Trotz Titelbild mit Nazi-Symbolen: „Die Welt“ bestreitet, dass Asow ein Neonazi-Bataillon ist

„Die Welt“ hat einen Artikel veröffentlicht, der behauptet, das Asow-Bataillon sei keine Neonazi-Truppe. Nicht nur das Titelbild straft die Behauptung Lügen, der Artikel enthält viel sehr aufschlussreiches.

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23. April 2022 00:41 Uhr

„Die Welt“ hat sich mit dem Artikel „ASOW-REGIMENT – Die Lüge vom „neonazistischen“ Bataillon und die Schuld des Westens“ wohl keinen Gefallen getan. Schon das Titelbild zeigt sage und schreibe vier Mal Nazi-Symbole wie die Wolfsangel und die Schwarze Sonne.

Trotzdem bringt der Autor des Artikels das Kunststück fertig, das alles zu relativieren. In Wahrheit ist das Asow-Bataillon nach Meinung des Autors eine Elitetruppe der Ukraine, die vollkommen unpolitisch sei und alles andere sei nur russische Propaganda. Dann dreht er den Spieß sogar kurzerhand um und wirft der NATO und dem Westen vor, auf russische Propaganda reingefallen zu sein und das Asow-Bataillon nicht ausreichend unterstützt zu haben. Nur deshalb sei es nicht in der Lage, sich gegen die russische Armee zu behaupten.

Propaganda pur

Der Welt-Artikel ist voller Unwahrheiten. Über die Vorgeschichte, also den Maidan 2014, schreibt der Autor zum Beispiel:

„Als Staatspräsident Viktor Janukowitsch 2014 floh, nachdem sein Regime mehr als 100 Demonstranten getötet hatte, nutzte Russland die politischen Unruhen in der Ukraine und das Zögern der westlichen Führung. Moskau annektierte völkerrechtswidrig die Krim und drang in die Ostukraine ein.“

Dass die Todesschüsse vom Maidan nicht nur nie aufgeklärt wurden, dass das UNHCR in seinen Berichten zur Menschenrechtslage in der Ukraine jedes Mal bemängelt, dass Kiew die Aufklärung verschleppt hat, davon schreibt der Autor kein Wort. Stattdessen hängt er das Massaker kurzerhand Janukowitsch an, als sei das eine erwiesen Tatsache. Das ist ganz objektiv gelogen, aber das scheint „Die Welt“ nicht zu stören.

Weiter schreibt er:

„Dagegen konnte sich die Ukraine kaum wehren – die korrupte prorussische Führung unter Janukowitsch hatte die Streitkräfte beinahe völlig zerstört. Zudem waren viele Angehörige des ukrainischen Militärs psychologisch nicht bereit, ihren Nachbarn eine bewaffnete Antwort zu bieten. Böswillige russische Führer waren sich dieser Schwächen der ukrainischen Gesellschaft bewusst und nutzten sie maximal aus.“

Janukowitsch war nicht pro-russisch, aber sei es drum. Die Frage ist, wie Janukowitsch die Streitkräfte zerstört haben soll, wenn er nur wenige Jahre Präsident war und weniger als zwei Jahre davon tatsächlich mit einer Parlamentsmehrheit regieren konnte. Am Zustand der ukrainischen Armee tragen alle Regierungen vor dem Maidan ihre Mitschuld, denn die Ukraine war und ist ein durch und durch korruptes Land.

Die Korruption ist nach dem Maidan sogar noch angewachsen, wie man manchmal sogar in westlichen Medien verschämt lesen konnte. Dass die ukrainische Armee nach dem Maidan tatsächlich besser und vor allem besser ausgerüstet wurde, ist nicht das Verdienst der ukrainischen Regierungen nach dem Maidan, sondern nur den massiven Waffenlieferungen der USA und der intensiven Ausbildung durch NATO-Truppen zu verdanken.

Das Heldenepos

Nachdem der Autor seine Leser mit einer langen Einleitung eingestimmt hat, beginnt er ein regelrechtes Heldenepos über Asow zu schreiben. Er gibt zu, dass sich das Regiment zu Beginn „hauptsächlich aus Hooligans und Angehörigen der extremen Rechten, allen voran der Organisation „Patriot der Ukraine“, eine der rassistischsten und antisemitischsten Gruppen des Landes“ rekrutiert hat. Und er erwähnt auch den radikalen Nazi Andrej Biletski, den ersten Kommandeur von Asow, aber verschweigt seinen Lesern, berühmte Zitate von Biletsky, wie zum Beispiel dieses:

