Ich berichte bereits seit Ende März über die Ambitionen Polens, einen Teil der Ukraine zu übernehmen. Am 9. Juni hat der Chef des russischen Auslandsgeheimdienst darüber berichtet, dass die ukrainische Steuerverwaltung laut seinen Informationen einen Zweit-Server in Polen bekommt, sodass Polen den vollen Zugriff auf alle Finanzdaten und Finanzinstitute der Ukraine bekommt. Das russische Fernsehen hat in den Abendnachrichten weitere, öffentlich bekannte Schritt Polens zusammengefasst, die den Anschluss der Ukraine an Polen vollenden sollen. Ich habe den russischen Fernsehbericht übersetzt. Beginn der Übersetzung:

Polonisierung der Ukraine: Welche Regionen Warschau sich nehmen wird

Kiew übergibt die eigene finanzielle Unabhängigkeit bereits offen in ausländische Hand. Warschau wird als Krisenmanager fungieren. Und das sind nicht Spekulationen von Wirtschaftswissenschaftlern, sondern Fakten, die der russische Auslandsgeheimdienst aufgedeckt hat. Nach den Äußerungen von Herrn Duda über das Verschwinden der Grenzen zur Ukraine wird Polen nun Zugang zu allen Daten des staatlichen Steuerdienstes erhalten und damit die versprochene Übernahme des Landes einleiten.Das die Ukraine „beaufsichtigende“ Warschau hat bereits die Grenzen überschritten. Selensky hat damit begonnen, die Souveränität an Polen abzugeben – das Backup-Rechenzentrum der ukrainischen Steuerbehörde wird in Polen aufgebaut. Damit wird Polen die vollständige Kontrolle über die Kiewer Finanzinstitute erlangen. Die Frage ist nicht, wie viel ukrainisches Land Polen haben will, sondern wie viel es nehmen kann.„Die Pläne für die Bildung eines neuen polnisch-ukrainischen Staates sind nicht die Pläne Warschaus, sondern die Pläne Londons und Washingtons, die das Sagen haben und ohne deren Zustimmung man keine strategischen Entscheidungen treffen kann“, sagt der Politiker Mateusz Piskorski.Die erzwungene Polonisierung der Ukraine hat sich mit dem Beginn der Militäroperation beschleunigt. Der polnische Präsident Duda hat Kiew in den letzten vier Monaten bereits dreimal besucht. Er umarmte sich mit Herrn Selensky, sie streichelten einander aufgeregt und klopften sich gegenseitig auf die Schulter – sie sind gute Nachbarn.„Es wird keine Grenzen mehr zwischen Polen und der Ukraine geben und die Völker der beiden Länder werden in diesem Land zusammenleben können“, erklärte Duda. (Anm. d. Übers.: Das hat Duda schon vor knapp sechs Wochen bei einer Rede in Polen verkündet) Selensky applaudierte jedem Wort, das der polnische Präsident im ukrainischen Parlament sagte. Er dankte dem Sejm für das verabschiedete Gesetz über die Hilfe für die Ukrainer und versprach, genauso zu antworten: Polen werden die gleichen bürgerlichen und politischen Rechte wie die Ukrainer erhalten – sie können zu Wahlen antreten, öffentliche Ämter und hohe Posten bekleiden und vollen Zugang zu geheimen Daten bekommen. Ihnen wird sogar die doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt.„Dies ist ein großer Schritt und eine Geste von großer Seele, zu der nur ein enger Freund der Ukraine fähig ist“, sagte Selensky.Die Verabschiedung des Gesetzes über den „Sonderstatus“ der Polen wird dem Warschauer Militär den Weg in die Ukraine ebnen. Polens Geheimdienste bilden auf den Übungsplätzen des Landes eine Armee von 70.000 Polen und Ukrainern aus. Sie werden in Taktiken ausgebildet, die bei Kampfeinsätzen zum Einsatz kommen. Auf polnischem Gebiet befanden sich auch viele Jahre lang militärische Ausbildungslager, in denen Mitglieder nationalistischer ukrainischer Bewegungen ausgebildet wurden. Und Polen stellen den größten Teil der Söldnern, die auf der Seite des Kiewer Regimes kämpfen.„Glücklicherweise sind es nicht Frankreich, Italien oder Deutschland, die die ukrainische Außenpolitik gestalten, geschweige denn die Innenpolitik. Aber bestimmte Impulse für diese Politik kommen natürlich aus Ländern wie den USA, Großbritannien, Kanada und Polen“, sagt der Politiker Przemysław Żurawski.Frankreich, Deutschland und Italien treten trotz der deutlich anti-russischen Komponente ihrer außenpolitischen Strategie für einen ausgewogeneren Ansatz ein und schließen die Möglichkeit einer diplomatischen Beilegung des Konflikts nicht aus. Daran ist Warschau nicht interessiert. Die gut ausgebildeten Einheiten könnten nicht in den Donbass, sondern – unter dem Vorwand einer polnischen Friedensoperation – in die Westukraine entsandt werden. Und dann fallen die Regionen Lwiw, Iwano-Frankiwsk, Wolhynien und Ternopil an Polen. Alles ist wie in der Szene aus der Fernsehserie „Diener des Volkes“, in der Selensky, der Diener des Westens, die Ukraine aufgeteilt hat. (Anm. d. Übers.: In dieser, übrigens von Netflix stammenden Fernsehserie, hat Selensky früher einen gegen die Korruption kämpfenden ukrainischen Präsidenten gespielt. Dieses, in der Netflix-Serie aufgebaute Image verhalf Selensky, der eigentlich ein bekannter Komiker war, 2019 zum Wahlsieg)Eine ähnliche Landkarte einer geteilten Ukraine, wie in der Serie, ist auf polnische Züge lackiert und wurde im polnischen Fernsehen gezeigt.

Die Teilung wird wahrscheinlich unter dem Deckmantel der Föderalisierung erfolgen. Die Bewohner der westlichen Regionen, in denen es bis dahin keine Ukrainer mehr geben wird, werden sich freiwillig der polnischen Regierung unterstellen. In Lwiw kommen Polen bereits in den Genuss von Vorzugshypotheken zu 0 Prozent, polnisches Radio sendet dort, und ein polnischer Priester spielt während des Gottesdienstes die inoffizielle Hymne der UPA „Rote Kalina“. (Anm. d. Übers.: Die UPA, die Ukrainische Aufständische Armee, arbeitete im Zweiten Weltkrieg mit der SS zusammen und war für viele Massenmorde verantwortlich)Dasselbe Lied singen polnische Studenten auch zusammen mit ukrainische Studenten, was die Polen empört, deren Angehörige in Wolhynien von ukrainischen Nationalisten ermordet wurden. Aber die Stimmen der Andersdenkenden werden von den Triumphschreien derer übertönt, die jetzt die beiden Länder regieren. So ist beispielsweise der Kiewer Bürgermeister Klitschko plötzlich Ehrenbürger von Warschau geworden. Die polnische Regierung hat sich von der Westukraine auf den Osten verlegt: Charkiw liegt ebenfalls in ihrem Interessensgebiet. (Anm. d. Übers.: Charkiw ist eigentlich eine rein russische Stadt, die jedoch seit dem Zerfall der Sowjetunion zur Ukraine gehört und praktisch direkt an der russischen Grenze liegt)„Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und während des Krieges hat die Industrie, die die polnische Regierung unbedingt wiederherstellen will, stark gelitten“, sagt Michal Dworczuk, der wichtigste Berater des polnischen Premierministers.In Warschau wird ein Zentrum für den Wiederaufbau der Ukraine eingerichtet, zu deren Zerstörung sie selbst beitragen. Die Europäer hoffen, dass die Militäroperation an den Grenzen der Westukraine endet. Und dann werden diese Gebiete automatisch an das Partnerland Polen abgetreten.Ende der Übersetzung


In Russland sprechen Experten inzwischen immer öfter von der „ehemaligen“ Ukraine, denn nachdem die unter russischer Kontrolle stehenden Gebiete der Ost- und Südukraine sich für eine Vereinigung mit Russland aussprechen, sind Polens Ambitionen auf die Westukraine der endgültige Todesstoß für das Land. Vermutlich wird die Ukraine – ob international anerkannt oder nicht – am Ende in irgendeiner Form zwischen Polen und Russland aufgeteilt. Darüber sind russische Experten nicht einmal traurig, denn dann müsste sich Polen mit den von den Maidan-Regierungen radikalisierten Nationalisten herumschlagen, die hauptsächlich in der Westukraine leben. Ob Polen daran viel Freude haben wird, kann man bezweifeln. Andererseits gibt es dafür ein historisches Beispiel, denn als Polen diese Gebiete bereits nach dem polnisch-sowjetischen Krieg vor hundert Jahren annektiert hat, wurde die ukrainische Bevölkerung von Polen gnadenlos unterdrückt und zwangsweise polonisiert.Darüber gab es unzählige Beschwerden und Eingaben beim damaligen Völkerbund, die von den westlichen Staaten, allen voran Großbritannien, jedoch wohlwollend übersehen wurden. Die Geschichte könnte sich also wiederholen.In meinem neuen Buch „Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner – Die wahren Ziele hinter Covid-19“ zeige ich anhand von umfangreichen zugespielten Datenanalysen, wie die Pandemie durch diverse Organisationen in mehreren Phasen vorbereitet wurde, wobei die aktive Vorbereitungsphase etwa 2016/2017 begann. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, welche übergeordneten Ziele diese Organisatoren verfolgen und wie die Pandemie ihnen den Weg zur Erreichung dieser Ziele ebnet.