Das FDP-Desaster in NRW …

… ist auch das Desaster von Lindners Ampel-Politik

Die Landtagswahl ist nicht nur eine „desaströs Niederlage“ für die FDP, sondern auch für ihren Parteichef Christian Lindner persönlich. Er hat die FDP in die Ampel geführt, wo sie sich der politischen Agenda der Grünen unterworfen hat. Die Partei hat damit ihre Glaubwürdigkeit als bürgerliche und liberale Kraft eingebüßt.

Dabei hätte Lindner zum Helden werden können. 2017. Er hatte früh erkannt, dass Angela Merkel dem Land schadet und ihre Kanzlerschaft nicht verlängert werden darf. Deshalb ließ er die Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition platzen. Er machte nur einen, allerdings entscheidenden Fehler: Er traute sich nicht, die Gründe für sein Handeln öffentlich zu nennen. Flüchtete sich ins Vage: „Lieber nicht regieren, als schlecht regieren.“ Der Zeitgeist war 2017 noch pro Merkel – und Lindner traut sich nicht, dem Zeitgeist zu widersprechen. Damals wie heute. Seine Feigheit ist seine größte Schwäche.

Jetzt regieren Christian Lindner und die FDP. In einer Ampel. Der Zeitgeist-Koalition schlechthin. Einem Zeitgeist, dem sich die FDP in absurder Weise unterwirft. So tadelte Verkehrsminister Volker Wissing jüngst den großen Lümmel, das Volk, er solle keine Fotos von seinem Essen mehr posten. Das spare Energie und rette das Klima. Etwas weniger Freigeistiges hat selten ein Liberaler verlangt.

In einer Koalition mit den Grünen setzt die FDP darauf, mit grünen Themen zu punkten. Das geht kollosal schief, wie die NRW-Wahl zeigt: Die FDP vergrätzt ihre Stammklientel. Elf Prozentpunkte hat sie bei den Selbstständigen verloren. Von den liberalen Wählern sind 260.000 zur CDU abgewandert, 130.000 gingen gar nicht mehr wählen. 

Der Sieg, den die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst für sich beansprucht, ist derweil allenfalls ein Pyrrhus-Sieg. Als Pyrrhus I. von Epirus in der Schlacht bei Asculum 279 vor Christus siegte, hielt er demjenigen, der ihm nach dem Triumph in der Schlacht Glück wünschte, entgegen: „noch einen solchen Sieg über die Römer, dann sind wir vollständig verloren“, wie man bei Plutarch nachlesen kann. Einhundertdreißig Jahre später war Epirus Teil der römischen Provinz Macedonia. So lange wird man nicht warten müssen, bis die CDU ganz dem grünen Reiche angehört, politische Provinz der Rotgrünen ist sie jetzt schon. Die Forderungen der Grünen für einen schwarze-grüne Koalition, dafür also, wer unter den Grünen Ministerpräsident von NRW werden darf, liegen wohl schon auf dem Tisch von Hendrik Wüst.

Quelle: T.E.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: