Die Deutschen werden ärmer… 

… und die Politik wird nichts dagegen tun 

… und die Politik wird nichts dagegen tun 
Der Glauben daran, dass Deutschland ein reiches Land sei, ist im öffentlichen Bewusstsein fest verankert. Besonders fest in diesem Glauben stehen die meisten deutschen Politiker. Weswegen ihnen bislang die Meldungen aus dem Statistischen Bundesamt über die Teuerungsraten nicht allzu viel Kopfzerbrechen zu bereiten scheinen. Die alte Inflationsangst der Deutschen nach den beiden totalen Entwertungen des Geldes 1923 und dann nochmal nach 1945 ist dagegen aus dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend verschwunden – so wie das historische Bewusstsein generell.  
In den 16 Jahren der Merkel-Kanzlerschaft hat sich in der Politik eine fatale Mischung aus Wurstigkeit und Größenwahn etabliert, die Merkel selbst durch ihre fast gleichzeitig geäußerten Sätze „Nun sind sie halt da!“ und „Wir schaffen das!“ personifizierte. Dieselbe Einstellung wie gegenüber der unbeschränkten Zuwanderung herrscht auch gegenüber der Kombination aus unbegrenzter Geldvermehrung und Ausgabensteigerung, die die EZB im Einvernehmen mit der Bundesregierung (und anderen) seit über einem Jahrzehnt betreibt. 

Die galoppierende Inflation, die jetzt mit den vom Statistischen Bundesamt gemeldeten 5,2 Prozent einen neuen Höhepunkt erreicht, wurde von akuten Anlässen ausgelöst, nicht zuletzt sind diese auch der Pandemie- und Klimapolitik geschuldet. Aber ihr tieferer Grund ist die expansive Geldvermehrung. Sie macht es vor allem fast unmöglich, rasch gegenzusteuern. Die Zügel sind einfach zu locker, um den Inflationsgalopp bald effektiv zu zügeln. Die EZB steht vor einem Dilemma: Hebt sie den Leitzins an oder weitet sie die Geldmenge nicht rasch genug aus, könnte das zu einer Wirtschaftskrise führen. Viele Eurostaaten und Zombiefirmen würden pleite gehen. Die politisch gewollte Währungsunion wäre Geschichte. Um das zu verhindern, wird die EZB immer wieder Liquidität in die Märkte pumpen. Bislang blieb das frischgeschöpfte Geld im Bankensystem eingekapselt. Doch mit den Corona-Konjunkturmaßnahmen, die die Verschuldung hochtreiben, und dem grünen Umbau der Wirtschaft, der vor allem in Deutschland für extrem steigende Energiekosten sorgt, kommt das aus dem Nichts geschaffene Geld immer mehr beim Verbraucher an.

Den Herrinnen der EZB und den regierenden Politikern bleibt letztlich nur die kommunikative Strategie der Verharmlosung. Und davon machen Christine Lagarde und EZB-Dirketorin Isabel Schnabel auch reichlich Gebrauch. Schnabel sagte am Montag im ZDF: „Wir gehen davon aus, dass im November der Höhepunkt der Inflationsentwicklung erreicht ist und dass die Inflation im kommenden Jahr wieder allmählich zurückgehen wird, und zwar in Richtung unseres Inflationsziels von zwei Prozent.“

Nun werden wir also Zeugen eines Experiments: Wird die Verarmung vor allem der Lohnabhängigen – denn nichts anderes bedeutet Inflation – von diesen hingenommen? Machen der Kampf gegen die „Klimakrise“ und andere teure Projekte die Bürger tatsächlich verzichtsbereit? Oder steckt im Kaufkraftverlust breiter Bevölkerungsschichten ein gefährlicher Keim für die soziale und damit auch politische Destabilisierung der an Wohlstand gewöhnten Gesellschaft? 

Quelle:TE

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