen Zeitung und beantworte die Fragen öffentlich. von 8. Juni 2022 02:18 Uhr Ich betreibe den Anti-Spiegel jetzt seit fast vier Jahren und bis Februar 2022 haben mich die Medien – sowohl in Deutschland, als auch in Russland – weitgehend ignoriert. Aber seit Russland in der Ukraine militärisch aktiv geworden ist und ich mich bereit erklärt habe, in das Krisengebiet zu fahren, um mir ein eigenes Bild der Lage dort zu machen und darüber zu berichten, haben die Medien in Ost und West ihr Interesse an mir entdeckt.Die Medien sind an meinen Antworten gar nicht interessiertDie Medien in Deutschland und Russland unterscheiden sich in ihrer Berichterstattung massiv voneinander. Allerdings ist der Unterschied anders, ein deutscher Medienkonsument erwarten dürfte. Der Unterschied liegt darin, dass die deutschen Medien Informationen filtern und aufbereiten, während die russischen Medien „Freund und Feind“ ausführlich zitieren und das Gesagte dann entweder stehen lassen oder es analysieren.Ein Beispiel: Am 4. April hat die ZDF-Sendung frontal mich per Mail um ein Interview gebeten. Ich habe die Anfrage nicht abgelehnt, sondern unter der Bedingung zugesagt, dass man meine Antworten nicht kürzt oder zusammenschneidet, sondern vollständig ausstrahlt. Ich denke, damit habe ich keine unverschämte Forderung gestellt, aber ZDF-frontal ist darauf nicht eingegangen, man hat meine Mail nicht einmal beantwortet. Meine vollständigen Antworten wollte man dem ZDF-Publikum nicht zeigen, man wollte meine Aussagen so verdrehen, dass sie das vom ZDF gewollte Bild bestätigen.Das habe ich bei allen Presseanfragen deutscher Medien bemerkt, niemand war bereit, die Frage und meine Antwort vollständig zu bringen. Vielmehr wollen sie meine Antworten so schneiden und montieren, dass sie zu der (anti-russischen) Geschichte passen, die sie in ihrem Beitrag erzählen wollen. Das haben die dann veröffentlichten Beiträge, zu denen ich Fragen beantworten sollte, eindeutig gezeigt.Die Süddeutsche ZeitungNun hat mir die Süddeutsche Zeitung eine Mail mit Fragen geschickt, die ich durchaus gut gewählt finde und deren Beantwortung wahrscheinlich auch viele Leser interessiert. Daher habe ich der Süddeutschen geantwortet, dass ich die Fragen in einem Artikel beantworten werde, was ich hiermit tue. Kommen wir daher zuerst zu der Mail der Süddeutschen, danach beantworte ich die gestellten Fragen.„Sehr geehrter Herr Röper,der Süddeutsche Zeitung und dem NDR liegt eine Studie vor, die sich mit dem Followerwachstum pro-russischer Influencerinnen und Influencer beschäftigt hat. Auch Ihre Social-Media-Kanäle werden darin thematisiert. Wir möchten über diese Studie berichten und haben vor diesem Hintergrund einige Fragen an Sie. Wir bitten freundlich um Rückmeldung – telefonisch oder schriftlich – bis morgen, 8. Juni, 11.30 Uhr.Warum betreiben Sie den Blog „Anti-Spiegel“?Die Zahl Ihrer Abonnent:innen auf Telegram ist zwischen Dezember 2021 und Mai 2022 um mehr als das Fünffache gewachsen. Wie erklären Sie sich dieses Wachstum?Sie hatten bereits mehrere Auftritte im russischen Staatsfernsehen wie dem Sender Zvezda. Wie beschreiben Sie Ihre Beziehung zur russischen Regierung?Seit dem Kriegsausbruch am 24. Februar waren Sie im Donbass unterwegs, begleitet von russischen Truppen. Vor diesem Hintergrund: Wie beschreiben Sie Ihre Beziehung zum russischen Militär?Es gibt den Vorwurf, Sie würden pro-russische Narrative und Propaganda verbreiten, beispielsweise in Bezug auf das Massaker in Butscha oder den Angriff auf eine Geburtsklinik in Mariupol. Was sagen Sie dazu?Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen und bitten um Entschuldigung für die kurze Frist.Besten Dank und viele GrüßeLea Weinmann„Nun beantworte ich die Fragen.Warum betreiben Sie den Blog „Anti-Spiegel“?Darauf gebe ich in der Rubrik „Über Anti-Spiegel“ klare Antworten. Sollten Sie die nicht gelesen haben, zitiere ich sie hier gerne noch einmal. Diese Antworten gelten seit der Eröffnung des Anti-Spiegel im Jahre 2018 und die aktuellen Entwicklungen haben daran nichts geändert.Erstens geht es um Medienkritik. Hier wird – mit transparent überprüfbaren Quellen – aufgezeigt, wenn Medien die Unwahrheit schreiben, Tatsachen verdrehen, entscheidende Informationen weglassen, Dinge aus dem Zusammenhang reißen und so weiter. Der Anti-Spiegel versteht sich als Gegengewicht und Korrektiv der Medien.Zweitens geht es beim Anti-Spiegel