„Alle ethnisch-rassischen Gruppen werden eingeschränkt und kontrolliert, damit sie in ihre historische Heimaten deportiert werden können. Wir, die ukrainischen Sozialnationalisten, betrachten solche sogenannten „menschlichen Rassen“ als eigene biologische Arten. Als intelligenten Menschen, also Homo Sapiens, betrachten wir im biologischen Sinne nur den weißen, europäischen Menschen. Dabei fallen unter diesen Begriff nicht die so genannten „Südeuropäer“, vom Mittelmeer, aus dem Kaukasus und andere Rassen, die biologisch auch eine von uns getrennte Art sind.“

Von diesen Weisheiten der Asow-Kommandeure wie Biletsky erfährt der Leser bei der „Welt“ nichts. Stattdessen erfährt der Leser in der „Welt“ über Biletsky, der vor dem Maidan in Haft gewesen ist:

„Zusammen mit anderen Personen, die als politische Gefangene des prorussischen Regimes galten, wurden sie im Februar 2014, unmittelbar nach Janukowitschs Flucht nach Russland, freigelassen. Doch die rechtsextreme Bildsprache des ursprünglichen Asow-Bataillons spielte der russischen Propaganda in die Hände.“

Der Autor spinnt dann weiter an dem Heldenepos dieses Nazi-Bataillons, das angeblich vollkommen unpolitisch ist, was in folgender Formulierung gipfelt:

„Das gesamte Regiment ist jetzt in Mariupol. Seit Wochen führen die Angehörigen von Asow dort einen selbstlosen epischen Kampf gegen die feindliche Übermacht. Darum verlieh Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj kürzlich dem Asow-Kommandanten Denys Prokopenko, zugleich ein Major der Nationalgarde, die höchste Auszeichnung des Landes: Held der Ukraine. Wohlverdient.“

Der Autor des Artikels…

Wenn man so etwas liest, dann ist es interessant, sich auch den Autoren anzuschauen. Dabei handelt es sich um einen gewissen Anton Shekhovtsov, einen auf der Krim geborenen Ukrainer, der auf das Engste mit Soros und ´dem Nawalny-Umfeld verbunden ist. Er tritt auf dem Free Russia Forum auf, das von radikalen Gegnern der russischen Regierung um Kasparov organisiert wird, wo auch Nawalnys Leute immer eine Rolle spielen, zu denen Shekhovtsov auch engste Verbindungen hat.

Da Nawalny ebenfalls ein bekennender radikaler Rassist ist, der öffentlich dazu aufgerufen hat, moslemische Migranten kurzerhand zu erschießen und sich davon auch nie distanziert hat, dürften Shekhovtsov, der offen das Nazi-Regiment Asow verteidigt, und Nawalny sich bestens verstehen. Daran sieht man, welche Kräfte vom Westen als legitime Opposition gegen die russische Regierung unterstützt werden – es sind die gleichen neonazistischen Kräfte, die man mit dem Maidan in Kiew an die Regierung gebracht hat.

… und sein Übersetzer

„Die Welt“ schreibt über den Artikel:

„Der nachfolgende Text basiert auf einem Videokommentar, den Shekhovtsov Ende März auf YouTube veröffentlichte. Der Text wurde von mehreren namhaften europäischen Zeitungen nachgedruckt und erscheint in einer überbearbeiteten und aktualisierten Fassung in WELT erstmals auf Deutsch.“

Das ist sehr freundlich von der „Welt“, dass sie den deutschen Lesern diesen Text zugänglich gemacht hat. Interessant ist auch, wer ihn übersetzt hat. Das erfahren wir am Ende des Artikels:

„Übersetzung aus dem Englischen: Deniz Yücel“

Deniz Yücel wird von den Medien in Deutschland zwar gefeiert, weil er mal in der Türkei in Haft saß, aber wir dürfen nicht vergessen, wer Yücel ist: Er ist ein Anti-Deutscher, der es in Artikeln gefeiert hat, wenn Deutschland endlich verschwindet. O-Ton gefällig? Bitte sehr:

„In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird. Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab! (…) Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. (…) Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort „meckern“ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden. (…) Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln? Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.“

Nein, das war keine Zusammenstellung aus verschiedenen Äußerungen Yücels, er schafft es, all das (und noch einiges mehr) in einen einzigen Artikel zu packen. So etwas darf man in Deutschland schreiben, solange es gegen Deutsche (oder auch gegen Russen) geht, ohne dass es einen Aufschrei gibt. Ob das auch ginge, wenn man das über andere Nationalitäten (zum Beispiel Polen, Türken oder Israelis) schreiben würde?

Yücel ist damit geradezu die perfekte Wahl, um so einen relativierenden Text über das neonazistische Asow-Bataillon zu übersetzen. Damit bewahrheitet sich ein weiteres Mal der alte Satz:

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‚Ich bin der Faschismus‘. Nein, er wird sagen: ‚Ich bin der Antifaschismus‘“


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Quelle

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