darum, das völlig unwahre Bild von Russland, das die Medien in Deutschland und im Westen verbreiten, zu korrigieren. Der Grund ist, dass ich seit über 20 Jahren in Russland lebe und mich seitdem darüber ärgere, wie unwahr über Russland berichtet wird. Ich liebe diese Land und seine offenen, herzlichen und fröhlichen Menschen und mir ist es wichtig aufzuzeigen, dass Russland auch nur ein ganz normales Land ist, in dem einige Dinge gut funktionieren und andere nicht. Im Grunde wie in Deutschland auch.Drittens übersetzt der Anti-Spiegel viele Meldungen russischer Medien, damit die Leser sehen, wie in Russland über Ereignisse berichtet wird. Russische Medien berichten ganz anders, als man es meinen sollte, wenn man liest, was die westlichen Medien über die Medien in Russland schreiben. Da die westlichen Medien bei politischen Themen regelmäßig die russischen Argumente verschweigen, zeigen meine Übersetzungen der Berichte russischer Medien auf, was westliche Medien verheimlichen.Es geht dabei nicht um eine „pro-russische“ Berichterstattung (auch wenn diese oft im Ergebnis dabei herauskommt), es geht mir um folgendes: Wer sich in bei einem Streit eine Meinung bilden will, muss beide Seiten anhören und da die westlichen Medien die russischen Argumente verschweigen, bringe ich sie. Danach kann der Leser entscheiden, welche Position ihm näher ist.Die Zahl Ihrer Abonnent:innen auf Telegram ist zwischen Dezember 2021 und Mai 2022 um mehr als das Fünffache gewachsen. Wie erklären Sie sich dieses Wachstum?Die Antwort ist einfach, denn das Wachstum begann, als die EU angefangen hat, russische Medien zu zensieren und zu verbieten. Da die westlichen Medien nicht über die russische Sicht auf (geo-)politische Themen berichten, suchen Interessierte woanders Zugang zu Informationen aus erster Hand. Dafür gibt es seit der Zensur von RT-DE und Sputnik jedoch kaum noch Quellen auf Deutsch, weshalb meine Seite und mein Telegram-Kanal in der Folge stark gewachsen sind. Ich gehe aufgrund der Zuschriften, die ich bekomme, davon aus, dass es sich dabei nicht nur um Menschen handelt, die „pro-russisch“ sind, sondern auch um solche, die einfach nur die Standpunkte beider Seiten kennen wollen. Da die großen deutschen Medien diesen Wunsch nach Informationen nicht befriedigen, wachsen Seiten und Kanäle wie meine.Sie hatten bereits mehrere Auftritte im russischen Staatsfernsehen wie dem Sender Zvezda. Wie beschreiben Sie Ihre Beziehung zur russischen Regierung?Ich habe keinerlei Beziehung zur russischen Regierung und kenne nicht einen einzigen leitenden russischen Beamten persönlich. Die einzige Ausnahme ist ein stellvertretender Sprecher des russischen Außenministeriums, mit dem ich in der Kaffeepause einer Konferenz mal ein paar Worte gewechselt habe.Dass ich im russischen Fernsehen auftrete, hat sich zufällig ergeben. Ich war auf einer Pressereise für ausländische Journalisten im Donbass und an einem Ort waren auch russische Kamerateams, die sich für die Eindrücke der Ausländer interessiert haben. Weil ich Russisch spreche, haben die sich alle auf mich gestürzt und am nächsten Morgen war ich allen russischen Fernsehnachrichten. Danach kamen Anfragen zur Teilnahme an politischen Talkshows, die ich angenommen habe.Zum Sender Zvezda, den Sie erwähnen: Das ist der Fernsehsender des russischen Verteidigungsministeriums und ich hätte erwartet, dort vor der Livesendung Instruktionen dazu zu bekommen, was man sagen darf und was nicht. Nichts dergleichen ist passiert, man hat mir gezeigt, wo ich sitzen soll, und das war alles. In der Talkshow wird übrigens – entgegen dem, was man in Deutschland denken sollte – teilweise sehr kontrovers diskutiert, was die Moderatoren gerne mal ironisch mit Worten wie „hört auf, bei uns gibt es doch gar keine Meinungsfreiheit!“ kommentieren. Auch ich habe mir da schon live Wortgefechte mit russischen Experten geliefert.Und nur für alle Fälle: Für solche Fernsehauftritte wird man in Russland nicht bezahlt, sie zahlen mir nur das Taxi ins Studio und zurück. Und man bekommt im Schminkraum noch einen Kaffee und Plätzchen, das war’s.Seit dem Kriegsausbruch am 24. Februar waren Sie im Donbass unterwegs, begleitet von russischen Truppen. Vor diesem Hintergrund: Wie beschreiben Sie Ihre Beziehung zum russischen Militär?Ich habe keine Beziehung zum russischen Militär. Mir wird von der Pressestelle des russischen Verteidigungsministeriums, die die Pressereisen organisiert, die Teilnahme an diesen Reisen angeboten. Übrigens: Dabei gibt es nicht einmal eine Kostenerstattung, man zahlt Hotels, An- und Abreise und die Verpflegung vor Ort selbst. Manchmal bekommen wir allerdings – wenn der Tag im Bus allzu lang wird, denn Raststätten gibt es im Donbass derzeit nicht – Tagesrationen des Militärs, wie sie russische Soldaten erhalten.Ohne das Verteidigungsministerium sind solche Reisen nicht möglich, da man sich im Krisengebiet nur mit einer Akkreditierung bewegen kann und weil es auch viel zu gefährlich wäre, da alleine herumzulaufen. Das gleiche dürfte auch für die ukrainische Seite und die dort arbeitenden Journalisten gelten.Außerdem muss der Bus mit den Journalisten beschützt werden, denn leider sehen die ukrainischen Streitkräfte Journalisten auf der russischen Seite als legitimes Ziel an, weshalb wir von Militärfahrzeugen mit Soldaten begleitet werden, die uns zu Beginn der Fahrt Instruktionen für unsere Sicherheit im Falle von Beschuss geben.Ich habe nur Kontakt zu dem Mitarbeiter der Pressestelle des russischen Verteidigungsministeriums, der die Reisen organisiert, was ich kaum als „Beziehungen zum russischen Militär“ bezeichnen würde. Wahrscheinlich hat jeder Berlin-Korrespondent deutscher Medien mehr Kontakte zum „deutschen Militär“ (also zum deutschen Verteidigungsministerium), als ich Kontakte zum russischen Verteidigungsministerium habe.Es gibt den Vorwurf, Sie würden pro-russische Narrative und Propaganda verbreiten, beispielsweise in Bezug auf das Massaker in Butscha oder den Angriff auf eine Geburtsklinik in Mariupol. Was sagen Sie dazu?Ich würde mich freuen, wenn meine Kritiker argumentieren würden, anstatt pauschale und abwertend gemeinte Formulierungen zu verwenden. Ich belege alles, was ich schreibe, mit Quellen und Links. Leider hat noch keiner meiner Kritiker auch nur eine davon widerlegt. Es gibt zu jedem der von Ihnen genannte Vorfälle viele unbestrittene Fakten, über die man sprechen und die man analysieren kann, die im Westen aber leider verschwiegen werden, anstatt umfassend zu berichten. Stattdessen werden umgehend Vorverurteilungen und Beschuldigungen – wie auch in Ihrer Frage angedeutet – aufgestellt, für die es keine unabhängige Bestätigung durch unabhängige Untersuchungen gibt. Ich würde mich über eine Diskussion mit Medien wie Ihrer Zeitung über diese Details freuen, aber sie findet leider nicht statt. Aus irgendeinem Grund meiden westliche Medienvertreter eine öffentliche Diskussion mit ihren Kritikern oder jenen, die eine andere Meinung vertreten. Sollte ich Ihrer Zeitung damit Unrecht tun, freue ich mich auf einen öffentlichen und live im Stream übertragenen sachlichen Austausch der Argumente und Standpunkte.Wer mich als „russischen Propagandisten“ oder was auch immer bezeichnet, anstatt sich mit meinen Argumenten auseinanderzusetzen und sachlich zu diskutieren, der disqualifiziert sich selbst. Mich freuen solche Attribute sogar, denn in meinen Augen bestätigen jene, die sie benutzen, nur, dass sie ansonsten keine Argumente haben, andernfalls würden sie sie ja nennen und meine Aussagen widerlegen. Das passiert aber nicht. Leider zeigt Ihre Frage, dass auch Ihre Zeitung diesen Weg geht, anstatt eine offene und sachliche Diskussion zu suchen.Daher stellt sich mir die Frage, wer per Definition Propaganda betreibt – ich, der ich für alles Quellen und Belege nenne, oder all jene, die stattdessen mit pauschalen und abwertenden Formulierungen, Vorverurteilungen und Anschuldigungen arbeiten?


Nachtrag, ein wenig Off-Topic Bevor Leser mich nach den Tagesrationen der russischen Armee fragen, sage ich etwas dazu. Die sind sehr reichhaltig und enthalten drei unterschiedliche warme Mahlzeiten. Dabei handelt es sich um russische „Hausmannskost“, die das Niveau einer ordentlichen russischen Kantine haben. Es gibt (ich glaube) neun verschiedene Variationen der Tagesrationen, sodass die Auswahl ziemlich groß ist.Außerdem sind Kräcker enthalten, die man mit Schmierkäse und zwei verschiedenen Sorten Leberwurst bestreichen kann. Was mich besonders gefreut hat, ist, dass es auch Apfelmus gibt. Dazu kommen Schokolade, Kaugummis und mehrere Beutel Fruchtpulver, um aus Wasser leckeren Saft zu machen, und noch ein paar andere Kleinigkeiten.
In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

Quelle

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